Publikationsserver HAWK.EDOC (Hochschule für an gewandte Wissenschaft und Kunst)
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Telediagnosis in people with chronic aphasia: equivalence and patient satisfaction using the SAQOL-39
Hintergrund: Telemedizinische Maßnahmen werden zunehmend als Instrument zur Diagnostik und Therapie im Bereich der Logopädie eingesetzt. Während die Äquivalenz und Machbarkeit von Telediagnostik im Vergleich zu traditioneller Face-to-Face-Diagnostik für die sprachsystematische Testung von Menschen mit Aphasie bereits evaluiert wurde, fehlt es an Evidenz für die Messung der Lebensqualität im digitalen Setting. Methode: In dieser Studie wurde die Äquivalenz von Telediagnostik und Face-to-Face-Diagnostik bei der Messung der Lebensqualität mit der SAQOL-39 an vier Proband*innen untersucht. Zudem wurde die Patient*innenzufriedenheit mittels eines Kurz-Fragebogen erfasst und ebenso in Bezug auf die Äquivalenz analysiert. Die Durchführung erfolgte als Cross-over-Design. Die Äquivalenz der Daten wurde quantitativ mit Hilfe von gepaarten t-Tests und kritischen Differenzen überprüft. Ergebnisse: Für drei der vier Proband*innen konnte eine statistische Äquivalenz der Gesamtpunktwerte der SAQOL-39 festgestellt werden. In Bezug auf die Patient*innenzufriedenheit waren die Ergebnisse des Kurz-Fragebogens bei allen Proband*innen äquivalent. Der Unterschied in den SAQOL-39-Werten bei einer Person ist möglicherweise auf eine unabhängige Intervention zur Steigerung der Lebensqualität zurückzuführen. Diskussion: Die Ergebnisse dieser Studie zeigen insgesamt eine Äquivalenz zwischen der digitalen und analogen Erfassung der Lebensqualität und der Patient*innenzufriedenheit. Es ergeben sich Hinweise auf eine valide Alternative zur traditionell analogen Diagnostik. Um die Ergebnisse zu validieren, sollten weitere Untersuchungen mit größeren Stichproben durchgeführt werden. Außerdem müssen die Ergebnisse vor allem vor dem Hintergrund der Dynamik des Konstruktes Lebensqualität und Effekten sozialer Erwünschtheit betrachtet werden. Schlüsselwörter: Telediagnostik, Aphasie, SAQOL-39, Äquivalenz, Patient*innenzufriedenheitBackground: Telepractice is increasingly used as a tool for diagnosis and therapy in the field of speech and language therapy. The equivalence and feasibility of telediagnosis compared to traditional face-to-face diagnosis has already been evaluated for speech-systematic testing for people with aphasia. However, there is a lack of evidence on the measurement of quality of life using telepractice. Method: In this study, the equivalence between telediagnosis and face-to-face diagnosis in the assessment of health related quality of life (with the SAQOL-39) and patient satisfaction (with a short questionnaire) was evaluated on four persons. The testing took place once face-to-face and once digital via Zoom Video Communications. The survey was conducted as a cross-over design and results were evaluated quantitatively. Specifically, equivalence between face-to-face and digital diagnosis was tested using paired t-tests and critical differences. Results: Statistical equivalence of SAQOL-39 total scores could be determined for three of the four test persons. Patient satisfaction scores were found equivalent for all four persons. The difference in SAQOL-39 scores of one person could potentially result from an independent intervention to improve health related quality of life. Discussion: Overall findings of this study show an equivalence between digital and face-to-face assessments of health related quality of life and patient satisfaction supporting telediagnosis as a valid approach that might be used interchangeably with face-to-face diagnosis. To validate these results, further research should be conducted with larger samples. Moreover, the results must be considered against the background of the dynamic construct of quality of life and the effects of social desirability. Keywords: telediagnosis, aphasia, SAQOL-39, equivalence, patient satisfactio
Implementierung von Blood Flow Restriction Training in Physiotherapiepraxen
Theoretischer Hintergrund: Das Blood Flow Restriction Training ist eine Intervention bei der niedrig intensives Widerstandtraining mit Intensitäten von 20-60% des Einwiederholungsmaximums mit einer Blutflussrestriktion kombiniert wird. Aufgrund einer höheren metabolischen Belastung werden Kraft- und Hypertrophiesteigerungen, vergleichbar wie bei hoch intensiven Widerstandstraining, erzielt. Die Intervention wurde in den letzten Jahren vermehrt in den wissenschaftlichen Fokus gerückt. Diese Arbeit untersucht, ob eine Implementierung des Blood Flow Restriction Widerstandstraining in physiotherapeutischen Praxen unter Beachtung der aktuell gültigen Richtlinien und Gesetze der gesetzlichen Krankenkassen möglich ist. Ergänzend dazu wird eine Anwendungsempfehlung für die Praxis erarbeitet. Methodik: Zur Beantwortung der Fragestellung wurde eine Literaturrecherche in den Datenbanken MEDLINE via PubMed, Cochrane Library und PEDro sowie über die Suchmaschinen Google Scholar und Livivo durchgeführt. Basierend auf den Auswertungen wurden Anwendungsempfehlungen erarbeitet und diese mit den aktuellen Richtlinien und Gesetzen der Physiotherapie auf Kompatibilität geprüft. Ergebnisse: 13 der identifizierten Publikationen erfüllten die Einschlusskriterien und wurden bei der Beantwortung der Fragestellung berücksichtigt. Eine Implementierung des Blood Flow Restriction Trainings ist nach den wissenschaftlichen Empfehlungen nicht möglich. Speziell die zeitlich begrenzte Behandlungszeit erschwert eine Umsetzung in physiotherapeutischen Praxen. Die erarbeiteten Anwendungsempfehlungen zeigen erste Lösungsansätze für eine Umsetzung. Schlussfolgerung: Die vorliegende Arbeit konnte auftretende Hindernisse bei einer Implementierung aufzeigen und gibt erste Lösungsansätze. Diese können als Orientierung für weitere Untersuchungen genutzt werden und sollten noch weiterführend auf Gültigkeit und Praktikabilität geprüft werden. Schlüsselwörter: Blutflussrestriktion, Widerstandstraining, Implementierung, Physiotherapeutische PraxisBackground: Blood Flow Restriction Training is a form of training combining low intensity resistance training at intensities of 20-60% of One-Repetition-Maximum with blood flow restriction. The higher metabolic results in added strength and hypertrophy, comparable to high intensity resistance training. Recently, this form of training has been the focus of a number of scientific projects. This current work examines whether an implementation of the Blood Flow Restriction resistance training is feasible in physiotherapy, given the current guidelines and legal recommendations for health insurance organizations. In addition, a recommendation for use in practice will be developed. Methods: A literature search in the databases MEDLINE via PubMed, Cochrane Library and PEDro and via the search engines Google Scholar and Livivo was conducted to approach the research subject. Using the set of published work, recommendations are developed how to apply which were checked for compatibility with the current guidelines and legal framework for physiotherapy. Results: It was found that 13 publications meet the inclusion criteria and were therefore included for this work. An implementation of the training is not advisable based on the recommendation in the scientific literature. And is in addition hampered due to the time limitations for treatment. The developed set of recommendations demonstrates initial solutions for an implementation. Conclusion: The present work points to possible hurdles for an implementation and spells out initial approaches. These application recommendations can be used to guide further investigations. However, these need to undergo further testing for validity and practicability. Keywords: Blood Flow Restriction, Resistance Training, Implementation, Physiotherapeutic Practic
Nutzung von Abwärme und erneuerbarer elektrischer Energie mit einer Hochtemperaturwärmepumpe gekoppelt mit einem thermischen Speicher
Hochtemperaturwärmepumpen (HTHP), die Abwärme als Wärmequelle nutzen, sind eine gute Möglichkeit für eine effiziente, kohlenstofffreie Prozesswärmeversorgung bis 150 °C. Die Kombination mit thermischen Speichern erhöht die Flexibilität des Systems und erlaubt die HTHP mit verfügbarer erneuerbarer Energie zu betreiben, Zeiten niedriger Stromkosten zu nutzen und den Spitzenlastbedarf zu reduzieren (Peak Shaving). Da Wärmepumpen aber mit kleinen Temperaturspreizungen arbeiten, lassen sie sich nicht gut mit sensiblen thermischen Speichern kombinieren. Für die Kombination mit der HTHP wird ein Speichersystem mit Thermalöl und elektrischem Erhitzer, der den Speicher auf über 300 °C heizen kann, vorgeschlagen. Die Simulation zahlreicher Varianten zeigt, dass das System kombiniert mit erneuerbaren Energien ein erhebliches Potential für die Reduzierung von CO2-Emissionen und den Bezug von Netzstrom hat
Entscheidungsorientierte Aufbereitung von Potentialen zur Nutzung von Wärmepumpen im Kontext der geodatenbasierten Wärmeleitplanung
Der Prozess der geodatenbasierten Wärmeleitplanung kann Akteure/-innen bei der kommunalen Wärmeplanung unterstützen. Ein zentraler Schritt ist dabei die Analyse der Potentiale verschiedener Wärmeversorgungstechnologien. Dafür werden Kennzahlen benötigt, um Eignungsgebiete identifizieren zu können. Wärmepumpen werden als zentrale Technologie für das Gelingen der Wärmewende angesehen. Somit werden Bewertungsverfahren benötigt, die die Eignung von Luft- und Erdwärmepumpen beschreiben. Daher wird in diesem Beitrag aufgezeigt, wie Kennzahlen erhoben werden können, die die Potentiale von Luftwärmepumpen sowie Erdwärmepumpen, die Erdkollektoren oder Erdsonden nutzen, unter Berücksichtigung des Flächenbedarfs bzw. von Schallemissionen beschreiben. Die errechneten Kennzahlen werden räumlich aggregiert, um sie auf entscheidungsrelevanten Ebenen zu visualisieren
Effects of minimalist footwear and barefoot running on the biomechanics and injury risk of runners
Laufen ist eine beliebte Freizeit- und Sportbeschäftigung, jedoch sind die Verletzungsraten hoch. Viele Läufer*innen leiden an laufbezogenen Überlastungsverletzungen (LBÜV), die durch repetitive Überlastung entstehen. Um das Risiko einer solchen Verletzung zu senken, kann adäquates Schuhwerk herangezogen werden. Es wird vermutet, dass gewöhnliche Laufschuhe (LS) an der Entstehung von LBÜV beteiligt sein können. Aus diesem Grund wird untersucht, welchen Einfluss das Barfuß-Laufen (BFLaufen) oder das Laufen in minimalistischen Schuhen (MS) auf diverse Parameter der Biomechanik der unteren Extremität (UE) hat. Es wurde beobachtet, dass gewohnte BF-Läufer*innen niedrigere Bodenreaktionskräfte und Belastungsraten, sowie veränderte Beinsteifigkeiten und Winkeleinstellungen von Knie und Sprunggelenk aufweisen. Außerdem scheinen Schrittfrequenz und Standbeinphase beim BF-Laufen oder Laufen in MS anders zu sein. Es wird diskutiert, ob diese Eigenschaften das Potential haben, der Entstehung von LBÜV entgegenzuwirken. Um das zu untersuchen, wurde in dieser Arbeit der Effekt vom BF-Laufen und dem Laufen in MS auf die Biomechanik der UE untersucht, um davon abgeleitet den Effekt auf das Risiko einer Verletzung bestimmen zu können. Hierfür wurde eine umfassende Literaturrecherche in den Datenbanken Medline, Chochrane Library und Pedro durchgeführt. In den Ergebnissen fiel auf, dass über das Entstehen von LBÜV Uneinigkeit in der Literatur herrscht. Bodenreaktionskraft (englisch: ground reaction force – GRF) und Belastungsrate konnten durch den BFoder MS-Zustand signifikant gesenkt werden, während die Steifigkeit von Standbein, Knie- und Sprunggelenk gestiegen sind. Die Knieflexion konnte teilweise gesenkt werden, wohingegen die Plantarflexion in allen Fällen verringert werden konnte. Schrittlänge, Schrittfrequenz und Standbeinphase wurden signifikant beeinflusst. Eine Aussage über Verletzungsrisiken ist nur personenbezogen möglich. Schlüsselwörter: Laufverletzungen, Überlastungsverletzungen, Barfuß-Laufen, Minimalistische Schuhe, BiomechanikRunning is a popular recreational and sporting activity, but injury rates are high. Many runners suffer from running-related overuse injuries (german: laufbezogene Überlastungsverletzungen (LBÜV)), which are caused by repetitive overuse. Adequate footwear can be used to reduce the risk of such injuries. However, it is suspected that ordinary running shoes (german: Laufschuhe (LS)) may be involved in the development of LBÜV. For this reason, the influence of barefoot (german: Barfuß (BF)) running or running in minimalist shoes (german: minimalistische Schuhe (MS)) on various parameters of lower extremity (german: untere Extremität (UE)) biomechanics was investigated. It has been observed that habitual BF runners exhibit lower ground reaction forces and loading rates, as well as altered leg stiffness and angular alignment of the knee and ankle. Furthermore, stride frequency and stance leg phase seem to be different in BF running or running in MS. It is discussed that these characteristics have the potential to counteract the development of LBÜV. In order to investigate this, the effect of BF running and running in MS on the biomechanics of the UE will be analysed in this study in order to determine the effect on the risk of injury. For this purpose, a comprehensive literature search was performed in the Medline, Chochrane Library and Pedro databases. The results show that there is disagreement in the literature about the occurrence of LBÜV. Ground reaction force (GRF) and loading rate could be significantly decreased by BF or MS condition, while stiffness of stance leg, knee- and ankle joint increased. Knee flexion could be partially decreased, whereas plantar flexion could be decreased in all cases. Step length, step frequency and stance leg phase were significantly influenced. A statement about injury risks is only possible in context. Keywords: Running related overuse injury, Injury risk, Biomechanics, Barefoot running, Minimalistic footwea
Wie die Wärmewende in Eigenheimen beschleunigt werden kann
Die Wärmewende muss drastisch beschleunigt werden, damit auch der Gebäudesektor bis 2045 treibhausgasneutral ist. Das kann nur gelingen, wenn die Politik ihre Maßnahmen so ausrichtet, dass allen Akteuren klimafreundliche Entscheidungen erleichtert werden. Eigentümer:innen von Eigenheimen beschäftigen sich in der Regel im Alltag nicht mit energetischer Sanierung. Sie schätzen den energetischen Zustand ihres Hauses häufig falsch ein und halten eine Sanierung nicht für erforderlich. Daher ist oft ein Anlass nötig, um eine Entscheidung anzustoßen. Ist der Anlass gegeben, kommen weitere Motive und Hemmnisse zum Tragen. Wichtige Hemmnisse können Finanzierung und Komplexität der Sanierung sein. Hier sollten politische Maßnahmen ansetzen. Ein breiter Policy Mix ist erforderlich – mit Ordnungsrecht, CO2-Bepreisung, Förderung und Information
Kulturimperialistische Einflüsse auf die pflegerische Profession in Deutschland
Theoretischer Hintergrund: Die Relevanz einer anderen Sichtweise auf die Situation der Pflege ergibt sich über die anhaltend angespannte Situation der pflegerischen Versorgung. Mit der Theorie von Iris Marion Young als Rahmenkonzept wird in dieser Arbeit untersucht, welche Auswirkung Kulturimperialismus als eine der fünf Formen der Unterdrückung auf die Pflege hat. Um dies zu erreichen, wird dieser Rahmen auf die berufliche Rolle und das Selbstverständnis bzw. Identität der Pflege angewendet. Methodik: In dieser literaturbasierten Arbeit werden Quellen zur Unterdrückung der Pflege analysiert und deren Auswirkungen hinsichtlich der pflegerischen Rolle und des Selbstverständnisses untersucht. Um einschätzen zu können, ob und in welcher Art kulturimperialistische Einflüsse auf die Pflege einwirken, werden diese Auswirkungen auf in Studien identifizierte Einflussfaktoren zur Rolle und der Identität von Pflege angewendet. Ergebnisse: Neben der Erkenntnis, dass die Pflege zu den unterdrückten Gruppen nach Young gehört, zeigen die Ergebnisse, dass Kulturimperialismus einen großen Einfluss auf die berufliche Rolle und das Selbstverständnis der Pflege und damit auf die pflegerische Profession im Allgemeinen hat. Dieser Einfluss ist nicht nur in der Pflegepraxis wahrnehmbar, es gibt ebenso Hinweise, dass er bis in die pflegerische Identitätsforschung reicht. Schlussfolgerung: Es bedarf mehr Sensibilisierung für dieses Thema in der Pflegepraxis sowie in der Pflegeforschung. Deshalb ist es zwingend notwendig, weiteren Erkenntnisgewinn voranzutreiben, um die Komplexität der Problematik besser erfassen zu können, vor allem in Bezug auf Benachteiligung von Pflege im Gesundheitswesen. Schlüsselwörter: Pflege, Kulturimperialismus, berufliche Rolle, berufliches Selbstverständnis, UnterdrückungTheoretical Background: The importance of a different perspective on the situation in nursing is highlighted by the ongoing tensions in the provision of nursing care. This study uses Iris Marion Young's theory as a framework to examine the impact of cultural imperialism, one of the five forms of oppression, on nursing. To achieve this, the framework is applied to the professional role of nursing and how nursing perceives itself. Methodology: In this literature-based study, sources of oppression of nursing are analysed and their impact on the role and identity of nursing is examined. In order to assess whether and to what extent cultural imperialist influences affect nursing, these effects are applied to influencing factors identified in studies of the role and identity of nursing. Results: In addition to the recognition that nursing is one of Young's oppressed groups, the findings show that cultural imperialism has a significant influence on the professional role and self-image of nursing, and thus on the nursing profession in general. This influence is not only felt in nursing practice, but there is also evidence that it extends into nursing identity research. Conclusion: There is a need for greater awareness of this issue in both nursing practice and research. Therefore, it is imperative that further knowledge is gained to better understand the complexity of the issue, especially in relation to the disadvantage of professional care in the health sector. Keywords: nursing, cultural imperialism, professional role, professional identity, oppressio
Kommunikationsmöbel: die Osterinsel in der Hildesheimer Innenstadt
Im Modul der 1:1 Architekturwerkstatt lernen und erproben Studierende den Entwurf und die Realisierung von Kleinstarchitekturen. Das Entwerfen erscheint dabei nicht abstrakt und entkoppelt von der Verwirklichung im Raum, so wie sich notwendigerweise die allermeisten Übungsaufgaben im Studium darstellen. Vielmehr werden mit dem eigenständigen Herstellen einer Architektur die Zusammenhänge zwischen Vorstellung und Bau, Entwurf und Resultat deutlich. Es wird gelernt, mit den vielfältigen Fragestellungen, Herausforderungen sowie Anforderungen von beteiligten Partner*innen umzugehen. In einer außergewöhnlichen Kooperation verschiedener Akteure konnte von HAWK Studierenden in der Hildesheimer Osterstraße eine bepflanzte Kommunikationsinsel zum Sitzen, Liegen, Stehen, Spielen, zum Pflanzen und Ernten, Essen, Trinken, Sonnen und Reden realisiert werden
Kindliche Trauerarbeit bei Geschwisterverlust: Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit in der Begleitung von trauernden Kindern bei Verlust eines Geschwisterkindes
Die vorliegende literaturbasierte Bachelorarbeit hat zum Thema, inwieweit Fachkräfte der Sozialen Arbeit für die Begleitung von trauernden Kindern bei Geschwisterverlust geeignet sind. Die Relevanz des Themas beruht auf dem anhaltenden noch geringen Forschungsstand. Es wird auf die Besonderheit einer Geschwisterbeziehung eingegangen und die lebenslangen Auswirkungen dieses Verlustes auf Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft des Geschwisters dargestellt. Die kindliche Trauerarbeit ist durch ihren Nicht- Ausdruck, Trauerpausen und Trauerpfützen einzigartig. Ziel war es, Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit bei der Begleitung von trauernden Kindern nach einem Geschwisterverlust herauszuarbeiten. Insgesamt lässt sich festhalten, dass Sozialarbeitende durch ihre Profession mit ihrem Fachwissen, ihren Fachkompetenzen und der wertschätzenden Haltung fähig sind, Kinder in ihrer Trauer zu begleiten. Dies wird auf Grundlage der Trauermodelle von Worden und Paul und den daraus ableitbaren Interventionen gezeigt. Jedoch sind der Handlungsfähigkeit der Sozialen Arbeit auch Grenzen, die ebenso thematisiert und sichtbar gemacht werden, gesetzt. Schlüsselwörter: Soziale Arbeit, Geschwisterverlust, Trauerbegleitung, Kinder, GeschwisterThis literature-based bachelor's thesis deals with the extent to which social work professionals are suitable for accompanying grieving children in the event of sibling loss. The relevance of the topic is based on the still low level of research. The special nature of a sibling relationship is addressed and the lifelong effects of this loss on the present, past and future of the sibling are presented. Childhood grief work is unique in its non-expression, pauses for mourning, and puddles of grief. The goal was to identify the possibilities and limitations of social work in assisting grieving children after a sibling loss. Overall, it can be stated that social workers are able to accompany children in their grief through their profession with their specialized knowledge, professional competencies and appreciative attitude. This is shown on the basis of the grief models of Worden and Paul and the interventions that can be derived from them. However, there are also limits to the ability of social work to act, which are also discussed and made visible. Keywords: social work, sibling loss, grief counseling, children, sibling