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The change in care - a challenge for managers
Der Beruf der Pflege befindet sich im Umbruch und die Pflegebranche verändert sich, was tiefgreifende Auswirkungen auf das Gesundheitswesen und die Gesellschaft hat. Diese Masterarbeit untersucht die Herausforderungen, denen Führungskräfte in der Pflege gegenüberstehen, und beleuchtet die Notwendigkeit neuer Führungsansätze, um diesen Wandel erfolgreich zu gestalten.Im ersten Teil der Arbeit werden mittels Literaturrecherche die Geschichte der Pflege und die treibenden Kräfte des Wandels in der Pflege analysiert. Dazu gehören Akademisierung, demografische Veränderungen, Generationenwandel, sowie die steigenden Anforderungen an die Qualität der Pflege. Diese Faktoren führen zu einer erhöhten Komplexität in der Organisation und Bereitstellung von Pflegedienstleistungen und zu Anpassungen von Führungsstilen. Daraus ergeben sich spezifische Herausforderungen für Führungskräfte in der Pflege. Diese umfassen unter anderem die Rekrutierung und Bindung qualifizierter Pflegekräfte, die Sicherstellung einer hohen Pflegequalität trotz begrenzter Ressourcen, sowie innovative Führungsansätze und -strategien, die darauf abzielen, den Wandel in der Pflege erfolgreich zu bewältigen. Zudem werden die Notwendigkeit einer stärkeren interdisziplinären Zusammenarbeit und die Bedeutung einer unterstützenden Unternehmenskultur hervorgehoben, um den Bedürfnissen der jungen Generationen gerecht zu werden.Im zweiten, empirischen Teil meiner Arbeit werden mittels qualitativem Forschungsansatz, teilstrukturierte Leitfadeninterviews durchgeführt, um die Sicht von erfahrenen Expertinnen/Experten aus der Praxis zu beleuchten. Die Erkenntnisse der Interviews dienen zur Beantwortung der Forschungsfragen, die sich aus dem Literaturteil ergeben haben:•Wie sollte Führung im Zuge des Wandels gestaltet werden?•Wie kann Führung mit dem Generationskonflikt umgehen?Die Zusammenfassung bietet wertvolle Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für Führungskräfte, die bestrebt sind, den Herausforderungen des Wandels in der Pflege erfolgreich zu begegnen und die Zukunft der Pflege positiv zu beeinflussen.The nursing profession is in transition and the nursing industry is changing, which is having a profound impact on the healthcare system and society. This master's thesis examines the challenges that nursing leaders face and highlights the need for new leadership approaches to successfully shape this change.In the first part of the work, the history of nursing and the driving forces of change in nursing are analyzed using literature research. These include academization, demographic changes, generational change, and increasing demands on the quality of care. These factors lead to increased Complexity in the Organization and Provision of Care Services and to Adjustments in Leadership Styles.This results in specific challenges for nursing managers. These include, among other things, recruiting and retaining qualified nursing staff, ensuring high quality care despite limited resources, and innovative leadership approaches and strategies that aim to successfully manage change in nursing. It also emphasizes the necessity of increased interdisciplinary cooperation and the significance of a conducive corporate culture to cater to the requirements of younger generations.In the second, empirical part of my work, semi-structured guided interviews are carried out using a qualitative research approach to explore the viewpoints of experienced practitioners. The findings from the interviews serve to answer the research questions that arose from the literature section:• How should leadership be designed in the course of change?• How can leadership deal with generational conflict?The summary provides valuable insights and actionable recommendations for manag-ers seeking to effectively address the challenges of change in nursing and influence the future of nursing in a positive way.Barbara RieglerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
The unknown child in inheritance law according to § 775 (2) ABGB
Wenn ein Erblasser in seiner letztwilligen Verfügung ein Kind übergeht, es daher weder ausdrücklich bedenkt noch enterbt, stellt sich die Frage, ob er dies bewusst tut, um das Kind von der gewillkürten Erbfolge auszuschließen, oder ob er einem Irrtum, einer Fehlvorstellung von der Wirklichkeit, unterliegt. Der zweite Fall beschreibt die sogenannte irrtümliche Übergehung eines nicht bekannten Kindes. § 775 Abs 2 ABGB enthält eine als Beweislastregel ausgestaltete gesetzliche Tatsachenvermutung bezüglich des letzten Willens des Erblassers, wenn er „Kinder und deren Nachkommen“, über deren Geburt er zum Zeitpunkt der Errichtung seiner letztwilligen Verfügung in Unkenntnis ist, übergeht. S 2 leg cit legt dabei die Rechtsfolge für den Fall fest, dass der Testator neben dem irrtümlich übergangenen Kind noch weitere hat. Der unbekannte Nachkomme erhält dann einen Erbteil in gleicher Höhe wie das „am mindesten bedachte Kind“. Ist das Übergangene jedoch das einzige Kind des Verstorbenen, tritt die Rechtsfolge des S 3 leg cit ein; die letztwillige Verfügung gilt als widerrufen und es kommt zur gesetzlichen Erbfolge. Trotz der umfassenden Ausgestaltung des Anwendungsbereichs und der Rechtsfolgen dieser Norm ergeben sich bei näherer Analyse Interpretationsschwierigkeiten. Insbesondere wirft die sprachliche Dopplung in der Formulierung „Kinder und deren Nachkommen“ Fragen bezüglich der Auswirkung der Norm auf Kinder höheren Grades auf. Zudem stellt das Gesetz ausdrücklich auf die Unkenntnis des Erblassers über die Geburt seines Nachkommens zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung ab, weshalb umstritten ist, ob auch ein irrtümlich übergangenes, nachgeborenes Kind Ansprüche gemäß § 775 Abs 2 ABGB geltend machen kann. Die größte Auslegungsschwierigkeit ergibt sich jedoch aus der in S 2 leg cit normierten Rechtsfolge, wonach dem irrtümlich Übergangenen ein Anspruch in gleicher Höhe wie dem „am mindesten bedachte[n] Kind“ zusteht. Ziel dieser Diplomarbeit ist es daher, ein einheitliches Auslegungskonzept für § 775 Abs 2 ABGB und dessen Rechtsfolgen zu entwickeln. Aufgrund einer eingehenden Analyse der herrschenden Literatur und Judikatur soll zudem bewertet werden, ob und in welchem Umfang die Norm heutzutage noch von praktischer Relevanz ist.If a testator pretermites a child in their testamentary disposition, neither explicitly naming them nor disinheriting them, it raises the question whether this pretermission was intentional, aimed at excluding the child from the voluntary succession, or whether it resulted from an error, a misperception of reality. The latter case describes the so-called erroneous pretermission of an unknown child. § 775 (2) ABGB establishes a statutory presumption of fact, which is structured as a burden of proof, regarding the testator’s true intent when they pretermite "children and their descendants" whose birth was unknown to them at the time of drafting their testamentary disposition. S 2 leg cit stipulates the legal consequence in case the testator has additional children besides the erroneously pretermitted one. In such instances, the unknown descendant is entitled to an inheritance share equal to that of the "least favoured child." However, if the pretermitted individual is the testator’s only child, the legal consequence in S 3 leg cit applies – the testamentary disposition is deemed revoked, and intestate succession takes effect. Despite the comprehensive scope and legal consequences of this provision, closer analysis reveals several interpretative challenges. In particular, the redundancy in the phrasing "children and their descendants" raises questions regarding the norm’s applicability to descendants of more remote degrees. Furthermore, the law explicitly states that the testator is ignorant about the birth of their child at the time of drafting their testamentary disposition. This makes it questionable wether a posthumously, erroneously pretermitted child may also assert claims under § 775 (2) ABGB. The most significant challenge in interpreting this provision, however, arises from the legal consequence stipulated in S 2 leg cit, which entitles the erroneously pretermitted child to an inheritance share equal to that of the "least favoured child". The objective of this thesis is to develop a coherent interpretative framework for § 775 (2) ABGB and its legal consequences. Based on an in-depth analysis of the prevailing opinion found in both legal scholarship and case law, it will furthermore be assessed whether and to what extent this provision remains practically relevant in contemporary legal practice.vorgelegt von Anna ReissDiplomarbeit Universität Graz 202
Multilingualism in the classroom: a comparison between Cameroon and Austria
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Einstellung der Lehrpersonen in Österreich und Kamerun hinsichtlich der Mehrsprachigkeit zu untersuchen und aufzuzeigen, wie sich diese im Unterricht manifestiert. Die Arbeit basiert auf folgenden Forschungsfragen: Welche Einstellungen haben Lehrpersonen in Österreich und Kamerun zur Mehrsprachigkeit und wie manifestieren sich diese im Unterricht? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich zwischen den beiden Ländern hinsichtlich der Einstellung zur und der Umsetzung von Mehrsprachigkeit im Unterricht feststellen? Wie können beide Länder hinsichtlich Mehrsprachigkeit voneinander profitieren? Außerdem wird versucht, folgende Hypothesen zu bestätigen bzw. zu widerlegen: Wenn Lehrkräfte eine positive Einstellung zur Mehrsprachigkeit haben, wird dies zu einer Integration von mehrsprachigen Lehr- und Lernmethoden im Unterricht führen. Lehrkräfte in Kamerun zeigen eine positivere Einstellung zur Mehrsprachigkeit im Vergleich zu Lehrkräften in Österreich, was auf unterschiedliche gesellschaftliche Bedeutungen von Mehrsprachigkeit zurückzuführen ist. In beiden Ländern spielt Mehrsprachigkeit eine wichtige Rolle im Klassenzimmer, jedoch unterscheiden sich die didaktischen Ansätze der Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit im Unterricht. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurden qualitative Interviews sowie Unterrichtsbeobachtungen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich kamerunische Lehrkräfte positiver zur Mehrsprachigkeit äußern als Lehrkräfte in Österreich. Eine Umsetzung im Regelunterricht konnte jedoch in beiden Ländern kaum beobachtet werden. Beide Systeme weisen Herausforderungen auf, insbesondere hinsichtlich Ausbildung und Ressourcen. Zukünftige Studien könnten auch die Perspektiven der SuS stärker einbeziehen und praxisorientierte Ansätze zur Förderung von Mehrsprachigkeit weiterentwickeln.The aim of this thesis is to examine the attitudes of teachers in Austria and Cameroon toward multilingualism and to explore how these attitudes manifest in classroom practices. The study is guided by the following research questions:What are the attitudes of teachers in Austria and Cameroon toward multilingualism and how are these reflected in their teaching? What similarities and differences can be identified between the two countries regarding attitudes toward and implementation of multilingualism in education? How can both countries benefit from each other's approaches to multilingualism?The study also aims to test the following hypotheses: A positive attitude toward multilingualism leads to the integration of multilingual teaching and learning methods. Teachers in Cameroon demonstrate more positive attitudes toward multilingualism than those in Austria, due to differing societal perceptions of language diversity. While multilingualism plays an important role in classrooms in both countries, the didactic approaches differ significantly.To answer these questions, qualitative interviews and classroom observations were conducted. The results indicate that Cameroonian teachers express more positive views on multilingualism compared to their Austrian counterparts. However, active implementation of multilingual methods in regular classroom settings was rarely observed in either country. Both education systems face structural challenges, particularly regarding teacher training and resources. Future research should increasingly include student perspectives and focus on the development of practice-oriented approaches to support multilingualism in schools.Evelyn PointlMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc
The judgement made in 3 Ob 9/23d in the light of German and Swiss case law
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der jüngsten Entscheidung des österreichischen Obersten Gerichtshofs (3 Ob 9/23d) im Bereich der Arzthaftung im Kontext von „wrongful birth“ und „wrongful conception“. In jener Entscheidung hat der OGH seine bisherige Rechtsprechung maßgeblich geändert und eine neue Rechtsmeinung etabliert. Ziel dieser Arbeit ist es, diese Rechtsprechungsentwicklung systematisch aufzuarbeiten, zu analysieren und mit der deutschen und schweizerischen Rechtsordnung zu vergleichen.Über Jahrzehnte hinweg vertrat der OGH die Auffassung, dass die Geburt eines gesunden Kindes keinen rechtlichen Schaden darstellen könne. Dementsprechend lehnte er Schadenersatzansprüche in sogenannten „wrongful conception“-Fällen grundsätzlich ab. Eine Ausnahme ließ der Gerichtshof lediglich in Konstellationen zu, in denen die durch das Kind verursachte Unterhaltsbelastung zu einer existenziellen finanziellen Notlage der Eltern führte. Jener restriktive Zugang wurde in der österreichischen Literatur wie auch im Ausland vielfach kritisiert.Mit der Entscheidung 3 Ob 9/23d revidiert der OGH nun seine bisherige Linie. Er anerkennt, dass auch bei der Geburt eines gesunden, aber ungewollten Kindes ein ersatzfähiger Schaden in Form des Unterhaltsaufwands vorliegen kann, ohne dass zusätzlich eine existenzielle finanzielle Notlage vorliegen muss. Damit stellt er „wrongful conception“-Fälle schadenersatzrechtlich den „wrongful birth“-Fällen gleich und vereinheitlicht dessen Rechtsfolgen.Zur besseren Einordnung dieser Neuausrichtung des OGH erfolgt in dieser Diplomarbeit ein rechtsvergleichender Blick auf die Rechtslage in Deutschland und der Schweiz, in denen die Ersatzfähigkeit von Unterhaltsschäden wegen „wrongful conception“ bereits seit Längerem anerkannt ist. Der Vergleich zeigt deutlich, dass sich der OGH zunehmend an der dortigen Rechtsprechung orientiert und seine frühere restriktive Haltung aufgibt.This dissertation examines the recent decision of the Austrian Supreme Court (3 Ob 9/23d) in the field of medical malpractice law, specifically in the context of “wrongful birth” and “wrongful conception.” In this ruling, the Court significantly revised its previous case law and established a new legal position. The aim of this dissertation is to systematically analyze this jurisprudential development and to compare it with the legal situation of Germany and Switzerland.For decades, the Austrian Supreme Court held that the birth of a healthy child could not constitute a legally relevant damage. Consequently, it generally rejected claims for damages in so-called “wrongful conception” cases. An exception was only made in situations where the financial burden of child support led to an existential financial distress for the parents. This restrictive approach has been widely criticized, both in Austrian legal literature and abroad.With its decision in 3 Ob 9/23d, the Court now departs from its earlier position. It acknowledges that the birth of a healthy but unintended child may give rise to compensable damage in the form of maintenance costs, without the need to demonstrate existential financial distress. As a result, the Court places “wrongful conception” cases on equal footing with “wrongful birth” cases in terms of tort law and harmonizes the legal consequences.To contextualize this shift in jurisprudence, this dissertation includes a comparative analysis of the legal situation in Germany and Switzerland, where the compensability of maintenance damages in “wrongful conception” cases has long been recognized. The comparison clearly shows that the Austrian Supreme Court is aligning itself with the legal traditions of these countries and abandoning its previously restrictive stance.Automatisch erstellte Titelanzeige – Daten nicht geprüftDiplomarbeit Universität Graz 202
The powers of the trustee concernin real estate in the trustee-based restructuring plan under the insolvency code
Die vorliegende Arbeit behandelt die Befugnisse des Treuhänders im Sanierungsplan nach der Insolvenzordnung, dem Liegenschaften zur Verwertung übergeben werden. Die Insol-venzordnung sieht im Gegensatz zu den Bestimmungen für den Insolvenzverwalter während des laufenden Insolvenzverfahrens keine Bestimmungen für den Treuhänder vor, wie dieser die Verwertung einer Liegenschaft vorzunehmen hat. Es sollen dabei die Fragen beantwortet werden, ob dem Treuhänder dieselben Verwertungsbefugnisse analog dem Insolvenzverwalter zukommen, also ob dieser eine freihändige Verwertung unter Anwendung der Bestimmung des § 120 IO oder eine gerichtliche Verwertung gem § 119 IO vor-nehmen kann. Die zu klärenden Fragen spielen für die Praxis eine erhebliche Bedeutung, da eine Lastenfreistellung gegen den Willen des Pfandgläubigers bei einer pfandrechtlich überlasteten Liegenschaften nur mit einer freihändigen Verwertung gem § 120 IO oder einer gerichtlichen Verwertung gem § 119 IO erzielt werden kann. Bearbeitet wird dabei auch die Frage der Kostentragung in Bezug auf die dem Treuhänder übergebene Liegenschaft, für den Fall, dass eine Regelung im Sanierungsplan fehlt.This paper deals with the powers of the trustee in the restructuring plan according to the austrian insolvency statue to whom properties are handed over for sale. In contrast to the provisions for the insolvency administrator during the ongoing insolvency proceedings, the insolvency regulations do not provide any provisions for the trustee as to how he or she should carry out the disposal of a property. The aim is to answer the questions as to whe-ther the trustee has the same powers of exploitation as the insolvency administrator, i.e. whether the trustee can carry out a direct exploitation using the provisions of § 120 IO or a judicial exploitation in accordance with § 119 IO. The questions to be clarified are of considerable importance in practice, since a release of encumbrances against the will of the lienholder in the case of properties that are over-encumbered by a lien can only be achie-ved with a private sale in accordance with § 120 IO or a judicial sale in accordance with § 119 IO. The issue of bearing costs in relation to the property handed over to the trustee will also be addressed in the event that there is no provision in the restructuring plan.Thomas Martin TheisslMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Communication at eye level : between carers and professionals
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Kommunikationsgestaltung im Pflegekinderwesen. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Kommunikation zwischen den Fachkräften, wie etwa Sozialarbeiter/innen, Kursleitungen, Ärzt/innen und Schulpersonal, und der Pflegeperson gelegt. Ziel ist es Emotionen, Herausforderungen, aber auch positive Erfahrungen hinsichtlich der Kommunikation aufzuzeigen. Auch die Kommunikation in verschiedenen Beziehungskonstellationen wurde untersucht. Um das Thema zu bearbeiten, wurde für die Vermittlung der Interviewpartnerinnen mit dem Pflegekinderdienst Affido zusammengearbeitet. Um die Forschungsfrage beantworten zu können, wurden acht Pflegepersonen mithilfe eines leitfadengestützten Interviews interviewt. Die daraus resultierenden Ergebnisse wurden nach der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet. Dabei wurde mithilfe des Softwareprogramms MAXQDA das Interview codiert. Als zentrales Ergebnis stellt sich heraus, dass die Kommunikation im Pflegekinderwesen sehr wichtig ist, aber herausfordernd sein kann. Zudem nimmt der Austausch mit anderen Pflegepersonen einen wesentlichen Teil ein.This master's thesis deals with communication design in the foster care system. The focus is here on communication between professionals, such as social workers, course leaders, doctors and school staff, and the foster carer. The aim is to highlight emotions, challenges, but also positive experiences with regard to communication. Communication in various relationship constellations was also analysed. In order to work on the topic, I worked with the child and youth welfare centre Affido to find the interview partners. In order to be able to answer the research question, eight carers were interviewed using a guided interview. The resulting findings were analysed according to the content-structuring content analysis according to Kuckartz. The interview was coded using the MAXDA software programme. The central result was that communication in the foster care system is very important, but can be challenging. In addition, the exchange with other foster carers plays a very important part.Autorin: Kathrin Cappello, BA.Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc
Isolation of sulfated constituents from the stems of Salvadora persica L
Das Ziel dieser Masterarbeit war es, sulfatierte Inhaltsstoffe aus den Stängeln und Blättern von Salvadora persica L. (Salvadoraceae) zu isolieren und zu identifizieren. Salvadora persica, ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus Afrika, Indien und Westasien, wird seit der Antike in der traditionellen Medizin vielseitig genutzt. Besonders bedeutend ist Salvadora persica jedoch für die Mundhygiene. Die Wurzeln und Zweige werden seit Tausenden von Jahren als natürliche Zahnbürste (Miswak) verwendet. Die Nutzung ist in den islamischen Gemeinschaften weltweit nach wie vor gebräuchlich. In dieser Arbeit wurde ein durch Perkolation aus getrockneten, pulverisierten Stängeln hergestellter Methanolextrakt mithilfe verschiedener Trennverfahren fraktioniert, darunter Flüssig-Flüssig-Extraktion, Vakuumflüssigkeitschromatographie an Kieselgel und RP-18- Material, Ionenaustauschchromatographie an NH2-Material sowie semipräparative Hochleistungsflüssigkeitschromatographie und präparative Dünnschichtchromatographie. So konnten insgesamt drei Substanzen aus dem Stängelextrakt isoliert und identifiziert werden. Die Strukturaufklärung erfolgte mittels Kernspinresonanzspektroskopie. Die Substanz 1-(3,4,5-Trimethoxyphenyl)-3-sulfoglucosid, ein aromatisches Glykosylsulfat, wurde in dieser Arbeit erstmals in Salvadora persica nachgewiesen und stellt eine in der Literatur noch nicht beschriebene Verbindung dar. Darüber hinaus konnten das Megastigmanglykosylsulfat 4-[(4S)-2,6,6-Trimethyl-4-(3-O-sulfo-D- glucopyranosyloxy)cyclohex-1-en-1-yl]-butan-2-ol und das Benzylglykosid Hydrangeifolin I aus den Stängeln isoliert werden. Diese Verbindungen wurden in einer vorangegangenen Arbeit aus Salvadora persica-Blättern isoliert und nun auch in den Stängeln nachgewiesen. Außerdem wurden vier Substanzen aus Blattfraktionen aus vorangegangenen Arbeiten isoliert und strukturell vollständig aufgeklärt. Eine dieser Verbindungen, 1-Benzyl-3-sulfo-β- glucopyranose, wurde erstmals als Naturstoff beschrieben. Zusätzlich konnten drei weitere Strukturen nachgewiesen werden, die bisher nicht wissenschaftlich dokumentiert wurden. Dabei handelt es sich um 1-(4-nitrophenyl)-3-sulfo-β-glucopyranose, Benzylacetonitril-7-O-(4- sulfo-β-glucopyranosid) und Benzylacetonitril-7-O-(3-sulfo-β-glucopyranosid). Bisherige Studien zu Salvadora persica deuten auf pharmakologische Effekte hin, die die traditionelle Anwendung der Pflanze stützen. Um die Wirksamkeit der in dieser Arbeit isolierten Verbindungen besser beurteilen zu können, wären Tests in geeigneten in vitro-Modellen sinnvoll.The aim of this Master's thesis was to isolate and identify sulfated compounds from the stems and leaves of Salvadora persica L. (Salvadoraceae). Salvadora persica, an evergreen shrub or small tree native to Africa, India, and Western Asia, has been widely used in traditional medicine since ancient times. However, Salvadora persica is of particular significance for oral hygiene. The roots and twigs have been used for thousands of years as natural toothbrushes (miswak). This practice remains common in Islamic communities worldwide. In this thesis methanol extract prepared by percolation from dried, powdered stems was fractionated using various separation techniques, including liquid-liquid extraction, vacuum liquid chromatography on silica gel and RP-18 material, ion exchange chromatography on NH2 material, as well as semi-preparative high-performance liquid chromatography and preparative thin-layer chromatography. In this way, in total three substances were isolated and identified from the stem extract. Structural elucidation was carried out using nuclear magnetic resonance (NMR) spectroscopy. The compound 1-(3,4,5-trimethoxyphenyl)-3-sulfoglucoside, an aromatic glycosyl sulfate, was detected for the first time in Salvadora persica in this study and represents a previously undescribed compound in the literature. In addition, the megastigmane glycosyl sulfate 4-[(4S)- 2,6,6-trimethyl-4-(3-O-sulfo-D-glucopyranosyloxy)cyclohex-1-en-1-yl]-butan-2-ol and the benzyl glycoside Hydrangeifolin I were also isolated from the stems. These compounds had been isolated from Salvadora persica leaves in a previous master thesis and have now also been detected in the stems. Furthermore, four compounds were isolated from leaf fractions available from previous master theses and were fully structurally characterized. One of these compounds, 1-benzyl-3-sulfo-3- glucopyranose, was identified as a natural product for the first time. In addition, three further structures were detected that had not yet been scientifically documented. These include 1-(4- nitrophenyl)-3-sulfo-3-glucopyranose, benzylacetonitrile-7-O-(4-sulfo-3-glucopyranoside) and benzylacetonitrile-7-O-(3-sulfo-3-glucopyranoside). Previous studies on Salvadora persica suggest pharmacological effects that support the traditional use of the plant. To better assess the potential efficacy of the compounds isolated in this study, tests in suitable in vitro models would be advisable.vorgelegt von Magdalena DanilkoMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Nursing education in national socialism compared to modern nursing pedagogy : an empirical study of curriculum content and fundamental ethical principles
AbstractDiese Arbeit untersucht die Pflegeausbildung im Nationalsozialismus in Österreich und vergleicht sie mit aktuellen Curricula, um aufzuzeigen, wie sehr sich das Berufsbild gewandelt hat und welche ethischen Lehren sich daraus ableiten lassen. Ausgehend von offiziellen Gesetzestexten, Lehrplänen und historischen Materialien wird deutlich, dass das NS-Regime Pflegeschülerinnen gezielt zu Erfüllungsgehilfinnen einer totalitären Ideologie formte. Dies äußerte sich in rassenbiologischen Fächern, militärischem Drill und einer völligen Unterordnung unter staatliche Anordnungen. In scharfem Kontrast dazu stehen moderne Lehrpläne, die Professionalität, Menschenrechte und wissenschaftliche Fundierung betonen. Zugleich zeigt sich, dass die zeitgemäße Pflegepädagogik weiterhin vor großen Herausforderungen steht: Ökonomische Zwänge, Personalmangel und hierarchische Tendenzen können den Spielraum für ethische Reflexion einschränken. Die Studie plädiert dafür, historische Verantwortung konsequent in die Ausbildung zu integrieren, um kritische Wachsamkeit und politische Sensibilität zu fördern. So entsteht eine professionell fundierte, selbstbewusste Pflege, die nicht nur fachlich kompetent, sondern auch historisch sensibilisiert agiert – und sich damit dauerhaft gegen autoritäre Instrumentalisierung und diskriminierende Strukturen wappnen kann.This thesis examines nursing education under National Socialism in Austria and compares it to contemporary curricula to highlight how the profession has transformed and what ethical lessons can be drawn. Based on official legislation, historical documents, and modern educational guidelines, it becomes apparent that the Nazi regime deliberately molded student nurses into instruments of a totalitarian ideology. This was manifested in racially motivated course content, militaristic discipline, and absolute subordination to state directives. In stark contrast, today’s teaching plans emphasize professional autonomy, human rights, and scientific rigor. Yet, modern nursing education still faces challenges: economic pressures, staffing shortages, and hierarchical structures can limit opportunities for ethical reflection. The study advocates integrating historical responsibility into every stage of the curriculum, thereby fostering critical awareness and political sensitivity. Such an approach enables a professionally adept, historically aware nursing workforce, equipped not only with robust clinical skills but also with the moral and civic insight to resist authoritarian misuse and discriminatory practices on a lasting basis.Gudrun DobersekMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Fight or dance
AbstractDie überbetriebliche Lehrausbildung (ÜBA) ist ein zentrales Element der österreichischen Berufsausbildung und richtet sich an Jugendliche, die keine betriebliche Lehrstelle finden konnten. Lehrende – in dieser Struktur meist als Bildungsberater:innen bezeichnet – übernehmen eine Vielzahl an Rollen, die weit über die fachliche Wissensvermittlung hin-ausgehen. Sie agieren als pädagogische Begleitpersonen, emotionale Stabilisatoren, Karriereberater:innen und Koordinator:innen zwischen Lehrlingen, Betrieben, Eltern und Institutionen. Dabei sind sie tagtäglich mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert: heterogene Zielgruppen, psychosoziale Belastungen der Jugendlichen, multiprofessionelle Abstimmungen sowie organisatorische Komplexität.Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der zentralen Frage, welche sozialen und persönlichen Kompetenzen Lehrende in der Überbetrieblichen Lehrausbildung benötigen, um ihr berufliches Wohlbefinden aufrechtzuerhalten. Dabei wird untersucht, wie diese Kom-petenzen erlebt, eingesetzt und gestärkt werden – sowohl aus individueller als auch aus institutioneller Perspektive. Theoretische Bezugspunkte bilden das Modell der Salutogenese nach Antonovsky, Konzepte beruflichen Wohlbefindens sowie aktuelle Kompetenzmodelle. Sie bilden die Grundlage für die Analyse von inneren Ressourcen und persönlichen Stabilisierungsfaktoren.Im empirischen Teil werden zehn teilnarrative, qualitative Experteninterviews mit Lehren-den aus der ÜBA durchgeführt und ausgewertet. Ziel ist es, auf Basis subjektiver Erfahrungen zentrale Kompetenzbereiche zu identifizieren, die zur Stabilisierung, Selbstführung und Sinnstiftung im Berufsalltag beitragen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf sozialen und persönlichen Ressourcen wie Empathie, Anpassungsfähigkeit, Selbstreflexion, Resilienz, Abgrenzungsfähigkeit, Emotionsregulation und Sinnorientierung.Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen nicht nur einen Beitrag zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit sozialen und persönlichen Kompetenzen im Feld der beruflichen Bildung leisten, sondern auch konkrete Handlungsimpulse für Bildungseinrichtungen und Trägerorganisationen bieten. Der Nutzen liegt in der Sichtbarmachung jener Kompetenzbereiche, die gezielt durch Weiterbildung, Supervision und strukturelle Rahmenbedingungen gefördert werden sollten, um die Gesundheit, Motivation und professionelle Handlungsfähigkeit von Lehrenden in der ÜBA langfristig zu sichern.AbstractSupra-company apprenticeship training (ÜBA) is a central element of Austrian vocational training and is aimed at young people who have been unable to find a company-based apprenticeship. Teachers - usually referred to as educational advisors in this structure - take on a variety of roles that go far beyond imparting technical knowledge. They act as pedagogical mentors, emotional stabilizers, career advisors and coordinators between participants, companies and institutions. In doing so, they are confronted with various challenges on a daily basis: heterogeneous target groups, psychosocial burdens on y-oung people, multi-professional coordination and organizational complexity.This Master's thesis deals with the central question of which personal skills teachers in inter-company apprenticeship training need in order to maintain their professional well-being. It examines how these competencies are experienced, used and strengthened - both from an individual and an institutional perspective. The theoretical points of reference are Antonovsky's model of salutogenesis, concepts of occupational well-being and cur-rent competence models. They form the basis for the analysis of inner resources and personal stabilization factors.In the empirical part, ten semi-narrative, qualitative expert interviews with teachers from the ÜBA are conducted and evaluated. The aim is to identify key areas of competence based on subjective experiences that contribute to stabilization, self-management and the creation of meaning in everyday working life. Particular attention is paid to personal resources such as self-reflection, resilience, emotion regulation and meaning orientation.The results of this work should not only make a contribution to the scientific debate on personal skills in the field of vocational education and training, but also provide concrete impulses for action for educational institutions and sponsoring organizations. The benefit lies in the visualization of those areas of competence that should be specifically promoted through further training, supervision and structural framework conditions in order to en-sure the health, motivation and professional ability to act of teachers in tehe ÜBA in the long term.Manuela MolnarMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
From Potential to reality : inclusion of people with disabilities in technical professions
Diese Masterarbeit zielt darauf ab, theoretische als auch empirische Einblicke in die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in technischen Berufen zu bieten. Im theoretischen Teil wurden rechtliche Rahmenbedingungen und die Bedeutung der Inklusion in unterschiedli-chen Wirtschaftssektoren untersucht. Der empirische Teil basiert auf Interviews mit neun Ex-pertInnen aus verschiedenen technischen Berufen – darunter Geschäftsführende, Ausbilde-rInnen, BetriebspsychologInnen und SozialarbeiterInnen. Ziel war es, subjektive Einstellun-gen sowie praktische Herausforderungen und Erfolgsfaktoren der Inklusion zu erfassen.Die Ergebnisse der Interviews zeigen deutlich, dass es im privatwirtschaftlichen Sektor und gleichzeitig auch in der Sozialwirtschaft erhebliche Hindernisse gibt, die eine umfassende Inklusion erschweren. In der Privatwirtschaft bestehen Herausforderungen insbesondere in fehlender Barrierefreiheit an Arbeitsplätzen, unzureichenden Weiterbildungsangeboten und tief verwurzelten Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderungen. Außerdem sehen viele Unternehmen die Integration von Menschen mit Behinderungen nicht als Priorität, obwohl sie dazu gesetzlich verpflichtet wären. In der Sozialwirtschaft, insbesondere in Integrativen Be-trieben, sind hingegen finanzielle und strukturelle Rahmenbedingungen entscheidend für die Schaffung inklusiver Arbeitsplätze.Dennoch wurden in den Gesprächen auch Potenziale und Chancen aufgezeigt, um die Inklu-sion in beiden Wirtschaftssektoren zu verbessern. Viele ExpertInnen betonten, dass Sensibili-sierungsmaßnahmen und Schulungen für Führungskräfte und Mitarbeitende notwendig sind, um bestehende Vorurteile abzubauen. Als zentrale Instrumente wurden zudem flexible Ar-beitszeitmodelle und individuelle Arbeitsplatzanpassungen hervorgehoben, um eine erfolgrei-che Inklusion zu ermöglichen.Die vorliegende Arbeit liefert wertvolle Impulse, wie sowohl der privatwirtschaftliche Sektor als auch die Sozialwirtschaft durch gezielte Maßnahmen die Inklusion von Menschen mit Be-hinderungen umfassender fördern können. Insbesondere die verstärkte Sensibilisierung sowie die Anpassung der Arbeitsumgebungen stellen entscheidende Schritte dar, um eine gerechte und inklusive Arbeitswelt zu schaffen.This research aimed to provide both theoretical foundations and empirical insights into the inclusion of people with disabilities in technical professions. The theoretical framework exam-ined the legal and societal aspects of inclusion, while the empirical part focused on interviews with ten experts from various technical fields, including executives, trainers, occupational psychologists and social workers. These interviews provided valuable perspectives on the challenges and opportunities surrounding the inclusion of people with disabilities in the work-force.The findings highlight that significant barriers still exist in the private sector, particularly in the full implementation of inclusion measures. Key challenges include a lack of workplace accessibility, limited professional development opportunities, and persistent biases against people with disabilities. Many companies do not prioritize the integration of disabled employ-ees, despite legal obligations.Consequently, the interviews also revealed several opportunities for improving inclusion. Ex-perts emphasized the importance of awareness-raising initiatives and training programs for employees and managers to address biases. Flexible working models and tailored workplace adjustments were also identified as obligatory tools for successfully integrating people with disabilities.In conclusion, this research offers practical recommendations for the private sector to enhance the inclusion of people with disabilities. By promoting awareness and adapting work envi-ronments, companies can take crucial steps toward creating a more inclusive and equitable workforce.Manuel Kurz, B.A.Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc