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Organisatorische Voraussetzungen der Notfallvorsorge für Kulturgüter
Feuer, Wasser, Erdbeben, Umweltkatastrophen, bewaffnete Konflikte und andere Ereignisse können Kulturgüter in wenigen Augenblicken zerstören oder so schwer beschädigen, dass sie auf lange Zeit nicht mehr genutzt werden können oder sogar gänzlich verloren sind. Ein Notfall oder gar eine Katastrophe sollte niemals auf unvorbereitete Akteure treffen. Die Besonderheit im Fall von Kulturgütern ist, dass es nicht nur darum geht, das Schadensereignis selbst zu bekämpfen, sondern auch darum, die Kulturgüter möglichst unversehrt zu bergen. Dafür müssen die Kulturgut bewahrenden Einrichtungen mit anderen Organisationen wie z. B. der Feuerwehr eng zusammenarbeiten. Dieses Diskussionspapier legt das Wissen aus der Organisations- und Katastrophenforschung zur zuverlässigen Bewältigung von Notfallsituationen dar und beschreibt davon ausgehend die organisatorischen Voraussetzungen, die für eine effektive Notfallvorsorge für Kulturgüter hierzulande unabdingbar sind
Den kritischen Zeitpunkt nicht verpassen: Leitideen für die Transformation des Energiesystems
Um in Deutschland und Europa die Pariser Klimaziele zu erreichen, muss das Energiesystem transformiert werden. Wichtig ist zudem die Bereitstellung von Technologien, die dies auch weltweit ermöglichen. Der Handlungsbedarf ist groß, weil vielfältige internationale Krisen wie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine Zielkonflikte verschärfen und die globale Kooperation erschweren, die notwendig ist, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Das Leopoldina-Diskussionspapier „Leitideen für die Transformation des Energiesystems“ erörtert hierzu Ansätze für eine effektive und tragfähige Energiewende
Wissensaustausch und Innovation können zu besserer Gesundheit und mehr Wohlbefinden bei älteren Menschen beitragen: [Arbeitsübersetzung]
Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung des Science Council of Japan zur Beratung des G7-Prozesses im Jahr 2023 erarbeitet. Der Anteil der Weltbevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter wird voraussichtlich von derzeit 10 % auf 16 % im Jahr 2050 ansteigen. Zu Beginn dieses demografischen Wandels muss die Gesellschaft die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich immer mehr Menschen während ihres gesamten Lebens Gesundheit, Wohlbefinden und Unabhängigkeit erhalten können. Es sei bekannt, dass etwa körperliche Aktivität und soziale Kontakte die Wahrscheinlichkeit altersbedingter Krankheiten verringern, das Verständnis der zugrundeliegenden biologischen Mechanismen reiche jedoch noch nicht aus, um Präventionsstrategien zu entwickeln. Daher sind unter anderem Investitionen zur Förderung der Alter(n)s-Wissenschaften erforderlich
Auf dem Weg zur Kohlenstoffneutralität: Gemeinsame Ankündigung der zweiten Science for Future-Konferenz der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und der Leopoldina: [Arbeitsübersetzung]
Jahrbuch 2022
Die Jahresversammlung zum Thema „Global Health. Von Gesundheitsleistungen über Klimawandel bis zu sozialer Gerechtigkeit“ lieferte Gelegenheit, sich intensiv mit Fragen von Gesundheit und Gesundheitswesen im Nachgang zur Coronavirus-Pandemie (COVID-19) auseinanderzusetzen. Eine Reihe von verschobenen Veranstaltungen konnten nachgeholt und in angepassten Formaten durchgeführt werden. Auf diese Weise wurden Erfahrungen aus den zurückliegenden Jahren aufgegriffen und wieder ein besonderes Augenmerk auf die Pflege persönlicher Kontakte im Rahmen der Symposien und Konferenzen der Akademie gelegt. Der Bericht des Präsidenten und weitere Mitteilungen weisen auf die durch den Krieg in der Ukraine komplizierte Lage und deren Auswirkungen auf die Wissenschaften und deren Einrichtungen hin
Künstliche Intelligenz, Computerspiele und Sozialität
In der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) haben Spiele immer wieder eine wichtige Rolle gespielt. Die Frage ist: Warum? Was liefert das Spiel, was so essentiell für die KI-Entwicklung war und ist? Um dieser Frage aus philosophischer Perspektive nachzugehen, wird die Entwicklung der KI aus dem neuzeitlichen Programm der Operationalisierung des Geistes heraus auf die maschinenrationalen Ersetzungsverhältnisse menschlicher Rationalität hin analysiert. Dabei leitet insbesondere ein Ersetzungsverhältnis, so die These, einen Paradigmenwechsel ein, der das Einfallstor für Spiele öffnet.In the development of artificial intelligence (AI), games have always played an important role. The question is: Why? What does the game provide that was and is so essential to AI development? To explore this question from a philosophical perspective, the development of AI is analyzed from the modern program of operationalizing the mind to the algorithmic substitution of human rationality. According to the thesis, one substitution in particular initiates a paradigm shift that opens the access point for games
Roundtables „International Perspectives on Evidence-Based Policy Making” und „How to strengthen Evidence-based Policy Making? Stra-tegic Positioning within Government”: Veranstaltungsdokumentation : Initiative für evidenzbasierte Politikgestaltung 2023
Ernst Haeckel – Medienstar: Popularisierungen von (Natur-)Wissenschaft in den Massenmedien Buch und Zeitschrift zwischen 1891 und 1910
Der Aufsatz zeigt an dem Jenaer Zoologen Ernst Haeckel zweierlei: erstens die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Buchverlagswirtschaft und zweitens die Wege der Popularisierung (natur-)wissenschaftlicher Forschung. Beides trifft auf Prozesse der Ausdifferenzierung, sowohl in der Mediengesellschaft als auch in akademischen Wissensgemeinschaften. Anhand von Briefen aus dem Nachlass im Ernst-Haeckel-Haus (Jena) werden die Aspekte von Emotionalisierung, Personalisierung und Visualisierung zum Untersuchungsgegenstand gemacht. Es geht dabei um Strategien des Erzählens von biologischen und zoologischen Erkenntnissen, um das Wechseln zwischen Öffentlichkeiten sowie um Praktiken des Kontaktierens von Medien (als Institution) und Medienschaffenden (als Person).This paper elaborates the relationship between mass media (publishing and press) and academic elite science in late 19th century Imperial Germany. Ernst Haeckel provides the example to examine the popularization of science following all but linear paths. Personification, emotionalisation and visual artefacts (photographs and drawings) are paving the way. The main argument is that a star-system evolves, featuring the Jena-based zoologist prominently. It blurs, at first, the boundaries between the abstract notion of science and the popular understanding of scientific knowledge and it is, secondly, opening up a perspective on the agency of readers (and buyers of books, newspapers and illustrated press) in relation to modes of communicating in an early stage mass media society
Vernetzte Notfallvorsorge für Kulturgüter: Eine Umfrage unter den Notfallverbünden Deutschlands
Hochwasser, Brände, Stromausfälle oder Vandalismus – Kulturgüter können durch verschiedene Ereignisse gefährdet oder gar zerstört werden. Um Kulturgüter in solchen Fällen effektiv zu schützen, haben sich in Deutschland Archive, Bibliotheken, Museen, Kirchen und weitere Kultureinrichtungen zu Notfallverbünden zusammengeschlossen. Sie tauschen hier Expertise, Erfahrungswerte und Ausrüstung aus, etablieren Kontakte zur Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk, treffen Vorbereitungen für Schadensfälle und unterstützen sich gegenseitig, sollten diese eintreten. Die Notfallverbünde sind freiwillige Zusammenschlüsse und bilden sich meist auf Eigeninitiative. Ein systematischer Ansatz sowie ein flächendeckendes Netz fehlen. Das Leopoldina-Diskussionspapier „Vernetzte Notfallvorsorge für Kulturgüter“ wertet eine Umfrage unter den Notfallverbünden Deutschlands aus und bietet erstmals eine Bestandsaufnahme zum Thema