ePUB (FH JOANNEUM)
Not a member yet
5961 research outputs found
Sort by
Parental substance use disorders and parent–child attachment in adolescence: a lifeworld-oriented case study
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwiefern das väterliche substanzgebundene Suchtverhalten die Eltern-Kind-Bindung sowie das emotionale Wohlbefinden von Kindern beeinflusst. Im Fokus steht die Forschungsfrage, welche Auswirkungen die Suchterkrankung auf familiäre Dynamiken hat und welche sozialarbeiterischen Interventionen zur Stabilisierung beitragen können. Ziel der Arbeit ist es, Auswirkungen auf Kinder aus suchtbelasteten Familien zu analysieren und daraus Handlungsperspektiven für die Soziale Arbeit abzuleiten. Die Arbeit folgt einer lebensweltorientierten Einzelfallstudie mit qualitativer Inhaltsanalyse. Grundlage bilden relevante Unterlagen der Kinder- und Jugendhilfe sowie zwei leitfadengestützte Interviews mit involvierten Fachkräften. Die zentralen Ergebnisse zeigen, dass die Bindung zum Vater stark eingeschränkt ist, Hinweise auf Parentifizierung und emotionale Vernachlässigung bestehen und die Mutter als zentrale Bezugsperson fungiert. Die Ergebnisse verdeutlichen die Relevanz eines lebensweltorientierten, bindungsfokussierten Blicks in der sozialarbeiterischen Praxis sowie die Notwendigkeit struktureller Flexibilität in Unterstützungsangeboten.This bachelor thesis examines the extent to which paternal substance abuse affects the parent-child bond and the emotional well-being of children. The focus is on the research question of what effects addiction has on family dynamics and what social work interventions can contribute to stabilization. The aim of the thesis is to analyse the effects on children from families affected by addiction and to derive perspectives for action in social work. The thesis follows a life-world-oriented case study with qualitative content analysis. It is based on relevant documents from child and youth welfare services and two guided interviews with professionals involved. The central findings show that the bond with the father is severely limited, there are indications of parentification and emotional neglect, and the mother acts as the central caregiver. The findings highlight the relevance of a life-world-oriented, attachment-focused approach in social work practice and the need for structural flexibility in support services.Sarah EggenreichAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Support options for children of parents with mental health issues during a risk assessment by the Vienna Child and Youth Welfare Service
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht welche Rolle Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder psychisch erkrankter Eltern während einer Gefährdungsabklärung der Wiener Kinder- und Jugendhilfe spielen. Psychische Erkrankungen können die Erziehungsfähigkeit beeinträchtigen und das Risiko einer Kindeswohlgefährdung erhöhen. Der Fokus liegt demnach auf der Analyse von Unterstützungsmöglichkeiten, die das Kindeswohl nachhaltig sichern. Im theoretischen Teil werden zunächst Begriffe definiert, die für diese Arbeit relevant sind, die Auswirkungen psychischer Erkrankungen im Elternkontext erläutert und die Resilienztheorie, insbesondere das Konzept nach Albert Lenz, näher erklärt. Weiters werden die Aufgabenbereiche der Wiener Kinder- und Jugendhilfe beschrieben und Unterstützungsmöglichkeiten während einer Gefährdungsabklärung näher analysiert. Der empirische Teil stützt sich auf zwei Expert:inneninterviews zweier Fachkräfte, von denen eine in der Wiener Kinder- und Jugendhilfe tätig ist und die andere Teil eines Projekts speziell für Kinder psychisch erkrankter Eltern ist. Die Interviews wurden anschließend anhand der Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet. Die Ergebnisse geben einen Überblick über bestehendes Unterstützungsangebot sowie Kooperationsmöglichkeiten, um den Schutz und das Wohl betroffener Kinder bestmöglich zu gewährleisen.This bachelor thesis looks at how children of parents with mental health issues can be supported during risk assessments carried out by the Vienna Child and Youth Welfare Services. Mental illnesses can affect how well parents can take care of their kids and increase the chances that the child’s well-being might be at risk. So, the main focus is on finding out which support options help make sure the child’s welfare is protected in the long run. In the theoretical part of this thesis, important terms are explained, the impact of parents’ mental health problems is described, and the resilience theory, especially the approach of Albert Lenz, is introduced. The tasks of the Vienna Child and Youth Welfare Services are also explained, and the support options during these assessments are looked at more closely. The empirical part is based on two expert interviews: one with a professional working at the Vienna Child and Youth Welfare Services, and one with someone working in a project specifically for kids whose parents have mental health problems. These interviews were analysed using the content analysis method of Kuckartz. The results give a good overview of the existing support offers and possibilities for cooperation to best protect and promote the well-being of these children.Sandra PusterhoferAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Sense-A : multi-channel acquisition of analog sensor signals
In vielen Bereichen der Technik sind Messungen ein wichtiger Bestandteil der Systementwicklung und -verifizierung. Um Rückschlüsse auf Systemeigenschaften ziehen zu können, benötigen Ingenieure ein Messgerät, das Daten von mehreren Sensoren gleichzeitig verarbeiten kann. Hier setzt meine Arbeit an. Auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie habe ich ein System zur gleichzeitigen Erfassung und Verarbeitung von bis zu 8 analogen Sensorsignalen entwickelt. Ich habe die gesamte Systemarchitektur entworfen und in einer Hardwareplattform implementiert, die Schaltungsdesign und PCB-Layout umfasst. Die Softwareentwicklung umfasste zwei Mikrocontroller, eine Webschnittstelle einschließlich einer Website und eine grafische Benutzeroberfläche für den PC. Die Implementierung gewährleistet eine zuverlässige Datenverarbeitung, -speicherung und -übertragung sowie eine flexible Visualisierung und Interaktion in verschiedenen Umgebungen. Dank der verschiedenen Stromversorgungsoptionen eignet sich der „Sense-A“ sowohl für Messungen im Labor als auch in Fahrzeugen und ist mit seiner drahtlosen Schnittstelle besonders für potentialfreie Messungen geeignet. Um das Konzept zu validieren, habe ich einen funktionsfähigen Prototyp gebaut und getestet. Die Auswertung zeigt, dass das System eine robuste Leistung erzielt und eine skalierbare Basis für zukünftige Erweiterungen bietet.In many areas of technology, measurements are an important part of system development and verification. In order to draw conclusions about system properties, engineers need a measuring device that can process data from multiple sensors simultaneously. This is where my work comes in. Based on a feasibility study, I developed a system for the simultaneous acquisition and processing of up to 8 analog sensor signals. I designed the entire system architecture and implemented it in a hardware platform that includes circuit design and PCB layout. The software development covered two microcontrollers, a web interface including a website, and a graphical user interface for the PC. The implementation ensures reliable data processing, storage and transmission, as well as flexible visualization and interaction in various environments. Thanks to the various power supply options, “Sense-A” is suitable for measurements in the laboratory as well as in vehicles, and with its wireless interface, it is particularly suitable for potential-free measurements. To validate the concept, I built and tested a functional prototype. The evaluation shows that the system achieves robust performance and provides a scalable basis for future enhancements.written by: Astrid VogelMasterarbeit FH JOANNEUM 202
Development of an in-house method for the quantification of Rezafungin and establishment of further Antimycotics in a commercially available assay using Liquid Chromatography-Mass Spectrometry
Invasive Pilzinfektionen sind schwerwiegende Komplikationen, die vor allem immunsupprimierte PatientInnen betreffen. Die Sterblichkeit infolge einer Pilzinfektion ist oftmals sehr hoch. Dies ist meist auf eine späte Diagnose und fehlende geeignete Behandlungsmethoden zurückzuführen. Die zunehmende Resistenz gegen Antimykotika verschärft die Situation zusätzlich. Der Behandlungserfolg hängt von einer schnellen und kontrollierten Anwendung der Antimykotika ab, die eine individuelle Dosierung für alle Betroffenen erfordert. Das Therapeutische Drug Monitoring (TDM) ermöglicht die Messung der Blutkonzentrationen und damit eine individuelle Anpassung der Behandlung.In dieser Masterarbeit, die am Klinischen Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik (KIMCL) des Landeskrankenhauses (LKH) Graz durchgeführt wurde, wurden sechs Antimykotika des CE-IVDR-zertifizierten kommerziellen Testkits der Firma Chromsystems zur Quantifizierung von Antimykotika mittels Flüssigkeitschromatographie/Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS) gemäß den Vorgaben des Clinical and Laboratory Standards Institute (CLSI) verifiziert. Darüber hinaus wurde eine in-Haus LC-MS/MS-Methode für das neue Echinocandin Rezafungin entwickelt, die gemäß CLSI validiert wurde. Die Analysen wurden mit einem LC-MS/MS-System durchgeführt, das aus einem Agilent 1260 Infinity Hochleistungsflüssigkeitschromatographiesystem (HPLC) und einem AB SCIEX QTRAP 4500 Massenspektrometer mit Analyst 1.6.2-Software bestand. Beide Methoden zeigten zufriedenstellende Ergebnisse und sind für den Routineeinsatz geeignet. Der Testkit wird bereits am KIMCL des LKH Graz eingesetzt. Für Rezafungin sind jedoch noch weitere Studien erforderlich, bevor eine routinemäßige Anwendung möglich ist.Invasive fungal infections are serious complications that primarily affect immunocompromised patients. Mortality rates due to fungal infections are often very high. This fact is usually attributable to late diagnosis and a lack of suitable treatment methods. Increasing resistance to antifungal drugs further exacerbates the situation. The success of treatment depends on the rapid and controlled use of antifungal drugs, which requires individual dosing for all patients. Therapeutic drug monitoring (TDM) enables the measurement of blood concentrations and therefore, a personalised treatment of patients is possible.In this master thesis, which was carried out at the Clinical Institute of Medical and Chemical Laboratory Diagnostics (KIMCL) at Landeskrankenhaus (LKH) Graz, six antimycotics of the CE-IVDR-certified commercial test kit from Chromsystems was verified for the quantification of antifungal agents. A liquid chromatography/tandem mass spectrometry (LC-MS/MS) was used in accordance with the specifications of the Clinical and Laboratory Standards Institute (CLSI). In addition, a specific LC-MS/MS quantification method for the new echinocandin rezafungin was developed and validated in accordance with CLSI. The analyses were performed using an LC-MS/MS system consisting of an Agilent 1260 Infinity high-performance liquid chromatography (HPLC) system and an AB SCIEX QTRAP 4500 mass spectrometer with Analyst 1.6.2 software. Both methods showed satisfactory results and are suitable for clinical routine. The test kit is already being used at the KIMCL of the LKH Graz. However, further studies are needed before Rezafungin can be used routinely.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inMasterarbeit FH JOANNEUM 202
Digitalisierung und Integration von Qualitäts- und:Kundenanforderungen entlang des Produktionsprozesses zur:Fertigung von Schmiedebauteilen unter durchgängiger:Verwendung von SAP S/4 HANA
Die digitale Transformation eröffnet neue Potenziale und schafft Möglichkeiten, QualitätsundKundenanforderungen direkt in die betrieblichen Informationssysteme zu integrieren.Besonders im sicherheitskritischen Umfeld der Luftfahrtindustrie sind eine strukturierteErfassung, Verwaltung und Rückverfolgbarkeit vorliegender Anforderungen von zentralerBedeutung. Ziel dieser Masterarbeit ist es, einen Lösungsansatz zur Digitalisierung undIntegration qualitätsrelevanter Anforderungen am Beispiel von Schmiedebauteilen in einemERP-System zu entwickeln.Die methodische Grundlage dieser Arbeit bildet der Design Science Research Ansatz zurEntwicklung eines geeigneten Prozessmodells, um eine zentrale und konsistente Verwaltungvon Kunden- und Qualitätsanforderungen entlang des gesamten Produktionsprozesses zuermöglichen.Durch den Einsatz von SAP S/4 HANA und dem Add-on QPPD wird ein Prototypentwickelt, der zur Validierung der Praxistauglichkeit des entwickelten Konzepts dient.Abschließend werden Potenziale für zukünftige Entwicklungen undForschungsperspektiven aufgezeigt.The digital transformation opens new potentials and creates opportunities integrate qualityand customer requirements into operational information systems. Especially in the safetycriticalenvironment of the aerospace industry, the structured capture, management, andtraceability of requirements are of vital importance.This Master’s thesis focuses on developing a solution for digital integration of qualityrelevantrequirements into an ERP system, based on the production of forging components.By applying the Design Science Research approach, this thesis develops a data model thatensures consistent and centralized management of quality and customer requirements alongthe entire production process.The developed concept is validated through the implementation of a prototype using SAPS/4 HANA and the QPPD add-on.Finally, the thesis outlines potential directions for future developments and research.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inMasterarbeit FH JOANNEUM 202
Dietary Compliance in Hemodialysis Patients as a Nursing Responsibility – A Qualitative Study of Barriers from Patients' Perspective
Hintergrund: Patient:innen mit chronischer Niereninsuffizienz, die sich regelmäßig einer Hämodialyse unterziehen, sind mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere in Bezug auf ihre Ernährung. Die Einhaltung spezifischer Diätvorgaben ist ein zentraler Bestandteil der Therapie und kann das Auftreten schwerwiegender Komplikationen verhindern. Dennoch zeigen viele Betroffene eine geringe Diät-Compliance. Um individuell angepasste Maßnahmen für eine bessere Einhaltung der Ernährungsvorgaben zu planen, ist es von zentraler Bedeutung, insbesondere für die Pflege, über mögliche Einflussfaktoren, welche zur Nichteinhaltung beitragen, Bescheid zu wissen. Forschungsfrage: Welche Barrieren tragen aus der Sicht von Hämodialyse-Patient:innen mit chronischer Niereninsuffizienz zur mangelnden Umsetzung von Diätvorgaben bei? Methode: Zur Beantwortung dieser Frage wurde eine qualitative systematische Literaturübersicht durchgeführt. Grundlage der Methodik bildeten das 10-Schritte-System nach Hirt & Nordhausen sowie das SPIDER-Schema. Insgesamt wurden fünf qualitative Studien (2018–2024) inkludiert und nach CASP-Kriterien kritisch bewertet. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen eine Vielzahl an Barrieren, die sich auf individueller, sozialer, kultureller, sowie struktureller Ebene befinden. Genannt wurden unter anderem: Zeitmangel im Alltag der Patient:innen, Gefühl des Kontrollverlusts und eingeschränkter Freizeit, finanzielle Belastungen, widersprüchliche oder unzureichend angepasste Ernährungsempfehlungen, kulturelle Unterschiede sowie Schwierigkeiten bei der Implementierung in den Alltag. Diese Faktoren wirken sich erheblich auf die Umsetzung der Diätvorgaben aus. Schlussfolgerung: Die Studien verdeutlichen, dass Ernährungsvorgaben nicht isoliert betrachtet werden dürfen. Vielmehr bedarf es eines ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatzes in der Betreuung, bei dem Pflegepersonen eine zentrale Rolle einnehmen. Eine individuelle, kultursensible Ernährungsberatung sowie mehr Zeit, Ressourcen und die Einbindung von Betreuer:innen und Familienmitgliedern in der Aufklärung und Beratung könnten die Compliance deutlich verbessern und langfristig zur Steigerung der Lebensqualität der Betroffenen beitragen.Background: Patients with chronic kidney disease who undergo regular hemodialysis face numerous challenges, particularly concerning their diet. Adhering to specific dietary guidelines is a central component of therapy and can prevent the occurrence of serious complications. Nevertheless, many affected individuals show low dietary compliance. In order to plan individually tailored measures for better adherence to dietary recommendations, it is essential, especially for nurses to understand the influencing factors that contribute to non-compliance. Research Question: What barriers contribute to poor adherence to dietary guidelines from the perspective of hemodialysis patients with chronic kidney disease? Method: To answer this question, a qualitative systematic literature review was conducted. The methodology was based on the 10-step system by Hirt & Nordhausen and the SPIDER framework. A total of five qualitative studies (2018–2024) were included and critically assessed using the CASP criteria. Results: The findings reveal a variety of barriers located on individual, social, cultural, and structural levels. These include, among others: lack of time in daily life, feelings of loss of control and reduced autonomy, financial burdens, contradictory or inadequately tailored nutritional advice, cultural differences, and difficulties implementing dietary guidelines into everyday life. These factors significantly affect patients’ ability to adhere to nutritional recommendations. Conclusion: The studies clearly show that dietary guidelines must not be viewed in isolation. Instead, a holistic, interdisciplinary approach to care is required, with nurses playing a key role. Individualized, culturally sensitive nutritional counselling, along with more time, resources, and the active involvement of caregivers and family members in education and counselling, could significantly improve adherence and contribute to enhancing the long-term quality of life for those affected.Marlies SatzerAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Experiences of people with multiple sclerosis in their interactions with nurses
Kurzfassung Hintergrund: Weltweit leben etwa 2,8 Millionen Menschen mit Multipler Sklerose. Zudem stehen die Betroffenen vor zahlreichen Hindernissen beim Zugang zur Diagnose, Behandlung und Pflege. Um auch künftig eine qualitativ hochwertige Pflege von Menschen mit MS sicherzustellen, ist es unerlässlich, sich mit ihren Erfahrungen im Umgang mit den Pflege-personen auseinanderzusetzen. Fragestellung: Welche Erfahrungen haben Menschen mit Multipler Sklerose in der Interaktion mit Pflegepersonen? Methode: Die Grundlage dieser Bachelorarbeit bildet eine strukturierte Literaturrecherche von September 2024 bis Februar 2025. Die Recherche erfolgte in den wissenschaftlichen Datenbanken PubMed und CINAHL, sowie ergänzend durch eine Handsuche in Google Scholar und in den Referenzlisten. Dadurch konnten insgesamt fünf Studien identifiziert und für die Beantwortung der klinischen Fragestellung ausgewählt werden. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass ein vertrauensvoller Beziehungsaufbau sowie eine konstante Bezugsperson, eine große Bedeutung für die Betroffenen haben. Zentrale Themen waren zudem die Bedeutung von Kommunikation, emotionaler Unterstützung und die Rolle der Pflege im interdisziplinären Team. Ebenso wurde auf das Problem beim Zugang zur Versorgung hingewiesen. Schlussfolgerung: Die Interaktion mit empathischen und fachlich kompetenten Pflegepersonen hat einen bedeutenden Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen mit Multipler Sklerose. Kontinuität in der Betreuung fördert Vertrauen, erleichtert die Krankheitsbewältigung und verbessert die Lebensqualität der Betroffenen. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie der Zugang zu verlässlichen Ansprechpersonen, sind essenziell für eine bedarfsgerechte Versorgung.Abstract Background: Around 2.8 million people worldwide live with multiple sclerosis. In addition, those affected face numerous obstacles in accessing diagnosis, treatment and care. In order to ensure high-quality care for people with MS in the future, it is essential to address their experiences, when interacting with caregivers. Research question: What experiences do people with multiple sclerosis have when interacting with caregivers? Methods: The basis of this bachelor thesis is a structured literature search from September 2024 to February 2025. The search was carried out in the scientific databases PubMed and CINAHL, as well as a manual search in Google Scholar and in the reference lists. This allowed a total of five studies to be identified and selected to answer the clinical question. Results: The results show that a trusting relationship and a constant caregiver are very important for those affected. Central topics were also the importance of communication, emotional support and the role of care in the interdisciplinary team. The problem of access to care was also highlighted. Conclusion: Interaction with empathetic and professionally competent caregivers has a significant impact on the well-being of people with multiple sclerosis. Continuity in care pro-motes trust, facilitates coping with the disease and improves the quality of life of those affected. Close interdisciplinary cooperation and access to reliable contact persons are essential for needs-based care.Selina SpreitzerAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Weather anomalies and their effects on the recultivation of landfills: An investigation of risks and adaptation measures
Extreme Wetterereignisse wie Hitze, Dürre und Starkregen nehmen weiter zu und wirken sich zunehmend auf rekultivierte Deponien aus. Diese Entwicklungen stellen ein Problem dar, weil die bestehenden gesetzlichen Vorgaben und technischen Mindeststandards ursprünglich nicht für die heute auftretenden klimatischen Belastungen ausgelegt wurden. Dadurch entsteht die Frage, wie widerstandsfähig rekultivierte Deponien unter veränderten Witterungsbedingungen tatsächlich sind und welche Maßnahmen erforderlich werden, um ihre Funktionsfähigkeit langfristig zu sichern. Die Arbeit untersucht, welche Bestandteile der Rekultivierung besonders empfindlich auf Wetteranomalien reagieren und welche technischen, ökologischen und organisatorischen Maßnahmen geeignet erscheinen, um die daraus entstehenden Risiken zu mindern. Hierfür wurde eine umfassende Literaturrecherche mit vier halbstrukturierten Experteninterviews kombiniert. Die Literatur liefert rechtliche Grundlagen und technische Rahmenbedingungen sowie Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Extremwetter auf Böden, Abdichtungssysteme und ökologische Prozesse. Die Interviews ergänzen diese Ergebnisse durch praxisnahe Einschätzungen aus Deponiebetrieb, Rekultivierung, technischen Umweltlaboren und behördlicher Aufsicht. Die Analyse zeigt, dass Wetteranomalien sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf rekultivierte Deponien haben. Hitze und Trockenheit beeinträchtigen Abdichtungsschichten und Vegetation, während Starkregen die Funktionsfähigkeit der Entwässerungssysteme belastet und Erosionsprozesse verstärkt. Besonders kritisch ist die Abfolge von Trockenheit und starken Niederschlägen, da vorgeschädigte Schichten deutlich anfälliger reagieren. Zusätzlich beeinflussen Wetterextreme zentrale ökologische Prozesse wie den Wasserhaushalt, die Bodenentwicklung und die Vegetationszusammensetzung. Aus den Ergebnissen lassen sich grundlegende Anforderungen ableiten, die erfüllt sein müssen, um rekultivierte Deponien klimafit zu gestalten. Dazu gehören robuste Rekultivierungs- und Abdichtungsschichten, stabile Böschungsformen, ein wirksamer Erosionsschutz, eine standortangepasste Vegetation, ausreichend dimensionierte Entwässerungs- und Retentionssysteme sowie ein kontinuierliches Monitoring. Diese Elemente bilden die minimalen Voraussetzungen, damit technische und ökologische Funktionen auch unter zukünftigen klimatischen Bedingungen erhalten bleiben. Insgesamt zeigt die Arbeit, dass Wetteranomalien rekultivierte Deponien bereits heute deutlich beanspruchen und dass bestehende Planungs-, Bau- und Betriebsabläufe weiterentwickelt werden müssen. Eine vorausschauende Gestaltung und kontinuierliche Anpassung der Rekultivierungsmaßnahmen ist entscheidend, um die Funktionsfähigkeit rekultivierter Flächen langfristig zu sichern.Extreme weather events such as heat, drought, and heavy rainfall continue to increase and are having a growing impact on recultivated landfills. These developments pose a problem because the existing legal requirements and minimum technical standards were not originally designed for the climatic stresses that occur today. This raises the question of how resilient recultivated landfills actually are under changing weather conditions and what measures are necessary to ensure their long-term functionality. The study examines which components of recultivation are particularly sensitive to weather anomalies and which technical, ecological, and organizational measures appear suitable for mitigating the resulting risks. To this end, a comprehensive literature review was combined with four semi-structured expert interviews. The literature provides legal foundations and technical framework conditions as well as insights into the effects of extreme weather on soils, sealing systems, and ecological processes. The interviews supplement these findings with practical assessments from landfill operations, recultivation, technical environmental laboratories, and regulatory oversight. The analysis shows that weather anomalies have both direct and indirect effects on recultivated landfills. Heat and drought affect sealing layers and vegetation, while heavy rainfall puts strain on the functionality of drainage systems and intensifies erosion processes. The sequence of drought and heavy rainfall is particularly critical, as previously damaged layers react much more sensitively. In addition, extreme weather events influence key ecological processes such as water balance, soil development, and vegetation composition. The results can be used to derive basic requirements that must be met in order to make recultivated landfills climate-proof. These include robust recultivation and sealing layers, stable embankment shapes, effective erosion protection, site-adapted vegetation, adequately dimensioned drainage and retention systems, and continuous monitoring. These elements constitute the minimum requirements for maintaining technical and ecological functions even under future climatic conditions. Overall, the work shows that weather anomalies are already placing significant strain on recultivated landfills and that existing planning, construction, and operating procedures need to be further developed. Forward-looking design and continuous adaptation of recultivation measures are crucial to ensuring the long-term functionality of recultivated areas.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Development of an automated fact-checking pipeline for climate claims with ClimateBERT
Der Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar. Fehlinformationen, die sich insbesondere über die sozialen Medien verbreiten, erschweren dabei die öffentliche Debatte erheblich. Automatisierte Faktenprüfungen gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung. Das Ziel dieser Masterarbeit war die Entwicklung einer automatisierten Fact-Checking-Pipeline für deutschsprachige Klimabehauptungen, die domänenspezifische Modelle integriert. Dabei wurden die zwei für den Klimakontext trainierten Modelle, ClimateBERT und ClimateGPT, systematisch gegenübergestellt. Zusätzlich wurde der Einsatz eines Cross-Encoder-Modells (cross-encoder/ms-marco-MiniLM-L-6-v2) zum Re-Ranken von Evidenzen verwendet und mit den Ergebnissen von ClimateGPT verglichen. Die Pipeline wurde in die Hauptkomponenten Claim Detection, Evidence Retrieval und Verification aufgeteilt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Kombination aus ClaimBuster und ClimateBERT hervorragend für die Identifikation von überprüfungswürdigen, klimabezogenen Behauptungen eignet. Auf dem Testdatensatz konnte eine Accuracy von 0.964 erzielt werden. Im Fact-Checking sowie im Re-Ranking der relevantesten Evidenzen zu einer Behauptung erweist sich ClimateGPT als stabiler. So erreicht ClimateGPT bei einer Chunk-Größe (Anzahl der Sätze pro Evidenz) von 1 eine Accuracy von bis zu 0.783 und F1-Werte bis 0.95, während ClimateBERT unter denselben Bedingungen eine Accuracy von 0.6 und F1-Werte von 0.74 erzielt. Kleinere Chunks führen bei beiden Modellen zu besseren Ergebnissen. Auch im Re-Ranking-Vergleich konnte ClimateGPT stabilere Ergebnisse erzielen, vor allem bei der Identifikation der relevantesten Evidenz.Climate change is one of the greatest challenges of the 21st century. Misinformation, which spreads particularly via social media, significantly complicates public debate. Automated fact-checking is therefore becoming increasingly important. The goal of this master’s thesis was to develop an automated fact-checking pipeline for German language climate claims that integrates domain-specific models. The two models trained for the climate context, ClimateBERT and ClimateGPT, were systematically compared. In addition, a cross-encoder model (cross-encoder/ms-marco-MiniLM-L-6-v2) was used to re-rank evidence and compared with the results of ClimateGPT. The pipeline was divided into the main components Claim Detection, Evidence Retrieval, and Verification. The results show that the combination of ClaimBuster and ClimateBERT is excellent for identifying climate-related claims that are worth checking. An accuracy of 0.964 was achieved on the test dataset. ClimateGPT proves to be more stable in fact-checking and re-ranking the most relevant evidence for a claim. With a chunk size (number of sentences per piece of evidence) of 1, ClimateGPT achieves an accuracy of up to 0.783 and F1 scores of up to 0.95, while ClimateBERT achieves an accuracy of 0.6 and F1 scores of 0.74 under the same conditions. Smaller chunks lead to better results for both models. ClimateGPT also achieved more stable results in the re-ranking comparison, especially in identifying the most relevant evidence.Felix ThemesslAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inMasterarbeit FH JOANNEUM 202
Intensive Care Diaries for Preventing Post-Traumatic Stress Disorder - The influence of ICU diaries on the occurrence of post-traumatic stress disorders in adult patients after intensive care treatment.
Hintergrund: Fortschritte in der Intensivmedizin führen dazu, dass zunehmend mehr Patient:innen kritische Erkrankungen überleben, die mit invasiven Maßnahmen, tiefer Sedierung und prolongierter Beatmung einhergehen. Dadurch können langfristige psychische, physische und kognitive Beeinträchtigungen entstehen, die als Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS) bezeichnet werden. Eine relevante psychische Folge ist die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Intensivtagebücher werden eingesetzt, um Erinnerungslücken zu füllen, die Verarbeitung des Intensivaufenthalts zu unterstützen und psychische Langzeitfolgen zu reduzieren. Klinische Forschungsfrage: „Wie beeinflusst das Führen von Intensivtagebüchern auf einer Intensivstation im Vergleich zur konventionellen Intensivbehandlung das Auftreten von posttraumatischen Belastungsstörungen bei erwachsenen Patient:innen?“ Methodik: Es wurde eine strukturierte Literaturrecherche in MEDLINE via PubMed, CINAHL und PubPsych unter Anwendung des PICO-Schemas sowie vordefinierter Ein- und Ausschlusskriterien durchgeführt. Eingeschlossen wurden randomisiert kontrollierte Studien (RCTs), systematic Reviews (SRs) und Leitlinien (S2e und S3), die den Einsatz von Intensivtagebüchern mit konventioneller Intensivbehandlung verglichen. Die Qualitätsbewertung erfolgte mittels CASP-Checkliste und AGREE-II-Instrument. Ergebnis: In die Ergebnissynthese wurden ein SR mit Meta-Analyse und eine S2e Leitlinie eingeschlossen. Die Ergebnisse weisen auf eine Reduktion des Risikos für die Entwicklung einer PTBS um etwa 30% hin. Die Aussagekraft ist jedoch aufgrund methodischer Limitationen der Primärstudien sowie einer ausgeprägten klinischen Heterogenität eingeschränkt. Dennoch wird von der eingeschlossenen Leitlinie eine Empfehlung für den Einsatz von Intensivtagebüchern ausgesprochen. Schlussfolgerung: Intensivtagebücher stellen eine vielversprechende Intervention zur Prävention von PTBS dar und sollten im Rahmen standardisierter, patient:innenzentrierter Versorgungskonzepte auf Intensivstationen implementiert werden. Zentral ist eine strukturierte und professionell begleitete Übergabe sowie Aufarbeitung, um emotionale Belastungen zu vermeiden und Patient:innen bestmöglich zu unterstützen. Weiterer Forschungsbedarf besteht, um Langzeiteffekte, geeignete Zielgruppen, standardisierte Anwendungsformen und den Ressourcenbedarf zu definieren.Background: Advances in intensive care medicine have led to increasing numbers of patients surviving critical illness that require invasive procedures, deep sedation, and pro-longed mechanical ventilation. These experiences may result in long-term psychological, physical, and cognitive impairments summarized under the term PICS. A key psychological consequence is the development of post-traumatic stress disorder (PTSD). Intensive care unit (ICU) diaries are used as intervention to fill in memory gaps, to support the processing of the ICU stay and thereby reduce long-term psychological sequelae. Clinical Research Question “How does the use of intensive care diaries in an intensive care setting, compared with conventional intensive care treatment, influence the occurrence of post-traumatic stress disorder in adult patients?”Methods: A structured literature search was conducted in MEDLINE via PubMed, CINAHL and PubPsych using a PICO framework and predefined inclusion and exclusion criteria. RCTs, SRs, and clinical guidelines (S2e and S3) comparing the use of intensive care diaries with conventional intensive care treatment were included. Quality appraisal was performed using the CASP checklist and the AGREE II instrument.Results: The evidence synthesis included one SR with meta-analysis and one S2e guideline. The findings indicate a ca. 30% reduction in the risk of developing PTSD. However, the strength of the evidence is limited due to methodological shortcomings of the primary studies and substantial clinical heterogeneity. Despite these limitations, the included guideline recommends the use of ICU diaries.Conclusion: ICU diaries represent a promising intervention for the prevention of PTSD and should be implemented within standardized, patient-centered models of care in intensive care settings. A structured and professionally guided handover and review process is essential to avoid emotional burden and to optimally support patients. Further research is needed to determine long-term effects, suitable target groups, standardized application procedures, and resource requirements.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202