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Police interpreting from the perspective of interpreters with and without translation studies training
Das Dolmetschen im polizeilichen Setting erfordert nicht nur hohe sprachliche Präzision, sondern auch ein fundiertes Verständnis für rechtliche und ethische Aspekte. In diesem sensiblen Bereich arbeiten sowohl Dolmetscher*innen mit als auch ohne translationswissenschaftliche Ausbildung. Diese Masterarbeit untersucht die Unterschiede in den Wahrnehmungen und Handlungsansätzen dieser beiden Gruppen.Im Rahmen einer qualitativen Studie wurden sechs Interviews mit Polizeidolmetscher*innen geführt – drei mit und drei ohne translationswissenschaftliche Ausbildung. Die Auswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring zeigt, dass beide Gruppen das polizeiliche Setting als komplex wahrnehmen, sich jedoch in ihren Lösungsansätzen unterscheiden. Dolmetscher*innen mit translationswissenschaftlicher Ausbildung reflektieren verstärkt über ethische und rechtliche Fragestellungen und nutzen ihr theoretisches Wissen, um Machtstrukturen zu hinterfragen. Dolmetscher*innen ohne entsprechende Ausbildung setzen stärker auf praxisnahe und intuitive Strategien, um die sprachliche Präzision sicherzustellen und die Kommunikation im polizeilichen Kontext effizient zu gestalten.Die Ergebnisse verdeutlichen den entscheidenden Einfluss einer translationswissenschaftlichen Ausbildung auf die professionelle Rolle von Polizeidolmetscher*innen und heben die Notwendigkeit gezielter Professionalisierungsmaßnahmen hervor. Besonders ethische Reflexion, strukturierte Fortbildungsprogramme und Supervision tragen maßgeblich dazu bei, die Qualität polizeilicher Dolmetschungen langfristig zu sichern und Dolmetscher*innen im Umgang mit emotionalen Belastungen zu unterstützen. Auch die Kompetenzprüfung des Bundesministeriums für Inneres (BMI) spielt eine zentrale Rolle, da sie einen wesentlichen Beitrag zur Professionalisierung und Qualitätssicherung im Bereich des Polizeidolmetschens leistet.Interpreting in police settings requires not only high linguistic precision but also a sound understanding of legal and ethical aspects. This sensitive field includes interpreters both with and without training in translation studies. This master's thesis examines the differences in the perceptions and approaches of these two groups.As part of a qualitative study, six interviews were conducted with police interpreters—three with and three without training in translation studies. An analysis based on Mayring’s qualitative content analysis method shows that both groups perceive the police setting as complex but differ in their approaches. Interpreters trained in translation studies reflect more deeply on ethical and legal issues and apply their theoretical knowledge to critically examine power structures. In contrast, interpreters without formal training rely more heavily on practical and intuitive strategies to ensure linguistic precision and facilitate efficient communication in police contexts.The results illustrate the significant influence of translation studies training on the professional role of police interpreters and highlight the need for targeted professional development initiatives. Ethical reflection, structured training programs, and supervision play a crucial role in ensuring the long-term quality of police interpreting and supporting interpreters in coping with emotional burdens. Additionally, the BMI competency exam plays a key role, as it makes an important contribution to the professionalization and quality assurance of police interpreting.vorgelegt von Israa Hemida, BAMasterarbeit Universität Graz 202
Artistic and creative practices as resources in disability services : importance, forms, and potential benefits in working with individuals with intellectual disabilities
Jeder Mensch hat laut UN-Behindertenrechtskonvention ein Recht auf Bildung, kulturelle Teilhabe, persönliche Entfaltung und den Erwerb von Fähigkeiten. Dafür sind geeignete Räume nötig. Diese Arbeit untersucht den Einfluss und das Potenzial von Kunst und Kreativität in der Arbeit mit Menschen mit intellektuellen Behinderungen in der österreichischen Behindertenhilfe. Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern sie als Ressource dienen können. 13 Expert*innen, Pädagog*innen, Betreuer*innen sowie Kunst-, Mal- und Gestaltungstherapeut*innen wurden dazu leitfadengestützt befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Kunst und kreative Tätigkeiten die persönliche und soziale Entwicklung fördern und Barrieren abbauen. Sie gliedern sich mit verschiedenen Zielen und Methoden in Kunsttherapie, Kunstpädagogik, Kunsthandwerk und freie Kunst. Zudem wird die klare Trennung von Kunstpädagogik und -therapie sowie eine breitere Integration künstlerischer Angebote in der Behindertenarbeit empfohlen.According to the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities, everyone has the right of education, cultural participation, personal development and skill acquisition, requiring appropriate spaces. This study examines the influence and potential of art and creativity in working with people with intellectual disabilities in Austrian disability services. It aims to determine to what extent these can serve as a resource. Thirteen experts, including educators, caregivers and design therapists, were interviewed using a structured guideline. Results show that art and creative activities promote personal and social development as well as helping to break down barriers. They are categorized into art therapy, art education, arts and crafts, and fine arts. The findings also highlight the need to clearly separate art education and therapy to broaden and inclusively integrate art offerings in disability services.Autorin: Anna Kogler, B.A.Masterarbeit Universität Graz 202
Presentation of sustainability reports according to draft ESRS P1 and current developments
Das Interesse an den Nachhaltigkeitsaspekten der Unternehmen hat in den letzten Jahren angesichts globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel und gesellschaftlichen Erwartungen stark zugenommen. Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass bestehende gesetzliche Regelungen und freiwillige Rahmenwerke bislang keine ausreichende Qualität, Relevanz und einheitliche Präsentation der von den Unternehmen veröffentlichten Nachhaltigkeitsinformationen gewährleisten konnten. Vor diesem Hintergrund hat sie die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) mit der Entwicklung der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) beauftragt. Diese Masterarbeit hat das Ziel, ausgehend vom Arbeitspapier ESRS P1 die Anforderungen an die Präsentation von Nachhaltigkeitsinformationen zu untersuchen und deren Angemessenheit zu analysieren. Dabei wird die Entwicklung bis hin zur Veröffentlichung des Delegierten Rechtsakts durch die Europäische Kommission detailliert analysiert. Aus der Analyse geht hervor, dass die Umsetzung der ESRS mit erheblichen Herausforderungen und Kosten für berichtende Unternehmen verbunden ist. Die Zusammenarbeit der EFRAG mit internationalen Standardsetzern erleichtert jedoch die Anwendung der Standards und könnte langfristig zu einer global einheitlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung führen. Nutzer:innen von Nachhaltigkeitsinformationen können bei einer konsequenten Umsetzung der Anforderungen von einer gesteigerten Vergleichbarkeit und Relevanz der bereitgestellten Daten profitieren. Durch die laufenden Anpassungen der Standards bleiben die Auswirkungen und die Angemessenheit der Standards in der Praxis noch abzuwarten.Interest in the sustainability aspects of companies has increased significantly in recent years in light of global challenges such as climate change and social expectations. The European Commission has determined that existing statutory regulations and voluntary frameworks have not yet been able to guarantee sufficient quality, relevance and uniform presentation of the sustainability information published by companies. For this reason, it commissioned the European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) to develop the European Sustainability Reporting Standards (ESRS). The aim of this master's thesis is to examine the requirements for the presentation of sustainability information based on the ESRS P1 working paper and to analyze its reasonableness. The development up to the publication of the delegated act by the European Commission is analyzed in detail. The analysis shows that the implementation of the ESRS is associated with considerable challenges and costs for reporting companies. However, EFRAG's cooperation with international standard setters facilitates the application of the standards and could lead to globally uniform sustainability reporting in the long term. Users of sustainability information can benefit from increased comparability and relevance of the data provided if the requirements are implemented consistently. Due to the ongoing adjustments to the standards, the impact and appropriateness of the standards in practice remain to be seen.Christoph Kahr, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 64-76Masterarbeit Universität Graz 202
The gender funding gap: An analysis of the causes, effects and consequences of the funding gap in female entrepreneurship and possible solutions
Start-ups stellen in Österreich einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und zum Wachstum der österreichischen Wirtschaft dar. Jedoch sind sie mit einigen Herausforderungen konfrontiert, zu denen insbesondere der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten zählt. Die Frage nach möglichen Finanzierungsformen ist dabei zunehmend in den Fokus der Gender- und Geschlechterforschung gerückt, da Frauen nachweislich bei Unternehmensgründungen von einer ungleichen Vergabe von Finanzierungsmitteln betroffen sind. Der Finanzierungslücke können demnach weitreichende Folgen sowohl für die bestehende Geschlechterungleichheit als auch für die ökonomische Entwicklung eines Landes zugeschrieben werden. Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, die Rolle des Geschlechts bei der Vergabe von Finanzierungsmitteln sowie die Auswirkungen dieser auf das weibliche Unternehmertum zu analysieren. Diesbezüglich wird zudem der Frage nachgegangen, welche Faktoren zur Entstehung des Gender-Funding-Gaps führen und welche politischen Maßnahmen dazu beitragen können, den Gender-Funding-Gap zu verringern. Um die Forschungsfragen beantworten zu können, wird zunächst eine umfassende Literaturrecherche zu geschlechtsspezifischen Unterschieden im Unternehmertum durchgeführt, die Finanzierungsmöglichkeiten von Start-ups behandelt und die konkrete Bedeutung sowie die Ursachen des Gender-Funding-Gaps aufgezeigt. Zudem werden bereits etablierte oder geplante politische Maßnahmen untersucht. Durch eine qualitative Befragung von weiblichen Start-up-Gründerinnen wurden die politischen bzw. gesellschaftlichen Maßnahmen analysiert und weitere praxisnahe Möglichkeiten aufgezeigt. Die Ergebnisse zeigen dabei deutlich, dass insbesondere gesellschaftlich verankerte Rollenbilder und die fehlende Gleichstellung zu den Kernursachen des Gender-Funding-Gaps zählen. Politische Maßnahmen, die geschlechtsspezifische Bias reduzieren und Frauen konkret als Gründerinnen unterstützen, werden als die wirksamsten Maßnahmen erachtet.Start-ups in Austria make an important contribution to the development and growth of the Austrian economy. However, they face a number of challenges that need to be overcome. One key factor is access to financing. The question of possible forms of financing has increasingly become the focus of gender and sex research in this regard, as women are demonstrably affected by an unequal allocation of funding when setting up a business. The financing gap can therefore have far-reaching consequences both for existing gender inequality and for the economic development of a country. The aim of this master's thesis is to analyze the role of gender in the allocation of funding and its impact on female entrepreneurship. In this regard, the question of which factors lead to the emergence of the gender funding gap and which political measures can contribute to reducing the gender funding gap is also investigated. In order to answer the research questions, a comprehensive literature review on gender-specific differences in entrepreneurship is first carried out, the financing options for start-ups are discussed and the specific significance and causes of the gender funding gap are identified. In addition, already established or planned political measures are examined. Through a qualitative survey of female start-up founders, the political and social measures were analyzed and further practical possibilities were identified. The results clearly show that socially anchored role models and the lack of equality are among the core causes of the gender funding gap. Political measures that reduce gender-specific bias and specifically support women as founders are considered to be the most effective measures.Daniel Pamsl, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 104-108Masterarbeit Universität Graz 202
Establishing a survival analysis pipeline in R to streamline the analysis of large gene expression datasets
In der vorliegenden Arbeit wurde eine Pipeline zur Survival Analyse in R etabliert, um die In der Analyse umfangreicher Datensätze zu optimieren. Die Pipeline zielt darauf ab, diese Analysen für eine Vielzahl von Forschungsfragen zu vereinfachen, indem große Datenmengen, z.B. aus dem The Cancer Genome Atlas Program (TCGA), verwendet werden. Survivalanalyse ist ein wichtiges statistisches Mittel in der Krebsforschung, bei der die Zeit von einem definierten Startpunkt, wie der Zeitpunkt der Diagnose oder des Behandlungsbeginns, bis zu einem definierten Event, wie bspw. einem Rezidiv oder dem Tod, analysiert wird. Durch Einbeziehung verschiedener Faktoren, wie z.B. Genexpression und Art der Behandlung, trägt sie zum Verständnis von Krankheitsverläufen und der Identifizierung potenzieller prognostischer Biomarker bei und unterstützt die Entwicklung von Behandlungsstrategien. Die hier etablierte Pipeline wurde zunächst im Rahmen eines Forschungsprojekts von Uhl et al. für die Analyse von Chemokinrezeptorexpression bei Lymphomapatienten erstellt. Die Ergebnisse zeigten bei Lymphomapatient*innen einen Zusammenhang zwischen einer hohen CCR7-Expression und einer schlechten Überlebensprognose und dass das Expressionsmuster der Richter-Syndrom-Proben denen nicht-neoplastischer germinaler B-Zellen ähnlicher ist als denen der anderen diffus-großzelligen B-Zell-Lymphomen (DLBCLs). In der Folge wurde die Pipeline ausgebaut und um eine modulare Struktur erweitert, um sie für eine größere Bandbreite an Datensätzen und Forschungsbedürfnissen nutzen zu können. Um die etablierte Pipeline weiter zu testen, wurde das prognostische Potenzial ausgewählter Zytokine und verwandter Signaltransduktionsmoleküle sowie ihrer cis nichtkodierenden natürlichen Antisense-Transkripte (ncNATs) untersucht. Die Analyse ergab für IL6 und IL6R sowie einem einzigen Sense- und Antisense-Paar, CD27 und CD27-AS1, signifikante Überlebensunterschiede in Bezug auf ihre die Expression. Interessanterweise wird bei allen signifikanten Ergebnissen für CD27, eine hohe Expression mit einer besseren Überlebensrate assoziiert, während bei allen signifikanten CD27-AS1-Ergebnissen eine hohe Expression mit einer geringeren Überlebensrate assoziiert wird, allerdings in unterschiedlichen Krebsarten. Die etablierte Pipeline zeigte ihre Eignung für die schnelle Verarbeitung großer Datensäte für verschiedene Spezifikationen und Forschungsanforderungen. Ihr Design erlaubt die Ergänzung um weitere statistische Methoden und die Anpassung von Parametern, um die Anwendung der Pipeline auf individuelle Forschungsfragen in einer allgemein zugänglichen Softwareumgebung zu ermöglichen. Dieses Projekt unterstreicht die Bedeutung strukturierter, reproduzierbarer und effizienter Datenverarbeitungsmethoden zur Förderung der Forschung in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen.This research establishes a survival analysis pipeline in R to streamline the analysis of large-scale datasets. The pipeline aims to simplify these analyses for a variety of research questions, utilizing large datasets, for instance those from The Cancer Genome Atlas Program (TCGA). Survival analysis is a crucial statistical tool in cancer research, analyzing the time from a defined start time, such as time of diagnosis or treatment start, to a defined event, such as relapse or death. By incorporating different factors, such as gene expression and treatment types, survival analysis contributes to the understanding of disease progression, patient survival and identification of potential prognostic biomarkers, thereby aiding the development of treatment strategies. The here established pipeline was initially created for the analysis of chemokine receptor expression in lymphoma patients as part of a research project by Uhl et al. The results showed that high CCR7 expression associates with poor survival prognosis in lymphoma patients and that the expression pattern of Richter Syndrome samples is more similar to non-neoplastic germinal B-cells than to other diffuse large B-Cell lymphomas (DLBCLs). Subsequently, the pipeline was extended and enhanced with a modular structure to be applicable to a wider range of datasets and research needs. To further test the established pipeline the prognostic potential of selected cytokines and related signalling molecules with cis non-coding natural antisense transcript (ncNAT) partner genes was assessed. The analysis found significant survival differences related to the expression of CD27 and CD27-AS1, as the only sense- and anti-sense pair, as well as of IL6 and IL6R. Interestingly, all the significant results for CD27 associate high CD27 expression with better survival, while all the significant results for CD27-AS1 associate high expression with lower survival rates, though in different cancer types. The established pipeline demonstrated capabilities in quickly processing large datasets for different specifications and research demands. Its design supports the addition of further statistical methodologies and the customization of parameters to facilitate its application for individual research questions within a widely accessible software environment. This project underlines the importance of structured, reproducible and efficient data processing methods to advance research across diverse scientific fields.Claudia BaumgartnerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Investigating factors that influence the behavioral intention to use demand-responsive transport services in rural areas
Die verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird oft als wichtiger Hebel zur Verringerung der globalen CO2-Emissionen angesehen. Vor allem in ländlichen Gebieten besteht jedoch eine hohe Abhängigkeit vom privaten Auto, was die Förderung von Alternativen erschwert. Bedarfsorientierte Mobilitätsservices sind eine Form von öffentlichen Verkehrsmitteln, die im Voraus gebucht werden müssen und daher flexibler sind als fixe öffentliche Verkehrsmittel, wie zum Beispiel Busse oder Züge. Obwohl die Anzahl von bedarfsorientierten Mobilitätsservices zunimmt, ist ihre Auslastung nach wie vor gering. Daher untersucht diese Studie Faktoren, die die Absicht, bedarfsorientierte Mobilitätsservices in ländlichen Gebieten zu nutzen, beeinflussen, indem sie eine quotenrepräsentative Umfrage unter 1.000 österreichischen Einwohnern auf der Grundlage der „Unified Theory of Acceptance and Use of Technology“ durchführte. Die Stichprobe wurde mittels einer multiplen linearen Regressionsanalyse analysiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die wahrgenommene Nützlichkeit eines bedarfsorientierten Mobilitätsservices (Leistungserwartung), die Meinung anderer Personen (sozialer Einfluss) und die Einstellung der Menschen gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln die Verhaltensabsicht zur Nutzung von bedarfsorientierten Mobilitätsservices sowohl bei Nutzern als auch bei Nicht-Nutzern signifikant beeinflussen können. Daher schlägt diese Studie vor, sich darauf zu konzentrieren, bedarfsorientierte Mobilitätsservices als realistische Alternative für die Bewohner ländlicher Gebiete zu positionieren und die Erfahrungen der Nutzer zu verbessern, um eine positive Verbreitung der Mundpropaganda zu fördern. Diese Studie leistet einen weiteren Beitrag zu dem neu entstehenden Forschungszweig über die Akzeptanz von bedarfsorientierten Mobilitätsservices.Raising the use of public transport services is often seen as an important lever to reduce global CO2-emissions. However, especially in rural areas, there is a high dependency on the private car, making it difficult to promote alternatives. Demand-responsive transport (DRT) services are a form of public transport services that require to be booked in advance and thus are more flexible than fixed public transport services, such as busses or trains. Even though the number of DRT services is increasing, their occupancy rates remain low. Therefore, this study examines factors that influence the intention to use DRT services in rural areas by conducting a quota-representative survey based on the Unified Theory of Acceptance and Use of Technology among 1,000 Austrian residents. The sample was analyzed using a multiple linear regression analysis. The results indicate that the perceived usefulness of a DRT service (performance expectancy), other people’s opinions (social influence), and people’s attitude towards public transport services can significantly influence the behavioral intention to use DRT services for both users and non-users. Therefore, this study suggests to focus on positioning DRT services as a realistic alternative for rural residents and to enhance the experience for users to facilitate a positive spread of the word-of-mouth. This study further contributes to the emerging stream of research on the acceptance of DRT services.author: Marco WeißenbacherMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Modelling, operationalising and exploring historical information : using historical financial sources as an example
Diese Dissertation untersucht die Implementierung historischer Informationen in Informationssystemen. Sie behandelt die Repräsentation historischer Finanzinformationen anhand von vier miteinander verbundenen Themen: (1) Modellierung historischer Informationen; (2) Operationalisierung dieser Informationen als semantische, Semantic Web-basierte und FAIR-orientierte Forschungsdaten; (3) Exploration mit Hilfe von Benutzerschnittstellen und Visualisierungen; und (4) Diskussion von LLM-basierten Ansätzen in diesen Prozessen.Die Arbeit identifiziert vier zentrale Charakteristika historischer Informationen - Unsicherheit, Kontextsensitivität, Multiperspektivität und Fokus auf menschliche Interaktivität - basierend auf einer Analyse von Theorien der Informationswissenschaft und der digitalen Geisteswissenschaften. Aktuelle Modelle wie CIDOC-CRM und spezialisierte Finanzontologien (REA, FIBO, XBRL) haben ihre Grenzen bei der Repräsentation historischer Finanzinformation. Die Bookkeeping Ontology 1.3 adressiert diese Herausforderungen, indem sie das ereignisorientierte Dokumentationsprinzip von CIDOC-CRM mit der Resource-Event-Agent Ontology (REA) kombiniert, um ökonomische Realitäten (Transaktionen, Verbindlichkeiten, Dienstleistungen), dokumentarische Evidenzen (Buchungseinträge, Vermerke) und wissenschaftliche Interpretationen zu modellieren.Ein forscher:innen-zentirerter Ansatz prägt sowohl die Ontologieentwicklung als auch die Gestaltung der Benutzungsoberflächen. Durch „Deep-Dive“-Sitzungen und ein anforderungsgetriebenes Vorgehen wird das Informationssuchverhalten von Historikerinnen und Historikern als aktiver, explorativer Prozess erforscht. Die Umsetzung erfolgt nach methodischen Prämissen und mündet in DEPCHA, einem Publikationsportal für digitale Editionen, das geisteswissenschaftliche digitale Editionen mit Semantic-Web-Technologien verbindet. Diese FAIR-konforme Infrastruktur nutzt RDF-basierte Wissensgraphen in GAMS, um Langzeitarchivierung und interoperablen Datenzugriff zu ermöglichen. Die Analyse von derzeit 16 digitalen Editionen historischer Finanzquellen aus Europa und Nordamerika demonstriert die technische Machbarkeit.DEPCHA bietet drei verschiedene Schnittstellen: eine Sammlungsansicht für die Suche nach Metadaten, eine Editionsansicht, die TEI-Transkriptionen mit Faksimiles kombiniert, und eine Dashboard-Ansicht für aggregierte Datenvisualisierungen. Weitere experimentelle Schnittstellen - wie Netzwerkvisualisierungen und hierarchische „Tree Maps“ - erfüllen spezifische Forschungsbedürfnisse von Sozial- und Wirtschaftshistorikern. Diese Implementierungen bewahren Kontextwissen und wissenschaftliche Annotationen.Abschließend reflektiert die Dissertation LLM-basierte Ansätze und identifiziert mögliche Anwendungsbereiche für die Modellierung, Operationalisierung und Exploration historischer Informationen. Neue LLM-Methoden mit Advanced Prompt Engineering, die ein Expert-in-the-Loop-Paradigma forcieren, zeigen Potentiale in der Ontologiemodellierung, der Datengenerierung und der Entwicklung von Prototypen für Benutzerschnittstellen, die anhand der Einführung der Methode “Prompt Prototyping” diskutiert werden.This thesis examines the implementation of historical information in information systems. It addresses the representation of historical financial records through four interrelated themes: (1) modelling historical information; (2) operationalising it as Semantic Web-based and FAIR-oriented research data; (3) exploring it through web interfaces and visualisations; and (4) evaluating LLM-based approaches to these processes.The research identifies four defining characteristics of historical information – uncertainty, context sensitivity, multiperspectivity and human agency – through analysis of information science and Digital Humanities theory. Current models, including CIDOC-CRM and specialised financial ontologies (REA, FIBO, XBRL), demonstrate limitations in representing historical financial information. The Bookkeeping Ontology 1.3 addresses these limitations by integrating CIDOC-CRM's event-centric documentation with REA's resources-events-agents paradigm to model economic reality (transactions, obligations, services), documentary evidence (entries, mentions), and scholarly interpretations of these historical assertions.A scholar-centred design approach underpins both the ontology development and the interface design. Through deep dive sessions and requirements engineering, the research defines historians' information seeking behaviour as an active, exploratory process. Implementation follows methodological assumptions and results in DEPCHA, a digital editions publication hub combining scholarly digital editions with Semantic Web technologies. This FAIR-compliant infrastructure implements RDF-based knowledge graphs in GAMS for long-term preservation and interoperable data access. Analysis of DEPCHA's current 16 digital editions from European and North American sources demonstrates technical feasibility.DEPCHA implements three distinct interfaces: a collection view for metadata discovery, an edition view pairing TEI transcriptions with facsimiles, and a dashboard view providing aggregated data visualisations. Additional experimental interfaces – network visualisations and hierarchical tree maps – support specific research requirements for social and economic historians. These implementations maintain contextual knowledge and scholarly annotations.Finally, the thesis reflects on LLM-based approaches and indicates potential applications in modelling, operationalising, and exploring historical information. Frontier LLMs with advanced prompt engineering, following an expert-in-the-loop methodology, demonstrate capabilities in ontology engineering, data creation, and interface prototyping through the introduction of "Promptotyping" for rapid development of research interfaces.submitted by Christopher Pollin, MA MADissertation Universität Graz 202
Morphologically deformed oocytes after in-vitro-fertilization : what factors cause them and what are the consequences?
Diese Arbeit untersucht morphologisch deformierte Eizellen nach einer künstlichen Befruchtung mittels In-Vitro-Fertilisation (IVF). Bisher gibt es wenige Erkenntnisse darüber, warum diese Eizellen deformiert auftreten, welche Faktoren sie beeinflussen und ob sie das gleiche Entwicklungspotenzial besitzen wie normal erscheinende Eizellen. In dieser retrospektiven Studie wurden 196 Behandlungszyklen untersucht, wobei 1.230 Eizellen analysiert wurden, davon 162 mit morphologischen Auffälligkeiten. Zur Ursachenanalyse wurden Parameter wie der Kumulus-Oozyten-Komplex (COC), die pipettierte Spermienmenge und morphologische Eizellmerk-male betrachtet. Die Eizellen wurden fotografisch dokumentiert und mikroskopisch analysiert, um den Grad der Deformation zu bestimmen. Anschließend wurde ihre Entwicklung weiterverfolgt.Die Ergebnisse zeigen, dass gedellte Eizellen häufiger bei unreifen Eizellen auftreten. Diese wiesen öfter einen fehlenden perivitellinen Spalt auf, hatten eine verdickte Zona pellucida und traten vermehrt bei Patientinnen mit niedrigerer Maturationsrate auf. Zudem wurden sie häufiger bei Patientinnen mit vielen Eizellen beobachtet, also nach Stimulation mit hohen Gonadotropindosen beobachtet.Die embryonale Entwicklung gedellter Eizellen zeigte keine signifikanten Nachteile im Vergleich zu nicht deformierten Eizellen. Auch Implantationsraten waren ähnlich, allerdings wurde eine leicht reduzierte fetale Herzaktivität festgestellt.Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass gedellte Eizellen nicht grundsätzlich verworfen werden sollten, da sie ein vergleichbares Entwicklungspotenzial haben. Zukünftige Studien sollten die Auswirkungen dieser Deformationen, insbesondere im Hinblick auf die Kryokonservierung, weiter untersuchen.This study examines morphologically deformed oocytes after artificial fertilization through in vitro fertilization (IVF). So far, little is known about why these oocytes appear deformed, which factors influence them, and whether they have the same developmental potential as normally appearing oocytes or not. In this retrospective study, 196 treatment cycles were examined, and 1,230 oocytes were analyzed, including 162 with morphological abnormalities. To analyze the causes, parameters such as the cumulus-oocyte-complex (COC), the amount of pipetted sperm, and morphological oocyte characteristics were considered. The oocytes were documented photographically and microscopically analyzed to determine the degree of deformation. Their further development was then monitored. The results show that deformed oocytes occur more frequently in immature oocytes. These oocytes often lacked a perivitelline space, had a thickened zona pel-lucida, and were more commonly observed in patients with a lower maturation rate. Additionally, they were more frequently found in patients with a high number of oocytes, particularly after stimulation with high doses of gonadotropins. The embryonic development of deformed oocytes showed no significant disad-vantages compared to non-deformed oocytes. Implantation rates were also simi-lar, although a slightly reduced fetal heart activity was observed. These findings suggest that deformed oocytes should not be discarded outright, as they possess comparable developmental potential. Future studies should further investigate the effects of these deformations, particularly regarding cryopreservation.Judith EndersMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
The Media Representation of All-Day Schooling During the COVID-19 Pandemic in Austria A Qualitative Content Analysis of Newspaper Reporting in Der Standard from March 1, 2020 to December 31, 2022
Die Covid-19-Pandemie stellte das Bildungssystem vor enorme Herausforderungen und rückte Ganztagsschulen als mögliche Lösungsansätze stärker in den öffentlichen Fokus. Die vorliegende Masterarbeit untersuchte die mediale Repräsentation der Erwartungen an die Ganztagsschule während der Covid-19-Pandemie in der Tageszeitung Der Standard. Ziel war es zu analysieren, welche Erwartungen an die Ganztagsschule thematisiert, wie deren Wirksamkeit dargestellt und welche Konsequenzen beziehungsweise Maßnahmen von den Verfasser*innen gefordert wurden. Grundlage bildet eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (2022) von 12 Artikeln, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2022 veröffentlich wurden.Die Analyse zeigt, dass die an Ganztagsschulen gestellten Erwartungen vielfältig sind und sich mit den bereits in der Fachliteratur bekannten Zielen decken: Ganztagsschulen sollen die Chancengleichheit fördern, zur beruflichen Entlastung und Gleichstellung der Geschlechter beitragen, ganzheitliche Bildung und Soziales Lernen fördern sowie Eltern finanziell entlasten. Besonders betont wird die Funktion der Ganztagsschule, sozial benachteiligte Kinder aus schwierigen Verhältnissen zu unterstützen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen sowie Nachhilfekosten zu reduzieren. Dazu wird eine qualitativ hochwertige Gestaltung der Ganztagsschule gefordert, die in ganz Österreich verfügbar sein soll und mit ihrem Umfeld vernetzt werden soll.Zudem verdeutlichen die analysierten Artikel auch wesentliche Kritikpunkte an der Ganztagsschule: die Überforderung und Belastung von Schüler*innen sowie die politischen Blockaden und die fehlende Unterstützung. Es wird eine unzureichende Wirkung durch pandemiebedingte Einschränkungen beschrieben sowie eine Adaptation der Ganztagsschul-Gebäude gefordert.Die Ergebnisse machen deutlich, dass Ganztagsschulen einerseits als zentrale Rolle für Bildungs- und Betreuungsfragen im Pandemiekontext gesehen werden, andererseits aber an bestehenden strukturellen Problemen scheitern.Zudem wird die Rolle der Medien als wichtiger Akteur in der öffentlichen Meinungsbildung hervorgehoben. Medien wie Der Standard tragen wesentlich dazu bei, wie über Ganztagsschulen diskutiert wird und prägen die langfristigen Wahrnehmungsmuster in der Gesellschaft wesentlich.The COVID-19 pandemic posed enormous challenges to the education system and brought all-day schools increasingly into public focus as possible solutions. This master's thesis examines the way media represents expectations toward all-day schools during the COVID-19 pandemic in the Austrian newspaper Der Standard. The aim was to analyze which expectations of all-day schools are addressed, how their effectiveness is portrayed, and which consequences or measures are demanded by the authors. The study is based on a qualitative content analysis according to Mayring (2022) of 12 articles published between March 1, 2020, and December 31, 2022.The analysis shows that expectations of all-day schools are diverse and align with goals already known in academic literature: all-day schools are expected to promote educational equity, contribute to work-life balance and gender equality, foster holistic education and social learning, and financially relieve parents. Particular emphasis is placed on the role of all-day schools in supporting socially disadvantaged children from difficult backgrounds, enabling the reconciliation of work and family life, and reducing the need for private tutoring. Furthermore, a high-quality design of all-day schools is called for, which should be available throughout Austria and networked with their local environment.In addition, the analyzed articles highlight significant criticism of all-day schools: the overburdening and stress on students as well as political blockades and lack of support. The articles describe the limited effectiveness of all-day schools due to pandemic-related restrictions and demand structural adaptations of school buildings. The results show that while all-day schools are seen as central to addressing educational and care needs in the pandemic context, they also fail to overcome existing structural problems.Finally, the thesis emphasizes the role of media as an important actor in shaping public opinion. Media outlets like Der Standard contribute significantly to shaping public debates on all-day schools and strongly influence long-term societal perceptions of this educational model.Automatisch erstellte Titelanzeige – Daten nicht geprüftMasterarbeit Universität Graz 202
Total sale for transferring restructuring in insolvency proceedings and trustee restructuring plan : an analysis considering the eu directive on the harmonization of insolveny law
Das österreichische Insolvenzrecht verfolgt das Ziel, wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen nicht unmittelbar zu liquidieren, sondern eine Sanierung und den Fortbestand dieser zu ermöglichen. Diese Herangehensweise basiert auf der Erkenntnis, dass viele Unternehmen trotz finanzieller Schwierigkeiten oft über eine strukturelle Bestands- und Wettbewerbsfähigkeit verfügen, die es zu bewahren gilt. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit zwei spezifischen Verfahrensmodellen, die auf die Erhaltung von krisengebeutelten Unternehmen ausgerichtet sind: Einerseits die Gesamtveräußerung eines Unternehmens im Konkursverfahren und andererseits der Liquidationssanierungsplan, der eine Erscheinungsform des Treuhandsanierungsplans darstellt. Zu Beginn der Arbeit werden die grundlegenden Aspekte des Insolvenzrechts erläutert, einschließlich der allgemeinen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, der verschiedenen Verfahrensarten und der zugrunde liegenden rechtlichen Prinzipien. In weiterer Folge wird die Gesamtveräußerung eines Unternehmens im Konkursverfahren, auch als übertragende Sanierung bezeichnet, näher betrachtet. Hierbei werden die Besonderheiten dieses Verfahrensmodells, dessen rechtliche Rahmenbedingungen, haftungsrechtliche Implikationen sowie die damit verbundenen praktischen Herausforderungen beleuchtet. Im darauffolgenden Kapitel wird das Treuhandsanierungsverfahren beschrieben. Neben einer detaillierten Darstellung seiner verschiedenen Erscheinungsformen und deren verfahrensrechtlichen Ausgestaltung – wobei der Liquidationssanierungsplan als Pendant zur übertragenden Sanierung im Mittelpunkt steht – wird auch auf aktuelle Rechtsprechung eingegangen, die im Rahmen der bislang größten Insolvenz Österreichs erging. Im weiteren Verlauf erfolgt ein Vergleich der übertragenden Sanierung und des Liquidationssanierungsplans, um die zentralen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Verfahren zu veranschaulichen. Abschließend wird der Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Richtlinie zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Insolvenzrechts analysiert. Dabei wird insbesondere das geplante Pre-pack-Verfahren, dessen unkonventioneller Verfahrensablauf sowie die dahinterstehende Zielsetzung des europäischen Gesetzgebers erörtert. Diesem neuartigen Verfahren gebührt im Kontext dieser Arbeit besondere Aufmerksamkeit, da im Pre-pack-Verfahren Elemente der übertragenden Sanierung und des Treuhandsanierungsverfahrens kombiniert werden.The intention of Austrian insolvency law is not to immediately liquidate financially distressed companies, but to enable them to be reorganised and continue as a going concern. This approach is based on the realisation that, despite financial difficulties, many companies often have a structural viability and competitiveness that needs to be preserved. This paper deals with two specific procedural models that are geared towards the preservation of crisis-hit companies. These are, on the one hand, the total sale of a company in bankruptcy proceedings and, on the other hand, the liquidation reorganisation plan, which is a form of fiduciary reorganisation plan. At the beginning of the paper, the basic aspects of insolvency law are explained, including the general requirements for the opening of insolvency proceedings, the different types of proceedings and the underlying legal principles. In the further course, the overall sale of a company in bankruptcy proceedings, also known as transferring reorganisation, is examined in more detail. The special features of this procedural model, its legal framework, liability law implications and the associated practical challenges are examined.The following chapter describes the trustee reorganisation procedure. In addition to a detailed description of its various forms and the procedural structure - with the liquidation reorganisation plan as the counterpart to the transferring reorganisation taking centre stage - current developments in case law are also discussed in connection with Austria's largest insolvency to date. A comparison of the transferring reorganisation and the liquidation reorganisation plan is then made in order to illustrate the key differences and similarities between the two procedures. Finally, the European Commission's proposal for a directive on the harmonisation of certain aspects of insolvency law is analysed. In particular, the planned pre-pack procedure, its unconventional procedure and the underlying objective of the European legislator will be discussed. This novel procedure deserves particular attention in the context of this paper, as the pre-pack procedure combines elements of the transferring reorganisation and the trustee reorganisation procedure.vorgelegt von Marie-Sopie SiebenhoferMasterarbeit Universität Graz 202