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    Globesity – Die Pandemie des Übergewichts

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    Globesity bezeichnet das Phänomen der weltweit beobachteten Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit. Die globale Prävalenz von Übergewicht und Fettleibigkeit hat sich seit 1980 verdoppelt. Ein Drittel der Weltbevölkerung ist gegenwärtig übergewichtig oder gilt als fettleibig. Fettleibigkeit stellt eine erhebliche Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar, da sie das Risiko für Krankheiten wie Diabetes mellitus, kardiovaskuläre Krankheiten, Nierenerkrankungen sowie verschiedene Krebsarten erhöht. Die Hauptursache für Fettleibigkeit ist ein Missverhältnis zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch. Die Globalisierung der Lebensmittelsysteme, die zunehmend verarbeitete, energiereiche, schmackhafte und erschwingliche Lebensmittel hervorbringt, wurde als eine der Hauptursachen für die Adipositas-Epidemie identifiziert. Dieses Problem hat sich durch den Bewegungsmangel noch verschärft. Der Wandel in den Ernährungs- und Bewegungsmustern ist das Ergebnis von umgebungsbedingten und gesellschaftlichen Veränderungen, die mit der Entwicklung und dem Mangel an unterstützenden Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit, Stadtplanung und Bildung einhergehen. In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind vor allem Erwachsene aus wohlhabenden und städtischen Verhältnissen von Adipositas betroffen, während in Ländern mit hohem Einkommen primär benachteiligte Gruppen eine unverhältnismäßig hohe Adipositas-Prävalenz aufweisen. Im Jahr 2021 konstatierte daher die WHO, dass es keinen einheitlichen, auf den Erfahrungen der Länder mit hohem Einkommen basierenden Ansatz gibt, der das weltweite Problem des Übergewichts wirksam lösen kann.Globesity refers to the phenomenon of the increase in overweight and obesity observed worldwide. The global prevalence of overweight and obesity has doubled since 1980. One-third of the world’s population is currently overweight or considered obese. Obesity poses a significant challenge to public health, as it increases the risk for numerous diseases, such as diabetes mellitus, cardiovascular and kidney diseases, and several types of cancers. The fundamental cause of obesity is a mismatch between energy intake and energy expenditure. The globalization of food systems producing more processed, energy-dense, palatable and affordable foods has been identified as a major driver of the obesity epidemic. This problem is exacerbated by physical inactivity. Changes in dietary and physical patterns are the result of environmental and societal changes associated with development and lack of supportive policies in sectors such as health, urban planning, and education. In low- and middle-income countries, obesity is generally more prevalent among adults from wealthy and urban environments, whereas in high-income countries, the prevalence of obesity is disproportionately greater among disadvantaged groups. In 2021, the WHO therefore stated that there is no one-size-fits-all approach based on the experience of high-income countries that can effectively solve the global issue of overweight

    Autonome Maschinen als „Normadressaten“?: Eine Erinnerung an die Bedeutung von Autonomie als Selbstgesetzgebung für das Rechtsverständnis

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    Die Auseinandersetzung mit der Problematik, ob Roboter oder andere Maschinen, insbesondere die mit „Künstlicher Intelligenz“ ausgestatteten, wegen ihrer „Autonomie“ Adressaten von Rechtsnormen sein können, fordert den Rechtsbegriff in verschiedenen Hinsichten heraus. Der Beitrag geht der Frage nach, welches Rechtsverständnis einer solchen Annahme zugrunde liegen könnte, und hinterfragt dieses kritisch. Es zeigt sich, dass die Zuschreibung von Autonomie und Rechtspersonalität letztlich wenig dazu beiträgt, den künftigen Umgang mit KI zu regeln; sie bietet aber Anlass, die Bedeutung von Autonomie als Selbstgesetzgebung für das Rechtsverständnis in Erinnerung zu rufen.Can robots or other machines, especially those equipped with “Artificial Intelligence”, be addressees of legal norms because of their “autonomy”? The discussion of this problem challenges the concept of Law in various respects. The article examines the question of which understanding of Law might underlie such an assumption, and critically calls it into question. It turns out that the attribution of autonomy and legal personhood ultimately does little to regulate the future treatment of AI; it does, however, provide an occasion to recall the significance of autonomy as self-legislation for the understanding of Law

    KI-Gesundheitssystem-Netzwerke: Für eine strategische Neubestimmung des Informed Consent

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    Die Ära der Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin beginnt gerade erst. Sie wird begleitet von großen Hoffnungen für Fortschritte in der medizinischen Versorgung, die sich auf neue Formen der Behandlung genauso beziehen wie auf den besseren Zugang zu therapeutischen Angeboten. Die Komplexität von KI-Gesundheitssystem-Netzwerken und die Dynamik der Datenzirkulation innerhalb dieser Netzwerke sind jedoch selbst von etablierten Expertinnen und Experten auf diesem Gebiet kaum zu erfassen. Allein die Frage, wo die Grenzen zwischen Behandlung, medizinischer Forschung, Technikentwicklung und Kommerzialisierung verlaufen, ist schwer zu entscheiden. Die Unübersichtlichkeit von KI-Anwendungen und -Effekten in der Medizin droht auch das Patientinnen-/ Patientenrecht auf einen Informed Consent zu unterminieren, demgemäß über eine Behandlung informiert und aufgeklärt werden muss, bevor ein Behandlungsauftrag ergeht. In diesem Artikel wird anhand der methodisch kontrollierten Kartierung von Patientinnen-/Patientendaten gezeigt, inwiefern es möglich und lohnenswert ist, neue Formen der Aufklärung zu etablieren. Die These ist, dass eine Strategie, die das Ziel von Datensouveränität in KIGesundheitssystem-Netzwerken verfolgt, nicht auf uninformierter Freigabe von Patientinnen-/Patientendaten gründen sollte. Vielmehr ist die Neubestimmung des Informed Consent notwendig – und möglich.The era of applied Artificial Intelligence (AI) in medicine is just beginning. It is accompanied by great hopes for advances in medical care, in terms of both new forms of treatment and better access to therapeutic services. The complexity of AI health system networks and the dynamics of data circulation within these networks can hardly be grasped even by established experts in this field. The very question of what differentiates treatment, medical research, technological development and commercialisation is difficult to determine. The complexity of AI in medicine threatens to undermine the patients’ rights to informed consent, which implies an adequate explanation of the process, treatment, risks and rights preceding the patient’s agreement thereto. In this article, a methodologically controlled mapping of patient data is used to show the extent to which it is worthwhile establishing new forms of informed consent. The argument is that a strategy aiming for data sovereignty within AI health should not be based on uninformed release of patient data. Instead, the redefinition of informed consent is necessary – and possible

    Geleitwort

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    Einleitung

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    Aus Neugier auf das Fremde - Jugendbewegte Europareisebilder aus dem Nachlass Kurt Mothes: eine Gastausstellung von Archiv und Bibliothek der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften im Stadtarchiv Plauen, 17. Juni 2023 bis 16. Mai 2024

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    Prof. Dr. Kurt Mothes (1900-1983), bedeutender Naturwissenschaftler und XXII. Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, wurde vor über 120 Jahren in Plauen geboren und verbrachte hier prägende Kindheits- und Jugendjahre. Circa 2.500 Fotografien aus dem Privatbesitz des deutschen Botanikers dokumentieren diese Zeit (1918-1940), vor allem aber seine Tätigkeit in der Jugendbewegung und die vielfältigen Exkursionen von Lappland bis nach Korsika. Die Ausstellung wird vom Leopoldina-Archiv kuratiert, das seit 2013 im Besitz der Bildersammlung ist

    Restoration and recovery of the ocean and its biodiversity: G7 Science Academies' Statement 2023

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    This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of the Science Council of Japan to provide scientific advice to the G7 Summit of Heads of State and Government in Japan 2023. The ocean is a global, interconnected body of saltwater and covers approximately 70% of the Earth’s surface. The ocean’s biodiversity consists of complex systems. Researching their mechanisms, including the long-term perspective of evolution, is crucial to understanding the effects of human intervention in the marine ecosystem and its biodiversity. It is therefore crucial to foster joint, long-term efforts, for example expanding international databases and observation networks as well as training suitable experts.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung des Science Council of Japan zur Beratung des G7-Prozesses im Jahr 2023 erarbeitet. Der Ozean ist das Gesamtsystem der zusammenhängenden Salzwassermasse und bedeckt ungefähr 70 % der Erdoberfläche. Die biologische Vielfalt im Ozean besteht aus komplexen Systemen. Die Erforschung ihrer Mechanismen, einschließlich der Langzeitperspektive der Evolution ist entscheidend, um die Auswirkungen menschlicher Eingriffe in das Ökosystem Ozean und seine Biodiversität zu verstehen. Daher sei es wichtig, gemeinsame langfristige Anstrengungen zu fördern, zum Beispiel den Ausbau internationaler Datenbanken und Beobachtungsnetze sowie die Ausbildung entsprechender Fachleute

    Verlässlichkeit in der biomedizinischen Forschung: Ein Zwischenruf zu negativen Ergebnissen und zur Replizierbarkeit von Resultaten

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    Der Beitrag analysiert zwei in Bezug auf die heutige Komplexität der biomedizinischen Forschung wichtige Probleme. Zum einen thematisiert er die Frage nach der epistemologischen Bedeutung negativer Ergebnisse und ihrer Bekanntgabe. Zum anderen behandelt er die Frage der epistemologischen Bedeutung der oft nicht umzusetzenden Replizierbarkeit von Ergebnissen. Es werden Argumente für die These vorgeschlagen, dass das Vorliegen von widersprüchlichen, also sowohl positiven als auch negativen, Ergebnissen innerhalb einer Versuchsreihe nicht die Verlässlichkeit der Wissenschaften selbst in der Öffentlichkeit vermindern sollte, da die vermeintlichen Widersprüche eine neue Gelegenheit darstellen, die wissenschaftliche Methode erneut anzuwenden.The contribution analyzes two important problems in relation to the complexity of biomedical research today. First, it addresses the question of the epistemological significance of negative results and their disclosure. On the other hand, it addresses the question of the epistemological significance of the often unrealizable replicability of results. Arguments are proposed for the position that the presence of contradictory, i. e., both positive and negative, results within a series of experiments should not diminish the reliability of the sciences themselves in the public mind, since the alleged contradictions represent a new opportunity to reapply the scientific method

    Von Bakterien, Menschen und Wissenschaften: Symposium anlässlich des 70. Geburtstages des XXVI. Präsidenten der Leopoldina Jörg Hacker

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    Der 70. Geburtstag des Mikrobiologen und Wissenschaftsfunktionärs Jörg Hacker bildet den Anlass für eine ausführliche Ehrung. Die Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel und die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan sowie der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff würdigen Hackers herausragendes wissenschaftspolitisches Engagement als Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und in vielen weiteren bedeutenden Funktionen (u. a. als Präsident des Robert-Koch-Instituts). Nili Cohen, Präsidentin der Israel Academy of Sciences and Humanities, widmet sich Hackers Einfluss in der internationalen akademischen Gemeinschaft, und Michael Hecker zeichnet Hackers wissenschaftlichen Lebensweg und seine besonderen Forschungsleistungen nach. Fotos von der Festveranstaltung ergänzen den Band

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