Publikationsserver HAWK.EDOC (Hochschule für an gewandte Wissenschaft und Kunst)
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JOLanDA Manual für Lehrende und Beratende: Eine digitale Applikation zur Unterstützung der (Berufs-)Orientierungsprozesse von Jugendlichen
JOLanDA ist eine digitale Anwendung, die Jugendliche im Rahmen ihrer Lebenslaufentscheidungen unterstützt. Zu den wichtigen Entscheidungen gehören natürlich die Berufswahl, aber auch die Frage, wie und wo ich zukünftig gern wohnen und mein Leben gestalten möchte. Berufsorientierung muss demnach mehr sein als die Frage nach einem passenden Beruf. Eine gute Unterstützung bindet die Berufswahl in den individuellen lebensweltlichen Kontext der Jugendlichen ein und nimmt ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst. Das Manual gibt einen Überblick über Inhate und Funktionen der Anwendung und stellt die theoretischen Hintergünde zusammenfassend vor
Sports Theory Content in the Context of Interdisciplinary Multimodal Pain Therapy for Chronic Low Back Pain: A Scoping Review
Zielsetzung: Das Ziel dieses Scoping Reviews ist es, Vorgaben und Empfehlungen zur Sporttheorie im Kontext der interdiszipliären multimodalen Schmerztherapie (IMST) bei chronischen Kreuzschmerzen (chronic low back pain, CLBP) zu identifizieren und zu untersuchen, wie die Sporttheorie in deutschen IMST-Programmen umgesetzt und in wissenschaftlichen Studien berücksichtigt wird. Einführung: Kreuzschmerzen sind weltweit die häufigste Ursache für Behinderungen und verursachen erhebliche soziale und wirtschaftliche Belastungen. Die IMST hat sich als effektiver Therapieansatz etabliert, wobei die Anleitung sporttheoretischer Inhalte zentral ist. Es mangelt jedoch an einheitlichen, transparenten Informationen zur Sporttheorie, was die Umsetzung erschwert. Methoden: Dieses Scoping Review basiert auf einer systematischen Recherche in wissenschaftlichen Datenbanken, Fachzeitschriften und relevanten Internetquellen. Eingeschlossen wurden Monografien, empirische Studien, Fachartikel und für dieses Review durchgeführte Expert*inneninterviews, um eine umfassende Übersicht zu gewährleisten. Ergebnisse: Im Rahmen der IMST bei CLBP wird eine gezielte sporttheoretische Edukation der Patient*innen vorgeschrieben, jedoch fehlt eine klare und standardisierte Definition der Inhalte. Bestimmte Monografien liefern detailliertere Beschreibungen der empfohlenen Inhalte. Während diese Inhalte in einigen Programmen bereits angemessen umgesetzt werden, zeigt sich häufig, dass die Sporttheorie eher beiläufig behandelt wird und nicht die erforderliche Aufmerksamkeit erhält. Schlussfolgerungen: Es besteht dringender Forschungsbedarf, um die Sporttheorie im Kontext der IMST bei CLBP präzise zu definieren, zu standardisieren und stärker in die therapeutische Praxis zu integrieren. Schlüsselwörter: chronische Kreuzschmerzen, interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie, Sporttheorie, Edukation, SelbstwirksamkeitObjective: The aim of this scoping review is to identify existing guidelines and recommendations for sports theory in the context of interdisciplinary multimodal pain therapy (IMPT) for chronic low back pain (CLBP) and to investigate how sports theory is implemented in German IMST programs and addressed in scientific studies. Introduction: Low back pain is the leading cause of disability worldwide and imposes significant social and economic burdens. IMPT has been established as an effective therapeutic approach, with the instruction of sports theory content playing a central role. However, there is a lack of consistent and transparent information on sports theory, which complicates its implementation. Methods: This scoping review is based on a systematic search of scientific databases, journals, and relevant online sources. Included were monographs, empirical studies, articles, and expert interviews conducted for this review to provide a comprehensive overview. Results: In the context of IMST for CLBP, targeted education in sports theory for patients is mandated; however, a clear and standardized definition of the content is lacking. Certain monographs provide more detailed descriptions of the recommended content. While these elements are adequately implemented in some programs, it is often observed that sports theory is treated more as a secondary aspect and does not receive the necessary attention. Conclusions: There is an urgent need for further research to precisely define, standardize, and better integrate sports theory into therapeutic practice in the context of IMPT for CLBP. Keywords: chronic low back pain, interdisciplinary multimodal pain therapy, sports theory, education, self-efficac
Gebäudemodelle repräsentativer Niedersächsischer Wohngebäude und die Ableitung von Planungsparametern
Physical and psychological effects of chronic stress by nurses: prevalence, etiology and prevention
Hintergrund: Pflegefachpersonen sind aufgrund der hohen Arbeitsbelastung, des Personalmangels und der emotionalen Anforderungen ihres Berufs einem erhöhten Risiko für chronischen Stress ausgesetzt. Dieser Stress kann schwerwiegende physische und psychische Folgen haben, die nicht nur das Wohlbefinden der Pflegefachpersonen beeinträchtigen, sondern auch die Qualität der Patient*innenversorgung gefährden. Ziel: Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die spezifischen Stressoren in der stationären Akutpflege zu identifizieren, ihre physischen und psychischen Auswirkungen auf Pflegefachpersonen zu analysieren und mögliche Lösungsansätze zur Stressbewältigung und -prävention aufzuzeigen. Methode: Es wurde eine integrative Literaturrecherche in den Datenbanken MEDLINE, CINAHL und Cochrane Library durchgeführt. Die Studien wurden nach dem PRISMA-Schema ausgewählt und qualitativ bewertet. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen eine hohe Prävalenz von chronischem Stress bei Pflegefachpersonen in der stationären Akutpflege. Dieser Stress manifestiert sich in physischen und psychischen Symptomen und kann zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Bewältigungsstrategien können dazu beitragen, negative Auswirkungen von Stress zu reduzieren, während Resilienzfaktoren die psychische Gesundheit schützen können. Schlussfolgerung: Chronischer Stress bei Pflegefachpersonen in der stationären Akutpflege ist ein ernstes Problem mit weitreichenden Folgen. Es ist entscheidend, sowohl individuelle Ressourcen der Pflegefachpersonen zu stärken als auch die Arbeitsbedingungen zu verbessern, um die negativen Auswirkungen von chronischem Stress zu reduzieren und die Gesundheit und das Wohlbefinden der Pflegefachpersonen zu fördern. Schlüsselwörter: Chronischer Stress, Gesundheitliche Auswirkungen, Pflegefachpersonen, Ätiologie, PräventionBackground: Nurses are at an increases risk of chronic stress due to the high workload, staff shortages and emotional demands of their profession. This stress can have serious physical and psychological consequences, affecting not only the well-being of nurses but also threatening the quality of patient care. Aim: The aim of this bachelor thesis is to identify the specific stressors in acute care, to analyze their physical and psychological effects on nurses and to identify possible solutions for stress management and prevention. Method: An integrative literature search was conducted in the databases MEDLINE, CINAHL and Cochrane Library. The studies were selected according to the PRISMA scheme and qualitatively evaluated. Results: The results show a high prevalence of chronic stress among nurses in acute care. This stress manifests itself in physical and psychological symptoms and can lead to serious illnesses. Coping strategies can help reduce the negative effects of stress, while resilience factors can protect mental health. Conclusion: Chronic stress among nurses in acute care is a serious problem with far-reaching consequences. It is crucial to strengthen both the individual resources of nurses and improve working conditions in order to reduce the negative effects of chronic stress and promote the health and well-being of nurses. Keywords: chronic stress, health effects/impacts, nurses, etiology, preventio
What are the requirements for a digital, standardized and professionally appropriate documentation system in patient physiotherapy at the University Medical Center Göttingen?
Theoretischer Hintergrund: Das deutsche Gesundheitssystem steht aufgrund des demografischen Wandels und der älter werdenden Bevölkerung vor erheblichen Herausforderungen. Eine Chance bietet dabei die Digitalisierung, jedoch geht diese nur schleppend voran. In der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gibt es derzeit mehr als 500 verschiedene IT-Systeme, davon allein drei verschiedene Dokumentationssysteme innerhalb der zentralen Physiotherapie. Demnach ist auch die physiotherapeutische Dokumentation nicht einheitlich, sondern unterscheidet sich in ihrem Aufbau und Inhalt. Methode: Die Arbeit wurde mit einem Mixed-Methods-Ansatz erstellt. Auf Basis der Ergebnisse einer Literaturrecherche wurde ein Interviewleitfaden erarbeitet und es wurden entsprechende Expert*inneninterviews durchgeführt. Deren quantitativ ausgewertete Ergebnisse wurden in einem Anforderungskatalog zusammengefasst, um die Anforderungen an ein digitales, standardisiertes Dokumentationssystem in der Physiotherapie der UMG darstellen zu können. Ergebnisse: Eine relevante Delphi-Studie von Griefahn et al. (2020) und sechs weitere Quellen wurden gefunden, die die Rahmenbedingungen und funktionellen Anforderungen erfüllen. Die Ergebnisse der Expert*inneninterviews, die funktionalen Anforderungen aus der zentralen Physiotherapie der UMG, zeigen eine große Übereinstimmung damit hinsichtlich der Relevanz der Dokumentationsinhalte. Daneben werden auch fachbereichsspezifische Unterschiede und Erfordernisse deutlich. Schlussfolgerung: Die Arbeit unterstreicht die Notwendigkeit eines digitalen, standardisierten und professionsgerechten Dokumentationssystems in der Physiotherapie und stellt die dafür relevanten entsprechenden Dokumentationsinhalte innerhalb der UMG dar. Schlüsselwörter: Physiotherapie, Anforderungskatalog, Dokumentationssystem, UMG, Mixed-Methods-AnsatzTheoretical Background: The German healthcare system faces significant challenges due to demographic changes and an aging population. One opportunity lies in digitalization, but progress is slow. At the University Medical Center Göttingen (UMG), there are currently more than 500 different IT systems, including over three different documentation systems within the physiotherapy department. Additionally, physiotherapy documentation is not standardized but varies in structure and content. Method: The study was conducted using a mixed-methods approach. Based on the results of a literature review, an interview guide was developed, and corresponding expert interviews were conducted. The quantitatively evaluated results were summarized in requirements catalog to present the requirements for a digital, standardized documentation system in UMG hysiotherapy. Results: A relevant Delphi study by Griefahn et al. (2020) and six other sources were found that meet the framework and functional requirements. The results of the expert interviews, which included the functional requirements from the perspective of UMG experts, showed a high degree of agreement regarding the relevance of documentation contents. However, there is a different assessment of the categories' relevance across the various specialist areas. Conclusion: The study underscores the need for a digital, standardized, and professional documentation system in UMG physiotherapy and presents the relevant department-specific documentation. Keywords: Physiotherapy, Documentation System, Requirements Catalog, Mixed-Methods Approach, UM
Stress management offers as part of occupational health promotion for nurses in acute care hospitals: a literature review
Theoretischer Hintergrund: Im pflegerischen Akutsetting bestehen viele Stressoren, die durch verschiedene Ursachen bedingt werden. Die Auswirkungen von Stress können schwerwiegende physische und psychische Folgen mit sich ziehen. Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Identifikation und Analyse von Stressbewältigungsangeboten im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung und ihre Auswirkungen auf die Stressreduktion und die psychische Gesundheit von Pflegenden. Methodik: Die generierte Literatur wurde mittels integrativer Literaturrecherche hauptsächlich in den Datenbanken MEDLINE (PubMed), CINAHL (EBSCO), Cochrane sowie SpringerLink-Verlag und Hochschul- und Universitätsbibliotheken durchgeführt. Dabei wurden neun Studien in die weitere Bearbeitung zur Ergebnisgenerierung eingeschlossen. Ergebnisse: Es existiert eine Vielzahl an ver-schiedenen Stressbewältigungsangeboten, die im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung angeboten werden können, um die psychische Gesundheit und den Abbau von Stress bei Pflegenden zu fördern. Dabei zeigen Interventionen, wie Resilienz-Programme, Stressmanagement-Trainings, Achtsamkeits- sowie Entspannungsübungen oder Sportangebote wirksame und positive Effekte hinsichtlich der Stressreduktion und der psychischen Gesundheit. Schlussfolgerung: Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, den größer werdenden Anforderungen aufgrund des demografischen Wandels und vielen weiteren Stressoren, die auf Pflegende im akutpflegerischen Setting einwirken, gewinnt der Abbau von Stress durch Angebote des Arbeitsplatzes eine immer größer werdende Relevanz. Essenziell ist dies, um die Gesundheit von Pflegenden zu erhalten und zu fördern, Arbeitsunfähigkeiten zu verhindern und die Unterstützung durch das Gefühl von Wertschätzung und Anerkennung zu erweisen. Schlüsselwörter: Stressbewältigung, Angebote, betriebliche Gesundheitsförderung, Stressreduktion, AkutpflegeTheoretical background: In the acute care nursing setting, there are many stressors that are caused by various reasons. The effects of stress can have serious physical and psychological consequences. The aim of this bachelor thesis is to identify and analyze stress management offers within the framework of occupational health promotion and their effects on stress reduction and mental health of nurses. Methodology: The generated literature was carried out using integrative literature research in the databases MEDLINE (PubMed), CINAHL (EBSCO) and Cochrane as well as in SpringerLink publisher and college and university libraries. Nine studies were included in the further processing to generate results. Results: There are a variety of different stress management offers that can be offered within the framework of occupational health promotion in order to promote mental health and reduce stress among nurses. Interventions such as resilience programs, stress management training, mindfulness and relaxation exercises and sports programs have shown effective and positive effects in terms of stress reduction and mental health. Conclusion: Given the shortage of professionals, the increasing demands due to demographic change and many other stressors that affect nurses in acute care settings, reducing stress through workplace offerings is becoming increasingly important. This is essential in order to maintain and promote the health of nurses, prevent incapacity to work and provide support through a feeling of appreciation and recognition. Keywords: stress management, offers, workplace health promotion, stress reduction, acute care nurse
Ethical Aspects in the Nursing Care of Children with Spinal Muscular Atrophy Type I or Non-Sitters
Spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine gravierende, vererbbare neuromuskuläre Erkrankung, die durch eine Mutation im SMN1-Gen verursacht wird und zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie einer verkürzten Lebenserwartung führt. Ziel dieser Arbeit ist es, die ethischen Konflikte bei der pflegerischen Versorgung und Behandlung von Kindern mit SMA Typ I zu untersuchen, die beruflichen und persönlichen Konsequenzen für die Pflegefachpersonen zu erfassen und die angewendeten bzw. gewünschten Umgangsstrategien darzustellen. Diese Informationen wurden in Form von Leitfadeninterviews mit Pflegefachpersonen, die auf einer neuropädiatrischen Station tätig sind, erhoben und analysiert. Ethische Konflikte bei der pflegerischen Versorgung von Kindern mit SMA Typ I entstanden hauptsächlich im Zusammenhang mit der Fortführung der medikamentösen Therapie und der Palliativversorgung. Die Verzögerung von Elterngesprächen bezüglich der Einleitung von palliativen Maßnahmen wurde als große Belastung für die pflegerische Arbeit empfunden. Zudem fiel die pflegerische Einschätzung der allgemeinen palliativen Versorgung der Station besonders negativ auf, sei es aufgrund ineffektiver interprofessioneller Zusammenarbeit oder Mängeln in der Umsetzung der medikamentösen Behandlung. Als Konsequenz wurden vor allem psychische und emotionale Belastungen beschrieben, die aus diesen ethischen Konflikten resultierten. Umgangsstrategien wie spontane Teamgespräche, Entspannungstechniken oder Ablenkungsaktivitäten wurden genannt. Als Fazit wird ein verstärkter Fokus auf regelmäßige ethische Schulungen, strukturierte Supervisionen und Fallbesprechungen sowie eine bessere Nutzung von Ethikkomitees empfohlen, um sowohl die Versorgungsqualität als auch das Wohlbefinden des Pflegepersonals zu verbessern. Schlüsselwörter: Pflege, Ethik, Spinale Muskelatrophie, KrankenhausSpinal Muscular Atrophy (SMA) is a severe, hereditary neuromuscular disorder caused by a mutation in the SMN1 gene, leading to significant health impairments and a shortened life expectancy. The aim of this study is to investigate the ethical conflicts in the nursing care and treatment of children with SMA Type I, to capture the professional and personal consequences for the nursing staff, and to outline the applied and desired coping strategies. This information was collected and analyzed in terms of semi-structured interviews with nursing professionals working on a neuropediatric ward. Ethical conflicts in the nursing care of children with SMA Type I mainly arose in the context of continuing medical therapy and palliative care. The delay in parental discussions regarding the initiation of palliative measures was perceived as a significant burden on nursing work. Additionally, the nursing as-sessment of the general palliative care on the ward was particularly negative, either due to ineffective interprofessional collaboration or deficiencies in the implementation of medical treatment. Consequently, psychological and emotional burdens that resulted from these ethical conflicts were described. Coping strategies such as spontaneous team discussions, relaxation techniques, and distraction activities were mentioned. As a conclusion, a heightened focus on regular ethical training, structured supervision, case discussions, and better utilization of ethics committees is recommended to improve both the quality of care and the well-being of nursing staff. Keywords: nursing, ethics, spinal muscular atrophy, hospita
Bedarfserhebung zur sicheren Unterstützung von Mahlzeiten in Pflegeheimen durch das Personal
Hintergrund: Die Unterstützung von Mahlzeiten stellt in Pflegeheimen aufgrund der hohen Prävalenz von Schluckstörungen eine alltägliche Aufgabe für das Personal dar. Das Pflegeheimpersonal muss infolge der logopädischen Unterversorgung vermehrt für das Thema Schluckstörungen sensibilisiert und in die Versorgung miteinbezogen werden. Ziel dieser Bachelorthesis ist es, einen Fragebogen zur Feststellung der Bedarfe zur sicheren Unterstützung von Mahlzeiten in Pflegeheimen zu entwickeln. Die Kerninhalte der Self-Determination Theory und die durch das Center for Self-Determination Theory bereits veröffentlichten, validierten Fragebögen zur Bedarfserhebung bilden die Grundlage des entwickelten Fragebogens. Inhaltlich stützt sich der Fragebogen auf die Expertenstandards in der Pflege, Leitlinien und die relevanten Aspekte der Ausbildungsrahmenpläne. Methode: Resultierend aus den formulierten Hypothesen wurde der Fragebogen inhaltlich in sechs Kategorien eingeteilt. Darauf folgte die Formulierung der Items sowie die Skalierung der Antwortmöglichkeiten anhand der Likert-Skala. Ergebnisse: Es wurde ein dreiseitiger Fragebogen mit sechs Fragen zu den soziodemographischen Daten der Proband*innen und 28 Items zur Erhebung der Bedarfe des Pflegeheimpersonals zur sicheren Unterstützung von Mahlzeiten entwickelt. Schlussfolgerung: Die verwendete Literatur orientiert sich an der optimalen Versorgung von Schluckstörungen. Inwiefern sich dies auf den Pflegealltag übertragen und anwenden lässt, ist mit dem zuständigen Personal zu diskutieren. Um die Anwendbarkeit des Fragebogens zu ermitteln, wird zukünftig ein Pretest mit Proband*innen der Zielgruppe durchgeführt. Schlüsselwörter: Dysphagie, Presbyphagie, Pflegeheim, Fragebogen, BedarfserhebungBackground: Many elderly people in nursing homes are suffering from dysphagia. That's why nurses have to assist them with meals in their daily work routine. The nursing home staff must be sensitized to the issue of swallowing disorders and needs to be more integrated into the care of people with swallowing disorders due to swallowing therapeutic undersupply. The aim of this bachelorthesis is developping a questionnaire to ascertain the needs of the staff for the safe support of meals. The basis of the questionnaire consists of the content of Self-Determination Theory and the validated questionnaires already published by the Center for Self-Determination Theory. The content of the questionnaire refers to expert standards in care, guidelines and relevant aspects of the nursing curriculum. Method: As a result of the formulated hypotheses, the content of the questionnaire was divided into six categories. Subsequently the items of the questionnaire and the scaling of the response options using the Likert scale got phrased. Results: A three-page questionnaire was developed with six questions on the sociodemographic data of the experimentee and 28 items to collect the needs of nursing home staff for the safe support of meals. Conclusion: The literature used is based on the optimal treatment of swallowing disorders. The extent to which this can be applied to everyday care needs to be discussed with the responsible staff. In order to define the applicability of the questionaire, a pretest will be performed with experimentees. Keywords: dysphagia, presbyphagia, nursing home, questionnaire, survey of requirement
FEES bei neurogenen Dysphagien: Eine deskriptive Datenanalyse zur Anwendungsdynamik in Kliniken. In Kooperation mit dem BARMER Institut für Gesundheitsforschung
Hintergrund: Die FEES stellt ein wichtiges Diagnostikinstrument zur Planung des Dysphagiemanagements dar und kann Behandelnde bei der klinischen Entscheidungsfindung unterstützen. 2014 wurde ein FEES-Curri-culum zur Vereinheitlichung der Untersuchungsstandards eingeführt, wel-ches laut einer Studie (Wehner et al., 2021) die FEES-Nutzung maßgeblich vorangetrieben hat. Ziel dieser Bachelorthesis ist es dahingehend die Durchführungsdynamik der FEES in Kliniken retrospektiv über einen zehn Jahreszeitraum, auch im Hinblick auf verschiedene neurologische Erkrankungen, zu beschreiben und in Zusammenhang mit der Einführung des FEES-Zertifikats zu bringen. Des Weiteren sollen die Ergebnisse hinsichtlich des Dys-phagiemanagements interpretiert und diskutiert werden. Methodik: Auf Grundlage einer durch das BARMER-Institut für Gesund-heitsforschung durchgeführten Datenanalyse, mittels im Vorfeld ausgewählter Kodierungskriterien, wurden die Daten anhand deskriptiver Methoden, hinsichtlich der Durchführungsdynamik im Längsschnitt bewertet, versucht in Zusammenhang mit dem FEES-Curriculum zu bringen und in die Bedeutung für das Dysphagiemanagement einzuordnen. Ergebnisse: Die Auswertung der Daten hat gezeigt, dass sich die FEES-Befundung seit Einführung des FEES-Curriculums im klinischen Set-ting mehr als verdreifacht hat. Ebenso zeigt sich eine positive Durchfüh-rungsdynamik in Bezug auf Fälle mit Tracheotomie oder Beatmung. Die Ergebnisse weisen darüber hinaus darauf hin, dass die FEES die Prävalenz von Aspirationspneumonien beeinflussen kann. Generell ist vor allem bei zerebrovaskulären Erkrankungen ein kontinuierlicher Anstieg der FEES sichtbar. Bei Fällen mit MS zeigten sich hingegen über den gesamten Betrachtungszeitraum Schwankungen. Schlussfolgerung: Die FEES etabliert sich zunehmend im klinischen Setting. Jedoch werden Entscheidungen für das Dysphagiemanagement weiterhin größtenteils auf Grundlage subjektiver Verfahren getroffen. Vor allem bei der Diagnostik von MS-Erkrankten scheint der FEES noch wenig Bedeutung zugesprochen zu werden. Schlüsselwörter: Fiberendoskopische Evaluation des Schluckens (FEES), neurogene Dysphagie, FEES-Curriculum, DysphagiemanagementBackground: The FEES represents an important diagnostic tool for planning dysphagia management and can support practitioners in clinical decision-making. In 2014 a FEES-curriculum was introduced to unify operation standards, which, according to a study (Wehner et al., 2021), significantly advanced the use of FEES. The aim of this bachelor's thesis is to describe the implementation dynamics of FEES in clinics over a ten-year period, also with regard to various neurological diseases, and to bring it in connection with the introduction of the FEES certificate. Furthermore, the results will be interpreted and discussed with regard to dysphagia management. Method: Based on a data analysis carried out by the BARMER Institute for Health Research using pre-selected coding criteria, the data were evaluated longitudinally using descriptive methods with regard to the implementation dynamics, the relation to the FEES-curriculum and to classify the importance for dysphagia management. Results: The evaluation of the data has shown that FEES operations have more than tripled since the introduction of the FEES-curriculum in the clinical setting. There are also positive implementation dynamics with regard to cases with tracheostomy or intubation. The results also indicate that FEES can influence the prevalence of aspiration pneumonia. In general, a continuous increase in FEES is visible, especially in cerebrovascular diseases. In cases with MS, however, there were fluctuations over the entire observation period. Conclusion: FEES are increasingly becoming established in clinical settings. However, decisions for dysphagia management continue to be made predominantly based on subjective diagnostics. The FEES still seems too little important, especially when diagnosing people with MS. Keywords: flexible endoscopic evaluation of swallowing (FEES), neurogenic dysphagia, FEES-curriculum, dysphagia managemen