VOADo (Univ. Vechta)
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Bachelorstudiengang Combined Studies, Teilstudiengang Sport : Prüfungsordnung, Dreiundzwanzigste Änderung
Kriegstraumata. Eine anthropologische Herausforderung
Aktualität des Themas: Die Weltkriege sind 100 und 73 Jahre her; dennoch finden derzeit mehr Konflikte denn je statt; derzeit über 50 an der Zahl. Auch deutsche Soldaten werden in Auslandseinsätzen und multinationalen Friedensmissionen eingesetzt und kommen mit körperlichen, aber auch seelischen Verletzungen aus dem Ausland zurück nach Deutschland. Die vorliegende Arbeit versucht nun darzustellen, wie Soldaten durch kriegerische Auseinandersetzungen in ihrer Persönlichkeit verändert werden, vor allem, wenn sie in vorderster Front stehen und kämpfen und so dem Tod mehrfach ins Auge geschaut haben. Stark in Mitleidenschaft gezogen werden kann das soziale Umfeld, und hier vor allem der Bereich seiner Familie, seiner Freunde und seines Berufes.
Die gängige Literatur wurde zu diesem Problemfeld gesichtet und aufgearbeitet (Kapitel 1).
Darüber hinaus wurden 10 Weltkriegsteilnehmer rekrutiert, die vollumfänglich einem narrativen Interview von 60-180 Minuten Länge zur Verfügung standen. Interviewabbrüche von Seiten des Interviewers oder des Interviewten fanden nicht statt.
Alle Interviews wurden nach Einholen der Zustimmung der Weltkriegs-Teilnehmer auf Diktiergerät aufgezeichnet und später transkribiert. Deren Erlebnisse sind präsent und für sie emotional aktuell, so als wären sie gestern erst passiert. Ein Verlust der Aktualität ist jetzt – mehr als 70 Jahre nach dem Erleben – nicht zu bemerken. Im Gegenteil, die Teilnehmer denken täglich an den Krieg und das, was ihnen passiert ist. Der Krieg ist zu einem Teil ihrer selbst geworden. Zusätzlich wurden situative Protokollnotizen erstellt, die die Interviewsituation und die Stimmung, und hier auch Differenzen zwischen Gesagtem und emotionalem Inhalt, wiedergeben. Weiter wurden angefügt Briefe aus dem Kessel von Stalingrad, die mit dem Tode des Soldaten ebendort enden (Kapitel 2).
Die Kriegserlebnisse der 10 WK-Teilnehmer werden umfassend wiedergegeben und im Kontext vorhergehender Literaturrecherchen interpretiert und diskutiert.
Dieses bedingt zunächst einen ersten Handlungsbedarf, der in der Betreuung und Kontaktierung der Personen gesehen wird. Hier ist die Praktische Theologie gefordert, auch den jüngeren Rückkehrern zu helfen und an ihrer Seite zu stehen, wenn die schwierige Heimkehr und Wiedereingliederung realisiert werden müssen. Erste Wege werden hierzu angedacht (Kapitel 3).
Die Militärseelsorge als spezielles Handlungsfeld der Praktischen Theologie ist hier in Zukunft explizit gefordert. Die betroffenen Soldaten sind nach Einsatz und Rückkehr professionell zu begleiten. Veteranen dürfen nicht mit ihren grauenhaften Kriegserlebnissen alleingelassen werden
Studiengang Master of Education für das Lehramt an Grundschulen : Prüfungsordnung, Sechste Änderung
Erweiterungsfach für das Lehramt an Grundschulen : Ordnung über die Aufnahme, Erste Änderung und Neubekanntmachung ; Ordnung über Studium und Prüfungen, Erste Änderung und Neubekanntmachung
Migration von hoch qualifizierten Arbeitskräften in ländliche Räume - Untersuchung der Aushandlungsprozesse und der Geschlechterverhältnisse bei der Wanderungsentscheidung von Paaren
Die vorliegende Arbeit ist ein Schnittpunkt geografischer Migrations- und Genderforschung. Das übergeordnete Ziel ist es, den Aushandlungsprozess von Paaren im Rahmen einer Migrationsentscheidung im Kontext eines Arbeitsplatzwechsels einer beruflich hoch qualifizierten Person näher zu beleuchten. Die Arbeit stützt sich hauptsächlich auf das Wanderungsmodell von Kalter (1997) bei dem der Wanderungsprozess in die drei Phasen Wanderungsgedanke, Wanderungsplan und die tatsächliche Wanderung unterteilt wird. Es dienen zehn narrative Interviews von fünf Paaren als Ergebnisgrundlage. Die Interviews wurden angelehnt an Schützes (1983) Narrationsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass teilweise schon vor den ersten Wanderungsgedanken Aushandlungen zwischen den Paarpersonen erfolgten, die anschließend den Prozess der Migrationsentscheidung beeinflussen. Alle Paare folgten einer unterschiedlichen Strategie zur Entscheidungsfindung. Ausgleichzahlungen für die benachteiligte Paarperson, den tied mover, wurde auch für die vorliegende Studie als Faktum festgestellt. Im Haushalt lebende Kinder erleichterten den Entscheidungsprozess für die Paarpersonen sowie die Affinität zu ländlichen Räumen. Die Wahrnehmung und die Auseinandersetzung der Paare mit dem potenziellen ländlichen Zuwanderungsraum waren unterschiedlich. Eine kleinräumige Differenzierung erfolgte nicht. In den Aushandlungsprozessen waren größtenteils egalitäre sowie patriarchalische Muster gleichermaßen vorhanden. Die patriarchalischen Geschlechterverhältnisse existieren überwiegend aufgrund der höheren Wertigkeit der Berufe der hoch qualifizierten Paarperson
Past and present-day geomorphodynamics in highly loess-influenced marginal areas of Central European uplands
Die Hänge der mitteleuropäischen Mittelgebirge sind großflächig mit geschichteten quartären Sedimenten bedeckt, welche einerseits bedeutende Paläoumweltarchive der spätpleistozänen und holozänen Landschaftsentwicklung darstellen und andererseits die Hangstabilität und aktuelle Geomorphodynamik beeinflussen.
Entlang der Mittelgebirgsränder, wo sich periglaziale Deckschichten mit Lössen und Schwemmlössen verzahnen, sind komplexe periglaziale Sedimentabfolgen zu finden, die sich in besonderem Maße für die Rekonstruktion der spätpleistozänen Landschaftsdynamik eignen. So zeigen Untersuchungen in Nordhessen, dass sich zwischen Solifluktionslagen eingeschaltete Schwemmsedimente zuverlässig mittels Optisch-Stimulierter Lumineszenz (OSL) datieren lassen und eine chronostratigraphische Interpretation spätpleistozäner Sedimentationszyklen ermöglichen.
Jüngere Veränderungen der periglazialen Oberfläche durch natürliche und anthropogene Prozesse spiegeln hingegen die geänderten Umweltbedingungen im Holozän und den zunehmenden Eingriff des Menschen seit dem Neolithikum wider. Für ein in periglaziale Sedimente eingeschnittenes Gullysystem in Nordhessen konnte anhand von Schwemmfächerablagerungen und Kolluvien der Beginn der Runsenbildung auf die späte Bronzezeit datiert und die Hauptphase der Gullyerosion für das späte Mittelalter rekonstruiert werden.
Darüber hinaus ist der Aufbau der periglazialen Sedimentdecke, insbesondere der Wechsel bodenmechanisch unterschiedlich stabiler Schichten, eine wichtige Steuergröße für das Auftreten von Hanginstabilitäten. Untersuchungen zu bodenphysikalischen und bodenmechanischen Eigenschaften der quartären Sedimentdecke im Wienerwald zeigen, dass die Deposition zu flachgründigen Rutschungen dort am größten ist, wo Schwemmlösse zwischen periglazialen Deckschichten auftreten. Auslöser für Rutschungsereignisse sind jedoch durch Wasserstau und Interflow über der Basislage bedingte, hohe Wassergehalte innerhalb der Schwemmlösspakete.
In beiden Untersuchungsgebieten zeigte sich ein direkter Einfluss der spätpleistozänen Sedimentation auf die holozäne, historische wie aktuelle, Geomorphodynamik