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Biodiversity and the Future of Diversity: Final Reflections
Zur Jahresversammlung 2021 widmete sich die Leopoldina dem Thema „Biodiversität und die Zukunft der Vielfalt“. Vom 24. bis 25. September diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Halle (Saale) die Bedeutung der biologischen Vielfalt und wie diese künftig erhalten werden kann. Der Begriff „Biodiversität“ wurde von den Vortragenden unterschiedlicher Disziplinen umfassend beleuchtet. Dabei wurde deutlich, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler viele unterschiedliche Herangehensweisen nutzen, um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ich möchte nun versuchen, in drei Punkten zusammenzufassen, was ich persönlich als Botschaft von den Vorträgen der diesjährigen Jahresversammlung mitgenommen habe.The Leopoldina’s 2021 Annual Assembly was devoted to the topic of “Biodiversity and the Future of Diversity”. From September 24 to 25, scientists in Halle (Saale) discussed the importance of biodiversity and how it can be preserved in the future. The term “biodiversity” was extensively examined by speakers from different disciplines. It became clear that scientists use many different approaches in dealing with this topic. I would now like to try to summarize the three points that I personally took away from the presentations at this year’s Annual Assembly
Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733) und seine Kontakte zur Leopoldina
Der aus Zürich stammende Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733) erhielt die Prägungen für seine naturkundlichen Forschungen und Veröffentlichungen im Umfeld der fränkischen Handelsmetropole Nürnberg und ihrer Universität Altdorf. Hier gelang es ihm, Kontakte zu knüpfen, die ihm später den Ausbau eines Briefwechselnetzes ermöglichten. Dadurch konnte er zu einem weithin bekannten Gelehrten, vor allem in der Fossilienkunde, werden. Besondere Bedeutung für diese Kontakte hatte die Naturforscherakademie Leopoldina, der Scheuchzer seit 1697 angehörte. Obwohl seine ärztliche Karriere in Zürich zunächst hinter seinen Erwartungen zurückblieb, glückte es ihm doch, vorerst ein regionales Netzwerk mit Gelehrten in der Stadt zu einem überregionalen Gelehrtennetzwerk der Schweiz auszubauen und schließlich auch in das Reich und das weitere Ausland zu erweitern.Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733) was born in Zurich and received the coins for his scientific research and publications around the Franconian commercial metropolis of Nuremberg and its University of Altdorf. Here he was able to establish contacts, which later enabled him to expand a network of correspondence exchanges. This enabled him to become a well-known scholar, especially in the field of fossil science. The Leopoldina Academy of Natural Sciences, of which Scheuchzer had been a member since 1697, was particularly important for these contacts. Although his medical career in Zurich initially fell short of his expectations, he nevertheless managed to expand a regional network of scholars in the city into a supraregional network of scholars in Switzerland and eventually to expand it into the Reich and beyond
Programm und Ikonographie in den Publikationen des frühen Leopoldina-Umfeldes, 1652–1700
Die hier publizierte PowerPoint-Fassung des Vortrags von Wolfgang U. Eckart zur von ihm mitorganisierten Frühjahrstagung des Leopoldina-Studienzentrums vom 9. bis 10. April 2018 in Halle (Saale) zum Thema: „Strategien der Kommunikation von Naturwissen und Medizin. Zu Zeitschriften gelehrter Akademien in der Frühen Neuzeit“ konnte der Vortragende aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in eine Textform bringen, so dass der Vortrag jetzt unter Verwendung der seinerzeit vorbereiteten PowerPoint-Folien mit markanten Abbildungen und inhaltlich gut nachvollziehbaren Erklärungen dokumentiert wird
Earth System Science: Discovery, Diagnosis, and Solutions in Times of Global Change
In order to understand the Earth as one system and find effective solutions for global challenges, German Geosciences need to be modernised with Earth System Science as the future operating framework. This is the recommendation made by the German National Academy of Sciences Leopoldina in its Report on Tomorrow’s Science “Earth System Science: Discovery, Diagnosis, and Solutions in Times of Global Change” published today. The report provides an overview of the field of research and proposes steps to be taken to establish the concept
Joint Statement by the National Academies of the G7 States on Russia's Attack on Ukraine: G7 Science Academies' Statement 2022
This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of the German National Academy of Sciences Leopoldina as a reaction to Russia’s attack against Ukraine in 2022.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina als Reaktion auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine erarbeitet
Women in science: developments and recommendations
Men continue to dominate German science and research, and women are significantly underrepresented in leadership positions at universities and in non-university research institutions. Many more women than men leave academia after they obtain their doctorate – a huge loss in diversity and creativity for the science system. In its statement "Women in science: developments and recommendations" the German National Academy of Sciences Leopoldina identifies the reasons for the persistent unterrepresentaion of women and proposes measures to counteract it
Erdsystemwissenschaft: Forschung für eine Erde im Wandel
Um die Erde als Ganzes zu begreifen und effektiv zur Lösung der globalen Herausforderungen beizutragen, sollten die Geowissenschaften in Deutschland modernisiert werden und künftig von der Leitidee der Erdsystemwissenschaft geprägt sein. Das empfiehlt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Zukunftsreport Wissenschaft „Erdsystemwissenschaft – Forschung für eine Erde im Wandel“. Der Report gewährt einen Überblick über das Forschungsfeld und schlägt Maßnahmen zur Etablierung des Konzepts vor
Ärztliche Aus-, Weiter- und Fortbildung – für eine lebenslange Wissenschaftskompetenz in der Medizin
Eine optimale Gesundheitsversorgung setzt voraus, dass Ärztinnen und Ärzte nach dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse handeln. In Deutschland erfolgen Erwerb und Erhalt von Wissenschaftskompetenz in der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung bisher jedoch unsystematisch und unkoordiniert. Für Patientinnen und Patienten ist zudem nicht transparent, ob die sie behandelnden Ärztinnen und Ärzte auf dem aktuellen Stand von Entwicklungen in der Medizin sind. Das heute veröffentlichte Leopoldina-Diskussionspapier „Ärztliche Aus-, Weiter- und Fortbildung – für eine lebenslange Wissenschaftskompetenz in der Medizin“ macht Vorschläge, wie Wissenschaftskompetenz während der gesamten Berufstätigkeit sichergestellt werden kann
Zoonoses and One Health
Vogelgrippe, Schweinegrippe, MERS, SARS, Ebola, COVID-19, Affenpocken: Zoonosen, d. h. auf natürliche Weise wechselseitig zwischen Tier und Mensch übertragbare Infektionen, stehen heute mehr denn je im Licht der Öffentlichkeit. Dabei gibt es Zoonosen, seitdem es Menschen gibt. Menschen sind biologisch Teil des Tierreichs, das sich für Erreger als Kontinuum darstellt. Mit bald 8 Milliarden Individuen, die hochmobil sind, große Distanzen in kürzester Zeit überwinden können und sich in Ballungsräumen zusammenfinden, bietet die Menschheit eine ideale Wirtspopulation für Erreger. Der zunehmende Kontakt zwischen Menschen und tierischen Reservoiren begünstigt Übersprungsereignisse (spill-over) von Erregern, die über Anpassungsvorgänge zu lokalen Epidemien und zu möglichem pandemischen Auftreten führen können. Die humane Krankheitslast durch zoonotische Infektionen betrug noch vor SARS-CoV-2 weltweit jährlich ca. 2 Millionen Tote und etwa 2 Milliarden Erkrankungen. Damit stellen Zoonosen ein zentrales Thema globaler Gesundheit dar. Der One-Health-Ansatz soll helfen, diese Problematik holistisch und transdisziplinär zu adressieren. Vorangetrieben wurde und wird dieser Ansatz federführend von der Tiermedizin. Hierfür wurde die Vorstellung der ‚einen Medizin‘ (One Medicine) aus der Zusammenarbeit von Human- und Tiermedizin durch den Faktor Umwelt ergänzt. Gerade die COVID-19-Pandemie hat aber deutlich gemacht, dass sich bei der Akzeptanz und Implementierung von One Health noch deutliche Optimierungsmöglichkeiten ergeben. Hierbei ist die Tiermedizin nicht nur als Wegbereiter für One Health, sondern auch als Vermittler zwischen den Disziplinen gefragt und positioniert.Bird flu, swine flu, MERS, SARS, Ebola, COVID-19, monkeypox: zoonoses, i.e. infections that are naturally transmitted between animals and humans, are in the limelight of public attention more than ever. However, zoonoses exist since humans exist. Biologically humans are part of the animal kingdom, which presents as a continuum for infectious agents. The human population soon reaching 8 billion individuals, which are highly mobile, able to cover great distances in very short time, and gather in urban centers, is an ideal host population for infectious agents. Increasing contact between humans and animal reservoirs favours spillover events of infectious agents, which through adaptation may lead to local epidemics up to potential pandemic spread. The global human burden of disease attributed to zoonoses amounted to ca. 2 million fatalities and 2 billion morbidities annually even before SARSCoV-2. Thus, zoonoses represent a central topic in global health. The One Health approach was conceived to address these problems holistically by transdisciplinary cooperation. This approach was and is promoted primarily by the veterinary profession. To this end, the concept of one medicine, i.e. the cooperation between veterinary and human medicine, was expanded by adding the health of ecosystems (environment). The COVID-19 pandemic, in particular, has made it clear, however, that there is still a lot of potential for improvement in acceptance and implementation of One Health. Hereby veterinary medicine is not only paving the way for One Health but also serves as mediator and connector between the different disciplines involved