Publikationsserver HAWK.EDOC (Hochschule für an gewandte Wissenschaft und Kunst)
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Krankenhausreform 2025: Chancen und Herausforderungen für die Soziale Arbeit im Krankenhaus
Hebamme werden: Umgang mit Macht, Gewalt und Übergang in der Hebammenausbildung: Ein Scoping Review
Obstetric violence (OV) is a deeply ingrained issue within maternity care, shaping both professional practice and the educational experiences of midwifery students. This scoping review explores how OV impacts midwifery students during their undergraduate education, using biopower, liminality, and rites of passage as theoretical frameworks. Mapping the existing evidence in the fourteen included publications, three key themes related to students’ exposure to and internalization of OV within clinical training were highlighted. Findings are categorized into three major dimensions. First, the individual dimension reveals the merging of biopower and liminality, where students struggle with ethical dilemmas, emotional distress, and the pressure to conform to hierarchical norms that normalize OV. Second, the institutional di-mension examines rites of passage within obstetric settings, illustrating how students navigate institutional expectations, power imbalances, and professional identity formation. Third, the systemic dimension highlights the ongoing reproduction of the modern obstetric institution, demonstrating how students become embedded in a system that perpetuates OV through medicalized protocols, surveillance, and disciplinary power. This review underscores the profound and multifaceted impact of OV on midwifery students, shaping their perceptions, coping mechanisms, and professional trajectories. Addressing these challenges requires critical engagement with education, clinical mentorship, and structural reforms in maternity care. By integrating insights from biopower, liminality, and rites of passage, this study contributes to a deeper understanding of how OV influences midwifery training and calls for transformative approaches to ethical and compassionate birth care. Keywords: obstetric violence, midwifery education, biopower, liminality, rite of passagesGeburtshilfliche Gewalt ist tief in der Geburtshilfe verankert und prägt sowohl die berufliche Praxis als auch die Ausbildungserfahrungen von Hebammenstudierenden. Dieses Scoping Review untersucht die Auswirkungen von geburtshilflicher Gewalt auf Studierende während ihres Studiums, gestützt auf die Konzepte Biopower, Liminalität und Übergangsriten. Die Analyse von vierzehn Studien hebt drei zentrale Dimensionen hervor. Die individuelle Dimension zeigt, dass Studierende mit ethischen Dilemmata, emotionaler Belastung und dem Druck konfrontiert sind, sich an hierarchische Normen anzupassen, die zur Normalisierung geburtshilflicher Gewalt beitragen. Die institutionelle Dimension verdeutlicht, wie Übergangsriten in der Geburtshilfe Machtungleichgewichte festigen und die berufliche Identitätsbildung beeinflussen. Die systemische Dimension beschreibt, wie medizinische Protokolle, Überwachung und disziplinarische Strukturen geburtshilfliche Gewalt reproduzieren. Die Ergebnisse verdeutlichen die tiefgreifenden Auswirkungen auf Wahrnehmung, Bewältigungsstrategien und den beruflichen Werdegang der Studierenden. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind kritische Reflexion in der Ausbildung, Praxisanleitung und strukturelle Reformen erforderlich. Die Konzepte Biopower, Liminalität und Übergangsriten bieten dabei eine tiefere Auseinandersetzung der Problematik und unterstreichen die Notwendigkeit transformierender, ethischer und mitfühlender Geburtshilfeansätze. Schlüsselwörter: Geburtshilfliche Gewalt, Hebammenausbildung, Biopower, Liminalität, Übergangsrite
Der Einfluss von moderatem Fitnesstraining während der Schwangerschaft auf die Sectiorate: Ein Scoping Review
Theoretischer Hintergrund: Die Sectioraten weltweit steigen kontinuierlich an. In Deutschland hat sich die Rate in den letzten 30 Jahren verdoppelt und befindet sich bei etwa 30 % aller Geburten. Aufgrund der kurz- und langfristigen Folgen, welche eine Sectio für Gebärende und Neugeborene mit sich bringen kann, wird das Ziel verfolgt, diese Rate zu senken. Es ist bekannt, dass Fitnesstraining Schwangerschaft und Geburt positiv beeinflussen kann. Gewisse Faktoren, wie der Schwangerschaftsdiabetes und verlängerte Geburtsphasen, welche zu einer Erhöhung der Sectiorate führen, können durch Fitnesstraining in der Schwangerschaft reduziert werden. Ob infolgedessen moderates Fitnesstraining in der Schwangerschaft einen Einfluss auf die Sectiorate besitzt, wird in der vorliegenden Arbeit evaluiert. Methode: Um den aktuellen Forschungsstand darzustellen, wurde ein Scoping Review erstellt. Zunächst wurde in den Datenbanken PubMed, Web of Science und EBSCO eine systematische Literaturrecherche durchgeführt. In der anschließenden Literaturauswahl konnten 10 relevante Studien ausfindig gemacht werden. Die Ergebnisse der Studien wurden extrahiert und Tendenzen zur Beantwortung der Fragestellung erarbeitet. Ergebnisse: Es konnte evaluiert werden, dass moderates Fitnesstraining einen senkenden Einfluss auf die Sectiorate in Deutschland nehmen kann. Hierbei scheint das Setting ausschlaggebend zu sein. Die Variablen Zeitraum, Bewegungsart und Häufigkeit beeinflussen die Wirkung. Es konnten Tendenzen gefunden werden, dass das Training im dritten Schwangerschaftstrimester einen besonderen Stellenwert einnimmt und in einer Häufigkeit von 1-3-mal die Woche stattfinden sollte. Tendenzen bezüglich der Bewegungsart waren unsicher. Schlussfolgerung: Moderates Fitnesstraining in der Schwangerschaft besitzt das Potential die Sectiorate zu senken. Es ist weitere Forschung notwendig, um die Zusammenhänge zu evaluieren und Handlungsempfehlungen bezüglich des Settings geben zu können. Schlüsselwörter: Schwangerschaft, Fitnesstraining, Sectio Caesarea, Sectiorate, GeburtsmodusBackground: The worldwide caesarean section rates are rising continuously. In Germany, the rate has doubled in the last 30 years and accounts for around 30 % of all births. Due to the short- and long-term consequences that a caesarean section can have for persons giving birth and newborns, the aim is to reduce this rate. It is known that fitness training during pregnancy can have a positive influence on pregnancy and birth. Certain factors such as gestational diabetes and prolonged stages of labour, which lead to an increase in the caesarean section rate, can be reduced by fitness training during pregnancy. This study evaluates whether moderate fitness training during pregnancy has an influence on the caesarean section rate. Methods: A scoping review was carried out to present the current state of research. First, a systematic literature search was conducted in the PubMed, Web of Science and EBSCO databases. In the following selection of literature, 10 relevant studies were identified. The results of the studies were extracted and trends were identified to answer the research question. Results: It was possible to evaluate that moderate fitness training can have a lowering influence on the sectiorate in Germany. The setting appears to be decisive here. The variables time period, type of exercise and frequency influence the effect. There were tendencies that training in the third trimester of pregnancy is particularly important and fitness training should take place at a frequency of 1-3 times a week. Trends regarding the type of exercise were uncertain. Conclusion: Moderate fitness training during pregnancy has the potential to reduce the caesarean section rate. Further research is needed to evaluate the correlations and to be able to give recommendations for action regarding the setting. Keywords: pregnancy, fitness training, caesarean section, caesarean section rate, modus of birt
Comparison and analysis of international clinical guidelines in midwifery
Theoretischer Hintergrund: Die Latenzphase ist als Beginn der Geburt eine bedeutende Phase für schwangere Menschen. Hebammen sind erste Ansprechpersonen für die Gedanken, Ängste und Bedürfnisse der schwangeren Menschen und beraten die Familien. Leitlinien bündeln evidenzbasiertes Wissen und spiegeln das Gesundheitssystem des jeweiligen Landes wider. International gibt es Unterschiede in den Empfehlungen. Methode: In der Arbeit werden die deutschen und dänischen Leitlinien auf ihre Empfehlungen für die Betreuung in der Latenzphase hin verglichen und analysiert. Anhand der Punkte Massage, Quaddeln, PDA und frühe Amniotomie werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersucht und beleuchtet, wie diese entstehen. Ergebnisse: Die beiden Leitlinien gehen in ihrer Evidenzsynthese verschieden vor und argumentieren und präsentieren diese auf unterschiedliche Weise. Trotz unterschiedlicher Datengrundlagen kommen die Leitlinienverfasser*innen zu sehr ähnlichen Empfehlungen, was die Vielfältigkeit der Evidenz zeigt und die Ähnlichkeit der beiden Systeme unterstreicht. Durch aktuelle Studien konnten die Empfehlungen erweitert werden. Schlussfolgerung: Das kontinuierliche Überarbeiten von Leitlinien ist essentiell für eine qualitative Arbeit. Weitere Forschung wird benötigt. In weiterführender Forschung könnten die Implementationsmethoden und -erfolge in Deutschland und Dänemark miteinander verglichen werden. Dies wäre sowohl qualitativ als auch quantitativ durchführbar. Schlüsselwörter: Leitlinien, Deutschland, Dänemark, Latenzphase, HebammenbetreuungTheoretical background: The early/latent phase is an important phase for pregnant women at the beginning of labour. Midwives are the first point of contact for the thoughts, fears and needs of pregnant people and help families. Clinical guidelines summarize evidence-based knowledge and reflect the healthcare system of the respective country. Internationally, there are differences in the recommendations. Method: In this paper, the German and Danish clinical guidelines are compared and analysed with regard to their recommendations for care in the latent stage of labor. Differences and similarities are analysed with reference to massage, sterile water injections, epidural anesthesia and early amniotomy and how these differences arise. Results: The two clinical guidelines approach their evidence synthesis differently and argue and present it in different ways. Despite different data, the authors of the clinical guidelines arrive at similar recommendations, which shows the diversity of evidence and underpins the similarity of the two systems. The recommendations could be expanded through current studies. Conclusion: The continuous revision of guidelines is essential for qualitative work. Further research is needed. This could be done by comparing the implementation methods and success in Denmark and Germany. Further research can be done both qualitatively and quantitatively. Keywords: clinical guidelines, Denmark, Germany, early stage of labor, midwifer
Voice therapy for trans* women in speech and language therapy
Theoretischer Hintergrund: Trans* Menschen werden in Deutschland zunehmend sichtbar, wodurch ein wachsender Bedarf an spezialisierter Gesundheitsversorgung besteht. Viele trans* Personen leiden unter Geschlechtsdysphorie, was häufig mit psychosozialen Belastungen einhergeht, und sind von Diskriminierungserfahrungen betroffen. Auch die Stimme spielt dabei eine wichtige Rolle. Insbesondere trans* Frauen sind daher besonders auf logopädische Unterstützung angewiesen sind. Methodik: Um die Forschungsfrage zu beantworten, welche Inhalte und Kompetenzen bezüglich der Stimmtherapie für trans* Frauen in das Curriculum des ausbildungsintegrierenden dualen Studiengangs Therapiewissenschaften, Studienrichtung Logopädie am Gesundheitscampus Göttingen integriert werden können, wurde eine systematischen Literaturrecherche durchgeführt. Auf Basis von Ergebnissen aus den Datenbanken MEDLINE via PubMed, speechBITE, SpringerLink und LIVIVO wurde herausgearbeitet, welche Therapieinhalte und Kompetenzen für Logopäd*innen bei einer Stimmtransition relevant sind. Es wurden sieben Studien in die Auswertung einbezogen und mit Hilfe der CASP-Checklisten qualitativ bewertet. Ergebnisse: Die vorhandenen Inhalte des Curriculums werden mit den An-forderungen an eine trans*-sensible Versorgung abgeglichen. Viele grundlegende Aspekte zu therapeutischem Verhalten und Stimmtherapie sind bereits im Curriculum verankert. In verschiedenen Modulen besteht die Möglichkeit, weiteres Wissen zu Trans*identität, Therapieinhalten der Stimmtransition und Diversitätskompetenzen aufzubauen. Aufgrund der Notwendigkeit spezialisierter Dozent*innen und fehlenden zeitlichen Kapazitäten werden jedoch nicht alle Aspekte in das Curriculum integriert werden können. Schlussfolgerung: Diese Arbeit zeigt die Relevanz trans*-spezifischer Kompetenzen von Logopäd*innen. In das Curriculum können vor allem Grundlagenwissen zu Trans*identität, ein Überblick über Therapiebausteine der Stimmtransition und Diversitätskompetenzen integriert werden. Schlüsselwörter: Logopädie, Stimmtherapie, trans* Frauen, Diversität, CurriculumBackground: Trans* people are becoming increasingly visible in Germany, and there is a growing demand for specialized healthcare. Many trans* individuals experience gender dysphoria, which is often accompanied by psy-chosocial stress and discrimination. Voice plays an important role in this. Especially trans* women are reliant on Speech and Language Therapy support. Methods: To answer the research question, which trans*-specific competen-cies and therapy contents can be integrated into the curriculum of the coop-erative dual degree program in Therapy Sciences with a focus on Speech and Language Therapy at Gesundheitscampus Göttingen, a systematic literature review was conducted. Based on results from the databases MED-LINE via PubMed, speechBITE, SpringerLink and LIVIVO, the therapeutic content and competencies relevant for Speech and Language therapists for voice transition were identified. In total seven studies were included and eval-uated based on the CASP-Checklists. Results: The existing content of the curriculum is being compared with the requirements for trans*-sensitive care. Many fundamental aspects of therapeutic behavior and voice therapy are already anchored in the curriculum. Various modules offer the opportunity to build further knowledge about trans* identity, therapy content for voice transition, and diversity skills. However, due to the need for specialized lecturers and a lack of time, not all aspects can be integrated into the curriculum. Conclusion: The thesis shows the relevance of trans*-specific competen-cies of Speech and Language therapists. Primarily basic knowledge about trans*identity, an overview of therapy components for voice transition, and diversity skills can be integrated into the curriculum. Keywords: speech and language therapy, voice therapy, trans* women, diversity, curriculu
The Guest Student Programme as a Bridge to the Labour Market: Potentials of Academic Continuing Education for Employable Jobseekers
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Bedarfs an durchlässigen Bildungsformaten untersucht diese Masterarbeit das Potenzial des Gasthörerstudiums als arbeitsmarktpolitisches Instrument. Leitend ist die Forschungsfrage: „Inwieweit trägt das Gasthörerstudium zur (Re-)Integration von erwerbsfähigen Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt bei?“ Methodisch wurde ein qualitativ-exploratives Design mit vier leitfadengestützten Experteninterviews durchgeführt, mit einer erwerbsfähigen Arbeitssuchenden Person, einer Mitarbeitenden eines arbeitsmarktforschenden Instituts, einem Personalverantwortlichen sowie zwei Dozent*innen einer Hochschule. Die Auswertung erfolgte hierbei mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Ergebnisse zeigen, dass das Format zwar formal offen ist, jedoch insbesondere innerhalb der öffentlichen Arbeitsvermittlung und bei der adressierten Zielgruppe erwerbsfähiger Arbeitsuchender kaum bekannt ist, wodurch der Zugang erschwert wird. Arbeitgeber werten hierbei dokumentierte Gasthörerleistungen als positives Signal im Sinne der Eigeninitiative. Zudem verhindern heterogene Landesregelungen, uneinheitliche Prüfungszugänge und die fehlende Verankerung in förderrelevanten Systemen der Sozialgesetzbücher bislang eine strategische Nutzung. Die Arbeit schlussfolgert, dass das Gasthörerstudium eine kosteneffiziente, motivationsfördernde Maßnahme sein kann, um erwerbsfähige Arbeitssuchenden Personen den Weg zu wissenschaftlicher Weiterbildung zu öffnen. Erforderlich sind jedoch einheitliche Prüfungsrechte, ein hochschulkompatibles zertifiziertes Anerkennungsverfahren („HZAV-light“) sowie institutionalisierte Kooperationen zwischen Hochschulen und öffentlicher Arbeitsvermittlung, um das Format gezielt im Kontext öffentlich geförderter Weiterbildung zu etablieren. Schlüsselwörter: Arbeitsmarktintegration, erwerbsfähige Arbeitssuchende, Gasthörerstudium, Micro-Credentials, wissenschaftliche WeiterbildungAgainst the backdrop of demographic change and the need for flexible educational formats, this master's thesis examines the potential of the guest student program ("Gasthörerstudium") as a labor market policy instrument. The guiding research question is: “To what extent does the guest student program contribute to the (re-)integration of employable job seekers into the labor market?” A qualitative-exploratory design was employed, involving four guidelinebased expert interviews: one with an employable job seeker, one with an employee from a labor market research institute, one HR representative, and two lecturers from a university. The data was analyzed using qualitative content analysis according to Mayring. The results show that, while the format is formally open, it is largely unknown within public employment services and among the target group of employable job seekers, thus hindering access. Employers view documented guest student participation as a positive signal of individual initiative. However, heterogeneous state regulations, inconsistent access to examinations, and the lack of integration into relevant funding systems under the Social Security Codes currently prevent strategic use. The thesis concludes that the guest student program can be a costeffective and motivational measure to open pathways to academic continuing education for employable job seekers. However, standardized examination rights, a university-compatible certified recognition process (“HZAV-light”), and institutionalized cooperation between universities and public employment services are necessary to establish the format as a targeted element of publicly funded continuing education. Keywords: employable jobseekers, guest student programme, labour market integration, micro-credentials, university continuing educatio
Development of a concept for community health nursing in the Altmarkkreis Salzwedel, Saxony-Anhalt
Theoretischer Hintergrund: Community Health Nursing (CHN) ist ein international etabliertes Konzept zur Stärkung der Primärversorgung. Während CHN in vielen europäischen Ländern fester Bestandteil der Primärversorgung ist, gibt es in Deutschland aktuell nur wenige Modellprojekte. Potenzial bietet CHN für ländliche Regionen mit gesundheitlichen Versorgungsengpässen. Aufgrund diverser Ursachen, z.B. dem aktuellen und sich zukünftig verstärkenden Allgemeinmediziner*innenmangel, besteht im Altmarkkreis Salzwedel eine gesundheitliche Unterversorgung. Daraus ergibt sich folgende Frage bzw. Zielsetzung: Welche positiven Mehrwerte von Community Health Nursing-Projekten bzw. Konzepten werden in der wissenschaftlichen Literatur identifiziert und inwiefern können diese Erkenntnisse auf die Ausgangssituation des Altmarkkreis Salzwedel übertragen werden. Methode: In der vorliegenden Arbeit wird auf der Grundlage von CHN-Projekten, welche in einer Literaturrecherche erfasst worden sind, Expert*innengesprächen und einer Analyse der Region Salzwedel ein Konzept für das CHN erstellt. Ergebnisse: Es können fünf mögliche Projekte und Modelle ermittelt werden. Die Stärken und Schwächen werden bei der Konzeptentwicklung berücksichtigt. Das erstellte Konzept umfasst, bezogen auf den Altmarkkreis Salzwedel: Ziele, Zielgruppe, Aufbau bzw. Strukturen, Personal und die Kooperation sowie Finanzierung. Schlussfolgerung: Strukturelle Herausforderungen bestehen in Fragen der rechtlichen Imple-mentierung, Finanzierung und Personalgewinnung. Dennoch verdeutlichen sowohl internationale als auch erste nationale Pilotprojekte die Chancen von CHN als zukunftsorientiertes Versorgungsmodell, insbesondere in unterver-sorgten Regionen. Empfohlen wird, das entwickelte Konzept zunächst modellhaft in einer Gemeinde umzusetzen und die Erkenntnisse für eine effiziente Etablierung zu nutzen. Schlüsselwörter: Community Health Nursing, Primärversorgung, Unterversorgung, ländliche Regionen, Modelle bzw. Projekte, AltmarkTheoretical background: Community health nursing (CHN) is an internationally established concept for strengthening primary care. While CHN is an integral part of primary care in many European countries, there are currently only a few pilot projects in Germany. CHN offers potential for rural regions with healthcare bottlenecks. Due to various causes, e.g., the current and future shortage of general practitioners, there is a lack of healthcare provision in the Altmark district of Salzwedel. This raises the following question or objective: What positive added value of community health nursing projects or concepts is identified in the scientific literature, and to what extent can these findings be applied to the initial situation in the Altmarkkreis Salzwedel district? Method: In this paper, a concept for CHN is developed based on CHN projects identified in a literature review, expert interviews, and an analysis of the Salzwedel region. Results: Five possible projects and models can be identified. The strengths and weaknesses are taken into account in the concept development. The concept developed for the Altmarkkreis Salzwedel district includes: objectives, target group, structure, personnel, cooperation, and financing. Conclusion: Structural challenges exist in terms of legal implementation, financing, and recruitment. Nevertheless, both interna-tional and initial national pilot projects highlight the opportunities offered by CHN as a future-oriented care model, especially in underserved regions. It is recommended that the developed concept be implemented initially as a model in one community and that the findings be used to establish it efficiently. Keywords: Community Health Nursing, primary care, undersupply, rural regions, models and projects, Altmar
The Therapeutic Relationship in Speech-Language Pathology Care of Trans Individuals
Im Bereich der Logopädie wurde die therapeutische Beziehung (TB) bis-lang nur am Rande wissenschaftlich untersucht – obwohl sie als grundlegender Wirkfaktor gilt. Insbesondere im Umgang mit trans* Personen, deren Versorgung angesichts gesellschaftlicher Veränderungen zunehmend in den Fokus rückt, existieren bislang kaum Studien. Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Aspekte der therapeutischen Beziehung in der logopädischen Versorgung von trans* Personen bedeutsam sind. Hierzu wurden auf Basis einer systematischen Literaturrecherche 11 wissenschaftliche Artikel aus den Jahren 2005- 2025 in den Datenbanken MEDLINE via PubMed, CINAHL, Livivio und PubPsych analysiert. Es konnten sowohl allgemeine Be-ziehungskompetenzen wie Empathie und Transparenz als auch spezifische Anforderungen – etwa fundiertes Wissen zu geschlechtlicher Vielfalt, stimm-therapeutische Expertise und Sensibilität für Diskriminierungserfahrungen – als zentrale Einflussfaktoren identifiziert werden. Defizite in diesen Berei-chen können die TB erheblich beeinträchtigen und den Behandlungsverlauf gefährden, während externe Rahmenbedingungen wie gesellschaftliche Stigmatisierung und institutionelle Vorgaben zusätzliche Einflussfaktoren darstellen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass eine individuell zugeschnittener, diversitätssensibler und reflektiver Ansatz essenziell ist, um trans* Personen in der Logopädie angemessen zu begleiten. Die Aussagekraft der Arbeit wird durch die begrenzte Datenlage und die geringe Zahl spezifischer Studien eingeschränkt; dennoch liefert sie wichtige Impulse für Praxis und Forschung. Weitere empirische Studien sind nötig, um die herausgearbeiteten Einflussfaktoren zu validieren und differenzierte Handlungsanleitungen für die Praxis zu entwickeln. Schlüsselwörter: trans* Personen, therapeutische Beziehung (TB), logopädische Versorgung, StimmtransitionAlthough the therapeutic relationship (TR) is regarded as a fundamental factor in speech and language therapy, it has received limited scientific attention to date. This gap is particularly evident regarding trans individuals, for whom evolving societal awareness is bringing their healthcare needs into sharper focus. This thesis examines the key elements of the therapeutic relationship that are relevant in the speech-language therapy of trans clients. To this end, a systematic review of the academic literature published between 2005 and 2025 was conducted, drawing on MEDLINE via PubMed, CINAHL, Livivio, and PubPsych databases. The analysis reveals that both general relational competencies—such as empathy and transparency—and specific requirements, including comprehensive knowledge of gender diversity, expertise in voice modification, and sensitivity to experiences of discrimination, are central to successful therapy with this group. Deficits in these areas can significantly impede the therapeutic process, while external factors such as social stigma and institutional policies pose additional challenges. The results underscore the necessity of an individualized, diversity-sensitive, and reflective approach in working with trans* individuals in speech-language therapy. Although the scope of this thesis is limited by the small evidence base and the scarcity of targeted studies, it nonetheless offers valuable impulses for clinical practice and future research. Additional empirical studies are required to validate these influencing factors and develop more differentiated clinical guidelines. Keywords: trans people – therapeutic relationship (TR) – speech-language-therapy – voice modificatio
Blood Flow Restriction Training in Physical Therapy – Indications and Evidence: An Umbrella Review
Okklusionstraining hat sich in den letzten Jahren im Sportbereich als effektive Trainingsmethode unter Verwendung geringer externer Lasten etabliert und wird zunehmend auch in der Rehabilitation eingesetzt. Ziel dieser Arbeit ist es, im Rahmen eines Umbrella Reviews zu untersuchen, bei welchen Krankheitsbildern die Methode positive Auswirkungen auf Schmerz, Funktion, Kraft und Muskelmasse zeigt und wie die Effekte im Vergleich zu hochintensivem Krafttraining zu bewerten sind. Hierfür wurde eine systematische Literaturrecherche in drei Datenbanken (PubMed, PEDro, Cochrane Library) durchgeführt. Eingeschlossen wurden systematische Reviews und Meta-Analysen, die den Einsatz von Okklusionstraining bei physiotherapeutisch relevanten Indikationen untersuchen. Insgesamt wurden 18 Reviews in die Analyse einbezogen. Die methodische Qualität der Studien wurde mithilfe der CASP-Checkliste bewertet. Die Ergebnisse zeigen für verschiedene Anwendungsgebiete (u.a. Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes, Gonarthrose, Sarkopenie) signifikante Vorteile von Okklusionstraining mit niedrigen Lasten im Vergleich zu der gleichen Trainingsform ohne Okklusion. Im Vergleich zu Krafttraining mit hoher Last zeigt Niedriglast-Okklusionstraining für die meisten Outcomes ähnliche Ergebnisse, jedoch keine Überlegenheit. Aufgrund der geringeren Belastung kann es jedoch eine wertvolle Alternative darstellen – insbesondere in frühen Rehabilitationsphasen oder bestehenden Kontraindikationen für Krafttraining mit hohen Lasten. Die eingeschlossenen Reviews zeigen eine hohe Heterogenität hinsichtlich Studiendesign, Trainingsparametern und Okklusionsdruck, was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse einschränkt. Es besteht ein hoher Bedarf an standardisierten Anwendungsprotokollen und weiteren Studien zur Langzeitwirksamkeit. Schlüsselwörter: Okklusionstraining, Anwendungsbereiche, Physiotherapie, Praxisempfehlungen, Umbrella ReviewIn recent years, blood flow restriction training (BFRT) has established itself in the sports sector as an effective training method using low external loads and is also increasingly being applied in rehabilitation settings. The aim of this umbrella review is to investigate in which clinical conditions this method has positive effects on pain, function, strength and muscle mass, and how effective it is compared to high-load resistance training (HL-RT). A systematic literature research was conducted in three databases (Pub-Med, PEDro, Cochrane Library). Systematic reviews and meta-analyses that investigate the use of BFRT in physical therapy related contexts were in-cluded. A total of 18 reviews were included in the analysis. The methodological quality of the studies was assessed using the CASP checklist. The results demonstrate significant advantages of low-load BFRT (LL-BFRT) compared to low-load resistance training (LL-RT) without occlusion in various clinical applications (e.g. ACL reconstruction, knee osteoarthritis, sarcopenia). Compared to HL-RT, LL-BFRT showed similar effects in most outcomes but not superior ones. Due to lower mechanical load, it may be a valuable alternative - especially in early rehabilitation phases or in cases where HL-RT is contraindicated. The included reviews show high heterogeneity in terms of study design, training parameters and occlusion pressure, a thing that limits the comparability of the results. There is a strong need for standardized application protocols and further research on long-term effects. Keywords: blood flow restriction training, applications, physical ther-apy, recommendations, umbrella revie
Tagungsband - 1 . Konferenz zur Norddeutschen Wärmeforschung
Die 1. Konferenz zur Norddeutschen Wärmeforschung fand vom 8. Juni bis 9. Juni 2023 in Göttingen statt und wurde von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen ausgerichtet. Die Konferenz ging aus den Aktivitäten der Fachgruppe „Wärme“ der norddeutschen Forschungsverbünde Bremens, Hamburgs, Mecklenburg-Vorpommerns, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins hervor. Die Ziele der Konferenz waren einerseits der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu stärken und andererseits die praktische Umsetzung im Kontext der Wärmewende zu beschleunigen