VOADo (Univ. Vechta)
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Richtlinie der Universität Vechta über das Verfahren und die Vergabe von Leistungsbezügen
Radical Innovations in the Food Industry: Investigating Perceptions and Acceptance of Cultured Meat
The modern food system, particularly the production of animal-based foods like meat, imposes a significant ecological burden that contradicts the goals of sustainable development. Despite widespread scientific consensus on the necessity of reducing animal-based food consumption to mitigate the environmental impact of the food system, the negative consequences are expected to be exacerbated by factors such as population growth and rising affluence. A potential paradigm shift toward a more sustainable food system could be realized through cultured meat, a radical innovation produced in vitro using tissue-engineering techniques. This method decouples meat production from traditional livestock farming and holds the potential to transform the meat industry. However, the successful adoption of cultured meat is contingent on consumer acceptance, a critical yet complex challenge given the inherent uncertainty and novelty associated with radical innovations. Research has identified numerous drivers and barriers to the consumer acceptance of cultured meat, emphasizing its multidimensional nature. This dissertation, comprising four articles and an edited volume contribution, investigates the factors influencing consumer acceptance of cultured meat, incorporating organizational factors and stakeholder perspectives. The research aims to provide new insights into consumer perceptions and acceptance, offering strategic implications for the successful market introduction of cultured meat within the food industry
Kultiviertes Fleisch: Sprunginnovation für eine nachhaltige Zukunft - Welche Ängste und Sorgen bestehen in der Gesellschaft?
Die Sprunginnovation kultiviertes Fleisch bietet das Potenzial, bestehende Problematiken unseres heutigen Fleischkonsums zu adressieren und damit eine der bedeutendsten Innovationen für die nachhaltige Entwicklung des 21. Jahrhundert zu werden. Gleichermaßen stellt sie die Gesellschaft vor vielerlei Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf die Schaffung von Akzeptanz. Um diesen Herausforderung begegnen zu können, ist es unabdingbar, zunächst die in der Bevölkerung bestehenden Ängste und Sorgen zu ermitteln und zu verstehen. Die im Rahmen verschiedener Gruppendiskussionen gesammelten und klassifizierten Bedenken von Bürger*innen werden im vorliegenden Diskussionspapier dargestellt, um einen Ausgangspunkt für einen öffentlichen Diskurs zu schaffen. Auf Basis dieser Erkenntnisse erwächst die zentrale gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft und Politik, Informationen bereitzustellen und transparent zu vermitteln, um Offenheit gegenüber Innovationen im Allgemeinen und kultiviertem Fleisch im Speziellen zu fördern
Eine Grounded Theory aus narrativ-biographischen Interviews mit alleinerziehenden Müttern
Elternschaft, ein zentrales Element von Familie, ist ein bedeutendes und vielschichtiges Thema im Fach Soziale Arbeit. Diese umfassende Studie untersucht die Frage: Wie erleben und gestalten Mütter Ein-Elternschaft? Basierend auf dreizehn biografischen Erzählungen von Müttern wurde eine Grounded Theory mit dem Phänomen der individualisierten Elternschaft entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, dass dieser Prozess ambivalent erlebt wird und von einer Dreierbeziehung zwischen Zumutungen, Kompetenzerleben und Performanz geprägt ist. Die Studie verdeutlicht die Herausforderungen und Erfahrungen der Mütter, sowie deren vielfältigen Handlungs- und Interaktionsstrategien in den Bereichen Selbstfürsorge, Familiensorge, finanzielle Versorgung und Identitätssorge. Zusätzlich wird die Bedeutung struktureller, sozialer und individueller Bedingungen betont, die die Handlungsfähigkeit der Mütter unterschiedlich beeinflussen. Im Zuge der erzählten Anforderungen birgt die individualisierte Elternschaft sowohl Chancen als auch Risiken
Gewalt als Berufsrisiko in der Kinder- und Jugendhilfe?! - Gewalt, Prävention und Sicherheit
Gewalt gegen Fachkräfte der Sozialen Arbeit ist leider keine Seltenheit. Dies war bereits in den 80er Jahren bekannt, als z.B. im englischsprachigen Fernsehsender BBC davon geredet wurde, dass in den drei Jahren von 1985 bis 1988 mehr Sozialarbeiter-innen während ihrer Berufstätigkeit getötet wurden, als Polizist-innen (vgl. Wolbold 2003:167) und auch heute erleben Fachkräfte der Sozialen Arbeit sehr häufig Gewalt. Dennoch wird dieses Thema selten in den Fokus genommen und es existiert in Deutschland kaum Literatur zu diesen Sachverhalten (vgl. ebd.), daher wird in dieser Arbeit häufig englischsprachige Literatur herangezogen. Diese Problematik hat sich auch in den letzten Jahren immer wieder herausgestellt, so sagte Trutz von Trotha bereits im Jahre 1997 „obwohl das Thema Gewalt eine Fülle sozialwissenschaftlicher Literatur hervorgerufen hat, ist der Stand der Gewaltforschung ungenügend“ (Von Trotha 1997: 9). Des Weiteren ist „die Soziologie der Gewalt eine Soziologie der Ursachen, aber keine Soziologie der Gewalt“ (ebd.). Um sich dem Thema nähern zu können, bezieht sich diese Arbeit auf die Definition der Gewalt, bei der „das Vorhandensein einer vorsätzlichen physischen und/ oder psychischen Schädigung anderer Personen bzw. einer Schädigung der Sachen dieser Person“ (Melzer/ Schubarth 2015: 23), als Gewalt bezeichnet wird. Im vergangenen Semester wurde in einem Forschungsprojekt das Thema Gewalt gegen Fachkräfte der Sozialen Arbeit bearbeitet. In der Auswertung wurde deutlich, dass in dem Handlungsfeld der stationären Kinder- und Jugendhilfe das Vorhandensein von Gewalt-Präventionskonzepten oder Konzepten in Bezug auf Gewalt ausschlaggebend dafür sein kann, dass den Fachkräften Handlungsspielräume und -alternativen in gewalttätigen Situationen vorliegen und dies die Wahrscheinlichkeit zur Entstehung einer gewalttätigen Situation vermindert. Aus diesem Grund schließt sich die Masterarbeit den Ergebnissen des Forschungsprojektes an und befasst sich mit der Frage: „Welche Zusammenhänge werden deutlich zwischen dem Vorhandensein von Präventionskonzepten und Konzepten in Bezug auf Gewalt und der Gewaltausübung von Klient-innen an Fachkräften in stationären Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe und wie ist der Sicherheitsaspekt mit dem Vorhandensein und der Nutzung dieser Konzepte verknüpft?“. Die Thematik der Gewalt gegen Fachkräfte der Sozialen Arbeit wurde, wie bereits angedeutet, vor allem auf internationaler Ebene in den Blick genommen, auf nationaler Ebene stellt sie jedoch ein Thema dar, das zwar in den Medien herangezogen, als relevantes Thema in der Forschung jedoch missachtet wird. Während die berufsbezogene Gewalt im allgemeinen, sowie die Gewalt von Klient-innen in anderen Handlungsfeldern (z.B. im Schulwesen) bereits aufgegriffen wurde, fällt die der Sozialen Arbeit eher „unter den Tisch“. Infolgedessen gibt es auch bisher keine speziellen Studien zur Gewaltprävention in der Sozialen Arbeit. Die Forschungslücke wird an diesem daher bereits auf mehreren Ebenen deutlich. Die Forschungsfrage dieser Arbeit kann aufgrund der eher geringen Ergebnisse der bisherigen Studien zunächst kaum beantwortet werden, daher werden mit Hilfe einer qualitativen Datenerhebung zusätzliche Ergebnisse herangezogen, um sich dem Versuch zur Beantwortung dieser relevanten Frage zu nähern. Dabei erfolgt die Annäherung an das Thema auf theoretischer und empirischer Ebene und verfolgt das Ziel anhand der hypothesenerkundenden Untersuchung in Form eines Expert-inneninterview neue Ergebnisse darstellen zu können, um zudem zukunftsorientierte, wissenschaftliche Hypothesen erstellen zu können
Bachelorstudiengang Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Soziale Innovationen (BA GeNauSo) : Prüfungs- und Studienordnung
Hoping for community in a technologically decelerated world - a critical utopian approach
Diese Studie wurde im Rahmen der Fördermaßnahme "Corona Crisis and Beyond" von der VolkswagenStiftung gefördert [Förderkennzeichen Az 98893].Against the backdrop of technological acceleration during the Covid-19 pandemic, this paper addresses how educational practitioners’ hopes articulate a critique of the present and simultaneously give voice to (im)possible futures. Drawing on Bloch’s "principle of hope" (1995), Appadurai’s "traces of future" (2021) and Levitas’ "utopia as method" (2013), we utilize a critical utopian approach inspired by Mu˜noz (2009). We interviewed educational practitioners who worked with young people during the pandemic, and identify three themes articulating our interviewees’ hopes for technologically decelerated futures: 1) young people’s participation in decision-making, which is linked to the wish for more visibility for young people in the future; 2) mutual care, which is interwoven with the wish for support in young people’s lives to be more reliable; 3) appreciation for other groups, opinions and ways of life, which is linked to the wish for more future interpersonal understanding. These three themes point to an overarching desire for solidarity in community which needs time, occasions, role models and spaces of encounter. We discuss the priority of technologically decelerated hopes and conclude with implications for future research that brings together imaginations of futures, observations of practical action and designs for future artefacts
„... alle Jugendlichen suchen ja in der Pubertät den Sinn des Lebens“ – Radikalisierungsprozesse aus Perspektive von Fachkräften der Präventionspraxis
Der Beitrag widmet sich auf Basis von 25 leitfadengestützten Interviews mit Fachkräften der Islamismusprävention unterschiedlichen Perspektiven auf Radikalisierungsprozesse. Im Zentrum steht die Frage, welche Narrative und Annahmen über diese Prozesse im Handlungsfeld vorherrschen. Als Analyseraster dient eine Heuristik auf Grundlage der Synthese gängiger Modellierungen von Radikalisierungsverläufen. Im Ergebnis zeigen sich bei den befragten Fachkräften vier vorherrschende Typen, in denen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte hervorgehoben werden. Im ersten Typ wird Radikalisierung als ein Stufenprozess verstanden, der mit einem identifizierbaren Auslöser oder Wendepunkt beginnt und zu einer intensiven Auseinandersetzung mit radikalen Ideologien führt. Der zweite Typ sieht Radikalisierungsprozesse als jugendspezifische Orientierung an, wobei Jugendlichen
grundsätzlich eine erhöhte Empfänglichkeit für radikale Narrative zugeschrieben wird. Der dritte Typ hebt die Bedeutung des sozialen Umfelds und negativer Reaktionen auf religiöse Sinnsuche für Radikalisierungsprozesse hervor. Im vierten Typ wird Radikalisierung insbesondere als Rekrutierung durch etablierte radikale Szenen betrachtet, die gezielt neue Mitglieder gewinnen wollen. Dies geschehe durch Inszenierung als Vertreter*innen der Muslim*innen und durch das Ausnutzen gesellschaftlicher Debatten. Die Ergebnisse zeigen, dass Fachleute der Präventionspraxis unterschiedliche Perspektiven auf Radikalisierungsprozesse haben, wodurch Diskurse über das Phänomen beeinflusst und potenziell unterschiedliche Ansätze der Prävention impliziert werden
15 years of degrowth research: A systematic review
In academia and political debates, the notions of ‘degrowth’ has gained traction since the dawn of the 21st century. While some uncertainty around its exact definition remains, research on degrowth revolves around the idea of reducing resource and energy throughput as a unifying theme. We employ a mixed-methods design to systematically review the scientific peer-reviewed English literature from 2008 to 2022 that refers to ‘degrowth’ or ‘post-growth’ in title, keywords or abstract (N = 951). We find a lack of concrete distributional and monetary policy proposals in the sample analyzed, and a low overall degree of collaboration among authors in relation to degrowth's age and size. The scientific peer-reviewed literature analyzed can be grouped into seven clusters along two major gradients, one along methodology (qualitative-quantitative) and the other along scale-of-analysis (individual-societal). We conclude that the academic literature about degrowth would benefit from a more prominent discussion of the political implications of its ideas and proposals, and that in particular the debate about distributional policy implications of degrowth should be more prominent and concrete, with a stronger focus on distributional policies in a degrowing economy
Medizinischer Kinderschutz zwischen Elternrecht, Selbstbestimmungsrecht und Schutzverantwortung. Teil 2 – praktische Handlungsoptionen
Im zweiten Teil des Beitrages werden die rechtlichen Rahmenbedingungen aus dem 1. Teil auf Fallbeispiele angewandt und diskutiert