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The current development of the Austrian Financial Reporting Advisory Committee (AFRAC)
In den letzten Jahren hat die internationale Rechnungslegung zunehmend an Bedeutung gewonnen und befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel, um den Anforderungen an Transparenz, Vergleichbarkeit und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. In Österreich spielt das Österreichische Rechnungslegungskomitee eine zentrale Rolle in der Entwicklung der nationalen Rechnungslegung. Das Austrian Financial Advisory Committee (AFRAC) fungiert als Beirat des Österreichischen Rechnungslegungskomitees für Rechnungslegung und Unternehmensberichterstattung. Seine Hauptaufgabe besteht in der Erstellung fachlicher Stellungnahmen, der Bereitstellung von Informationen und der Veröffentlichung zu aktuellen Fragestellungen der Rechnungslegung. Darüber hinaus berät AFRAC Ministerien bei Gesetzesvorschlägen und unterstützt österreichische Vertreter:innen in internationalen und europäischen Arbeitsgruppen. Die Unabhängigkeit seiner Mitglieder:innen sowie die transparente Organisation und Arbeitsweise garantieren eine fundierte und ausgewogene Berücksichtigung der Interessen aller Stakeholder. Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle und Bedeutung des AFRAC in der österreichischen und internationalen Rechnungslegung zu untersuchen. Dabei wird sowohl die organisatorische Struktur als auch die inhaltliche Arbeit des Beirats betrachtet. Ein besonderer Fokus liegt auf den aktuellen fachlichen Stellungnahmen und Projekten des AFRAC, die maßgeblich zur Weiterentwicklung der Unternehmensberichterstattung beitragen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass AFRAC eine unverzichtbare Institution für die österreichische Rechnungslegung ist. Durch die enge Zusammenarbeit mit internationalen Standardsetzern trägt das Gremium wesentlich zur Entwicklung der Rechnungslegungsvorschriften bei. Gleichzeitig hilft AFRAC durch seine praxisorientierten Stellungnahmen, die Vorschriften für österreichische Unternehmen verständlicher und anwendbarer zu machen.In recent years, international accounting has become increasingly important and is undergoing continuous change in order to meet the requirements of transparency, comparability and sustainability. In Austria, the Austrian Financial Reporting Committee plays a central role in the development of national accounting. The Austrian Financial Advisory Committee (AFRAC) acts as an advisory board to the Austrian Financial Reporting Committee for accounting and corporate reporting. Its main task is to provide expert opinion, information and publications on current accounting issues. In addition, AFRAC advises ministries on legislative proposals and supports Austrian representatives in international and European working groups. The independence of its members and its transparent organization and working methods guarantee a well-founded and balanced consideration of the interests of all stakeholders. The aim of this paper is to examine the role and significance of AFRAC in Austrian and international financial reporting. Both the organizational structure and the substantive work of the Advisory Council are examined. A particular focus is placed on AFRAC's current expert opinion and projects, which contribute significantly to the further development of corporate reporting. In summary, it can be said that AFRAC is an indispensable institution for Austrian financial reporting. Through its close cooperation with international standard setters, the committee contributes significantly to the harmonization of accounting standards. At the same time, AFRAC's practice-oriented opinion helps to make the regulations more understandable and applicable for Austrian companies.Susanne Pamsl, BSc.Enthält Literaturverzeichnis auf Seite 73-78Masterarbeit Universität Graz 202
The commercial agent's right to compensation and its analogous application
Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Ausgleichsanspruch gem § 24 HVertrG und seiner analogen Anwendung auf verschiedene Vertriebsmittler. Ursprünglich für Handelsvertreter konzipiert, hat die österreichische Rsp den Anwendungsbereich des Anspruchs im Laufe der Jahre sukzessive erweitert, insb auf Vertragshändler und Franchisenehmer.Zu Beginn wird die historische Entwicklung des Ausgleichsanspruchs nachgezeichnet – von seinen Anfängen im HAG 1921 über das HVertrG 1993 bis hin zu den aktuellen Entwicklungen. Im Anschluss werden die rechtlichen Voraussetzungen für die Geltendmachung des Anspruchs dargelegt, einschließlich der Berechnungsmethoden und möglicher Ausschlussgründe.Die analoge Anwendung des § 24 HVertrG steht im Mittelpunkt dieser Arbeit. Untersucht wird, unter welchen Bedingungen auch andere Vertriebsmittler – über die expliziten gesetzlichen Regelungen hinaus – einen Ausgleichsanspruch geltend machen können. Dabei spielen insb die Überlassung des Kundenstocks und die Eingliederung in die Absatzorganisation des Unternehmers eine maßgebende Rolle. Im Rahmen dieser Betrachtung liegt der Fokus auf Vertragshändlern, Franchisenehmern, Tankstellenhaltern und Markenlizenznehmern, deren spezifische rechtliche Stellung eingehend erläutert wird. Im Anschluss daran wird der potenziell international-zwingende Charakter des Ausgleichsanspruchs thematisiert. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob und inwieweit § 24 HVertrG als Eingriffsnorm verstanden werden kann, die nicht durch Rechtswahlklauseln umgangen werden darf. Die damit verbundenen Herausforderungen werden dabei auch unter dem Aspekt der analogen Anwendung erörtert. Der Ausgleichsanspruch ist seit über einem Jahrhundert ein fester Bestandteil des Vertriebsrechts und bleibt dennoch ein dynamisches und oft umstrittenes Thema. Seine praktische Relevanz ist unbestritten und wird auch in Zukunft eine Schlüsselrolle in der Gestaltung von Vertriebsverhältnissen spielen. Gerade in einer zunehmend globalisierten Wirtschaft mit immer komplexeren Vertriebsstrukturen gewinnt die Frage nach einer fairen und angemessenen Vergütung weiter an Bedeutung. Ziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Beitrag zur rechtlichen Einordnung und Weiterentwicklung dieses anspruchsvollen Themenbereichs zu leisten.This paper focuses on the compensation claim under § 24 HVertrG and its application to various types of sales intermediaries. Originally designed for commercial agents, Austrian case law has gradually expanded the scope of this claim over the years. The paper begins by outlining the historical development of the compensation claim – starting from its origins in the HAG of 1921, through the HVertrG of 1993, up to the latest developments. Following that, the paper examines the legal requirements for asserting the claim, including the methods of calculation and possible grounds for exclusion.The analog application of § 24 HVertrG is the focal point of this paper. It examines under what conditions other sales intermediaries – beyond the explicit statutory regulations – can assert a compensation claim. In particular, the transfer of customer bases and the integration of the intermediary into the entrepreneur's sales organization play a crucial role. This analysis specifically addresses contract dealers, franchisees, gas station owners, and trademark licensees, offering a detailed explanation of their specific legal status.Following this, the paper discusses the potentially internationally mandatory nature of the compensation claim. This raises the question of whether and to what extent § 24 HVertrG can be considered a mandatory provision that cannot be circumvented by choice-of-law clauses. The associated challenges are explored, also in the context of its analog application.The compensation claim has been a fixed component of distribution law for over a century, yet remains a dynamic and often controversial topic. Its practical relevance is undisputed and will continue to play a key role in the structuring of distribution relationships. Especially in an increasingly globalized economy with ever more complex distribution structures, the question of fair and appropriate compensation becomes even more significant. The aim of this paper is to provide a thorough legal analysis and contribute to the further development of this complex area.von Stefanie RakovicDiplomarbeit Universität Graz 202
Pharmacy on-call services in Austria : benefits and cost-effectiveness with a view to the future
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die gesellschaftliche Bedeutung und wirtschaftliche Tragfähigkeit von Apotheken-Bereitschaftsdiensten in Österreich. Apotheken spielen eine zentrale Rolle in der flächendeckenden Gesundheitsversorgung – insbesondere durch ihre Verfügbarkeit außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Gleichzeitig sehen sich viele Betriebe – vor allem in ländlichen Regionen – mit steigenden Belastungen konfrontiert, sowohl personell als auch finanziell. Anhand umfangreicher Datensätze aus dem Jahr 2023 wurden 450 öffentliche Apotheken in vier regionalen Kategorien analysiert. Im Fokus standen dabei die Besuchsfrequenz, die abgegebenen Arzneimittel sowie die zeitliche Nutzung der Apotheken-Bereitschaftsdienste. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Großteil der Nachfrage in den frühen Abendstunden stattfindet, während die Inanspruchnahme nach Mitternacht stark abnimmt. Analgetika, Antipyretika und Antibiotika zählen zu den am häufigsten abgegebenen Medikamenten. Auf Basis dieser Daten wurden Optimierungsansätze entwickelt – darunter eine Anpassung der Dienstzeiten, der verstärkte Einsatz der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 sowie gezielte Informationskampagnen zur Reduktion unnötiger Apothekenbesuche während der Bereitschaftszeiten. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Diskussion um zukunftsfähige Modelle der Notfallversorgung und unterstreicht die Notwendigkeit, wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine nachhaltige und ausgewogene Versorgung auch in strukturschwachen Regionen ermöglichen.This master’s thesis examines the societal relevance and economic viability of emergency and on-call pharmacy services in Austria. Pharmacies represent a cornerstone of nationwide healthcare, particularly through their accessibility outside of regular opening hours. However, especially in rural areas, many pharmacies face increasing challenges—both financially and in terms of staffing. Using comprehensive datasets from 2023, 450 public pharmacies were analysed across four regional categories, focusing on visit frequency, types of dispensed medications, and the timing of service utilisation. The results reveal that most demand occurs in the early evening hours with a significant decline after midnight. Analgesics, antipyretics, and antibiotics were among the most frequently dispensed medications. Based on these findings, several optimisation strategies are proposed, including adjusting service hours, integrating the national health hotline 1450 more closely with pharmacy services, and launching targeted public awareness campaigns to reduce unnecessary emergency visits. The thesis contributes to the ongoing discussion on future-oriented emergency care models and highlights the urgent need for sustainable economic frameworks to ensure nationwide pharmaceutical access, particularly in underserved regions.vorgelegt von Susanne Lisa Falkensammer, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Step by step : the impact of running interventions on sleep quality and symptoms of depression
Körperliche Aktivität, Schlafqualität und psychisches Wohlbefinden stehen in enger Wechselwirkung (Firth et al., 2020). Insbesondere Laufen als niedrigschwellige, alltagsnahe Bewegungsform gilt als potenziell schlaffördernd und stimmungsaufhellend (Kredlow et al., 2015; Schuch et al., 2016). Dennoch bleibt unklar, ob kurze Laufinterventionen bei gesunden jungen Erwachsenen nachweisbare Effekte auf Schlaf und Depressivität zeigen. Ziel dieser randomisierten, kontrollierten Interventionsstudie war es, die Wirkung einer zwei- bzw. vierwöchigen Laufintervention auf die subjektive und objektive Schlafqualität sowie auf Depressivität zu untersuchen. Zudem wurde der Zusammenhang zwischen Veränderungen in Schlafqualität und depressiven Symptomen exploriert. 129 junge Erwachsene mit geringer Lauferfahrung wurden randomisiert einer Zwei- oder Vier-Wochen-Laufgruppe sowie einer Wartekontrollgruppe zugewiesen. Die subjektive Schlafqualität (PSQI) und die Depressivität (ADS) wurden zu drei Messzeitpunkten im Abstand von jeweils zwei Wochen erhoben. Eine Substichprobe (n = 65) absolvierte zusätzlich eine objektive Schlafmessung mittels Aktigraphie zum ersten und zweiten Messzeitpunkt. Es zeigten sich keine signifikanten gruppenabhängige Unterschiede in der Veränderung subjektiver oder objektiver Schlafparameter sowie der Depressivität infolge der Laufintervention. Ein positiver Effekt der Bewegungsintervention auf Schlafqualität und Depressivität konnte somit nicht nachgewiesen werden. Es bestand jedoch ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Verbesserung der subjektiven Schlafqualität und der Reduktion depressiver Symptome. Die signifikante Korrelation zwischen subjektiver Schlafqualität und Depressivität unterstreicht die Relevanz eines integrativen gesundheitspsychologischen Ansatzes. Weitere Forschung mit längerer Dauer und sensitiveren Designs ist erforderlich.Physical activity, sleep quality, and well-being are intricately connected (Firth et al., 2020). Running, as an easily accessible and low-barrier form of exercise, has been associated with improved sleep and enhanced mood (Kredlow et al., 2015; Schuch et al., 2016). Despite growing interest, it remains uncertain whether short duration running programs can produce measurable effects on sleep and depressive symptoms in healthy young adults. This randomized controlled trial investigated the impact of a two- or four-week running intervention on both subjective and objective sleep quality, as well as depressive symptoms. In addition, the relationship between changes in sleep and mood was explored. A total of 129 physically rather inactive young adults were randomly allocated to one of three groups: a two-week running group, a four-week running group, or a waitlist control group. Subjective sleep quality (measured by the PSQI) and depressive symptoms (measured by the CES-D) were assessed at baseline, mid-intervention, and post-intervention. A subset of participants (n = 65) also underwent actigraphy-based sleep assessments at first and second measurement point. The intervention did not result in significant group differences in sleep or depressive symptoms. However, across all participants, greater improvements in subjective sleep quality were significantly associated with reductions in depressive symptoms. A positive effect of the exercise intervention on sleep quality and depressive symptoms could therefore not be demonstrated. Nonetheless, the observed general link between perceived sleep improvements and emotional well-being highlights the importance of integrative approaches to lifestyle-based mental health promotion. Future studies should consider longer durations and more nuanced methodological designs.vorgelegt von Elisabeth Felber, BSc.Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Male fantasies of conquest in the mannosphere: An analysis of the audiovisual construction of masculinity by pick-up artists
Die vorliegende Arbeit analysiert die audiovisuelle Konstruktion der Männlichkeit von Pick-Up Artists. Im homosozialen Feld der Mannosphäre positionieren sie sich als selbsternannte Flirt- und Datingcoaches für heterosexuelle cis-Männer. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die interpretative Analyse von sechs deutschsprachigen Webvideos, sogenannten „Infield & Live-Flirts“, in denen sich Pick-Up Artists bei Flirtinteraktionen mit weiblich gelesenen Personen im öffentlichen Raum mittels versteckter Kamera filmen. Die Methodik der Wissenssoziologischen Videohermeneutik ermöglicht eine Rekonstruktion der impliziten Geschlechterpraxis sowie der Machtverhältnisse des kommunikativen Handelns. Die Analyse zeigt, dass die audiovisuellen Männlichkeitskonstruktionen einem Ideal der heterosexuellen männlichen Eroberung folgen, das sich über die Instrumentalisierung von Frauen und ihrer Körper als Mittel zur Bestätigung hegemonialer Männlichkeit konstituiert. Die dargestellten Männlichkeitsanforderungen setzen eine kontinuierliche Praxis der Selbstoptimierung voraus, die soziale Überlegenheit sowohl in heterosexuellen Flirtinteraktionen als auch in hierarchischen Geschlechterverhältnissen als legitim und erreichbar erscheinen lässt. Darüber hinaus konfiguriert sich die Macht ihrer Kommunikation über die Inszenierung als parasoziale Meinungsführer innerhalb der Pick-Up-Interaktionsgemeinschaft. Die Webvideos erfüllen dabei die zentralen Funktionen des Beziehungsaufbaus zur Zielgruppe sowie zur Vermarktung kostenpflichtiger Dienstleistungen. Diese Erkenntnisse bieten Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschungen zur Verbreitung antifeministischer Ideologien sowie zur kritischen Auseinandersetzung mit Geschlechterdynamiken in der Mannosphäre.This thesis examines the audiovisual construction of masculinity within the pick-up artist scene. In the homosocial context of the manosphere, pick-up artists position themselves as self-proclaimed flirt and dating coaches who offer guidance to heterosexual cisgender men. The aim of this study is the interpretive analysis of six German-language web videos, referred to as “Infield & Live-Flirts,” in which pick-up artists film themselves with hidden cameras during flirt interactions with individuals perceived as female in public spaces. Applying the method of sociological video hermeneutics, the analysis reconstructs the implicit gender practices and communicative power relations embedded in the audiovisual material. The findings demonstrate that the constructions of masculinity presented in these videos conform to an ideal of heterosexual male conquest, which is sustained through the instrumentalization of women and their bodies as resources for the affirmation of hegemonic masculinity. The masculine ideals portrayed rely on a continuous process of self-optimization, portraying social dominance in flirt interactions and hierarchical gender relations as both legitimate and attainable. Moreover, the communicative authority of the pick-up artists is reinforced through their self-presentation as parasocial opinion leaders within an interactive community. The videos serve multiple functions, including building bonds with the audience and promoting monetized coaching services. These findings offer valuable starting points for future research on the dissemination of antifeminist ideologies and the critical analysis of gendered power structures within the digital sphere of the manosphere.Moritz TheuretzbacherMasterarbeit Universität Graz 202
Gender Differences in Total Early-Stage Entrepreneurial Activity: A Moderated Mediation PLS-SEM Analysis
Despite ongoing progress, women continue to show lower entrepreneurial activity compared to men, highlighting the need for further efforts to close the gender gap and enhance women's economic participation. This study examines the drivers of gender differences in Total Early- Stage Entrepreneurial Activity (TEA), with a focus on the roles of self-perceived abilities and educational attainment. Using a unique dataset of 399,114 observations from 64 countries (2013–2017), we employ Partial Least Squares Structural Equation Modeling (PLS-SEM) to explore how an entrepreneurial mindset — defined as self-perceived entrepreneurial abilities — mediates the gender gap in entrepreneurship. The analysis incorporates the moderating effect of educational attainment and controls for micro-level characteristics as well as economic and socio-political variables. Our results confirm that women engage in TEA at lower rates than men. However, this gap narrows significantly when accounting for an entrepreneurial mindset, particularly among individuals with lower educational attainment. Among the highly educated, the mediating effect is weaker, suggesting that structural factors — such as access to networks and resources — may play a more prominent role. These findings deepen our understanding of gender disparities in entrepreneurship and offer valuable implications for policy interventions aimed at promoting more inclusive entrepreneurial environments and greater female economic participation.JEL Classification: L26, E24, J24, J16, C30, J28Version of recor
Studia linguistica romanica / Compte rendu:Yan Greub, Olivier Collet 2024. La variation régionale de l'ancien français. Manuel pratique. ELiPhi
Consideration of the child 's will in regulation and enforcement of child custody and right to contact
Im Kindschaftsrecht ist das Kindeswohl der leitende Grundsatz. Das gilt auch für die Obsorge und das Kontaktrecht. Ob das Kindeswohl im konkreten Fall gewahrt wird, ist durch eine objektive Herangehensweise zu beurteilen. Die Kriterien des Kindeswohls werden demonstativ in § 138 ABGB aufzählt.In der vorliegenden Arbeit soll geklärt werden, ob der subjektive Wille eines Kindes in Bezug auf Obsorge oder Kontaktrecht berücksichtigt wird. Zentral gilt es zu klären, inwieweit der Wille des Kindes bei der Regelung und bei der Durchsetzung von Obsorge und Kontaktrecht zu berücksichtigen ist und welche Faktoren die Berücksichtigung beeinflussen. Zur Bearbeitung des Themas wird mit Literatur, Judikatur und Materialien zu Gesetzestexten gearbeitet.Der Kindeswille spielt schon im Rahmen des Kindeswohls eine Rolle. Gemäß § 138 Z 5 und 6 ABGB ist der Kindeswille nämlich ein Kriterium des Kindeswohls und muss berücksichtigt werden. Dies erfolgt je nach Verständnis und Fähigkeit der Willensbildung. Dennoch kann auch eine Entscheidung gegen den Kindeswillen dem Kindeswohl entsprechen.Auf verfahrensrechtlicher Ebene ist für die Berücksichtigung des Kindeswillens insbesondere die Anhörung des Kindes gemäß § 105 AußStrG relevant. Außerdem kann ein Kinderbeistand gemäß § 104a AußStrG herangezogen werden. Dieser unterstützt das Kind als Beistand und er hilft dem Kind, seine Wünsche in das Verfahren einzubringen.Für die Berücksichtigung des Kindeswillens kommt es auf unterschiedliche Faktoren an. Insbesondere zählen dazu das Alter, der Entwicklungsstand, die Fähigkeit zur Willensbildung und die Entscheidungsfähigkeit.Bei der Regelung der Obsorge steht stets eine Einzelfallentscheidung im Vordergrund. Aus der Rechtsprechung gibt es für die Berücksichtigung des Kindeswillen lediglich Anhaltspunkte. Kinder sind in der Regel ab zwölf Jahren bezüglich der Obsorge urteilsfähig und ab 14 Jahren soll ihnen grundsätzlich keine Obsorgeregelung gegen ihren Willen aufgezwungen werden, außer schwerwiegende Gründe oder das Kindeswohl steht dem entgegen.Im Bereich des Kontaktrechts muss grundsätzlich eine Entscheidung nach den Umständen des konkreten Einzelfalls getroffen werden. Dies erfolgt bei unmündigen Minderjährigen unter Berücksichtigung des Kindeswillens je nach Alter, Entwicklungsstand und Entscheidungsfähigkeit. Für mündige Minderjährige gilt gemäß § 108 AußStrG, dass eine Ablehnung des Kontakts nach einer Belehrung und einem Versuch der gütlichen Einigung beachtet werden muss. Hier besteht also eine konkrete Altersgrenze.Für die zwangsweise Durchsetzung der Obsorge und des Kontaktrechts gilt, dass keine Durchsetzung erfolgen darf, wenn dies das Kindeswohl gefährdet. Auch hier kann der Kindeswille als Kriterium des Kindeswohls eine Rolle spielen. Für das Kontaktrecht gilt für die Durchsetzung gemäß § 108 AußStrG, dass die Ablehnung eines mündigen Minderjährigen wie bei der Regelung des Kontaktrechts beachtet werden muss, sodass auch hier eine konkrete Altersgrenze besteht.Insgesamt handelt es sich bei der Berücksichtigung des Kindeswillens immer um eine Einzelfallentscheidung, bei welcher das Kindeswohl im Mittelpunkt steht. Eine Ausnahme davon ist die konkrete Altersgrenze von 14 Jahren für die Ablehnung des Kontaktrechts gemäß § 108 AußStrG.In all aspects of law concerning the rights of children and their parents, the deciding factor is the best interests of the child. That includes the areas of child custody and right to contact. In order to decide if an action is in the child´s best interests, the situation has to be examined from an objective point of view including the exemplified criteria of § 138 ABGB.This work aims to clarify, whether the subjective will and wishes of a child are taken into consideration in either child custody or right to contact and which factors impact the consideration of the child´s will. This includes the area of regulation and enforcement. In order to analyse these questions, especially literature and court decisions will be used.To begin with, the wishes of a child are one of the factors which are taken into account for the child´s best interests. According to § 138 ABGB, the consideration of a child´s will depends on their understanding and ability to form their will. However, a decision against a child´s will can align with their best interests as well.In procedural law, there are some instruments which are relevant for considering a child´s will. On the one hand, the hearing of a child is regulated by § 105 AußStrG. On the other hand, there is the possibility to support the child with a child advocate according to § 104a AußStrG. A child advocate can help with including their wishes in a court decision.There are multiple relevant factors for considering a child´s will, including age, development of the child, ability to form their will and the decision-making ability.In child custody, an individual decision has to be made for each specific case, but there are some guiding principles according to court cases. For instance, children usually have the decision-making ability for child custody when they are twelve years old. Furthermore, a decision in child custody should not be forced on a fourteen-year-old child except for serious reasons or causes concerning the child´s best interests.Concerning right to contact, it also applies that an individual decision is necessary. For children under the age of fourteen, the consideration of their will depends on age, development and decision-making ability. Older children however can oppose the right to contact after getting an instruction on the topic and an attempt to do an agreement. In this specific case, there in a concrete age qualification for considering a child´s will.An enforcement of child custody or right to contact is not legally possible, if this imposes any danger on the child´s best interests, which can include the child´s wishes. A right to contact can neither be regulated nor enforced if a child over the age of fourteen refuses the contacts after getting an instruction on the topic and an attempt to do an agreement. Therefore, the same concrete age qualification is valid in enforcement.On the whole, the focus is on an individual decision for each specific case. Even though the will of the child has to be taken into consideration, the underlying principle is the granting of the child´s best interests. An exception is the concrete age qualification for children over the age of fourteen, who can oppose the right to contact.vorgelegt von Barbara Theresia EsterbauerDiplomarbeit Universität Graz 202
mRNA vaccination as a future treatment paradigm in cancer therapy
Seit den Notfallzulassungen zweier mRNA-basierter Vakzine gegen das schwere akute Atemwegssyndrom des Coronavirus Typ-2 (SARS-CoV-2) im Jahr 2020, ist diese neuartige Nucleinsäuretechnologie, die der Impfstoffherstellung dient, in aller Munde. Im Fokus dieser Masterarbeit steht die messenger ribonucleic acid (mRNA), die als Schlüsselkomponente dieser innovativen Impfstoffklasse fungiert. Dieser Ansatz nutzt die zelluläre Maschinerie des eigenen Körpers und liefert einen „Bauplan“ um spezifische Antigene zu produzieren und eine Immunantwort auslösen zu können. Des Weiteren wird in einem umfassenden Überblick über die Vor- und Nachteile der mRNA diskutiert und nach Lösungsansätzen gesucht. In weiterer Folge wird über N6-Methyladenosin (m6A) diskutiert, dessen veränderte Modifikation sehr häufig bei Krebspatienten vorzufinden ist und neue Erkenntnisse des mRNA-Abbaus mit sich bringt.Der Hauptteil der vorliegenden Arbeit gibt eine ausführliche Übersicht über 3 mRNA-Vakzine, die sich noch in klinischer Entwicklung befinden. Die Wichtigkeit von Tumor-assoziierten Antigenen (TAAs), als Ziel für die Immunabtötung von Tumorzellen, wird thematisiert. Weiters werden Lipid-Nanopartikel genauer unter die Lupe genommen, die für die Verabreichung der mRNA als neues „Drug-Delivery-System“ dienen. Für das bessere Verständnis werden noch allgemeine Grundlagen der Immunabwehr und der Tumorimmunologie erläutert. Zusammengefasst, gibt diese Arbeit einen Überblick über die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse der mRNA-Impfstofftechnologie, die für einen zukünftigen Einsatz in der Krebstherapie, schon in den Startlöchern steht.Since the emergency approvals of two mRNA-based vaccines against the severe acute respiratory syndrome of coronavirus type 2 (SARS-CoV-2) in 2020, the innovative nucleic acid technology which is used for vaccine production has been widely discussed. This master thesis focuses on the messenger ribonucleic acid (mRNA), which serves as key component of this innovative vaccine class. This approach uses the body’s own cellular machinery and provides a “blueprint” in order to produce specific antigens and causes an immune reaction. Furthermore, advantages and drawbacks of the mRNA are discussed in a thorough approach, and potential solutions are explored. In further consequence N6-Methyladenosine (m6A) is discussed, whose adapted modification is frequently discovered in cancer patients and entails new perceptions of mRNA-degeneration. The main part of this master thesis provides a detailed overview of three mRNA vaccines that are still in clinical development. The importance of tumour-associated antigens (TAAs) as targets for immune-mediated tumour cell elimination is also explored. Furthermore, lipid nanoparticles, which serve as new “Drug-Delivery-System” for mRNA administration, is closer investigated. To enhance understanding, general fundamentals of immune defence and tumour immunology are also explained. This thesis provides an overview of most recent scientific findings on mRNA vaccine technology, which is already on the verge of being used in future cancer therapy.eingereicht von Saskia Frießer, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
The effect of regular exercise on objective and subjective sleep parameters and stress : a running-intervention-study on healthy young adults
Schlaf ist ein grundlegender Bestandteil des menschlichen Lebens und ist wichtig für die allgemeine Gesundheit. Unzureichneder oder schlechter Schlaf kann langfristig zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen (Chokroverty, 2010). Daher ist es wichtig, zu untersuchen, was den Schlaf beeinflusst und wie er sich verbessern lässt (Scott et al., 2021). Bisherige Forschung zu diesem Thema hat regelmäßige körperliche Aktivität als ein mögliches Mittel zur Verbesserung des Schlafs identifiziert (Kline et al., 2021). Um diese Dynamik weiter zu untersuchen wurden 40 junge erwachsene Untersuchungsteilnehmer*innen randomisiert einer Laufintervention oder einer Wartebedingung zugeteilt. Die Intervention dauerte zwei Wochen, wobei einerseits der objektive Schlaf mittels Aktigraphie und andererseits subjektive Schlafqualität und Stress mittels Fragebögen vor und nach den zwei Wochen erhoben wurde. Die statistische Analyse ergab keine signifikanten Effekte der Laufintervention auf die objektive Schlafqualität oder Stress. Die Ergebnisse der Bayes’schen Analyse lassen zwar vermuten, dass Bewegung die subjektive Schlafqualität verbessert, vergleichende Analysen zeigten jedoch eine zu große Unsicherheit dieser Beobachtung. Korrelationsanalysen zeigten einen Zusammenhang zwischen Stress und subjektiver Schlafqualität, der jedoch nicht auf die Laufintervention zurückzuführen war. Zusammenfassend konnte diese Studie nicht bestätigen, dass körperliche Aktivität in der Form von Laufen einen positiven Einfluss auf den Schlaf hat. Sie zeigt jedoch auf, dass die Forschung auf diesem Gebiet längere Interventionen mit fortschrittlicheren Methoden zur Erfassung von Schlaf sowie kontinuierliche Messungen forcieren sollte.Sleep is a fundamental part of human life and is important for general health. Insufficient or poor sleep are connected to serious, long term health problems (Chokroverty, 2010). It is therefore important to investigate what influences sleep and how it can be improved (Scott et al., 2021). Previous research on this topic has identified regular physical activity as a possible means for improving sleep (Kline et al., 2011). To further investigate this dynamic, 40 young adults were randomly assigned to a running intervention or a waiting control condition. The intervention lasted two weeks, with objective sleep measured by actigraphy and subjective sleep quality and stress measured by questionnaires before and after the two weeks. The statistical analysis revealed no significant effects of the running intervention on objective sleep quality or stress. Although the Bayesian analysis demonstrated a tendency for improved subjective sleep quality following regular exercise, comparative analyses revealed that this observation lacked sufficient certainty. Correlation analyses showed a relationship between stress and subjective sleep quality in the whole sample but this was not attributable to the running intervention. In conclusion, this study could not confirm that physical activity in the form of running has a positive impact on sleep quality. Furthermore, the present study did not show that stress modulates this relationship. However, it is suggested that possible future directions of sleep research could focus on longer intervention durations, using more advanced methods for recording sleep, as well as applying continuous measurements.submitted by: Daniel LesserMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc