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    ESRS S1 - own workforce: Potential impacts of disclosure requirements on social aspects

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    Die Richtlinie (EU) 2022/2464, besser bekannt als Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), verpflichtet seit 2024 eine Vielzahl von Unternehmen in der EU zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die konkreten Berichtsinhalte zu den Themen Umwelt, Soziales und Governance werden dabei von den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) festgelegt. In der Vergangenheit haben bereits zahlreiche empirische Studien belegt, dass Offenlegungspflichten positive Effekte in verschiedenen Bereichen bewirken können. In der deutschsprachigen Literatur mangelt es bisher allerdings an umfassenden Literaturübersichten zu dieser Thematik. Das übergeordnete Ziel dieser Arbeit ist es, diese Forschungslücke zu verkleinern und die potenziellen Auswirkungen der ESRS S1 auf ausgewählte soziale Aspekte zu analysieren. Im Zentrum stehen dabei die folgenden Fragestellungen: (1) Inwieweit können die Offenlegungspflichten gemäß ESRS S1.66a zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen beitragen? (2) Inwiefern können die Angabepflichten gemäß ESRS S1.97a zur Verringerung des Gender Pay Gaps beitragen? Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen wurde eine umfassende Literatur-Review durchgeführt. Die Auswertung von empirischen Studien zu ähnlichen Transparenzmaßnahmen hat gezeigt, dass Offenlegungspflichten signifikant zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen beitragen können. Die Wirksamkeit hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise dem Druck durch Stakeholder. Auch in Bezug auf die geschlechtsspezifische Verdienstlücke deuten die ausgewerteten Studien darauf hin, dass Offenlegungspflichten eine signifikante Reduktion bewirken können. Erste Effekte konnten in zahlreichen Fällen bereits innerhalb von zwei Jahren nach Einführung der jeweiligen Transparenzmaßnahme beobachtet werden. Die Empirie zeigt auch, dass die Verringerungen primär auf Verlangsamungen des Lohnwachstums bei Männern – und nicht auf Erhöhungen der Löhne bei Frauen – zurückzuführen sind.Directive (EU) 2022/2464, commonly known as the Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), has required a large number of companies in the European Union to publish sustainability reports since 2024. The specific reporting content on environmental, social, and governance topics is defined by the European Sustainability Reporting Standards (ESRS). In the past, numerous empirical studies have already shown that disclosure requirements can have positive effects in various areas. However, there is still a lack of comprehensive literature reviews in the German-language research on this topic. The primary objective of this thesis is to address this research gap by analyzing the potential effects of ESRS S1 on selected social aspects. The focus lies on the following research questions: (1) To what extent can the disclosure requirements under ESRS S1.66a contribute to increasing the proportion of women in leadership positions? (2) To what extent can the disclosure requirements under ESRS S1.97a contribute to reducing the gender pay gap? To answer these questions, a comprehensive literature review was conducted. The evaluation of empirical studies on similar transparency measures has shown that comparable reporting obligations have already contributed to increasing the proportion of women in leadership roles. However, the effectiveness of these obligations depends on various factors, such as stakeholder pressure. Regarding the gender pay gap, the reviewed studies also suggest that disclosure requirements can lead to a significant reduction. In many cases, initial effects were already observed within the first two years after the introduction of the respective transparency measure. The empirical findings also indicate that these reductions were primarily due to a slowdown in wage growth among men – and not to an increase in women's earnings.Anna Maria List, BSc, MAEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 76-91Masterarbeit Universität Graz 202

    Heilkäuter

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    In einer immer heißer werdenden Welt ist die Biodiversität stark gefährdet. Daher ist vor allem jetzt Natur- und Umweltschutz essenziell. Gleichzeitig ist aber das Interesse der SchülerInnen an Pflanzen und Botanik gering. Dies hat zur Folge, dass auch der Pflanzenschutz keine hohe Priorität unter den Jugendlichen hat. Diese Masterarbeit versucht daher Wege zu finden, SchülerInnen für die Botanik zu begeistern. Zu Beginn werden wichtige botanische Grundlagen erläutert und ausgewählte Kräuter und Heilkräuter mit ihren wichtigsten Eigenschaften, Inhaltsstoffen und Verwendungen eingeführt. Dieses Wissen dient als Basis für die entwickelten Unterrichtsplanungen. Für die Unterrichtsplanungen wurde der handlungsorientierte Ansatz gewählt, da dieser durch die Selbsttätigkeit der SchülerInnen Interesse und Motivation fördern kann. Daher wird in der Arbeit auch die notwendige Theorie zum handlungsorientierten Unterricht besprochen und die Relevanz der Unterrichtsplanungen erläutert. Im letzten Kapitel werden handlungsorientierte Unterrichtsplanungen vorgestellt, die LehrerInnen helfen sollen, Botanik anschaulich zu unterrichten. Diese Planungen können direkt in Schulen eingesetzt werden. SchülerInnen werden dabei selbst zu ForscherInnen, führen Experimente durch und stellen ihre eigenen Produkte her. Ziel ist es, das Interesse der SchülerInnen an der Botanik zu fördern und somit Motivation für den Schutz der Pflanzen zu wecken.The average global temperature is rising, and we are witnessing a great loss of biodiversity. Thus, nature conservation and environmental protection are increasingly essential. However, at the same time, many students lack an interest in plants and botany. Consequently, the protection of plants is not a high priority for most teenagers. Therefore, this master thesis tries to find ways to spark students’ interest in botany. First, crucial botanical knowledge is discussed, and specific herbs and medicinal herbs and their active ingredients, effects and applications are introduced. This knowledge will serve as the basis for the lesson plans. For the lesson plans, a hands-on and action-oriented approach was chosen since this approach fosters autonomy, interest and motivation. Hence, the necessary theory and the relevance for the action-oriented lesson plans are discussed. In the last chapter, specific lesson plans are introduced to help teachers create vivid botany lessons. Through these lesson plans, students are inspired to do research, conduct experiments and create their own products. The goal is to foster students’ interest in botany and thus motivate them to protect our plants.Iris HochwarterMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc

    Scaffolding through gestures as a resource in mathematics education

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    Gesten spielen eine zentrale Rolle in der menschlichen Kommunikation und Kognition. Sie sind untrennbar mit unserem Denken verbunden und ermöglichen es, abstrakte Konzepte greifbar zu machen. In der Mathematik, die fast ausschließlich auf abstrakten Konzepten basiert, bieten Gesten besondere didaktische Möglichkeiten. Scaffolding bezeichnet eine temporäre Unterstützung von Lernenden bei der Bewältigung von Aufgaben oder dem Erwerb von neuem Wissen. Besonders im Kontext des Mathematikunterrichts zeigt der Einsatz von Gesten der Lehrkraft großes Potenzial als Scaffolding-Strategie, um Lernprozesse zu unterstützen und mathematische Konzepte zu veranschaulichen.Vor dem Hintergrund der bisherigen Forschung stellt diese Masterarbeit die übergeordnete Frage, welches Potenzial Gesten der Lehrkraft als Scaffolding-Strategie beim Mathematiklernen haben. Diese Fragestellung wird theoretisch erläutert und diskutiert. Im empirischen Teil der Arbeit wird sie weiter präzisiert, indem eine spezifische Form des Scaffolding – das Modellieren – untersucht wird. Dabei wird analysiert, welches Potenzial diese Strategie für das Erlernen der Bruchrechnung hat. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Auswirkungen des Modellierens von Gesten als Scaffolding-Strategie auf das Verständnis der Addition und Subtraktion von Brüchen lassen sich nach einer Intervention beobachten?"Zur Beantwortung dieser Frage wurde eine zweistufige Interventionsstudie mit 36 Schüler:innen der 6. Schulstufe durchgeführt. Die Untersuchung umfasste einen Vortest, eine Intervention mit zwei Varianten von Lernvideos je mit entweder gestenunterstützter und rein verbaler Anleitung, sowie leitfadengestützte Interviews. Die Datenanalyse zielte darauf ab, Unterschiede im Verständnis und der Wahrnehmung und Nutzung von Gesten zwischen den Gruppen zu identifizieren.Während das Modellieren von Gesten als Scaffolding-Strategie keinen Vorteil für kalkülhaftes Rechnen zeigte, konnten positive Effekte auf die Entwicklung anschaulicher Grundvorstellungen und damit die Prävention von Fehlvorstellungen beobachtet werden. Die Schüler:innen nahmen die Gesten der Lehrkraft in den gestengestützten Videos bewusst wahr, und imitierten diese teilweise in eigenen Erklärungen. Sie konnten die Gesten zum Self-Scaffolding zur Unterstützung ihres Denkens und Problemlösens nutzen. Die gestenbasierte Intervention erwies sich als effektiver erster Schritt in einem Scaffolding-Prozess und förderte multimodales Lernen. Die Arbeit liefert somit wertvolle Einblicke in die Bedeutung von Gesten als didaktisches Werkzeug und deren Integration in lernförderliche, multimodale Lernumgebungen.Gestures play a central role in human communication and cognition. They are inextricably linked to our thinking and enable us to make abstract concepts tangible. In mathematics, which is based almost exclusively on abstract concepts, gestures offer special didactic possibilities. Scaffolding refers to temporary support for learners in mastering tasks or acquiring new knowledge. Particularly in the context of mathematics lessons, the use of gestures by the teacher shows great potential as a scaffolding strategy to support learning processes and illustrate mathematical concepts.Against the background of previous research, this master's thesis poses the overarching question of what potential teacher gestures have as a scaffolding strategy in mathematics learning. This question is explained and discussed theoretically. In the empirical part of the thesis, it is further specified by examining a specific form of scaffolding - modeling. The potential of this strategy for learning fractions is analyzed. The central research question is: “What effects of modeling gestures as a scaffolding strategy on the understanding of addition and subtraction of fractions can be observed after an intervention?”To answer this question, a two-stage intervention study was conducted with 36 students in 6th grade. The study comprised a pre-test, an intervention with two variations of learning videos, each with either gesture-supported or purely verbal instructions, as well as semi-structured interviews. The data analysis aimed to identify differences in the understanding, perception and use of gestures across the groups.While gesture modeling as a scaffolding strategy did not provide advantages for procedural calculations, positive effects were observed in the development of concrete mental representations and in the prevention of misconceptions. The students consciously perceived the teacher’s gestures in the gesture-supported videos and partially imitated them in their own explanations. They also used gestures as self-scaffolding to support their thinking and problem-solving processes. The gesture-based intervention proved to be an effective first step in a scaffolding process and promoted multimodal learning. This study consequently provides valuable insights into the role of gestures as a didactic tool and their integration into learning-enhancing, multimodal educational environments.Anna Krawagna, BEdEnthält Literaturverzeichnis auf Blätter 74-79Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Women's perception of their partners' pornography consumption in the context of the relational turbulence model

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    Frühere Forschung deutet darauf hin, dass der Pornografiekonsum von Männern negativ mit allgemeinen Beziehungsparametern wie Beziehungszufriedenheit, Commitment und Intimität assoziiert ist. Allerdings ist wenig darüber bekannt, wie die Wahrnehmung der Pornografie-Konsum-Frequenz (PFREQ) des männlichen Partners bei Frauen mit weniger erforschten Beziehungsparametern zusammenhängt. Darüber hinaus bleibt unklar, inwiefern die Einstellungen von Frauen gegenüber Pornografie die Zusammenhänge zwischen PFREQ und anderen Beziehungsparametern beeinflussen. Um diese Forschungslücken zu schließen, untersuchte die vorliegende Studie PFREQ im Kontext des Beziehungsturbulenzmodells unter Berücksichtigung der Einstellungen gegenüber Pornografie als Moderatorvariable bei 447 Frauen. Die Teilnehmerinnen füllten eine Online-Umfrage aus und wurden über Schneeball- und willkürlichen Stichprobenauswahlverfahren mithilfe eines universitären E-Mail-Verteilers rekrutiert. Die Ergebnisse konnten das Beziehungsturbulenzmodell vollständig replizieren. Wie vorhergesagt, war PFREQ positiv mit Beziehungsturbulenz, Selbstunsicherheit und Partnerunsicherheit assoziiert. Der positive Zusammenhang zwischen PFREQ und Partnerunsicherheit wurde durch die Einstellung der Frauen zur Pornografie moderiert, und zwar so, dass positivere Einstellungen diesen Zusammenhang abschwächten. Die positive Beziehung zwischen PFREQ und Beziehungsturbulenzen wurde vollständig durch die Auswirkungen auf die Partnerunsicherheit, die Selbstunsicherheit und die Beziehungsunsicherheit erklärt. Erstmals wurde der wahrgenommene Pornografiekonsum mit dem Beziehungsturbulenzmodell verknüpft und eröffnet damit eine neue Perspektive auf Pornografiekonsum in romantischen Beziehungen.Previous research suggests that men's pornography consumption is negatively associated with common global relationship parameters such as relationship satisfaction, commitment, and intimacy. However, little is known about how women's perception of their male partners' frequency of pornography consumption (PFREQ) relates to less-explored relationship parameters. Furthermore, the way in which women's attitudes toward pornography affect the associations between PFREQ and these relationship parameters remains unclear. To fill these gaps, this study investigated PFREQ in the context of the Relational Turbulence Model under the inclusion of attitudes toward pornography as a moderator of 447 women. Participants completed an online survey and were recruited using snowball and convenience sampling facilitated by a university e-mail distribution list. Results revealed a full replication of the Relational Turbulence Model. As predicted, PFREQ was positively associated with relational turbulence, self uncertainty, and partner uncertainty. The positive relationship between PFREQ and partner uncertainty was moderated by women's attitudes toward pornography in such a way that more positive attitudes mitigated this association, partially supporting our hypothesis. The positive relationship between PFREQ and relational turbulence was fully explained through the effects on partner uncertainty, self uncertainty, and relationship uncertainty. For the first time, perceived pornography consumption has been linked to the Relational Turbulence Model, thus providing a new perspective on pornography consumption in romantic relationships.Paul HaselierMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    International legal mechanisms for the protection of water resources from exploitation and the involvement of stakeholders

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    Der ehemalige US-Präsident Benjamin Franklin sagte einst: „Wenn der Brunnen ausgetrocknet ist, erkennen wir den Wert des Wassers“. Wasser ist Leben und somit eine lebenswichtige Ressource, dessen Schutz und nachhaltige Nutzung von größter Bedeutung sind. Wasser wird selbst in Gebieten mit Knappheit nicht annähernd so effizient genutzt, wie es mit dem heutigen Stand der Wissenschaft und Technik möglich wäre, sondern oft geradezu verschwendet. Die vorliegende Diplomarbeit untersucht daher die völkerrechtlichen Mechanismen, die zum Schutz von Wasser und seiner Ressourcen vor Ausbeutung entwickelt wurden. Dabei werden insbesondere die vertragsrechtlichen und gewohnheitsrechtlichen Aspekte eingehend untersucht und in diesem Kontext die Rolle und Beteiligung verschiedener Stakeholder genauer beleuchtet. Vor allem aber wird der Einfluss von Staaten und (multinationalen) Unternehmen an der Ausschöpfung der weltweiten Wasserreservoirs anhand von konkreten Fallbeispielen umfassend untersucht. Ziel der Diplomarbeit ist es, aufzuzeigen weshalb der verantwortungsvolle Umgang mit den weltweiten Wasserressourcen für uns alle von Bedeutung ist und warum eine gerechte und nachhaltige Nutzung so wichtig ist.The former US president Benjamin Franklin once said, "When the well runs dry, we know the worth of water." Water is life, and therefore a vital resource whose protection and sustainable use are of utmost importance. Water, even in areas facing scarcity, is not utilized nearly as efficiently as modern science and technology would allow,; instead, it is often wasted. The present thesis examines the international legal mechanisms developed to protect water and its resources from exploitation. In doing so, it takes a closer look at the contractual and customary legal aspects and examines the role and involvement of various stakeholders in this context. Above all, the thesis provides a comprehensive analysis of the impact of states and (multinational) corporations on the depletion of global water reservoirs through concrete case studies. The aim of the thesis is to demonstrate why the responsible management of global water resources is crucial for all of us and why a fair and sustainable use is so important.von Dzenita Celik-EmkicDiplomarbeit Universität Graz 202

    Are you open enough? : Der Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren und Gesundheitseinstellungen auf die Bereitschaft, ein Open-Label-Placebo bei psychischen oder physischen Beschwerden zu konsumieren

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    Offene Placebo-Interventionen stellen eine ethische und wirksame Alternative zu einer klassisch verdeckten Placebo-Behandlung dar. Sie haben sich bei einer Vielzahl von psychischen und physischen Beschwerden als hilfreich erwiesen, weshalb ihre Etablierung in den medizinischen Alltag angestrebt werden soll. Ziel der vorliegenden Studie war es, Persönlichkeitseigenschaften und gesundheitsbezogene Einstellungen als individuelle Prädiktoren für die Einnahmebereitschaft offener Placebos bei psychischen oder körperlichen Beschwerden zu untersuchen. Die durch eine Online-Umfrage gewonnene Stichprobe umfasste 323 Personen (77.4% weiblich), im Durchschnittsalter von 34 Jahren (SD = 13.14). Die Ergebnisse zeigten ein ähnliches Muster der Einnahmebereitschaft für Open-Label-Placebos bei beiden Beschwerdetypen. Mittels logistischer Regressionen konnten folgende Zusammenhänge identifiziert werden: Ein close-minded thinking style, ein actively open-minded thinking style sowie eine größere Offenheit für Erfahrungen gingen jeweils mit einer geringeren Bereitschaft einher, ein offenes Placebo als Behandlungsoption zu nutzen. Zudem berichteten männliche Teilnehmende eine niedrigere Bereitschaft zur Einnahme. Der Glaube an einen holistischen Gesundheitsbegriff wurde als positiver Prädiktor für die Akzeptanz offener Placebo-Interventionen identifiziert. Die Ergebnisse dieser Studie liefern einen essenziellen Beitrag zum Verständnis individueller Einflussfaktoren auf die Entscheidungsfindung für oder gegen eine offene Placebo-Intervention.Open-label placebo interventions represent an ethical and effective alternative to traditional deceptive placebo treatments. Previous research has demonstrated their effectiveness for a range of psychological and physical conditions, highlighting the potential for their integration into routine medical practice. The present study aimed to examine personality traits and health-related attitudes as individual predictors of the willingness to use open-label placebos for psychological or physical complaints. The sample,collected via an online survey, consisted of 323 participants (77.4% female) with an average age of 34 years (SD = 13.14). Results revealed a similar pattern of willingness to use OLP interventions for both types of complaints. Logistic regression analyses identified the following associations: a close-minded thinking style, an actively open-minded thinking style and greater openness to experience were each linked to a lower willingness to use an open-label placebo as a treatment option. Furthermore, male participants reported lower willingness to take an OLP. Belief in a holistic concept of health emerged as a positive predictor of acceptance of open-label placebo interventions. These findings make an important contribution to understanding the individual factors that influence the decision to accept or reject an open-label placebo intervention.Christina BöslMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    lesbian gay bisexual bi transgender transsexual trans queer plus

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    Die folgende Masterarbeit befasst sich mit der Förderung von kritischem Denken über Gender und LGBTQ+-Aspekten mit Hilfe von Jugendliteratur im Englischunterricht der Sekundarstufe. Ziel dieser Arbeit ist es herauszuarbeiten, inwiefern literarische Texte als Grundlage für Reflexion aber auch Diskussion über Geschlechterrollen, Normen und Identitäten dienen können.Dazu wurde die Forschungsfrage: Wie kann Jugendliteratur genutzt werden, um kritisches Denken über Gender bei Lernenden zu entwickeln? formuliert, die in der Masterarbeit beantwortet wird. Die Hypothese besagt, dass eine gezielte Auseinandersetzung mit Gender beziehungsweise LGBTQ+-Themen in der Literatur zu einem tieferen Verständnis gesellschaftlicher Strukturen und zu einer differenzierteren Meinungsbildung beitragen kann.Die Methodik umfasst eine theoretische Analyse von Jugendliteratur, wobei der Fokus auf LGBTQ+-Thematiken sowie dem Unterrichtsprojekt liegt. Dabei wurde das Werk Straight Expectations (2023) von Calum McSwiggan als Ausgangspunkt genutzt, um geschlechtsspezifische Fragen zu behandeln. Ergänzend wurden didaktische Konzepte wie Bloom’s Taxonomy herangezogen, um die Entwicklung höherer kognitiver Fähigkeiten gezielt zu fördern.Die Ausarbeitung des Projekts zeigt, dass Jugendliteratur als wirksames Medium zur Förderung kritischen Denkens über Gender und LGBTQ+ eingesetzt werden kann. Die Analyse befürwortet, dass durch reflektierte Diskussionen, Debatten und kreative Aufgaben Geschlechternormen kritisch hinterfragt werden und dadurch auch die Strukturen der Gesellschaft verstanden werden können.This master's thesis examines the promotion of critical thinking on gender and LGBTQ+ aspects through young adult literature in secondary school English classes. Its aim is to explore the extent to which literary texts can serve as a basis for reflection and discussion about gender roles, norms, and identities.The research question: In what ways can Young Adult Literature be used to develop critical thinking skills on gender in learners? was formulated, which is answered in the master's thesis. The hypothesis is that a targeted examination of gender and LGBTQ+ issues in literature can contribute to a deeper understanding of social structures and more differentiated opinion formation.The methodology includes a theoretical analysis of young adult literature, focusing on LGBTQ+ topics and the classroom project. Calum McSwiggan's Straight Expectations (2023) was used as a starting point to address gender-specific issues. In addition, didactic concepts such as Bloom's Taxonomy were used to specifically promote the development of higher cognitive skills.The project's findings demonstrate that young adult literature can be used as an effective medium to promote critical thinking on gender and LGBTQ+ issues. The analysis supports the idea that reflective discussions, debates, and creative tasks can help learners to critically question gender norms and therefore also contribute to an understanding of social structures.vorgelegt von Fabian Seitinger, BEdEnthält Literaturverzeichnis auf Blättern 59-64Masterarbeit Universität Graz 202

    The compensation for immaterial damage under art. 82 GDPR

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    Mit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Jahr 2016 kam es zu grundlegenden und weitreichenden Veränderungen der datenschutzrechtlichen Struktur in Österreich und der EU. Mit Art 82 DSGVO (Haftung und Recht auf Schadenersatz) wurde ein neues Schadenersatzregime für materielle und immaterielle Schäden konstruiert, dessen nahtlose Einfügung in bestehende nationale Zivilrechtsordnungen die Mitgliedstaaten durchaus vor Herausforderungen stellen sollte. Diese umfassende Reform und Vereinheitlichung im Datenschutzrecht führte in Verbindung mit der charakteristisch anspruchsvollen Handhabung immaterieller Schäden teilweise zu erheblicher Rechtsunsicherheit und unterschiedlichen Auslegungen in den Mitgliedstaaten.Bewegung in die Sache brachte schließlich der OGH, der eine Datenverarbeitungsaffäre der Österreichischen Post für ein erstes Vorabentscheidungsersuchen nutzte. Im Mai 2023 erging schließlich die mit Spannung erwartete Entscheidung des EuGH, von der man sich klare Leitlinien zum Ersatz immaterieller Schäden nach Art 82 DSGVO erhoffte. Auf die an sich eindeutig gestellten Vorlagefragen gab der EuGH indes keine klaren Antworten – ein Muster, das sich bei den folgenden Vorabentscheidungen zum Teil wiederholen sollte. Trotz Klarstellung in einzelnen Aspekten verbleiben zum heutigen Stand auch nach mehreren Vorabentscheidungen viele wichtige Fragen weiterhin ungeklärt. Ziel der vorliegenden Arbeit wird es sein, diese aktuellen Entscheidungen des EuGH sowie ihre Rezeption in Lehre und Rechtsprechung zu untersuchen. Auf eine generelle Einführung in den Schadenersatz bei Datenschutzverstößen nach Art 82 DSGVO folgt die Schilderung der vom EuGH aufgeworfenen Problemstellungen. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem ersten zu diesem Thema ergangenen Judikat (C-300/21, „Österreichische Post“) zu, ergänzt an thematisch geeigneter Stelle durch Folgeentscheidungen aus Luxemburg, die Bestätigung oder Ergänzungen liefern.Grundlegende Fragen wie die generelle Bedeutung eines Schadens nach der DSGVO, das Erfordernis einer Erheblichkeitsgrenze und das Vorgehen bei der Schadensbemessung sollen anhand dieser Judikatur ausgeführt und die dadurch vorgegebene Linie für die Rechtsprechung der Mitgliedstaaten skizziert werden. Abschließend wird auf unterschiedliche Ansätze eingegangen, die in der Literatur zur Lösung bestehender Probleme vorgeschlagen wurden.The introduction of the General Data Protection Regulation (GDPR) in 2016 resulted in fundamental and far-reaching changes to the structure of data protection law in Austria and the EU. With Art 82 GDPR (liability and right to compensation), a new compensation regime for material and immaterial damage was created, the seamless integration of which into existing national civil law systems should certainly pose challenges for the member states. This comprehensive reform and standardization of data protection law, in conjunction with the characteristically demanding handling of immaterial damages, led in part to considerable legal uncertainty and differing interpretations in the Member States.The Supreme Court finally got things moving, using a data processing case involving Austrian Post to issue its first preliminary ruling. In May 2023, the ECJ finally issued its eagerly awaited decision, which was expected to provide clear guidelines on compensation for non-material damage under Art 82 GDPR. However, the ECJ did not provide any clear answers to the questions referred - a pattern that was to be repeated in some of the subsequent preliminary rulings. Despite clarification in individual aspects, many important questions remain unresolved even after several preliminary rulings. The aim of this paper is to examine these recent ECJ decisions and their reception in doctrine and case law. A general introduction to damages for data protection violations under Art 82 GDPR is followed by a description of the issues raised by the ECJ. The first judgment on this topic (C-300/21, “Österreichische Post”) plays a central role, supplemented at thematically appropriate points by subsequent decisions from Luxembourg, which provide confirmation or additions.Fundamental questions such as the general meaning of damage under the GDPR, the requirement of a materiality threshold and the procedure for measuring damage will be explained on the basis of this case law and the line it sets for the case law of the Member States will be outlined. Finally, different approaches that have been proposed in the literature to solve existing problems will be discussed.vorgelegt von Peter Johannes RegitnigDiplomarbeit Universität Graz 202

    The impact of reactive oxygen species on sperm : mechanisms of damage and repair (non-homologous end-joining and homologous recombination) and their effects on fertility and embryonic development

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    Oxidativer Stress wird durch ein Ungleichgewicht zwischen der Produktion reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und antioxidativen Abwehrmechanismen verursacht undspielt eine zentrale Rolle in der männlichen Fertilität. Besonders Spermien zeichnensich aufgrund ihrer physiologischen Eigenschaften durch eine hohe Anfälligkeit aus,durch oxidativen Stress betroffen zu sein. Eine der schwerwiegendsten Folgen erhöh-ter ROS-Konzentrationen ist die DNA-Fragmentation, die sowohl die Befruchtungsfä-higkeit als auch die embryonale Entwicklung negativ beeinflussen kann. Um DNA-Schäden zu beheben, verfügt der menschliche Körper über Reparaturmechanismenwie das nicht-homologe End-Joining (NHEJ) und die homologe Rekombination (HR).Diese Arbeit untersucht die Mechanismen der ROS-induzierten DNA-Schädigung, dieEffizienz der Reparaturprozesse sowie deren Einfluss auf die Fertilität und embryonaleEntwicklung. Zudem werden potenzielle therapeutische Ansätze zur Reduktion vonoxidativem Stress analysiert. Eine umfassende Kenntnis dieser Prozesse kann dazubeitragen, neue diagnostische und therapeutische Strategien zur Verbesserung dermännlichen Fertilität zu entwickelnOxidative stress, caused by an dysbalance between reactive oxygen species (ROS)production and antioxidant defense mechanisms, plays a central role in male fertility.Sperm cells are particularly affected due to their unique physiological properties to ox-idative damage. One of the most severe consequences of increased ROS concentra-tions is the DNA fragmentation, which can negatively impact both, fertilization and em-bryonic development. The human body possesses repair mechanisms such as non-homologous end-joining (NHEJ) and homologous recombination (HR) to fix DNA damage. This thesis examines the mechanisms of ROS-induced DNA-damage, the efficiency of repair processes and their impact on fertility and embryonic development.Furthermore, potential therapeutic approaches to reduce oxidative stress are analyzed. A comprehensive understanding of these processes may contribute to the development of new diagnostic and therapeutic strategies for improving male fertilityLouisa BielkeMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    How political is teaching allowed to be?

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    Politische Bildung ist essenzieller Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Ihre Aufgabe liegt darin, den Bürger:innen eine aktive, aber auch aufgeklärt kritische Teilhabe und Mitgestaltung am Zusammenleben zu ermöglichen. Insbesondere dem Schulsystem wird in der Hinsicht Verantwortung zugeschrieben. Inhalte und Methoden schulischer Politischer Bildung stehen in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung jedoch unter Beobachtung. Medienwirksame Forderungen nach politisch neutralem Unterricht nehmen zu. Im Zentrum der Kritik stehen die unterrichtenden Lehrpersonen. Im österreichischen Bildungssystem sind sämtliche Lehrpersonen zur Mitwirkung an Politischer Bildung verpflichtet. Das häufige Fehlen einer fachbezogenen Ausbildung trägt jedoch dazu bei, dass politisches Handeln von den persönlichen Überzeugungen (teachers‘ beliefs) abhängig sein kann. Im Rahmen dieser Arbeit wird untersucht, wie sich dies in Bezug auf politische Neutralität im Unterricht zeigt. Hierfür wird zunächst die Verankerung Politischer Bildung im österreichischen Schulsystem beschrieben, um die Rolle der Lehrpersonen hierin einordnen zu können. In einem weiteren Kapitel wird das Konzept der teachers’ beliefs näher beleuchtet und ihre Bedeutung im Rahmen von Professionalisierungsbestrebungen reflektiert. Im Zentrum der Arbeit stehen leitfadengestützte Interviews. Es wurden Lehrpersonen, welche Politische Bildung nicht als Unterrichtsgegenstand unterrichten und keine diesbezügliche Ausbildung besitzen, über deren teachers‘ beliefs zur politischen Neutralität im Unterricht befragt. Die Ergebnisse sollen zu einer gezielteren Analyse von Professionalisierungsdefiziten beitragen und eventuelle Adaptionsmöglichkeiten in Aus- und Fortbildung aufzeigen.Civic education is an essential component of democratic societies. Its objective is to empower citizens to engage in community life in a proactive manner, while also cultivating a capacity for critical engagement. The school system, in particular, is regarded as bearing a significant responsibility in this regard. However, the content and methodologies employed in the instruction of civic education in schools are subject to close examination during periods of social polarization. Media demands for politically neutral teaching are increasing. Educators have been identified as the primary targets of this criticism. In the Austrian education system, all teachers are obligated to participate in civic education. However, the prevalent absence of subject-specific training contributes to the phenomenon that political action can be dependent on personal convictions (teachers' beliefs). This thesis examines how this manifests itself in relation to political neutrality in the classroom. For this purpose, the anchoring of civic education in the Austrian school system is first described in order to be able to classify the role of teachers in this context. A subsequent chapter examines the concept of teachers' beliefs in greater detail and reflects on their significance in the context of efforts to professionalize the teaching force. The primary focus of the thesis lies on the use of guided interviews. Teachers who do not teach civic education as a subject and lack training in this area were asked about their teachers' beliefs regarding political neutrality in the classroom. The results are intended to contribute to a more targeted analysis of professionalization deficits and identify possible adaptation options in training and further education.Matthäus BergerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsc

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