VOADo (Univ. Vechta)
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    Qualities and Long-Term Effects of Mediation

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    Um die langfristigen Wirkungen und die Nachhaltigkeit von Mediation zu klären, haben wir Ansätze und Erkenntnisse aus der Mediationsforschung, der Psychologie und der Beratungs- und Therapieforschung ausgewertet. Auf dieser Grundlage haben wir ein hypothetisches Modell von Mediationsqualitäten entwickelt, das wir in einer prospektiven Längsschnittstudie getestet haben. Dazu untersuchten wir die langfristige Wirksamkeit von Mediation in 303 eskalierten zivilrechtli-chen Streitigkeiten sehr unterschiedlicher Art. Unsere Hauptergebnisse deuten darauf hin, dass es langfristige Auswirkungen von antezedenten Strukturqualitäten wie der Qualifikation des Mediators und den Persönlichkeitsmerkmalen der Teilnehmer sowie von Konfliktthemen, aber auch von Pro-zessqualitäten wie der Verhandlungsführung, der Erörterung aller Anliegen und Probleme und der Ehrlichkeit der Teilnehmer gibt. Ergebnisqualitäten der Vereinbarung hatten auch langfristige Aus-wirkungen auf Vertragstreue, Zeit- und Kosteneinsparung, Langzeitgerechtigkeit, Beziehungs- und Lebensqualität, Zufriedenheit und Konfliktkompetenz sowie die Einstellung der Parteien zur Medi-ation. Es folgen Überlegungen zur weiteren Forschung, Praxis und Ausbildung.To clarify the long-term effects and sustainability of mediation, we reviewed approaches and findings from mediation research, psychology, and counseling and therapy research. On this basis, we have developed a hypothetical model of mediation qualities that we tested in a prospective lon-gitudinal study. To this end, we examined the long-term effectiveness of mediation in 303 escalated civil disputes of very different nature. We report main findings that indicate there are long-term effects of antecedent structural qualities such as mediator qualifications and personality traits of the participants, as well as conflict issues, but also process qualities such as conduct of negotiations, explanation of all concerns and issues, and honesty of participants. Outcome qualities of the agree-ment also had long-term effects on contract compliance, time and cost savings, long-term fairness, relationship and quality of life, satisfaction and conflict competence, and parties' attitudes toward mediation. Reflections on further research, practice and training follow

    Das Beispiel der nordwestdeutschen Schweinefleischproduktion

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    Im Zuge einer stetig wachsenden Weltbevölkerung kommt der Produktion von Lebensmitteln eine immer größere Bedeutung zu. So rückt die Agrar- und Ernährungswirtschaft zunehmend in den Fokus gesamtgesellschaftlicher Betrachtungen wie auch wissenschaftlicher Forschung. Insbesondere agrarische Intensivgebiete nehmen eine herausgehobene Stellung ein, wenn es um eine dauerhafte Versorgung der (Welt-)Bevölkerung mit Nahrungsmitteln geht. Stellvertretend für eine gesamte, weltweite Industrie wird in der vorliegenden Arbeit der Nordwesten Deutschlands - und insbesondere die Regionen ‚Weser-Ems‘ (Niedersachsen) und ‚Westfalen-Lippe‘ (Nordrhein-Westfalen) - als Standorte intensiver Nutztierhaltung (hier: Produktion von Schweinefleisch) mit globalem Absatzmarkt untersucht. Neben den Fragen nach räumlicher Organisation und politischen Steuerungsmöglichkeiten steht insbesondere die Frage der Machtverteilung im Produktionsnetzwerk im Vordergrund der Untersuchung. In der vorliegenden Arbeit wird Macht als relationales Konstrukt verstanden und es erfolgt eine umfassende Untersuchung von Machtkonstellationen im Produktionsnetzwerk Schwein für die obig genannte(n) Region(en) Nordwestdeutschlands. Der Machtbegriff selbst weist sehr heterogene Bedeutungen auf, die ihm je nach Kontext und Verwendungszweck zugeschrieben werden. Darüber hinaus ist er zentrales Thema für die Analyse von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhängen. Die Dekonstruktion des Machtbegriffs erfolgt vor dem Hintergrund, dass sich in den letzten Jahrzehnten ein beachtlicher Literaturkorpus entwickelt hat, der sich - nicht zuletzt getrieben durch die zunehmende Vernetzung im Zeitalter der Globalisierung - Ketten- und Netzwerkansätzen bedient, um zu evaluieren, wie globale Produktion unter Annahme unterschiedlicher Machtkonstellationen gesteuert wird. Netzwerk- und auch Kettenansätze sind insbesondere im globalen Kontext mit Macht oder gar Machtgefällen durchzogen. Daher empfiehlt es sich geradezu, den Machtbegriff in einen räumlichen Kontext zu übertragen, was in der vorliegenden Arbeit mittels eines relationalen Ansatzes erfolgt und selbige somit in einen explizit wirtschaftsgeographischen Kontext stellt. Anspruch dieser Arbeit ist es, innerhalb dieses relational-dynamischen Gefüges die Machtstrukturen im Produktionsnetzwerk Schwein offenzulegen und gleichzeitig zu analysieren, wobei sämtliche direkt und indirekt an der Produktion beteiligte Akteure Berücksichtigung finden. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, indem die empirische Untersuchung auf 39 leitfadengestützte Experteninterviews zurückgreift

    An Experimental Analysis of Leadership, Cooperation, Competition and Decision-Making - Five Essays in Behavioral and Experimental Economics -

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    This dissertation is a collection of five stand-alone research papers. Each study addresses a scientifically relevant research question in a management context that is answered using a controlled lab experiment. The introduction puts the papers in a more general context. The first three studies examine the effects of Leading-by-Example on group cooperation. The first study uses a meta-analysis and examines the impact of Leading-by-Example in comparison with simultaneous contribution settings. The results show that the establishment of a leader leads to persistently higher contributions, while the aggregate effect remains stable over time and increases in group size. The second study investigates a causal relationship between leadership, (endogenous) team size and cooperation. The results show that high contributions of leaders encourage higher contributions of their followers which foster migration into their teams. However, the leader-effect diminishes with group size. Moreover, the results show that incumbents sacrifice economic benefits from potential entrants in order to maintain intra-team cooperation. The third study investigates the relationship between leadership, intragroup cooperation, and attrition rates in an online experiment. We observe that successful cooperation delays attrition. Moreover, groups with low initial contribution rates also suffer from rather premature attrition. The fourth study investigates how group formation changes competitive behavior. The study systematically modifies the rules for prize allocation to explain behavioral differences between contests between individuals and between groups. The results show that group formation itself does not lead to a change in overall competitive behavior. The results indicate no evidence that group formation increases both outgroup hostility and unconditional ingroup favoritism. The results imply that group formation increases contest expenditure only in case of perceived fairness within the group. Last, not least, the fifth study focuses on taking responsibility for decisions. The results show that a large proportion of participants disguise their responsibility for the decision behind an outcome of a diced lottery. Moreover, the results show that more selfish givers more often disguise their responsibility. We interpret these results as indicating that givers disguise their responsibility to avoid being perceived as selfish or greedy. However, we find no evidence that the disguise itself leads to a more selfish change in allocation.Diese Dissertation ist eine Sammlung von fünf eigenständigen Studien. Die Studien befassen sich mit wissenschaftlich relevanten Fragestellungen, die mithilfe von Laborexperimenten beantwortet werden. Die Einleitung stellt die Studien in einen allgemeinen Kontext. Die ersten drei Studien untersuchen die Auswirkungen von Leading-by-Example auf das Kooperationsverhalten. Die erste Studie verwendet eine Meta-Analyse und untersucht Leading-by-Example im Vergleich zu simultanen Beitragssettings. Die Ergebnisse zeigen, dass die Etablierung eines Leaders zu anhaltend höheren Beiträgen führt, während der Gesamteffekt über die Zeit und mit zunehmender Gruppengröße stabil bleibt. In der zweiten Studie wird ein kausaler Zusammenhang zwischen Führung, (endogener) Teamgröße und Kooperation untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass hohe Beiträge der Leader zu höheren Beiträgen ihrer Gefolgsleute führen, was die Migration in ihre Teams fördert. Der Leader-Effekt hingegen nimmt mit der Gruppengröße ab. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass wirtschaftliche Vorteile von potenziellen Neueinsteigern geopfert werden, um die teaminterne Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten. Die dritte Studie untersucht in einem Online-Experiment die Beziehung zwischen Führung, Kooperation und Abbruchraten. Es zeigt sich, dass erfolgreiche Kooperation prinzipiell Abbrüche verzögert, Gruppen mit einer niedrigen anfänglichen Kooperationsrate jedoch besonders unter verfrühten Abbrüchen leiden. In der vierten Studie wird untersucht, wie Gruppen das Wettbewerbsverhalten verändern. Die Studie modifiziert systematisch die Regeln für die Preisvergabe, um Verhaltensunterschiede in Wettbewerben zwischen Individuen und Gruppen zu erklären. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gruppenbildung selbst nicht zu einer Veränderung des Wettbewerbsverhaltens führt. Stattdessen deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Wettbewerbsneigung erhöht wird, wenn innerhalb der Gruppe Fairness wahrgenommen wird. Die fünfte Studie konzentriert sich auf die Übernahme von Verantwortung. Die Ergebnisse zeigen, dass Teilnehmer*innen die Verantwortung für eine Entscheidung eher hinter einem zufälligen Ereignis verstecken. Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass egoistischere Geber ihre Verantwortung häufiger versuchen zu verschleiern. Wir interpretieren diese Ergebnisse dahingehend, dass die Geber ihre Verantwortung verstecken, um nicht als egoistisch oder gierig wahrgenommen zu werden. Wir finden jedoch keinen Hinweis darauf, dass die Verschleierung selbst zu einem egoistischeren Verhalten führt

    Forschungsbericht 2020

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