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    ESRS for SMEs - quo vadis?

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    In den letzten Jahren hat das Interesse an unternehmerischen Nachhaltigkeitsinformationen deutlich zugenommen, wodurch auch kleine und mittelgroße Unternehmen (KMUs) vermehrt mit Anforderungen konfrontiert werden, ihre Nachhaltigkeitstätigkeiten offenzulegen. Die Corporate Sustainability Reporting Directive erweitert die bislang geltenden Berichtspflichten für Unternehmen und sieht auch die Entwicklung spezifischer Berichtsstandards für KMUs vor. Die European Financial Reporting Advisory Group hat somit erstmals Berichtsstandards für KMUs entwickelt: den ESRS LSME für börsennotierte sowie den ESRS VSME für nicht-börsennotierte KMUs. Ziel der Arbeit war es, die Anforderungen des ESRS LSME und ESRS VSME zu analysieren und dabei zentrale Kritikpunkte, Herausforderungen sowie Potenziale für KMUs und Zukunftsaussichten aufzuzeigen. Die Methodik basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche einschließlich der Berücksichtigung ausgewählter Stellungnahmen aus dem öffentlichen EFRAG-Konsultationsverfahren. Es zeigt sich, dass der ESRS VSME überwiegend positiv aufgenommen wird, während der ESRS LSME auf verstärkte Kritik stößt. Der Standard für nicht-börsennotierte Unternehmen wurde bereits auf Grundlage der Rückmeldungen überarbeitet und die finale Version wurde im Dezember 2024 veröffentlicht. Im Gegensatz dazu ist die Zukunft des ESRS LSME aufgrund der aktuellen regulatorischen Entwicklungen auf europäischer Ebene (Omnibus-Verordnung) noch unklar. Für KMUs können sich Herausforderungen hinsichtlich der Datenverfügbarkeit, Ressourcenknappheit und Umsetzbarkeit ergeben. Um das Potenzial, wie bspw. gesteigerte Erträge und Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Zugang zu Finanzierung, nutzen zu können, bedarf es gezielte Implementierung im Unternehmen. Langfristig könnte sich der ESRS VSME als marktweiter Referenzrahmen etablieren, insbesondere vor dem Hintergrund möglicher regulatorischer Änderungen durch die Omnibus-Verordnung.In recent years, interest in sustainability-related information has grown significantly, leading to increasing demands on small and medium-sized enterprises (SMEs) to disclose their sustainability activities. The Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) expands the existing reporting obligations for companies and also foresees the development of specific reporting standards for SMEs. The European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) has, for the first time, developed dedicated reporting standards for SMEs: the ESRS LSME for listed SMEs and the ESRS VSME for non-listed SMEs.The aim of this thesis was to analyze the requirements of the new European Sustainability Reporting Standards and to identify key points of criticism, challenges, potential opportunities for KMUs and future perspectives. The methodology is based on a comprehensive literature review, including an analysis of selected responses from the public EFRAG consultation process. Findings show that the ESRS VSME was more widely accepted, while the ESRS LSME faced greater criticism. The standard for non-listed companies was revised based on stakeholder feedback, and the final version was published in December 2024. In contrast, the future of the ESRS LSME remains uncertain due to ongoing regulatory developments at the European level (Omnibus Directive).SMEs may face challenges in terms of data availability, limited resources and implementation capacity. To fully leverage the potential benefits (such as increased revenue, competitiveness, resilience and access to financing) targeted implementation efforts are needed within KMUs. Successful implementation will require clear responsibilities, digital tools, training, and the strategic integration of sustainability into core business practices. In the long term, the ESRS VSME could become a widely adopted market reference framework, particularly in light of potential regulatory changes under the Omnibus Directive.Vioala Silana Reibnegger, MScMasterarbeit Universität Graz 202

    Janus-faced multilateralism : the rules-based order from an EU and Chinese perspective

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    Die bislang von festen Machtstrukturen bestimmte globale Ordnung befindet sich in einem grundlegenden Übergang zu einer immer stärker werdenden Multipolarität. Dies stellt die bisherigen Fundamente der globalen Kooperation zunehmend infrage und verlangt nach abgestimmten multilateralen Lösungsansätzen für komplexe grenzüberschreitende Probleme. Zugleich gerät die normative Grundlage des Multilateralismus vermehrt unter kritische Beobachtung. Dabei zeigt sich ein deutlicher Unterschied bei unterschiedlichen Akteuren: Die EU setzt auf einen wertebasierten (und explizit „regelbasierten“) Ansatz, der Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte priorisiert, während China parallel zu seinem globalen Aufstieg eigene Vorstellungen von Souveränität und globaler Gerechtigkeit entwickelt und „lebt“. Diese Arbeit analysiert daher die unterschiedlichen Ausprägungen des Multilateralismus in der EU und in China in den Bereichen Sicherheit und Entwicklung, wobei ein besonderer Fokus auf das Konzept der „regelbasierten internationalen Ordnung“ gelegt wird. Der erste Teil der Arbeit widmet sich der Entstehung dieses Konzepts, seiner Rolle im Vergleich zum Völkerrecht sowie der Kritik, die insbesondere von „nichtwestlichen“ Staaten geäußert wird. Im zweiten Teil wird anhand zentraler außenpolitischer Dokumente untersucht, wie sich dieses Konzept sowie andere relevante Aspekte (beispielsweise Inklusivität) im Kontext der zunehmenden Multipolarität in die multilateralen Strategien der EU und Chinas integrieren. Abschließend wird ein Vergleich angestellt und eine Diskussion über die Erfordernisse eines flexiblen und pragmatischen Multilateralismus geführt, der die Vielfalt der globalen politischen Landschaft angemessen berücksichtigt.Aufbauend auf einem interdisziplinären Ansatz, der juristische und politikwissenschaftliche Erkenntnisse integriert, strebt diese Arbeit danach, ein vertieftes Verständnis für die fortlaufende Entwicklung des Völkerrechts und des Multilateralismus in einer sich neu formierenden Weltordnung zu schaffen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Identifizierung und Analyse der Rollen verschiedener Akteure sowie der aus den divergierenden Auffassungen von Multilateralismus resultierenden Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten.The global order, which was once determined by fixed power structures, is undergoing a fundamental transition to ever greater multipolarity. This radically questions the previous foundations of global cooperation and calls for coordinated multilateral approaches to solve complex cross-border problems. At the same time, the normative basis of multilateralism is increasingly coming under critical scrutiny. There is a clear difference between the various actors: the EU relies on a value-based (and explicitly ‘rules-based’) approach that prioritises the rule of law and human rights, while China is developing and ‘living’ its own ideas of sovereignty and global justice alongside its global rise. This thesis analyses the different manifestations of multilateralism in the EU and China in the areas of security and development, with a particular focus on the concept of the ‘rules-based international order’. The first part of the thesis is dedicated to the emergence of this concept, its role in comparison to international law and the criticism voiced by ‘non-Western’ states in particular. The second part uses key foreign policy documents to analyse how this concept and other relevant aspects (such as inclusivity) are integrated into the multilateral strategies of the EU and China in the context of increasing multipolarity. Finally, a comparison and considerations are made on the requirements of a flexible and pragmatic multilateralism that adequately takes into account the diversity of the global political landscape.Building on an interdisciplinary approach that integrates legal and political science insights, this work endeavours to provide a deeper understanding of the ongoing evolution of international law and multilateralism in a newly forming world order. A particular focus is placed on identifying and analysing the roles of different actors and the challenges and potentials resulting from divergent understandings of multilateralism.vorgelegt von Carla FetcasDiplomarbeit Universität Graz 202

    Animal-assisted interventions with children and adolescents with post-traumatic stress disorder in residential child and youth care

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    In der vorliegenden Arbeit geht es um den Einfluss von hundegestützten Interventionen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Dabei liegt der Fokus dieser qualitativ erhobenen Interviewstudien auf Kindern und Jugendliche mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Für die Untersuchung wurden acht pädagogische Fachkräfte, die durch ihren eigenen Hund im Dienst begleitet werden aus ganz Österreich, befragt. Die Befragung fokussierte sich auf die Alltagsgestaltung mit Hund und deren Einflussmöglichkeiten auf die Symptome von posttraumatischen Belastungsstörungen. Darüber hinaus erhebt die Studie, welche Lernaspekte durch den Einsatz des Hundes im sozialpädagogischen Alltag gefördert werden können. Die Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz des Hundes einen Einfluss auf die Motivation, soziale Kompetenzen und Emotionen der Kinder und Jugendlichen nehmen kann. Des Weiteren kann der Hund durch seine bloße Anwesenheit gruppendynamische Aspekte positiv fördern. Darüber hinaus wurden in der Studie Lernmöglichkeiten in Bezug auf Nähe-Distanz-Verhältnis, Empathie, Rücksichtnahme und Übernahme von Verantwortung erwiesen. Neben all diesen Aspekten lernen die Kinder und Jugendlichen auch den richtigen Umgang mit dem Hund.This study examines the impact of dog-assisted interventions in residential child and youth care. The focus of these qualitative interview studies is on children and adolescents with post-traumatic stress disorders. For the study, eight educational professionals from across Austria, who are accompanied by their own dogs during their work, were interviewed. The interviews focused on the integration of dogs into daily routines and their potential influence on the symptoms of post-traumatic stress disorder. Furthermore, the study explores which learning aspects can be fostered through the use of dogs in socio-pedagogical settings. The results indicate that the presence of a dog can have a positive impact on motivation, social skills, and the emotional well-being of children and adolescents. Additionally, the mere presence of a dog can enhance group dynamics in a beneficial way. The study also highlights learning opportunities related to proximity-distance regulation, empathy, consideration for others, and taking on responsibility. Beyond these aspects, the children and adolescents also learn how to properly interact with the dog.Autorin: Vanesa Omanovic, BAMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc

    Sleep patterns and recovery in young athletes : a quantitative analysis using ASSQ and ASHS

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    In der vorliegenden Masterarbeit wird untersucht, in welchem Verhältnis Schlafverhalten, Chronotyp und Regeneration bei jugendlichen Sportlerinnen und Sportlern stehen. Ziel war es, theoretische Grundlagen mit empirischen Erkenntnissen zu verbinden, um Faktoren zu identifizieren, die die Erholungsfähigkeit im jugendlichen Leistungssport beeinflussen können.Der Theorieteil beleuchtet zunächst die Grundlagen des Schlafs und der Regeneration. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem zirkadianen Rhythmus und dem Konzept des Chronotyps – einem biologisch bedingten Merkmal, das bei Jugendlichen oft zu einem späteren Schlaf-Wach-Rhythmus führt. Gerade in der Kombination mit frühen Schulbeginnzeiten kann dies zu erheblichen Schlafdefiziten führen, die sowohl schulische als auch sportliche Leistungen beeinträchtigen.Die Datenerhebung erfolgte mittels einer Querschnittstudie an einem Schul-Sport-Zentrum mit 40 Teilnehmenden. Zum Einsatz kamen zwei standardisierte Fragebögen: der „Athlete Sleep Screening Questionnaire“ (ASSQ) und die „Adolescent Sleep Hygiene Scale“ (ASHS). Damit wurden unter anderem Schlafdauer, -qualität, Tagesmüdigkeit, Schlafhygiene sowie der individuelle Chronotyp erhoben.Die Ergebnisse fielen differenziert aus. Zwar zeigen sich keine klaren Aussagen zur Regenerationsfähigkeit, doch konnten auffällige Muster im Schlafverhalten festgestellt werden. Besonders bemerkenswert ist die signifikante Korrelation zwischen dem Chronotyp und dem ASSQ-Gesamtscore: Jugendliche mit einer Tendenz zum Abendtyp berichten häufiger über schlafbezogene Probleme – ein Befund, der sowohl mit der Literatur als auch mit Alltagsbeobachtungen übereinstimmt.Diese Arbeit liefert somit keinen Beweis für direkte kausale Zusammenhänge, aber sie verdeutlicht, wie bedeutend der Einfluss des Schlafverhaltens auf den Alltag junger Athletinnen und Athleten ist. Gerade in schulisch-sportlichen Doppelbelastungen sollte der Chronotyp stärker berücksichtigt werden.Insgesamt macht die Studie deutlich: Ein bewusster Umgang mit Schlaf – sowohl auf individueller als auch auf institutioneller Ebene – kann einen wichtigen Beitrag zur Leistungsfähigkeit und langfristigen Gesundheit junger Sportlerinnen und Sportler leisten.This master's thesis examines the relationship between sleep behavior, chronotype and regeneration in adolescent athletes. The aim was to combine theoretical principles with empirical findings in order to identify factors that can influence the ability to recover in adolescent competitive sport.The theoretical part first examines the basics of sleep and regeneration. Particular attention is paid to the circadian rhythm and the concept of chronotype - a biologically determined characteristic that often leads to a later sleep-wake rhythm in adolescents. Especially in combination with early school start times, this can lead to considerable sleep deficits that impair both academic and athletic performance.The data was collected by means of a cross-sectional study at a school sports center with 40 participants. Two standardized questionnaires were used: the “Athlete Sleep Screening Questionnaire” (ASSQ) and the “Adolescent Sleep Hygiene Scale” (ASHS). These were used to assess sleep duration, sleep quality, daytime sleepiness, sleep hygiene and individual chronotype, among other things.The results were differentiated. Although there were no clear statements on the ability to regenerate, conspicuous patterns in sleep behavior were identified. Particularly noteworthy is the significant correlation between the chronotype and the ASSQ total score: adolescents with a tendency towards the evening type report more frequent sleep-related problems - a finding that is consistent with both the literature and everyday observations.This study therefore provides no proof of direct causal relationships, but it does illustrate how significant the influence of sleep behavior is on the everyday lives of young athletes. The chronotype should be given greater consideration, particularly in the case of dual school and sporting activities.Overall, the study makes it clear that a conscious approach to sleep - both on an individual and institutional level - can make an important contribution to the performance and long-term health of young athletes.vorgelegt von Thomas GratzlMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    Rituals and their significance for the formation of valuesin families and elementary educational institutions

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    Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle von Ritualen bei derWertevermittlung in elementaren Bildungseinrichtungen und im Elternhaus. Trotzbestehender Studien wie der „Berliner Ritualstudie“ und der„Kinderwertemonitorstudie“ bleibt die spezifische Bedeutung von Ritualen für dieWertebildung in diesen Kontexten unzureichend beleuchtet. Diese Arbeit schließtdiese Forschungslücke, indem sie untersucht, inwieweit Rituale von Pädagog:innenund Erziehungsberechtigten gezielt eingesetzt werden, um Kindern Werte zuvermitteln, und ob sich Ähnlichkeiten oder Unterschiede zwischen beiden Kontextenzeigen.Im Rahmen dieser Untersuchung wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt.Die Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Interviews mit fünfElementarpädagog:innen und fünf Erziehungsberechtigten. Zur Auswertung der Datenwurde die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring und Brunner (2013) angewendet,wobei ein deduktiv-induktives Kategoriensystem zum Einsatz kam, das auf vorabdefinierten Wertekategorien basierte und durch die Analyse der Interviewinhalteerweitert wurde.Die Ergebnisse zeigen, dass Rituale sowohl in den elementaren Bildungseinrichtungenals auch im Elternhaus eine zentrale Rolle in der Wertevermittlung spielen.Abschließend wird empfohlen, die Forschung durch eine breitere Stichprobe sowiezusätzliche methodische Ansätze, wie die Einbeziehung von Beobachtungen und diePerspektive von Kindern, zu erweitern, um ein umfassenderes Verständnis derWertevermittlung durch Rituale zu gewinnen.This master's thesis examines the role of rituals in transmitting values withinelementary educational institutions and family contexts. While existing studies, suchas the "Berlin Ritual Study" and the "Kinderwertemonitorstudie," have provided insightsinto this topic, the specific importance of rituals in shaping values in these settingsremains underexamined. To address this gap, the study investigates how educatorsand guardians employ rituals to impart values to children and examines potentialsimilarities and differences between the two contexts.A qualitative research design was chosen for this study, whereby data was collectedusing guided interviews with five elementary school teachers and fiveparents/guardians. Qualitative content analysis according to Mayring and Brunner(2013) was used to analyse the data, whereby a deductive-inductive category systemwas used, which was based on previously defined value categories and expanded byanalysing the interview content.The results show that rituals play a central role in conveying values both in elementaryeducational institutions and at home.Finally, an expansion of the research through a broader sample and additionalmethodological approaches, such as the inclusion of observations and the perspectiveof children, is recommended in order to gain a more comprehensive understanding ofthe transmission of values through rituals.Autorin: Michaela Salzer, BEd, Autorin: Elke Tobler, BEdMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc

    Mathe-mag-ich! from different perspectives : a qualitative study

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    Diese Masterarbeit befasst sich mit der Lehrveranstaltung Ausgewählte Themen der Mathematikdidaktik im Masterstudium Lehramt Sekundarstufe Allgemeinbildung an der Universität Graz. Im Fokus steht das im Wintersemester 2022/23 konzipierte und seitdem daran angebundene Projekt Mathe-mag-ich!, ein Interessenförderungsprogramm für freiwillig teilnehmende Schüler:innen. Ziel ist es, die Erfahrungen der Studierenden mit diesem praxisorientierten Format zu analysieren, dessen Mehrwert herauszuarbeiten und insbesondere dadurch hervorgerufene Veränderungen in ihren (mathematischen) Beliefs zu untersuchen. Im theoretischen Teil werden zentrale Konzepte wie Interesse, doppelte Diskontinuität in der Lehramtsausbildung und Beliefs ausführlich behandelt. Die empirische Untersuchung folgt einem qualitativen Forschungsdesign. Datengrundlage bilden ein leitfadengestütztes Expertinneninterview mit einer Entwicklerin von Mathe-mag-ich! sowie schriftliche Befragungen der Lehrveranstaltungsteilnehmer:innen. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2022). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Befragten die Lehrveranstaltung als wertvolle Gelegenheit erleben, unterrichtsnahe Erfahrungen zu sammeln und diese in einem geschützten Rahmen zu reflektieren. Besonders hervorgehoben werden die praxisorientierte Ausrichtung sowie die Möglichkeit, eigene Ideen in die Gestaltung mathematischer Lernangebote einzubringen. Die interviewte Expertin betont insbesondere den hohen Stellenwert eigenständiger Gestaltung und Durchführung von differenzierten, neuartigen Lernumgebungen durch Studierende als Beitrag zu deren Professionalisierung. Somit legen die Resultate nahe, dass die Lehrveranstaltung es den Studierenden ermöglicht, theoretische Konzepte mit konkreten Praxiserfahrungen zu verknüpfen. Darüber hinaus finden sich Hinweise darauf, dass durch die aktive Auseinandersetzung mit fachlichen und fachdidaktischen Inhalten und die Durchführung eigener Unterrichtseinheiten Reflexionsprozesse angeregt werden, die zur Weiterentwicklung bzw. Modifikation mathematischer und unterrichtsbezogener Beliefs beitragen können. Die Lehrveranstaltung mit dem Projekt Mathe-mag-ich! scheint einen vielversprechenden Zugang zur Verbindung von Theorie und Praxis in der Mathematik-Lehramtsausbildung zu bieten.This master's thesis focuses on the course Selected Topics in Mathematics Education within the master’s program for Secondary Education at the University of Graz. The conducted study centers on the project Mathe-mag-ich! – an interest-enhancement initiative for voluntarily participating students – designed in the winter semester 2022/23 and since then integrated into the university course. The aim is to assess the added value of this practice oriented format, to analyze student teachers’ experiences with it and to examine potential shifts in their (mathematical) beliefs. The theoretical part of this thesis addresses key concepts such as interest, the double discontinuity in teacher education, and beliefs. The empirical study follows a qualitative research design. The data corpus consists of a guideline-based expert interview with one of the developers of Mathe-mag-ich! and written surveys completed by former and current participants from the university course. The data were analyzed using Kuckartz and Rädiker’s (2022) qualitative content analysis. The results indicate that participants perceive the course as a valuable opportunity to gain classroom-related experience and to reflect on it within a protected setting. Particularly emphasized are the practical orientation of the course and the opportunity to contribute their own ideas in designing mathematical learning activities. The interviewed expert highlights the importance of independently designing and implementing differentiated and innovative learning environments as a contribution to the students’ professional development. The findings thus suggest that the course enables student teachers to connect theoretical concepts from mathematics education with concrete practical experiences. Furthermore, there is evidence that engaging with subject-specific and didactic content and conducting their own teaching units fosters reflective processes that may contribute to the development or modification of mathematical and instructional beliefs. The course, together with the Mathe-mag-ich! project, appears to offer a promising approach to bridging the gap between theory and practice in mathematics teacher education.Valerio ScherfEnthält Literaturverzeichnis auf Blättern 145-158Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    Generational diversity in nursing education

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    Die vorliegende Masterarbeit beleuchtet die zunehmende Generationenvielfalt in der Pflegeausbildung und damit verbundene Spannungsfelder im Klassenzimmer. Da Babyboomer, Generation X, Y und Z unterschiedlichste Werte, Lernstile und Kommunikationsmuster mitbringen, entsteht einerseits ein erhöhter Bedarf an individuell angepassten Lehrmethoden, andererseits ergeben sich neue Chancen, beispielsweise durch die Einbindung verschiedener Erfahrungen und digitaler Kompetenzen. Angesichts des Fachkräftemangels im Pflegebereich sind Bildungseinrichtungen gefordert, dieser Heterogenität gerecht zu werden und eine Lernumgebung zu schaffen, die allen Altersgruppen optimale Rahmenbedingungen bietet.Ausgehend von der Forschungsfrage „Welche prägenden Merkmale kennzeichnen Generationen, und wie beeinflussen diese Unterschiede das Lehren und Lernen in der Ausbildung zur Pflegekraft?“ wurden relevante erziehungswissenschaftliche, soziologische und psychologische Literaturquellen ausgewertet. Das methodische Vorgehen basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die historische Entwicklungen, aktuelle Studien sowie praxisbezogene Analysen zum Lern- und Kommunikationsverhalten unterschiedlicher Kohorten verknüpft. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf pflegepädagogische Aspekte gelegt, um den spezifischen Anforderungen dieser Berufsgruppe gerecht zu werden.Die Ergebnisse zeigen, dass ältere Generationen wie die Babyboomer oft klare Strukturen und persönliche Wertschätzung bevorzugen, während jüngere Gruppen wie Generation Y und Z eher auf flexible, digitale und sinnstiftende Lernformate reagieren. Werden diese unterschiedlichen Bedürfnisse gezielt berücksichtigt, können sich traditionelle Stärken - etwa Disziplin oder Berufserfahrung - mit neuen Impulsen in Form digitaler Methoden oder kollaborativer Lernsettings verbinden. So entsteht ein diversitätsbewusster Unterricht, der Potenziale aller Generationen aktiviert und ein zukunftsfähiges Fundament für die Pflegeausbildung legt. Die Arbeit verdeutlicht damit, dass generationenbedingte Differenzen nicht als Hemmnis, sondern als Ressource zur Qualitätssteigerung genutzt werden können, sofern Lehrpersonen bewusst mit ihnen umgehen und passende didaktische Konzepte entwickeln.The present master’s thesis explores the growing generational diversity in nursing education and the resulting areas of tension in the classroom. Since Baby Boomers, Generation X, Y, and Z each bring distinct values, learning styles, and communication patterns, there is simultaneously an increased need for individually tailored teaching methods as well as new opportunities, for instance through the integration of various experiences and digital competencies. In view of the shortage of skilled professionals in the nursing sector, educational institutions are challenged to address this heterogeneity and create a learning environment that provides optimal conditions for all age groups.Based on the research question “Which formative characteristics distinguish generations, and how do these differences affect teaching and learning in nursing education?” relevant educational, sociological, and psychological literature was analyzed. The methodological approach is grounded in an extensive literature review that connects historical developments, current studies, and practice-related analyses of learning and communication behaviors across different cohorts. Particular emphasis was placed on nursing education aspects, in order to meet the specific demands of this professional field.The results indicate that older generations such as the Baby Boomers often favor clear structures and personal appreciation, whereas younger cohorts like Generation Y and Z respond more to flexible, digital, and purpose-driven learning formats. If these differing needs are taken into consideration, established strengths - such as discipline or professional experience - can be combined with new impulses in the form of digital methods or collaborative learning settings. This creates a diversity-conscious teaching framework that harnesses the potential of all generations and lays a forward-looking foundation for nursing education. The thesis thus demonstrates that generational differences need not be viewed as obstacles, but rather as a resource for quality enhancement, provided that educators engage with them consciously and develop suitable didactic concepts.Viktoria PötzMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Management´s liability reduction mechanisms and the D&O procurement clause

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    Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen zur Reduzierung der Haftung der Geschäftsführung sowie die Bedeutung und Implementierung der sogenannten D&O-Verschaffungsklausel. Im Mittelpunkt steht die Analyse der rechtlichen, organisatorischen und versicherungsrechtlichen Instrumente, die das Haftungsrisiko der Geschäftsleitung minimieren können. Neben einer detaillierten Betrachtung der zivilrechtlichen Grundlagen der Geschäftsführerhaftung werden Pflichten und Risiken der Geschäftsführung im Kontext der Innen- und Außenhaftung sowie der Business Judgment Rule beleuchtet. Die Arbeit präsentiert praktische Lösungsansätze zur Haftungsvermeidung und bewertet die Rolle der D&O-Versicherung als Schutzelement. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der D&O-Verschaffungsklausel, deren Struktur und rechtliche Relevanz analysiert werden, um eine qualitative Risikoabsicherung zu gewährleisten. Die Untersuchung verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Ansätzen und liefert wertvolle Einsichten für die rechtliche und wirtschaftliche Praxis.This thesis examines mechanisms to reduce managerial liability and the significance and implementation of the so-called D&O procurement clause. The focus lies on analyzing legal, organizational, and insurance-related instruments that can minimize the liability risks of executives. In addition to a detailed examination of the civil law foundations of managerial liability, the study explores the duties and risks of management in the context of internal and external liability as well as the Business Judgment Rule. The thesis presents practical solutions for liability mitigation and evaluates the role of D&O insurance as a protective element. Particular attention is given to the D&O procurement clause, analyzing its structure and legal relevance to ensure quality risk coverage. The study bridges academic insights with practical approaches, providing valuable insights for legal and economic practice.vorgelegt von Michael Gregor KomatzDiplomarbeit Universität Graz 202

    Simplicity versus diversity : a school experiment to determine the productivity of selected plant species in different communities

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    In einem experimentellen Schulversuch wurde der Einfluss von Biodiversität auf die Pflanzenproduktivität untersucht. Ziel war es, Schüler:innen die Zusammenhänge zwischen Artenvielfalt und Produktivität von Pflanzen auf anschauliche Weise näherzubringen. Über einen Zeitraum von zwei Wochen wurden drei Pflanzenarten – Markerbse (Pisum sativum), Sonnenblume (Helianthus annuus) und Zuckermais (Zea mays) – in verschiedenen Anbauszenarien (Monokulturen und Mischkulturen) kultiviert. Die Keimraten und das Wachstum der Pflanzen wurden dokumentiert, um Unterschiede in der Produktivität zu analysieren. Die Ergebnisse zeigten, dass die Markerbse in Monokultur die höchste Produktivität aufwies, während die Mischkulturen variierende Ergebnisse zeigten. Der Versuch verdeutlichte die Bedeutung der Biodiversität für die Nutzung von Ressourcen und errichtete eine Verbindung zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung. Dieser Ansatz ermöglichte es den Schüler:innen, ein grundlegendes Verständnis für ökologische Prozesse und das Zusammenwirken von Pflanzenarten im gleichen Lebensraum zu entwickeln, während gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse zur Gestaltung zukünftiger Schulversuche gewonnen wurden.The influence of biodiversity on plant productivity was investigated in an experimental school trial. The aim was to give students an understanding of the relationships between biodiversity and plant productivity in a descriptive manner. Over a period of two weeks, three plant species - pigeon pea (Pisum sativum), sunflower (Helianthus annuus) and sweet corn (Zea mays) - were planted in different cultivation scenarios (monocultures and mixed cultures). The germination rates and growth of the plants were documented in order to analyze differences in productivity. The results showed that the pigeon pea in monoculture had the highest productivity, while the mixed cultures showed varying results. The experiment highlighted the importance of biodiversity for the use of resources and established a link between theoretical knowledge and practical application. This approach allowed students to develop a basic understanding of ecological processes and the interaction of plant species in the same habitat, while gaining valuable insights for the design of future school experiments.Livia SandhoferMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Beyond the binary - How does information about a person's gender identity and biological sex affect stereotypical perceptions of them?

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    Ziel der vorliegenden Studie war es zu untersuchen, inwiefern die Geschlechtsidentität (cisgender/nicht-binär) und das biologische Geschlecht (weiblich/männlich) einer Zielperson deren stereotype Wahrnehmung beeinflussen. Bewertet wurden fünf Dimensionen sozialer Wahrnehmung: Wärme, Kompetenz, soziale Konkurrenz, Status und Sympathie. Zudem wurde geprüft, ob diese Bewertungen durch den Gender-Essenzialismus sowie das Geschlecht der befragten Personen moderiert werden. Aufbauend auf dem Stereotype Content Model und der Social Identity Theory wurde unter anderem erwartet, dass nicht-binäre Zielpersonen im Vergleich zu cisgender Zielpersonen weniger warm/kompetent/statushoch/sympathisch und als größere soziale Konkurrenz bewertet werden. Zudem wurde angenommen, dass dieser Effekt bei stärker ausgeprägtem Gender-Essenzialismus sowie bei männlichen Befragten verstärkt auftritt. In einer experimentellen Studie wurden dazu 815 Teilnehmende zufällig einer von vier Vignetten zugeordnet, in denen sich die Zielperson in Bezug auf biologisches Geschlecht (weiblich/männlich) und Geschlechtsidentität (cisgender/nicht-binär) unterschied. Die Analyse erfolgte mittels eines 2x2x2 Between-Subject-Designs. Zusätzlich wurde der moderierende Effekt des Gender-Essenzialismus der Teilnehmenden durch multiple Regressionsanalysen überprüft. Die Hypothesen wurden teilweise bestätigt. Die Ergebnisse zeigten, dass cisgender Zielpersonen durchgehend positiver bewertet wurden als nicht-binäre. Zusätzlich wurden Geschlechterstereotype bestätigt: biologisch weibliche Zielpersonen wurden als wärmer und sympathischer, biologisch männliche als kompetenter, statusreicher und konkurrenzbetonter wahrgenommen. Gender-Essenzialismus sowie das Geschlecht der befragten Personen zeigten keine signifikanten moderierenden Effekte. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht-binäre Personen trotz zunehmender Sichtbarkeit weiterhin benachteiligt und in ihrer sozialen Wahrnehmung den binären Geschlechtsnormen unterlegen ist. Die Studie unterstreicht die Bedeutung weiterer Forschung zu geschlechtsdiversen Identitäten.The aim of this study was to investigate the extent to which gender identity (cisgender/non-binary) and biological sex (female/male) of a target person influence their stereotypical perception. Five dimensions of social perception were evaluated: warmth, competence, social competition, status, and likeability. It was also examined whether these evaluations are moderated by gender essentialism and the gender of the subjects. Based on the Stereotype Content Model and Social Identity Theory, it was expected, that non-binary targets would be rated less warm/competent/status high/likable and as greater social competitors compared to cisgender targets. It was also assumed that this effect would be more pronounced with stronger gender essentialism and with male subjects. In an experimental study, 815 participants were randomly assigned to one of four vignettes, in which the targets differed in terms of biological sex (female/male) and gender identity (cisgender/non-binary). The analysis was conducted using a 2x2x2 between-subject design. In addition, the moderating effect of the participants' gender essentialism was tested using multiple regression analyses. The results showed that cisgender targets were consistently rated more positively than non-binary targets. Gender stereotypes have been confirmed: Biologically female targets were perceived as warmer and more likeable, biologically male targets as more competent, status high and competitive. Gender essentialism and the gender of the participants showed no significant moderating effects. These results indicate that non-binary people remain disadvantaged despite increasing visibility and are overlaid by binary gender norms in their social perception. The study underlines the importance of further research into gender-diverse identities.eingereicht von Sarah KlemenMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

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