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Static NPM Package Detection Tools
Da die Popularität von npm package stetig zunimmt, ist die Bewertung ihrer Qualität zu einer der größten Herausforderungen geworden. Softwareprojekte basieren oft auf mehreren Softwarepaketen, darunter pip, apt, Maven, Gradle und npm.Die Verwendung des npm Registers ohne entsprechende Analyse oder den Einsatz von Erkennungstools kann zu Schwachstellen in Projekten führen, die Bedrohungen wie schädliche Pakete, Kontoübernahmen und Paketübernahmen beinhalten können.In diesem Zusammenhang geht die Arbeit davon aus, dass die Sicherheit von npm package vor der Verwendung mithilfe von Messtools, insbesondere npm audit und Snyk, effektiv bewertet werden kann. Diese Tools haben bisher nur wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten. Diese Forschungslücke führt zur zentralen Frage dieser Studie: „Sind npm audit und Snyk bei der Identifizierung von Risiken von npm-Paketen effektiver als andere bestehende statische Tools zur Schwachstellenerkennung?“Um diese Frage zu beantworten, orientiert sich die Arbeit an drei Hauptpunkten:Erstens: Verständnis der häufigsten Schwachstellen, die in einem Softwareprojekt auftreten können, und Erstellung des Ground-Truth-Datensatzes. Zweitens werden Pakete mit beiden Tools, npm audit und Snyk, analysiert, um die Abhängigkeiten zwischen den Paketen und deren Einfluss auf Sicherheitsrisiken zu verstehen. Drittens wird die Effektivität der Schwachstellenerkennungstools npm audit und Snyk anhand der F1-Score-Metrik bewertet und mit CodeQL aus früheren Studien verglichen, um ihre relative Leistung beim Auffinden von Schwachstellen in npm-Paketen zu bewerten.Zur Unterstützung dieser Evaluierungsthese werden zehn zufällig gemeldete Pakete aus dem npm Advisory gesammelt und mit der National Vulnerability Database abgeglichen, wobei der Schwerpunkt auf Schwachstellen liegt, die den zehn größten Sicherheitsrisiken für Webanwendungen (OWASP, o. J.) entsprechen. Die Analyse begann mit der Erhebung von Daten aus zwei Hauptquellen: der npm Advisory Database und der National Vulnerability Database, um den Ground-Truth-Datensatz zu erstellen. Im nächsten Schritt wurden die Tools npm audit und Snyk eingesetzt, um die Schwachstellen in den zuvor erfassten Paketen zu erkennen. Anschließend erfolgte die Bewertung der Tools mithilfe der F1-Score-Metrik. Dies ist ein wesentlicher Schritt, um die Unterschiede zwischen den verwendeten Tools in den Bereichen direkte und transitive Schwachstellen hervorzuheben und die Forschungsfrage beantworten zu können.Die Ergebnisse zeigen, dass npm audit bei der Bewertung der direkten Schwachstellen einen F1-Score von 0,89 und Snyk von 0,80 erreicht, was für beide eine hohe Leistung bedeutet. Bei der Bewertung der transitiven Schwachstellen erreicht Snyk einen hohen F1-Score von 0,840, was eine hohe Leistung bedeutet, während npm audit 0,566 erreicht, was eine vergleichsweise geringere Leistung bedeutet. CodeQL von Zahan et al. (2024) erreicht einen F1-Score von 0,88 und bietet ausgewogenere und effektivere Erkennungsmöglichkeiten.As the popularity of npm packages continues to increase, assessing their quality has become one of the most significant challenges. Software projects often depend on multiple software packages, including pip, apt, Maven, Gradle, and npm. Using the npm registry without proper analysis or using detection tools can introduce vulnerabilities into projects, which may include threats such as malicious packages, account takeovers, and package takeovers. In this context, the thesis hypothesizes that the security of npm packages can be effectively assessed before use through measurement tools, particularly npm audit and Snyk. These tools have received limited academic attention. This gap in research leads to the central key question of this study: “Are npm-audit and Snyk more effective than other existing static vulnerability detection tools in identifying risks of npm packages?” To address this question, the thesis is guided by three primary points: First, understanding the common vulnerabilities that can be faced in a software project and creating the ground truth dataset. Second, analysing packages using both tools, npm audit and Snyk, to understand the dependencies between the packages and how these influence security risks. Third, to evaluate the effectiveness of vulnerability-detecting tools npm audit and Snyk, using the F1-score metric, comparing them with CodeQL from prior studies to assess their relative performance in finding vulnerabilities in npm packages. To support this Evaluation thesis, ten randomly reported packages from npm advisory will be collected and confirmed with the National Vulnerability Database, focusing on vulnerabilities aligned with the top ten web Application Security Risks (OWASP, n.d.). The analysing started by collecting data from two primary sources: the npm advisory Database and the National Vulnerability Database, to create the ground truth dataset, as a next step using the tools npm audit and Snyk to detect the vulnerability in the packages which collected before, as a next step tools evaluating using F1-score metric which is an essential step to highlight the difference between the used tools in two sections direct vulnerability and transitive vulnerability, to be able to answer the research question. The results show, npm audit achieves an F1-score of 0.89 and Snyk 0.80, respectively, in the evaluation of direct vulnerability, saying a high performance for both. In the evaluation of transitive vulnerability, Snyk achieves a high F1-score of 0.840, saying a high performance, while npm audit achieves 0.566, saying comparatively lower performance. CodeQL, by Zahan et al (2024), achieves an F1-score of 0.88, offering more balanced and effective detection capabilities.Bachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Professional practice in coercive contexts: The influence of professional social work practice on the successful implementation of anti-violence training programs
Diese Bachelorbeit untersucht die Rolle von Trainer:innen in Anti-Gewalt-Trainings im österreichischen Justizkontext und setzt sich mit deren Bedeutung im Rahmen gerichtlicher Weisungen (im sogenannten Zwangskontext) auseinander. Anstatt die Wirksamkeit der Trainings an sich in den Mittelpunkt zu stellen, wird hier der Fokus auf die professionelle Haltung, Aufgaben und Handlungsspielräume der Trainer:innen gelegt. Grundlage der Analyse sind theoretische Ansätze zur Gewaltentstehung, pädagogisch-therapeutisch-sozialarbeiterische Konzepte der Intervention sowie die strukturelle Einbettung der Trainings in das System der Bewährungshilfe. Die Erhebung der Ergebnisse erfolgte anhand dreier Interviews mit Fachkräften. Im Zuge der Auseinandersetzung zeigt sich, dass Trainer:innen eine zentrale Vermittlerrolle zwischen rechtlichen Vorgaben und den individuellen Erfahrungen und Wahrnehmungsstrukturen der Teilnehmenden einnehmen. Sie sind nicht nur verantwortlich für die Gestaltung von Lern- und Reflexionsprozessen, sondern agieren zugleich als Autoritätspersonen, Vertrauens- und Moderationsinstanzen. Diese Funktion verlangt besondere sozialarbeiterische Kompetenzen, insbesondere im Umgang mit Widerstand und Abwehrhaltungen. Es wurde deutlich, dass die Haltung der Trainer:innen, geprägt durch Klarheit, Empathie, Nichtverurteilung und gleichzeitig deutliche Verantwortungszuschreibung, maßgeblich beeinflusst, ob Teilnehmende zur Reflexion ihres Verhaltens und zur Entwicklung alternativer Handlungsstrategien gelangen. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Erfolg von Veränderungsprozessen im Kontext von Anti-Gewalt-Trainings in hohem Maße von der professionellen Expertise Tätigkeit der Trainer:innen abhängt. Ihre Rolle sollte daher im institutionellen Kontext berücksichtigt und unterstützt werden, unter anderem durch gezielte Qualifizierung, Supervision und fachlichen Austausch.This bachelor’s thesis examines the role of trainers in anti-violence-training programs within the Austrian judicial context and explores their significance in the framework of court-mandated directives (in the so-called coercive context). Instead of focusing primarily on the effectiveness of the trainings themselves, this work emphasizes the professional attitude, responsibilities, and scope of action of the trainers. The analysis is based on theoretical approaches to the development of violence, pedagogical–therapeutic–social work concepts of intervention, as well as the structural embedding of the trainings within the probation system. The findings were gathered through three interviews with professionals.In the course of the investigation, it becomes clear that trainers occupy a central mediating role between legal requirements and the individual experiences and perceptual frameworks of the participants. They are not only responsible for shaping learning and reflection processes, but also act as authority figures, points of trust, and moderators. This function requires particular social work competencies, especially in managing resistance and defensive attitudes. It became evident that the trainers’ attitude, characterized by clarity, empathy, non-judgment, and at the same time clear allocation of responsibility, significantly influences whether participants engage in reflecting on their behavior and developing alternative strategies for action. The thesis concludes that the success of transformation processes in the context of anti-violence trainings depends to a large extent on the professional expertise and practice of the trainers. Their role should therefore be acknowledged and supported in the institutional context, including through targeted professional development, supervision, and exchange of technical expertise.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Detection of carbapenemases and resistance genes: Methodological comparisons, epidemiological trends and influence on aztreonam/avibactam resistance in Klebsiella spp. and Pseudomonas spp.
Zusammenfassung Antibiotikaresistenzen stellen eine wachsende Bedrohung für die globale Gesundheit dar, insbesondere durch multiresistente gramnegative Erreger wie Enterobacterales und Pseudomonas aeruginosa. Diese Bakterien sind häufig Träger von Carbapenemasen und dadurch gegenüber Carbapenemen und den meisten anderen Betalaktamen resistent. Neue Antibiotikakombinationen wie Aztreonam/Avibactam (AZA) zeigen vielversprechende Ergebnisse bei Carbapenem resistenten Gramnegativen Bakterien. Im Rahmen dieser Arbeit wurden zwischen 2022 und 2024 insgesamt 46 Enterobacterales und 38 P. aeruginosa Isolate am Universitätsklinikum Graz, Universitätsklinik für Innere Medizin, Klinische Abteilung für Infektiologie, untersucht. Es wurde der Synergismus Test von Rawson et al. mit den Aztreonam - Avibactam Ellipsen Test verglichen. Zusätzlich wurden molekulare Methoden eingesetzt (Carba R Assay, , MinION Sequenzierung), um die Resistenzgene zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Anstieg der Carbapenemase resistenten Erreger, sowie eine Häufung der VIM P. aeruginosa sowie OXA 48 und KPC bildenden Klebsiella spp. Mithilfe der MinION Sequenzierung konnten zusätzliche Resistenzdeterminanten nachgewiesen werden, die durch den Carba R Assay nicht erfasst wurden, In der Gruppe von Carbapenem – resistente Enterobacterales zeigt sich, dass AZA bei 36 von 46 Isolaten, das entspricht 78.3% laut EUCAST wirksam war Für Enterobacterales zeigt sich eine hohe Übereinstimmung zwischen Synergismustest und EUCAST Klassifikation von AZA (Kappa = 0,603; p < 0,001). In der Gruppe von Carbapenem resistenten Pseudomonas aeruginosa zeigte sich, dass insgesamt 31 von 38 Isolaten, das entspricht 81,6% eine AZA MHK unterhalb des EUCAST ECOFFs von 16mg/L. Aber dennoch fiel bei P. aeruginosa die Übereinstimmung geringer aus (Kappa = 0,358) in mehr als einem Drittel der Fällen ergaben sich Diskrepanzen zwischen Synergismustest und ECOFF Bewertungen.Abstract Antibiotic resistances represent a growing threat to global health, especially due to multidrug-resistant Gram-negative pathogens such as Enterobacterales and Pseudomonas aeruginosa. These bacteria frequently carry Carbapeneme and are therefore resistant to carbapenems and most other beta-lactams. New antibiotic combinations such as aztreonam/avibactam (AZA) show promising results in carbapenem-resistant Gram-negative bacteria.In the context of this work, a total of 46 Enterobacterales and 38 P. aeruginosa isolates were examined between 2022 and 2025 at the University Hospital Graz, Department of Internal Medicine, Clinical Division of Infectious Diseases. The synergism test according to Rawson et al. was compared with the aztreonam–avibactam E-test. In addition, molecular methods (Carba R assay, MinION sequencing) were used to investigate the resistance genes.The results show a clear increase in Carbapeneme-resistant pathogens, as well as a clustering of VIM P. aeruginosa and OXA-48 and KPC-producing Klebsiella spp. Using MinION sequencing, additional resistance determinants were sought that are not detected by the Carba R assay.In the group of carbapenem-resistant Enterobacterales, AZA was effective in 36 out of 46 isolates, corresponding to 78.3% according to EUCAST. For Enterobacterales, there is a high agreement between the synergism test and the EUCAST classification of AZA (kappa = 0.603; p < 0.001). In the group of carbapenem-resistant Pseudomonas aeruginosa, it was shown that a total of 31 out of 38 isolates, corresponding to 81.6%, had an AZA MIC below the EUCAST ECOFF of 16 mg/L. However, the agreement in P. aeruginosa was lower (kappa = 0.358); in more than one-third of cases, discrepancies were observed between the synergism test and the ECOFF evaluations.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inMasterarbeit FH JOANNEUM 202
Navigating Uncertainty and Success: Housing First in Styria:A Qualitative Study on Key Success Factors in Implementing Social Economy Projects under Conditions of Financial Uncertainty
Die Masterarbeit untersucht die Implementierung des Projekts housing first österreich – zuhause ankommen in der Steiermark und geht der Frage nach, unter welchen Bedingungen sozialarbeiterische Angebote trotz finanzieller Unsicherheit gelingend umgesetzt werden können. Der theoretische Teil beleuchtet die zentralen Rahmenbedingungen des Housing-First-Konzepts sowie die Besonderheiten sozialwirtschaftlicher Organisationen, insbesondere in Bezug auf Finanzierung, Projektlogik und Netzwerkstrukturen.Die empirischen Daten wurden mittels qualitativer Forschungsmethoden erhoben. Dafür wurden vier leitfadengestützte Interviews mit Fachkräften, sowie eine Fokusgruppe mit Führungskräften durchgeführt und interne, unveröffentlichte Dokumente analysiert. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass ein konstruktives Zusammenspiel von institutioneller Kooperation, personellem Engagement und strategischer Öffentlichkeitsarbeit entscheidend für das Gelingen des Projekts in der Steiermark war und dass die Umsetzung sozialarbeiterischer Projekte auch unter Bedingungen finanzieller Unsicherheit möglich ist. Als besonders förderlich erweisen sich stark partizipative Entscheidungsstrukturen, sowie eine entwicklungsoffene und risikobereite Projektsteuerung mit flachen Hierarchien. Darüber hinaus werden konkrete Bedarfe für eine nachhaltige Implementierung des Housing-First-Ansatzes sichtbar, darunter die strukturelle und finanzielle Verstetigung des Angebots, der Ausbau kooperativer Netzwerkstrukturen zwischen Sozialwirtschaft, Politik und Wohnbauträgern sowie die Schaffung von leistbarem Wohnraum.This master’s thesis examines the implementation of the project housing first österreich – zuhause ankommen (“housing first Austria – arriving home”) in Styria and explores the conditions under which social work services can be successfully implemented despite financial uncertainty. The theoretical part discusses the key framework conditions of the Housing First concept as well as the specific characteristics of social economy organizations, particularly regarding to funding, project logic, and network structures.The empirical data were collected through qualitative research methods. Four semistructured interviews with professionals and one focus group with managerial staff were conducted, and internal, unpublished documents were analysed. The research findings indicate that a constructive interplay of institutional cooperation, personal commitment, and strategic public relations was crucial to the success of the project in Styria, and that the implementation of social work projects is achievable even under conditions of financial insecurity. Particularly conducive factors include highly participatory decisionmaking structures and a development-oriented, risk-tolerant project management approach characterized by flat hierarchiesFurthermore, the study identifies specific requirements for the sustainable implementation of the Housing First approach in Styria. These include the structural and financial stabilization of the program, the expansion of cooperative networks between the social economy, politics and housing providers, as well as the creation of affordable housing.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inMasterarbeit FH JOANNEUM 202
„Ich glaube, ich bin selber mein größter Feind.“:Leben mit Angststörung im vollzeitbetreuten Wohnen – Eine:qualitative Fallstudie zum Alltag und Krankheitsverlauf eines Betroffenen
KurzfassungDiese Bachelorarbeit untersucht, wie das Leben in einem vollzeitbetreuten Wohnhausden Alltag und das subjektive Krankheitserleben einer Person mit einerdiagnostizierten Angststörung beeinflusst. Zur Beantwortung dieser Forschungsfragegliedert sich die Arbeit in einen theoretischen und einen praktischen Teil.Der theoretische Teil vermittelt grundlegendes Wissen zu Angst und Angststörungenund beschäftigt sich anschließend mit dem betreuten Wohnen. Dabei werden diehistorische Entwicklung, verschiedene Wohnformen sowie die rechtlichenRahmenbedingungen in Österreich – insbesondere in der Steiermark – erläutert.Im praktischen Teil werden zwei leitfadengestützte Interviews ausgewertet: eines miteiner betroffenen Person aus einem vollzeitbetreuten Wohnhaus und eines mit einerExpertin aus dem Fachbereich. Nach der Transkription und Analyse der Interviewswerden die Ergebnisse zusammengeführt und kritisch reflektiert.AbstractThis bachelor thesis examines how living in a full-time assisted living facility influencesthe everyday life and subjective experience of illness of a person diagnosed with ananxiety disorder. To answer this research question, the thesis is divided into atheoretical and a practical part.The theoretical part provides basic knowledge about anxiety and anxiety disorders andthen deals with assisted living. It explains the historical development, various forms ofhousing, and the legal framework in Austria—especially in Styria.In the practical part, two guided interviews are evaluated: one with a person affectedby anxiety disorder who lives in a full-time assisted living facility and one with anexpert in the field. After transcribing and analysing the interviews, the results arecompiled and critically reflected upon.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
„Gewalt war nie in Ordnung“:Wie eine betroffene Person Gewalt in der Kindheit erlebt und: bewältigt:Eine qualitative Einzelfallstudie
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie eine Person in der Kindheit erlebten Gewalterfahrun-gen im familiären Kontext rückblickend wahrnimmt und welche Bewältigungsstrategien so-wie professionellen Unterstützungsangebote sie als hilfreich erlebt hat. Ziel der Untersu-chung ist es, die Erkenntnisse des Einzelfalls mit theoretischen Konzepten zu Kindeswohlge-fährdung sowie Resilienz- und Bewältigungsprozessen zu verknüpfen.Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein leitfadengestütztes Interview durchgeführt und anschließend mithilfe qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass im Einzelfall unterschiedliche Gewaltformen gleichzeitig auftraten und typische Auswir-kungen chronischer Belastung erkennbar wurden. Darüber hinaus wird deutlich, dass sich die Bewältigungsstrategien der interviewten Person über die Lebensspanne hinweg veränderten: Von Flucht und Vermeidungsverhalten im Kindesalter über selbstverletzendes Verhalten in der Jugend bis hin zur Nutzung professioneller Unterstützung, Psychotherapie und Supervisi-on im Erwachsenenalter.Die Ergebnisse verdeutlichen, dass resiliente Anpassung trotz schwerer Belastungen möglich ist, wenn schützende Faktoren vorhanden sind und professionelle Unterstützung zur Entwick-lung hilfreicher Bewältigungsstrategien beiträgt.This bachelor’s thesis examines how an individual retrospectively perceives experiences of childhood violence within the family context and which coping strategies and professional support services were perceived as helpful. The aim of the study is to link the insights from this single case with theoretical concepts of child endangerment as well as resilience and coping processes.To address the research question, a semi structured interview was conducted and subse-quently analyzed using qualitative content analysis. The findings show that various forms of violence occurred simultaneously in the case and that typical effects of chronic stress were evident. Furthermore, it becomes clear that the coping strategies of the interviewee changed over the course of her life: from avoidance and escape strategies in childhood to self-harming behavior during adolescence, and later to the use of professional support, psy-chotherapy and supervision in adulthood.Overall, the results illustrate that resilient adaptation is possible despite severe stressors, provided that protective factors are present and professional support contributes to the de-velopment of effective coping strategies.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Customer perception of sustainability communication and its role in brand value in the financial service sector (in Austria)
The aim of this thesis was to analyze the role of sustainability communication in brand value in the financial service sector in Austria. This was researched through the influence of sustainability communication on perceived sustainability. After analyzing literature on the importance of sustainability practices and communication in creating strong brands, brand value and perception in the financial service sector and sustainability in the financial service sector, a research gap in the impact of Environment, Social & Governance (ESG) communication on customer perception and in the differences between ESG aspects in customer perception was found. This gap was addressed by conducting a survey among students in Styria, as a potential target group for financial service companies. For the survey, six sustainability communication examples, based on an analysis of the sustainability communication of the main insurance companies and banks in Austria, were created. The proposed framework assumed that ESG communication influences customer perception of the sustainability performance which then is connected to brand value and trust. The findings of the survey showed that environmentally focused communication was discovered to have a positive impact on sustainability perception. While social and governance topics were seen as relevant by the respondents, no clear connection to improved sustainability perception could be found. It was seen by the results that trust, and clarity are of great importance for customers, which influence strongly how they respond to sustainability communication. These findings therefore partly support the theoretical framework. Furthermore, the findings of the survey showed that a correlation between the aspects authenticity and trust of a communication and positive opinion about the company as well as preference towards a company over the competition can be found. Additionally, a connection between perceived sustainability and preference of the company, which supports the second part of the theoretical framework was discovered.Katharina WacikMasterarbeit FH JOANNEUM 202
When help is not voluntary - professional experiences in child and youth welfare services
Die vorliegende Bachelorarbeit mit dem Titel „Wenn Hilfe nicht freiwillig ist - Erfahrungen von Fachkräften im Zwangskontext in der Kinder- und Jugendhilfe“ untersucht die Herausforderungen und Besonderheiten, die Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe bei ihrer Arbeit im Zwangskontext erleben. Der Fokus liegt auf der Analyse von beruflichen Handlungsspielräumen, der Beziehungsgestaltung zu Klient:innen sowie den Auswirkungen asymmetrischer Machtverhältnisse auf die Praxis. Im theoretischen Teil werden relevante Konzepte wie Macht, Partizipation und Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch näher erläutert, um die strukturellen Rahmenbedingungen und Dynamiken im Zwangskontext zu verstehen. Zusätzlich werden die rechtlichen Grundlagen präsentiert, wie etwa das Steiermärkische Kinder- und Jugendhilfegesetz oder das Allgemeine bürgerliche Gesetzbuch. Der empirische Teil stützt sich auf zwei Expert:inneninterviews mit Fachkräften aus der Kinder- und Jugendhilfe. Die Interviews wurden anschließend mithilfe der Interviewanalyse nach Udo Kuckartz ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass klare Kommunikation, eine lebensweltorientierte Haltung sowie partizipative Ansätze entscheidend sind, um Widerstände zu reduzieren und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit zwangsgebundenen Klient:innen zu ermöglichen.This bachelor thesis with the title “When Help Is Not Voluntary - Professional Experiences in Child and Youth Welfare Services” explores which challenges and peculiarities social workers and other Child and Youth Welfare Service workers notice, when working with mandated clients. The focus lies in the analysis of the professional actions, the relationship with clients and the effects of power imbalance on the work. In the theoretical part of the thesis, relevant concepts such as power, participation, and Hans Thiersch's life-world orientation are discussed to better understand the structural framework and dynamics within a mandated setting. Additionally, the legal basis for operations, including the Styrian Child and Youth Welfare law and the Austrian General Civil Code, is presented. The empirical part of the thesis is based on two interviews with experts, who work within the Child and Youth Welfare service. Afterwards, the evaluation and analysis of the interviews were performed using the method of Udo Kuckartz. The results indicate that clear communication, a life-world oriented approach, and participative methods are essential for reducing resistance and building a trusting relationship with mandated clients.Hanna OsmannAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Between sounds and letters : collection of normative data for the automatic conversion of isolated grapheme
Hintergrund: Die Automatisierung der Graphem-Phonem- und Phonem-Graphem-Konvertierung hat einen großen Einfluss auf die Lese- und Schreibflüssigkeit und sollte in die Diagnostik von Lese-Rechtschreibstörungen einbezogen werden (Fraga González et al., 2015; Stephany, 2019). Im deutschsprachigen Raum gibt es nur eine geringe Auswahl an Testverfahren, welche dies überprüfen. Daher wurden durchschnittliche Benenn- und Schreibleistungen als Anhaltspunkt zur Beurteilung der automatisierten Konvertierung erhoben. Methodik: Es wurden 53 Kinder in die Studie einbezogen, welche die zweite (n=30) und dritte (n=23) Schulstufe besuchen. Zur Überprüfung der Stichprobenrepräsentativität wurde der „Salzburger Lese- und Rechtschreibtest 2“ durchgeführt. Mit Psychopy wurde eine Messerhebung zur Erfassung der Korrektheit sowie der Benenn- und Schreibgeschwindigkeit isolierter Grapheme erstellt. Ergebnisse: Im Durchschnitt wurden Grapheme in der zweiten Klasse in 1,02 Sekunden und in der dritten Klasse in 1 Sekunde benannt. Verschriftlicht wurden die Grapheme von der zweiten Klasse durchschnittlich in 2,09 Sekunden und von der dritten Klasse in 2,07 Sekunden. Für jedes Item konnten mittlere Benenn- und Schreibzeiten berechnet werden. Die dritte Klasse zeigte weniger Fehler sowie schnellere Benenn- und Schreibzeiten als die zweite Klasse, jedoch ohne signifikante Unterschiede. In beiden Schulstufen wurden Einzelgrapheme häufiger korrekt und durchschnittlich schneller benannt und aufgeschrieben als Mehrgrapheme. Vokale wurden im Benenntest häufiger falsch und langsamer benannt als Konsonanten, wohingegen sie im Schreibtest häufiger korrekt und schneller geschrieben wurden. Diskussion: In der Studie konnten durchschnittliche Benenn- und Schreibgeschwindigkeiten festgestellt sowie Unterschiede der Identifikationssicherheit und -geschwindigkeit zwischen Graphemgruppen aufgezeigt werden. Die Daten könnten Grundlage für ein Testverfahren zur Überprüfung der automatisierten Konvertierungsprozesse bieten und geben einen Anhaltspunkt, welche Grapheme im Schriftspracherwerb intensiver geübt werden sollten.Introduction: The automatic conversion has a major influence on reading and writing fluency (Fraga González et al., 2015; Stephany, 2019). Therefore, it should be considered in the diagnosis of developmental dyslexia and dysgraphia. Only a small selection of diagnosis materials examine the automation of these conversion processes in German speaking countries. For this reason, data on naming and writing speed of isolated graphemes, as well as their accuracy, were collected to provide a reference point for assessing the automatic grapheme-phoneme- and phoneme-grapheme-conversion. Method: The present study included 53 children, of which 30 are in second grade and 23 in third grade. The “Salzburger Lese- und Rechtschreibtest 2” was used to assess the representativeness of the sample. A measurement survey was created with Psychopy to examine the naming and writing performance, in which the participants had to name isolated graphemes and then write them down according to dictation. The measurements included naming and writing speed as well as accuracy. Results: The average naming speed in second grade is 1.02 seconds and 1 second in third grade. For writing speed, the average writing speed is 2.09 seconds for the second grade and 1.07 seconds for the third grade. Average naming and writing speed were calculated for each item. The third grade achieved lower average error rates and faster naming and writing times compared to the second grade, although these differences are not statistically significant. In naming and writing test, single graphemes were faster and more accurately named than multiple graphemes by both grades. Vowels were more often named incorrectly and took a longer time to be named than consonants in the naming test, whereas in the writing test vowels were written more accurately and faster. Conclusions: The study determined average naming and writing speeds and identified differences between grapheme groups for identification speed and accuracy. The data could provide a basis for developing a screening tool to assess automated conversation of isolated graphemes. In addition, the results offer a reference point for which graphemes should be practiced more intensively in written language acquisition.Christine PommerAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Questionnaire survey on the use and effectiveness of manual methods in voice therapy in Austria
Hintergrund: Manuelle Therapiemethoden werden in der Logopädie bei vielen Störungsbildern eingesetzt. Im Bereich der Stimmtherapie zeigen sich durch die Anwendung manueller Methoden positive Effekte, die bereits in einzelnen Studien beschrieben wurden (Tomlinson & Archer, 2015). Die Studienlage ist aber insgesamt zu limitiert, um ausreichend aussagekräftige Informationen aus externer Evidenz zu erhalten (Borgelt, 2015), weshalb es das Ziel dieser Bachelorarbeit ist, interne und soziale Evidenzen manueller Methoden in der Stimmtherapie zu erheben. Methodik: Um die interne und soziale Evidenz zu erheben, wurden zwei Online-Fragebogenerhebungen mit jeweils qualitativen und quantitativen Fragestellungen durchgeführt. Die Aussendung beider Fragebögen erfolgte per E-Mail an 555 freiberufliche Logopäd:innen und 72 Kliniken in Österreich, mit der Bitte um Weiterleitung der betreffenden Umfrage an die Patient:innen. Der Beantwortungszeitraum betrug drei Wochen, wurde bei den Patient:innen aber um eine Woche verlängert. Die von Logopäd:innen erhobenen Daten wurden nachfolgend ausgewertet und entsprechend eingeordnet, während die Patient:innen-Daten aufgrund der geringen Repräsentanz nicht weiter berücksichtigt wurden. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten, dass Entscheidungen hinsichtlich der Anwendung manueller Therapiemethoden auf Basis von Wissen aus Fort- und Weiterbildungen getroffen werden. Die am häufigsten angewandte Methode ist die Manuelle Stimmtherapie nach Münch, aber die manuellen Methoden werden in der Therapie oft mit funktionellen Übungen oder Beratungsinhalten kombiniert. Durch die manuelle Therapie können laut Angaben der Befragten positive Effekte auf „Stimme“, „Atmung“, „Wahrnehmung“, „Haltung/Bewegung“ und „Sprechen“ beobachtet werden. Die Methoden werden von den Anwender:innen als wirksam erachtet. Diskussion: Im Bereich der internen Evidenz konnten erste grundlegende Daten zur Anwendung und Wirksamkeit manueller Methoden in der Stimmtherapie erhoben werden. Die erhobenen Daten bieten in ihrer Gesamtheit eine Grundlage für weitere Forschung. Hierfür wurden Anregungen zu möglichen Forschungsaspekten gegeben und Handlungsableitungen für Logopäd:innen, Forschung und Lehre formuliert.Introduction: Manual therapy methods are used in speech therapy for a wide variety of disorders. In the field of voice therapy, the application of manual methods has shown positive effects, which have already been described in individual studies (Tomlinson & Archer, 2015). However, the overall study situation is too limited to obtain sufficiently meaningful information from external evidence (Borgelt, 2015). Therefore, the aim of this bachelor's thesis is to collect the internal and social evidence for manual methods in voice therapy. The data gained for speech and language pathologists were subsequently evaluated and classified accordingly, while the patient data were not further considered due to low representation. Method: To collect internal and social evidence, two online questionnaire surveys, each with quantitative and qualitative questions, were conducted. Both questionnaires contained. Both questionnaires were distributed via email to 555 freelance speech and language pathologists and 72 clinics in Austria, with a request to forward the respective survey to the patients. The response period was three weeks but was extended by one week for patients. Results: The results showed that decisions regarding the use of manual methods in therapy are based on knowledge gained from further education and training. The most commonly used method is Münch's “Manuelle Stimmtherapie”, but the methods being used are often combined with functional exercises or counseling. According to respondents, manual therapy can produce positive effects in the areas of "voice," "breathing," "perception," "posture/movement," and "speech". According to users, the methods are considered effective. Conclusions: In the area of internal evidence, initial basic data on the application and effectiveness of manual methods in voice therapy were collected. The whole data provides a basis for further research. Suggestions for possible research aspects were made, and action recommendations for speech and language pathologists, research and teaching were formulated.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202