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    Konzepte für eine neue Medizin in einer alternden Gesellschaft: Perspektiven für Forschung und medizinische Versorgung

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    Altern ist der Hauptrisikofaktor für Krebs, Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch da die Biologie des Alterns immer besser verstanden wird, gibt es inzwischen erste Ansätze zur Geroprotektion: Altersbedingte Krankheitsrisiken könnten gesenkt und somit die gesunde Lebensdauer verlängert werden. Im Diskussionspapier „Konzepte für eine neue Medizin in einer alternden Gesellschaft: Perspektiven für Forschung und medizinische Versorgung“ plädieren die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine neue Perspektive in Forschung und Medizin im Umgang mit altersbedingten Krankheiten. Sie sprechen sich dafür aus, die biologischen Prozesse des Alterns besser zu erforschen, um in der medizinischen Praxis das Altern selbst in den Fokus zu nehmen – und nicht erst die Behandlung altersbedingter Krankheiten

    Navigating the Energy Transition in Korea and Germany: KAST-Leopoldina Perspectives

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    As Korea and Germany navigate the transition from fossil fuels to sustainable energy sources, the need for innovative scientific solutions has never been more urgent. Despite distinct challenges, both countries share the goal of achieving carbon neutrality and advancing green energy technologies. The paper “Navigating the Energy Transition in Korea and Germany” covers the fields of solar technologies, hydrogen, batteries, grid management, and future energy sources. It highlights scientific challenges, identifies priorities for bilateral research, and offers recommendations for policymakers in Korea and Germany. This joint paper builds on the proceedings of the 8th bilateral symposium by Korean Academy of Science and Technology (KAST) and German National Academy of Sciences Leopoldina, held in Seoul in January 2025. A series of virtual expert workshops in 2024 preceded the symposium.Korea und Deutschland gestalten die Energiewende von fossilen Brennstoffen zu nachhaltigen Energiequellen. Dabei ist der Bedarf an innovativen wissenschaftlichen Lösungen dringlicher denn je. Trotz unterschiedlicher Herausforderungen teilen beide Länder das Ziel, Kohlenstoffneutralität zu erreichen und grüne Energietechnologien voranzutreiben. Das Ergebnispapier „Perspektiven der Energiewende in Korea und Deutschland“ behandelt die Bereiche Solartechnologien, Wasserstoff, Batterien, Netzmanagement und zukünftige Energiequellen. Es zeigt wissenschaftliche Herausforderungen auf, identifiziert Prioritäten für die bilaterale Forschung und bietet Empfehlungen für politische Entscheidungsträger in Korea und Deutschland. Dieses gemeinsame Papier basiert auf den Ergebnissen des 8. bilateralen KAST-Leopoldina-Symposiums und einer Reihe von virtuellen Expertenworkshops im Jahr 2024

    Natur und Gesetz. Beobachtungen zur rechtlichen Geschlechterordnung

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    Die jüngsten politischen Auseinandersetzungen über den Entwurf für ein Selbstbestimmungsgesetz zeigen, dass Konzeptionen von Geschlecht/ern aktuell hochumstritten sind. Auf Basis eines menschrechtlichen Verständnisses von selbstbestimmter Geschlechtsidentität hat das deutsche Bundesverfassungsgericht 2017 in seiner epochalen Entscheidung zur sogenannten Dritten Option der binären Konzeption von Geschlecht als nur männlich oder weiblich im Personenstandsrecht eine Absage erteilt. Der Entwurf für ein Selbstbestimmungsgesetz will diesen verfassungsgerichtlichen Vorgaben gerecht werden und den rechtlichen Geschlechtseintrag der autonomen Entscheidung der Einzelnen überlassen. Dagegen wird vorgebracht, ein solches Regelungsmodell widerspreche einer vermeintlich natürlichen und normalen Geschlechterordnung, der gegenüber das Recht sich neutral zu verhalten habe. Es geht um tiefgreifende Fragen des Verhältnisses von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen über Geschlecht/er und der rechtlichen Regulierung von Körper und Sexualität. Der Vortrag lotet in epistemologischer Perspektive die wechselbezügliche Wissenskonstruktion von Geschlecht/ern in Naturwissenschaft und Recht aus: Welches Wissen über Geschlecht/er setzt das Recht voraus? In welcher Weise schließen Rechtsetzungsprozesse an naturwissenschaftliche Erkenntnisse von Genetik, Medizin, Biologie und Psychiatrie sowie Psychologie an? Und umgekehrt: Welches naturwissenschaftliche Wissen über Geschlecht/er lässt das Recht eigentlich naturwissenschaftlich zu? In normativer Perspektive geht es um die Grenzziehung zwischen Naturgesetzen und Menschengesetzen: Welchen gesellschaftlichen Systemen soll die Entscheidungsmacht über die Körper der Einzelnen zugesprochen werden? Und welche Bedeutung haben Menschenrechte für naturwissenschaftliche Konzepte?The latest political debates about the draft for a self-determination law shows that concepts of gender are currently highly controversial. Based on a human rights understanding of self-determined gender identity, the German Federal Constitutional Court rejected the binary concept of gender as only male or female in civil status law in its seminal decision on the so-called third option in 2017. The draft for a self-determination law aims to meet these constitutional requirements and leave the legal gender entry to the autonomous decision of the individual. Nevertheless, it is argued that such a regulatory model contradicts a supposedly natural and normal gender order to which the law must remain neutral. This involves profound questions about the relationship between scientific knowledge about gender and the legal regulation of the body and sexuality. From an epistemological perspective, the lecture explores the interrelated construction of knowledge about gender in science and law: What knowledge about gender(s) does the law presuppose? How are legislative processes linked to scientific findings in genetics, medicine, biology, psychiatry and psychology? And vice versa: What scientific knowledge about gender/sex does the law actually allow from a scientific point of view? Normatively, a line is to be drawn between the laws of nature and the laws of humanity: Which social systems should be granted decision-making power over the bodies of individuals? And what significance do human rights have for scientific concepts

    Focus on childhood blindness: Rethinking prevention and treatment

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    International health policy and German development cooperation focus primarily on preventive measures. This is evident, for example, in diseases such as childhood blindness, which can be prevented through vaccinations or vitamin A supplements. However, eye diseases such as cataracts and glaucoma cannot be prevented. Only early diagnosis and surgery can protect affected children from going blind. In the Leopoldina discussion paper “Focus on childhood blindness – Rethinking prevention and treatment”, the authors therefore recommend that German development cooperation should focus on both strengthening treatment and maintaining a strong emphasis on prevention; an approach they refer to as “Global Clinical Care”. The paper “Focus on childhood blindness – Rethinking prevention and treatment” illustrates these proposals with practical examples from southern Africa

    Kinderblindheit im Fokus: Prävention und Kuration neu denken

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    In der internationalen Gesundheitspolitik und der deutschen Entwicklungszusammenarbeit liegt der Fokus vor allem auf Präventionsmaßnahmen. Dies zeigt sich beispielsweise bei Krankheiten wie der Kinderblindheit, denen durch Impfungen oder Vitamin-A-Gaben vorgebeugt wird. Allerdings kann man Augenerkrankungen wie grauen oder grünen Star nicht durch Prävention vermeiden. Nur eine frühe Diagnose und operative Eingriffe können betroffene Kinder vor dem Erblinden schützen. In dem Leopoldina-Diskussionspapier „Kinderblindheit im Fokus – Prävention und Kuration neu denken“ sprechen sich die beteiligten Autorinnen und Autoren deshalb dafür aus, in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowohl auf die Stärkung der Kuration als auch weiterhin auf Prävention zu setzen; ein Ansatz, den sie als „Global Clinical Care” bezeichnen. Das Papier „Kinderblindheit im Fokus – Prävention und Kuration neu denken“ veranschaulicht diese Vorschläge an Praxisbeispielen aus dem südlichen Afrika

    Wie kann der internationale Agrarhandel zu Biodiversitätsschutz, Klimaschutz und Ernährungssicherung beitragen?: Für eine kohärente Governance von Konsum, Produktion und Handel

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    Die Art und Weise, wie Menschen die Flächen der Erde nutzen, hat einen großen Einfluss auf die Ernährungssicherheit, die Biodiversität und das Klima. Die hohe Nachfrage beispielsweise nach Soja als Futtermittel oder Palmöl als günstiges, vielseitiges Pflanzenöl bewirkt, dass Flächen intensiv bewirtschaftet oder neu erschlossen werden. Oft geht damit der Verlust von Biodiversität und die Beschleunigung des Klimawandels einher. Die Wirkmechanismen des internationalen Agrarhandels können aber auch genutzt werden, um positiv auf diese Zielkonflikte einzuwirken, so die Autorinnen und Autoren des Leopoldina-Diskussionspapiers „Wie kann der internationale Agrarhandel zu Biodiversitätsschutz, Klimaschutz und Ernährungssicherung beitragen? Für eine kohärente Governance von Konsum, Produktion und Handel“. In dem Papier beschreiben sie politische, rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen für eine positive Hebelwirkung

    G20 Chief Science Advisers‘ Roundtable: Abschlusserklärung: [Arbeitsübersetzung]

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    Diese Abschlusserklärung wurde von den Chief Scientific Advisers Roundtable der G20-Staaten unter Federführung des National Advisory Council on Innovation (NACI) zur Beratung des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der G20 Staaten in Südafrika im Jahr 2025 erarbeitet. Forschung, Technologie und Innovation spielen eine zentrale Rolle für Wirtschaftswachstum, sozialen Fortschritt und nachhaltige Entwicklung. Diesem Thema widmet sich die Abschlusserklärung des Chief Science Advisors’ Roundtable (G20 CSAR), die in den G20-Gipfel am 22. und 23. November 2025 in Johannesburg/Südafrika eingebracht wird. Der G20 CSAR findet als Beratungsprozess der wissenschaftlichen Chefberaterinnen und -berater der G20-Staaten seit 2023 in Vorbereitung der jährlichen G20-Gipfel statt. In Abstimmung mit der Bundesregierung vertritt ad personam Prof. Dr. Bettina Rockenbach, Präsidentin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Deutschland beim G20 CSAR

    Social Media and Mental Health of Children and Adolescents

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    Social media use has long been part of the everyday lives of most children and adolescents. Many of them exhibit risky, and in some cases even addictive, behaviour. While social media use can certainly have positive effects for young people, intensive use can negatively impact mental, emotional, and social well-being, leading to symptoms such as depression and anxiety, impaired attention, and sleep problems. In a discussion paper published by the Leopoldina, the researchers involved therefore recommend applying the precautionary principle

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