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Gender perception of children in Kindergarten : a study on its influence on their own behavior
Kinder konstruieren Geschlecht nicht nur über biologische Unterschiede, sondern vor allem durch soziale und kulturelle Erfahrungen (Rohrmann & Wanzeck-Sielert, 2014; Maccoby, 2000). Besonders im letzten Kindergartenjahr entwickeln sie ein zunehmend klares Bild davon, was „typisch“ für Mädchen und Jungen ist. Ein Bild, das häufig durch stereotype Vorstellungen geprägt ist (Trautner, 2008; Maccoby, 2000). Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, wie Kinder Geschlecht wahrnehmen, welche Merkmale sie zur Erklärung heranziehen und inwiefern sich diese Vorstellungen im freien Spiel zeigen.Die theoretische Fundierung basiert auf einem interdisziplinären Zugang, der biologische, sozialisationstheoretische und kognitionspsychologische, sowie tiefenpsychologische Perspektiven integriert. Empirisch wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus leitfadengestützten Interviews sowie nicht-teilnehmender Beobachtung im Kindergartenalltag. Die Auswertung erfolgte mittels strukturierender Inhaltsanalyse.Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder Geschlecht vorrangig über visuelle Merkmale wie Kleidung, Haarlänge, Farben und Spielmaterialien definieren (Kasüschke, 2008). Während es bei abstrakteren Kategorien, etwa Farbpräferenzen, Unterschiede zwischen Aussage und Verhalten gab, zeigte sich bei Kindern mit besonders stereotypen Vorstellungen eine hohe Übereinstimmung beider Ebenen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass kindliche Geschlechterwahrnehmung ein komplexes Zusammenspiel individueller Erfahrungen, sozialer Einflüsse und situativer Faktoren darstellt. Für die pädagogische Praxis ergibt sich daraus die Notwendigkeit, kindliche Perspektiven ernst zu nehmen und geschlechtersensible Räume zu schaffen, in denen Rollenvielfalt nicht nur möglich, sondern auch sichtbar und reflektierbar ist (Rohrmann, 2009; MacNaughton, 2000).Children do not construct gender solely based on biological differences, but primarily through social and cultural experiences (Rohrmann & Wanzeck-Sielert, 2014; Maccoby, 2000). Especially in the final year of kindergarten, they develop an increasingly defined understanding of what is considered "typical" for girls and boys, an understanding that is often shaped by stereotypical notions (Trautner, 2008; Maccoby, 2000). This thesis explores how children perceive gender, which characteristics they use to explain it, and how these perceptions are reflected in their free play.The theoretical framework follows an interdisciplinary approach, integrating biological, socialization, cognitive-psychological, and psychodynamic perspectives. Empirically, a qualitative research design was chosen, consisting of semi-structured interviews and non-participant observation in everyday kindergarten settings. Data were analyzed using a structured content analysis approach.The findings reveal that children primarily define gender through visible markers such as clothing, hair length, colors, and types of toys (Kasüschke, 2008). While there were discrepancies between verbal statements and observed behavior in more abstract categories like color preferences, children with particularly stereotypical gender concepts showed a high level of consistency between their statements and actions. The results emphasize that children's gender perception is shaped by a complex interplay of individual experiences, social influences, and situational factors. For pedagogical practice, this highlights the importance of taking children's perspectives seriously and creating gender-sensitive environments in which role diversity is not only possible, but also visible and open to reflection (Rohrmann, 2009; MacNaughton, 2000).Lisa Melanie Hafen, B.A.Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung in Deutsch und Englisc
Hypertension: Pathophysiology, Risk Factors, and Overview of Therapeutic Approaches
Die arterielle Hypertonie stellt weltweit einen der bedeutendsten vermeidbaren Risi-kofaktoren für kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität dar. Ziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über die zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen, relevanten Risikofaktoren sowie aktuelle Therapieansätze der Hy-pertonie zu geben. Dabei werden sowohl das Zusammenspiel aus Herzzeitvolumen und peripherem Gefäßwiderstand als auch die wichtigsten Regulationssysteme wie das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System und das sympathische Nervensystem erläutert. Neben modifizierbaren und nicht-modifizierbaren Risikofaktoren werden auch die Folgen einer unbehandelten Hypertonie sowie die Bedeutung einer leitli-niengerechten medikamentösen Therapie thematisiert. Einen besonderen Fokus legt die Arbeit auf die verschiedenen Antihypertensiva, einschließlich Diuretika, ACE-Hemmer, AT1-Rezeptorblocker, Kalziumkanalblocker und Betablocker, sowie auf aktuelle internationale Therapieempfehlungen. Ziel ist es, ein vertieftes Ver-ständnis der arteriellen Hypertonie zu vermitteln und einen Überblick über Behand-lungsstrategien zu schaffen.Arterial hypertension remains one of the most prevalent and modifiable risk factors for cardiovascular morbidity and mortality worldwide. This thesis provides a compre-hensive overview of the pathophysiological mechanisms, risk factors, and current therapeutic strategies for managing hypertension. The complex interplay between cardiac output and peripheral vascular resistance, alongside regulatory systems such as the renin-angiotensin-aldosterone system and the sympathetic nervous system, is critically discussed. Furthermore, this work highlights both modifiable and non-modifiable risk factors, the consequences of untreated hypertension, and the importance of individualized, guideline-based pharmacological therapy. Particular emphasis is placed on antihypertensive drugs including diuretics, ACE inhibitors, ARBs, CCBs, and beta-blockers, along with current international treatment recom-mendations. The aim is to provide a deeper understanding of arterial hypertension and to offer an overview of treatment strategies.Raphael KhnifesMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Influence of oxide particles on the photopolymerisation process during additive manufacturing
Keramiken sind wesentlich für moderne Technologien und spielen eine entscheidende Rolle in Anwendungen, die von Robotik und Energieumwandlung bis hin zu medizinischen Geräten, Unterhaltungselektronik und autonomen Systemen reichen. Traditionelle keramische Herstellungsverfahren ermöglichen zwar die Produktion in großem Maßstab, bringen jedoch Einschränkungen mit sich, wenn es darum geht, komplexe Geometrien zu fertigen. Die Fähigkeit, Keramiken mit hoher Präzision zu formen, eröffnet neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Geräteleistung und zur Erschließung innovativer Anwendungen. Die Photopolymerisation im Bad ist eine vielversprechende additive Fertigungstechnik zur Herstellung feiner keramischer Strukturen. Trotz ihres Potenzials gibt es jedoch nur wenige geeignete Drucktinten für Keramiken, und ihr Verhalten während der Photopolymerisation ist noch nicht vollständig verstanden. Diese Studie untersucht, wie Oxidpartikel den Polymerisationsprozess in der Photopolymerisation im Bad beeinflussen, wobei der Fokus auf wesentlichen Materialeigenschaften wie Partikelgröße, Volumenanteil, Bandlücke und Brechungsindex liegt. Eine Auswahl keramischer Pulver, darunter Aluminiumoxid (Al2O3), Zirkonoxid (ZrO2), Zinnoxid (SnO2), Kupfer(I)-oxid (Cu2O) und synthetisierte (Na1/2Bi1/2)TiO3 (NBT)-basierte Verbindungen, wurde systematisch analysiert. NBT-basierte Verbindungen sind bleifreie Piezokeramiken und gelten als Alternative zu bleihaltigen Keramiken für Resonanzanwendungen. Ziel war es, ihre Auswirkungen auf die Aushärtungstiefe und die Polymerisationsdynamik zu bestimmen. Neben den keramischen Pulvern, waren noch folgende Materialen Bestandteil der Suspensionen: Monomer (HDDA), photoinitiator (BAPO), Dispergieragent (Stearin-säure) und Verdünnungsmittel (Polypropylenglycol). Durch die Bewertung der Aushärtungsleistung unter kontrollierter LED-Belichtung wurden grundlegende Zusammenhänge zwischen keramischen Materialeigenschaften und Polymerisationseffizienz ermittelt, um verbesserte Formulierungen für das Drucken mittels Photopolymerisation im Bad zu ermöglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass Aluminiumoxid und Zirkonoxid aufgrund ihrer großen Bandlücken und Brechungsindizes, die eng mit der organischen Harzmatrix übereinstimmen, eine optimale Aushärtung aufweisen. Im Gegensatz dazu zeigen Zinnoxid- und NBT-basierte Pulver erhebliche optische Absorptions- und Streueffekte, die eine effiziente Aushärtung behindern. Eine Erhöhung der Partikelgröße vom Submikrometerbereich auf 15 µm verbesserte die Aushärtungstiefe, während eine höhere Feststoffbeladung (von 10 vol% auf 30 vol% oder sogar 50 vol%) in der Suspension zu einer stärkeren Lichtabschwächung führte, wodurch die Polymerisationseffizienz d verringert wurde. Darüber hinaus verbesserte eine Verschiebung der Anregungs-wellenlänge von 407 nm auf 430 nm den Polymerisationsprozess, indem eine tiefere Lichtdurchdringung ermöglicht wurde, während eine ausreichende Photoinitiatoraktivität erhalten blieb. Die Elektronenspinresonanzspektroskopie bestätigte zudem die Bildung von Radikalen während der Photopolymerisation, was gut mit experimentellen Aushärtungstiefenmessungen übereinstimmte. Letztlich liefert diese Forschung wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung keramischer Suspensionen für den 3D-Druck, indem sie Photopolymerisationsmechanismen mit praktischen Verarbeitungseinschränkungen in Einklang bringt.Ceramics are fundamental to modern technology, playing a key role in applications ranging from robotics and energy conversion to medical devices, consumer electronics, and autonomous systems. Traditional ceramic manufacturing methods enable large-scale production but impose limitations when it comes to fabricating complex geometries. The ability to shape ceramics with high precision opens new possibilities for enhancing device performance and unlocking innovative applications. Vat photopolymerisation is a promising additive manufacturing technique for achieving intricate ceramic structures. Despite its potential, suitable printing inks for ceramics remain scarce, and their behaviour during photopolymerisation is not yet fully understood. This study investigated how oxide particles influence the polymerisation process in vat photopolymerisation, focusing on key material properties such as particle size, volume fraction, band gap, and refractive index. A selection of ceramic powders, including alumina (Al2O3), zirconia (ZrO2), tin oxide (SnO2), cuprous oxide (Cu2O), and synthesised (Na1/2Bi1/2)TiO3 (NBT)-based compounds, was systematically analysed. NBT-based compounds are lead-free piezoceramics that are being considered as an alternative to lead-based ceramics for resonance applications. The goal was to determine their impact on curing depth and polymerisation dynamics, as well as to explore the fundamentals of light-slurry interactions. In addition to the ceramic powders, the suspensions also contained the following materials: monomer (HDDA), photoinitiator (BAPO), dispersing agent (stearic acid), and diluent (polypropylene glycol). By evaluating curing performance under controlled LED exposure, this research establishes fundamental relationships between ceramic material characteristics and polymerisation efficiency, contributing to improved formulations for vat photopolymerisation printing. The findings indicate that alumina and zirconia demonstrate optimal curing behaviour due to their large band gaps and a refractive index that closely matches the organic resin matrix. In contrast, tin oxide and NBT-based powders exhibit significant optical absorption and scattering effects that hinder efficient curing. Increasing particle size from submicrometre-range to 15 µm improved curing depth, while higher solid loading (from 10 vol% to 30 vol% or even 50 vol%) in the suspension led to greater light attenuation, reducing polymerisation efficiency. Furthermore, shifting the excitation wavelength from 407 nm to 430 nm enhanced the polymerisation process by allowing deeper light penetration while maintained sufficient photoinitiator activity. Electron paramagnetic resonance spectroscopy further confirmed radical formation during photopolymerisation, aligned well with experimental curing depth measurements. Ultimately, this research offers valuable insights into the optimisation of ceramic suspensions for 3D printing, balancing photopolymerisation mechanisms with practical processing constraints.Ing. Stefan Jeitler, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in englischer und deutscher Sprach
Mental Health Literacy und Diversity
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie das schulische Umfeld die psychische Gesundheit von Schüler*innen beeinflusst, insbesondere im Hinblick auf die Emotion Angst. Ziel der Arbeit ist es, schulische Bedingungen zu identifizieren, die entweder angstauslösend oder angstlindernd wirken können, und zu prüfen, inwieweit digitale Ansätze – konkret das Tool aus dem me_HeLi-D-Projekt – dazu beitragen können, Ängste abzubauen und die Resilienz von Schüler*innen zu stärken. Zu Beginn wird der Begriff der psychischen Gesundheit als konzeptioneller Rahmen erläutert. Daran anschließend folgt eine vertiefte Analyse der Emotion Angst im Kindes- und Jugendalter. Auf Grundlage aktueller Fachliteratur werden verschiedene Angstformen dargestellt und im schulischen Kontext verortet. Dabei finden sowohl entwicklungsbedingte als auch klinisch relevante Ausprägungen Berücksichtigung. Zudem werden Daten zur Häufigkeit sowie zu möglichen Konsequenzen schulbezogener Ängste dargestellt. Im nächsten Schritt wird das me_HeLi-D-Projekt vorgestellt – ein digitales Präventionstool, das Schüler*innen dabei unterstützen soll, mit Emotionen besser umzugehen, ein Bewusstsein für psychische Gesundheit zu entwickeln und Strategien zur Angstbewältigung kennenzulernen. Erste Erfahrungen aus der praktischen Erprobung des Tools im Unterricht werden beschrieben und wissenschaftlich reflektiert. Der empirische Teil der Arbeit konzentriert sich auf die systematische Erhebung und Auswertung von Schüler*innen -Rückmeldungen zur Wirkung und Wahrnehmung des Tools. Untersucht werden vier zentrale Fragestellungen: Welche Faktoren lösen schulbezogene Ängste aus? Wie geeignet empfinden Schüler*innen das digitale Tool? Welchen Einfluss hat es auf ihre Resilienz? Und welche Verbesserungsmöglichkeiten sehen sie? Erste Auswertungen deuten darauf hin, dass das Tool grundsätzlich positiv bewertet wird, seine Wirksamkeit jedoch stark von individuellen Merkmalen wie persönlichem Interesse, Motivation und der konkreten Umsetzung im Unterricht abhängt.This master’s thesis explores the impact of the school environment on students’ mental health, with a particular focus on the emotion of fear. The aim is to identify school-related factors that may contribute to either the development or reduction of fear, and to assess whether digital interventions—specifically the tool developed within the me_HeLi-D project—can help address these fears and promote resilience. The paper begins by outlining mental health as a conceptual framework, followed by an in-depth examination of fear during childhood and adolescence. Drawing on current academic literature, it describes different types of fear and situates them within the context of school demands. Both developmentally typical and clinically significant forms of fear are considered. Prevalence data and potential consequences of school-related fears are also presented. The study then introduces the me_HeLi-D project as a digital preventive intervention aimed at helping students manage emotions, build awareness around mental health, and develop coping strategies for fear. Initial insights from the tool’s implementation in classroom settings are discussed and academically reviewed. The empirical section of the thesis focuses on the systematic collection and analysis of data regarding students’ perceptions of and responses to the me_HeLi-D tool. Four central research questions are examined: What are common triggers of school-related fear? How do students assess the tool’s relevance and usefulness? What is its perceived effect on their resilience? And what suggestions do they have for improvement? Preliminary results indicate that the tool is generally regarded as a helpful resource for engaging with the topic of fear, though its effectiveness appears to depend significantly on individual factors such as interest, motivation, and how it is integrated into classroom activities.Autorin: Juliana-Magdalena HomerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung in Deutsch und Englisc
The European pharmaceutical reform : new regulations and their impact on the supply of medicines in the EU
Diese Arbeit analysiert die Reform des europäischen Arzneimittelrechts, die darauf abzielt, Innovation zu fördern und gleichzeitig eine verlässliche, gerechte und bezahlbare Patientenversorgung in der EU sicherzustellen. Ausgangspunkt ist die Untersuchung der aktuellen Gesetzgebungsvorschläge der Europäischen Kommission, insbesondere in den Bereichen Zulassung, Engpassmanagement, Versorgungssicherheit, Unterlagen- und Marktschutz, Reallabore und neue Anreizmechanismen. Zentrale Ergebnisse zeigen, dass die Reform wesentliche Schwächen des bisherigen Systems aufgreift wie beispielsweise lange Verfahren, Engpassrisiken und fehlende Innovationsanreize. Sie bringt Verbesserungen wie beschleunigte Zulassungen, bessere Koordination und neue Investitionsanreize mit sich. Damit eröffnet sie Chancen für schnelleren Zugang zu Therapien, eine stabilere Verfügbarkeit von Arzneimitteln und mehr Versorgungsgerechtigkeit.Allerdings bleiben Risiken bestehen: Verkürzte Schutzfristen könnten die Innovationsbereitschaft bremsen, beschleunigte Verfahren belasten die Behörden und strukturelle Nachteile für kleinere Anbieter drohen.Die Arbeit zeigt, dass der Erfolg der Reform entscheidend von der konsequenten, ressourcengestützten Umsetzung und einer kontinuierlichen Begleitung abhängt. Nur dann kann sie langfristig zu einer fairen, sicheren und effizienten Arzneimittelversorgung in der EU beitragen.This thesis analyzes the reform of European pharmaceutical law, which aims to promote innovation while ensuring reliable, fair, and affordable patient access to medicines across the EU. The starting point is the examination of the European Commission’s current legislative proposals, focusing particularly on areas such as marketing authorization, shortage management, supply security, data and market protection, regulatory sandboxes, and new incentive mechanisms.Key findings show that the reform addresses major weaknesses of the existing system, such as lengthy procedures, shortage risks, and lack of innovation incentives. It introduces improvements like accelerated approvals, better coordination, and new investment incentives, creating opportunities for faster access to therapies, more stable medicine availability, and greater equity in healthcare.However, risks remain: shortened protection periods could dampen innovation, accelerated procedures may strain regulatory authorities, and structural disadvantages for smaller providers are possible.The thesis concludes that the success of the reform critically depends on consistent, well-resourced implementation and continuous monitoring. Only then can it sustainably contribute to a fair, safe, and efficient pharmaceutical supply system in the EU.vorgelegt von Silke FerstlDiplomarbeit Universität Graz 202
Von der Ausnahme zur Selbstverständlichkeit. Entwicklung des ehrenamtlichen Engagements von Frauen und deren Wahrnehmung in den Freiwilligen Feuerwehren der Steiermark seit 1945.
In der Steiermark sind aktuell (Stand 2024) etwa 52.500 Personen Mitglieder der steirischen Feuerwehren, davon sind etwa 4.300 Frauen. Dieser Frauenanteil ist seit der Jahrtausendwende stetig gestiegen. Feuerwehr wurde in der Vergangenheit als Männerdomäne wahrgenommen – doch inwiefern hatten Frauen in den letzten 80 Jahren Teilhabe an dieser Organisation, und wie hat sich dies im Laufe der Jahre verändert?Diese Masterarbeit thematisiert die Entwicklung der Teilhabe von Frauen an steirischen Feuerwehren seit 1945. Die zentralen Forschungsfragen, die sich daraus ergeben, sind: Wie hat sich die Wahrnehmung bezüglich Frauen in den steirischen Feuerwehren seit 1945 verändert? Welche Möglichkeiten hatten Frauen, sich im steirischen Feuerwehrwesen zu engagieren? Welche Rollen wurden Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren zugewiesen und wie haben sich diese gewandelt? Und wie werden Frauen heute in der Feuerwehr wahrgenommen? Zur Beantwortung dieser Fragen wurden historische Quellen aus dem steirischen Feuerwehrarchiv analysiert, eine Umfrage via Fragebogen in neun steirischen Feuerwehren durchgeführt und ein Interview mit Zeitzeuginnen geführt.Die Arbeit gliedert sich in drei große Teile: Zuerst wird das Feuerwehrwesen in der Steiermark im Allgemeinen vorgestellt. Im zweiten Abschnitt der Arbeit wird auf Herausforderungen des Feuerwehrwesens für Frauen eingegangen, danach wird auf die historische Entwicklung der Rolle der Frau in den steirischen Feuerwehren seit 1945 eingegangen. Besonderer Fokus wird auf die Jahre zwischen 1970 und 1980 gelegt, in welchen Frauen schließlich breiteren Zugang zu steirischen Feuerwehren erhielten. Der dritte Abschnitt thematisiert die Umfrage, bei der 178 Personen befragt wurden. Zentrale Ergebnisse zeigen, dass Frauen stets eine Rolle in den steirischen Feuerwehren gespielt haben, wobei sie erst seit der Verabschiedung des Landesfeuerwehrgesetzes von 1979 offiziell als Kameradinnen aktiv den Feuerwehren beitreten durften. Frauen in der Feuerwehr werden vor verschiedene Herausforderungen gestellt, wobei in den untersuchten Feuerwehren heute eine weitgehende Akzeptanz weiblicher Mitglieder gegeben zu sein scheint.In Styria, there are currently (as of 2024) approximately 52,500 members of the Styrian fire departments, of which approximately 4,300 are women. The proportion of women has been steadily increasing since the turn of the millennium. The fire service was historically perceived as a male domain – but to what extent have women participated in this organization over the last 80 years, and how has this changed over time?This master’s thesis examines the development of women’s participation in Styrian volunteer fire departments since 1945. The central research questions that arise are: How has the perception of women in Styrian fire departments changed since 1945? What opportunities did women have to get involved in Styrian firefighting? What roles were assigned to women in fire departments, and how have these changed? And how are women perceived in the fire service today? To answer these questions, historical sources from the Styrian fire department archive were analyzed, a questionnaire survey was conducted in nine Styrian fire departments, and an interview with contemporary witnesses was carried out.The thesis is divided into three main sections: First, the fire service in Styria is introduced in general terms. The second part addresses the challenges faced by women in the fire service, followed by a discussion of the historical development of the role of women in Styrian fire departments since 1945. Special focus is given to the years between 1970 and 1980, during which women finally gained broader access to Styrian fire departments. The third section discusses the results of the survey, in which 178 people were interviewed.Key findings show that women have always played a role in Styrian fire departments, although they have only been officially allowed to join as active members since the State Fire Service Act of 1979 (Landesfeuerwehrgesetz) became effective. Women in the fire service face various challenges, although there appears to be widespread acceptance of female members in the fire services examined.Dominic Franz GöllesMasterarbeit Universität Graz 20251 Zusammenfassung auf Deutsc
Sustainable supply of companies in the old town of Munich? : the qualitative evaluation of selected interventions based on sustainability principles with a focus on the perspective of local stakeholders.
Der Titel dieser Masterarbeit lautet: „Nachhaltige Belieferung von Unternehmen in der Münchner Altstadt? Qualitative Bewertung ausgewählter Maßnahmen auf der Grundlage von Nachhaltigkeitsprinzipien mit Schwerpunkt auf der Perspektive lokaler Stakeholder“ Die Stadt München hat sich die Umsetzung ihrer Mobilitätsstrategie 2035 zum Ziel gesetzt. Diese Strategie zielt auf eine nachhaltige und effiziente Ver- und Entsorgung, soll außerdem die lokale Wirtschaft fördern und die Verkehrssicherheit und Lebensqualität verbessern. Bis 2035 sollen die Emissionen deutlich reduziert werden. Zu den Problemen der Stadt zählen Platzmangel, ein hoher Flächenverbrauch sowie hohe Emissions- und Schadstoffwerte. Diese Probleme konzentrieren sich verstärkt auf die Münchner Innenstadt. Die Münchner Altstadt erfüllt eine Wohn- und Tourismusfunktion, ist aber auch durch einen hohen Anteil an Unternehmen in Form von Einzelhandel und Dienstleistern geprägt. Als Reaktion auf das hohe Aufkommen an Paketen, Waren und Gütern zielt die vorliegende Untersuchung darauf ab, Unternehmen in der Münchner Altstadt nachhaltig zu beliefern (Business-to-Business Belieferung (B2B)). Zu diesem Zweck werden die Stärken und Schwächen verschiedener Maßnahmen in der Literatur untersucht. Ausgewählte Maßnahmen sind Lastenfahrräder, Elektrotransporter, konsolidierte Lieferung, datengesteuerte Koordination und die Einführung einer Null-Emissions-Zone (ein Gedankenexperiment, da dies in Deutschland aktuell rechtlich nicht umsetzbar ist). Im Gegensatz zu bestehenden Untersuchungen liegt der Schwerpunkt auf der Beteiligung lokaler Stakeholder (Stadt München, Logistikdienstleister und Unternehmen mit Sitz in der Münchner Altstadt). Die Methodik besteht aus semi-standardisierten Experteninterviews und einem Online-Fragebogen. Im Rahmen der Studie werden die untersuchten nachhaltigen Maßnahmen aus der Sicht von lokalen Stakeholdern unter Berücksichtigung der Herausforderungen in der Münchner Altstadt und der Erwartungen an die Stadt München eingeschätzt. Die verwendete Methode zur Bewertung ist eine multikriterielle Entscheidungsanalyse (MCDA), die jede Maßnahme anhand qualitativer Kriterien separat bewertet. Die Kriterien werden auf der Grundlage von Literatur und Erfahrungen aus den durchgeführten Interviews und dem Online-Fragebogen subjektiv ausgewählt und gewichtet. Am Ende der Untersuchung werden Handlungsempfehlungen für den Entscheidungsträger die Stadt München abgeleitet. Die Ergebnisse zeigen, dass die aktuellen Lieferprozesse funktionieren, inkl. der bereits umgesetzten nachhaltigen Maßnahmen und Konzepte der konsolidierten Fahrradlogistik. Für Veränderungen muss die Stadt München Push- und Pull-Faktoren abwägen. Da die rechtlichen Möglichkeiten begrenzt sind und insbesondere von Seiten der lokalen Unternehmerinnen und Unternehmer abgelehnt werden, muss die Stadt finanzielle Anreize bieten und gleichzeitig eine Perspektive für die nahe Zukunft (5-10 Jahre) aufzeigen.The title of this master’s thesis is: “Sustainable supply of companies in the old town of Munich? The qualitative evaluation of selected interventions based on sustainability principles with a focus on the perspective of local stakeholders” The city of Munich has set itself the goal of implementing its 2035 Mobility Strategy (Mobilitätsstrategie 2035). This strategy aims to ensure sustainable and efficient supply and disposal, promote the local economy, and improve traffic safety and livability. Emissions are to be significantly reduced by 2035. The city's challenges include a lack of space, high emissions and pollutant levels. These problems are concentrated in Munich's old town. The old town of Munich fulfills a residential and tourist function but is also characterized by a high proportion of commercial use (retailers and services). In response to the associated high volume of parcels, goods, and merchandise, the study aims to sustainable supply businesses in the old town of Munich (business-to-business deliveries (B2B)). To this end, the strengths and weaknesses of various potential measures are being examined in literature. Selected measures include cargo bikes, electric vans, consolidated delivery, data-driven coordination, and the implementation of a zero-emission-zone (a thought experiment because it is currently not legally feasible in Germany). In contrast to existing research, the focus of this study is on the participation of local stakeholders (city of Munich, logistics service providers, and businesses located in Munich's old town). The methodology consists of semi-standardized expert interviews and an online questionnaire. The sustainable measures examined are evaluated from the perspective of local stakeholders, taking into account the challenges in Munich's old town and the expectations toward the city of Munich. The method used for evaluation is a multi-criteria decision analysis (MCDA), which evaluates each measure individually based on qualitative criteria. The criteria are selected and weighted subjectively on the basis of literature and experience gained from the conducted interviews and online questionnaires. At the end of the study, recommendations for action will be derived for the decision-maker the city of Munich. The results show that the current delivery processes are working, including sustainable measures and concepts for consolidated bike logistics that have already been implemented. For future changes, the city of Munich must weigh up push and pull factors. As the legal options are limited and rejected by local business owners, the city must offer financial incentives and at the same time provide a clear perspective for the near future (5-10 years).Emil JahnEnthält Literaturverzeichnis auf Blätter v-xiMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
It's not what you say - it's how you say it : the impact of tailored climate communication on audiences' climate emotions in response to video narratives generated by artificial intelligence
Trotz des gestiegenen öffentlichen Bewusstseins und zunehmender Besorgnis über den Klimawandel und seine Auswirkungen in den letzten Jahren besteht nach wie vor ein Mangel an individueller und kollektiver Verhaltensanpassung. Die Forschung betont, dass Klimakommunikation über die bloße Vermittlung von Fakten und Wissen hinausgehen muss. Die gezielte Ansprache klimabezogener Emotionen wird als ein möglicher Ansatz diskutiert, um die Risikowahrnehmung zu erhöhen und klimafreundliches Verhalten zu fördern. Diese Thesis untersucht die emotionalen Wirkungen von Klimabotschaften in Form von Videonarrativen, die mittels generativer Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Im Rahmen eines experimentellen Mixed- Methods-Designs wurden Teilnehmende einer Ad-hoc-Stichprobe (N = 122), bestehend aus überwiegend klimabewussten Personen, drei verschiedenen Arten von Videostimuli ausgesetzt (lösungsorientierte, bedrohungsorientierte sowie Kontroll- Stimuli), die aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurden, welche verschiedene Stakeholder des öffentlichen Klimadiskurses repräsentierten. Die klimabezogenen Emotionen und affektiven Reaktionen der Befragten nach dem Ansehen der Videostimuli wurden anschließend sowohl quantitativ (mittels MANOVA und Moderationsanalyse) als auch qualitativ (mittels thematischer Analyse von Freitextantworten) ausgewertet. Während die quantitativen Analysen keine signifikanten Ergebnisse lieferten, gewährte die qualitative Analyse interessante thematische Einblicke in die Wahrnehmung der künstlich generierten Klimanarrative. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass der Konsum der Videostimuli innerhalb dieser Stichprobe keine signifikanten Veränderungen klimabezogener Emotionen hervorrief. Die in allen Gruppen relativ stark ausgeprägten Klimaemotionen deuten darauf hin, dass Teilnehmende durch den bestehenden öffentlichen Diskurs bereits in hohem Maße gegenüber Klimathemen sensibilisiert waren. Die qualitativen Ergebnisse legen nahe, dass lösungsorientierte Narrative mit konkreten Handlungsansätzen – im Vergleich zu bedrohungsorientierten und Kontroll-Narrativen – positivere affektive Reaktionen hervorriefen und die wahrgenommene persönliche Relevanz, Dringlichkeit und Wirksamkeit in Bezug auf den Klimawandel erhöhten. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wurde hingegen mit Skepsis betrachtet, da die Teilnehmenden sowohl die Qualität der durch die aktuell verfügbaren KI-Tools generierten Inhalte als auch das Maß an Realitätsnähe der dargestellten Narrative als unzureichend empfanden. Die Ergebnisse deuten außerdem darauf hin, dass generative Künstliche Intelligenz ein vielversprechendes Instrument für die Erstellung klimabezogener Kommunikationsinhalte darstellen kann.Despite increased public awareness and concern about climate change and its impacts in recent years, a lack in individual and collective behavioral change prevails. Research has emphasized the need for climate change communicators to convey more than mere facts and knowledge about the climate crisis. Addressing individuals’ climate emotions has been one proposed solution to increase risk perception and motivate climate- friendly behavior. This thesis explores the emotional effects of climate messages delivered in the form of video narratives generated by artificial intelligence. Using a mixed-methods experimental design, study participants within a convenience sample of largely climate-conscious individuals (N = 122) were exposed to three different types of video stimuli (solution-oriented stimuli, threat-oriented stimuli and control stimuli) narrated from different perspectives, which were representative of several stakeholders involved in public climate discourse. Respondents’ climate emotions and affective responses after being exposed to the narrative stimuli were subsequently measured and analyzed quantitatively (using a MANOVA and moderation analysis) and qualitatively (using a thematic analysis of submitted participant responses). While quantitative analyses yielded no significant results, qualitative results provided interesting thematic insights into how participants experienced and responded to the artificially generated climate narratives. The quantitative findings of this study suggest that the consumed video stimuli did not lead to significantly altered experiences of climate emotions within this study’s convenience sample. Relatively high levels of perceived climate emotions measured across all groups, including the control group, indicated that participants in the convenience sample were already highly emotionally sensitized towards climate topics via existing public discourse. Qualitative findings indicate that solution-oriented narratives featuring actionable solutions generate more positive affective responses overall and increase perceived personal relevance, urgency and agency regarding climate change. The use of AI was met with skepticism, as participants expressed discomfort with the quality that currently available versions of the used AI tools were able to produce, as well as with the level of realism depicted in the generated narratives. With more relevant research needing to be conducted, the findings further indicate that generative artificial intelligence can be used as a powerful tool for crafting climate messages.Author: Felix Riesemann, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Fermenting with seasonal vegetables from eastern Styria
Das Mikrobiom ist heutzutage für die Menschheit von großer Bedeutung. Einige Wissenschaftler vermuten, dass wir Menschen aus einer Verschmelzung von prokaryotischen Zellen, wie zum Beispiel unsere Mitochondrien, entstanden sind. Solche prokaryotischen Mikroorganismen leben in und auf unserem Körper. Wir wissen, dass sie einen großen Einfluss auf die menschliche Gesundheit haben. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf eine starke Verbindung zwischen dem Mikrobiom und dem Rest des menschlichen Körpers. Es scheint, dass eine große Vielfalt an Mikroorganismen in und auf unserem Körper einen positiven Einfluss auf dessen Zustand hat. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Ökosystems. Der Verzehr fermentierter Produkte bietet die Möglichkeit, das Mikrobiom des Verdauungssystems stark zu beeinflussen. Fermentation findet praktisch ständig und fast überall statt. Durch die Schaffung bestimmter Bedingungen können wir Fermentationsprozesse steuern, die eine große Welt exotischer Gerüche und Geschmacksrichtungen eröffnen. Insbesondere Gemüse ermöglicht eine bunte Küche. Wenn wir fermentierte Produkte essen, nehmen wir Prä- und Probiotika zu uns. Auch für die kindliche Entwicklung ist Fermentation relevant. Daher ist es gut, wenn Kinder sich bewusst mit dem Mikrobiom und seiner Bedeutung auseinandersetzen. Daher kann es hilfreich sein, Rezepte zu entwickeln, die für Kinder ansprechend sind.Nowadays the microbiom is very interesting for humanity. Some scientists suspect, we humans are the result of a merger of procaryote cells like our mitochondria. Such procaryote microorganisms are living in and on our body. We know, that they have a big impact on the human health. Furthermore there are notes, that there is a strong connection between the microbiom and the rest of the human body. It seems, that a big variety of microorganisms in and on our body has a positiv effect on the bodys condition. They are an important part of the ecosystem human. The consumption of fermented produkts offers the possibility to get an big impact on the microbiom of the digestive system. Fermentation happens basically constant and nearly everywhere. Through the creation of certain conditions are we allowed to stear processes of fermentation, which opens a great world of exotic smells and flavors. In particular vegetables make a colorful culinary possible. When we eat fermented produkts, we eat pre- and probiotics. Also for child development fermentation is relevant. So it seems to be good, when children get conciously in contact with the microbiom and its meaning. Therefore it can be helpful to create recipes, which are appealing to children.Autor: Lukas HolperMasterarbeit Universität Graz 2025Enthält Zusammenfassung in englischer Sprach
Behavioural influence in climate policy : ethical dimensions and practical challenges of using nudges for climate change mitigation
Während die Verhaltenswissenschaft in den letzten Jahren die öffentliche Politik in verschiedenen Bereichen beeinflusst hat, fehlt bei ihrer Anwendung auf klimapolitische Minderungsmaßnahmen eine systematische Analyse der spezifischen Herausforderungen, die bei Nudging-Interventionen auftreten. Mit der Argumentation, dass die charakteristischen Eigenschaften des Klimawandels einzigartige Spannungspunkte für Nudging-Interventionen erzeugen, analysiert diese Arbeit die besonderen ethischen und praktischen Herausforderungen, die entstehen, wenn Nudges als Instrument zur Klimaminderung eingesetzt werden. Die Arbeit demonstriert, dass die Identifizierung, Analyse und letztendliche Überwindung der Herausforderungen, die an der Schnittstelle von Verhaltenswissenschaft und Klimapolitik entstehen, für die Weiterentwicklung von Klimaminderungsstrategien unerlässlich ist, und stellt fest, dass der Erfolg von Nudging-Interventionen letztendlich von der Fähigkeit der politischen Entscheidungsträger abhängt, die Komplexitäten und Herausforderungen zu bewältigen, die in realen Szenarien auftreten.While behavioral science has influenced public policy across various domains in recent years, its application to climate change mitigation policy lacks systematic analysis of distinct challenges specific to climate nudging interventions. Arguing that climate change's distinctive characteristics generate unique points of tension for nudging interventions, this thesis analyses distinct ethical and practical challenges which arese when nudges are used as a tool for climate mitigation. The thesis concludes by demonstrating that identifying, analysing and ultimately overcoming the challenges which arise at the intersection of behavioural science and climate policy is essential for advancing climate mitigation strategies, establishing that the success of nudging interventions ultimately depends on policymakers' ability to navigate the complexities and challenges which arise in real-world scenarios.vorgelegt von Paloma PuljićMasterarbeit Universität Graz 202