PubVorarlberg (PH Vorarlberg)
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Die Verwendung von Künstlicher Intelligenz an Volksschulen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Anwendungsmöglichkeiten und Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz (KI) im schulischen Alltag aus der Perspektive von Lehrpersonen sowie die Frage, inwieweit sich Unterricht mithilfe solcher Technologien und Tools planen lässt. Im einleitenden theoretischen Teil werden zentrale Begriffe wie KI, Machine Learning und Deep Learning klar abgegrenzt, Potenziale und Grenzen diskutiert und Rahmenmodelle auf ihre Bedeutsamkeit für die Lehrer:innenbildung übertragen. Im empirischen Teil werden qualitative Interviews mit fünf Lehrpersonen geführt und ausgewertet, um Einblicke in den aktuellen Gebrauch, Hemmnisse und Fortbildungsbedarfe zu gewinnen. Dabei wurde das deduktive Verfahren nach Mayring ausgewählt und die Interviews und Aussagen der Interviewpartner:innen wurden dementsprechend in Kategorien zugeordnet. Dabei wurde recht klar, dass die Verwendung von KI unter Lehrpersonen aktuell eher eine Nebenrolle spielt. Aufgrund dessen wurde nach dem empirischen Teil eine „kleine Handreichung“ erstellt, welche Lehrpersonen verwenden könnten, um sich selbst an KI-Tools anzutasten und diese in ihren Unterricht zu integrieren. Erste Befunde zeigen Interesse an individualisierten Fördermöglichkeiten, gleichzeitig jedoch Unsicherheit im Umgang und Bedarf an gezielten Schulungen zum Prompt-Engineering und zur kritischen Nutzung von KI. Die Arbeit kommt zum Schluss, dass KI-Werkzeuge die Unterrichtsplanung sinnvoll unterstützen können, ihre Potenziale jedoch nur unter fachlich-didaktischer Reflexion und begleitender Fortbildung voll ausgeschöpft werden
Analyse der Zusammenhänge zwischen frühkindlicher mathematischer Bildung, Schuleingangsleistungen und dem späteren Bildungserfolg
Diese Masterarbeit beleuchtet die Rolle der frühkindlichen mathematischen Bildung für den späteren Schulerfolg und die langfristige Entwicklung von Kindern. Die Bedeutung einer soliden mathematischen Basis zeigt sich nicht nur in den Schuleingangsleistungen, sondern wirkt sich auch nachhaltig auf die gesamte Bildungsbiografie aus. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie grundlegende mathematische Fähigkeiten im Kindergartenalter das Fundament für spätere schulische Erfolge legen können. Verschiedene Faktoren wie familiäres Umfeld, sozioökonomische Bedingungen und die Qualität der Bildungseinrichtungen werden dabei als Einflussfaktoren betrachtet.
Die empirische Untersuchung dieser Arbeit basiert auf einer Längsschnittstudie mit angehenden Grundschulkindern, deren mathematische Fähigkeiten durch aufeinanderfolgende Tests und ein Interview mit der Klassenlehrerin erfasst wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder mit fundierten mathematischen Grundkenntnissen am Ende ihrer Kindergartenzeit sowie zu Beginn ihrer Schullaufbahn langfristig davon profitieren und ohne zusätzliche Fördermaßnahmen stabile Vorteile behalten. Dies bestätigt die Relevanz frühkindlicher Förderung und verdeutlicht, dass mathematische Bildung weit mehr umfasst als das Lernen von Zahlen und Rechnen.
Insgesamt zeigt die Arbeit auf, dass frühkindliche mathematische Bildung ein zentraler Bestandteil für den Bildungserfolg ist und dass eine Unterstützung in der frühen Kindheit die Chancen für eine erfolgreiche schulische Laufbahn maßgeblich beeinflusst. Diese Förderung legt das Fundament für die spätere Entwicklung mathematischer und kognitiver Kompetenzen, die für den weiteren Bildungsweg entscheidend sind
Untersuchung des Einflusses von Lernhinweisen auf das Hausaufgabenverhalten von Schülerinnen und Schülern am Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe
Hausaufgaben spielen eine wesentliche Rolle im schulischen Lernen, jedoch wird ihre Effektivität unterschiedlich bewertet. Besonders der Übergang in die Sekundarstufe stellt viele SchülerInnen vor Herausforderungen. Diese Arbeit analysiert, wie strukturierte Lernhinweise für Eltern und Kinder das Hausaufgabenverhalten von Fünftklässlern beeinflussen und welche individuellen Faktoren dabei eine Rolle spielen. Qualitative Interviews mit SchülerInnen und Eltern zeigen, dass eine ruhige Arbeitsumgebung, regelmäßige Pausen und eine klare Struktur die Konzentration und Effizienz verbessern können. Der Erfolg dieser Maßnahmen hängt jedoch stark von der Eigenmotivation der Kinder ab: Intrinsisch motivierte SchülerInnen profitierten deutlich, während die Wirkung bei geringer Eigeninitiative begrenzt blieb. Elterliche Unterstützung kann hilfreich sein, birgt jedoch das Risiko, die Selbstständigkeit der Kinder einzuschränken. Eine ausgewogene Balance zwischen Hilfestellung und Eigenverantwortung ist daher entscheidend. Die vorliegende Arbeit empfiehlt eine frühzeitige Einführung strukturierter Hausaufgabenstrategien sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Künftige Forschung sollte die langfristigen Effekte solcher Maßnahmen untersuchen und die Rolle der Lehrpersonen bei der Gestaltung sinnvoller Hausaufgaben stärker berücksichtigen
Förderung von fachlichem Wissen und Umweltbewusstsein durch ein Bienenprojekt in einer jahrgangsgemischten Klasse in der Volksschule
In dieser Masterarbeit wird ein Bienenprojekt in einer jahrgangsgemischten Volksschulklasse von der Vorschule bis zur zweiten Klasse vorgestellt. Ziel war es herauszufinden, wie sich die Unterrichtseinheiten auf das Wissen über Honig- und Wildbienen, das ökologische Bewusstsein, die Gefühlslage und das konkrete Handeln der Kinder auswirken. Grundlage bildeten zwei eigens entwickelte Bienenhefte, ein altersgerechtes Heft für die Erstklässler und ein anspruchsvolleres für die Zweitklässler, die in den Fächern Sachunterricht, Mathematik, Deutsch, Englisch und Werken eingesetzt wurden. Vor und nach dem Projekt beantworteten zehn Zweitklässler einen Fragebogen und elf Erstklässler führten einen Bildzuordnungstest durch. Ergänzend wurden jeweils vier Leitfadeninterviews vor und nach dem Projekt geführt. Die quantitativen Daten wurden in Excel aufbereitet, grafisch dargestellt und mittels Wilcoxon-Tests ausgewertet. Bei den Zweitklässlern zeigte sich ein signifikanter Wissenszuwachs, während bei den Erstklässlern aufgrund eines hohen Ausgangsniveaus keine signifikanten Steigerungen nachweisbar waren. Qualitativ nahm die Zahl fachlicher Begriffe, positiver Emotionen und konkreter Umwelthandlungen deutlich zu. Sprachliche Barrieren stellten eine Herausforderung dar. Die Arbeit zeigt, dass fächerübergreifende, handlungsorientierte Umweltbildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Haltung und Engagement der Kinder nachhaltig stärkt. Für künftige Projekte werden offene Aufgabenformate, vertiefende Befragungen und sprachsensiblere Methoden empfohlen
Förderung der Eigenverantwortung und des Nachhaltigkeitsbewusstseins durch den FREI DAY in der Volksschule
Die vorliegende Masterarbeit untersucht das innovative Unterrichtskonzept des FREI DAY, das Schüler*innen durch projektorientiertes Lernen in die Lage versetzt, gesellschaftliche Herausforderungen eigenverantwortlich anzugehen. Die
theoretische Grundlage bildet eine Verknüpfung des Konzepts mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), die die gesellschaftliche und globale Relevanz unterstreichen.
Im empirischen Teil wurden qualitative Interviews mit einer Lehrerin, zwei Direktorinnen und einer Elternvertreterin durchgeführt, um die praktische Umsetzung des FREI DAY und dessen Auswirkungen zu beleuchten. Die Ergebnisse zeigen, dass der FREI DAY die Eigenverantwortung, Motivation und Problemlösungsfähigkeit der Schüler*innen fördert. Gleichzeitig erfordert die Implementierung eine intensive Vorbereitung der Lehrkräfte, eine flexible Stundenplangestaltung und eine frühzeitige Einbindung der Eltern.
Die Arbeit verdeutlicht, dass der FREI DAY nicht nur das Lernen, sondern auch die Schulkultur transformieren kann, wenn Herausforderungen wie organisatorische Hürden und Akzeptanzprobleme aktiv adressiert werden. Abschließend liefert die Arbeit praxisnahe Handlungsempfehlungen und Impulse für die Weiterentwicklung des Konzepts, das als Modell für eine zukunftsorientierte Bildung dienen kann
Innovative Wege der Leseförderung
Angesicht der zunehmenden sprachlichen Vielfalt und der digitalen Lebensrealität vieler Kinder gewinnen die Themen Mehrsprachigkeit und Digitalisierung zunehmend an didaktischer Relevanz, wobei das Lesen ein zentrales Bildungsziel darstellt. Mehrsprachige Schülerinnen und Schüler zählen häufiger zur Gruppe der Risikoleserinnen und Risikoleser, weshalb sie differenzierte Ansätze der Leseförderung benötigen. Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet dabei neue didaktische Potenziale, insbesondere im Bereich der Leseförderung.
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss mehrsprachiger digitaler Bilderbücher auf die Lesemotivation von Schülerinnen und Schülern einer Volksschule. Die Forschung erfolgte in zwei Phasen. In einer ersten quantitativen Erhebung wurden die Leseinteressen der Kinder aus vier zweiten Klassen einer Volksschule analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Themen „Freundschaft“, „Tiere“ und „Natur“ von den Schülerinnen und Schülern als besonders spannend bewertet wurden. Auf dieser Grundlage wurden drei Bilderbücher ausgewählt, ins Türkische übersetzt, digitalisiert und mit Hörbuchfunktionen versehen. Die zweite Phase der Forschung umfasst eine qualitative Untersuchung, bei der die mehrsprachigen digitalen Bilderbücher über einen Zeitraum von drei Wochen im Unterricht einer zweiten Klasse eingesetzt wurden. Die zentrale Forschungsfrage dieser Arbeit lautet: Wie und in welcher Weise beeinflussen mehrsprachige digitale Bilderbücher die Lesemotivation von Schülerinnen und Schülern einer Volksschule? Die Datenerhebung erfolgte mittels Methodentriangulation, bestehend aus Fragebögen, Beobachtungen und Interviews.
Die Ergebnisse zeigen, dass mehrsprachige digitale Bilderbücher die Lesemotivation der Schülerinnen und Schüler steigern. Insbesondere das mehrsprachige Angebot sowie die digitale Gestaltung mit auditiver Unterstützung wirken sich positiv auf die Lesemotivation aus
The fine art of speaking
Because objects of art are expressive, they are a language. Rather, they are many languages. (Dewey, 1934)
Art after all is but an extension of language to the expression of sensations too subtle for words. And we will acquire this greater power of revealing ourselves! (Henri, 1923
Die Bedeutung von Kleinschulen
Diese Masterarbeit untersucht die Bedeutung von Kleinschulen für ländliche Gemeinden am Beispiel von Schnepfau, Bersbuch und Warth in Vorarlberg. Auf Basis qualitativer Interviews mit Eltern, Lehrpersonen und Bürgermeistern wird gezeigt, dass Kleinschulen weit über ihre Bildungsfunktion hinauswirken. Sie stärken Gemeinschaftsgefühl und Identität, verknüpfen Schule mit der Lebenswelt der Kinder und fördern soziales Lernen im jahrgangsübergreifenden Unterricht. Zugleich entstehen besondere Herausforderungen für Lehrkräfte. Der Erhalt von Kleinschulen ist eng mit Familienfreundlichkeit, Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der Gemeinden verbunden
Kommunikation ohne Worte
Diese Masterarbeit befasst sich mit nonverbaler Kommunikation und ihrer Rolle in der Klassenführung, insbesondere in sprachlich vielfältigen Klassen. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von Bild-Schrift-Karten und Gesten mit Unterrichtsanweisungen, die insbesondere Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache helfen sollen, Unterrichtsabläufe und Regeln besser zu verstehen. Diese Arbeit thematisiert nonverbale Ausdrucksweisen wie Mimik, Gestik, ..., welche die Kommunikation unterstützen und kulturell unterschiedlich interpretiert werden können. Im Schulkontext ist nonverbale Kommunikation ein zentrales Instrument der Klassenführung. Sie dienen der Strukturierung, Steuerung und Förderung der Aufmerksamkeit. Die Merkmale der Klassenführung zeigen, dass erfolgreiche Klassenführung präventiv und ganzheitlich ist, statt nur disziplinierend. Insbesondere in sprachlich vielfältigen Klassen erleichtert nonverbale Kommunikation die Verständigung und unterstützt den Lernprozess. Sprachsensibler Unterricht sowie das CLIL-Konzept fördern gleichzeitig den Erwerb fachlicher und sprachlicher Kompetenzen. Dabei kann Scaffolding gezielt als Unterstützungsmaßnahme genutzt werden. Die Untersuchung basiert auf der Annahme, dass nonverbale Ausdrucksformen wie Mimik, Gestik und visuelle Symbole die Verständigung bei sprachlichen Barrieren fördern. Diese Annahme wurde mit Hilfe von Unterrichtsbeobachtungen, Schülerreflexionen und Lehrpersonenbefragungen überprüft und zeigt, dass nonverbale Kommunikation, durch den Einsatz von Bild-Schrift-Karten und Gesten, ein wirksames Mittel zur Unterstützung der Klassenführung in sprachlich vielfältigen Primarschulklassen darstellt und positive Effekte auf die Sprachreproduktion und das soziale Miteinander bewirkt
Draußen unterrichten
Die vorliegende Arbeit untersucht den Draußenunterricht in Naturparkschulen des Naturparks Nagelfluhkette, mit besonderem Fokus auf didaktische Konzepte, Methoden und deren Wirkungen auf Schüler:innen. Ziel war es, zu analysieren, wie dieser Unterricht Fachwissen, Umweltbewusstsein, Bewegung und soziales Verhalten beeinflusst. Der Naturpark Nagelfluhkette mit seinen Naturparkschulen steht dabei beispielhaft für ein nachhaltiges Bildungsmodell, das regionale Besonderheiten in den Unterricht integriert. Die Naturparkschulaktionen sind thematisch auf vier Bereiche ausgerichtet, bauen aufeinander auf und kombinieren direkte Naturerfahrungen mit praktischen Aktivitäten, um ökologische Zusammenhänge erlebbar zu machen. Die empirische Grundlage bilden qualitative Untersuchungen durch Beobachtungen von sechs Naturparkschulaktionen sowie Experteninterviews mit zwei Rangerinnen. Die erhobenen Daten wurden systematisch ausgewertet, verglichen und mit dem theoretischen Rahmen verknüpft. Die Ergebnisse zeigen, das kontextgebundene Naturerfahrungen Fachwissen vertiefen und in Kombination mit Reflexion zu einem wachsenden Umweltbewusstsein beitragen. Bewegungsintensive Aktivitäten erhöhen körperliche Aktivität und fördern motorische Fähigkeiten. Zugleich wird soziales Verhalten wie Kommunikation und Kooperation gestärkt. Insgesamt zeigt diese Arbeit, dass Draußenunterricht ganzheitliches Lernen durch Naturerfahrungen ermöglicht