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    Urbane Agrikultur in Hamburg - Agribusiness as usual

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    Die vorliegende Abschlussarbeit beschäftigt sich mit der Vereinbarung von landwirtschaftlichen Aktivitäten und Urbanen Zentren und liefert somit einen Beitrag zur Diskussion rund um die nachhaltige Stadt, multifunktionalen Stadtzentren und zur Lebensmittelproduktion in der Stadt. Die Abschlussarbeit stellt das in Hamburg wenig praktizierte Konzept der Urbanen Agrikultur vor und betrachtet das Potenzial Urbaner Agrikultur als ein Baustein der zukunftsorientierten Zentrenentwicklung. Mit der Untersuchung des Tibargs als konkretes Stadtteilzentrum werden die räumlichen Potenziale sowie die Akteur:innenkonstellationen untersucht, um ein besseres Verständnis über Chancen und Herausforderungen für die Urbane Agrikultur in Hamburgs Zentren zu erläutern

    Climate change adaptation with green roofs - Quantification of the potential by comparison of international studies and monitoring of green roofs in Hamburg

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    Städte sind besonders gefährdet durch die Auswirkungen des Klimawandels. Durch vermehrte Versiegelung infolge weiterer Urbanisierung und Nachverdichtung verstärken sich die negativen Klimafolgen. Aufgrund hoher Versiegelungsgrade und Bebauungsdichten weisen Städte veränderte wasserhaushaltliche und klimatische Bedingungen gegenüber dem Umland auf. Dadurch sind zukünftig verstärkt Auswirkungen wie Schäden durch Starkregen und Hitzewellen beziehungsweise Trockenperioden zu erwarten. Bereits heutzutage kann Hitzestress ein lebensbedrohliches Problem in europäischen Städten sein und durch die stetig steigende Anzahl der in Städten lebenden Menschen werden zukünftig auch immer mehr Menschen dem Risiko von Hitzestress und weiteren Klimawandelfolgen ausgesetzt sein. Der urbane Wasserhaushalt ist gekennzeichnet durch starke Versiegelung und demzufolge schnelleren Regenwasserabflüssen von Flächen wie Dächern und Straßen direkt in die Kanalisation, geringere Verdunstung aufgrund fehlender Vegetation und geringere Versickerung und somit gestörter Grundwasserneubildung. Bei Starkregenereignissen kommt es häufig zur Überlastung von Kanalisationen und somit zu oberflächlichen Überflutungen innerstädtischer Flächen mit teilweise erheblichen Schäden. Mit dem fortschreitenden Klimawandel kann es zu einer Erhöhung der sommerlichen Starkregenintensitäten und damit häufigerer Überlastung von Kanalisationen kommen, was wiederum zu wirtschaftlichen und gesundheitlichen Schäden führen kann. Um den genannten zukünftigen Herausforderungen der Stadtentwicklung zu entgegnen, haben in den letzten Jahren urbane Grünflächen an Bedeutung gewonnen. Da heutzutage in Städten kaum noch Raum zur Schaffung „klassischer“ Grünanlagen wie Parks besteht, bieten vor allem grüne Infrastrukturen wie Dachbegrünungen zukünftiges Umsetzungspotenzial. Positive Wirkungen begrünter Dächer wie die Reduzierung von Heiz- und Kühlungskosten und die Reduzierung der urbanen Wärmeinsel, Speicherung von Regenwasser, Lärmreduktion, Filterung von Luftschadstoffen und die Erhöhung der urbanen Biodiversität sind seit einigen Jahrzehnten bekannt. Im Kontext der Klimafolgenanpassung urbaner Gebiete sind insbesondere die Aspekte der Verringerung des städtischen Wärmeinseleffektes und der Verminderung des Risikos urbaner Sturzfluten von Bedeutung bzw. in den vergangenen Jahren weltweit intensiv beforscht worden. Trotzdem ist es derzeit noch schwer, die tatsächlichen quantitativen Wirkungen abzuschätzen. Häufig ist nicht klar, inwiefern die Ergebnisse bestimmter Studien übertragbar sind auf andere spezifische Konditionen und räumliche Aspekte. Die Ziele dieser Dissertation war es, die Leistungen zur Anpassung an die Folgend des Klimawandels bezüglich Verminderung der urbanen Hitzeinsel und Verringerung des Überflutungsrisikos von Dachbegrünungen zu analysieren und für verschiedene urbane Räume zu quantifizieren. Zusätzlich sollten Rahmenbedingungen, welche die Anpassungsleistungen beeinflussen, ermittelt werden und in ein Vorhersagemodell übersetzt werden. Schließlich sollten betreffende Regelwerke analysiert und bewertet werden. Die Bewertung von Klimafolgenanpassungsleistungen von Dachbegrünungen erfolgte im ersten Teil anhand eines systematischen Reviewverfahrens und der vertieften Untersuchung und statistischen Analyse von insgesamt 123 wissenschaftlichen Studien. Durch Übertragung der Erkenntnisse in eine Datenbank konnten die potenziellen Wirkungen und deren Abhängigkeiten von geographischen Regionen, meteorologischen Vorbedingungen und technischen Konstruktionsdetails quantifiziert werden. Im Weiteren wurden die hydrologischen Wirkungen und deren Abhängigkeiten anhand von mehrjährigen Messreihen Hamburger Gründächer bewertet. Die Erstellung des Vorhersagemodells zur wasserwirtschaftlichen Wirksamkeit von Dachbegrünungen erfolgte mit einem Ansatz der multiplen linearen Regression. Dachbegrünungen zeigten in jedem Fall einen gewissen Regenwasserrückhalt und Verzögerungen von Abflussbeginn und Abflussspitzen. Im Mittel wurden langfristig von unterschiedlichen Dachbegrünungstypen etwa 40 % in den Wintermonaten bis 73 % in den Sommermonaten zurückgehalten. Für Einzelereignisse wurden Werte von 60 % Regenwasserrückhalt, Spitzenabflussbeiwerte von 0,37 und Verzögerungen von Abflussbeginn bzw. –maximum von 235 bzw. 250 Min. erreicht. Parameter wie die Substratstärke, Vorfeuchte, das Alter des Daches, das Gefälle, die Regenmenge und –intensität, die Jahreszeit bzw. der Breitengrad, Pflanzenarten sowie Substratzusammensetzung können die Wirksamkeit beeinflussen. Die multiple lineare Regression lieferte für die Vorhersagemodelle jedoch hauptsächlich die Regenmenge als abflussbestimmenden Parameter. Durch Dachbegrünungen konnten bezüglich deren stadtklimatischen Potenzials deutliche Reduktionen der Temperaturen in der Umgebung von Gebäuden bzw. in gesamten Stadtteilen nachgewiesen werden. Durchschnittstemperaturen wurden im Mittel um 0,6 °C (max. 1,8 °C) herabgesenkt, die maximalen Abkühlungspotenziale erreichten bis zu 3,8 °C. Dafür waren insbesondere das verfügbare Wasserdargebot und großflächige Umsetzung von Dachbegrünungen entscheidende Parameter. Der Vergleich von Regelwerken zur hydrologischen Bemessung von Dachbegrünungen zeigte große Spannbreiten in der Wirkungsberechnung. Bei nahezu allen vergleichenden Berechnungen wurden mit den derzeit in der deutschen Planungspraxis relevanten Verfahren erhöhte Überflutungssicher-heiten durch Unterschätzung des Rückhalts von Dachbegrünungen, andererseits mögliche systematische Überdimensionierung nachgelagerter Entwässerungsanlagen aufgezeigt.Cities are particularly at risk from the effects of climate change. Increasing sealing as a result of further urbanization and redensification intensifies the negative climate impacts. Due to high degrees of sealed surfaces and building densities, the water balance and climatic conditions in cities have changed compared to the surrounding countryside. As a result, increased impacts such as damage caused by heavy rainfall and heat waves or dry periods are to be expected in the future. Heat stress can already be a life-threatening problem in European cities today, and due to the steadily increasing number of people living in cities, more and more people will be exposed to the risk of heat stress and other climate change impacts in the future. The urban water balance is characterized by a high degree of sealing and consequently faster rainwater runoff from surfaces such as roofs and streets directly into the sewage system, lower evaporation due to a lack of vegetation and lower infiltration and thus disturbed groundwater recharge. During heavy rainfall events, sewer systems are often overloaded, resulting in flooding of inner-city areas, sometimes causing considerable damage. As climate change progresses, there may be an increase in summertime heavy rainfall intensities and thus more frequent overloading of sewer systems, which in turn may lead to economic and health damage. In order to meet the aforementioned future challenges of urban development, urban green spaces have gained importance in recent years. Since there is hardly any space left in cities today for the creation of "classic" green spaces such as parks, green infrastructure and in particular green roofs, offer future implementation potential. Positive effects of green roofs such as the reduction of heating and cooling costs and the reduction of the urban heat island effect, storage of rainwater, noise reduction, filtering of air pollutants and the increase of urban biodiversity have been known for several decades. In the context of climate change adaptation of urban areas, reducing the UHI effect and reducing the risk of urban flash floods are have become especially important or have been intensively researched worldwide in past years. Nevertheless, it is currently still difficult to estimate the actual quantitative effects. It is often not clear to what extent the results of certain studies are transferable to other specific conditions and spatial aspects. The objectives of this dissertation is to analyze and quantify the adaptation performance of green roofs in terms of urban heat island reduction and flood risk reduction for different urban spaces. In addition, framework conditions that influence adaptation performance are identified and translated into a predictive model. Finally, relevant regulations are analyzed and evaluated. In the first part, an assessment of the climate impact adaptation services of green roofs was carried out by means of a systematic review procedure and an in-depth investigation and statistical analysis of a total of 123 scientific studies. By transferring the findings into a database, the potential effects and their dependencies on geographic regions, meteorological preconditions and technical design details could be quantified. Furthermore, the hydrological effects and their dependencies were evaluated on the basis of several years of measurement data of green roofs in Hamburg. The prediction model for the hydrological effectiveness of green roofs was developed using a multiple linear regression approach. In each case, green roofs showed a degree of rainwater retention and delays of runoff onset and runoff peaks. On average, over the long term different types of green roofs retained about 40% in the winter months to 73% in the summer months. For individual events, values of 60% stormwater retention, peak runoff coefficients of 0,37 and delays of runoff onset and peak of 235 and 250 min, respectively, were achieved. Parameters such as substrate thickness, pre-moisture, roof age, slope, rainfall amount and intensity, season or latitude, plant species and substrate composition can influence effectiveness. However, the results of the multiple linear regression show mainly rainfall as the runoff determining parameter for the predictive models. Green roofs were shown to significantly reduce temperatures in the vicinity of buildings and in entire city districts with respect to their urban climatic potential. Average temperatures were lowered by 0.6 °C (max. 1.8 °C), the max-imum cooling potential reached up to 3.8 °C. This was due in particular to the available water resources. The decisive parameters for this were, in particular, the available water supply and the large-scale implementation of green roofs. A comparison of regulations for the hydrological design of green roofs showed large ranges in the calculation outcomes of rainwater retention effects. In almost all comparative calculations, the methods currently relevant in German planning practice showed increased flood safety due to underestimation of the retention of green roofs on the one hand, and possible systematic oversizing of downstream drainage systems on the other hand

    Perspectives for a blue-green transformation of canalised water bodies and urban roads

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    Der interdisziplinäre Forschungsverbund LILAS (Lineare Infrastrukturen im Wandel) skizziert in dieser Publikation interdisziplinäre Perspektiven auf sowie konzeptionelle Planungs- und Gestaltungsansätze für die Weiterentwicklung kanalisierter Gewässer und Stadtstraßen für eine nachhaltige Transformation linearer Infrastrukturen in urbanen Räumen. Das Diskussionspapier dokumentiert einen Zwischenstand des laufenden Forschungsvorhabens. Die Publikation beschreibt zunächst den thematischen Fokus, das Verständnis sowie den Status Quo und dessen Entstehungskontext, um wesentliche Faktoren für die Planung und die Transformation blauer (kanalisierte Gewässer) und grauer (Stadtstraßen) Infrastrukturen zu erfassen. Neben der Darstellung ausgewählter Leitbilder der Planung sowie der Richtlinien und Vorgaben für die Gestaltung von Straßen und Gewässern werden auch zentrale Herausforderungen für die Transformation dieser Räume benannt. Konzeptuelle Bezugspunkte für die Analyse der Transformation sind das Multi-Level-Perspective Modell (MLP) und das Modell der socio-ecological-technical systems (SETS), die auf das räumliche Handlungsfeld linearer Infrastrukturen angewandt werden. An diese Grundlagen und Herleitungen knüpfen die Autor:innen mit der Erarbeitung von sektorübergreifenden Perspektiven auf die räumliche Transformation linearer Infrastrukturen an. Durch die leitenden Prinzipien der Multifunktionalität und der Multicodierung sollen die notwendigen technischen Ansprüche mit sozialen Nutzungsmustern und Resilienz steigernden ökologischen Maßnahmen für lineare Infrastrukturen integriert betrachtet werden. Eine übergreifende Typologisierung urbaner Infrastrukturkorridore beschreibt deren zentrale Funktionen und die Teilräume mit ihren spezifischen Kernaufgaben. Drei mögliche räumliche Transformationsansätze für Stadtstraßen und kanalisierte Gewässer runden die Betrachtung ab – illustriert durch Beispiele aus der internationalen Praxis. Das Spektrum reicht dabei von punktuellen Einzelmaßnahmen über veränderte Raumaufteilungen im Infrastrukturkorridor bis hin zur grundlegenden Umgestaltung von Flächen.In this publication, the interdisciplinary research network LILAS (Linear Infrastructures in Transition) outlines interdisciplinary perspectives on and conceptual planning and design approaches for the further development of canalised water bodies and urban roads for a sustainable transformation of linear infrastructures in urban spaces. The discussion paper documents an interim status of the ongoing research project. The publication first describes the thematic focus, the understanding of the subject as well as the status quo and the context of its development in order to summarise essential factors for the planning and transformation of blue (canalised water bodies) and grey (urban roads) infrastructures. In addition to presenting selected guiding principles of planning as well as guidelines and specifications for the design of roads and water bodies, key challenges for the transformation of these spaces are also identified. Conceptual reference points for the analysis of transformation are the Multi-Level-Perspective Model (MLP) and the socio-ecological-technical systems (SETS) model, which are applied to the spatial context of linear infrastructures. The authors build on these foundations and derivations by developing cross-sectoral perspectives on the spatial transformation of linear infrastructures. Through the guiding principles of multifunctionality and multicoding, the necessary technical requirements are to be considered in an integrated way with social usage patterns and resilience-increasing ecological measures for linear infrastructures. An overarching typology of urban infrastructure corridors describes their central functions and the subspaces with their specific core tasks. Three possible spatial transformation approaches for urban roads and canalised water bodies round off the analysis - illustrated by examples from international practice. The spectrum ranges from selective individual measures to transformed spatial divisions in infrastructure corridors to the fundamental transformation of entire areas.Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke (BWFGB) der Freien und Hansestadt Hamburg: Landesforschungsförderun

    Geoinformationsforschung: Stand der Technik, Fallstudien und Zukunftsperspektiven

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    Geospatial information science (GI science) is concerned with the development and application of geodetic and information science methods for modeling, acquiring, sharing, managing, exploring, analyzing, synthesizing, visualizing, and evaluating data on spatio-temporal phenomena related to the Earth. As an interdisciplinary scientific discipline, it focuses on developing and adapting information technologies to understand processes on the Earth and human-place interactions, to detect and predict trends and patterns in the observed data, and to support decision making. The authors – members of DGK, the Geoinformatics division, as part of the Committee on Geodesy of the Bavarian Academy of Sciences and Humanities, representing geodetic research and university teaching in Germany – have prepared this paper as a means to point out future research questions and directions in geospatial information science. For the different facets of geospatial information science, the state of art is presented and underlined with mostly own case studies. The paper thus illustrates which contributions the German GI community makes and which research perspectives arise in geospatial information science. The paper further demonstrates that GI science, with its expertise in data acquisition and interpretation, information modeling and management, integration, decision support, visualization, and dissemination, can help solve many of the grand challenges facing society today and in the future.Die Geoinformationswissenschaft (GI-Wissenschaft) befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung geodätischer und informationswissenschaftlicher Methoden zur Modellierung, Erfassung, gemeinsamen Nutzung, Verwaltung, Erkundung, Analyse, Synthese, Visualisierung und Bewertung von Daten über raum-zeitliche Phänomene im Zusammenhang mit der Erde. Als interdisziplinäre wissenschaftliche Disziplin konzentriert sie sich auf die Entwicklung und Anpassung von Informationstechnologien, um Prozesse auf der Erde und Interaktionen zwischen Mensch und Raum zu verstehen, Trends und Muster in den beobachteten Daten zu erkennen und vorherzusagen sowie die Entscheidungsfindung zu unterstützen. Die Autoren – Mitglieder der Abteilung Geoinformatik im Ausschuss für Geodäsie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die die geodätische Forschung und die universitäre Lehre in Deutschland vertreten – haben diesen Beitrag erstellt, um zukünftige Forschungsfragen und -richtungen in der Geoinformationswissenschaft aufzuzeigen. Für die verschiedenen Facetten der GI-Wissenschaft wird der Stand der Technik dargestellt und mit meist eigenen Fallbeispielen untermauert. Der Aufsatz verdeutlicht damit, welche Beiträge die deutsche GI-Community leistet und welche Forschungsperspektiven sich in der GI-Wissenschaft ergeben. Darüber hinaus wird gezeigt, dass die GI-Wissenschaft mit ihrer Expertise in der Datenerfassung und -interpretation, der Informationsmodellierung und dem Informationsmanagement zur Lösung vieler der großen gesellschaftlichen Herausforderungen von heute und morgen beitragen kann

    Performance of operating district heating pipelines subjected to thermal aging and fatigue

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    Vergleichende Bilanzierung des Treibhauspotenzials und des Primärenergiebedarfs verschiedener Rohrwerkstoffe bei dem Bau von Abwasserkanälen

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    Das politische Ziel der Klimaneutralität bis 2045 fordert eine sektorübergreifende Reduzierung von Treibhausgasemissionen, parallel dazu müssen unsere Städte und Entwässerungssysteme aus- und umgebaut werden, um neuen Herausforderungen und Randbedingungen gerecht zu werden. Baumaßnahmen gehen stets mit der Emission klimaschädlicher Treibhausgase und einem stofflichen und energetischen Ressourcenverbrauch einher. Es ist daher nötig, geeignete Baustoffe, Baumaterialien und Bautechniken für den Ausbau zu identifizieren, um negative ökologische Auswirkungen möglichst gering zu halten. Dazu wird in der vorliegenden Arbeit der Bau von Abwasserkanälen anhand seiner integralen Bestandteile und aller Lebenszyklusphasen erfasst und bilanziert. Um die ökologischen Auswirkungen zu quantifizieren, wird das Treibhauspotenzial und der Primärenergiebedarf, je laufenden Meter Kanalsystem berechnet und dabei Rohrleitungen, der Erd- und Oberbau sowie Schächte berücksichtigt. Hinsichtlich der untersuchten Umweltwirkungen stellen sich meist biegesteife Rohre aus Beton- oder Stahlbeton oder Steinzeug als beste Lösung heraus. Kunststoffrohre erzielen meist die schlechtesten Ergebnisse, jedoch variieren die Einsparpotenziale je nach den gewählten Randbedingungen und der untersuchten Wirkungskategorie deutlich

    Integrated Collaborative Governance Approaches towards Urban Transformation: Experiences from the CLEVER Cities Project

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    Within the framework of CLEVER Cities Horizon 2020, London, Milan, and Hamburg are putting in place nine Urban Living Labs in order to implement Nature-based Solutions that address urban challenges in socially disadvantaged neighborhoods. In this article, the means by which co-creation processes and pathways may lead to innovation in governance structures are considered. Through a comparative case study analysis, this research aims to identify integrated, collaborative governance frameworks that are complex and adaptive, as well as reflect the actual changes in governance in cities. Herein, ULLs are intended not just as a vehicle for place-based urban regeneration but also as a starting point for collaborative governance. In this article, it is considered how co-creation pathways may lead to innovation in current local governance structures and achieve transformational change. This paper analyzes the collaborative governance dynamic models at three points in time in the three cities. It is also considered how co-creation pathways may lead to innovation in current local governance structures and achieve transformational change

    Temporäre Raumgestaltungen

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    Mit der empirischen Untersuchung zu „Temporären Raumgestaltungen“ werden zeitgenössische Aspekte des architektonischen temporären Gestaltens, des Partizipativen und Politischen analysiert. Ausgangspunkt ist das Projekt Eichbaumoper, welches von raumlaborberlin in den Jahren 2008 und 2009 in Kooperation mit dem Schauspiel Essen, dem Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen und dem Kultur- und Veranstaltungsort Kultur im Ringlokschuppen Ruhr e.V. in Mülheim an der Ruhr realisiert wurde. Die Untersuchung ist von der Fragestellung geleitet: Wie gestalten die Architekt*innen von raumlaborberlin temporäre, künstlerisch-kuratierte, partizipative Projekte an öffentlichen Orten? Diese offene Fragestellung ermöglicht eine Bandbreite an gesellschaftlichen Bereichen in den Blick zu nehmen, die für diese Form der Architekturproduktion relevant sind. Architektonisches Gestalten wird aus einer material-semiotisch inspirierten Perspektive als komplexe Praxis des „site-ing“ verstanden, die sich auch dadurch auszeichnet, dass Prozessschritte für die taktische und strategische Erfolgsabsi- cherung als „black boxes“ intransparent gemacht werden. (Latour 2002; Yaneva/Mommersteeg 2020) Die Eichbaumoper war ein bedeutendes Projekt im Prozess der Bewerbung und Umsetzung des Kul- turhauptstadtprojektes RUHR.2010 im Ruhrgebiet. Das Kulturhauptstadtprojekt sollte als strategisches „Entwicklungsprojekt“ das Ruhrgebiet im globalisierten Standortwettbewerb optimierter positionieren. Ein Politikstil der „Aktivierung“, „Kooperation“ und „shared responsibility“ sollte dies ermöglichen. Damit werden kommunale Aufgaben der Daseinsvorsorge auf eine Vielzahl von Akteuren ver- teilt, die allerdings nicht über die gleichen Ressourcen und Einflussmöglichkeiten verfügen. Das Projekt Eichbaumoper zeichnete sich durch diese Anpassungsprozesse der beteiligten Akteure, ihrer unterschiedlichen Interessen und Partizipationsverständnisse aus. Dieser Politikstil der eine Vielzahl an Akteuren verbindet, bringt diese nicht nur als Kooperierende zueinander, sondern setzt sie auch als Konkurrenten unter Druck. Im Projekt Eichbaumoper wurde dies in „moments of friction“ ausgehandelt. (Tsing 2005) Die Teilnahme an Biennalen und Ausstellungen dient für raumlaborberlin dem Renommee und der inhaltlich-fachlichen Positionierung. Mit der Untersuchung werden auch diese Praxisbereiche empirisch in den Blick genommen. Dabei ist die Fragestellung leitend, wie sich die Architekt*innen sozio- materiell verbinden und verbunden werden. Dies gelingt entlang eines relationalen Rollen- und Funk- tionsverständnisses, welches als „Etikett“ konzeptioniert wird. Mit dem Etikett etablierte professionelle Underdogs positionieren sich raumlaborberlin und werden positioniert. Der Begriff material stories ermöglicht wiederum das komplexe Gestaltungsspiel der architektonischen Kodes nachzuvollziehen und aufzuzeigen wie von raumlaborberlin architektonische Unikate gestaltet werden.Deutsche Forschungsgemeinschaf

    StadtGesundheit & Mobilität: Eine Evaluation von Fahrradinfrastrukturprojekten unter Verwendung des Bikeability-Index sowie der Anwendung des „Health Economic Assessment Tool for Walking and Cycling (HEAT)“

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    Sowohl das Fahrradfahren als auch das Zufußgehen gelten als wichtige Fortbewegungsarten zur Förderung körperlicher Aktivität und der eigenen Gesundheit in der Stadt (Bassett et al. 2008, S. 795). Internationale Studien belegen den Zusammenhang zwischen der gebauten Umwelt und dem körperlichen Aktivitätslevel der Stadtbewohner:innen, welches im Umkehrschluss Einfluss auf ihre Gesundheit nimmt (Frank et al. 2010, S. 10; Sallis et al. 2006, S. 289). Um die Bewegungsförderung v. a. in urbanen Räumen durch planerische Maßnahmen stärken zu können, bedarf es einer Auseinandersetzung damit, welche Umgebungsfaktoren im Zusammenhang mit aktiver Fortbewegung stehen. Die Identifikation solcher wird dabei oft vor dem Hintergrund des Konzepts der Bikeability (Fahrradfreundlichkeit) und einem daraus abgeleiteten Bikeability-Index durchgeführt (Krenn 2012, S. 49 ff.; Pikora et al. 2003, S. 1694 f.). Im gleichen Zuge wird unter Verwendung von Gesundheitsfolgenmodellen versucht, die positiven Gesundheitseffekte u. a. des Radfahrens abzuschätzen. Ein Beispiel für ein solches Modell stellt das von der WHO entwickelte Modell HEAT dar, welches durch die Steigerung aktiver Fortbewegung erzielte gesundheitliche und ökonomische quantifizieren kann (Kahlmeier et al. 2018, S. 24). Eine Verknüpfung der zwei Methoden wird als Forschungslücke dieser Arbeit gesehen und hat bislang in keiner wissenschaftlichen Publikation stattgefunden. Ziel der Arbeit ist es, mithilfe eines integrativen Ansatzes eine quantitative Evaluation von zwei abgeschlossenen Fahrradinfrastrukturprojekten in Hamburg zu erarbeiten. Durch die Entwicklung eines Hamburg-spezifischen Bikeability-Index können Aussagen darüber getroffen werden, wie sich die Fahrradfreundlich im Rahmen der Projekte verändert hat. Die Anwendung von HEAT schätzt im Zuge verschiedener Szenarien sowohl die positiven als auch die negativen gesundheitlichen Effekte, welche durch die Umbaumaßnahmen der Projekte erzielt werden können. Die Ergebnisse zeigen, dass sich sowohl die Fahrradfreundlichkeit vor dem Hintergrund des entwickelten Bikeability-Index als auch die gesundheitlichen Auswirkungen in Form der Reduzierung der Sterblichkeit verbessert haben. Beide Projekte führen zu einer Verhinderung von bis zu 2,1 vorzeitiger Todesfälle über einen Zeitraum von zehn Jahren, zurückzuführen auf die Steigerung physischer Aktivität durch eine Zunahme des Fahrradfahrvolumens. Gleichzeitig können bis zu 509 Tonnen CO2 über einen Betrachtungszeitraum von zehn Jahren eingespart werden. Durch die Arbeit kann ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um die Relevanz gesundheitlicher Belange in der Stadtplanung zu stärken und gleichzeitig ein politisches Instrument zur Förderung des Radverkehrs in Hamburg zu finden

    New Work: Aufbruch in die Zukunft! Generationsübergreifend & chancengerecht die Zukunft der Arbeit gestalten

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    Dieses Booksprint beleuchtet zwei relevante Leerstellen im Kontext Neuer Arbeit bzw. New Work: Neben der Darstellung eines erweiterten Verständnisses von Arbeit wird die Zukunft der Arbeit aus der Perspektive von verschiedenen Generationen betrachtet. Es versammelt nicht nur wissenschaftliche Texte zur generationenübergreifenden und chancengerechten Gestaltung Neuer Arbeit, sondern stellt ganz bewusst Best-Practice-Beispiele aus der (Erwerbs-)Arbeitspraxis neben wissenschaftlichen Re-flexionen

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