Phaidra - University of Veterinary Medicine Vienna
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Effekte von "OMNI BIOTIC® PANDA" auf die Proliferation von regulatorischen T-Zellen im Schwein
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024Hintergrund: Antibiotikaresistenzen sind eine wachsende Bedrohung für unser Gesundheitssystem, gleichzeitig war bzw. ist die Anwendung von antibakteriellen Substanzen für die Nutztierwirtschaft unumgänglich. Alternativen wie Probiotika sind deshalb notwendiger denn je. OMNI BIOTIC ® PANDA (OBP) ist ein Probiotikum aus der Humanmedizin, was unter anderem zu einer vermehrten Proliferation von regulatorischen T-Zellen führen soll.
Methoden: Es wurden isolierte Zellen aus peripher entnommenen Schweineblut (n=4) in mit OBP inkubiert. Insgesamt gab es drei Ansätze: (1) PBMC (Peripheral Blood Mononuclear Cells), entspricht 500 μl PBMC + 500 μl Medium; (2) Leerwert, entspricht 100 μl Standard + 50 μl Standartlösung; (3) 1:2, entspricht 500 μl PBMC + 500 μl OBP. Die Zellen wurden für die Fluoreszenzmikroskopie mit Antikörpern für die Erkennung T-Zell-spezifischer Oberflächenproteine CD4 und CD25 versetzt und per Programm ImageJ ® ausgezählt. Die Genexpression für CD25 und FOX P3 wurde mittels qPCR gemessen.
Ergebnisse: Fluoreszenzmikroskopie: Im Durchschnitt aller Schweine lässt sich ein deutlicher prozentueller Anstieg von CD4+-Zellen sehen und ein geringer prozentueller Abstieg von CD25+-Zellen der behandelten Zellen im Vergleich zum Kontrolldurchgang. Es gibt individuelle Unterschiede. Bei Schwein 1 gibt es einen geringeren Anteil von CD4+- und CD25+-Zellen, bei Schwein 2 und 4 steigen die Anteile beider Zellkategorien der behandelten Zellen. Bei Schwein 3 steigt der Anteil der CD4+- Zellen, aber der Anteil der CD25+-Zellen sinkt. Die Unterteilung der CD25 Oberflächenproteine in CD25 high und dim lässt keine Regel erkennen.
qPCR: Die behandelten Zellen zeigen im Durchschnitt im Vergleich mit den unbehandelten eine höhere Genexpression für FOX P3 und CD25. Auffällig ist, dass die behandelten Zellen von Schwein 1 in der Fluoreszenzmikroskopie und in der qPCR einer Verringerung in allen Markern zeigt.
Conclusio: Die erhobenen Ergebnisse deuten auf eine geänderte Antwort des T-Zell basierenden Immunsystems durch eine OBP-Behandlung hin. Vollendes kann jedoch nicht behauptet werden, dass OBP® zu einer vermehrten Proliferation von porzinen regulativen T-Zellen führt. Dafür bedarf es Folgeversuche mit einer größeren Stichprobenanzahl und optimiertem Versuchsdesign. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit liefern dafür eine wichtige Basis
Zur Kritik und Verwendungsmöglichkeit eines Veterinary Ethical Tools als Hilfestellung für Entscheidungen im Grenzbereich der Kleintiermedizin
Due to increasing medical progress and changes in human-animal-relationship, there are new challenges in veterinary medicine. In particular, decision-making at the borderline for or against euthanasia represents a major ethical challenge for veterinarians in everyday practice and often leads to moral stress. A solution approach in applied ethics for this is an ethical tool with the aim of supporting decision-making for practicing veterinarians. This thesis is intended to describe the veterinary ethical tool (VET) according to Grimm et al. in its completeness, practicability for practical application in everyday practice. In summary, it can be said that all four case studies were carried out to test the VET. Although shortcomings were identified, the tool proved to be supportive in decision-making. The individual questions of the VET were easy to answer, but an explanatory introduction to VET would be helpful and could avoid lack of clarity. Approaches and proposed solutions from other tools were used to further develop the VET. The inclusion of important legal framework conditions would complete the VET with the aim of justification. A comparison of the VET with other ethical tools would go beyond the extent of this thesis but would be an approach for further research. The eventual aim would be to help the veterinarian decide for or against a treatment option and to avoid moral stress in veterinary practice.Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024Aufgrund des stets wachsenden medizinischen Fortschritts und der Veränderungen in der Mensch-Tier-Beziehung, gibt es neue Herausforderungen in der Veterinärmedizin. Insbesondere Entscheidungsfälle im Grenzbereich, für oder gegen eine Euthanasie, stellen eine große ethische Herausforderung für Tierärztinnen/Tierärzte im praktischen Alltag dar und führen häufig zu moralischem Stress. Ein Lösungsansatz der angewandten Ethik hierfür ist das Ethik-Tool mit dem Ziel einer Unterstützung zur Entscheidungsfindung für praktizierende Tierärztinnen/Tierärzte. Diese Diplomarbeit soll das veterinary ethical tool (VET) nach Grimm et al. in seiner Vollständigkeit und Praktikabilität zur praktischen Anwendung im klinischen Alltag überprüfen. Hierzu wurden vier klinische Fallbeispiele von einer Kleintierklinik in Österreich herangezogen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine vollständige Durchführung aller vier Fallbeispiele möglich war und somit ein praktikables Werkzeug zur Hilfestellung einer Entscheidungsfindung geschaffen werden konnte. Die einzelnen Fragestellungen waren gut zu beantworten, jedoch wäre eine erklärende Einführung in das VET hilfreich und könnte Unklarheiten vermeiden. Für Vorschläge einer Weiterentwicklung des VET wurden Ansätze und Lösungsvorschläge anderer Tools herangezogen. Der Einbezug wichtiger rechtlicher Rahmenbedingungen würde das VET mit dem Ziel einer Rechtfertigung vervollständigen. Eine Gegenüberstellung des VET mit einem zweiten Ethik-Tool würde über das Ziel dieser Arbeit hinausgehen, wäre jedoch ein Ansatz für weitere Forschungen. Das letztendliche Ziel wäre eine Hilfestellung zur Entscheidungsfindung für oder gegen eine Therapieoption, für die Tierärztin/den Tierarzt im praktischen Alltag, zur Vermeidung von moralischem Stress
Genomische und massenspektrometrische Typisierung von Mycoplasma cynos-Isolaten aus dem caninen Respirations- und Urogenitaltrakt
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024Mycoplasma (M.) cynos zählt zu den Mitverursachern der Caninen Infektiösen Tracheobronchitis und gilt als die pathogenste Art der beim Hund auftretenden Mykoplasmen. Ursprünglich wurde M. cynos als häufiger Besiedler der Schleimhäute der oberen Atemwege beschrieben, wohingegen der Erreger in den letzten Jahren vorrangig im Urogenitaltrakt von Hunden isoliert wird. Ziel dieser Diplomarbeit war es daher, die phäno- und genotypischen Eigenschaften von M. cynos-Isolaten aus dem caninen Respirations- und Urogenitaltrakt zu bestimmen und zu vergleichen, um dabei die Verwandtschaftsverhältnisse der untersuchten Stämme darzulegen. Insgesamt wurden 55 M. cynos-Isolate analysiert, wobei zehn davon aus dem Respirationstrakt von Hunden, 43 aus dem Urogenitaltrakt von Hunden und zwei aus dem Harn von Wölfen stammten. Für die Genotypisierung wurde nach Gesamtgenomsequenzierung der Isolate ein neuetabliertes Kerngenom-Multilokus-Sequenztypisierungsschema (cgMLST) eingesetzt und zur phänotypischen Charakterisierung die ‚Matrix-unterstützte Laser-Desorption-Ionisation mit Flugzeitanalyse‘ Massenspektrometrie (MALDI-ToF MS). Zur grafischen Darstellung der Verwandtschaftsverhältnisse wurde aus den mittels MALDI-ToF MS generierten Spektren ein Distanz-Dendrogramm und aus den Ergebnissen der cgMLST ein phylogenetischer Stammbaum erstellt. Mithilfe der MALDI-ToF MS konnten die Isolate zwar in vier Gruppen eingeteilt werden, allerdings wiesen die Stämme der einzelnen Gruppen bis auf die höhere Übereinstimmung der generierten Massenspektren keine weiteren Gemeinsamkeiten auf. Im phylogenetischen Stammbaum, basierend auf cgMLST-Allel-Profilen, konnte eine hohe Diversität mit weitreichender Alleldistanz zwischen epidemiologisch nicht zusammenhängenden M. cynos-Stämmen ermittelt werden. Daneben gelang aber auch die Gruppierung einzelner Isolate von Tieren, die in demselben Haushalt bzw. in derselben Umgebung lebten. Aus diesen Ergebnissen lässt sich schließen, dass Hunde oder Wölfe, die engen Kontakt zueinander haben, naheverwandte oder sogar klonal-verwandte M. cynos-Stämme in sich tragen. Eine Organsystem-assoziierte Gruppierung der untersuchten Stämme war aber auch mittels cgMLST nicht erkennbar. Aufgrund ihres hervorragenden Auflösungsvermögens eignet sich die neuentwickelte cgMLST dennoch bestens für epidemiologische Untersuchungen und für die Aufklärung komplexer epidemiologischer Fragestellungen.Mycoplasma (M.) cynos is considered a contributing cause of canine infectious tracheobronchitis and is known to be the most pathogenic species of canine mycoplasmas. Previously, M. cynos was described to primarily colonize the mucous membranes of the upper respiratory tract, however, in recent years, the pathogen has been more frequently determined in the urogenital tract of dogs. Therefore, this diploma thesis aimed to determine and compare the phenotypic and genotypic characteristics of M. cynos strains isolated from the canine respiratory and urogenital tract and to delineate the relationship between the strains investigated. A total of 55 M. cynos strains were analyzed comprising ten strains isolated from the respiratory tract of dogs, 43 from the urogenital tract of dogs and two strains from urine samples of wolves. For genotyping a newly established core genome multilocus sequence typing (cgMLST) scheme was applied on whole genome sequences whereas for phenotypic characterization ’matrix-assisted laser desorption ionization – time of flight’ (MALDI-ToF) mass spectrometry was employed. To illustrate the relationship between the analyzed strains a distance dendrogram was created based on mass spectra generated by MALDI-ToF and a phylogenetic tree constructed from the results of cgMLST. In the MALDI-ToF distance dendrogram, the isolates were divided into four groups; however, the grouped strains did not share any similarities other than a higher concordance between their mass spectra. In the phylogenetic tree based on allelic profiles resulting from cgMLST, epidemiologically unrelated M. cynos strains were shown to be highly divers whereas strains from animals living in the same household or environment grouped together. From these results, it can be concluded that dogs or wolves that have close contact with each other may harbor closely related or even clonally related M. cynos strains. Again, no grouping of strains based on their isolation site was observed using cgMLST. However, the newly established cgMLST scheme demonstrated to be highly discriminatory for the accurate differentiation of M. cynos strains and thus should be used in future epidemiologic investigations and to resolve complex epidemiologic issues.Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024Mycoplasma (M.) cynos zählt zu den Mitverursachern der Caninen Infektiösen Tracheobronchitis und gilt als die pathogenste Art der beim Hund auftretenden Mykoplasmen. Ursprünglich wurde M. cynos als häufiger Besiedler der Schleimhäute der oberen Atemwege beschrieben, wohingegen der Erreger in den letzten Jahren vorrangig im Urogenitaltrakt von Hunden isoliert wird. Ziel dieser Diplomarbeit war es daher, die phäno- und genotypischen Eigenschaften von M. cynos-Isolaten aus dem caninen Respirations- und Urogenitaltrakt zu bestimmen und zu vergleichen, um dabei die Verwandtschaftsverhältnisse der untersuchten Stämme darzulegen. Insgesamt wurden 55 M. cynos-Isolate analysiert, wobei zehn davon aus dem Respirationstrakt von Hunden, 43 aus dem Urogenitaltrakt von Hunden und zwei aus dem Harn von Wölfen stammten. Für die Genotypisierung wurde nach Gesamtgenomsequenzierung der Isolate ein neuetabliertes Kerngenom-Multilokus-Sequenztypisierungsschema (cgMLST) eingesetzt und zur phänotypischen Charakterisierung die ‚Matrix-unterstützte Laser-Desorption-Ionisation mit Flugzeitanalyse‘ Massenspektrometrie (MALDI-ToF MS). Zur grafischen Darstellung der Verwandtschaftsverhältnisse wurde aus den mittels MALDI-ToF MS generierten Spektren ein Distanz-Dendrogramm und aus den Ergebnissen der cgMLST ein phylogenetischer Stammbaum erstellt. Mithilfe der MALDI-ToF MS konnten die Isolate zwar in vier Gruppen eingeteilt werden, allerdings wiesen die Stämme der einzelnen Gruppen bis auf die höhere Übereinstimmung der generierten Massenspektren keine weiteren Gemeinsamkeiten auf. Im phylogenetischen Stammbaum, basierend auf cgMLST-Allel-Profilen, konnte eine hohe Diversität mit weitreichender Alleldistanz zwischen epidemiologisch nicht zusammenhängenden M. cynos-Stämmen ermittelt werden. Daneben gelang aber auch die Gruppierung einzelner Isolate von Tieren, die in demselben Haushalt bzw. in derselben Umgebung lebten. Aus diesen Ergebnissen lässt sich schließen, dass Hunde oder Wölfe, die engen Kontakt zueinander haben, naheverwandte oder sogar klonal-verwandte M. cynos-Stämme in sich tragen. Eine Organsystem-assoziierte Gruppierung der untersuchten Stämme war aber auch mittels cgMLST nicht erkennbar. Aufgrund ihres hervorragenden Auflösungsvermögens eignet sich die neuentwickelte cgMLST dennoch bestens für epidemiologische Untersuchungen und für die Aufklärung komplexer epidemiologischer Fragestellungen
More than just a color: Archaeological, analytical, and procedural aspects of Late Bronze Age purple-dye production at Cape Kolonna, Aegina
Excavations in the Eastern Suburb of Bronze Age Aegina Kolonna revealed the destruction deposit of two sequenced Early Mycenaean buildings (phase Late Helladic IIA; 16th century BC). The older building is interpreted as a widely undisturbed production site of purple-dye based on indicative finds such as ceramic sherds containing analyzable quantities of pigment, high amounts of mollusk shells, and a few functional facilities. Chemical analysis by HPLC and malacological determination revealed that the banded dye-murex (Hexaplex trunculus) was used almost exclusively. The presence of crushing tools and a waste disposal pit provide insight into the technical process of dye production. Additionally, skeletal remains of heavily burnt infantile and juvenile piglets, kids, or lambs were found in the purple workshop area. The evidence may be better explained by ritual activities aimed at promoting the highly meaningful event of purple production, rather than by normal food consumption practices
Inferences about the population history of Rangifer tarandus from Y chromosome and mtDNA phylogenies
Reindeer, called caribou in North America, has a circumpolar distribution and all extant populations belong to the same species (Rangifer tarandus). It has survived the Holocene thanks to its immense adaptability and successful coexistence with humans in different forms of hunting and herding cultures. Here, we examine the paternal and maternal history of Rangifer based on robust Y-chromosomal and mitochondrial DNA (mtDNA) trees representing Eurasian tundra reindeer, Finnish forest reindeer, Svalbard reindeer, Alaska tundra caribou, and woodland caribou. We first assembled Y-chromosomal contigs, representing 1.3 Mb of single-copy Y regions. Based on 545 Y-chromosomal and 458 mtDNA SNPs defined in 55 males, maximum parsimony trees were created. We observed two well separated clades in both phylogenies: the "EuroBeringian clade" formed by animals from Arctic Islands, Eurasia, and a few from North America and the "North American clade" formed only by caribou from North America. The time calibrated Y tree revealed an expansion and dispersal of lineages across continents after the Last Glacial Maximum. We show for the first time unique paternal lineages in Svalbard reindeer and Finnish forest reindeer and reveal a circumscribed Y haplogroup in Fennoscandian tundra reindeer. The Y chromosome in domesticated reindeer is markedly diverse indicating that several male lineages have undergone domestication and less intensive selection on males. This study places R. tarandus onto the list of species with resolved Y and mtDNA phylogenies and builds the basis for studies of the distribution and origin of paternal and maternal lineages in the future
Fjordpferde als Therapiepferde
Bachelor thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2024The use of a horse in therapy work can be important because the presence of a horse around a person can significantly influence that individual. The treatment can lead to a person\u27s healing, or it can provide support for their ongoing development. A horse\u27s physical characteristics determine its suitability for therapeutic work. Therefore, this bachelor thesis examines and evaluates the usability of the Fjord horse for therapeutic purposes, taking into account the conformational characteristics of the horses. The first part of the work focuses on the general external characteristics, including the level of development, body parameters, condition, gaits, and the coat condition of the horse. The subsequent section delves into a more detailed examination of the five properties, their importance, and usefulness in a therapeutic setting. An adult horse with a well-muscled body, in good working condition, engaged in regular exercise, and with a well-groomed coat possesses an advantage. Following this, the method of measuring and evaluating these characteristics is presented. The second part of the work addresses Fjord horses themselves and their conformation and breed standards. A Fjord horse can be most simply described as a "little workhorse." The Fjord horse is characterized by its longevity, square build, well-muscled physique, expansive and flowing stride, and a two-tone mane. Based on the specified criteria, it can be determined whether the Fjord horse is likely suitable for therapeutic riding and vaulting. The traits of the Fjord horse consistently align with the prerequisites given. The last section of the bachelor thesis focuses on the obtained data. The information for 10 horses is presented and organized in individual tables. The aforementioned hypothesis is supported by the data. In this particular case, 9 out of the 10 horses are deemed highly suitable for this purpose, with conformation and external parameters playing a significant role. The individual tables are thoroughly reviewed at the conclusion of the thesis. As a result, it has been determined that, according to the specified criteria, robust, small horse with smooth movement is the most suitable for therapeutic riding and vaulting.Bachelorarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024Der Einsatz eines Pferdes in der Therapiearbeit kann deshalb wichtig sein, weil das Pferd in der Umgebung eines Menschen einen großen Einfluss auf diesen therapie-beteiligten Menschen haben kann. Ein Mensch kann durch die Behandlung geheilt werden oder es kann die weitere Entwicklung einer Person unterstützen. Die äußeren Merkmale eines Pferdes beeinflussen, ob das Pferd für die therapeutische Arbeit geeignet ist. Daher wird in dieser Bachelorarbeit die Verwendbarkeit des Fjordpferdes für die therapeutische Arbeit in Bezug auf die Exterieurmerkmale der Pferde untersucht. Der erste Teil der Arbeit befasst sich mit den allgemeinen äußeren Eigenschaften, zu denen der Entwicklungsstand, die Körpermaße, die Kondition, die Gangarten und auch der Fellzustand des Pferdes gehören. Anschließend werden die fünf Eigenschaften und deren Bedeutung und Nützlichkeit im therapeutischen Umfeld näher untersucht. Einen Vorteil hat ein Pferd, das im erwachsenen Alter, mit einem gut bemuskelten Körper, guter Arbeitskondition, regelmäßiger Bewegung und einem gut gepflegten Fell zu den Gleichgewichtpferden gehört. In weiterer Folge wird die Methode der Messung und der Beurteilung dieser Merkmale dargestellt. Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit den Fjordpferden an sich und deren Exterieur- bzw. Rassestandards. Ein Fjordpferd kann am einfachsten als „kleines Arbeitspferd“ bezeichnet werden. Das Fjordpferd ist ein langlebiges, quadrattypisches, gut bemuskeltes Pferd mit einem raumgreifenden, fließenden Schritt und einer zweifärbigen Mähne. Anhand der angegebenen Kriterien kann festgestellt werden, ob es wahrscheinlich ist, dass das Fjordpferd für das heilpädagogische Reiten und Voltigieren geeignet ist. Die Eigenschaften des Fjordpferdes entsprechen durchwegs den als Voraussetzung angegebenen Eigenschaften. Der letzte Teil der Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den konkreten, gewonnenen Daten. Die Daten von 10 Pferden sind in den einzelnen Tabellen angeführt und aufgelistet. Die oben genannte These wird dementsprechend durch die Zahlen unterstützt. In dem vorliegenden Fall sind 9 der 10 Pferde für diese Arbeit in Bezug auf die Exterieurmerkmale geeignet. Als Ergebnis wird festgestellt, dass, basierend auf den vorgegebenen Kriterien, ein knochenstarkes Kleinpferd mit einer sauberen Bewegung am besten, für das heilpädagogische Reiten und Voltigieren, geeignet ist
Parasitologie in der Zootiermedizin: Literaturrecherche und Analyse parasitologischer Beiträge in den Verhandlungsberichten des Internationalen Symposiums über die Erkrankungen der Zoo- und Wildtiere und deren Nachfolgeveranstaltungen 1960 - 1980
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024Diese Arbeit untersuchte die Rolle von Parasiten in der Zootiermedizin anhand einer Literaturrecherche und Analyse der Verhandlungsberichte des Internationalen Symposiums über die Erkrankungen der Zootiere in den Jahren 1960 bis 1980. Ziel dieser Arbeit war es, die Häufigkeit parasitärer Infektionen in den Verhandlungsberichten zu erfassen und deren Relevanz für die Zootiermedizin zu bewerten. Insgesamt wurden 1134 Artikel untersucht, von denen sich 28 % mit parasitären Erregern befassen. Die Parasiten wurden hauptsächlich bei Säugetieren (77,3 %), gefolgt von Vögeln (23,8 %) gefunden, während Reptilien, Amphibien und Fische seltener untersucht wurden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit wurde auf die Protozoen Entamoeba histolytica und Entamoeba invadens gelegt, vorwiegend (sub-)tropische Erreger, die in Zoos eine wichtige Rolle bei Säugetieren und Reptilien spielen. Entamoeba histolytica wurde ausschließlich bei Primaten, insbesondere Menschenaffen (Hominidae), nachgewiesen, währen E. invadens überwiegend bei Schlangen und Echsen diagnostiziert wurde. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Mortalität bei Schlangen besonders hoch war. Die häufigste Nachweismethode stellte die auch heute noch standardgemäß angewandte mikroskopische Kotuntersuchung dar, jedoch wurde die Diagnose oft erst post mortem durch pathologische Untersuchungen bestätigt. Diese Ergebnisse zeigen, dass parasitäre Infektionen, insbesondere durch Protozoen, eine wichtige Rolle in Zoos spielen. Es wurde deutlich, dass eine verbesserte Diagnostik und gezielte Therapiemaßnahmen nötig sind, um die Gesundheit der Zootiere zu sichern und zoonotische Risiken zu minimieren.Diploma thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2024Parasitology in zoological medicine: literature research and analysis of parasitological contributions in the proceedings of the International Conference on Diseases of Zoo and Wild Animals and its follow-up events 1960 to 1980 This study examined the role of parasites in zoo animal medicine through a literature review and analysis of the Proceedings of the International Symposium on Zoo Animal Diseases from 1960 to 1980. The aim of this study was to assess the frequency of parasitic infections in the symposium reports and to evaluate their relevance to zoo animal medicine. A total of 1134 articles were reviewed, 28 % of which dealt with parasitic pathogens. Parasites were primarily found in mammals (77,3 %), followed by birds (23,8 %), while reptiles, amphibians and fish were less frequently examined. The focus on this study were on the protozoa Entamoeba histolytica and Entamoeba invadens, mostly (sub-)tropical pathogens which play a significant role in zoos, particularly affecting mammals and reptiles. Entamoeba histolytica was exclusively detected in primates, especially great apes (Hominidae), while E. invadens was predominantly diagnosed in snakes and lizards. It was found that mortality was particularly high in snakes. The most common diagnostic method was copromicroscopic examination, which is still the standard today. However, diagnosis was often only confirmed in post-mortem examinations. These findings highlight that parasitic infections, particularly by protozoa, play an important role in zoos. It became clear that improved diagnostics and targeted therapeutic measures are necessary to ensure the health of zoo animals and to minimize zoonotic risks.Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024Diese Arbeit untersuchte die Rolle von Parasiten in der Zootiermedizin anhand einer Literaturrecherche und Analyse der Verhandlungsberichte des Internationalen Symposiums über die Erkrankungen der Zootiere in den Jahren 1960 bis 1980. Ziel dieser Arbeit war es, die Häufigkeit parasitärer Infektionen in den Verhandlungsberichten zu erfassen und deren Relevanz für die Zootiermedizin zu bewerten. Insgesamt wurden 1134 Artikel untersucht, von denen sich 28 % mit parasitären Erregern befassen. Die Parasiten wurden hauptsächlich bei Säugetieren (77,3 %), gefolgt von Vögeln (23,8 %) gefunden, während Reptilien, Amphibien und Fische seltener untersucht wurden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit wurde auf die Protozoen Entamoeba histolytica und Entamoeba invadens gelegt, vorwiegend (sub-)tropische Erreger, die in Zoos eine wichtige Rolle bei Säugetieren und Reptilien spielen. Entamoeba histolytica wurde ausschließlich bei Primaten, insbesondere Menschenaffen (Hominidae), nachgewiesen, währen E. invadens überwiegend bei Schlangen und Echsen diagnostiziert wurde. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Mortalität bei Schlangen besonders hoch war. Die häufigste Nachweismethode stellte die auch heute noch standardgemäß angewandte mikroskopische Kotuntersuchung dar, jedoch wurde die Diagnose oft erst post mortem durch pathologische Untersuchungen bestätigt. Diese Ergebnisse zeigen, dass parasitäre Infektionen, insbesondere durch Protozoen, eine wichtige Rolle in Zoos spielen. Es wurde deutlich, dass eine verbesserte Diagnostik und gezielte Therapiemaßnahmen nötig sind, um die Gesundheit der Zootiere zu sichern und zoonotische Risiken zu minimieren
Ist die Prävalenz von entzündlichen Gehirnerkrankungen beim Hund gestiegen?
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024Über die Prävalenz entzündlicher Gehirnerkrankungen ist wenig bekannt, wenngleich sie eine wichtige Differenzialdiagnose bei zentralnervösen Symptomen darstellen. In dieser retrospektiven Querschnittstudie Studie wurde die Entwicklung der jährlichen Fallzahlen von entzündlichen Gehirnerkrankungen bei Hunden, welche an der Veterinarmedizinischen Universitat Wien im Zeitraum 2014–2023 mittels Magnetresonanztomographie untersucht wurden, analysiert, sowie die Zeitraume 2014–2018 und 2019–2023 gegenübergestellt. Die Patienten wurden anhand spezifischer Suchbegriffe in den Befunden der Magnetresonanztomographie („Meningitis“, „Meningoenzephalitis“, „Enzephalitis“) identifiziert. Die magnetresonanztomographischen Aufnahmen wurden anschliessend erneut nach definierten Kriterien beurteilt und die Lokalisation und Verteilung der Veränderungen erfasst. Zusätzlich wurden Ergebnisse der klinischen Untersuchung, der Liquoranalyse, der Erregernachweise sowie der Pathohistologie einbezogen. Im Zeitraum 2014–2018 wurde bei 42 Hunden mittels Magnetresonanztomographie die Verdachtsdiagnose, bei 17 Hunden aufgrund einer zusätzlich vorliegenden Liquorpleozytose (Zellzahl > 5 Zellen/μl) in Kombination mit neurologischen Symptomen die klinische Diagnose und bei vier Hunden aufgrund von Ergebnissen der Pathohistologie oder Erregernachweisen die definitive Diagnose einer entzündlichen Erkrankung des Gehirns gestellt. Im Zeitraum 2019–2023 wurden 39 Hunde mit einer Verdachtsdiagnose, 16 Hunde mit einer klinischen Diagnose und vier Hunde mit einer definitiven Diagnose identifiziert. Im Zeitraum 2014–2018 wurde damit bei rund 5,1 %, im Zeitraum 2019–2023 rund 4,9 % der durchgeführten magnetresonanztomographischen Untersuchungen des Kopfes die Verdachts-, klinische oder definitive Diagnose einer entzündlichen Gehirnerkrankung beim Hund gestellt. Es konnte keine Veränderung der Prävalenz entzündlicher Gehirnerkrankungen bei Hunden festgestellt werden, obwohl die Anzahl der Fälle mit Liquorpleozytose, bei denen eine magnetresonanztomographische Untersuchung durchgeführt wurde, tendenziell gestiegen ist.Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024Über die Prävalenz entzündlicher Gehirnerkrankungen ist wenig bekannt, wenngleich sie eine wichtige Differenzialdiagnose bei zentralnervösen Symptomen darstellen. In dieser retrospektiven Querschnittstudie Studie wurde die Entwicklung der jährlichen Fallzahlen von entzündlichen Gehirnerkrankungen bei Hunden, welche an der Veterinarmedizinischen Universitat Wien im Zeitraum 2014–2023 mittels Magnetresonanztomographie untersucht wurden, analysiert, sowie die Zeitraume 2014–2018 und 2019–2023 gegenübergestellt. Die Patienten wurden anhand spezifischer Suchbegriffe in den Befunden der Magnetresonanztomographie („Meningitis“, „Meningoenzephalitis“, „Enzephalitis“) identifiziert. Die magnetresonanztomographischen Aufnahmen wurden anschliessend erneut nach definierten Kriterien beurteilt und die Lokalisation und Verteilung der Veränderungen erfasst. Zusätzlich wurden Ergebnisse der klinischen Untersuchung, der Liquoranalyse, der Erregernachweise sowie der Pathohistologie einbezogen. Im Zeitraum 2014–2018 wurde bei 42 Hunden mittels Magnetresonanztomographie die Verdachtsdiagnose, bei 17 Hunden aufgrund einer zusätzlich vorliegenden Liquorpleozytose (Zellzahl > 5 Zellen/μl) in Kombination mit neurologischen Symptomen die klinische Diagnose und bei vier Hunden aufgrund von Ergebnissen der Pathohistologie oder Erregernachweisen die definitive Diagnose einer entzündlichen Erkrankung des Gehirns gestellt. Im Zeitraum 2019–2023 wurden 39 Hunde mit einer Verdachtsdiagnose, 16 Hunde mit einer klinischen Diagnose und vier Hunde mit einer definitiven Diagnose identifiziert. Im Zeitraum 2014–2018 wurde damit bei rund 5,1 %, im Zeitraum 2019–2023 rund 4,9 % der durchgeführten magnetresonanztomographischen Untersuchungen des Kopfes die Verdachts-, klinische oder definitive Diagnose einer entzündlichen Gehirnerkrankung beim Hund gestellt. Es konnte keine Veränderung der Prävalenz entzündlicher Gehirnerkrankungen bei Hunden festgestellt werden, obwohl die Anzahl der Fälle mit Liquorpleozytose, bei denen eine magnetresonanztomographische Untersuchung durchgeführt wurde, tendenziell gestiegen ist.Diploma thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2024Little is known about the prevalence of inflammatory brain diseases, although they represent an important differential diagnosis in dogs with neurological symptoms. In this retrospective cross-sectional study the development of annual case numbers of inflammatory brain diseases in dogs, which underwent magnetic resonance imaging at the University of Veterinary Medicine Vienna between 2014 and 2023, was analysed. The periods 2014-2018 and 2019- 2023 were then compared. Patients were identified based on specific search terms in the magnetic resonance imaging reports („meningitis“, „meningoencephalitis“, „encephalitis“). The images were reassessed according to defined criteria, and the localisation and distribution of the changes were recorded. Additionally, the results of clinical examinations, cerebrospinal fluid analysis, pathogen detection and histopathology were included. In the years 2014–2018, 42 dogs were given a tentative diagnosis based on magnetic resonance imaging, 17 dogs were clinically diagnosed due to the additional presence of cerebrospinal fluid pleocytosis (cell count > 5 cells/μl) in combination with neurological symptoms, and four dogs were definitively diagnosed based on histopathology or pathogen detection. In the period 2019–2023, 39 dogs were identified with a tentative diagnosis, 16 with a clinical diagnosis, and four with a definitive diagnosis. Thus, in the years 2014–2018, about 5.1%, and in the years 2019–2023, about 4.9% of the magnetic resonance imaging studies of the head led to a tentative, clinical, or definitive diagnosis of inflammatory brain disease in dogs. No change in the prevalence of inflammatory brain diseases in dogs was observed, even though the number of cases with cerebrospinal fluid pleocytosis, which were referred to magnetic resonance imaging, showed a tendency to increase
Development and modulation of gut microbe-host interactions in chickens and piglets
PhD thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2024
The full text is only available to university members. Please log in!Increasing evidence suggests that gut microbes and their metabolites, i.e., short-chain fatty acids (SCFA), have beneficial effects on the gut function and health of monogastric farm animals, particularly chickens and pigs. Nevertheless, more research is still needed to fully understand the complex relationship between gut microbes and their hosts, especially in the following three aspects. First, investigations into the modulating effects of mixed SCFA on intestinal barrier function and contractibility in chickens are scarce. Second, the role of directfed microbes (probiotics) in improving gut health and growth in chickens is still controversial, as evidenced by the different results in various studies. Third, research on the mother-offspring axis and its role in the establishment of gut colonization in neonatal piglets is still limited. We applied three complementary study models, including ex vivo and in vivo experiments, and meta-analysis, to investigate these topics: The ex vivo study aimed to investigate the local effect of mixed SCFA, with different acetate:butyrate ratios and SCFA concentrations, on the jejunal and cecal contractibility and jejunal barrier function in laying hens as an animal model. By implementing Ussing chamber and organ bath techniques, we discovered that increasing the butyrate proportions and SCFA concentrations improved jejunal ion uptake and barrier function, as well as stimulated cecal muscle contraction in laying hens. The aim of the in vivo study was to investigate the changes in bacterial and fungal communities in sow feces during the lactation period as well as in the gastric and cecal digesta of piglets from suckling to one week after weaning. Additionally, the correlation between fecal consistency scores and cecal microbial taxa in the weaned piglets was evaluated. It was shown that the progressing lactation influenced the bacterial and fungal communities in sow feces. Moreover, sow feces and piglet gut digesta were found to share bacterial and fungal taxa, providing evidence that maternal microbes contribute to the gut colonization of neonatal piglets. In addition, potential bacterial and fungal markers for softer and firm feces postweaning have been identified that may serve as indicators of gut homeostatic conditions. The meta-analysis study aimed to assess the modulatory effects of dietary probiotics on gut barrier and immune-related gene expression, histomorphology, and growth performance in broiler chickens, both with and without pathogen challenge. Our meta-analysis revealed that dietary probiotics with various genera/species improved gut integrity and structure in broiler chickens, without affecting growth performance. Furthermore, the effectiveness of probiotics was found to be modified by dietary metabolizable energy, crude protein, and days postinfection. Overall, these studies provide new insights into the early gut microbial colonization in piglets as well as into roles of SCFA, and dietary probiotics for gut barrier function and immune responses of the host in chickens. The results obtained may help to develop dietary strategies to improve gut health in these monogastric farm animals.PhD thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2024
The full text is only available to university members. Please log in!Increasing evidence suggests that gut microbes and their metabolites, i.e., short-chain fatty acids (SCFA), have beneficial effects on the gut function and health of monogastric farm animals, particularly chickens and pigs. Nevertheless, more research is still needed to fully understand the complex relationship between gut microbes and their hosts, especially in the following three aspects. First, investigations into the modulating effects of mixed SCFA on intestinal barrier function and contractibility in chickens are scarce. Second, the role of directfed microbes (probiotics) in improving gut health and growth in chickens is still controversial, as evidenced by the different results in various studies. Third, research on the mother-offspring axis and its role in the establishment of gut colonization in neonatal piglets is still limited. We applied three complementary study models, including ex vivo and in vivo experiments, and meta-analysis, to investigate these topics: The ex vivo study aimed to investigate the local effect of mixed SCFA, with different acetate:butyrate ratios and SCFA concentrations, on the jejunal and cecal contractibility and jejunal barrier function in laying hens as an animal model. By implementing Ussing chamber and organ bath techniques, we discovered that increasing the butyrate proportions and SCFA concentrations improved jejunal ion uptake and barrier function, as well as stimulated cecal muscle contraction in laying hens. The aim of the in vivo study was to investigate the changes in bacterial and fungal communities in sow feces during the lactation period as well as in the gastric and cecal digesta of piglets from suckling to one week after weaning. Additionally, the correlation between fecal consistency scores and cecal microbial taxa in the weaned piglets was evaluated. It was shown that the progressing lactation influenced the bacterial and fungal communities in sow feces. Moreover, sow feces and piglet gut digesta were found to share bacterial and fungal taxa, providing evidence that maternal microbes contribute to the gut colonization of neonatal piglets. In addition, potential bacterial and fungal markers for softer and firm feces postweaning have been identified that may serve as indicators of gut homeostatic conditions. The meta-analysis study aimed to assess the modulatory effects of dietary probiotics on gut barrier and immune-related gene expression, histomorphology, and growth performance in broiler chickens, both with and without pathogen challenge. Our meta-analysis revealed that dietary probiotics with various genera/species improved gut integrity and structure in broiler chickens, without affecting growth performance. Furthermore, the effectiveness of probiotics was found to be modified by dietary metabolizable energy, crude protein, and days postinfection. Overall, these studies provide new insights into the early gut microbial colonization in piglets as well as into roles of SCFA, and dietary probiotics for gut barrier function and immune responses of the host in chickens. The results obtained may help to develop dietary strategies to improve gut health in these monogastric farm animals.PhD Arbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024
Aus rechtlichen Gründen sind nicht alle Teile dieser Arbeit frei zugänglich. Der Zugriff auf den elektronischen Volltext ist auf Angehörige der Veterinärmedizinischen Universität Wien beschränkt. Bitte einloggen!Es gibt vermehrt Hinweise, dass Darmmikroben und ihre Stoffwechselprodukte, z.B. kurzkettige Fettsäuren (SCFA), positive Auswirkungen auf die Darmfunktion und die Gesundheit von monogastrischen Nutztieren, wie Hühnern und Schweinen, haben. Dennoch bedarf es noch weiterer Forschung, um die komplexe Beziehung zwischen Darmmikroben und dem Wirtstier vollständig zu verstehen, insbesondere in den folgenden drei Aspekten. Erstens gibt es kaum Untersuchungen zu den Darm-modulierenden Wirkungen, wenn die SCFA in einer Mischung vorliegen, auf die Barrierefunktion und Kontraktibilität bei Hühnern. Zweitens gibt es in der Literatur widersprüchliche Angaben zur Rolle von direkt gefütterten Mikroben (Probiotika) für die Verbesserung der Darmgesundheit und des Darmwachstums bei Hühnern. Drittens ist die Forschung zur Mutter-Nachkommen-Achse und ihre Rolle bei der Etablierung der mikrobiellen Gemeinschaft im Darm bei neugeborenen Ferkeln noch begrenzt. Um die drei Aspekte zu untersuchen, wurden drei Studienmodelle angewendet: ex-vivo- und in-vivo-Experimente sowie Metaanalysen. Das Ziel der ex-vivo-Studie war es, die lokale Wirkung von SCFA-Mischungen mit unterschiedlichen Azetat:Butyrat-Verhältnissen und Konzentrationen auf die Kontraktibilität von Jejunum und Zäkum sowie die Barrierefunktion im Jejunum bei Legehennen als Tiermodell zu untersuchen. Mittels Anwendung von Ussing- Kammern und dem Organbad zeigte sich, dass ein höherer Butyratanteil und SCFAKonzentrationen die Aufnahme von Ionen im Jejunum sowie die Barrierefunktion verbesserte sowie die Kontraktionen der Zäkummuskulatur bei Legehennen stimulierte. Das Ziel der in-vivo-Studie war es, die Veränderungen in Bakteriom und Mycobiom im Sauenkot im Verlauf der Laktation sowie im Magen- und Zäkumchymus bei Ferkeln von der Geburt bis eine Woche nach dem Absetzen zu untersuchen. Des Weiteren wurden eine Korrelationsanalyse zwischen der Kotkonsistenz und den Abundanzen der mikrobiellen Taxa im Zäkum durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass sich mit fortschreitender Laktation die Zusammensetzung der Bakterien- und Pilzgemeinschaften im Sauenkot veränderte. Darüber hinaus zeigte das gemeinsame Vorkommen von Bakterien- und Pilz-Taxa im Sauenkot und Chymus im Magen und Zäkum der Ferkel, dass das Mikrobiom im Sauenkot zur Darmbesiedlung der neugeborenen Ferkel beigetragen hat. Darüber hinaus wurden Bakterien und Pilze identifiziert, die mit weicherem oder festen Kot nach dem Absetzen einhergingen und als Marker-Taxa für den Zustand der Darmhomöostase dienen könnten. Das Ziel der Metaanalyse war es, die modulierenden Wirkungen von Probiotika auf die Darmbarriere und Genexpression zu Immunparametern, der Histomorphologie und der Wachstumsleistung bei Masthühnern zu evaluieren. Es wurde jeweils der Einfluss auf die genannten Parameter mit und ohne Pathogen-Exposition untersucht. Die Metaanalyse zeigte, dass Probiotika die Darmintegrität und -struktur bei Masthühnern verbesserten, jedoch ohne Effekt auf die Wachstumsleistung. Des Weiteren ließen die Daten abschätzen, dass die Wirksamkeit von Probiotika durch die Nährstoffdichte der Nahrung (umsetzbare Energie und Rohproteingehalt) sowie die Anzahl der Tage nach der Infektion beeinflusst wird. Zusammengefasst liefern die durchgeführten Versuche neue Erkenntnisse über die frühe mikrobielle Besiedlung des Darms bei Ferkeln. Sie liefern ebenfalls neue Einsichten über die Rolle von SCFA und die Wirksamkeit von Probiotika für die Darmbarrierefunktion und die - immunrespons bei Hühnern. Die vorliegenden Ergebnisse können dazu beitragen, Ernährungsstrategien zur Verbesserung der Darmgesundheit von monogastrischen Nutztieren zu optimieren
Einfluss des Auftauens und des Vorlegens auf die Mikroflora von zur Rohfütterung von Hunden bestimmtem Heimtierfutter aus Wildfleisch
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024Die Verfütterung von rohem tierischem Material ("BARF – Bones and Raw Food") an Hunde und Katzen ist eine hinsichtlich Bedarfsdeckung und mikrobiologischer Qualität und Sicherheit kontrovers diskutierte Fütterungsmethode. Rohes Heimtierfutter unterliegt der EU-Verordnung (EG) Nr. 1069/2009. Mikrobiologische Anforderungen bestehen hinsichtlich Enterobacteria-ceen und Salmonellen. In der vorliegenden Arbeit wurde bei drei Tiefkühl-BARF-Produkten aus Wildfleisch die Ent-wicklung der Mikroflora (aerobe mesophile Keimzahl und Enterobacteriaceen) bei drei emp-fohlenen Auftaumethoden (Auftauen über Nacht im Kühlschrank, in kaltem Wasser oder in der Mikrowelle) sowie zwei Szenarien der Futtervorlage (keine Lagerung oder Lagerung 4 Stunden bei 22 °C) betrachtet. Die Mittelwerte für die aerobe mesophile Keimzahl waren bei den drei Proben im Bereich von 7–8 log10 KbE/g, was bei Fleisch für den menschlichen Verzehr schon im verderbsrelevanten Bereich ist. Die durchschnittlichen Enterobacteriaceengehalte des Produktes A waren in Be-reich von 4,8–5,1 log10 KbE/g, für die Produkte B und C betrug der Bereich 5,3–5,5 log10 KbE/g bzw. 4,5–4,8 log10 KbE/g. Bei den Produkten A und C ergaben sich weder für den Faktor Art des Auftauens noch für die Lagerung nach dem Auftauen signifikante Unterschiede (p > 0,05), beim Produkt B ergaben sich für den Faktor Art des Auftauens keine signifikanten Unter-schiede (p > 0,05), während die Lagerung nach dem Auftauen einen signifikanten Effekt auf sowohl die aerobe mesophile Keimzahl als auch die Enterobacteriaceenzahl hatte (p ≤ 0,05). Dabei waren die Keimzahlen nach Lagerung um 0,2–0,3 log-Einheiten niedriger als jene vor der Lagerung, was näherungsweise einer Halbierung der Keimzahlen entspricht. Salmonella sp. konnten in keiner der Proben nachgewiesen werden. Während alle Proben das Salmo-nella-Kriterium der VO (EG) Nr. 1069/2009 erfüllten, wurde der obere Grenzwert „M“ für Enterobacteriaceen bei allen Proben überschritten. Die hohe Wasseraktivität (aW = 0,97) und pH-Werte im Bereich 6,40–6,55 qualifizieren die untersuchten Proben als leicht verderbliches Material. Ein statistisch signifikante Keimvermehrung während Auftauen und nachfolgender Lagerung konnte nicht beobachtet werden (p > 0,05). Es war aber schon der initiale Keimgehalt (nach Auftauen) als hoch anzusehen.Diploma thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2024Feeding raw animal material (‘BARF - Bones and Raw Food’) to dogs and cats is a controver-sial feeding method in terms of meeting nutritional requirements and assurance of microbio-logical quality and safety. Raw pet food is subject to EU Regulation (EC) No. 1069/2009 and microbiological requirements exist with regard to Enterobacteriaceae and Salmonella. In the present study, the development of the microflora (aerobic mesophilic bacterial count and Enterobacteriaceae) of three frozen BARF products made from game meat was analysed us-ing three recommended thawing methods (overnight thawing in the refrigerator, in cold water or in the microwave) and two feed storage scenarios (no storage or storage for 4 hours at 22 °C). The mean values for the aerobic mesophilic bacterial count for the three samples were in the range of 7-8 log10 CFU/g, which is already in the spoilage-relevant range for meat for human consumption. The average Enterobacteriaceae content of product A was in the range of 4.8-5.1 log10 CFU/g, for products B and C the range was 5.3-5.5 log10 CFU/g and 4.5-4.8 log10 CFU/g respectively. For products A and C, there were no significant differences for the factor type of thawing or for storage after thawing (p > 0.05); for product B, there were no significant differences for the factor type of thawing (p > 0.05), while storage after thawing had a signifi-cant effect on both the aerobic mesophilic bacterial count and the Enterobacteriaceae count (p ≤ 0.05). The bacterial counts after storage were 0.2-0.3 log units lower than those before storage, which corresponds approximately to a halving of the bacterial counts. Salmonella sp. could not be detected in any of the samples. While all samples fulfilled the Salmonella criterion of Regulation (EC) No. 1069/2009, the upper limit value ‘M’ for Enterobacteriaceae was ex-ceeded in all samples. The high water activity (aW = 0.97) and pH values in the range 6.40-6.55 qualified the samples as easily perishable material. A statistically significant increase in microbial growth during thawing and subsequent storage could not be observed (p > 0.05). However, the initial germ content (after thawing) was already considered high