Dokumentenserver der Universität der Künste Berlin
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Between Games and Politics. Participation In the Art As Strategy and Practice
Welche Konzepte und Praxen beschreibt die Rede von der Partizipation in der Kunst? Was meint partizipatorische, was partizipative Kunst? Ist sie Spiel oder Politik - oder beides? Nach einer einführenden Begriffsbestimmung und -geschichte unternimmt die Dissertation in den Teilen "Genese" und "Typologie" eine kritische Bestandsaufnahme partizipatorischer resp. partizipativer Praxen und der sie flankierenden Diskurse vom Beginn des 20. Jahrhunderts an. Aus fünf Fallstudien zu Arbeiten von Christine und Irene Hohenbüchler, Tobias Rehberger, Park Fiction, Carsten Höller und Andrea Knobloch werden Parameter und Kriterien zur Bestimmung distinkter Typen von Partizipation in der Kunst generiert. Im abschließenden Kapitel "Ist Partizipation das neue ästhetische Paradigma?" werden Grenzen und Potenziale verschiedener Typen von Beteiligung bzw. Teilhabe für die aktuelle Kunst diskutiert. Diesem ersten Band mit Analysen, Kontextualisierungen und Bewertungen folgt ein zweiter, 'Kompilation' genannter, in dem 252 partizipatorische künstlerische Projekte der Jahre 1919 bis 2006 gelistet sind. Auf der Basis dieser umfassenden Materialsammlung konnten die im 1. Band dargelegte Genese und Typologie entwickelt werden.'Participation' - what concepts and practices does this term refer to concerning the arts? What does 'participatory' what does 'participative' art mean? Is it a game, is it politics - or is it both of it? Starting with a definition and a history of the very term 'participation' in the art field, the thesis in 'part II: genesis' and 'part III: typology' collects, analyses and structures different types of participatory art projects and its discourses. Five detailed case studies of works by Christine and Irene Hohenbüchler, Tobias Rehberger, Park Fiction, Carsten Höller und Andrea Knobloch serve to develop and validate criteria to identify different types of partizipation in art. In the final chapter 'participation - is it the new aesthetic paradigma?' limits and potentials of different types of participation with regard to contemporary art practice are being discussed. This first volume consisting of analyses, contexts and evaluations is followed by a second volume called 'compilation' which comprises 252 participatory art projects from 1919 to 2006. This collection of data and material served as a basis for developing the 'genesis' and 'typology' presented in volume one
Hybride Sichtbarkeit. Irritierende Uneindeutigkeiten in der frühen palästinensischen Bildnisfotografie
In dem Text werden Studienfotografien des armenisch-stämmigen Johannes Krikorian und des arabisch-stämmigen Khalil Raad als Beispiele früher palästinensischer Bildnisfotografie diskutiert. Im Zentrum steht die Frage nach der Bedeutung von Wissen, Vorwissen und Nichtwissen für die Lesbarkeit von Bildern. Dies betrifft das Fehlen nahöstlicher Fotografie im fotografischen Diskurs, insbesondere aber die ambige Semantik von Krikorians und Raads fotografischen Inszenierungen, die divergente Bildlektüren hervorruft
Scientific Work and Free Jazz in the Late Soviet Era: An Auto-Biographical Reflection
Mostly autobiographical, this article describes the development of Free Jazz in the Soviet Union and how its social status changed since the 1980s. Letov and most of his Free-Jazz colleagues were engineers and chemists. At their workplace the involvement with Free Jazz was well supported and promoted, for example, through the reduction of working time. For Letov, making music in his free time was a conscious decision and corresponded with his ideal of ‘free art’. However, in the 1990s this changed dramatically, and the consequence of the liberalization of the art and labour market led to a commercialization of Free Jazz
eigenart #94: Zukunftsvisionen
eigenart ist das Studierendenmagazin der Universität der Künste. Es erscheint halbjährlich als Printmagazin
Eine Krise bekommen
Die Studierenden der Universität der Künste Berlin bekommen eine Krise. Sie sind wütend über Ungerechtigkeit und Diskriminierung und schreiben mit kritischem Blick über die Auswirkungen der Pandemie, ambivalente Identitäten und die politische Verantwortung der Kunsthochschule
Basics blog post #02
Ausgabe #02 zeigt zehn herausragende Arbeiten von Studierenden aus dem Jahr 2020. Die Motive entstanden im Rahmen der Grundlehre zu den Themen Linie, Fläche, Muster, Raum und Farbe
A Small Scale Solar Electric Powered Air Cooling System for Apartments in the MENA Region
Diese Arbeit fokussiert sich auf kleinskalige Wohnraumklimatisierung mit weitverbreiteten Einzelraumkühlsystemen in der Region des Mittleren Osten und Nordafrika. Das Vorhandensein dieser Einzelraum- oder Wohnungskühlsysteme wird bewertet und ihre Auswirkungen in der gesamten Region beurteilt. Sie haben einen enormen Einfluss auf die Stromversorgung in Ländern wie Saudi-Arabien, wo die meisten Haushalte bereits über ein Klimagerät verfügen. Die Auswirkungen in anderen Ländern mit relativ wenig installierten Systemen, wie in Ägypten, sind bereits entscheidend und führen zu regelmäßigen Stromunterbrechungen. Die Stabilität der Netze dieser Länder wird mit einer höheren Durchdringungsrate von elektrischen Klimaanlagen weiter abnehmen.
Die derzeitige Technologieentwicklung zielt darauf ab, den Energiebedarf für die Gebäudekühlung zu reduzieren, die Leistungszahl zu erhöhen oder den Kühlmechanismus durch einen anderen Ansatz wie
z.B. Sorptionskühlsysteme zu ersetzen. Diese Systeme erfordern jedoch eine kosten- und zeitintensive Änderung der Gebäudestruktur oder einen Austausch des bestehenden Kühlsystems. Aus diesen Gründen
konzentriert sich die vorliegende Arbeit auf die zusätzliche Installation eines kleinen PV-Systems, einschließlich einer Batterie und der Anwendung fortschrittlicher Regelungsstrategien zur Nutzung der thermischen Speicherkapazität der Gebäudemassen.
Daher wird ein Raumkühlsystem als Referenzsystem modelliert, wie es in der gesamten Region vorhanden sein könnte. Dieses System besteht aus einem Raummodell einer typischen Apartmentstruktur welches kreuzvalidiert wurde. Zwei Nutzungsszenarien wurden untersucht: ein Schlafzimmer und ein Wohnzimmer. Darüber hinaus enthält es ein Modell des solaren elektrischen Systems, das ebenfalls auf regionaleWerte parametrisiert ist. Neu werden ein Kleinkälteanlagenmodell und ein erweitertes Modell der kinetischen Batterie aufgestellt. Die einzelnen Modelle werden zu einer Gesamtsystemsimulation kombiniert. Anschliessend werden die Hauptparameter in Partikelschwarm-Optimierungsläufen variiert, um die Einflüsse verschiedener Randbedingungen wie Strompreis und Einspeisetarife, Batterieund thermische Speicherkapazitäten, oder die Solarkollektorfeldgrösse, zu bestimmen. Die Simulationsergebnisse werden hinsichtlich der nivellierten Kosten für die Kühlung, der solaren Deckungsrate und der solaren Kühlungsautonomie verglichen.
Die Ergebnisse werden in einer Fallstudie untersucht. Diese Studie beleuchtet die Ergebnisse des Stadtbezirks El Gouna von Hurghada, Ägypten. Dort wurden, wo möglich, persönliche Beobachtungen und eine eingehende Analyse der Ergebnisse vorgenommen. An diesem Standort sinken die nivellierten Stromkosten für ein PV-Kleinanlagensystem mit 1kWpeak auf 0.18USD/kWh bei einer kurzen Investitionsdauer
von 5 Jahren. Bei einer Investitionsdauer von 15 oder 25 Jahren sinken sie sogar auf 0.08 bzw. 0.05USD/kWh. Mit diesen Werten werden verschiedene nivellierte Kosten der Kühlung als Parameterfeld der Partikelschwarmoptimierung simuliert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kühlkosten in den meisten Fällen schon bei relativ kurzen Investitionszeiträumen negativ werden.
Innerhalb eines Schlafzimmers kann mit einem kleinen PV-System mit gewichteten Kosten von nur 677USD eine solare Deckungsrate von 0.9 erreicht werden. In Bezug auf die Autonomie der solaren Kühlung hat das kosteneffizienteste System gewichtete Kosten von 1, 036USD, was zu einem Deckungsgrad von 0.71 führt. Das Wohnzimmer-Klimasystem kann die besten gewichteten Kosten von 1, 459USD für eine Kühlungsautonomie von 0.86 erreichen. Weiterhin wird die Anwendung eines PV-elektrischen Kühlsystems in kleinem Maßstab durch den Autor am Standort der Fallstudie bewertet. Die Grenzen des theoretischen Systemdesigns werden vorgestellt und diskutiert. Teil der Analyse ist der Einfluss der thermische Schichtung in gewölbten Apartmentstrukturen auf die Abweichung zwischen simuliertem und gemessenem Kühlbedarf.This thesis focuses on small scale residential cooling application with unitary air conditioning units as they are wide spread in the so called Middle East North African Region. The presence of these single room or single apartment cooling systems is evaluated and their impact throughout the region assessed. They have a tremendous impact on the electric supply in countries like Saudi Arabia where most of the households already have an AC-unit. The impact in other countries with relatively less installed systems, like in Egypt, is already crucial and leads to regular power cuts. However, the stability of the grids of these countries will decrease further with a higher penetration rate of electric air conditioning systems. Current technology development aims to reduce the buildings cooling energy demand, increase the coefficient of performance, or to substitute the cooling mechanism with a different approach such as sorptive cooling systems. However, these systems require a costly and time intensive change of the building structure or an exchange of the existing cooling system. Due to this reasons, this thesis focuses on the additional installation of a small scale PV electric system, including a battery and applying advanced control strategies to utilize the thermal storage capacity of the building masses. Therefore, the present room cooling system is modeled as a reference system as it could be present throughout the entire region. This system consists of a room model of a typical apartment structure and is cross validated. Two use cases are applied: a bed room and a living room. Further, it includes a model of the solar electric system which is as well parametrized to regional values. Newly, a split unit model and an extended Kinetic Battery model are set up. The single models are combined to an entire system simulation. Afterwards, the main parameters are varied in particle swarm optimization runs to determine the impact of various boundary conditions, such as the electricity price and feed in tariffs, battery and thermal storage capacities, and solar collector field size. The simulation results are compared in terms of levelized costs of cooling, solar coverage rate and the solar cooling autonomy. The findings are compared in a case study. This study highlights the results of the Hurghada, Egypt city district of El Gouna. There, personal observations of the results where possible and an in depth analysis of the results was undertaken. In this location, the levelized costs of electricity for a small scale PV system with 1kWpeak drop there to 0.18USD/kWh with a short investment period of 5 years. They even drop to 0.08 and 0.05USD/kWh when taking an investment period of 15 or 25 years into consideration. With this values, various levelized costs of cooling are simulated as a parameter field of the particle swarm optimization. The findings show, that in most cases, the cooling costs become negative, even with relatively short investment periods. Within a bed room, a solar coverage rate of 0.9 can be achieved with a small scale PV system with weighted costs of only 677USD. In terms of solar cooling autonomy, the most cost efficient system has weighted costs of1,036USD, resulting in a coverage rate of 0.71. The living room air conditioning system can achieve best weighted costs of1,459USDfor a cooling autonomy of 0.86.Further, the practical application of a small scale PV electric solar cooling system was evaluated by the author in the case study location itself. The limitations of the theoretic system design are presented and discussed. Part of this analysis is the thermal stratification in typical vaulted apartment structures as they have a huge impact on the deviation between simulated and measured room air cooling demand
Einleitung
Die Einleitung bietet eine Einführung in das Thema des „Ästhetisch-Spekulativen“. In Abgrenzung zu dem Begriff der Spekulation, der hauptsächlich Verwendung in der Philosophie findet, wird das Spekulative in seiner ästhetischen Dimension vorgestellt und diskursiv eingeordnet. Vor dem Hintergrund der einzelnen Beiträge wird in der Einleitung skizziert, dass das Spekulative entgegen des philosophischen Selbstverständnisses auf sinnliche Bedingungen angewiesen ist und damit auch andere Weisen des Denkens nach sich zieht
Gamification in der Personalbeschaffung: Self-Assessment und Matching im Talent Relationship Management
324 anerkannte Ausbildungsberufe (Bundesinstitut für Berufsbildung, 2021) und über 21.000 unterschiedliche Studiengänge (Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz, 2021) gibt es in Deutschland. Begleitend dazu informieren Unternehmen, Institutionen und Organisationen in ihrem Employer Branding über ihre Jobangebote. Schulabgänger:innen und Berufseinsteiger:innen werden so mit einer Vielzahl von Karrieremöglichkeiten und einer Flut von Informationen darüber konfrontiert.
Die vorliegende Studie untersucht, inwieweit und mit welchen Effekten Unternehmen mithilfe von Gamification zielgruppenaffin Informationen für berufseinsteigende Bewerber:innen bereitstellen können. Auf Basis einer Inhaltsanalyse werden zunächst gamifizierte Anwendungen (n=88) in der deutschsprachigen Personalbeschaffung aus den Jahren 2001 bis 2021 untersucht und in die vier Ausprägungen Berufsinformationsspiel, e-Assessment, Self-Assessment und Matching typologisiert.
Self-Assessment und Matching werden im Anschluss auf positive Effekte hinsichtlich der Kontaktpunkterzeugung (Touchpoint), der realistischen Einblicke (Realistic Job Preview) und des Passungsabgleichs (P-O-Fit/P-J-Fit) untersucht. Zu diesem Zweck werden zwei quantitative Befragungen mit Mitarbeiter:innen von Personalabteilungen (n=221) und Berufseinsteiger:innen (n=217) durchgeführt und verglichen.
Eine statistische Analyse mit dem Kruskal-Wallis-Test zeigt, dass insbesondere das Matching aus Sicht der Personalabteilungen die stärkeren Effekte hat (p<05), während beide gamifizierten Ansätze auf Seiten der Berufseinsteiger:innen gleich starke Effekte erzielen.324 recognized apprenticeships (Bundesinstitut für Berufsbildung, 2021) and more than 21,000 different courses of study exist in Germany (Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz, 2021). Accompanying information is provided by companies, institutions and organizations in their cross-media employer branding. School leavers and young professionals are thus confronted with a multitude of career opportunities as well as a flood of information about them.
This study examines the extent to and the effects with which companies can use gamification to provide information for job applicants entering the workforce. Based on a content analysis, gamified applications (n=88) in German-language recruitment from the years 2001 to 2021 are examined and categorized into four types: Berufsinformationsspiel, e-Assessment, Self-Assessment und Matching.
Self-assessment and matching are subsequently examined for positive effects in terms of touchpoint generation, realistic job preview, and matching (P-O-Fit/P-J-Fit). For this purpose, two quantitative surveys are conducted with HR department employees (n=221) and young professionals (n=217).
A statistical analysis using the Kruskal-Wallis test shows that matching in particular has the stronger effects from the perspective of HR departments (p<05), while both gamified approaches have equally strong effects on the side of young professionals
Hinter den Spiegeln. Virtualität, Rekursion und virtuelle Bilder im 19. Jahrhundert
Der Aufsatz beschäftigt sich anhand von optischen Medien und ihren Bildern mit dem Thema der Virtualität. Virtualität als ästhetische Kategorie, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verhandelt wird, stellt sich als strukturell rekursiv und temporal heraus, es geht also um die Dauer und Latenz von virtuellen Bildern. Das aus dem Virtuellen Wahrgenommene wird, mit anderen Worten, in einer Bewegung der Rekursion generiert, die weniger in einer räumlichen, sondern vielmehr in einer zeitlichen Sphäre zu verorten ist. Die optischen Medien und Verfahren der Stereoskopie, des Kaleidoskops und des frühen Farbfotos scheinen einen bestimmten Zustand zeitlicher Instabilität zu teilen. In diesem Sinne wird der Frage nach visueller Evidenz und dem aus dem limbischen Randgebiet der Wahrnehmung generierten Wissen eine – in der kontinuierlichen Rekursion des Virtuellen situierte – temporale Koordinate hinzugefügt