50157 research outputs found
Sort by
The right of assembly in Austria in the interwar period with special consideration of measures restricting freedom of assembly
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der historischen Entwicklung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit in Österreich. Dabei steht die Zwischenkriegszeit von 1918 bis 1938 als Untersuchungszeitraum im Fokus. Ihre Untersuchung ermöglicht einen aufschlussreichen Vergleich zwischen der Grundrechtslage in einer demokratischen Republik und jener in einem autoritären System. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich die Versammlungsfreiheit ab dem Staatsgründungsbeschluss vom 30. Oktober 1918 bis zum „Anschluss“ an das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1938 entwickelt hat. Insbesondere wird der Aspekt der versammlungsfreiheitseinschränkenden Maßnahmen im Lichte der jeweiligen Phasen fokussiert. Die Analyse behandelt die versammlungsrechtliche Entwicklung auf verfassungs- und einfachgesetzlicher Ebene. Dabei wird auch das sogenannte „Antiterrorgesetz“ von 1930 berücksichtigt, dessen tatsächliche Schutzwirkung im Wege einer systematischen Interpretation fragil erscheint. In der Ära des „Austrofaschismus“ ab März 1933 sorgte die Regierung durch die Anwendung des Kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetzes 1917 für massive Einschränkungen im Grundrechtsbereich. Für die Untersuchung des rechtlichen und faktischen Einschränkungsgrads dienen die die Versammlungsfreiheit direkt und indirekt beschränkenden Notverordnungen als zentrale Untersuchungsgegenstände. Die rechtshistorische Analyse der Zwischenkriegszeit zeigt, dass Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit insbesondere dann gefährdet waren, wenn politische Machthaber autoritäre Züge annahmen. Besonders der „Staatsstreich“ im März 1933 markiert eine Zäsur, da mittels einer schrittweisen Ausschaltung demokratischer Institutionen und einer massiven Einschränkung der Versammlungsfreiheit ein autoritäres Herrschaftssystem etabliert wurde. In Anbetracht der behandelten versammlungsrechtlichen Entwicklung betont die Arbeit die Aktualität und Schutzbedürftigkeit der Versammlungsfreiheit im demokratischen Rechtsstaat.This diploma thesis is dedicated to the historical development of the fundamental right to freedom of assembly in Austria. The focus of the investigation lies on the interwar period from 1918 to 1938. This examination enables an insightful comparison between the status of fundamental rights in a democratic republic and that in an authoritarian regime. At the center stands the research question of how the freedom of assembly evolved from the Staatsgründungsbeschluss of 30 October 1918 until the Anschluss to National Socialist Germany in 1938. Particular attention is given to measures restricting the freedom of assembly in light of the respective political phases. The analysis addresses the legal development of assembly rights on both constitutional and statutory levels. In this context, the so-called Antiterrorgesetz of 1930 is also taken into account, whose actual protective effect appears fragile when interpreted systematically. During the era of Austrofascism from March 1933 onward, the government imposed severe restrictions on fundamental rights by applying the Kriegswirtschaftliches Ermächtigungsgesetz 1917. In assessing the legal and practical extent of these restrictions, emergency decrees that directly and indirectly limited the freedom of assembly serve as central subjects of investigation. The legal-historical analysis of the interwar period demonstrates that fundamental rights such as the freedom of assembly were particularly at risk when political leadership adopted authoritarian traits. The so-called Staatsstreich of March 1933 marks a decisive turning point, as democratic institutions were gradually dismantled and the freedom of assembly drastically curtailed, paving the way for the establishment of an authoritarian regime. In view of the developments in assembly law examined, this thesis underscores the enduring relevance and need for protection of the freedom of assembly within a democratic constitutional state.vorgelegt von Nikolaus ZöhrerDiplomarbeit Universität Graz 202
Investigating the perceived effectiveness of the German Supply Chain Act in addressing modern slavery in the textile and electronics industry
Moderne Sklaverei nimmt weltweit nach wie vor von Jahr zu Jahr zu. Die Ursachen sind vielschichtig und komplex. In der Textil- und Elektronikindustrie, vor allem in den vorgelagerten Lieferketten, ist das Risiko für moderne Sklaverei besonders hoch. In den vergangenen Jahrzehnten haben internationale Organisationen und Staaten ein umfassendes Regelwerk aus Richtlinien und Gesetzen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht etabliert, um Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten rechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Diese Thesis untersucht qualitativ die Effektivität verpflichtender Gesetze, am Beispiel des kürzlich verabschiedeten deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), zur Reduzierung von moderner Sklaverei in den Lieferketten der Textil- und Elektronikindustrie aus der Sicht verschiedener Stakeholder. Die Arbeit wird zu einem kritischen Zeitpunkt durchgeführt, da das LkSG vor der Umwandlung in die im Juli 2024 verabschiedete EU-Richtlinie CS3D zur menschen- und umweltrechtlichen Sorgfaltspflicht steht.Die Triangulation der Erkenntnisse der Experteninterviews und der aktuellen Literatur ergab Stärken und Schwächen des LkSG, die sich auf dessen derzeitige Effektivität auswirken. Darüber hinaus wurden externe Faktoren wie Chancen und Risken identifiziert, die die künftige Wirksamkeit des LkSG potenziell beeinflussen könnten. Die vorliegende Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das LkSG bereits eine gewisse Wirksamkeit entfaltet hat, diese sich bisher jedoch in erster Linie auf eignen Geschäftsbereich und nicht auf die Lieferketten der Unternehmen bezieht. Gesetze wie das LkSG haben das Potenzial, moderne Sklaverei in der Textil- und Elektronikindustrie zu reduzieren, erfordern jedoch Anpassungen zur Entfaltung ihrer vollen Effektivität. Diese Arbeit bietet politischen Entscheidungsträgern Anhaltspunkte zur Optimierung des LkSGs und ähnlicher Gesetze, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung der europäischen CS3D. Der Wissenschaft bietet diese Arbeit neben einer ersten qualitative Analyse des LkSG hinsichtlich dessen Effektivität, alternative Ansätze zur Reduzierung von moderner Slakverei, die zukünftig erforscht werden könnten.Modern slavery continues to rise each year, with its causes being multifaceted and complex. The electronics and textile industries, particularly at their upstream end, show a significant prevalence of modern slavery. In recent decades, international organizations and national governments have developed an extensive web of human rights due diligence (HRDD) guidelines and regulations to hold companies accountable for human rights violations in their supply chains. While the HRDD scholarship has primarily examined the effectiveness of voluntary approaches, along with some mandatory ones, the factors influencing that effectiveness have received less attention. This thesis enhances research on the effectiveness of mandatory human rights due diligence laws regarding modern slavery. It presents an initial qualitative assessment through semi-structured expert interviews regarding the newly enacted German Supply Chain Act (GSCA) and proposes a more nuanced, integrated research approach. The work is performed at a critical point in time, when the GSCA is at a crossroads regarding its adaptation to the newly adopted (July 2024) European Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CS3D). The triangulation of the findings of the expert interviews and current literature revealed strengths and weaknesses of the GSCA that impact its current effectiveness. Additionally, external factors like opportunities and threats have been identified, that could influence the GSCA's future effectiveness were acknowledged, providing valuable insights for policymakers to transform the GSCA into the European CS3D. This thesis concludes that while the GSCA may show some effectiveness, so far, it primarily relates to the businesses' own operations rather than their supply chains. However, there is potential to reduce modern slavery in the textiles and electronics industries when these laws are improved and become more sophisticated.author: Carina BöhringerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Cancel Culture and its role in democracy
Cancel Culture ist ein Begriff der als das Boykottieren ungewollter Meinungen und Personen in den digitalen Medien bekannt ist. Spätestens seit dem JK Rowling Fall im Dezember 2019 ist der Begriff in aller Munde. Das ist nicht zuletzt dem geschuldet, dass der Begriff und auch einige der Praktiken, die mit Cancel Culture verbunden werden, ihren Ursprung in der Fankultur finden. Durch das öffentliche zur Rechenschaft ziehen haben die Praktiken über Hashtags bereits vor Rowling Fuß im digitalen Aktivismus gefasst und werden in dem Zusammenhang auch als Werkzeuge der Demokratie verstanden, welche Machtungleichheiten ausgleichen und Gerechtigkeit für marginalisierte Stimmen schaffen. Der politische Diskurs, allen voran dem US Präsidenten Donald Trump geschuldet, unterstellt der Cancel Culture einen Angriff auf demokratische Grundrechte wie der Meinungs- und Redefreiheit und warnt vor den anti-demokratischen Verhalten politisch andersgesinnter. Tatsächlich ist Cancel Culture als Begriff zwar neu und verordnet sich im Zeitalter der digitalen Medien, die Praktiken dahinter sind jedoch weder neu noch werden diese exklusiv von einer politischen Seite ausgeübt. Um das Phänomen und seine Auswirkungen demnach zu verstehen muss Cancel Culture auf die Ebene der Praktiken und die des politischen Diskurses runtergebrochen, und im jeweiligen sozio-politischen Kontext betrachtet werden. Diese Erkenntnisse wurden mit Hilfe der Demokratietheorien von Chantal Mouffe, Jürgen Habermas und Jacques Derrida analysiert und haben ergeben, dass Cancel Culture ein Symptom einer tiefgründigeren Demokratieunkenntnis ist. Sie hält uns einen gesellschaftlichen Spiegel vor und zeigt die Herausforderungen auf, vor die liberale Demokratien gestellt werden, wenn eine fehlende Streitkultur und der Glaube an einen inklusiven Konsens in pluralistisch geprägten, globalisierten Gesellschaften auf unregulierte digitale Kommunikationsplattformen treffen.Cancel Culture is a term known as the boycotting of unwanted opinions and people on digital media platforms. The term has been on everyone's lips since JK Rowling got cancelled over a controversial post on social media in December 2019. This is not least due to the fact that the term and some of the practices associated with Cancel Culture have their origins in fan culture. Through call outs and the use of hashtags, the practices had already gained a foothold in digital activism before Rowling and are, in this context, understood as tools of democracy to balance power inequalities and create justice for marginalized voices. The political discourse, primarily due to the reelected US president Donald Trump, accuses Cancel Culture of attacking basic democratic rights such as freedom of opinion and speech and warns against the anti-democratic behavior of political opponents. Although Cancel Culture as a term is indeed new and owed to the rise of digital media platforms, the practices behind it are neither new nor are exclusively exercised by one political side. In order to understand the phenomenon and its effects, Cancel Culture was broken down to the level of practices and political discourse and considered in the respective socio-political context. These findings have been analyzed through the lens of the democratic theories of Chantal Mouffe, Jürgen Habermas and Jacques Derrida. The analysis has shown that Cancel Culture is a symptom of a more profound democratic illiteracy. It acts like a social mirror that reflects the challenges that liberal democracies face when an absent conflict culture and the belief of an inclusive consensus within pluralistic, globalized societies come up against unregulated digital communication platforms.vorgelegt von Elisabeth ObermannMasterarbeit Universität Graz 202
The 'Steiermärkische Gemeindestrukturreform 2015': Municipality mergers and their effects on municipal expenditures in practice
In den Jahren vor 2015 wies die Steiermark, sowohl im internationalen Vergleich als auch im Vergleich zu den übrigen Bundesländern Österreichs, eine sehr kleinteilig organisierte Gemeindeebene auf. Diese Kleinteiligkeit der Strukturen wird häufig mit Ineffizienzen und einer geringen Zukunftstauglichkeit assoziiert. Zudem wird auch oft mit der Existenz von U-förmigen Durchschnittskostenkurven gegen kleine Einheiten auf Gemeindeebene argumentiert. Die Steiermärkische Gemeindestrukturreform 2015 brachte tiefgehende Veränderungen der Gemeindestruktur in der Steiermark. In ihrem Verlauf kam es zu einer deutlichen Reduktion der Anzahl der steirischen Gemeinden, wobei besonders die kleinsten Gemeinden fusioniert wurden. Ziel dieser Arbeit ist festzustellen, ob die Gemeindestrukturreform zu einer Senkung der ordentlichen Ausgaben der steirischen Gemeinden geführt hat. Dabei werden Gemeindedaten der Jahre 2002-2019, sowohl gesamt als auch auf Ebene der Voranschlags-Gruppen, unter Nutzung von one-way Fixed-Effects Modellen mit zeitspezifischen Effekten analysiert. Auf der Ebene der Voranschlags-Gruppen konnten einige Bereiche identifiziert werden, in welchen Gemeindekooperationen Einsparungen bringen könnten. Die Resultate für die Gemeinde als Ganzes weisen deutlich höhere ordentliche Ausgaben für die kleinsten Gemeinden aus, liefern aber keine stichhaltigen Hinweise für die Existenz eines U-förmigen Verlaufs der ordentlichen Ausgaben. Sowohl die neuen Gemeinden als auch jene, aus denen diese entstanden sind, weisen im Mittel höhere ordentliche Ausgaben auf als jene Gemeinden, die von der Gemeindestrukturreform unberührt blieben. Insgesamt ergibt sich bei den ordentlichen Ausgaben eine geschätzte Einsparung durch die Gemeindestrukturreform in der Höhe von ca. 1,25% in der kurzen und mittleren Frist.In the years prior to 2015, Styria featured very small structures at the municipal level, in international comparison as well as relative to the other federal states of Austria. These small structures are often associated with inefficiencies and a low likelihood of being fit for the future. Additionally, the existence of U-shaped average cost functions is frequently used to argue against small units at the municipal level. The Steiermärkische Gemeindestrukturreform 2015 (Styrian municipality-structure reform 2015) brought significant changes to the structure of the municipal level in Styria. In its course, the number of municipalities in Styria was reduced considerably, with especially the smallest municipalities being amalgamated. The goal of this thesis is to examine, whether the Gemeindestrukturreform led to a decrease in the ordinary expenditures of Styrian communes. To achieve this, communal data for the years 2002-2019, in total as well as at the level of cost sections (Voranschlags-Gruppen) are analysed using one-way fixed-effects models with time-specific effects. At the level of the cost sections, several sections were identified in which cooperations between municipalities could achieve reductions in ordinary expenditures. Looking at the municipality as a whole, the results show significantly higher ordinary expenditures for the smallest municipalities, but do not provide substantial evidence for the existence of a U-shaped path in the ordinary expenditures. The new municipalities, as well as the ones that were amalgamated to create them, on average exhibit higher ordinary expenditures than the municipalities not affected by the Gemeindestrukturreform. All things considered, the Gemeindestrukturreform led to an estimated reduction in ordinary expenditures of approximately 1.25% in the short and medium term.Georg Clemens Plank, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 66-71Masterarbeit Universität Graz 202
Interpreting in disaster settings : the gap between theory and practice
Die zentrale Bedeutung von Dolmetscher:innen in Krisensituationen wird oft hervorgehoben – doch wie effektiv wird ihre Rolle in der Praxis im Katastrophenfall tatsächlich umgesetzt? Diese Arbeit untersucht anhand von Experteninterviews und Literaturanalysen bestehende Herausforderungen in der mehrsprachigen Krisenkommunikation. Obwohl Theorie und Praxis nicht unüberbrückbar auseinanderliegen, bestehen spezifische Defizite, die linguizistische Strukturen begünstigen und lokale Bevölkerungsgruppen benachteiligen können. Besonders kritisch zeigt sich hierbei die unzureichende Unterstützung von Minderheitensprachen. Zudem wird deutlich, dass Dolmetscher:innen neben sprachlichen Kompetenzen eine umfassende physische, psychologische und ethische Vorbereitung benötigen. Als zentrale Lösungsansätze empfiehlt die vorliegende Arbeit klare ethische Richtlinien, ein Buddy-System zwischen erfahrenen und weniger erfahrenen Dolmetscher:innen sowie eine vertiefte Kooperation zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren. Um künftige Katastrophenkommunikation inklusiver und effektiver zu gestalten, werden eine stärkere Sensibilisierung der verantwortlichen Institutionen sowie innovative Forschungsansätze empfohlen.Interpreters are critical for effective communication in crisis situations—but how well does disaster management actually integrate their role into practice? Using expert interviews and literature analyses, this study explores existing challenges in multilingual crisis communication. While theory and practice are not irreconcilably disconnected, notable deficiencies remain, fostering linguicist structures that potentially disadvantage local populations. This thesis underscores the necessity of comprehensive physical, psychological, and ethical training to equip interpreters effectively for demanding situations. Recommended strategies include implementing clear ethical guidelines, establishing a buddy system pairing experienced and less experienced interpreters, and deepening cooperation between governmental and non-governmental organizations. Ultimately, this research calls for increased awareness among decision-makers and innovative research efforts, laying the foundation for a future where multilingual crisis communication is not only efficient but also genuinely inclusive.vorgelegt von Başak Özay, BAMasterarbeit Universität Graz 2025Text überwiegend Deutsch; einzelne Passagen türkisch, teilweise mit deutscher Übersetzung oder Englisc
Minimalism: good for the environment, good for me?
Minimalismus hat in den letzten Jahren an Bekanntheit zugenommen, dabei werden oft die vielen Vorteile für das psychische Wohlbefinden und die Umwelt betont. Mit Minimalismus ist ein konsumarmer Lebensstil gemeint, für den sich Personen freiwillig und proaktiv entscheiden. „Weniger ist mehr“ bedeutet in diesem Kontext, weniger zu besitzen, um sich mehr auf andere, nichtmaterielle Aspekte des Lebens konzentrieren zu können. Es konnten bereits Zusammenhänge zwischen Minimalismus und psychischem Wohlbefinden ausfindig gemacht werden, wobei die genauen Wirkmechanismen noch unklar sind. Bislang mangelt es zudem an Forschungsarbeiten und Messinstrumenten zum Thema Minimalismus im deutschsprachigen Raum. Im Rahmen dieser korrelativen Studie wurden zwei Minimalismus-Fragebögen ins Deutsche übersetzt und gemeinsam mit Fragebögen zum psychischen Wohlbefinden (Flourishing, Depression, Stress) und Umweltbewusstsein in einer Online-Umfrage dargeboten (N = 459). In der Stichprobe befanden sich 384 Frauen, 67 Männer und 8 Personen mit einer anderen Geschlechtsidentität. Das durchschnittliche Alter betrug 32 Jahre (M = 32.08; SD = 11.72). Es wurden ein positiver Zusammenhang zwischen Minimalismus und Flourishing sowie negative Zusammenhänge von Minimalismus mit Depression und Stress hypothetisiert. Die Annahmen zu Flourishing und Depression konnten bestätigt werden, nicht aber zu Stress. Zudem konnte die Hypothese bestätigt werden, dass die Befriedigung der psychologischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und Zugehörigkeit den Zusammenhang von Minimalismus und Flourishing vermittelt. Eine minimalistische Lebensweise kann nicht nur für das Individuum, sondern auch für die Umwelt als Ganzes Vorteile haben, da ein positiver Zusammenhang zwischen Minimalismus und Umweltbewusstsein festgestellt werden konnte.Minimalism has become increasingly well-known in recent years, with the many benefits for mental well-being and the environment often being emphasised. Minimalism refers to a low-consumption lifestyle that people choose voluntarily and proactively. In this context, ‘less is more’ means owning less in order to be able to focus more on other, non-material aspects of life. Links between minimalism and psychological well-being have already been identified, although the exact mechanisms of action are still unclear. To date, there has also been a lack of research and measurement instruments on the subject of minimalism in German-speaking countries. As part of this correlative study, two minimalism questionnaires were translated into German and presented together with questionnaires on psychological well-being (flourishing, depression, stress) and environmental awareness in an online survey (N = 459). The sample consisted of 384 women, 67 men and 8 people with a different gender identity. The average age was 32 years (M = 32.08; SD = 11.72). A positive correlation between minimalism and flourishing and negative correlations between minimalism and depression and stress were hypothesized. The assumptions on flourishing and depression were confirmed, but not on stress. In addition, the hypothesis that the satisfaction of the basic psychological needs for autonomy, competence and belongingness mediates the connection between minimalism and flourishing was confirmed. However, a minimalist lifestyle could have benefits not only for the individual, but also for the environment as a whole, as a positive correlation between minimalism and environmental awareness was found.eingereicht von Hannah Sophie VytiskMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
The problems in the reorganisation process of a "professional club" in the Österreichische Fußball-Bundesliga
Die vorliegende Arbeit behandelt die Herausforderungen und rechtlichen Probleme, die sich im Sanierungsverfahren eines als Kapitalgesellschaft ausgegliederten „Profivereins“ der Österreichischen Fußball-Bundesliga (ÖFBL) ergeben. Dabei steht insbesondere das Spannungsverhältnis zwischen den Regelungen des österreichischen Insolvenzrechts und den sportrechtlichen Bestimmungen der ÖFBL im Fokus.Einen zentralen Aspekt bildet die Gegenüberstellung der Insolvenzordnung mit den sportrechtlichen Regularien, welche sich von FIFA, UEFA und ÖFB auf die Bundesliga und ihre Mitglieder niederschlagen. Während das Insolvenzrecht darauf abzielt, Unternehmen durch Sanierungsmaßnahmen wieder wettbewerbsfähig zu machen und für Gläubiger ihre bestmögliche Befriedigung sicherzustellen, verfolgen die Regularien der ÖFBL primär den Schutz der sportlichen Integrität ihres Wettbewerbs. Dies zeigt sich unter anderem in den Bestimmungen zum Zwangsabstieg und dem Punkteabzug, die für einen insolventen Profibetrieb und dessen Gläubiger erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen zur Folge haben können und das insolvenzrechtliche Instrument der Sanierung nur unter erschwerten Bedingungen zugänglich machen. Diese Auswirkungen bekräftigen den Antagonismus dieser parallel anzuwendenden Bestimmungen abermals und bieten Anlass für eine Analyse über die Rechtmäßigkeit einer Zwangsabstiegsklausel.Darüber hinaus werden die praktischen Herausforderungen eines Sanierungsverfahrens untersucht. Hierbei stehen Fragen im Mittelpunkt, die für Insolvenzverwalter in den jeweiligen Verfahrensabschnitten aufkommen können. So wird aufgezeigt, welche Entscheidungen schon in der Prüfphase zu treffen sind und welche Gefahren ein unüberlegter Zeitpunkt zur Insolvenzantragstellung birgt. Die Arbeit beleuchtet zudem, inwiefern gewisse Verbandsvorgaben den Erfolg eines Sanierungsplans beeinflussen können und welche Handlungsspielräume dabei für Insolvenzverwalter bestehen.Ein besonderes Augenmerk liegt schließlich auf der Frage, ob und inwieweit eine Anpassung der derzeitigen sportrechtlichen Regelungen erforderlich ist, um insolventen Vereinen eine realistischere Sanierungsperspektive bieten zu können. Anhand von Praxisfällen und internationalen Verbandsbestimmungen werden mögliche Lösungsansätze erörtert. Die Analyse zeigt, dass die derzeitige Rechtslage erhebliche Hürden für die Sanierung von Profivereinen aufweist und mit großer Rechtsunsicherheit behaftet ist. Eine mögliche Lösung könnte die Einführung eines einheitlichen Sportrechtskodex durch den österreichischen Gesetzgeber darstellen. Ein solcher Erlass könnte die Interessen von Gläubigern, Vereinen und Profibetrieben sowie von Spielern und der Liga gleichermaßen berücksichtigen und für mehr Rechtssicherheit sorgen.This thesis deals with the challenges and legal problems that arise in the reorganisation proceedings of a ‘professional club’ of the Österreichische Fußball-Bundesliga (ÖFBL) that has been spun off as a corporation. In particular, it focuses on the tension between the provisions of Austrian insolvency law and the sports law provisions of the ÖFBL.A central aspect is the comparison of the Insolvency Code with the sports law regulations that are imposed by FIFA, UEFA and the Austrian Football Association on the Bundesliga and its members. While insolvency law aims to make companies competitive again through reorganisation measures and to ensure the best possible satisfaction for creditors, the ÖFBL's regulations primarily aim to protect the sporting integrity of its competition. This is reflected, among other things, in the provisions on compulsory relegation and the deduction of points, which can have considerable economic consequences for an insolvent professional club and its creditors and make the insolvency law instrument of reorganisation only accessible under more difficult conditions. These effects reaffirm the antagonism of these parallel provisions and provide an opportunity to analyse the legality of a compulsory relegation clause.In addition, the practical challenges of reorganisation proceedings are examined. The focus here is on questions that can arise for insolvency administrators in the respective stages of the proceedings. For example, it is shown which decisions need to be made in the examination phase and what dangers an ill-considered time to file for insolvency harbours. The work also sheds light on the extent to which certain association requirements can influence the success of a reorganisation plan and what scope for action exists for insolvency administrators.Finally, particular attention is paid to the question of whether and to what extent current sports law regulations need to be adapted in order to offer insolvent clubs a more realistic prospect of reorganisation. Possible solutions are discussed on the basis of practical cases and international association regulations. The analysis shows that the current legal situation presents considerable hurdles for the reorganisation of professional clubs and is fraught with legal uncertainty. One possible solution could be the introduction of a standardised sports law code by the Austrian legislator. Such an enactment could take into account the interests of creditors, clubs and professional organisations as well as players and the league in equal measure and ensure greater legal certainty.vorgelegt von Constantin WachschützDiplomarbeit Universität Graz 202
Jahrbuch für Politik Steiermark 2025 / Poier, Klaus ; Stelzl-Marx, Barbara ; Dolezal, Martin ; Praprotnik, Katrin / Kunst oder Kriminal? : Eine verfassungsrechtliche Einordnung von Graffitis in der Steiermark
Version of recor
Jahrbuch für Politik Steiermark 2025 / Poier, Klaus ; Stelzl-Marx, Barbara ; Dolezal, Martin ; Praprotnik, Katrin / 2024: EU-Wahl und 30 Jahre EU-Abstimmung : Vom politischen und ökonomischen Kontext der Abstimmung 1994 zu den langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen des EU-Beitritts
Version of recor