VOADo (Univ. Vechta)
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    Feminist Futures: Was Degrowth von feministischer Wissenschafts-, Wirtschafts- und Wachstumskritik lernt

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    Der Diskurs um Degrowth/Postwachstum hat in den letzten Jahren vor dem Hintergrund sich zuspitzender ökologischer Krisen an Bedeutung gewonnen. Während die ökologische Wachstumskritik im Zentrum des Diskurses steht, werden feministische Wirtschafts- und Wachstumskritik oft nur ungenügend rezipiert und integriert. Die vorliegende Rahmenschrift zur kumulativen Dissertation geht der übergreifenden Forschungsfrage nach, was Degrowth von feministischer Wissenschafts-, Wirtschafts- und Wachstumskritik lernt und welche Grundzüge eines kritisch-feministischen Degrowth-Ansatzes sich daraus ergeben. Nach einer Einführung in den Degrowth-Diskurs wird vor dem Hintergrund feministischer Wissenschaftskritik eine eigene wissenschaftstheoretische Verortung vorgenommen. Im Anschluss wird die Dissertation theoretisch in die feministische Wirtschafts- und Wachstumskritik an der Schnittstelle von Feministischer Ökonomie und Ökologischer Ökonomie eingebettet. Einer Zusammenfassung und Verortung der vier Dissertationsartikel folgt – gleichsam als Destillat des Forschungsprozesses – die post-analytisch verfasste prä-analytische Vision des kritisch-feministischen Degrowth-Ansatzes. Dieser kombiniert eine realistisch-relationale Ontologie, eine intersektionale Standpunkt-Epistemologie, einen wissenschaftstheoretisch fundierten, methodologischen Pluralismus und eine ethisch-politische Grundhaltung, die das ‚gute Leben für Alle‘ als Zielgröße des Wirtschaftens hat. Dieser kritisch-feministische Degrowth-Ansatz gibt Anhaltspunkte für kleine Schritte und große Transformationen, warnt jedoch gleichzeitig davor zu glauben, dass eine sozial-ökologische Transformation auch automatisch geschlechtergerecht sei: Feminist Futures zu fordern bedeutet dezidiert anzuerkennen, dass es in Bezug auf zukunftsfähiges Wirtschaften in einer Postwachstumsgesellschaft keine feministischen Forderungen ohne globale Umweltgerechtigkeit, aber eben auch keine Umwelt- und Wirtschaftspolitiken ohne kritische Feminismen geben kann

    Plastik / Müll

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    Die neomateriell variierte Willkommensformel »Welcome to the Plasticene« (Reed 2015) verstofflicht die Anthropozän-Hypothese, die sich dabei in ihrer ökologischen Hyperkomplexität auf die raumzeitliche, mitunter latente All-Gegenwart von Plastik(-müll) zusammenzieht. Zudem gibt sie der Durchbruchsrhetorik einer terminologisch längst schon von einer Reihe nicht-menschlicher AkteurInnen dezentrierten ›Menschenzeit‹ (vgl. Schneidermann 2017: 172) eine ›düstere‹, d.h. epistemisch verdunkelte, mitunter deprimierende Wendung (vgl. Morton 2016: 5)

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