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    Health Equity in Times of a Pandemic

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    The COVID-19 pandemic has had a devastating health, social and economic impact across all communities and countries. It has revealed deep weaknesses and inequities in our health systems and exposed major gaps in how our health defences are governed, planned, financed and implemented. The biggest impacts of the pandemic were on the old, the poor, those with underlying health conditions and those without access to adequate health care and vaccination. Much of the suffering and death was preventable. The frequency and intensity of health emergencies is increasing, and their impacts will continue to grow unless we build stronger and fairer health systems with a focus on preparedness, readiness and resilience. Health emergencies and pandemics begin and end in communities. Health equity can only be guaranteed through inclusivity, trust and a whole-of-society and all-of-government approach.Die COVID-19-Pandemie zeigte in allen Gemeinschaften und Ländern verheerende gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen. Sie offenbarte tiefgreifende Schwächen und Ungleichheiten in unseren Gesundheitssystemen und deckte große Lücken in der Art und Weise auf, wie unsere Gesundheitsschutzmaßnahmen geregelt, geplant, finanziert und umgesetzt werden. Am stärksten betroffen von der Pandemie waren die alten und armen Menschen, Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen und Menschen, die keinen Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung oder Impfung hatten. Ein Großteil des Leids und der Todesfälle wäre vermeidbar gewesen. Die Häufigkeit und Intensität von Gesundheitskrisen nimmt zu, und ihre Auswirkungen werden weiter zunehmen, wenn wir nicht stärkere und gerechtere Gesundheitssysteme aufbauen, deren Schwerpunkt auf Vorsorge, Bereitschaft und Widerstandsfähigkeit liegt. Gesundheitskrisen und Pandemien beginnen und enden in den Gemeinschaften. Gesundheitliche Chancengleichheit kann nur durch Einbeziehung, Vertrauen und einen gesamtgesellschaftlichen und gesamtstaatlichen Ansatz sichergestellt werden

    The Need for a One Health Approach to Zoonotic Diseases and Antimicrobial Resistance: G7 Science Academies' Statement 2022

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    This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of the German National Academy of Sciences Leopoldina to provide scientific advice to the G7 Summit of Heads of State and Government in Germany 2022. The One Health approach is a multisectoral and transdisciplinary approach, based on the understanding that the health of humans, domestic and wild animals, plants and the wider environment is closely linked and interdependent. The disruption of global ecosystems fosters the emergence of human pathogens from animal populations and vice versa (“zoonotic diseases”). Furthermore, the most effective means to treat infectious diseases, namely antimicrobial drugs (e.g. antibiotics), is losing effectiveness due to increasing antimicrobial resistance (AMR). In order to address these global problems, the G7 Academies call for concrete actions to implement the One Health approach globally, the use of new digital technologies for the prevention and control of zoonotic diseases and AMR, and fostering research and development focused on One Health.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Beratung des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in Deutschland im Jahr 2022 erarbeitet. Der One Health-Ansatz steht für einen ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatz, der auf der Grundannahme basiert, dass die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und Umwelt eng miteinander verknüpft ist. Die voranschreitende Zerstörung der Ökosysteme weltweit begünstigt das Auftreten von Krankheitserregern tierischen Ursprungs beim Menschen und umgekehrt (“Zoonosen”). Gleichzeitig verlieren antimikrobielle Medikamente (z.B. Antibiotika), die das wirksamste Mittel bei der Behandlung von Infektionskrankheiten darstellen, durch die Zunahme antimikrobieller Resistenzen (AMR) an Wirksamkeit. Um bei der Lösung dieses umfassenden Problemkomplex voranzukommen, empfehlen die Wissenschaftsakademien der G7-Länder konkrete Maßnahmen zur Umsetzung des One Health-Ansatzes weltweit, den Einsatz neuer digitaler Technologien zur effektiven Überwachung von Zoonosen und AMR sowie eine Stärkung von Forschung, die auf dem One Health-Ansatz beruht

    Decarbonisation: The Case for Urgent International Action: G7 Science Academies' Statement 2022

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    This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of the German National Academy of Sciences Leopoldina to provide scientific advice to the G7 Summit of Heads of State and Government in Germany 2022. Decarbonisation is central for achieving the goals of the Paris Climate Agreement, in which 196 countries have committed to significantly reduce their greenhouse gas emissions in order to limit global warming. This includes the expansion of renewable energies for electricity generation and the decarbonisation of traffic and transport as well as entire industries. Significant emission reductions in agriculture are critically important. To accelerate the transition to a world with net zero greenhouse gas emissions, the G7 Academies call for building a carbon-neutral and resilient energy system, strengthening international cooperation towards a just energy transition worldwide by introducing a renewable energy trading system and a global CO2 pricing mechanism, strengthening climate literacy and citizen involvement, and promoting technological and social innovation towards climate neutrality.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Beratung des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in Deutschland im Jahr 2022 erarbeitet. Dekarbonisierung ist ein zentrales Element zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens, in dem sich 196 Staaten dazu verpflichtet haben, ihre Treibhausgasemissionen erheblich zu reduzieren, um die globale Erwärmung zu begrenzen. Dies umfasst den Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung, die Dekarbonisierung von Verkehr und Transport sowie der gesamten Industrie. Eine deutliche Emissionsreduzierung in der Landwirtschaft ist ebenso entscheidend. Um den Übergang zu einer Welt mit Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu beschleunigen, fordern die G7-Akademien den Aufbau eines kohlenstoffneutralen und widerstandsfähigen Energiesystems, eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit für eine gerechte Energiewende weltweit durch die Einführung eines Handelssystems für erneuerbare Energie und die Einführung eines globalen CO2-Bepreisungsmechanismus, die Stärkung von Klimakompetenz und Bürgerbeteiligung sowie die Förderung von technologischen und sozialen Innovation im Hinblick auf Klimaneutralität

    Ocean and Cryosphere: The Need for Urgent International Action: G7 Science Academies' Statement 2022

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    This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of the German National Academy of Sciences Leopoldina to provide scientific advice to the G7 Summit of Heads of State and Government in Germany 2022. Ocean and cryosphere act as one of our planet’s most efficient early warning systems for climate change. Both in Antarctica and Greenland, ice loss has strongly accelerated. The rate of sea level rise has more than doubled in the last two decades. Warming and acidification of the ocean have significant impacts on the global climate. The permafrost thaw further intensifies global warming. In view of these dramatic developments, the G7 Academies call for a massive reduction in greenhouse gas emissions, the global protection of marine ecosystems, the engagement of all forms of knowledge for solutions, and the enhancement international scientific cooperation and data sharing for an Earth observation and forecasting system.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Beratung des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in Deutschland im Jahr 2022 erarbeitet. Ozean und Kryosphäre sind die effizientesten Frühwarnsysteme unseres Planeten für den Klimawandel. In der Antarktis und in Grönland hat sich der Eisverlust stark beschleunigt. Die Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Erwärmung und Versauerung des Ozeans haben erheblichen Auswirkungen auf das globale Klima. Das Auftauen des Permafrosts verstärkt die globale Erwärmung zusätzlich. Angesichts dieser dramatischen Entwicklungen fordern die G7-Akademien eine massive Verringerung der Treibhausgasemissionen, den weltweiten Schutz der Meeres-Ökosysteme, die Einbeziehung aller Formen des Wissens für Lösungsansätze sowie die Verbesserung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit und des Datenaustauschs für ein Erdbeobachtungs- und Vorhersagesystem

    International Health Protection and Social Justice

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    In den letzten zwanzig Jahren haben sich vier zentrale Aspekte der globalen Gesundheit herauskristallisiert: a) die zunehmende Häufigkeit und Geschwindigkeit, mit der globale Gesundheitskrisen wie die COVID-19-Pandemie entstehen und sich entwickeln, b) das Ausmaß der Abhängigkeit zwischen der öffentlichen Gesundheit und dem Gesundheitsschutz eines Landes und der öffentlichen Gesundheit und dem Gesundheitsschutz in anderen Ländern, c) die entscheidende Rolle der nationalen Gesundheitsinstitute bei der kollektiven Reaktion auf solche Krisen und deren Vorbeugung, und d) gesundheitliche Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit als zentrale Voraussetzungen für die Krisenfestigkeit. Die Ungleichheit erhöht das Risiko und die Anfälligkeit für Krankheit und Krisen, einschließlich Pandemien. Zugleich besteht die Gefahr, dass die Gegenmaßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens diese gesundheitlichen Ungleichheiten und die zugrundeliegende soziale Ungerechtigkeit verstärken. Dieser Vortrag befasst sich mit folgenden Entwicklungen: den wichtigsten Herausforderungen im internationalen Gesundheitsschutz sowie der zentralen Rolle der nationalen Gesundheitsinstitute als wichtige Akteure für den Gesundheitsschutz und für die Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit. Er stützt sich auf die Erfahrungen des Zentrums für Internationalen Gesundheitsschutz, also der internationalen Abteilung des Robert-Koch-Instituts, des nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit in Deutschland.The past twenty years have underlined four key aspects of global health: a) the increasing frequency and speed with which global health crisis such as the COVID-19 pandemic emerge and develop b) the extent to which public health and health protection in one country depends on public health and health protection everywhere c) the crucial role of national public health institute to our collective ability to prevent and respond to these crisis and d) health equity and social justice as central to enabling resilience to crisis. Inequity increases risk and vulnerability to ill health and crisis including pandemics. While public health responses risk increasing health inequities and underlying social injustice. This talk reflects on these developments: the key challenges in international health protection and the core role of national public health institutes as actors essential to health protection and to advancing health equity. It draws on the experiences of the Centre for International Health Protection, the international department of the Robert Koch Institute – Germany’s National Public Health Institute

    Die rechtlichen Grundlagen der Notfallvorsorge für Kulturgüter

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    Ein wirkungsvoller Kulturgutschutz benötigt klare rechtliche Grundlagen, um im Falle von Naturkatastrophen, Bränden oder terroristischen Anschlägen den Erhalt von Kulturgütern zu sichern. In Deutschland gibt es jedoch bisher keine detaillierten, verbindlichen Regelungen, so das Diskussionspapier „Die rechtlichen Grundlagen der Notfallvorsorge für Kulturgüter“. Die Veröffentlichung bietet einen umfassenden Überblick über die Regelungen des Völkerrechts, des Europarechts sowie über die Gesetze in Deutschland. Die Autorin des Diskussionspapiers legt Argumente für einen kompletten rechtlichen Neuansatz dar

    Ozean und Kryosphäre: Internationales Handeln ist dringend notwendig: [Arbeitsübersetzung]

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    Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Beratung des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in Deutschland im Jahr 2022 erarbeitet. Ozean und Kryosphäre sind die effizientesten Frühwarnsysteme unseres Planeten für den Klimawandel. In der Antarktis und in Grönland hat sich der Eisverlust stark beschleunigt. Die Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Erwärmung und Versauerung des Ozeans haben erheblichen Auswirkungen auf das globale Klima. Das Auftauen des Permafrosts verstärkt die globale Erwärmung zusätzlich. Angesichts dieser dramatischen Entwicklungen fordern die G7-Akademien eine massive Verringerung der Treibhausgasemissionen, den weltweiten Schutz der Meeres-Ökosysteme, die Einbeziehung aller Formen des Wissens für Lösungsansätze sowie die Verbesserung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit und des Datenaustauschs für ein Erdbeobachtungs- und Vorhersagesystem

    Parasites: Drivers and Brakemen of the Global-Disease-Burden

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    Parasitismus ist ein überaus erfolgreicher Lebensstil. Ca. 50 % aller eukaryotischen Spezies sind Parasiten, welche auf Kosten ihrer infizierten Wirte leben. Parasiten sind sehr divers mit ausgesprochen komplexen Lebenszyklen und variieren enorm in ihrer Größe, von ein paar Mikrometern bis hin zu mehreren Metern. Parasiteninfektionen mit Würmern, sogenannte Helminthen, betreffen etwa ein Viertel der Weltbevölkerung und gehören zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten. Wurminfektionen, welche im Fokus dieses Vortrags stehen, sind endemisch in Ländern mit geringem Hygienestandard, und infizierte Menschen befinden sich oftmals in einem fatalen Armutszyklus. Parasitische Würmer können viele Jahre in infizierten Menschen überleben und rufen chronische Erkrankungen hervor. Diese Infektionen gehen weniger einher mit Mortalität, sondern mit einer ausgeprägten Morbidität, assoziiert mit einer schlechteren kognitiven Entwicklung und einer ausgeprägten Regulation des Immunsystems. Die Immunregulation chronischer Wurminfektionen hat verschiedene negative Auswirkungen auf die Gesundheit wie auf Impfeffizienzen infizierter Individuen oder Koinfektionen. Jedoch zeigt die Immunregulation auch positive Effekte, da fehlgeleitete überschießende Immunreaktionen unterdrückt werden, wie sie beispielsweise bei allergischen Reaktionen oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen auftreten. Somit sind die im globalen Süden hoch prävalenten parasitischen Wurminfektionen Treiber der Krankheitslast infizierter Populationen, aber gleichzeitig bei fehlgeleiteten überschießenden Immunerkrankungen auch Bremser der Krankheitslast.Parasitism is a highly successful lifestyle. Approximately 50 % of all eukaryotic species are parasites, which live at the expense of their infected hosts. Parasites are very diverse with extremely complex life cycles and vary enormously in size, from a few micrometers to several meters. Infections with worms, called helminths, affect about a quarter of the world’s population and are among the neglected tropical diseases. Worm infections, which are the focus of this presentation, are endemic in countries with low hygiene standards and infected people often find themselves in a fatal cycle of poverty. Parasitic worms can survive for many years in infected people and cause chronic diseases. These infections are not so much associated with mortality, but with marked morbidity, associated with poorer cognitive development and marked immune regulation. Immune regulation in chronic worm infections has several negative effects on health such as on vaccination efficiencies or co-infections. However, immune regulation also shows positive effects by suppressing aberrant exaggerated immune responses such as those seen in allergic reactions or inflammatory bowel disease. Thus, parasitic worm infections, which are highly prevalent in the Global South, are drivers of the disease burden, but at the same time brakemen in the case of misdirected exaggerated immune diseases

    Advancing Global Health Thinking – Evidence-based Responses to Complex Challenges

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    Die globalen gesundheitlichen Herausforderungen können nur mit globaler, oft sektorenübergreifender Zusammenarbeit bewältigt werden. Interventionen in diesem Rahmen sollten auf einer interdisziplinär erarbeiteten und möglichst umfassenden Evidenzgrundlage beruhen. Dabei sind auch diese Interventionen eine Herausforderung, denn sie werden zunehmend als „Ereignisse in Systemen“ wahrgenommen. Das bedeutet, dass häufig komplexe Interventionen (z. B. Zusammenspiel mehrerer Komponenten) mit einem komplexen System (z. B. Anpassungen des Systems) interagieren. Die explizite Auseinandersetzung mit Komplexität hat vielfältige Auswirkungen auf die Planung, Durchführung und Evaluation von Interventionen. So kann die Wirkung einer Maßnahme sehr unterschiedlich ausfallen, je nach geografischem, soziokulturellem oder ökonomischem Kontext. Darüber hinaus haben Interventionen zwar intendierte und erwünschte gesundheitliche Wirkungen, aber auch eine Reihe nicht-intendierter gesundheitlicher, sozialer oder ökologischer Folgen, die positiv oder negativ sein können. Diese Komplexität sollte bei gesellschaftlichen Entscheidungen berücksichtigt werden, idealerweise basierend auf einer angemessenen Evidenzgrundlage. Für den Umgang mit Komplexität werden zum Teil bewährte und weiterentwickelte, aber auch innovative wissenschaftliche Methoden benötigt, die alle Schritte von der Konzeption und Evaluation von Maßnahmen bis hin zur Entscheidungsfindung betrachten. An drei globalen Gesundheitsproblemen – Armutsbekämpfung, Schulmaßnahmen während der COVID-19-Pandemie und Adipositasprävention – wird aufgezeigt, wie eine Auseinandersetzung mit Komplexität unseren Blick auf die Herausforderungen verändert und was dies für evidenzbasierte Lösungen bedeuten kann.Global health challenges can only be addressed with global, often cross-sectoral collaboration. Interventions in this context should be based on an interdisciplinary and relatively comprehensive evidence base. Yet these interventions represent their own challenges and are increasingly recognized as “events in systems”. This means that often complex interventions (e.g. interplay of multiple components) interact with a complex system (e.g. system adaptation). Explicitly addressing complexity has manifold implications for designing, implementing and evaluating interventions. For example, the impact of an intervention can vary widely depending on the geographic, socio-cultural, or economic context. Furthermore, while interventions have intended and desired health effects, they also have a range of unintended health, social, or environmental consequences, which may be positive or negative. This complexity should be considered in making decisions, ideally based on an adequate evidence base. Dealing with complexity requires a combination of proven and specifically advanced scientific methods, but also innovative approaches in all steps from the design and evaluation of interventions to decision making. Three global health challenges – poverty reduction, school measures during the COVID-19 pandemic and obesity prevention – illustrate how taking a complexity perspective changes the way we look at problems, and how we think about and investigate evidence-based solutions

    Surgery, Surgeons and Physicians: Cases and Experiences in the Miscellanea curiosa, 1670–1679

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    Surgeonsʼ skills and knowledge were crucial in fostering the anatomical revolution, including what was called anatomia practica, that is, pathological (as opposed to normal) anatomy. The paper is an examination of the articles on surgery in the first decuria (1670 –1679) of the Miscellanea curiosa. Which is the place surgical knowledge and surgeons have in the building of this discipline, as in the periodical itself? More precisely, which is the image of surgery it fosters and disseminates to an European audience? Despite an apparent neglect of surgery, surgeons are frequently mentioned as co-workers of physicians, and presented as sharing cases, experiences, objects and discussions with them. While the stereotype of the surgeon as a subordinate persists, and surgeons are not authors of observationes, an increasing space is given to his skills and knowledge of the surgeon, a necessary premise for the enhancement of anatomia practica.Die Fähigkeiten und Kenntnisse der Chirurgen waren ausschlaggebend für die Förderung der Revolution in der Anatomie, vor allem der sogenannten anatomia practica, d. h. der pathologischen (im Gegensatz zur normalen) Anatomie. Die Arbeit ist eine Analyse der Artikel über die Chirurgie in der ersten Decurie (1670 –1679) der Miscellanea curiosa. Welchen Platz haben chirurgisches Wissen und die Chirurgen selbst im Aufbau dieser Disziplin bzw. in der Zeitschrift als solcher? Genauer gesagt, welches Image der Chirurgie wird gefördert und einem europäischen Publikum vermittelt? Trotz offensichtlicher Vernachlässigung der Chirurgie werden Chirurgen häufig als Mitarbeiter von Ärzten genannt und teilen Fälle, Erfahrungen, Objekte und Diskussionen mit ihnen. Während das Stereotyp des Chirurgen als Untergeordneter bestehen bleibt und Chirurgen selbst keine Beobachtungen verfassen, wird deren Fähigkeiten und Kenntnissen immer mehr Raum gegeben, eine notwendige Voraussetzung für die Weiterentwicklung der anatomia practica

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