Publikationsserver HAWK.EDOC (Hochschule für an gewandte Wissenschaft und Kunst)
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Factors influencing midwives‘ decision-making to offer water immersion during labor or birth: A scoping review
Hintergrund: In der Diskussion um die Implementierung der Wassergeburtspraxis in die reguläre Geburtsbegleitung zur Förderung der physiologischen Geburt stehen Hebammen in einem Spannungsfeld zwischen ihren positiven Erfahrungen und dem Ziel einer Frau-zentrierten Betreuung auf der einen Seite sowie einer risikofokussierten Geburtshilfe und der ablehnenden Haltung der Fachgesellschaften und Ärzte auf der anderen Seite. Dies beeinflusst ihre Entscheidung für oder gegen das Anbieten der Gebärwanne. Forschungsziel: Diese Thesis soll einen Überblick über Faktoren geben, welche Hebammen in ihrer Entscheidung beeinflussen, Frauen die Gebärwanne während der Wehen und/ oder zur Geburt anzubieten. Methode: Ein Scoping Review mittels systematischer Literatursuche bei PubMed, CINAHL, Web of Science, Livivo und Cochrane Library im Dezember 2024 wurde durchgeführt. Das Screening erfolgte entlang des PRISMA 2020 Flow Diagram mit Auswahl der Publikationen und Datenextraktion basierend auf PCC-Einschlusskriterien. Ergebnisse: 31 Publikationen wurden eingeschlossen. Es konnten 13 Faktoren, gruppiert in vier Kategorien, identifiziert werden, die Hebammen in ihrer Entscheidungsfindung beeinflussen: Faktoren der Hebamme, der Frau und der Geburt, des Arbeitsumfeldes und des Gesundheitssystems. Schlussfolgerung: Evidenzbasierte, in Kollaboration mit Hebammen erstellte Leitlinien sowie eine präpartale Aufklärung zur Wassergeburt fördern die partizipative und informierte Entscheidung der Frauen. Eine Physiologie- und Frau-zentrierte Geburtskultur ist entscheidend für die Implementierung einer Wassergeburtskultur in Kliniken. Zukünftige Forschung sollte sich auf die Risikoeinschätzung unter Einbeziehung von Hebammenerfahrungen konzentrieren, um auch Frauen mit Risikofaktoren den Zugang zur Gebärwanne zu ermöglichen. Schlüsselwörter: Entscheidungsfindung, Wassergeburt, Hebamme, physi-ologische Geburt, Frau-zentrierte BetreuungBackground: Within the discussion of implementing water immersion into the regular care for laboring women in order to promote physiologic birth, midwives tend to find themselves in a position torn between their own positive experience and a woman-centered approach on the one side and risk-focused childbirth care and the unsupportive attitude of clinicians on the other. Aim: to provide an overview of factors influencing midwives’ decision-making to offer the use of birthing pools during labor and/ or birth. Methods: A scoping review was conducted. PubMed, CINAHL, Web of Science, Livivo and Cochrane Library databases were searched in December 2024. Results were screened along PRISMA 2020 flow diagram. Selection of publications and data charting process was conducted based on PCC inclusion criteria. Results: 31 publications were included. 13 factors influencing midwives’ decision-making, grouped into four categories, were identified: factors related to the midwife, factors related to the woman and the birth, organisational factors and health system related factors. Conclusion: Evidence-based guidelines developed in collaboration with midwifes as well as antepartum information on water immersion facilitate shared decision-making and informed choice for women. A care culture focused on physiology with a woman-centered approach is critical for implementing water immersion in hospital birth settings. Future research is advised to focus on risk assessment involving midwives’ experience to also enable women with risk factors to use water immersion during birth. Keywords: decision-making, waterbirth, midwife, physiologic birth, woman-centered car
Physiotherapeutische Patient*innen-Edukation bei Frozen Shoulder: ein Scoping Review
Die Frozen Shoulder ist eine komplexe Krankheit des Schultergelenks, die sich zunächst durch starke Schmerzen und im weiteren Verlauf durch einen globalen Verlust der Beweglichkeit äußert. Durch den langen Verlauf, das plötzliche Einsetzen und die Schwere der Symptome sind Patient*innen häufig verunsichert und entwickeln negative Illness-Beliefs. Ein essentieller Teil der physiotherapeutischen Behandlung ist die Patient*innen-Edukation. Das Ziel dieses Reviews ist es, einen Überblick über die verfügbare Literatur zu physiotherapeutischer Patient*innen-Edukation bei Frozen Shoulder zu geben, Lücken zu identifizieren und einen Vorschlag einer verbesserten Edukation zu erarbeiten. Es wurde ein Scoping Review in deutscher Sprache mit Daten, die bis November 2024 veröffentlicht wurden, durchgeführt. Die Suche wurde über die Datenbanken PubMed, Cochrane Library und PEDro durchgeführt. Genutzte Search Strings waren „Frozen Shoulder OR Adhesive Capsulits AND Patient Education“, „Frozen Shoulder Education“, „Frozen Shoulder patient education“ und „Frozen Shoulder AND Patient Education“. Die Recherche erfolgte zwischen Oktober und Dezember 2024. Die Ergebnisse wurden anhand des Abstracts und darauffolgend des Volltexts auf Inklusion geprüft. Das Screening wurde von einer Person durchgeführt. Es wurden 68 Ergebnisse gefunden, von denen acht den vom Autoren festgelegten Inklusionskriterien entsprachen. Die Inhalte zur Edukationsgestaltung bei Frozen Shoulder wurden in acht Hauptaussagen zusammengefasst. Es zeigte sich, dass die Datenlage zu der Edukation bei Frozen Shoulder gering ist. Es konnten einige Lücken in der existierenden Evidenz aufgezeigt werden. Schließlich wurde ein Vorschlag zur praktischen Anwendung entwickelt. Schlüsselwörter: Frozen Shoulder, Patient*innen-Edukation, Scoping Review, Handlungsempfehlungen, PhysiotherapieThe frozen shoulder is a complex pathology of the glenohumeral joint, which initially starts with severe pain and progresses gradually to a loss of global range of motion. Because of the long natural history, the sudden onset and severity of the symptoms, a lot of patients get anxious and develop negative illness beliefs. An essential part of the physiotherapy treatment is the patient education. The objective of this review is to map out the available literature on the way patient education is currently being delivered for frozen shoulder, identify gaps and give a suggestion for therapists in practice. A scoping review was conducted in German language, including data released until November 2024. The search was performed using PubMed, Cochrane Library and PEDro. Key search strings were „Frozen Shoulder OR Adhesive Capsulits AND Patient Education“, „Frozen Shoulder Education“, „Frozen Shoulder patient education“ und „Frozen Shoulder AND Patient Education“. The search was conducted between October and December 2024. One investigator screened abstract and full text for inclusion. 68 results were found of which eight met the inclusion criteria. The content was summarized in eight key messages. The current level of evidence is weak. Some gaps in literature and available data were identified. Concludingly a suggestion for the practical application was developed. Keywords: Frozen Shoulder, patient education, scoping review, recommendations, physiotherap
Der Einfluss der Darstellung von Geburt in Filmen und Serien auf die Erwartungshaltung an Geburt von Personen ohne Geburtserfahrung
Frühere Studien haben gezeigt, dass die Darstellung von Geburten im Fernsehen oft klischeehaft, medizinisch und dramatisch ist und die Gebärende als passiv und fremdbestimmt gezeigt wird. Dadurch, dass der Konsum von Filmen und Serien eine sehr beliebte Freizeitaktivität ist, begegnen diese Geburtsdarstellungen den Zuschauenden vermutlich häufiger. Das Fernsehen kann dabei verschiedene Wirkungen auf die Zuschauenden haben und ihre Realitätsvorstellungen beeinflussen. Diese Arbeit beschäftigt sich daher damit, ob Geburtsdarstellungen in Filmen und Serien einen Einfluss auf die Erwartungshaltung an Geburt von Personen ohne Geburtserfahrung haben. Dabei soll näher betrachtet werden, ob die Darstellungen von Geburt medizinisch und die Gebärenden dabei passiv wahrgenommen werden, wie realistisch die Darstellungen eingeschätzt werden, wie sich die Sehdauer auf den Einfluss auswirkt und wie stark dieser generell ausfällt. Die methodische Vorgehensweise bestand in einer quantitativen und standardisierten Online-Befragung von Personen ohne Geburtserfahrung. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen eine mit der Literatur übereinstimmende Wahrnehmung der Befragten von Geburtsdarstellungen, die dabei meist als unrealistisch eingeschätzt werden und überwiegend negative Gefühle in Bezug auf Geburt auslösen. Die meisten Befragten werden von der Darstellung in ihrer Erwartungshaltung an Geburt ein bisschen beeinflusst. Ein Zusammenhang mit der Sehdauer konnte nicht festgestellt werden. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass die Darstellung von Geburt verändert werden sollte und mehr Aufklärung über Geburt, z. B. durch Hebammen, nötig ist. Die Limitation dieser Untersuchung ist die ungleiche Verteilung einiger Merkmale in der Stichprobe, wodurch eine Übertragbarkeit der Ergebnisse nur eingeschränkt möglich ist. Schlüsselwörter: Geburtsdarstellung im Fernsehen, Geburt im Film, Einfluss des Fernsehens, Vorstellung von Geburt, Erwartung an GeburtPrevious studies have shown that the portrayal of birth on television contains clichés, is medicalized and dramatic, and that the woman giving birth is shown as passive and controlled by others. Because watching films and series is a popular activity for many people, they are likely to encounter these depictions of birth occasionally. Television can have various effects on viewers and influence their perceptions of reality. This study examines whether depictions of childbirth in films and series have an influence on the expectations of people with no experience of childbirth. The aim is to take a closer look at whether the depictions of birth are perceived medically and the women giving birth passively, how realistic the depictions are considered to be, how the duration of viewing affects the influence and how strong this influence is in general. A quantitative and standardized online survey with people without birth expierience was the used method. The results show that the respondents' perception of depictions of childbirth is in line with the literature, with most respondents rating them as unrealistic. The majority associate negative feelings about the depiction of birth in films. Most respondents are at least a little influenced by the portrayal in their expectations of birth. A correlation with the duration of viewing could not be found. The conclusion is, that the portrayal of childbirth in television shoud be changed. Further is more education about birth necessary, which coud be done by midwives. The limitation of this study is the unequal distribution of some characteristics in the sample, which limits the transferability of the results. Keywords: portrayal of birth, childbirth in films, influence of televi-sion, idea of birth, expectation of birt
Cycle-Based Load Management in Training of Elite Female Athletes as a Preventive Measure to Avoid Cruciate Ligament Injuries
Hintergrund & Zielsetzung: Leistungssportlerinnen sind deutlich häufiger von Kreuzbandverletzungen betroffen. Die geschlechtsspezifische Evidenz bezüglich Präventionsstrategien hingegen ist noch gering. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, ein tieferes Verständnis für den Einbezug des Menstruationszyklus in der Prävention zur Vermeidung von Verletzungen des Kreuzbandes bei Frauen zu entwickeln. Dabei soll beleuchtet werden, ob eine zyklusbasierte Belastungssteuerung im Training von Leistungssportlerinnen als Präventionsmaßnahme sinnvoll ist. Methodik: Anhand einer systematischen Literaturrecherche wurde relevante Literatur anhand von Ein- und Ausschlusskriterien identifiziert und selektiert sowie anschließend die Qualität der eingeschlossenen Literatur bewertet. Ergebnisse: Es besteht keine einheitliche Evidenz über die Durchführung von präventivem Training in einer spezifischen Menstruationsphase. Das Tracking des Menstruationszyklus zur Identifikation von vulnerablen Phasen als Grundlage für Aktivitätsmodifizierung und Edukation wird aufgezeigt. Schlussfolgerung: Obwohl konkrete evidenzbasierte Handlungsanweisungen bislang begrenzt sind, sollte Therapeut*innen der potenzielle Einfluss von Geschlechtshormonen und des Menstruationszyklus auf die funktionelle Kniestabilität bewusst sein, um individuelle Entscheidungen zur Belastungssteuerung treffen zu können. Weiterer Forschungsbedarf hinsichtlich zyklusbasierter Präventionsstrategien besteht. Schlüsselwörter: Leistungssportlerinnen, weiblich, Menstruationszyklus, Belastungssteuerung, Kreuzbandverletzungen, PräventionBackground & Objectives: Elite female athletes are significantly more affected by cruciate ligament injuries. However, sex-specific evidence regarding prevention strategies remains limited. The aim of this study is to develop a deeper understanding of the role of the menstrual cycle in the prevention of cruciate ligament injuries in women. In particular, whether cycle-based load management in training can serve as an effective preventive measure. Method: Relevant literature was identified and selected through a systematic literature review based on predefined inclusion and exclusion criteria. Subsequently, the quality of the included studies was assessed. Results: There is no consistent evidence regarding the implementation of preventive training in a specific phase of the menstrual cycle. Menstrual cycle tracking is highlighted as a means to identify vulnerable phases, serving as a basis for activity modification and education. Conclusion: Although concrete evidence-based guidelines are still limited, therapists should be aware of the potential influence of sex hormones and the menstrual cycle on functional knee stability in order to make individualized decisions regarding load management. Further research is needed to develop cycle-based preventon strategies. Keywords: elite female athletes, menstrual cycle, load management, cruciate ligament injuries, preventio
The use of passive back exoskeletons in acute inpatient care to reduce the physical strain of nursing staff
Theoretischer Hintergrund: In der akutstationären Pflege ist das Pflegepersonal einem großen Risiko für muskuloskelettale Erkrankungen ausgesetzt. Gründe sind eine hohe Arbeitsbelastung, ergonomische Risiken und körperlich belastende Tätigkeiten. Exoskelette wurden ursprünglich für den Industriebereich und das Militär entwickelt und werden heutzutage vielfältig eingesetzt. Vor allem passive Exoskelette, welche nicht motorisiert sind, haben den Vorteil, dass sie leicht und flexibel anwendbar sind. Fragestellung: Kann der Einsatz passiver Exoskelette die physische Belastung von Pflegepersonal in der akutstationären Versorgung reduzieren? Methodik: Es erfolgt eine Literaturrecherche in den Datenbanken Medline und CINAHL, sowie in Katalogen von Universitätsbibliotheken. Weitere Literatur wird aus Referenzlisten entnommen. Die Literatur wird mithilfe verschiedener Ein- und Ausschlusskriterien gefiltert. Ergebnisse: Es werden sieben Studien, Reviews und Fachartikel zur Anwendung passiver Rücken-Exoskelette in der akutstationären Pflege ausgewählt. Die Studien zeigen eine gemessene Reduktion der Muskelaktivität der Pflegenden bei simulierten Tätigkeiten mit Patient*innen. Die qualitativen Auswertungen zeigen positive Bewertungen von einfach anwendbaren Systeme und ein Trend zu mehr Arbeitszufriedenheit. Die Reviews stellen Möglichkeiten zum Einsatz der Exoskelette in verschiedenen Pflegesituationen und Programmen, sowie Herausforderungen für den Einsatz der Technologie im Gesundheitswesen dar. Schlussfolgerung: Passive Exoskelette haben das Potenzial die körperliche Belastung vom Pflegepersonal in Krankenhäusern zu verringern. Für die Anwendung im Gesundheitsbereich müssen unterschiedliche mechanische, hygienische und soziale Faktoren berücksichtigt und die Exoskelette dahingehend angepasst werden. Schlüsselwörter: muskuloskelettale Erkrankung, körperliche Belastung, passives Exoskelett, Pflege, akutstationärBackground: In acute inpatient care, nursing personnel are at risk of musculoskeletal disorders. Contributing factors include ergonomic risks, high workload and physically demanding tasks. Exoskeletons were originally de-veloped for industrial and military applications but are now used in a wide range of contexts. Passive exoskeletons, which are non-motorized, offer the advantages of being lightweight and versatile. Research question: Can the use of passive back exoskeletons reduce the physical strain of nursing staff in acute inpatient care? Method: A literature search is performed using the databases Medline and CINAHL, as well as catalogues of university libraries. Additional literature is identified from reference lists. The literature is filtered using various inclusion and exclusion criteria. Results: Seven studies, reviews and scientific article regarding the ap-plication of passive back exoskeletons in acute inpatient care are identified. The studies demonstrate a measured reduction in muscle activity of caregivers during simulated patient handling tasks. Qualitative results indicate pos-itive evaluations of user-friendly systems and a trend toward increased job satisfaction. The reviews outline potential applications of exoskeletons in various care scenarios, as well as challenges for implementing this technology within the healthcare setting. Conclusion: Passive exoskeletons have the potential to reduce the physical strain of nursing personnel in hospitals. For implementation in these settings, various mechanical, hygienic and social factors must be considered, and the exoskeletons adapted accordingly. Keywords: musculoskeletal disorders, passive exoskeleton, nursing, acute care, physical strai
Care interventions for coping loneliness in old age: A literature Review
Hintergrund: Einsamkeit im Alter stellt ein gesundheitliches Problem dar, welches durch kritische Lebensereignisse wie der Renteneintritt, der Verlust nahestehender Personen oder durch gesundheitliche Einschränkungen das Einsamkeitsrisiko erhöht. Die ambulante Pflege spielt hierbei eine zentrale Rolle, da Pflegefachpersonen regelmäßig mit älteren Menschen in deren häuslichen Umgebung in Kontakt stehen. Dadurch ermöglicht es sie Einsamkeit frühzeitig zu erkennen und gezielt Maßnahmen zur Förderung sozialer Teilhabe zu initiieren. Methodik: Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine einfache Literaturrecherche durchgeführt. Dafür wurden wissenschaftliche Datenbanken wie MEDLINE über PubMed und CINAHL genutzt. Ergebnisse: Es wurden verschiedene Interventionen zur Reduktion von Einsamkeit im Alter identifiziert. Anhand von technologiegestützten Interventionen können digitale Kommunikationsmittel wie Telefone oder Tablets zu einer Reduktion von Einsamkeit im Alter beitragen. Psychosoziale Gruppenangebote sowie tiergestützte Interventionen haben führten zu einer Verrin-gerung von Einsamkeit und sozialer Isolation, indem Möglichkeiten zur Interaktion gefördert wurden. Fazit: Pflegefachpersonen in der ambulanten Pflege nehmen eine zentrale Rolle bei der Erkennung und Bewältigung von Einsamkeit im Alter ein. Sie können durch gezielte Begleitung technischer Hilfsmittel und Vermittlung zu einer Reduktion der Einsamkeit beitragen. Technikbasierte und soziale Interventionen bieten einen vielversprechenden Ansatz, der jedoch geeignete strukturelle Rahmenbedingungen benötigt, sowie in der ambulanten Praxis vermehrt erprobt werden sollte. Die zukünftige Forschung sollte ver-stärkt die ambulante Pflege und interprofessionelle Kooperation in den Fokus nehmen. Schlüsselwörter: Einsamkeit, soziale Einsamkeit, Isolation, Interventionen, ältere Menschen, ambulantes Setting, ambulante Pflegepersonen, ReduzierungBackground: Loneliness in old age represents a significant health issue that increases the risk of social loneliness due to critical life events such as retirement, the loss of close individuals, or health limitations. Outpatient care plays a central role here, as nursing professionals regularly come into contact with older people in their home enviroments. This allows them to identify loneliness earls and to initiate targetet measures to promote social participation. Methodology: To answer the reseach question, a straightforward literature review was conducted. Scientific databases such as MEDLINE via PubMed and CINAHL were used. Results: Various interventions have been identified to reduce loneliness in older age. Technology-supported interventions can help to reduce loneliness in the elderly through digital communication tools such as smartphones or tablets. Psychoscocial group offerings ans animal-assisted-inerventions have led to a reduction in loneliness ans social isolation by promoting opportunities for interaction. Conclusion: Nursing professionals in outpatient care play a central role in the recognition and management of loneliness in old age. They can contribute to reducing loneliness through targeted support, the use of technical tools, and mediation. Technology-based and social interventions offer a promising approach, which, however, requires appropriate structural condi-tions and should be increasingly tested in outpatient care practice. Future research should place greater emphasis on outpatient care and interprofessional cooperation. Keywords: loneliness, social loneliness, interventions, older adults, outpatient setting, outpatient caregivers, reductio
Non-pharmacological pain management in children and adolescents in acute care
Einleitung: Schmerzen treten bei Kindern und Jugendlichen im klinischen Setting häufig auf und sind mit diversen physischen sowie psychischen Folgen verbunden. Oftmals werden die Beschwerden jedoch unzureichend behandelt. Internationale Leitlinien und Standards empfehlen daher ergänzend zur Pharmakologie die Anwendung nicht-medikamentöser Maßnahmen. Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit war es, die Wirksamkeit und Umsetzbarkeit nicht-medikamentöser Interventionen zur Schmerzlinderung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 Jahren in der Akutpflege zu untersuchen. Methode: Im Rahmen einer strukturierten Literaturrecherche sind acht wissenschaftliche Datenerhebungen analysiert worden. Fünf davon sind randomisierte-kontrollierte Studien und drei sind systematische Übersichtsarbeiten gewesen. Die Recherche ist in den elektronischen Datenbanken CINAHL, Cochrane Library und MEDLINE mit der Suchoberfläche PubMed anhand festgelegter Ein- und Ausschlusskriterien erfolgt. Ergebnisse: Die Ergebnisse belegen, dass visuelle und auditive Ablenkungsmethoden sowie Kryotherapie eine signifikante Schmerzlinderung insbesondere bei prozeduralen Eingriffen bewirken können. Die Maßnahmen haben sich durch Pflegefachpersonen überwiegend einfach umsetzen lassen. Fazit: Nicht-medikamentöse Interventionen können kindliche Schmerzen effektiv reduzieren und sind einfach anzuwenden. Sie sollten daher verstärkt in pflegerischen Standards und Schulungen aufgenommen werden, um sie nachhaltig in die Praxis zu integrieren sowie die Versorgungsqualität zu verbessern. Schlüsselwörter: Ablenkung, Kinder, Kryotherapie, Pflege, SchmerzmanagementIntroduction: Pain is common in children and adolescents in clinical settings and is associated with various physical and psychological consequences. However, the symptoms are often inadequately treated. International guidelines and standards therefore recommend the use of non-pharmacological measures to supplement pharmacology. Objective: The aim of this study was to investigate the effectiveness and feasibility of non-pharmacological interventions for pain relief in children and adolescents aged 3 to 18 years in acute care. Method: Eight scientific data collections were analyzed as part of a structured literature search. Five of these were randomized controlled trials and three were systematic reviews. The search was conducted in the electronic databases CINAHL, Cochrane Library, and MEDLINE using the PubMed search interface based on defined inclusion and exclusion criteria. Results: The results show that visual and auditory distraction methods as well as cryotherapy can provide significant pain relief, especially during procedural interventions. The measures were mostly easy for nursing professionals to implement. Conclusion: Non-pharmacological interventions can effectively reduce pain in children and are easy to use. They should therefore be increasingly incorporated into nursing standards and training courses in order to integrate them into practice in the long term and improve the quality of care. Keywords: distraction, children, cryotherapy, nursing, pain managemen
Kartierung von Rückegassen aus flugzeugbasierten Laserscan-Daten durch ein CNN
Zur Bewirtschaftung von Wäldern in Deutschland kommen häufig schwere Maschinen zum Einsatz. Die Befahrung kann Waldböden verdichten und sie so in ihren Funktionen langfristig beeinträchtigen: Der Gasaustausch mit der Atmosphäre wird vermindert, die Wasseraufnahmefähigkeit sinkt und der Durchwurzelungswiderstand steigt. Forstverwaltungen und Zertifizierungsprogramme machen daher Vorgaben zur ausschließlichen Befahrung von Waldbeständen auf permanent angelegten Rückegassen. Diese werden bislang in Deutschland selten systematisch erfasst oder kartiert. Aufkommende Vegetation und verblassende Markierungen können im Lauf der Zeit dazu führen, dass bestehende Rückegassen unauffindbar werden. Müssen Waldbestände nach Kalamitäten großflächig beräumt und aufgeforstet werden, ist die vorhandene Feinerschließung im Gelände häufig kaum noch erkennbar. Ziel dieser Untersuchung war es, bestehende Rückegassen aus Daten der Fernerkundung zu erfassen und digital zu kartieren. Hierzu wurden flugzeugbasierte Laserscan-Daten mit Hilfe eines gefalteten neuronalen Netzwerkes (engl.: ‚Convolutional Neural Network, CNN‘) ausgewertet. Als Referenz wurden manuell am Boden erfasste Rückegassen und Trackingdaten von modernen Vollerntemaschinen (sog. ‚Harvester‘) verwendet. Frei verfügbare Laserscan-Daten des Freistaats Thüringen wurden sowohl als hochauflösendes digitales Geländemodell, lokales Reliefmodell, Bestandeshöhenmodell sowie als Vegetationsdichteindex verarbeitet. Ein CNN wurde mit verschiedenen Kombinationen dieser Modelle trainiert. Im Ergebnis konnten Rückegassen in Laubmischwald- und Nadelwaldbeständen automatisiert erkannt und digital kartiert werden. Die Untersuchungsergebnisse können zukünftig dazu beitragen, bestehende Rückegassen aufzufinden, weiter zu nutzen und hierdurch unversehrten Waldboden vor Schäden durch Befahrung zu schützen. Vorhandene Bodenverdichtungen können großflächig erfasst und die damit verbundenen Auswirkungen, beispielsweise auf die Biodiversität und den Wasserhaushalt, quantifiziert werden. Digital kartierte Rückegassen können darüber hinaus zur effizienteren, ressourcenschonenderen Bewirtschaftung von Wäldern beitragen