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Sowing Tomorrow: Plant-Based Agricultural Transformation as a Key to a Sustainable Agrarian Transition
Angesichts der vielfältigen ökologischen, ökonomischen, sozialen und ethischen Krisen des bestehenden Agrarsystems widmet sich diese Masterarbeit der Frage, inwiefern eine pflanzliche Transformation der österreichischen Landwirtschaft als Schlüssel für eine nachhaltige Agrarwende verstanden werden kann. Ausgehend von der zentralen Fragestellung werden drei Analyseebenen differenziert in den Blick genommen: die strukturellen Rahmenbedingungen, die wahrgenommenen Handlungsspielräume agrarischer Akteur:innen sowie ein mögliches Zukunftsmodell unter Einbeziehung postwachstumsorientierter und posthumanistischer Perspektiven.Die Analyse der Rahmenbedingungen zeigt, dass eine pflanzliche Transformation sowohl durch massive strukturelle Hürden als auch durch widersprüchliche politische Steuerungsmechanismen behindert wird. Besonders die Gemeinsame Agrarpolitik der EU sowie nationale Subventionssysteme stabilisieren bestehende Machtverhältnisse zugunsten der tierischen Landwirtschaft. Darüber hinaus erschweren gesellschaftliche Leitbilder, kulturell tief verankerte Konsumgewohnheiten und kognitive Dissonanzen eine pflanzliche Transformation erheblich.Die qualitative Inhaltsanalyse der Interviews mit landwirtschaftlichen Akteur:innen offenbart differenzierte Wahrnehmungen: Während manche eine pflanzliche Transformation als möglichen Ausweg aus den multiplen Krisen betrachten, betonen andere die funktionale Relevanz der tierischen Landwirtschaft – sowohl für Österreich insgesamt als auch im Zusammenspiel mit der pflanzlichen Produktion. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Transformationsprozesse nicht linear verlaufen, sondern von Unsicherheiten, Ambivalenzen und strukturellen Widersprüchen geprägt sind. Gleichwohl existieren bereits heute konkrete Ansätze agrarischer Transformation, etwa in Form von Lebenshöfen oder biozyklisch-veganen Landwirtschaften.Auf dieser Grundlage wird ein Zukunftsmodell entworfen, das auf einer ökologisch nachhaltigen, sozial gerechten und tierethisch reflektierten Landwirtschaft beruht. Eine solche Landwirtschaft versteht sich nicht länger primär als Produktionsstätte, sondern als Raum relationaler Koexistenz. Ihre Umsetzung setzt jedoch einen tiefgreifenden kulturellen und institutionellen Wandel voraus.Aus den theoretischen und empirischen Analysen lässt sich ableiten, dass eine pflanzliche Transformation – verstanden als mehrdimensionaler, systemischer Wandel – ein erhebliches Potential für eine nachhaltige Agrarwende entfaltet. Sie stellt zwar keine universelle Lösung dar, setzt jedoch einen notwendigen Impuls zur Infragestellung der bestehenden Agrarlogik und zur Entwicklung zukunftsfähiger Alternativen. Nicht zuletzt zeigt sich: Eine andere Forn der Landwirtschaft ist nicht nur vorstellbar – sie wird bereits erprobt.In light of the multifaceted ecological, economic, social, and ethical crises of the current agricultural system, this thesis explores the extent to which a plant-based transformation of Austrian agriculture can be understood as a key strategy for a sustainable agrarian transition. Based on this overarching research question, three analytical dimensions are examined: the structural conditions shaping agricultural practice, the perceived scope of action among agricultural actors, and a potential future model incorporating degrowth and posthumanist perspectives.The analysis of the structural context reveals that a plant-based transformation is impeded by profound systemic barriers and contradictory political governance mechanisms. In particular, the Common Agricultural Policy of the European Union and national subsidy systems serve to stabilize existing power structures in favor of animal-based agriculture. Additionally, dominant societal paradigms, culturally entrenched consumption patterns, and cognitive dissonances significantly obstruct a shift toward plant-based systems.The qualitative content analysis of interviews with agricultural actors reveals a diversity of perspectives: while some consider plant-based transformation a viable response to multiple ongoing crises, others emphasize the functional relevance of animal agriculture – both for Austria at large and in relation to plant-based production itself. The findings indicate that transformation processes do not follow a linear path but are shaped by uncertainties, ambivalences, and structural contradictions. Nonetheless, concrete examples of agricultural transformation already exist today, such as farm sanctuaries and vegan farming models.Building on these findings, a future-oriented model is proposed – one grounded in ecological sustainability, social justice, and ethical reflection on human–animal relations. Agriculture, in this model, is no longer understood primarily as a site of production but as a space of relational coexistence. However, the implementation of this model necessitates profound cultural and institutional transformation.Theoretical and empirical analyses suggest that a plant-based transformation – understood as a multidimensional, systemic shift – holds considerable potential for advancing a sustainable agrarian transition. While it may not offer a universal solution, it provides an essential impetus for questioning the prevailing agricultural logic and developing viable alternatives. Ultimately, it becomes evident that an alternative form of agriculture is not only conceivable — it is already being practiced.Christina MaderMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Palais Herberstein in Graz : the architectural history of a building with many functions
Das Palais Herberstein in Graz zählt zu den bedeutendsten barocken Bauwerken der Stadt und spiegelt in seiner Architektur sowohl die wechselvolle Geschichte seiner Eigentümer und vielfältigen Nutzungen als auch den Einfluss des sich stetig wandelnden Zeitgeschmacks wider. Seine Geschichte reicht von der ursprünglichen Nutzung als Stadtpalais der Fürsten von Eggenberg über die repräsentativen Umgestaltungen durch die Grafen von Herberstein bis zur heutigen Funktion als Standort des „Museums für Geschichte“ im Universalmuseum Joanneum. Mit seinen monumentalen Portalen, dem weitläufigen Ehrenhof, der imposanten Treppenanlage und den prachtvollen Prunkräumen, die durch kunstvolle Innendekorationen – darunter Fresken von Philipp Carl Laubmann und Stuckaturen von Heinrich Formentini – bereichert werden, gilt das Palais als bedeutendes Zeugnis barocker Architektur in der Steiermark. Die vorliegende Arbeit untersucht die Architekturgeschichte des Palais Herberstein mit dem Ziel, einen umfassenden Überblick über dessen architektonische Gestaltung, einschließlich baulicher Veränderungen und zentraler Gestaltungselemente, zu geben. Die Analyse erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte und umfasst die durchgeführten Sanierungs-, Zubau- und Umbaumaßnahmen, stilistische Wandlungen, sowie die umfangreiche Miet- und Nutzungsgeschichte, die das Gebäude durchlief, um ein klares Bild seiner historischen und funktionalen Entwicklung zu vermitteln.Mit der Auswertung bislang unbeachteter Quellen, der Berücksichtigung relevanter Archivmaterialien und einer neu gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnis wird angestrebt, das bisher lückenhafte Bild der Architekturgeschichte des Palais in eine umfassende Darstellung zu überführen und dadurch einen wesentlichen Beitrag zur kunsthistorischen Dokumentation dieses Grazer Denkmals zu leisten.Palais Herberstein in Graz is considered one of the city's most significant Baroque buildings. Its architecture reflects the complex history of its ownership, its diverse uses over the centuries, and the influence of changing aesthetic preferences.Originally built as a city residence for the Princes of Eggenberg, the palace was later transformed by the Counts of Herberstein into a representative noble seat. Today, it serves as the home of the “Museum of History,” part of the Universalmuseum Joanneum. With its monumental portals, expansive cour d'honneur, grand staircase, and opulent reception rooms—adorned with elaborate interior decorations, including frescoes by Philipp Carl Laubmann and stucco work by Heinrich Formentini—the palace stands as a remarkable example of Baroque architecture in Styria.This study examines the architectural history of Palais Herberstein with the aim of providing a comprehensive overview of its design, including key stylistic features and structural changes. The analysis spans several centuries, covering renovations, extensions, and conversions, as well as the building’s multifaceted history of usage and tenancy. Through this, it seeks to present a coherent picture of the palace’s historical and functional evolution.By drawing on previously overlooked sources, incorporating relevant archival materials, and integrating new scholarly perspectives, the study endeavors to close existing gaps in the architectural historiography of the building. In doing so, it contributes to a more comprehensive understanding and documentation of this notable monument of Baroque architecture in Graz.vorgelegt von Theresa Elisabeth Alena HartmannMasterarbeit Universität Graz 202
Skill loss curing parental leave and its impact on gender fifferneces in income
Trotz der fortschreitenden Gleichstellung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt bleibt die sogenannte Motherhood Penalty ein wesentlicher Bestandteil des Gender Pay Gap. Diese Masterarbeit untersucht die bisher wenig erforschte Rolle des Qualifikationsverlustes während der Karenzzeit und deren Einfluss auf geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede, insbesondere bei hochqualifizierten Frauen. Basierend auf Daten der zwei Zyklen des Programms zur internationalen Bewertung der Kompetenzen Erwachsener (PIAAC) und der Familiendatenbank der OECD analysiert diese Arbeit individuelle Kompetenz- und Lohndaten in Verbindung mit länderspezifischen Karenzzeitregelungen. Die Ergebnisse bestätigen eine ausgeprägte geschlechtsspezifische Lohnungleichheit. Für Zyklus 1 ist eine kurze Karenzzeit bei Frauen mit signifikanten Lohnminderungen verbunden (Motherhood Penalty), während eine lange Karenzzeit zu Lohnerhöhungen führt. Umgekehrt ist eine kurze Vaterschaftszeit bei Männern mit Lohnsteigerungen verbunden, was auf ein Vaterschafts-Premium hindeutet. Rechenkompetenz wirkt sich über alle Geschlechter positiv auf die Löhne aus, während Lesekompetenz hauptsächlich bei Frauen einen positiven Effekt zeigt. Konträr zu den Ergebnissen des ersten Zyklus, weist Zyklus 2 eine quadratische Beziehung für die Karenzzeitdauer auf, die anfänglich positiv und anschließend negativ ist. Da die beiden Zyklen unterschiedliche Länder zu verschiedenen Zeitpunkten betrachten, heben die gegensätzlichen Ergebnisse hervor, dass politische Maßnahmen zur Verringerung der negativen Arbeitsmarktfolgen von Mutterschaft und insbesondere der Motherhood Wage Penalty an die jeweiligen im Land vorherrschenden Karenzzeitregelungen angepasst werden müssen, um treffsicher geschlechtsspezifische Lohnlücken zu schließen.Despite gender equality advancements in the labor market, the motherhood wage penalty remains a primary driver of the persistent gender pay gap. This master’s thesis investigates the underexplored role of skill loss during parental leave and its impact on gender differences in income, especially for highly skilled women. Using data from both Cycles of the Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) and the OECD Family Database, this thesis analyzes individual skill and wage data alongside country specific parental leave policies. The findings confirm a pronounced gender wage disparity. For Cycle one, short parental leave is associated with significant wage reductions for women (motherhood penalty), while long maternity leave leads to wage increases. Conversely, short paternity leave for men is associated with wage increases, suggesting a fatherhood premium. Numeracy positively affects wages across genders, while literacy shows a positive effect mainly for women. The analysis for Cycle two reveals a quadratic relationship for parental leave duration, which is initially positive, then negative, which contrasts the results from Cycle 1. This is not surprising, as the two cycles examined different countries at different times. This research offers a deeper empirical understanding of parenthood's labor market consequences, highlighting gender asymmetry in wage effects and the need for nuanced, data-driven policy solutions that are adapted to the respective national contexts and parental leave regulations to close the persistent gender wage gap.Stefanie Reinthaler BSc.Masterarbeit Universität Graz 202
Psychosocial counseling in youth competitive sports. A counseling concept in the tension between competitive sports and education
Die psychosoziale Begleitung junger Nachwuchssportlerinnen und -sportler spielt eine zentrale Rolle bei der nachhaltigen Förderung ihrer sportlichen und persönlichen Ent-wicklung. Im Kontext des Leistungssports ist der Druck auf junge Athletinnen und Ath-leten enorm, wobei die Belastungen auf psychischer, sozialer und emotionaler Ebene stetig zunehmen. Internationale Studien zeigen wie hoch Drop-Out-Zahlen sein kön-nen: bis zu 90 % der Mädchen und 75 % der Jungen verlassen innerhalb von fünf Jahren nach Beginn des Leistungstrainings den Nachwuchsleistungssport. Haupt-gründe hierfür sind unter anderem zu frühe Spezialisierung, unzureichende psychoso-ziale Unterstützung, Verletzungen, Konflikte zwischen Schule und Sport sowie man-gelnde Motivation.Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die hohe Dropout-Rate im Nachwuchsleistungssport reduziert werden kann. Welche psychosozialen Unterstützungsangebote können jungen Sportlerinnen und Sportlern helfen, belastba-re Ressourcen aufzubauen und ihre Motivation langfristig zu sichern? Diese Arbeit untersucht die Bedeutung psychosozialer Beratung im Nachwuchsleistungssport und analysiert, inwiefern solche Angebote dazu beitragen können, die sportliche und per-sönliche Entwicklung junger Athletinnen und Athleten nachhaltig zu fördern.The psychosocial support of young athletes plays a central role in the sustainable promotion of their athletic and personal development. In the context of competitive sports, the pressure on young athletes is enormous, with the burdens on psychologi-cal, social, and emotional levels continuously increasing. International studies show how high drop-out rates can be: up to 90% of girls and 75% of boys leave competitive youth sports within five years of starting performance training. Main reasons for this include, among others, early specialization, insufficient psychosocial support, injuries, conflicts between school and sports, and lack of motivation.The present master's thesis deals with the question of how the high dropout rate in youth competitive sports can be reduced. What psychosocial support services can help young athletes build resilient resources and maintain their motivation in the long term? This work examines the importance of psychosocial counselling in youth com-petitive sports and analyzes to what extent such offerings can contribute to sustaina-bly promoting the athletic and personal development of young athletes.The psychosocial support of young athletes plays a central role in the sustainable promotion of their athletic and personal development. In the context of competitive sports, the pressure on young athletes is enormous, with the burdens on psychologi-cal, social, and emotional levels continuously increasing. International studies show how high drop-out rates can be: up to 90% of girls and 75% of boys leave competitive youth sports within five years of starting performance training. Main reasons for this include, among others, early specialization, insufficient psychosocial support, injuries, conflicts between school and sports, and lack of motivation.The present master's thesis deals with the question of how the high dropout rate in youth competitive sports can be reduced. What psychosocial support services can help young athletes build resilient resources and maintain their motivation in the long term? This work examines the importance of psychosocial counselling in youth com-petitive sports and analyzes to what extent such offerings can contribute to sustaina-bly promoting the athletic and personal development of young athletes.Bernhard HansenMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
The protection of constitutional identity as a ground of justification before the ECHR by the example of the judgement "Savickis and others v. Latvia"
Seit Jahren kann man vermehrt beobachten, wie nationale Entscheidungsträger in Europa sich auf den Schutz ihrer staatlichen Verfassungsidentität berufen, um bestimmte Bereiche ihres Rechtssystems vor einer Angleichung mit supranationalen Rechtsquellen zu bewahren. Besonders im Kontext der Europäischen Union und der Europäischen Menschenrechtskonvention gewinnt dieses Argument an Bedeutung. Während das Konzept der Verfassungsidentität ursprünglich dazu dienen sollte, fundamentale Prinzipien einer Verfassung zu schützen, wird es vermehrt als Instrument zur Einschränkung individueller Rechte und Freiheiten genutzt. Dieser Umstand hat dazu geführt dazu, dass sich die Verfassungsidentität zunehmend zu einem politisch und juristisch umstrittenen Konzept entwickelt hat. Das Urteil „Savickis und andere gegen Lettland“ des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte markiert einen bedeutenden Wendepunkt in dieser Debatte. Der Gerichtshof erkannte erstmals die Wahrung der Verfassungsidentität als legitimes Ziel zur Rechtfertigung einer ungleichen Behandlung an. Konkret ging es um die pensionsrechtliche Diskriminierung der lettischen „Nicht-Staatsbürger“, die trotz ihrer vergleichbaren Situation schlechter gestellt werden als lettische Staatsbürger. Diese Arbeit analysiert die Argumentationslinien dieses Urteils auf ihre Tragfähigkeit und setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, inwiefern das Konzept der Verfassungsidentität in einer supranationalen Gerichtsbarkeit Bestand haben kann, ohne die Einheitlichkeit der Menschenrechte zu gefährden. Dabei wird auch die Anwendung des Konzepts in der Europäischen Union und der historische Kontext der lettischen Staatsbürgerschaftspolitik miteinbezogen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass der Gerichtshof in seiner Argumentation in vielen Punkten nicht konsistent und überzeugend war und es aufgrund der zurückhaltenden Verhältnismäßigkeitsprüfung unterließ, die Geeignetheit der Maßnahme im Hinblick auf das Ziel der Wahrung der Verfassungsidentität zu hinterfragen. In weiterer Folge kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass das Konzept der Verfassungsidentität generell und insbesondere als Rechtfertigungsgrund vor dem EGMR mit Vorsicht zu genießen ist. Es ist entscheidend, dass der Gerichtshof künftig klare Leitlinien und Grenzen für die Anerkennung und Bewertung von Verfassungsidentitäten entwickelt.For years, it has been increasingly observed that national decision-makers in Europe invoke the protection of their state’s constitutional identity to shield certain areas of their legal system from alignment with supranational legal sources. This argument has gained particular significance in the context of the European Union and the European Convention on Human Rights. While the concept of constitutional identity was originally intended to protect the fundamental principles of a constitution, it is increasingly being used as a tool to restrict individual rights and freedoms. This development has turned constitutional identity into a politically and legally contested concept. The European Court of Human Rights’ ruling in ‘Savickis and Others v. Latvia’ marks a significant turning point in this debate. For the first time, the Court recognized the protection of constitutional identity as a legitimate aim justifying differential treatment. The case concerned pension-related discrimination against Latvia’s ‘non-citizens’ who, despite being in a comparable situation, were treated less favorably than Latvian citizens. This thesis critically examines the reasoning behind the Court’s decision and assesses whether the concept of constitutional identity can be upheld within a supranational judiciary without jeopardizing the uniformity of human rights. It also considers the application of this concept within the European Union and the historical context of Latvia’s citizenship policy. The findings of this study indicate that the Court’s reasoning was inconsistent and unconvincing in many respects. Due to a restrained proportionality assessment, the Court failed to adequately scrutinize whether the measure was suitable to achieve the aim of protecting constitutional identity. Consequently, this thesis concludes that the concept of constitutional identity, both in general and particularly as a justification before the ECtHR, should be approached with caution. It is crucial that the Court establishes clear guidelines and boundaries for the recognition and evaluation of constitutional identities in the future.vorgelegt von Magdalena ÖttlDiplomarbeit Universität Graz 202
Professionalization of early childhood educatorsthrough blended learning for building and construction
Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel (er-) fordert seit Jahren qualitätsvolle elementare Bildungseinrichtungen. Die Professionalisierung elementarpädagogischer Fachkräfte gilt dabei als Schlüssel zu einer hochwertigen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung. Sie ermöglicht es pädagogischen Fachpersonen, im Sinne des lebenslangen Lernens, Kernkompetenz aufzubauen und zu erweitern. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) gelten als zentrale Bereiche und Fundamente der gesellschaftlichen Entwicklung. Bauen und Konstruieren als elementares Spiel bietet eine Möglichkeit, die MINT Kompetenzen der Mädchen und Jungen zu fördern. Voraussetzung dafür sind kompetente pädagogische Fachpersonen. Blended Learning zum Bauen und Konstruieren als synchrones und asynchrones Lernen im digitalen Raum, eröffnet pädagogischen Fachkräften individuelle Möglichkeiten, ihre digitalen Kompetenzen sowie ihr Wissen und Können im Bereich Bauen und Konstruieren zu erweitern.Die vorliegende Studie erfasst die Kompetenzen der Teilnehmenden einer Fortbildung im Blended Learning Format zum Bauen und Konstruieren vor und nach der Fortbildung mittels Online-Fragebogen zur Selbsteinschätzung. Die Erhebung geht der Frage nach: „Inwieweit trägt ein spezifisches Blended Learning Format zur Professionalisierung elementarpädagogischer Fachkräfte im Bereich Bauen und Konstruieren bei?“ Die Ergebnisse zeigen, dass Blended Learning in gewissen Bereichen das Potenzial zur Professionalisierung elementarpädagogischer Fachkräfte hat. Voraussetzung dafür ist, dass die pädagogischen Fachkräfte ausreichend Zeit haben, um die Erkenntnisse aus der Fortbildung in die eigene Praxis zu übertragen. Die Analyse verdeutlicht, dass das forschende Lernen im Kontext von Bauen und Konstruieren nicht auf alle Inhaltsbereiche der Fortbildung übertragen wird. In der Spielbegleitung zeigt sich ein Spannungsfeld zwischen Freiraum und Anleitung, dem die pädagogischen Fachpersonen gegenüberstehen.Social and economic change has been demanding high-quality early childhood education institutions for years. The professionalization of early childhood educators is considered the key to high-quality childcare and education facilities. It enables educators to develop and expand core competencies in the spirit of lifelong learning. Science, technology, engineering, and mathematics (STEM) are considered central areas and foundations of social development. Building and construction, as elementary play, offers an opportunity to promote the STEM competencies of girls and boys. This requires competent educators. Blended learning in building and construction, as synchronous and asynchronous learning in the digital space, opens up individual opportunities for educators to expand their digital competencies as well as their knowledge and skills in the field of building and construction.This study records the competencies of participants in a blended learning training course on building and construction before and after the training using an online self-assessment questionnaire. The survey explores the question: "To what extent does a specific blended learning format contribute to the professionalization of early childhood educators in the field of building and construction?" The results show that blended learning has the potential to professionalize early childhood educators in certain areas. This requires that the educators have the time to transfer the knowledge gained from the training into their own adequate practice. The analysis highlights that inquiry-based learning in the context of building and construction is not transferred to all content areas of the training. In play supervision, there is a tension between free space and guidance that the educational professionals are faced with.Autorin: Agnes Mitterbaur, BEdMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Optimization of reinsurance contracts
Rückversicherungsvertrag ist ein Konzept der Risikoteilung zwischen Versicherungsgesellschaften. Es kann sich an einzelne Ansprüche halten oder dem gesamten Risiko folgen. In dieser Arbeit stellen wir Quota Share, Stop-Loss und Excess of Loss Rückversicherungsverträge vor und analysieren weitere. Darüber hinaus zeigen wir durch die Einbeziehung von Forschungsergebnissen aus Artikeln und Büchern die Optimierung beispielhafter Rückversicherungsverträge, die sich hauptsächlich auf Stop-Loss- und nichtlineare Verträge konzentrieren. Beginnend mit der Einführung eines optimalen Steuerungsrahmens haben wir Werkzeuge für den theoretischen Hintergrund unseres Optimierungsproblems zusammengestellt. Pontryagin Maximum Prinzip wird verwendet, um unser statisches Problem als ein dynamisches zu beschreiben. Dies bedeutet, dass wir einige der Parameter neu interpretieren müssen und dann in der Lage sind, die Existenz und Einzigartigkeit optimaler Lösungen zu garantieren.Darüber hinaus definieren wir mit diesem Mechanismus ein Modell unseres spezifischen Problems und analysieren es, um geeignete Ergebnisse zu erhalten. Da es zwei typische Schadenverteilungen gibt, die zum Profil unserer Arbeit passen, entwickeln wir schließlich numerische Strategien für diese. Durch die Programmierung dieser Verfahren erhalten wir Ergebnisse in Form von Grafiken und Zahlen, die erläutert werden müssen. Insgesamt erhalten wir, dass für das Erwartungswertprinzip die optimale Rückversicherung ein Stop-Loss-Vertrag ist und für das Varianz-bezogene Prämienprinzip die optimale Rückversicherung eine nichtlineare Funktion ist.Reinsurance contract is a concept of sharing risk between insurance companies. It can stick to individual claims or follow the whole risk. In this thesis we introduce Quota Share, Stop-Loss and Excess of Loss reinsurance contracts and analyze further ones. Furthermore, by incorporating research results from articles and books, we demonstrate the optimization of exemplary reinsurance contracts focusing mainly on Stop-Loss and nonlinear treaties. Starting with the introduction of optimal control framework, we put together tools for theoretical background of our optimization problem. Pontryagin maximum principle is used to describe our static problem as a dynamic one. This means we need to reinterpret some of the parameters and then we are able to guarantee existence and uniqueness of optimal solutions. Moreover, using this mechanism we define model of our specific problem and analyze it in order to get some appropriate results. Finally, since there are two typical claim distributions that fit the profile of our work, we develop numerical strategies for them. Programming these procedures we get results in form of graphs and numbers, which are ought to be explained. All in all, we get that for expected value principle optimal reinsurance is Stop-Loss treaty and for variance related premium principles optimal reinsurance is a nonlinear function.Katarina Belošević, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Blätter 55-57Masterarbeit Universität Graz 202
Civil liability under the new CSDDD of the EU
Globale Lieferketten bzw Handelsnetzwerke sind mittlerweile zum Teil unserer Gesellschaft geworden und wichtig für den Alltag. Im Hintergrund kommt es durch schlechte Arbeitsbedingungen allerding zu vielen Menschenrechtsverletzungen und schädlichen Umwelteinflüssen. Dabei handelt es sich leider nicht um Einzelfälle oder einzelne Branchen sondern das Problem ist vielmehr branchenübergreifend und betrifft aufgrund des großen Export- und Importvolumens der EU Millionen von Menschen. Die EU hat sich vorgenommen, diesen negativen Auswirkungen entgegenzutreten und das EP hat idZ die CSDDD am 13. Juni 2024 angenommen. Es sind auch bereits einige MS in diesem Bereich tätig geworden, weshalb es aus europäischer Sicht gilt, eine Binnenmarktverzerrung zu verhindern. Die Arbeit stellt zunächst die CSDDD systematisch dar und geht iwF näher auf die zivilrechtliche Haftung ein. Denn die CSDDD normiert Sorgfaltspflichten für Unternehmen, die bei einem Verstoß eine zivilrechtliche Haftung nach sich ziehen können. Dies stellt eine Neuerung im europäischen Haftungssystem dar und ist ein Ausdruck der in letzter Zeit immer öfters auftretenden Private-Enforcement-Bestrebungen. Die Arbeit ist in drei Abschnitte gegliedert. Zunächst soll in der Einleitung die Relevanz der Thematik anhand ein paar ausgewählter Fälle dargestellt werden. Das zweite große Kapitel der Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung der CSDDD, wobei ein Schwerpunkt auf die zivilrechtliche Haftung gesetzt wird. Da es sich hierbei um eine Richtlinie der EU handelt, die von den MS umzusetzen ist, beschäftigt sich der dritte Teil der Arbeit mit der Umsetzung in die österreichische Rechtsordnung bzw soll dargestellt werden, wie dies aussehen könnte.Global supply chains and trade networks have become part of our society and are important for everyday life. However, poor working conditions in the background lead to many human rights violations and harmful environmental impacts. Unfortunately, these are not isolated cases or isolated industries. These are rather cross-sectoral problems and they affect millions of people due tot he EU´s large export and import volumes. The EU has set out to counter these negative effects and the EP adopted the CSDDD on 13 June 2024. Some member states have already taken action in this area, which is why it is important from a European perspective to prevent distortion of the internal market. This paper first systematically presents the CSDDD and then goes into more detail on civil liability. This is because the CSDDD standardises due diligence obligations for companies, which can result in civil liability in the event of breach. This represents an innovation in the European liebility system and is an expression oft he increasingly frequent private enforcement efforts in recent times. The paper is divides into three sections. First, the introduction will illustrate the relevance oft he topic using a few selected cases. The second major chapter deals with the presentation oft he CSDDD, witha focus on civil liability. Since this is an EU directive that must be implemented by the Member States, the third part oft he paper deals with its implementation in the Austrian legal system and outlines how this could look.vorgelegt von Denis PetrovicDiplomarbeit Universität Graz 202
Investigation of physical characteristics and performance development in children's and youth soccer using motor skills tests
Ziel dieser Masterarbeit war die Erhebung und Analyse altersabhängiger Referenzwerte konditioneller und anthropometrischer Merkmale bei männlichen Jugendfußballspielern. Anhand eines standardisierten sportmotorischen Tests wurden über 1200 Einzelwerte zu linearen Sprintleistungen, Agilität, Reaktion, Sprungkraft sowie Körpergröße und Gewicht erhoben. Die Untersuchung umfasste sechs Altersklassen (U9/10 bis U14/15) und verfolgte das Ziel, Referenzwerte sowie Entwicklungsverläufe darzustellen und somit Phasen beschleunigter Leistungszunahme (Sensitivitätsphasen) für konditionelle Eigenschaften zu identifizieren.Die Ergebnisse zeigen eine altersabhängige Steigerung in allen getesteten Parametern, wobei sich insbesondere zwischen dem 11. und dem 14. Lebensjahr überdurchschnittliche Entwicklungsschübe beobachten ließen. Diese stehen im Einklang mit den in der Literatur beschriebenen Sensitivitätsphasen rund um die Peak-Height-Velocity Phase (PHV). Die gewonnenen Referenzdaten liegen im internationalen Vergleich auf einem soliden bis guten Niveau und können als praxisnahe Grundlage für Trainingssteuerung, Talentidentifikation und langfristige Athletenentwicklung im Nachwuchsfußball dienen.The aim of this master's thesis was to collect and analyze age-dependent reference values for physical and anthropometric characteristics in male youth soccer players. Using a standardized motor skills test, over 1,200 individual values were collected on linear sprint performance, agility, reaction time, jumping power, height, and weight. The study covered six age groups (U9/10 to U14/15) and aimed to present reference values and development curves in order to identify phases of accelerated performance improvement (sensitivity phases) for physical characteristics.The results show an age-dependent increase in all parameters tested, with above-average developmental spurts observed between the ages of 11 and 14 in particular. These are consistent with the sensitivity phases described in the literature around the peak height velocity phase (PHV). The reference data obtained is at a solid to good level in international comparison and can serve as a practical basis for training control, talent identification, and long-term athlete development in youth soccer.Dominic Oraze, BSc.Masterarbeit Universität Graz 202
The daycare center as an educational setting between parental demands and experts for early childhood education
In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Anzahl der Kinderkrippen in Österreich als Bildungs- und Betreuungsvariante für Kinder bis zu drei Jahren nahezu verdoppelt. Dabei wird der Fokus auf frühe Bildung und frühes Lernen gelegt. Um die Interessen der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen, entsteht sowohl bei der Gruppe der Eltern und Erziehungsberechtigen als auch bei der der elementarpädagogischen Fachpersonen die Herausforderung miteinander in Beziehung zu treten und über Vorkommnisse im privaten und institutionellen Bereich zu kommunizieren. Die Interaktion zwischen beiden Seiten ist die Basis für eine gelebte Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zum Wohle des Kindes.In der vorliegenden Masterarbeit wurden Eltern und Erziehungsberechtigte mittels Fragebogens (n=195) nach ihren Ansprüchen und Wünschen bezüglich der Bildungsarbeit in der Kinderkrippe befragt. Erwartungen die elementarpädagogische Fachkräfte (n=8) in diesem Bereich an Eltern und Erziehungsberechtigten haben, wurden mit leitfadengestützten Interviews erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass von Seiten der Eltern und Erziehungsberechtigen von unterdreijährigen Kindern eine Erwartungshaltung in Bezug auf Bildung und an die elementarpädagogischen Fachkräfte in der Kinderkrippe besteht. Elementarpädagogische Fachpersonen wünschen sich eine verbesserte Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigen in Fragen der Bildungsarbeit und eine höhere Anerkennung des Berufsstandes, der mit verbesserten Ausbildungsformaten untermauert sein soll.Over the past 20 years, the number of day care centers as forms of education- and care facilities for children under three years of age in Austria has nearly doubled. The focus hereby lies on early childhood education and early learning. To have the children’s interests be the main focus presents a challenge for both parents and legal guardians as well as the experts for early childhood education to be in regular contact with each other in order to communicate events in the child’s life taking place in private as well as the educational institution the child is currently part of. The interaction between these two sides presents the basis for a true-to-life educational and parental relationship in favor of the child. In the present master’s thesis, parents and legal guardians were surveyed via a questionnaire (n=195) regarding their demands and wishes concerning the educational work done at day care facilities. The expectations experts for early childhood education (n=8) had in regard to the parents and legal guardians, were gathered within guided interviews. The results have shown that from the parents’ and legal guardians’ perspective, there are expectations set in regard to the education of children under three years of age targeted towards experts of early childhood education taking care of their children. The experts of early childhood education in turn, wish for improved collaboration with parents and legal guardians concerning questions of educational matters as well as higher recognition for their profession, which ideally should also be supported by enhanced training programs.Autor:innen: Angelika Greiler-Kottar, BEd MA, Silke Stübler, BEd MAMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc