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The influence of CNN's fear and Greed Index on stock markets: An empirical analysis using linear regression
Ausgehend von den theoretischen Fundamenten der Effizienzmarkthypothese und der Behavioral-Finance-Theorie untersucht diese Masterarbeit, ob der stimmungsbasierte Fear-and-Greed-Index von CNN kurzfristige Renditebewegungen erklären kann oder ob diese zufallsgetrieben sind. Dafür wird ein lineares Regressionsmodell genutzt, in dem die logarithmierten Tagesrenditen des S&P 500 (USA), Nikkei 225 (Japan) und Euro Stoxx 50 (Eurozone) als abhängige Variable und der Fear-and-Greed-Index als erklärende Variable dienen. Analysiert werden zwei Zeiträume vom 03.01.2011 bis 18.09.2020 sowie vom 07.04.2021 bis 02.10.2024. Die Untersuchung zeigt, dass die Renditereihen typische Eigenschaften von Finanzmärkten wie Leptokurtosis, bedingte Heteroskedastizität und Stationarität aufweisen. Um verlässliche Ergebnisse zu erzielen, wurden die Renditen auf Heteroskedastizität und Autokorrelation geprüft und mit robusten Standardfehlern (HAC bzw. HC3) korrigiert. Die Regressionsergebnisse belegen, dass der Fear-and-Greed-Index in beiden Perioden sowie in allen Märkten einen hochsignifikanten Einfluss auf die Aktienrenditen ausübt. Allerdings bleibt die Erklärungskraft der Modelle mit Bestimmtheitsmaßen unter 2 % sehr gering, was zeigt, dass der Index zwar statistisch signifikant, aber ökonomisch von begrenzter Relevanz ist. Der Fear-and-Greed-Index erweist sich damit als global einsetzbarer Stimmungsindikator, der Emotionen wie Angst und Gier abbildet, jedoch nur einen kleinen Teil der täglichen Kursbewegungen erklärt und daher als alleinige erklärende Variable nicht ausreicht, um die Dynamik internationaler Aktienmärkte zu erfassen. Die Ergebnisse widersprechen der semi-starken Form der Effizienzmarkthypothese und stützen die Behavioral-Finance-Theorie, indem sie psychologische Einflussfaktoren in der Kapitalmarktforschung empirisch bestätigen.Based on the theoretical foundations of the Efficient Market Hypothesis and Behavioral Finance, this thesis investigates whether CNN’s sentiment-based Fear and Greed Index can explain short-term return movements or whether these are largely random. A linear regression model is employed, with the logarithmic daily returns of the S&P 500 (USA), Nikkei 225 (Japan), and Euro Stoxx 50 (Eurozone) serving as the dependent variable and the Fear and Greed Index as the explanatory variable. Two periods are analyzed, from January 3, 2011 to September 18, 2020 and from April 7, 2021 to October 2, 2024. The analysis shows that the return series exhibit typical characteristics of financial markets such as leptokurtosis, conditional heteroskedasticity, and stationarity. To ensure reliable results, the returns were tested for heteroskedasticity and autocorrelation and corrected with robust standard errors (HAC or HC3) when present. The regression results demonstrate that the Fear and Greed Index exerts a highly significant influence on stock returns in both periods and across all markets. However, the explanatory power of the models remains very low, with coefficients of determination below 2%, indicating that the index is statistically significant but of limited economic relevance. The Fear and Greed Index thus proves to be a globally applicable sentiment indicator that captures emotions such as fear and greed, but explains only a small fraction of daily price movements and therefore does not suffice as a sole explanatory variable to capture the dynamics of international stock markets. The results contradict the semi-strong form of the Efficient Market Hypothesis and support Behavioral Finance theory by empirically confirming the role of psychological factors in capital market research.Jela Adzaga, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 61-64Masterarbeit Universität Graz 202
The role of magnetic topology in the dynamics of eruptive solar flares
In dieser Dissertation werden die physikalischen Prozesse untersucht, die solaren Flares zugrunde liegen. Flares entstehen durch die plötzliche Freisetzung gespeicherter magnetischer Energie in der Sonnenatmosphäre. Die Arbeit umfasst vier Studien, die in Fachzeitschriften mit Peer-Review veröffentlicht wurden und sich mit mehreren offenen Fragen zu solaren Flares befassen. Ein zentrales Thema ist die grundlegende Rolle der Magnetfeldgeometrie und ihrer intrinsischen Asymmetrien bei der Entwicklung von Flares und den damit verbundenen Eruptionen. In dieser Arbeit werden die beispiellosen Beobachtungsmöglichkeiten des Solar Orbiter genutzt, indem die Daten mit Beobachtungen anderer Instrumente an verschiedenen Beobachtungspunkten zusammengeführt werden. Zusätzlich werden diese Beobachtungen mit einer neuartigen Modellierungsmethode des nichtlinearen, kraftfreien Magnetfelds (NLFFF) in der Sonnenatmosphäre kombiniert, welche auf physikinformierten neuronalen Netzen (PINNs) basiert. Die Ergebnisse zeigen, wie nicht-eruptive Flares durch „Tether-Cutting“ Rekonnexion die magnetische Topologie eines Filaments neu konfigurieren können. Dadurch entstehen längere und potenziell instabilere magnetische Strukturen, die zur darauffolgenden vollständigen Eruption führen. Außerdem wird gezeigt, dass die Art der Energiefreisetzung und des Energietransports des nachfolgenden eruptiven Flares, einschließlich der Bewegung harter Röntgenquellen (hard X-ray; HXR), direkt aus der durch das Vorgängerevent geschaffenen magnetischen Struktur resultiert. Insbesondere demonstriert die NLFFF-Extrapolation, dass ein plötzlicher Sprung einer HXR-Quelle, deren Bewegung ansonsten kontinuierlich durch die asymmetrische Filamenteruption angetrieben wurde, durch die Einbeziehung von Feldlinien nahe des Filaments in den Rekonnexionsprozess verursacht wurde. In dieser Dissertation wird außerdem die räumliche und zeitliche Entwicklung von quasi-periodischen Pulsationen (QPPs) und deren Verbindung zur Magnetfeldgeometrie untersucht. Die QPPs können teilweise durch „slipping reconnection” erklärt werden, welches durch die Struktur von Quasi-Separatrix-Flächen innerhalb eines asymmetrischen Magnetfeldes moduliert wird. Dennoch sind wahrscheinlich zusätzliche Pulsationsmechanismen notwendig. Außerdem demonstrieren wir die erfolgreiche Anwendung der PINN-basierten NLFFF-Modellierung zur Rekonstruktion des zugehörigen langen Filaments, das sich bis in schwache Feldregionen erstreckt. Dies stellt für andere Methoden eine erhebliche Herausforderung dar. Die Extrapolation modelliert nicht nur die magnetische Struktur des Filaments erfolgreich, sondern macht auch die Asymmetrien sichtbar, die für die asymmetrische Filamenteruption und den Flare verantwortlich waren. Zudem liefert sie eine plausible Erklärung für die Entwicklung eines starken koronalen „Dimmings” an einem der Ankerpunkte des eruptierenden Filaments. Diese Studien bieten gemeinsam eine umfassende Analyse solarer Flares und stellen eine klare Verbindung zwischen der anfänglichen magnetischen Konfiguration, Vorläuferereignissen und der detaillierten Dynamik des eruptiven Hauptereignisses her. Die Ergebnisse zeigen, dass die magnetische Topologie, einschließlich ihrer Asymmetrie, der primäre Treiber für die komplexen Phänomene solarer Flares ist. Darüber hinaus zeigen die Studien, dass wir durch die Kombination von Beobachtungsdaten mehrerer Instrumente mit unterschiedlichen Blickwinkeln und von Magnetfeldmodellierungen signifikante Einblicke in die physikalischen Prozesse gewinnen können, die solare Flares auslösen und antreiben.This thesis investigates the physical processes governing solar flares, which result from the sudden release of stored magnetic energy in the Sun's atmosphere. The thesis includes four different studies published in peer-reviewed journals, which address several open questions regarding solar flares. A central overarching theme is the fundamental role of the 3D magnetic field geometry and its inherent asymmetries, and how they influence the evolution of flares and related eruptions. This work leverages the unprecedented observational capabilities of Solar Orbiter through multi-instrument and multi-point observations, combined with novel nonlinear force-free field (NLFFF) modeling techniques driven by Physics-Informed Neural Networks (PINNs). The results demonstrate how confined precursor flares can reconfigure a filament’s magnetic topology through tether-cutting type reconnection, creating longer and potentially more unstable magnetic structures leading up to the full eruption. The energy release and transport sequence of the subsequent eruptive flare, including the movement of hard X-ray (HXR) footpoints, is shown to directly result from the magnetic structure established by the precursor. Our NLFFF extrapolation particularly shows how a sudden jump in an HXR footpoint source, whose motion is otherwise continuously driven by the asymmetric filament eruption, might arise from the involvement of field lines near the filament in the reconnection process. This thesis also reveals the spatiotemporal evolution of quasi-periodic pulsations and their connection to the 3D reconnection geometry. The pulsations can be partly explained by slipping reconnection modulated by the structure of quasi-separatrix layers within an asymmetric magnetic field, although additional pulsation mechanisms may still be necessary. Finally, we demonstrate the successful application of PINN-based NLFFF modeling to reconstruct the associated large-scale filament extending into weak-field regions, which presents a significant challenge for traditional methods. This extrapolation not only models a magnetic flux rope that matches the extent of the observed filament but also reveals the asymmetries that drove the asymmetric filament eruption and flare, providing a plausible explanation for the development and evolution of a strong coronal dimming related to one anchor point of the erupting filament. Together, these studies provide a comprehensive analysis of solar flares, establishing a clear connection between the initial magnetic configuration, precursor activity, and the detailed dynamics of the main eruptive event. These findings demonstrate that magnetic topology, including asymmetry, serves as a primary driver behind the complex phenomena of solar flares. Furthermore, the studies show that by combining multi-instrument, multi-point observations with magnetic field modeling, we can gain significant insights into the key physical processes governing solar flares.Stefan PurkhartDissertation Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Navigating challenge and support : individual, relational, and institutional factors of person-centered doctoral supervision
Die Betreuung von Doktoranden spielt eine zentrale Rolle für den Erfolg, das Wohlbefinden und die berufliche Entwicklung von Nachwuchswissenschaftler:innen. Diese Studie untersucht die Erfahrungen von Betreuer:innen ohne Professorenstatus, die in den Naturwissenschaften tätig sind und eng in die tägliche Laborarbeit mit ihren Doktoranden eingebunden sind. Mithilfe qualitativer, halbstrukturierter Leitfadeninterviews wurden Einblicke gewonnen, wie Betreuer:innen ihre Rolle verstehen und ausüben, wobei der Schwerpunkt auf dem personenzentrierten Ansatz lag.Die Ergebnisse heben individuelle, relationale und institutionelle Faktoren hervor, die die Betreuung beeinflussen. Auf individueller Ebene verbanden viele Betreuer:innen ihre eigenen Erfahrungen als Doktorand:innen mit ihrer Entwicklung als Betreuer:innen und beschreiben die Schwierigkeiten, die unterschiedlichen Anforderungen dieser Rolle zu bewältigen. Auf relationaler Ebene wurden Vertrauen und offene Kommunikation als Grundlage für eine effektive Betreuung angesehen. Darüber hinaus wurden die Anpassung an individuelle Bedürfnisse und der Umgang mit der emotionalen Arbeit, Doktorand:innen bei persönlichen und beruflichen Herausforderungen zu unterstützen, als ebenso wichtig beschrieben. Auf institutioneller Ebene beeinflussten Ressourcenengpässe, unklare Strukturen, begrenzte Anerkennung und die Verfügbarkeit von Schulungen und externen Dienstleistungen, wie die Betreuung in der Praxis erlebt wird. Die Interviews verdeutlichen zudem Herausforderungen wie die Bewältigung mehrerer Rollen, den Umgang mit Zeitmangel und die Notwendigkeit, gesunde Grenzen zu setzen.Zu den in der Studie identifizierten Best Practices gehören der frühzeitige Aufbau von Vertrauen und Offenheit, die Klärung von Erwartungen, konstruktives und zeitnahes Feedback, die Förderung der Unabhängigkeit als schrittweiser Prozess, die Förderung einer kooperativen Gruppenkultur und die Ermutigung zur Reflexion auf beiden Seiten. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den jüngsten LERU-Leitlinien, die eine klarere institutionelle Unterstützung fordern. Gleichzeitig machen sie zusätzliche Herausforderungen sichtbar, die speziell für nicht-professoralen Betreuer in Laborumgebungen gelten, wo personenzentrierte Praktiken oft implizit und nicht durch strukturierte Schulungen verankert sind.Diese Studie unterstreicht die Notwendigkeit einer strukturierten Ausbildung zur Entwicklung von Betreuungskompetenzen, insbesondere in MINT-Fächern, wo die Komplexität der Labor-arbeit besondere Herausforderungen mit sich bringt. Mit Blick auf die Zukunft müssen Betreu-er:innen ihre Kompetenzen beispielsweise in den Bereichen Kommunikation und Konfliktmanagement weiterentwickeln, während Institutionen durch klare Richtlinien, Ressourcen und Anerkennung dazu beitragen können, eine personenzentrierte und nachhaltige Betreuung zu ermöglichen.Doctoral supervision plays a central role in shaping the success, well-being, and professional development of early career researchers. This study explores the experience of supervisors without professorial status working in the natural sciences, who are closely involved in everyday lab work with their doctoral researchers. Qualitative semi-structured guided interviews were used to gain insight into how supervisors understand and practice their role, with a focus on the person-centered approach.The findings highlight individual, relational, and institutional factors that influence supervision. At the individual level, many supervisors connected their own PhD experiences to their development as supervisors and spoke about the difficulties of managing different demands of the role. On the relational level, trust and open communication were seen as the foundation of effective supervision. Furthermore, adapting to individual needs and managing the emotional labor of supporting doctoral researchers through both personal and professional challenges were described as equally important. On the institutional level, resource constraints, unclear structures, limited recognition and the availability of training and external services influenced how the supervision is experienced in practice. The interviews also revealed challenges such as managing multiple roles, coping with a lack of time and setting healthy boundaries.Best practices identified in the study include building trust and openness early, clarifying expectations, providing constructive and timely feedback, supporting independence as a gradual process, fostering collaborative group cultures, and encouraging reflection on both sides. The results align well with recent LERU guidelines that call for clearer institutional support. At the same time, they highlight additional challenges specific to non-professorial supervisors in lab-based settings, where person-centered practices are often applied implicitly rather than through structured training.This study highlights the need for structured training to develop supervisory skills, especially in STEM fields where the complexity of lab-based work has unique challenges. Looking ahead, supervisors will need to further develop their competence in e.g. communication and conflict management, while institutions can support in providing clear guidelines, resources and recognition necessary to make person-centered and sustainable supervision possible.Tea Pavkov-KellerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Establishment and refinement of a cutting-edge 3D model of the trachea
Diese Masterarbeit untersucht das Potential mesenchymaler Stammzellen (MSCs), das Wachstum und die Differenzierung von respiratorischem Epithel in Air-Liquid Interface (ALI)-Kulturen zu verbessern. Primäre humane respiratorische Epithelzellen wurden entweder in Kokultur mit MSCs oder in ALI-Medium, ergänzt mit 20 % bzw. 50 % MSC-konditioniertem Medium (CM), das ihre parakrinen Faktoren enthielt, kultiviert und mit einer unbehandelten Kontrolle verglichen. Um das konditionierte Medium zu erhalten, wurden MSCs bis zur Konfluenz kultiviert; der Überstand wurde anschließend gesammelt und für gezeigte Experimente verwendet. Histologische Analysen zeigten, dass alle MSC-beeinflussten Bedingungen – MSC-Kokultur, 20 % und 50 % konditionierte Medium-Proben – nach einer Woche eine höhere Epithelhöhe und dichtere Zellschichten aufwiesen. Nach zwei Wochen verringerte sich dieser Unterschied, und nach drei Wochen in ALI-Kultur erreichte die Kontrolle die höchste Epithelhöhe – die frühe Proliferation- und Barriereverbesserung der getesteten MSC-Bedingungen stagnierten also später. Der frühe Wachstumsvorteil ermöglichte jedoch einen verkürzten Versuchsbeginn in der MSC-Kokultur und in den konditionierten Mediumproben. Immunohistochemie und Immunofluoreszenz zeigten eine leicht erhöhte Anzahl an schleimproduzierender Becherzellen unter den getesteten Bedingungen. TEER-Messungen und qPCR bestätigten eine verbesserte Barrierefunktion und eine frühe Aktivierung zellspezifischer Gene (KRT5, TP63, NKX2.1, CFTR, MUC5AC/B), insbesondere in der Kokultur. Trotz dieser positiven Effekte konnte dieses In-vitro-Modell nicht signifikant verbessert werden. Weitere Studien sind notwendig, um es für klinische Anwendungen zu verbessern.This master thesis examines the potential of mesenchymal stem cells (MSCs) to improve the growth and differentiation of respiratory epithelium in Air-Liquid Interface (ALI) Cultures. Primary human respiratory epithelial cells were cultured either in co-culture with MSCs or in ALI-Medium supplemented with 20 % or 50 % MSC-conditioned medium (CM) containing their paracrine factors and compared to an untreated control. To obtain the conditioned medium, MSCs were cultured to confluence; the supernatant was then collected and used for the experiments shown. Histological analyses showed that all MSC-influenced conditions – MSC co-culture, 20 % and 50 % conditioned medium sample – exhibited higher epithelial height and denser cell layers after one week. After two weeks, this difference decreased and after three weeks in ALI-Culture, the control reached the highest epithelial height – so early proliferation and barrier enhancement of the tested MSC-conditions later leveled off. Nevertheless, the early onset of the growth advantage allowed the MSC co-culture and conditioned medium samples to have a shortened trial start. Immunohistochemistry and Immunofluorescence showed a slightly increased number of mucus-producing goblet cells under the tested conditions. TEER measurements and qPCR confirmed improved barrier function and an early activation of cell-specific genes (KRT5, TP63, NKX2.1, CFTR, MUC5AC/B), especially in the co-culture. Despite these positive effects, this in-vitro-model could not be significantly improved. Further studies are necessary to enhance this model for clinical applications.submitted by Janine Maria WolfMasterarbeit Universität Graz 202
Longevity - Success patterns of long-lasting corporates in the manufacturing sector in Styria
Die durchschnittliche Lebensdauer von Unternehmen hat in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen. Dennoch gibt es in der Steiermark einige Unternehmen, die seit über 100 Jahren bestehen. Ziel dieser Masterarbeit ist es daher herauszufinden, ob es bei 24 steirischen Corporates aus dem produzierenden Sektor spezifische Erfolgsmuster gibt. Zudem wird analysiert, welche Faktoren besonders relevant für die Langlebigkeit der Unternehmen waren. Zur Beantwortung der beiden Forschungsfragen wurde eine qualitative Forschungsmethode in Form einer historischen Fallanalyse gewählt. Die Auswahl der Unternehmen begrenzte sich auf jene, welche die folgenden vier Kriterien erfüllten: Der Gründungs- sowie aktuelle Standort befindet sich in der Steiermark. Das Unternehmen muss im produzierenden Sektor tätig und vor 1926 gegründet worden sein. Das Unternehmen darf sich nicht im mehrheitlichen Besitz eines einzigen Eigentümers befinden. Für die Untersuchung wurden drei historische Zeiträume festgelegt, die als besonders herausfordernd für die steirischen Corporates aus dem produzierenden Sektor gelten. Die gewählten Analysevariablen basieren auf zwei theoretischen Modellen. Um die Fallanalysen durchzuführen wurden Betriebsanalysen, Festschriften sowie Unternehmenswebsites herangezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich bei den 24 steirischen Unternehmen ein klares Erfolgsmuster erkennen lässt. Im Zentrum stand die konsequente Verfolgung einer Kernkompetenz- oder Fokusstrategie, kombiniert mit technologischer Weiterentwicklung und internationaler Ausrichtung. Besonders auffällig sind die häufigen Eigentümerwechsel, welche nicht zufällig erfolgten, sondern auf ihre technologische Kompetenz zurückzuführen sind. Ein weiteres Charakteristikum bei den 24 steirischen Corporates aus dem produzierenden Sektor ist, dass viele von ihnen eine Zeit lang verstaatlicht oder unter staatlichen Einfluss waren und im Verlauf der Zeit schrittweise privatisiert wurden.The average lifespan of companies has significantly decreased in recent decades. Nevertheless, there are some companies in Styria that have been in existence for over 100 years. Therefore, the aim of this master's thesis is to find out whether there are specific patterns of success among 24 Styrian corporations in the manufacturing sector. In addition to that, the factors that were particularly relevant for the longevity of the companies are analyzed. To answer the two research questions, a qualitative research method in the form of a historical case analysis was chosen. The selection of companies was limited to those that met the following four criteria: The company was founded and is currently located in Styria. The company must be active in the manufacturing sector and was founded before 1926. The company must not be majority-owned by a single owner. Three historical periods, which are considered particularly challenging for Styrian corporations in the manufacturing sector were defined for the study. The selected analysis variables are based on two theoretical models. Company analyses, commemorative publications and company websites, were used in order to conduct case studies were used. The results show that there is a clear pattern of success among the 24 Styrian companies. The focus was on the consistent pursuit of a core competence or focus strategy, combined with technological development and international orientation. Particularly striking are the frequent changes of ownership, which did not occur by chance but can be attributed to their technological competence. Another characteristic of the 24 Styrian corporations in the manufacturing sector is that many of them were nationalized or under state influence over a certain period of time and were gradually privatized over time.Sandra Janisch, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 110-124Masterarbeit Universität Graz 202
Interdependence of religion and politics : the role of religion in the political strategies of ÖVP and FPÖ under a highlighted observation of the campaign for the National Council election 2024
Zentrales Thema dieser Arbeit ist die Interdependenz von Religion und österreichischer Bundespolitik. Erforscht wird in diesem Kontext die besondere Rolle der Religion in den politischen Strategien - Programmatik und politische Praxis – der ÖVP und der FPÖ. Basis sind die Partei- und Wahlprogramme sowie ergänzende Handbücher. Eine akzentuierte Beobachtung des Wahlkampfes 2024 zur Wahl zum Österreichischen Nationalrat liefert zusätzliche Informationen. Analysiert werden die ÖVP, die sich als die christliche Partei Österreichs bezeichnet und das im Parteiprogramm verankert hat und die FPÖ, die sich das „Kulturchristentum“ ins Parteiprogramm geschrieben hat und sich als Verteidiger des „christlichen Abendlandes“ sieht. Verglichen werden mögliche Übereinstimmungen beider Parteien in der religiösen Semantik und die Kohärenz der Semantik in den jeweiligen Parteidokumenten sowie eine Überführung religiöser Themen in die Tagespolitik. Die übrigen österreichischen Parteien, die derzeit im Parlament vertreten sind, die SPÖ, die Grünen und die NEOS streifen religiöse Aspekte nur am Rande. Sie haben sich in ihren Parteiprogrammen nicht dezidiert auf das jüdisch-christliche Erbe Österreichs festgelegt und werden daher in dieser Arbeit nur peripher berücksichtigt.This study examines the interdependence between religion and federal politics in Austria, with particular focus on the role of religion within the political strategies - both programmatic and practical - of the Austrian People’s Party (ÖVP) and the Freedom Party of Austria (FPÖ). The analysis is based on party manifestos, electoral programs, and supplementary handbooks. Additionally, a detailed observation of the 2024 parliamentary election campaign offers further insights into the religious dimension of political discourse. Central to the investigation are the ÖVP, which designates itself as Austria’s Christian party and enshrines this in its party program, and the FPÖ, which incorporates the concept of “cultural Christianity” into its program and presents itself as a defender of the “Christian Occident.” The study compares possible semantic overlaps between the two parties concerning religious language and evaluates the coherence of such semantic frameworks across their political documents, including the translation of religious themes into day-to-day politics. Other parliamentary parties - namely the SPÖ, the Greens, and NEOS - only marginally reference religion and have not explicitly committed themselves to the Judeo-Christian heritage of Austria in their programmatic positions; they are therefore considered only peripherally within this study.durch Erich Jöbstl, BAMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Archduke Franz Ferdinand and the media: The portrayal of the heir to the throne in selected German-language newspapers of the Habsburg Monarchy between 1895 and 1900. An analysis.
Die vorliegende Masterarbeit analysiert, wie Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand von Österreich-Este in ausgewählten deutschsprachigen Zeitungen der Habsburgermonarchie im Zeitraum 1895-1900 medial dargestellt wurde. Zentral sind dabei folgende Forschungsfragen: Wie wurde Franz Ferdinand in der Berichterstattung ausgewählter deutschsprachiger Zeitungen der Habsburgermonarchie im Zeitraum 1895-1900 dargestellt? Welche Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten lassen sich in der Berichterstattung erkennen? Um die Forschungsfragen beantworten zu können, wurden fünf verschiedene Zeitungen hinsichtlich der drei Kategorien „Krankheit“, „Thronfolger“ und „Hochzeit“ analysiert. Der Untersuchungszeitraum 1895-1900 wurde ausgewählt, da diese Jahre für Franz Ferdinand als zentral betrachtet werden können und von den Ereignissen rund um die drei Kategorien geprägt wurden. Als Quellen für die Analyse dienen dabei die liberale Zeitung „Neue Freie Presse“, das konservative Blatt „Das Vaterland“, die Lokalzeitung „Grazer Tagblatt“, das ländlich geprägte und kleinbürgerliche „Neuigkeits-Welt-Blatt“ sowie die gesellschaftliche Adelszeitung „Wiener Salonblatt“. Die Originalausgaben der jeweiligen Zeitungen wurden in „ANNO“, Onlinearchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, eingesehen.Die Analyse der medialen Berichterstattung zeigt, dass Franz Ferdinand grundsätzlich eher positiv wahrgenommen wurde, wenngleich Unterschiede zwischen den einzelnen Medien und den drei Kategorien ersichtlich werden. Im Zusammenhang mit Franz Ferdinands schwerer Tuberkuloseerkrankung zeigte sich, dass dieser nicht als schwerkrank dargestellt wurde, stattdessen dominierten Berichte über eine sich stetig bessernde Gesundheit. Auch wurde er in diesem Zusammenhang häufig als pflichtbewusst, volksnah und bodenständig charakterisiert, wodurch ein positives Bild in der Öffentlichkeit vermittelt wurde. Hinsichtlich der Darstellung als Thronfolger konnte festgestellt werden, dass Franz Ferdinand zunächst noch nicht als dieser angesehen wurde. Ein Wandel in der medialen Wahrnehmung setzte vor allem ab April 1898 mit seiner Ernennung zur „Disposition des allerhöchsten Oberbefehls“ ein. Franz Ferdinand wurde nun wiederholt als militärisch kompetent, engagiert und als Vertreter des Kaisers dargestellt, wodurch seine Stellung als Thronfolger implizit gestärkt wurde. Zudem kann man ein gesteigertes Interesse an dessen Person erkennen. Hinsichtlich des Aspekts „Hochzeit“ wird deutlich, dass die Zeitungen trotz der ablehnenden Haltung des Hofes eine überwiegend positive oder zumindest neutrale Haltung diesbezüglich einnahmen und die Hochzeit dafür genutzt wurde, Franz Ferdinand positiv zu beschreiben, teils mit großer Emotionalität. In der medialen Darstellung wurden dabei seine Charakterstärke, Entschlossenheit und Fähigkeiten als Problemlöser besonders hervorgehoben, wobei auch immer wieder dessen Verbundenheit zum Volk erwähnt wurde. Somit zeigt sich am Ende der Arbeit, dass Franz Ferdinands mediale Darstellung in den Jahren 1895-1900 einem Wandel unterlag, der vor allem auf seine veränderte Stellung zurückzuführen ist. Dabei wird deutlich, dass die Presseberichterstattung teilweise zu einer öffentlichen Imageaufwertung des Erzherzog-Thronfolgers beitrug.This master’s thesis analyses how Archduke Franz Ferdinand of Austria-Este, heir to the throne, was portrayed in selected German-language newspapers of the Habsburg Monarchy between 1895 and 1900. The following research questions are central to this analysis: How was Franz Ferdinand portrayed in the reporting of selected German-language newspapers of the Habsburg Monarchy between 1895 and 1900? What differences and similarities can be identified in the reporting? In order to answer these research questions, five different newspapers were analysed with regard to the three categories of „illnes“, „heir to the throne“ and „wedding“. The period 1895-1900 was chosen because these years can be considered central to Franz Ferdinands life and were marked by events related to the three categories. The sources used for the analysis are the liberal newspaper "Neue Freie Presse", the conservative newspaper "Das Vaterland", the local newspaper "Grazer Tagblatt", the rural and petty bourgeois "Neuigkeits-Welt-Blatt" and the social aristocratic newspaper "Wiener Salonblatt". The original editions of the respective newspapers were viewed in ‘ANNO’, the online archive of the Austrian National Library. The analysis of media coverage shows that Franz Ferdinand is generally portrayed in a positive light, although differences between the individual media outlets and the three categories are apparent. In connection with Franz Ferdinand's serious tuberculosis, it became apparent, that he was not portrayed as seriously ill; instead, reports of his steadily improving health dominated. In addition, he was repeatedly portrayed as dutiful, close to the people and down-to-earth, which conveyed a positive image to the public. With regard to his portrayal as heir to the throne, it was found that Franz Ferdinand was not initially regarded as such. A change in media perception began in April 1898 with his appointment to the ‘Disposition of the Supreme Command’. Franz Ferdinand was now repeatedly portrayed as militarily competent, committed and a representative of the emperor, which implicitly strengthened his position as heir to the throne. In addition, an increased interest in his person can be observed. With regard to the aspect of the ‘wedding,’ the analysis showed that, despite the court's negative attitude, the newspapers took a predominantly positive or at least neutral stance on this issue and used the wedding to portray Franz Ferdinand in a positive light, sometimes with great emotion. The media coverage particularly emphasised his strength of character, determination and problem-solving skills, while also repeatedly mentioning his connection to the people. Thus, at the end of the thesis, it becomes clear that Franz Ferdinand's media portrayal underwent a change between 1895 and 1900, which can be attributed primarily to his changed position. It becomes clear that press coverage contributed in part to an image enhancement of the Archduke and heir to the throne.Michael StraußMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsc
The influence of enforcement priorities on the selction of key audit matters: an empirical study
Bilanzskandale, wie Enron oder WorldCom, haben dazu geführt, dass das Vertrauen der Investor:innen in die Abschlussprüfung sowie in Enforcement-Institutionen stark abgenommen hat. Um das Vertrauen zu stärken, wurden die Abschlussprüfung und das Enforcement stärker reguliert. Durch die Einführung der EU-Verordnung Nr. 537/2014 und des ISA 701 sind Wirtschaftsprüfer:innen seit 2017 dazu verpflichtet, Key Audit Matters (KAMs) in den Bestätigungsvermerken von Unternehmen von öffentlichem Interesse zu veröffentlichen. Bislang fehlt es an Untersuchungen, welche den Zusammenhang zwischen Enforcement und der Ausgestaltung von KAMs betrachten. Ziel dieser Arbeit ist es, empirisch zu untersuchen, inwieweit die verlautbarten Enforcement-Schwerpunkte die Wirtschaftsprüfer:innen bei der Veröffentlichung von KAMs beeinflussen. Auf Basis eines Datensatzes von 237 Unternehmen, die der Bilanzkontrolle in Deutschland unterliegen, werden drei Analysen durchgeführt. Der Betrachtungszeitraum startet mit der verpflichtenden Veröffentlichung von KAMs im Jahr 2017 und endet mit 2024. Bei allen Analysen wird für weitere relevante Größen wie Big4-Prüfungsgesellschaft, Unternehmensgröße, Verschuldungsgrad und Gesamtkapitalrentabilität kontrolliert. Zudem werden die Analysen ohne und mit unternehmensfixen Effekten durchgeführt. Für die Analysen 1a und 1b wird anhand eines Logit-Modells analysiert, ob ein verlautbarter Enforcement-Schwerpunkt die Wahrscheinlichkeit für einen KAM im Bereich „Goodwill“ bzw. „Umsatzerlöse“ erhöht. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Hypothese nur durch das Logit-Modell mit dem Schwerpunkt „Goodwill“ unterstützt wird. Für die Analyse 2 wird ein lineares Modell erstellt, welches untersucht, ob ein verlautbarter Enforcement-Schwerpunkt einen Einfluss auf den Umfang von KAMs hat. In diesem Zusammenhang kann gezeigt werden, dass in den Jahren des Enforcement-Schwerpunkts bzw. in den Perioden danach umfangreichere KAMs in diesen Schwerpunkten veröffentlicht wurden als in den Perioden davor.Accounting scandals, such as Enron or WorldCom, have led to a decline in investor confidence in financial statement audits and enforcement institutions. In order to strengthen confidence, financial statement audits and enforcement have become subject to greater regulation. Due to Regulation (EU) No. 537/2014 and ISA 2017, auditors have been required to disclose key audit matters (KAMs) in the audit reports of Public Interest Entities since 2017. As of today, there is a lack of research examining the relationship between enforcement and the design of KAMs. The aim of this thesis is to empirically analyze the extent to which the announced enforcement priorities influence the auditors when publishing KAMs. Three analyses are performed based on a data set of 237 companies that are subject to financial reporting enforcement in Germany. The period of analysis starts with the mandatory publication in 2017 and ends in 2024. All analyses control for relevant variables such as big4, company size, debt ratio, and return on assets. In addition, the analyses are performed with and without firm fixed effects. For analyses 1a and 1b, a logit model is used to analyze whether an announced enforcement priority increases the probability of a KAM in the areas of „goodwill“ and „revenue recognition“. The results show that this hypothesis is only supported by the logit model with a focus on goodwill. For analysis 2, a linear model is created to examine whether an announced enforcement priority has an impact on the extent of KAMs. In this context, it can be shown that in the years of the enforcement prioties and in the following periods, more extensive KAMs were published in these areas than in the periods before the priority.Sophie Sallmutter, BScMasterarbeit Universität Graz 202
Kinderhilfe
Die fortschreitende Digitalisierung und die wachsende Beliebtheit sozialer Medien im Alltag bringen neben vielen Chancen für Heranwachsende auch Risiken mit sich. Deshalb spielt die Medienerziehung insbesondere in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe eine entscheidende Rolle. Minderjährige, welche in diesen Einrichtungen leben, haben häufig außerhalb der virtuellen Welt bereits negative Erfahrungen gemacht und können diese in ihren Umgang mit digitalen Medien mitnehmen. Aufgrund dessen fokussiert sich diese Masterarbeit auf die Forschungsfrage „Welche Rolle spielt die Einbindung von Medienerziehung durch pädagogische Fachkräfte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe dabei, die Fähigkeit von Jugendlichen zu fördern, kritisch mit Online-Inhalten umzugehen, um negative Einflüsse zu minimieren?“. Für die Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Insgesamt wurden dabei vier Heranwachsende mittels Gruppendiskussion und vier pädagogische Fachkräfte mithilfe Einzelinterviews befragt. Die Auswertung der Gruppendiskussion und Einzelinterviews erfolgt mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz. Die Ergebnisse zeigen, dass die Medienerziehung durch pädagogische Fachkräfte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe eine entscheidende Rolle spielt, um die Medienkompetenz von Heranwachsenden zu fördern und ihnen somit ermöglicht, negative Einflüsse zu minimieren. Pädagogische Fachkräfte sind dabei Wissensvermittler sowie Ansprechpersonen, um Minderjährige dabei zu unterstützen, ein kritisches Bewusstsein in der virtuellen Welt zu entwickeln.The increasing digitalisation and growing popularity of social media in everyday life not only provide many opportunities for adolescents but also pose risks. This is why media education plays a crucial role, especially in residential child and youth welfare homes. Minors living in these facilities have often already had negative experiences outside the virtual world and bring these over into their use of digital media. For this reason, this master's thesis focuses on the research question ,,What role does the integration of media education by educational professionals in residential child and youth welfare homes play in encouraging young people's ability to deal critically with online content in order to minimise negative influences?”.A qualitative research design was chosen to answer the research question. Four adolescents were interviewed in a group discussion and four educational professionals were interviewed individually. The group discussion and individual interviews were analysed using qualitative content analysis according to Kuckartz. The results show that media education by educational professionals in residential child and youth homes plays a decisive role in promoting the media skills of adolescents and thus enabling them to minimise negative influences. Educational professionals are knowledge providers and mentors who support minors in developing a critical awareness of the virtual world.Antonia Franjga, BAMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Educational Materials on the Topic of Viscosity for Lower Secondary Level Education - Evaluation by Pre-Service Teachers
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Evaluierung von Unterrichtsmaterialien zum Thema Viskosität für die Sekundarstufe I. Diese Thematik ist zwar nicht explizit Teil des österreichischen Lehrplans, bietet sich aber bestens an, um eine interdisziplinäre Vernetzung im Rahmen eines fächerübergreifenden naturwissenschaftlichen Unterrichts für den MINT bzw. STEAM Bereich zu schaffen. Trotz diesem multiperspektivischen MINT-Gedanken liegt der Fokus dieser Arbeit im Bereich der Physik, um den Rahmen zeitlich und wissenschaftlich nicht zu sprengen.Ziel der Arbeit ist es eine Evaluation der konzipierten Unterrichtsmaterialien von angehenden Lehrkräften, Masterstudierenden des Lehramts einzuholen. Mit Hilfe dieser ersten Einschätzung kann das generierte Material überarbeitet werden und lernförderlicher gestaltet werden.Zu Beginn spielt die didaktische Strukturierung des Lernarrangements eine wesentliche Rolle, welche es ermöglicht, neue Unterrichtsmaterialien basierend auf fachdidaktischem Wissen zu konzipieren. Darüber hinaus wird dieses Material durch Expert:innen, den angehenden Lehrkräften, in Form von Akzeptanzbefragungen evaluiert, um mögliche lernförderliche oder lernhinderliche Elemente festzumachen. Die Befragungen finden als leitfadengestützte Interviews statt, welche anschließend transkribiert und anhand der qualitativen Inhaltsanalyse untersucht werden. Dieser Prozess zeigte bereits eine hohe Akzeptanz gegenüber dem erstellten Unterrichtsmaterial, aber wies auch einige verbesserungswürdige Elemente auf. Die Implementierung dieser Einschätzungen verspricht eine Zunahme der Lernförderlichkeit des Materials, welche in einem weiteren Untersuchungsvorhaben erforscht werden kann.Hauptziel dieser Arbeit ist es evidenzbasiertes Unterrichtsmaterial zum Thema Viskosität in der Physik für die Sekundarstufe I zu erstellen und zu optimieren.This master's thesis focuses on the development and evaluation of educational materials on the subject of viscosity for the lower secondary level education. Although viscosity is not explicitly included in the Austrian curriculum, it offers considerable potential for interdisciplinary connections within cross-curricular science teaching in STEM (or STEAM) context. While STEM/STEAM education allows for multiple perspectives, the thesis primarily focuses on physics in order to remain within the temporal and scientifical scope.The main goal of the thesis is to assess developed teaching and learning materials by pre-service teachers – master’s students in teacher education. This initial evaluation enables the materials to be reviewed from the pre-service teachers’ perspective and provides insights for refining them to enhance their use, implementation, and effectiveness in supporting students’ learning processes.The educational reconstruction of the learning arrangement forms an essential basis for developing new teaching materials. Furthermore, the materials were evaluated by experts – namely the pre-serving teachers – using the probing acceptance method to identify elements that either promote or hinder learning. Data were collected through guided interviews, followed by transcription and qualitative content analysis. The results reveal a high level of acceptance of the developed material, while also pointing to areas for improvement. Incorporating these insights is expected to strengthen both the materials themselves and future research on learning processes.The primary objective of this thesis is therefore the development and optimization of evidence-based educational materials on the subject of viscosity in physics for lower secondary level.Automatisch erstellte Titelanzeige – Daten nicht geprüftMasterarbeit Universität Graz 202