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Zeitgeschichten : ein archäologisches Ausstellungskonzept für Kinder im Museum Murtal
Archäologische Ausstellungen und Kindermuseen kommunizieren Inhalte auf verschiedene Weisen. Ausstellungen für Kinder setzen dabei stark auf das Prinzip Hands-on, während klassische Museen oft noch mit dem Vorurteil behaftet sind, Wissen vorrangig textlich und ohne eine aktive Beteiligung der Besucher:innen weiterzugeben. Die Mischung dieser zwei Typen, einer Kinderausstellung innerhalb eines archäologischen Museums, sowie die Frage nach der passenden Vermittlung der Inhalte an Volksschulkinder steht im Mittelpunkt dieser Arbeit. Zu Beginn wurden mittels einer umfassenden Literaturrecherche die Vermittlungsmethoden der folgenden Ausstellung erläutert. Anhand ihrer Vor- und Nachteile, sowie ihrer Einsetzbarkeit im Kontext der eigenen Ausstellung, erfolgte eine Untersuchung und Bewertung. Zusätzlich wurde eine Analyse in mehreren Ausstellungen mit archäologischen Schwerpunkten durchgeführt, welche die Methodik der theoretischen Arbeit um praktisches Wissen ergänzt. Gemeinsam mit einem Interview, Beobachtungsprotokollen und kurzen Befragungen wurde damit eine umfassende Untersuchung erstellt. Anhand dieser Grundlage wurde im Hauptteil dieser Arbeit eine eigene Kinderausstellung gestaltet, die sich vorrangig der Eisenzeit als Epoche und der Archäologie als Wissenschaft widmet. Zeit ge Schichten setzt dabei auf vielfältige Methoden, neues Wissen zu transportieren. Durch kindgerechte Vermittlung, in Form von interaktiven Elementen, Texten und Bildern, werden archäologische Arbeitsweisen, ausgewählte urgeschichtliche Epochen, sowie der Alltag in der Eisenzeit an die jungen Besucher:innen weitergegeben. Einen Fokus stellt zusätzlich eine begleitende Hörgeschichte innerhalb der Ausstellung dar, sowie mehrere Hands-on Stationen, an denen die Kinder aktiv werden können. Das Ziel dieser ist es, den Kindern Spaß und Neugier an der Archäologie innerhalb der Region Murtal zu vermitteln. Dieses Vorhaben kann durch den Ausstellungsort des Museums Murtal in Judenburg realisiert werden.Archaeological exhibitions and children’s museums convey content in different ways. Children’s exhibitions focus heavily on the Hands-on method, whereas traditional museums are often still seen to convey knowledge primarily through text without the active participation of the visitors. This thesis focuses on a combination of these two types: A children’s exhibition within an archaeological museum, as well as the question of how to convey content to elementary school children in an appropriate way. At the beginning, a comprehensive literature review was carried out to select the communication methods for the following exhibition. These were examined and evaluated based on their advantages and disadvantages, and their applicability in the context of the exhibition itself. In addition, an analysis was carried out in several exhibitions with an archaeological focus, which supplemented the methodology of the theoretical thesis with practical knowledge. Along with an interview, observation protocols, and short surveys, a comprehensive study was carried out. On this basis, a children’s exhibition was designed in the main part of this thesis, which is primarly dedicated to the Iron Age as an epoch and archaeology as a science. Zeit ge Schichten uses a variety of methods to convey new knowledge to children. Through child-friendly communication, in the form of interactive elements, texts and images, archaeological working methods, selected prehistoric epochs, as well as everyday life in the Iron Age are conveyed to the young visitors. It focuses on an accompanying story in audio within the exhibition, as well as several hands-on stations where children can actively engage with the content. The aim is to convey a sense of fun and curiosity in archaelogy in the Murtal region, which is made possible by the Museum Murtal in Judenburg as the exhibition venue.Magdalena HöchtlDer Titel ist wie folgt in der Ressource zu finden: Zeit ge SchichtenMasterarbeit FH JOANNEUM 202
Subjective experiences of patients during their rehabilitation process after a stroke
Hintergrund: Der Rehabilitationsprozess geht für erwachse Insult-Patient:innen häufig mit weitreichenden körperlichen und psychosozialen Veränderungen einher. Ein tieferes Verständnis der subjektiven Erfahrungen in diesem Prozess kann wesentlich dazu beitragen, die pflegerische Versorgung besser auf die individuellen Bedürfnisse von Insult-Patient:innen abzustimmen. Forschungsfrage: Welche subjektiven Erfahrungen schildern Patient:innen nach einem Insult im Verlauf ihres Rehabilitationsprozesses? Methode: Für diese Bachelorarbeit wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Zur Erhebung aller relevanten Studien wurde eine systematische Literaturrecherche im Zeitraum von Dezember 2024 bis Mai 2025 in den zwei Datenbanken PubMed und CINAHL sowie eine Handsuche auf Google Scholar durchgeführt. Dadurch konnten sechs Studien identifiziert werden, die mit dem CASP-Tool bewertet wurden. Anschließend wurde eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (2000) mit dem induktiven Ansatz der Kategorienbildung durchgeführt. Ergebnisse: Es wurden fünf Kategorien (Emotionale Ebene, Veränderungen des Lebens, Rückkehr in die Gesellschaft, Erfahrungen des eigenen Körpers, Selbstwahrnehmung) und elf Subkategorien der Patient:innenerfahrungen nach einem Insult im Rehabilitationsprozess identifiziert und beschrieben. Die Patient:innen im Alter von 34 bis 85 Jahren schildern einen tiefgreifenden Lebenswandel nach dem Insult, der von Unsicherheit im Umgang mit dem veränderten Körper sowie einer neuen Selbstwahrnehmung geprägt ist. Negative emotionale Reaktionen wie Frustration, Trauer und Verzweiflung, aber auch positive Emotionen wie Hoffnung und Erleichterung treten häufig auf. Schlussfolgerung: Insgesamt wird der Bedarf an kontinuierlicher, individueller psychosozialer Begleitung von Insult-Patient:innen durch Pflegefachpersonen deutlich. Eine Empfehlung für die Pflegepraxis ist die stärkere Orientierung an einer patient:innenzentrierte Rehabilitation, die sowohl körperliche als auch psychosoziale Bedürfnisse berücksichtigt und somit die subjektiven Erfahrungen von Insult-Patient:innen in den Mittelpunkt stellt.Background: The rehabilitation process for adult stroke patients is often accompanied by far-reaching physical and psychosocial changes. A deeper understanding of the subjective experiences in this process can contribute significantly to tailoring nursing care better to individual needs of stroke patients. Research question: What subjective experiences do patients describe during their rehabilitation process after a stroke? Methods: A qualitative research design was chosen for this bachelor's thesis. To collect all relevant studies, a systematic literature search was conducted between December 2024 and May 2025 in the two databases PubMed and CINAHL, as well as a manual search on Google Scholar. This process led to the identification of six studies, which were evaluated using the CASP tool. Subsequently, a qualitative content analysis according to Mayring (2000) was performed using the inductive approach of category formation. Results: Five categories (emotional level, changes in life, return to society, experiences of one's own body, self-perception) and eleven subcategories of patient experiences after a stroke in the rehabilitation process were identified and described. Patients aged 34 to 85 describe a profound change in their lives after the stroke, characterized by uncertainty in dealing with their changed bodies and a new self-perception. Negative emotional reactions such as frustration, grief, and despair, but also positive emotions such as hope and relief, occur frequently. Conclusion: Due to the diversity of the studies, the categories of patient experiences must be evaluated in the context of the studies. Overall, there is a clear need for continuous, individual psychosocial support for stroke patients by nursing professionals. A recommendation for nursing practice is to focus more strongly on patient-centered rehabilitation that takes into account both physical and psychosocial needs and thus focuses on the subjective experiences of stroke patients.Elisabeth BiroAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Yeast diversity in traditional Styrian orchards : an insight into the microbial diversity of traditional fruit cultivation
Diese Bachelorarbeit untersucht die Biodiversität von Microfungi aus einer heimischen Streuobstwiese in der Südsteiermark, mit Hauptaugenmerk auf Hefen. Ziel dieser Untersuchung ist es, Hefen aus verschiedenen Pflanzenteilen von Apfel- und Birnbäumen (Knospe, Borke und Streu) zu isolieren und identifizieren. Es wird der Frage nachgegangen, welche Hefearten isoliert und identifiziert werden können. Die Probennahme fand im Februar statt. Mittels der Swab-Abstrichmethode wurden die jeweiligen Baumteile beprobt, zusätzlich wurden Kontrollschalen mit SGC-2-Agar zur Untersuchung der Umgebungs- Vegetation aufgestellt. Die Proben konnten anschließend unter labortechnischen Bedingungen auf selektiven YGC-Agar kultiviert werden. Isolate, welche anhand ihrer Morphologie vorerst als Hefen erkannt wurden, konnten an das BLQ (Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität) zur Artbestimmung geschickt werden. Die Identifikation der Microorganismen erfolgte über IST-PCR (internal transcribed spacer), nach der Methode SAA 92525. Insgesamt konnten von neun Isolaten drei Hefespezies Candida peoriensis, Torulaspora delbrueckii und Filobasidium wieringae, sowie die hefeartige Spezies Aureobasidium pullulans und einige weitere Fungi identifiziert werden. Die Ergebnisse dieser Bachelorarbeit liefern einen ersten fundierten Überblick über die Mikrobiodiversität in einer heimischen Streuobstwiese. Die Vielfalt der nachgewiesenen Hefen und Microfungi zeigt die ökologische Signifikanz solcher Biotope als Lebensraum für eine artenreiche und bisher wenig erforschten Mikroflora. Die Arbeit unterstreicht die Bedeutung der Untersuchung von Wildhefen in natürlichen Habitaten und verdeutlicht, dass eine weitere Erforschung der Artenvielfalt essenziell ist.This bachelor thesis analyses the biodiversity of microfungi from a local orchard meadow in southern Styria, with a special focus on yeasts. The aim of this study is to isolate and identify yeasts from different plant parts of apple and pear trees (bud, bark and litter). The question of which yeast species can be isolated and identified is being investigated. Sampling took place in February. The respective tree parts were sampled using the swab method and control dishes with SGC-2 agar were also set up to analyse the surrounding vegetation. The samples were then cultivated on selective YGC agar under laboratory conditions. Isolates that were initially identified as yeasts based on their morphology were sent to the BLQ (Weihenstephan Research Centre for Brewing and Food Quality) for identification. The microorganisms were identified using species-specific Saccharomyces PCR sequencing according to the SAA 92525 method. In total, three yeast species were identified from nine isolates: Candida peoriensis, Torulaspora delbrueckii and Filobasidium wieringae, as well as the yeast-like species Aureobasidium pullulans and five other fungi. The results of this bachelor thesis provide a first well-founded overview of the microbiodiversity in an orchard meadow. The diversity of the yeasts and microfungi detected shows the ecological significance of such biotopes as a habitat for a species-rich and so far, little-studied microflora. The work emphasises the importance of studying wild yeasts in natural habitats and illustrates that further research into species diversity is essential.Ingrid BretterklieberAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Phishing Attacks Targeting Healthcare Systems: Risks, Strategies and Solutions
Die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen kann Vorteile in Bezug auf Vernetzung und Effizienz mit sich bringen, gleichzeitig aber auch Risiken für die Sicherheit vertraulicher Patientendaten darstellen. Phishing-Angriffe gehören dabei zu den häufigsten und gefährlichsten Bedrohungen für IT-Systeme im Gesundheitsbereich. Diese Bachelorarbeit analysiert systematisch die spezifischen Gefahren von Phishing-Angriffen auf Gesundheitssysteme und identifiziert sowie entwickelt relevante Präventions- und Reaktionsmaßnahmen.Die Forschungsfrage ist: Wie können Gesundheitssysteme effektiv vor Phishing-Angriffen geschützt werden und welche technologischen, organisatorischen und menschlichen Schritte sind dabei am hilfreichsten, um Risiken zu verringern? Zur Beantwortung dieser Frage werden technologische Schutzmaßnahmen wie Firewalls und multifaktorielle Authentifi- zierung sowie organisatorische und menschliche Faktoren wie Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen betrachtet.Der Forschungsprozess umfasst die Analyse von Fallstudien, um typische Angriffsmuster und die Wirksamkeit bestehender Gegenmaßnahmen zu identifizieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Untersuchung realer Phishing-Angriffe im Gesundheitswesen, wie etwa dem Angriff auf Magellan Health.Durch die Kombination theoretischer Rahmenkonzepte mit empirischen Erkenntnissen entwickelt diese Arbeit Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen, indem systematisch menschlich bedingte Schwachstellen adressiert werden, darunter Phishing-Anfälligkeit, unzureichende Schulungen und inkonsistente Einhaltung von Sicherheitsprozessen.Increasing digitalization within the healthcare industry could bring advantages in terms of networking and efficiency, but at the same time, could pose threats to the security of confidential patient data. Phishing attacks, above all, are one of the most common and dangerous threats to IT systems within the healthcare industry. This bachelor thesis will analyze the specific threats of phishing attacks on healthcare systems systematically as well as identify and propose relevant prevention and response measures.The research question is: How can healthcare systems be effectively protected from phishing attacks, and what are the most useful technological, organizational and human steps to reduce the risks? In order to identify this, technological protective steps such as firewalls and multifactor authentication and organizational and human factors including training and awareness-raising measures will be reviewed.The research process includes case studies that are analyzed to identify typical attack patterns and the effectiveness of existing countermeasures. Special focus will be given to analyzing actual phishing attacks in the healthcare industry, for instance, the Magellan Health attack.Combining theoretical frameworks with empirical insights, this thesis formulates policy recommendations that improve IT security in healthcare by systematically addressing human‑factor weaknesses, including phishing susceptibility, insufficient training, and inconsistent adherence to security procedures.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Concept of a CDA implementation guide for occupational therapy medical reports
Eine einheitliche digitale Berichtsdokumentation ist wichtig, damit Fachexpert:innen schnell und unkompliziert untereinander Berichte austauschen können. In Österreich gibt es bereits für manche Gesundheitsberufe so eine Vorlage in Form eines CDA-Implementierungsleitfadens, jedoch nicht für die Ergotherapie. Mit dem Ziel, herauszufinden, welche medizinisch-therapeutischen Daten in einer Ergotherapieberichtsvorlage vorhanden sein müssen und welche Aspekte bei der Entwicklung eines Konzepts für den diesbezüglichen CDA-Implementierungsleitfaden beachtet werden müssen, wurden eine Literaturrecherche sowie Expert:inneninterviews durchgeführt. In den Einzelinterviews wurde neben den aktuell festgehaltenen Berichtsdaten nach inhaltlichen bzw. technischen Aspekten, die bei der Konzeptausarbeitung berücksichtigt werden müssen, und allgemeinen Einflussfaktoren der Konzepterstellung gefragt. Zusätzlich zu diesen Erkenntnissen wurde eine Richtlinie zur CDA-Leitfadenerstellung mithilfe von Tools in Österreich theoretisch bearbeitet und ein Konzept für den CDA-Implementierungsleitfaden des Ergotherapieberichts entworfen. Aus den Fachgesprächen ist hervorgekommen, dass es verschiedene Arten von Ergotherapieberichten gibt. Abschnitte wie u. a. „Anamnese“, „Diagnose“, „Therapieplanung“ oder „Evaluierung“ sind häufige Bestandteile eines Ergotherapieberichts. Durch die Sicherstellung der Flexibilität des Dokuments soll ermöglicht werden, einen kurzen, präzisen Ergotherapiebericht zu verfassen, der trotzdem alle notwendigen Daten beinhaltet. In dem entworfenen Konzept wurden den ergotherapeutischen Berichtsdaten unter anderem dazu passende CDA-Templates und Kardinalitäten zugeordnet. Grundsätzlich besteht für dieses Forschungsthema Umsetzungspotenzial. Folgeprojekte, wie zum Beispiel die Bestätigung der Interviewerkenntnisse durch eine größere Stichprobengruppe oder eine Ergänzung des Konzepts mit Codebeispielen zu den Abschnitten, könnten ein weiterer Schritt in Richtung einer österreichweit einheitlichen Ergotherapieberichtsvorlage sein.Standardised digital report documentation is important so that healthcare professionals can exchange reports with each other quickly and easily. In Austria, such a template already exists for some healthcare professions in the form of a CDA implementation guide, however, not for occupational therapy. A literature review and expert interviews were conducted with the aim of determining which medical and therapeutic data must be included in an occupational therapy report template and which aspects must be considered when developing a concept for the associated CDA implementation guide. In the one-on-one interviews, in addition to the currently recorded report data, questions were asked about content-related and technical aspects that need to be taken into account when developing the concept, as well as general factors influencing concept development. Furthermore, a set of rules for creating a CDA guide using tools in Austria was worked out in theory and a concept for the CDA implementation guide for occupational therapy reports was drafted. It emerged from the expert discussions that there are different types of occupational therapy reports. Sections such as ‘medical history’, ‘diagnosis’, ‘therapy planning’ and ‘evaluation’ are common components of an occupational therapy report. By ensuring the flexibility of the document, it should be possible to write a short, precise occupational therapy report that still contains all the necessary data. In the draft concept, the occupational therapy report data was assigned matching CDA templates and cardinalities, among other things. In principle, there is potential for realising this research topic. Follow-up projects, such as confirming the interviewer's findings with a larger sample group or supplementing the concept with code examples for the sections, could be a further step towards an Austria-wide standardised occupational therapy report template.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Entwicklung und Umsetzung eines integrierten Informationssicherheits- und Business-Continuity-Frameworks nach ISO/IEC 27001 und NIS2 in hybriden IT-Infrastrukturen
Hybride IT-Landschaften aus On-Premises, Cloud und Edge erhöhen die Flexibilität, vergrößern aber auch Abhängigkeiten und Angriffsflächen. In der Praxis werden Informationssicherheitsmanagement (ISO/IEC 27001) und Business-Continuity-Management (ISO 22301) häufig getrennt geführt – mit doppelten Erhebungen, widersprüchlichen Prioritäten und Lücken an der Schnittstelle zwischen IT-Betrieb und Geschäftsprozessen. Zugleich verlangt NIS2 eine integrierte, nachweisbare Resilienz. Die Arbeit entwickelt und erprobt ein integriertes ISMS-/BCM-Framework samt lauffähigem Prototyp. Methodisch kombiniert sie Literaturarbeit, halbstrukturierte Experteninterviews und Fallstudien mit einem Design-Science-Vorgehen. Das Artefakt verbindet ein gemeinsames Datenmodell (Risiko ↔ BIA), eine ereignisgesteuerte Incident-to-Crisis-Brücke, Evidence-by-Design sowie ein Compliance-Mapping für ISO 27001/ISO 22301/NIS2. Technisch basiert der Prototyp auf einer modularen, API-orientierten Architektur (Risk-Engine, BIA, Event-Prozessor, Reporting).Die Validierung in realitätsnahen Szenarien (u. a. Ransomware, Cloud-Regionsausfall, Lieferantenkompromittierung) zeigt messbare Effekte: verkürzte Mean-Time-to-Recovery (ca. –40 %), geringerer Auditaufwand (ca. –35 %) und höhere Compliance-Erfüllung (ca. +25 %) durch automatisierte Nachweise und klare Eskalationspfade. Eine ROSI-Betrachtung belegt – szenariobasiert – amortisierte Investitionen nach etwa 18–24 Monaten bei deutlicher Risikoreduktion. Beitrag der Arbeit ist damit zweifach: konzeptionell (integrierte Governance und Kennzahlensteuerung) und praktisch (referenzierbarer Prototyp für den DACH-Kontext). Ausblick: KI-gestützte „predictive resilience“, vertieftes Third-Party-Risk-Management und simulationsgestützte What-if-Analysen.Hybrid IT landscapes—mixing on-premises, cloud and edge—boost agility but expand dependencies and attack surfaces. In many organizations, Information Security Management (ISO/IEC 27001) and Business Continuity Management (ISO 22301) are still run in silos, leading to duplicate assessments, conflicting priorities, and gaps at the handover between IT operations and business processes. At the same time, NIS2 asks for integrated, demonstrable resilience. This thesis develops and tests an integrated ISMS/BCM framework together with a working prototype. Methodologically, it combines literature review, semi-structured expert interviews and case studies with a design-science approach. The artifact unifies a shared data model (risk ↔ business impact), an event-driven incident-to-crisis bridge, evidence-by-design, and a compliance mapping covering ISO 27001/ISO 22301/NIS2. Technically, the prototype uses a modular, API-oriented architecture (risk engine, BIA, event processor, reporting).Validation in realistic scenarios (ransomware, cloud region outage, supplier compromise) shows tangible effects: shorter mean time to recovery (≈ –40%), lower audit effort (≈ –35%), and higher compliance fulfillment (≈ +25%) through automated evidence and clear escalation paths. A scenario-based ROSI analysis indicates payback after roughly 18–24 months alongside a marked risk reduction. The contribution is twofold: conceptually, an integrated governance and KPI steering model; practically, a referenceable prototype suited to the DACH context. Future work points to AI-supported “predictive resilience,” deeper third-party risk management, and simulation-based what-if analyses.eingereicht von Aykut GökmenMasterarbeit FH JOANNEUM 202
Immaterial material
Diese Arbeit untersucht die Rolle von Materialität und dem menschlichen Körper im digitalen Modedesign. Der Prozess der Digitalisierung hat alle Designbereiche beeinflusst und zu einem erweiterten Repertoire an digitalen Werkzeugen geführt, die es den meisten Disziplinen ermöglichen, in digitalen Räumen mit ähnlichen Parametern wie in ihren analogen Ursprüngen zu arbeiten. In dieser Arbeit wird die These aufgestellt, dass Modedesign sich um eine wesentliche materielle Komponente dreht, die nicht vollständig in den digitalen Raum übertragen werden kann. Um einen theoretischen Rahmen zu schaffen, wird zunächst die Geschichte der physischen Mode untersucht, gefolgt von einer Abhandlung über digitale Mode, Materialität und Körperlichkeit. In einem praktischen Designprojekt wird eine digitale Modekollektion von drei Looks entworfen. Der Designprozess wird anhand des Modells der reflektierenden Praxis dokumentiert und evaluiert. Der praktische Designprozess zeigt, dass digitale Mode das Potenzial hat, Vorstellungen von Materialität und Körperlichkeit völlig neu zu konzipieren. Es wird jedoch beobachtet, dass inhärente Vorurteile und Konventionen der physischen Mode das Ideenfindungspotenzial einschränken. Digitale Tools stimulieren zwar die kreative Freiheit, beeinträchtigen sie aber gleichzeitig, insbesondere für unerfahrene Nutzer. Das Potenzial für zukünftige Innovationen im Modedesignbereich durch digitale Expansion wird hervorgehoben.This thesis examines the role of materiality and the human body in digital fashion design. The process of digitization has affected all design disciplines and resulted in an expanded repertoire of digital tools that allow most disciplines to work in digital spaces with similar parameters as their analog origins. In this thesis, it is proposed that fashion design revolves around an essential material component that cannot be fully translated into digital space. To provide a theoretical framework, the history of physical fashion is examined, followed by discussions of digital fashion, materiality and physicality. In a practical design project, a digital fashion collection of three full-body looks is designed. The design process is documented and evaluated using the model of reflective practice. The practical design process reveals that digital fashion holds the potential to completely reconceptualize ideas of materiality and physicality, however, it is observed that inherent biases and conventions of physical fashion constrain the ideation potential. Digital tools are observed to stimulate, but also to interfere with the potential for creative freedom, specifically for inexperienced users. The potential for future innovation in the fashion design sector through digital expansion is highlighted.Helene GoedlMasterarbeit FH JOANNEUM 202
Building a space for belonging, well-being & community : a case study of designing a new space at FH JOANNEUM Department of Media and Design
Obwohl Studierende täglich mehrere Stunden in der Universität verbringen, entspricht die Umgebung dort häufig nicht ihren Bedürfnissen. Es erscheint auf den ersten Blick schwierig, unmöglich, mit Design Einfluss auf Wohlbefinden, Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu nehmen. Dennoch haben Designer:innen einen breiteren Handlungsspielraum als oft vermutet. Diese Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus verschiedenen Bereichen wie Psychologie, Soziologie und Innenarchitektur und liefert verschiedene Perspektiven und Ideen für Veränderung. Mithilfe der Erkenntnisse aus Wissenschaft und einer Umfrage unter den Studierenden wurden Ideen entwickelt und in einem Folder zusammengestellt. Dieser Folder wurde speziell am Beispiel des Departments Medien und Design an der FH JOANNEUM entwickelt, um die praktische Anwendung zu verdeutlichen. Erste Rückmeldungen zeigen, dass der Folder das Bewusstsein für Wohlbefinden im Gestaltungsprozess stärkt.Despite spending many hours daily at university, students often find that campus spaces and communities do not fulfil their needs. It might seem impossible to design well-being, community and belonging, however designers have many opportunities to make a change. This thesis connects insights from various fields such as psychology, sociology and spatial design and delivers different perspectives and ideas for change and improvement. With the gathered information from scientific research and a survey that was done amongst students, ideas were developed and summarized in a folder. This project was specifically developed for the case of FH JOANNEUM and the Department of Media and Design to make the practical application comprehensible. Initial feedback indicates the folder helps raise awareness about well-being in design.Hanna SchildBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Between safety and aesthetics : packaging design of medicines and supplements
Arzneimittel leisten eine wichtige Rolle bei der Heilung von Krankheiten und Verletzungen. Um ihre Wirksamkeit und sichere Anwendung zu garantieren, sind eine funktionelle Lagerung und Transport ebenso erforderlich wie eine klare und verständliche Kennzeichnung. Unübersichtliche Informationen auf der Verpackung können zu Anwendungsfehlern führen und schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Aus diesem Grund beschäftigt sich die Arbeit mit dem Informationsdesign von pharmazeutischen Verpackungen und zeigt auf, welche Vorgaben bei der Gestaltung beachtet werden müssen. Zusätzlich vergleicht diese die Gestaltung von rezeptpflichtigen und rezeptfreien Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln, welche alle unterschiedliche Anforderungen an ihr Design stellen. Im praktischen Teil der Arbeit wird ein Verpackungskonzept entwickelt, das die Anforderungen an ein funktionales und benutzerfreundliches Design erfüllt und gleichzeitig die Unterschiede zwischen den Produktkategorien sichtbar macht.Medicines play an important part in the treatment of diseases and injuries. To guarantee their effectiveness and safe use, functional storage and transportation are just as essential as clear and intelligible labeling. Confusing or unclear information on the packaging can lead to application errors and have serious consequences. For this reason, the thesis deals with the information design of pharmaceutical packaging and shows what regulations must be considered in the process. In addition, it compares the design of prescription and over the counter drugs and supplements, which all have different design requirements. In the practical part of the thesis, a packaging concept is developed that meets the requirements of a functional and user-friendly design, while showcasing the differences between the product categories.Annika GötzAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202
Immersion in virtual production : optimization of immersion in a reduced virtual production studio through the use of DMX-controlled lights
Die Immersion einer virtuellen Produktion ist essenziell für ein qualitatives Ergebnis und wird von verschieden Faktoren, wie einer realistischen virtuellen Umgebung sowie der Belichtung beeinflusst. Dabei ist besonders wichtig, dass die Beleuchtung mit der Szene abgestimmt ist. Im Fokus steht dabei die spektrale Wiedergabe und die damit verbundene Qualität des Lichts. Die Untersuchung von herkömmlichen LED-Wänden hat gezeigt, dass das Farbspektrum nicht immer ausreichend für professionelle Filmproduktionen ist, vor allem hinsichtlich der korrekten Wiedergabe von orangefarbenen Oberflächen und Hauttönen. Um dem entgegenzuwirken werden professionelle Lichtquellen mit erweitertem Farbspektrum verwendet. Mit der Funktion, Helligkeit und Farbe über ein DMX-Protokoll zu steuern, wird anschließend untersucht, wie eine interaktive Belichtung die Glaubwürdigkeit und Immersion einer virtuellen Produktion beeinflusst.Mit Hilfe der Unreal Engine 5 werden zwei Szenen erstellt und mit dem aufgebauten Setup getestet. In Abgrenzung zu voll ausgestatteten LED-Volumes wird ein vereinfachtes Setup bestehend aus einem Projektor, einer Leinwand und zusätzlichen Filmleuchten betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass eine dynamische Lichtsteuerung die Integration realer Objekte in virtuellen Szenen deutlich verbessert und die atmosphärische Wirkung verstärkt. Insbesondere die Synchronisation zwischen dem virtuellen Set und den Filmleuchten hat die Belichtung teils automatisiert, was Zeitressourcen einspart und mehr Flexibilität ermöglicht. Die Arbeit verdeutlicht, dass auch in ressourcenschonenden Setups durch eine intelligente Lichtgestaltung ein höheres Maß an gestalterischer Qualität und immersiver Wirkung erreicht werden kann.The immersion of a Virtual Production is essential for a high-quality result and is influenced by various factors, such as a realistic virtual environment and lighting. It is particularly important that the lighting is coordinated with the scene. The focus here is on spectral reproduction and the associated quality of the light. Research into conventional LED walls has shown that the color spectrum is not always sufficient for professional film productions, especially with regard to the correct reproduction of orange surfaces and skin tones. To counteract this, professional light sources with an extended color spectrum are used. With the ability to control brightness and color via a DMX protocol, the study then examined how interactive lighting affects the credibility and immersion of a Virtual Production.With the help of Unreal Engine 5, two scenes are created and tested with the setup that has been constructed. In contrast to fully equipped LED volumes, a simplified setup consisting of a projector, a screen, and additional film lights is considered. The results show that dynamic lighting control significantly improves the integration of real objects into virtual scenes and enhances the atmospheric effect. In particular, the synchronization between the virtual set and the film lights has partially automated the lighting, saving time and allowing for greater flexibility. The work illustrates that even in resource-saving setups, intelligent lighting design can achieve a higher level of creative quality and immersive effect.verfasst von Luca ZaussingerAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202