Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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Artistic Needs and Institutional Desires
Als Ergebnis der internationalen Tagung „Artistic Needs and Institutional Desires“ im November 2015 im Haus der Kulturen der Welt erscheint nun eine überarbeitete Version des Arbeitspapiers zur Veranstaltung.
Der erste Teil der Publikation beherbergt eine Zusammenfassung der geführten Diskussionen und ihrer Ergebnisse, die in den vier Arbeitsgruppen, die sich zu der Tagung in Berlin zusammenfanden, erarbeitet wurden. Im zweiten Teil folgt das vollständige Arbeitspapier, das vor Beginn der Tagung an alle Teilnehmer ausgehändigt wurde, inklusive kleiner Einführungen in die beteiligten Programme sowie thematischer Vorlagen für die vier Arbeitsgruppen.
Die Publikation ist eine in der Form einzigartige Zusammenfassung künstlerischer Drittzyklus-Programme und dokumentiert die vielschichtigen Diskussionen und Reflektionen, die die Begegnung im Haus der Kulturen der Welt in Berlin hervorgerufen hat
Bericht über die Vorstellung lebender Bilder, welche im Saale der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin am 5ten Mai 1843 stattfand
Das Instrument als Apparat. Analyse zeitgenössischer Musik für Querflöte auf der Grundlage der Medientheorie Vilém Flussers
In der zeitgenössischen Musik zeigt sich ein wachsendes Interesse an der Entwicklung neuer Spielmöglichkeiten. Dabei werden Musikinstrumente von Komponisten und Interpreten gemeinsam und experimentell auf diese neuen Spielmöglichkeiten hin erforscht. In diesem Kontext rücken die materialen Gegebenheiten des Instruments stark in den Blick. Die medientheoretischen Überlegungen des Philosophen Vilém Flusser können der Untersuchung und Analyse ausgewählter Kompositionen der zeitgenössischen Musik zugrunde legen. Flusser hat in seinen Texten die Begriffe Apparat, Maschine, Instrument und Werkzeug ausführlich reflektiert und in einen medienphilosophischen Kontext gestellt. In seiner Theorie bekommt die Frage nach dem Umgang mit dem Instrument und den daraus entstehenden kreativen Möglichkeiten zentrales Gewicht. Das Modell des Apparats erlaubt es, die Herkunft ästhetischer Aspekte der Musik aus den Gegebenheiten des Instruments herzuleiten und verändert damit den Blick auf die Bedingungen, unter denen Kunst entsteht und verstanden wird. Diese Konzepte von Flusser wurden im Rahmen dieser Arbeit herangezogen, um für ausgewählte zeitgenössische Werke für Querflöte das Verhältnis von Instrument, Komposition, Komponist und Interpret zu thematisieren. Hierfür wurden nicht nur Flussers bekannte Publikationen herangezogen sondern vor allem auch bislang unveröffentliche Texte aus dem Vilém-Flusser-Archiv an der Universität der Künste Berlin