VOADo (Univ. Vechta)
Not a member yet
547 research outputs found
Sort by
Eine Ethnographie über Praktiken der Herstellung des Kindergartenkindes
Die Dissertationsschrift von Dominik Farrenberg nimmt - am Beispiel der Frühpädagogik - Ordnungsbildungen und Regierungsweisen in pädagogischen Kontexten empirisch in den Blick. In einer Ethnographie in zwei Kindertageseinrichtungen wird anhand einer Vielzahl ethnographischer Szenen erstens herausgearbeitet, wie spezifische Akteur_innen über ihre Teilnahme an einer pädagogisch-institutionell wie generational geordneten Praxis als ‚Kindergartenkinder‘ hervorgebracht werden. Zweitens wird analysiert, in welcher Weise diese Herstellung mit machtvollen Regierungsweisen einhergeht, welche die als Kindergartenkind adressierten und positionierten Akteur_innen disziplinierend, normierend und normalisierend ordnen sowie zugleich - qua spezifischer Selbst- und Herrschaftstechnologien - die Produktion eines spezifischen Selbst ermöglichen. Die Studie nimmt dabei eine Forschungsperspektive und Erkenntniseinstellung ein, die im Verständnis einer ‚regierungstheoretisch informierten Praxeologie‘ Ethnographie als eine Forschungsstrategie begreift, welche auf das performative wie diskursive, ordnungsbildende Vollzugsmoment der Praxis abzielt.
In einer detailreichen Spurensuche lässt die Studie hinterfragbar werden, was bezogen auf Frühpädagogik und Kindertageseinrichtungen gemeinhin als selbstverständlich angenommen wird. Insbesondere wird systematisch aufgezeigt, wie generationale, pädagogisch-institutionelle und auch kinderkulturelle Ordnungsbildungen Möglichkeits- und Bedingungsräume - RegierungsSpielRäume - dafür bereitstellen, dass spezifische Akteur_innen zu Kindergartenkindern werden. So werden Praktiken der Adressierung, die Bedeutung der örtlich-territorialen Strukturen in der Kindertageseinrichtung und die Akteur_innen kollektivierenden Rituale ebenso analysiert wie die immer schon generational geordnete Begegnung von Kinder- und Erwachsenenkörpern. Des Weiteren geraten Ordnungen des Spielens, Praktiken des Ausweisens von Entwicklung im Kontext frühkindlicher Bildungsdokumentation und das Verstrickt-Sein der Akteur_innen in teilweise konfligierende Zugehörigkeitskonstellationen ebenso in den Blick wie das regierende Zusammenspiel aus Ordnungsbildungen und Regeln insgesamt
Bachelorstudiengang Combined Studies Teilstudiengang: Geschichte : Prüfungsordnung, Zwanzigste Änderung
Konsekutiver Masterstudiengang Soziale Arbeit, Zugangs- und Zulassungsordnung, Zweite Änderung, Neubekanntmachung
"Türkische Schülerinnen" und "fremde Patienten" : Differenz und Rassismus in Schule und Psychotherapie
Diese kumulativ angelegte Arbeit beschäftigt sich vor einem rassismustheoretischen Hintergrund mit Konstruktionen von Differenz in den Feldern Schule und Psychotherapie. Erkenntnisleitend ist die Fragestellung, wie, unter welchen Bedingungen und mit welchen Auswirkungen Differenz in Schule und Psychotherapie im Kontext von Migration hergestellt wird. Forschungsgegenstände sind narrative Identitätskonstruktionen im Feld Schule sowie textuelle Diskurse im Feld Psychotherapie. Mittels der Methoden der Intersektionalen Mehrebenenanalyse und der Wissenssoziologischen Diskursanalyse werden für beide Felder empirische Facetten von Rassismus herausgearbeitet, die sich sowohl in situativen Selbstbeschreibungen manifestieren, als auch auf der Ebene fachspezifischer Diskurse ›Inter- und Transkultureller Psychotherapie‹. Zentrale Ergebnisse sind dabei: (1.) die Nutzung unterschiedlicher Kategorien für rassistische Unterscheidungen (z.B. Religion, Sprache und/oder ›Kultur‹), die sich in beiden Feldern mit weiteren Kategorien wie Geschlecht und Generation verschränken, (2.) der Anschluss rassistischer Unterscheidungen an kontextspezifisch etablierte Kategorien (wie ›Fremdheit‹ oder ›Trauma‹ in der Psychotherapie bzw. Psychoanalyse) im Sinne einer Diskurskoalition und darüber Legitimation und Stabilisierung von Rassismus als Herrschaftsverhältnis, sowie (3.) die Bedeutung von Othering-Prozessen im Sinne der impliziten Konstruktion und Aufrechterhaltung von persönlichen wie kollektiven Selbstbildern über explizite Fremdpositionierungen. Diese werden im Kontext von Migration sowohl im pädagogischen Sprechen, in psychotherapeutischen Diskursen, als auch auf der Ebene der Erforschung von Rassismus relevant und machen eine kontinuierliche, psychoanalytisch informierte (Selbst-)Reflexion von pädagogisch und psychotherapeutisch praktisch wie forschend Tätigen notwendig
Bachelorstudiengang Combined Studies, Teilstudiengang Erziehungswissenschaften : Prüfungsordnung, Vierundzwanzigste Änderung
مرجع مصطلحات العمل الاجتماعي ثنائي اللغة إنجليزي/عربي
The reference book “English for Social Work: A bilingual terminology handbook” has been developed collaboratively by the University of Vechta, Germany and the German Jordanian University (GJU), Jordan. The project forms part of the partnership activities between the two Universities and aims to meet the specific learning needs of
an Arabic-speaking target group.
The development of this reference book was made possible through the project ‘New Perspectives through Academic Education and Training for young Syrians and Jordanians (JOSY)’. The Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH is implementing this project, which was commissioned by the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ).
The book project is part of the wider JOSY project and supports the master degree programme, ‘Social Work for Migration and Refugees’ at the German Jordanian University (GJU). This English for specific purposes language-learning resource will be a key part of the teaching materials for this course. It aims to meet the demand for such resources from Jordanian and Syrian students wishing to improve their social work English language skills.
Free access to this teaching and learning resource as an open access publication has been part of this project concept since its inception. As such it will be available to interested universities, specialist institutes, NGOs, GIZ projects and students. In this way, the content of the work can be disseminated in the whole of the Arabic-speaking world.
This work is an adapted, extended, and translated version of the German-English book by Magnus Frampton, Fachenglisch für die Soziale Arbeit, Weinheim (Beltz Juventa) 2013, 20172; ISBN: 978-3-7799-3625-1 We would like to thank Beltz Juventa for their kind permission to reproduce the appropriate passages from this original text