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Participation of children in the process of child welfare endangerment and its supportiveness for the children and the process
Die vorliegende Bachelorthesis hat zum Ziel, die Förderlichkeit von partizipativem Handeln von Sozialarbeiter/inn/en innerhalb des Kindeswohlgefährdungsprozesses für Kind und Prozess zu analysieren und kritisch zu hinterfragen. Partizipation gewinnt in der Profession der Sozialen Arbeit stetig an Bedeutung und auch die Entwicklung von partizipativem Handeln stellt einen fortlaufenden Prozess dar. Partizipatives Handeln wird in vielen Bereichen als eine Grundhaltung beschrieben, die es gilt umzusetzen. Ferner gibt es auch im Kinderschutz rechtliche Verankerungen, welche eine Einbeziehung der Kinder voraussetzt. Durch die derzeit anhaltende Corona Pandemie sind auch die Zahlen einer Kindeswohlgefährdung gestiegen, was zudem eine Relevanz aufzeigt das Thema der Kindeswohlgefährdung detaillierter zu beleuchten. Eine Kindeswohlgefährdung kann verschiedene Formen und Auswirkung auf die Kinder haben, wobei es gilt das betroffene Kind stetig im Mittelpunkt der Arbeit zu sehen. Durch eine systematische Literaturrecherche ist eine Analyse erfolgt, ob partizipatives Handeln förderlich für die betroffenen Kinder ist. Zudem wird durch die Literaturrecherche aufgezeigt, ob Partizipation dem Prozess Vorteile bringen kann. Die Darstellung der Ergebnisse zeigen, dass partizipatives Handeln Vor- und Nachteile mit sich bringt, wobei eine Fokussierung auf die Voraussetzungen gelegt werden muss. Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit partizipatives Handeln förderlich für Kind und Prozess wirken kann. Schlüsselwörter: Kindeswohl, Partizipation, Förderlichkeit, Jugendamt, KinderThe aim of this bachelor thesis is to analyze and to critically question the supportiveness of participative actions of social workers within the child welfare endangerment process for the child and the process. Participation is steadily gaining importance in the profession of social work and the development of participative action is also a preliminary process. Participative action is described in many areas as a basic attitude that must be implemented. Furthermore, there are also legal anchors in child protection, which require the involvement of children. Currently, the numbers of child endangerment have increased due to the current Corona pandemic, which also shows a relevance to illuminate the topic of child endangerment in more detail. A child welfare endangerment can have different forms and effects on the children, whereby it is important to see the affected child constantly in the center of the work. Through a systematic literature review, an analysis has been made as to whether participatory action is beneficial for the affected children. In addition, the literature review shows whether participation can bring benefits to the process. The presentation of the results shows that participatory action has advantages and disadvantages, with a focus on the prerequisites. Certain preconditions must be met for participatory action to be beneficial to the child and the process. Keywords: child welfare, participation, facilitation, youth welfare service, childre
Medizinische Überversorgung am Lebensende: Auswirkungen von fortgeführten medizinischen Interventionen auf die Lebensqualität und den Gesundheitszustand onkologischer Patient*innen in der letzten Lebensphase
Theoretischer Hintergund Die Versorgung am Lebensende fokussiert sich normalerweise auf die Linderung von Symptomen und die bestmögliche Lebensqualität. Internationale Studien verweisen jedoch auf eine medizinische Überversorgung in der letzten Lebensphase. Gerade Patient*innen mit einer fortgeschrittenen onkologischen Erkrankung, erhalten eine zunehmend aggressive, medizinische Behandlung. Tendenz steigend. In der wissenschaftlichen Literatur zeigen sich jedoch widersprüchliche Ergebnisse hinsichtlich des Nutzens dieser Behandlungen. Die Ursachen für Übertherapie sind vielfältig und die Folgen weitreichend. Fragestellung Auswirkungen von fortgeführten medizinischen Interventionen auf die Lebensqualität und den Gesundheitszustand onkologischer Patient*innen in der letzten Lebensphase. Methode Im Rahmen dieser Bachelorarbeit wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, um die vorab definierte Fragestellung zu beantworten und den aktuellen Stand der Forschung darzustellen. Zur Auswahl der relevanten Studien wurden die Datenbanken PubMed, Cochrane Library und DRKS verwendet, wobei ausschließlich deutsch- und englischsprachige Artikel aus dem Zeitraum von 2013 bis 2023 berücksichtigt wurden. Ergebnisse Medizinische Interventionen am Lebensende, insbesondere palliative Chemotherapien, haben keinen Einfluss auf die Überlebenszeit, steigern die Symptomlast, führen zu einer Verschlechterung der Lebensqualität, zu einer späten Integration palliativmedizinischer Maßnahmen und zum Versterben im Krankenhaus. Schlussfolgerung Es bedarf einer genauen Differenzierung von Patientengruppen, die von medizinischen Interventionen am Lebensende profitieren, die palliativmedizinische Einbindung muss rechtzeitig erfolgen und führt II nachweislich zu einer Verbesserung der Lebensqualität und zu einer weniger aggressiven Versorgung am Lebensende. Schlüsselwörter: Medizinische Überversorgung, Versorgung am Lebensende, Lebensqualität, Chemotherapie am Lebensende, OnkologieTheoretical background End-of-life care usually focuses on symptom relief and the best possible quality of life. However, international studies point to an overuse of medical care in the last phase of life. Especially patients with advanced oncologic diseases receive an increasingly aggressive medical treatment. The trend is increasing. However, scientific literature shows contradictory results regarding the benefits of these treatments. The causes for overtreatment are manifold and the consequences far-reaching. Question Effects of continuing medical interventions on quality of life and health status of oncology patients in the last phase of life. Method In the context of this bachelor thesis, a systematized literature search was conducted in order to answer the predefined research question and to present the current state of research. The databases PubMed, Cochrane Library and DRKS were used to select the relevant studies, whereby only German and English-language articles from the period 2013 to 2023 were considered. Results Medical interventions at the end of life, especially palliative chemotherapies, have no effect on survival, increase symptom burden, lead to worsening quality of life, late integration of palliative care measures, and death in hospital. Conclusion Accurate differentiation of patient populations that benefit from medical interventions at the end of life is needed, palliative medical involvement must be timely, and has been shown to improve quality of life and lead to less aggressive end-of-life care. Keywords: Medical overuse, end-of-life care, quality of life, chemotherapy at the end of life, oncology
Nutzbarkeit von Open Data in der Wärmesystemanalyse: Fallstudie zur zukunftssicheren Fernwärme
Ein ausreichender Wärmeabsatz ist entscheidend für die Refinanzierung der Investitions- und Betriebskosten eines Wärmenetzes. Durch den zukünftig sinkenden Wärmebedarf bzw. -absatz als Folge der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden steigen die spezifischen Kapitalkosten sowie die prozentualen Wärmeverteilverluste der Wärmenetze. Ausgehend von einer Datenbasis mit 51.342.617 Gebäudedaten untersuchen wir in diesem Paper die bestehende Wärmeversorgungsstruktur, um Erkenntnisse für die Fernwärmeversorgung abzuleiten. Die Ergebnisse zeigen ein großes Potenzial in der Erhöhung des Anschlussgrades (Netzverdichtung) in bestehenden Wärmenetzgebieten. Dadurch kann der sanierungsbedingte Rückgang des Fernwärmeabsatzes derzeit in Wärmenetzen mit bis zu 78 % Anschlussgrad kompensiert werden. Im Jahr 2045 werden für Netze mit Anschlussgrad von über 68 % weitere Maßnahmen erforderlich sein, um mindestens das heutige Niveau der Fernwärme aufrechtzuerhalten. Eine durchschnittliche Wärmebedarfsreduktion von 16 % wird zwischen den Jahren 2023 und 2045 erwartet
Entwicklung, Programmierung und Inbetriebnahme eines Demoboards zum Test des Radarsensorchips BGT60LTR11AIP
Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines Demonstrationsboards für den Radarsensorschaltkreis BGT60LTR11AIP, damit dieser auch außerhalb seines vorgesehenen Anwendungsbereichs verwendet werden kann. Sie Entwicklung eines Demoboards für den 60GHz Radar-Sensor BGT60LTR11AIP [1] auf. Bei dem BGT60LTR11AIP (BGT) handelt es sich um einen vollintegrierten Mikrowellensensor, der zur Bewegungs- bzw. Anwesenheitserkennung von Personen im Innenraum vorgesehen ist. Er mischt das Sende- mit dem Empfangssignal und gibt das daraus entstehende Zwischenfrequenzsignal aus. Daraus können Geschwindigkeits- und Richtungsinformationen gewonnen werden. Basierend auf dem Schaltplan der Bachelorpraxisprojektarbeit wurde ein Platinen-Layout erstellt und anschließend ein Demoboard mit den an der HAWK zur Verfügung stehenden Mitteln gefertigt, aufgebaut und in Betrieb genommen. Zudem konnte der Lötprozess des Radarsensorschaltkreises (mittels Reflow-Lötverfahren) an der HAWK reproduziert werden. Zur Steuerung und Auswertung wurde die Entwicklungsumgebung für den auf dem Demoboard verbauten Mikrocontroller aufgesetzt und Softwareroutinen für den BGT programmiert. Einstellungen können dadurch leicht in einer Konfigurationsdatei vorgenommen und Ergebnisse auf einem Computer ausgegeben werden. Bisher ist es möglich die digitalisierten Daten des Zwischenfrequenzsignals oder die daraus berechnete Geschwindigkeit mit Richtungsinformation ausgeben zu lassen. Weitere Anwendungsmöglichkeiten des Radarsensors außerhalb seines vorgesehenen Anwendungsbereichs bestehen allerdings nur in geringem Maße. Für eine direkte Entfernungsmessung ist der BGT aufgrund seiner Pulslänge beispielsweise nicht geeignet. Durch die im Vergleich zum Mikrokontroller hohe Rechenleistung eines Computers könnte das Zwischenfrequenzsignal in Zukunft noch besser ausgewertet werden und genauere Geschwindigkeitswerte liefern
Potenziale und Herausforderungen dezentraler Hybrid-Wohnungsstationen bei Mehrfamilienhäusern
Das Wohn- und Geschäftsgebäude pulsG ist mit einem wissenschaftlichen Monitoring ausgestattet, mithilfe dessen der Anlagenbetrieb der multivalenten Anlagentechnik analysiert und optimiert werden soll. Weitergehend sind in den 66 Wohneinheiten dezentrale Hybrid-Wohnungsstationen verbaut, die die Regelung der Trinkwarmwasserbereitung als auch der Fußbodenheizung übernehmen. Anhand von Wohnungsgruppen sind die energetischen Verbräuche – sowohl thermisch als auch elektrisch – zu bewerten sowie Optimierungspotenziale abzuleiten. Es zeigt sich, dass eine Kategorisierung der Wohnungen anhand definierter Kriterien möglich ist und somit eine Vergleichbarkeit zwischen den energetischen Verbräuchen der Wohnungen generiert als auch Korrekturmaßnahmen anhand von Schlechtpunkten identifiziert werden können
Kostenoptimierte Modellierung einer dekarbonisierten Fernwärmeversorgung in Flensburg bis zum Jahr 2035
In dieser Studie wird im Rahmen des Forschungsprojektes „Szenarienentwicklung für die emissionsoptimierte Energieversorgung einer Fernwärmestadt“ (CERO2) ein lineares Energiesystemmodell in oemof in Python zur techno-ökonomischen Modellierung einer 100% erneuerbaren Fernwärmeversorgung der Stadt Flensburg entwickelt. Damit kann ein Beitrag zur Konkretisierung des durch die Flensburger Ratsversammlung beschlossenen Zieles einer klimaneutralen Fernwärmeversorgung Flensburgs bis zum Jahr 2035 geleistet werden. Die Einsatz- und Investitionsplanung ist auf den Fernwärmesektor beschränkt und basiert auf realen ortsspezifischen Daten zu Wärmelast, Temperaturkurven und regenerativen Wärmepotentialen. Neben dem Einbezug der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), werden Technologien mit einem hohen technischen Detailgrad und mit variierender Effizienz in Abhängigkeit von Temperaturprofilen auf Wärmequell- und Abnahmeseite berücksichtigt. Die Ergebnisse zeigen, dass Großwärmepumpen als relevanteste regenerative Versorgungstechnologie identifiziert werden. Wasserstoff spielt für die Verwendung im Wärmesektor eine untergeordnete Rolle. Geothermale Ressourcen ermöglichen bei entsprechender Verfügbarkeit die geringsten Wärmekosten. Im zugehörigen Erzeugerportfolio wird kein saisonaler Speicher benötigt. Die linear optimierten spezifischen Wärmekosten fallen 24 % geringer aus, als die über einen statischen Auslegungsansatz ermittelten Kosten
Mobbing an weiterführenden Schulen als Herausforderung für die Schulsozialarbeit
Mobbing ist eine langfristig und systematisch stattfindende Form aggressiven Gruppenverhaltens, das gravierende Folgen in Bezug auf Gesundheit und Bildungserfolg für betroffene Schüler*innen haben kann. Allein die Prävalenz von Mobbing an Schulen zeigt, dass es einen großen Handlungsbedarf in diesem gesonderten Problemfeld gibt, sodass sich hier die Frage nach der Rolle der Schulsozialarbeit stellt, und welche Ansätze in der Antimobbingarbeit erfolgreich sind. Die Recherche in der themenrelevanten Literatur hat eine Anzahl erprobter, aber nicht immer evaluierter Antimobbing-Programme mit unterschiedlichen Ansätzen und Schwerpunkten ermittelt, die sich u.a. nicht nur sozialarbeiterischer Methoden bedienen, sondern die Einbindung der Schulsozialarbeit auch ausdrücklich vorsehen. Die Sozialarbeiter*innen können in Hinblick auf das Mobbingproblem eine Vertrauensbasis zu Schüler*innen und Lehrkräften herstellen, und soweit es in ihrer Macht steht, für eine funktionierende Kooperationsstruktur Sorge tragen, die als Grundlage für eine effektive Antimobbingarbeit gelten kann. Insgesamt kann die Schulsozialarbeit auf eine breite Palette aus bestehenden Mobbingpräventions- und Interventionsprogrammen sowie auf Elemente aus ihren Kernleistungen zurückgreifen, die in der vorliegenden Arbeit beleuchtet werden. Ebenfalls werden Fragen zur weiteren Entwicklung der Programme und zu den bestehenden Anforderungen an die Schulsozialarbeit im Spannungsfeld zwischen einer Interessenvertretung für die Schüler*innen, den Bedingungen des Bildungssystems und der eigenen professionellen Haltung erörtert. Schlüsselwörter: Mobbing, Schule, Mobbingprävention, Mobbingintervention, SchulsozialarbeitBullying is a long-term and systematic form of aggressive group behaviour that can have significant consequences on the health and educational success of affected students. The prevalence of bullying in schools indicates a significant need for action in this specific problem area, raising questions about the role of school social work and which approaches are successful in anti-bullying efforts. Research in the relevant literature has identified a number of tested but not always evaluated anti-bullying programs with different approaches and emphases, which utilize not only social work methods but also explicitly involve the integration of school social work. Social workers can establish a basis of trust with students and teachers regarding the bullying problem and, to the extent possible, ensure a functioning cooperative structure that can serve as a foundation for effective anti-bullying work. Overall, school social work can draw upon a wide range of existing bullying prevention and intervention programs, as well as elements from its core services, which will be examined in this study. Additionally, questions about the further development of the programs and the existing requirements for school social work in the tension between representing the interests of the students, the conditions of the education system and professional attitudes are discussed. Keywords: Bullying, School, Bullying Prevention, Bullying Intervention, School Social Wor
Clinical Reasoning Competences in a Semi-Academic Study Programme in Physiotherapy
Das physiotherapeutische Bildungssystem in Deutschland ist derzeit von Heterogenität geprägt und im internationalen Vergleich in Rückstand geraten. Zudem werden berufspolitische Forderungen im Hinblick eines therapeutischen Direktzugangs deutlicher, wozu es an Kompetenzerweiterungen bedarf. Das Clinical Reasoning wird als eine Schlüsselkompetenz für das autonome Praktizieren beschrieben, da es die Grundlage für eine unabhängige und verantwortungsvolle Entscheidungsfindung im klinischen Prozess bildet. Ziel dieser Arbeit ist ein Kompetenzabgleich eines teilakademischen Modulhandbuchs mit internationaler Literatur in Bezug auf die Clinical Reasoning Kompetenz mit anschließender Evaluation der Kompetenzanpassung vor dem Hintergrund des Direktzugangs. Es erfolgte eine Literaturrecherche in Datenbanken (MEDLINE, Cochrane Libary, PEDro und Google Scholar) auf digitalen Plattformen von Fachverlagen (Springer Verlag und Thieme Verlag) sowie in Journals (Journal of Physical Therapy Education, Physical Therapy & Rehabilitation Journal und Zeitschrift für Physiotherapeuten). Im Ergebnisteil aufgenommen wurden Publikationen, die Empfehlungen zur Kompetenzvermittlungen des Clinical Reasonings in den Kategorien Inhalte, Methoden, Lehrorte und Evaluierung umfassen. Es wurden 12 Publikationen mit moderater bis sehr guter methodischer Qualität integriert. In der Diskussion wurden die Ergebnisse auf die Anwendbarkeit im vorliegenden Modulhandbuch und Bildungssystem diskutiert und die Relevanz für das autonome Praktizieren überprüft. So sollten Ergänzungsmöglichkeiten für die Clinical Reasoning Kompetenzvermittlung analysiert werden, um die Entstehung eines Kompetenzprofils für autonome Praktizierende in diesem Kompetenzfeld zu unterstützen. Künftig sollte zum einen weitere vertiefte und Kategorie-bezogene Forschung erfolgen, um die inhaltliche Gestaltung der Ergebnisse im Modulhandbuch vornehmen zu können. Zum anderen sollte die Homogenität des physiotherapeutischen Bildungssystems angestrebt werden, das Studierende für das autonome Praktizieren vorbereitet. Schlüsselwörter: physiotherapeutische Erstausbildung, Kompetenzvermittlung, Clinical Reasoning, Curriculum, DirektzugangThe physiotherapeutic education system in Germany is currently characterized by heterogeneity and is lagging behind in international comparison. In addition, professional policy demands with regard to direct access to therapies are becoming clearer, for which there is a need to broaden skills. Clinical reasoning is described as a key competence for autonomous practice, as it forms the basis for responsible and independent decision-making in the clinical process. The aim of this thesis is to compare the competences of a semi-academic module handbook with international literature regarding the clinical reasoning competence. Possible skills adjustment are discussed in the context of direct access. A literature research was carried out in databases (MEDLINE, Cochrane Libary, PEDro and Google Scholar) on digital platforms of specialist publishers (Springer Verlag and Thieme Verlag) as well as in journals (Journal of Physical Therapy Education, Physical Therapy & Rehabilitation Journal and Zeitschrift für Physiotherapeuten). The results section includes publications that contain recommendations for teaching clinical reasoning in the categories Content, Methods, Locations and Evaluation. 12 publications of moderate to very good methodological quality were integrated. In Chapter 5, results were discussed on the applicability of the present module manual or educational system and the relevance for autonomous practice was checked. Thus, complementary possibilities for competence transfer should be analyzed in order to support the development of a competence profile for autonomous practitioners in this section. In the future, further in-depth and category-related research should be carried out in order to be able to design the content of the results in the module handbook. On the other hand, the homogeneity of the physiotherapeutic education system in Germany, which aims to prepare students for autonomous practice, should be sought. Keywords: Physiotherapist entry level education, skills transfer, clinical reasoning, curriculum, direct acces
Nutzerfreundlichkeit der Physio-Tracker-Konsole bei Patient*innen mit Schmerzen und / oder Bewegungseinschränkungen des Schultergelenks: In Kooperation mit Promotio GmbH
Theoretischer Hintergrund: Erkrankungen des Bewegungsapparats gehören zu den häufigsten Beschwerdeformen. Die Physio-Tracker-Konsole ist eine digitale Anwendung und soll künftig in der Rehabilitation von muskuloskelettalen Beschwerden eingesetzt werden. Dafür testeten Patient*innen mit Schulterbeschwerden die Nutzerfreundlichkeit der Physio-Tracker-Konsole im häuslichen Setting. Methode: Es wurden zehn Teilnehmer*innen in Kooperation mit der Promotio GmbH rekrutiert. Sieben davon (drei Dropouts) führten zwei Wochen lang regelmäßig Übungseinheiten mit der Physio-Tracker-Konsole durch, die aus fünf einzelnen Übungen bestand. Als Messinstrumente dienten Online-Daten der Konsole und ein zu zwei Zeitpunkten ausgefüllter Fragebogen. Ergebnisse: Alle Übungen verursachten irgendeine Art von Problem. Die meisten Probleme traten bei der Übung Horizontale Rotation auf, die wenigsten bei der Übung Abduktion. Die Schwierigkeiten waren hauptsächlich auf eine mangelhafte Tiefenerkennung der Kamera und ein zu hohes gefordertes Bewegungsausmaß zurückzuführen. Die Physio-Tracker-Konsole zeigte keinen negativen Einfluss auf den Therapie-Outcome. Es wurde ein positiver Zusammenhang zwischen der Durchführungshäufigkeit und funktionellen Verbesserungen in Aktivitäten des täglichen Lebens, Beweglichkeit und Kraft festgestellt. Mindestens 50% der ursprünglich rekrutierten Teilnehmenden hatten Installationsschwierigkeiten mit dem häuslichen WLAN. Ein Zusammenhang zwischen Alter und Technikaffinität wurde nicht festgestellt. Schlussfolgerung: Patient*innen mit Schulterläsionen sind der Physio-Tracker-Konsole gegenüber sehr aufgeschlossen und sehen sie als Möglichkeit der Qualitätsverbesserung des Heimübungsprogramms. Die bisherige Testung der Anwendung mit meist gesunden Proband*innen zeigt aber wie wichtig die Zielgruppenausrichtung für eine gute Nutzerfreundlichkeit digitaler Anwendungen ist. Alle Übungen verursachten Probleme bei mindestens zwei Personen. Einstellungsmöglichkeiten für den Bewegungsumfang sowie die Tiefenerkennung der Kamera sollten in der weiteren Entwicklung berücksichtigt werden. Schlüsselwörter: Schulterläsionen, Bewegungstherapie, Heimübungsprogramm, eHealth, NutzerfreundlichkeitBackground: Musculoskeletal disorders are amongst the most common health problems. The Physio-Tracker-Console is a digital tool developed for supporting rehabilitation of musculoskeletal illnesses. Patients with shoulder conditions tested the Physio-Tracker-Console at home in order to assess its usability. Methods: Ten participants were recruited via Promotio GmbH. Seven patients (three dropouts) carried out home-based exercise programs with the Physio-Tracker-Console. The program consisted of five exercises. Results were measured by online-data provided by the console and a questionnaire completed at two time-points. Results: All exercises caused some sort of a problem. Most occurred during the exercise horizontal rotation and least during abduction. Problems were mainly due to a lack of depth-detection of the camera or exercises demanding too extreme movements. There was no negative effect on treatment outcomes. A positive correlation between the frequency and functional mprovements in activities of daily living, range of motion and strength were observed. At least 50% of recruited participants had problems connecting the console to their Wi-Fi at home. No correlation has been found between age and technical abilities. Conclusion: Patients with shoulder lesions are receptive towards the use of the Physio-Tracker-Console. They see the quality-enhancing potential for home-based exercises. The testing of the application so far has mainly been done with healthy individuals which shows the importance of consideration of the target group for good usability and adherence as all exercises caused problems for at least two individuals. Increasing adjustment-options for exercise-setup as well as improving depth-detection should be considered for future developments. Keywords: musculoskeletal disorders, shoulder disorders, exercise therapy, eHealth, usabilit