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Communication, interaction and emotions in language learning: student, teacher and researcher perspectives / Gabryś-Barker, Danuta ; Kalamarz, Ryszard / Promoting a care- and relation-centred language pedagogy in translator and interpreter education
This paper focuses on critical aspects of communication, interaction and emotions in the specific setting of the language classroom in translator and interpreter education at an academic level. Within Translation Studies, research on language learning and teaching for future translators and interpreters has only recently gained attraction and is now emerging as an individual area of research and practice, termed Translation- and Interpreting-oriented Language Learning and Teaching (TILLT). After exploring good practices in the TILLT classroom, the paper highlights the benefits of a care- and relation-centred language pedagogy that considers students and teachers as partners co-participating with shared responsibilities in the successful acquisition and maintenance of the specific language skills. In their conclusions, the authors look beyond the TILLT classroom and underline the implications of a care- and relation-centred approach for language teacher education and professional development in generalVersion of recor
The influence of nonverbal synchrony on the evaluation of a psychotherapeutic conversation
ZusammenfassungIn dieser Arbeit wurde untersucht, wie nonverbale Synchronie zwischen einer Therapeutin und einer Patientin die Wahrnehmung von Beobachter*innen und ihre Bewertung des Gesprächs beeinflusst. Es wurde außerdem erhoben, welchen Effekt emotionale Kompetenz und Achtsamkeit auf den Einfluss der Synchronie und auf die Bewertung des Gesprächs ha-ben. Die Stichprobe umfasste 127 Proband*innen mit einem Altersdurchschnitt von 30 Jahren (M = 30.42, SD = 12.54) und bestand zu 69.3% aus Frauen. Zuerst wurde die emotionale Kom-petenz und die Achtsamkeit anhand des Emotionale-Kompetenz-Fragebogen und der Mind-ful Attention and Awareness Scale erhoben. Dann wurde den Proband*innen ein Video eines therapeutischen Erstgesprächs vorgespielt. Dieses enthielt in der synchronen Gruppe 10 ge-skriptete synchrone Bewegungen zwischen Patientin und Therapeutin (n = 62) und in der asynchronen Gruppe keine geskripteten synchronen Bewegungen (n = 65). Abschließend folgte die Bewertung des gezeigten Gesprächs, wobei Eigenschaften von Patientin und Therapeutin und die therapeutische Allianz eingeschätzt wurden. Die Videobedingung (synchron vs. asynchron) allein hatte keinen Einfluss auf die Bewertung des gezeigten therapeutischen Erstgesprächs. Es zeigte sich aber ein Effekt der Videobedingung in Kombination mit der emotionalen Kompetenz der Proband*innen auf die Bewertung der therapeutischen Allianz zwischen Patientin und Therapeutin. Auf die Bewertung der Patientin hatte weder die Videobedingung noch die emotionale Kompetenz oder Achtsamkeit einen Einfluss. Bei der Bewertung der Therapeutin zeigte sich, dass Pro-band*innen mit besserer Emotionsregulation die positiven Eigenschaften der Therapeutin als niedriger bewerteten. Auf weitere erhobene Bewertungsitems hatten emotionale Kompetenz und Achtsamkeit keinen globalen Einfluss, es zeigten sich aber Einflüsse der emotionalen Kompetenz auf die Wahrnehmung des Stresses der Therapeutin, der Belastung der Patientin und der Authentizität des Gesprächs.AbstractThis study examined how nonverbal synchrony between a therapist and a patient in-fluences observers' perceptions and their evaluation of the conversation. It also investigated the influence of emotional competence and mindfulness on the impact of synchrony and on the evaluation of the conversation. The sample included 127 participants with an average age of 30 (M = 30.42, SD = 12.54) and consisted of 69.3% women. First, emotional competence and mindfulness were assessed using the Emotional Competence Questionnaire and the Mindful Attention and Awareness Scale. The participants then watched a video of an initial therapeutic consulta-tion. The synchronous group (n = 62) watched a video containing 10 scripted synchronous movements between the patient and therapist, while the asynchronous group (n = 65) watched a video containing no scripted synchronous movements. Finally, the conversation shown was evaluated, assessing the characteristics of the patient and therapist and the thera-peutic alliance. The video condition (synchronous vs. asynchronous) alone had no influence on the evaluation of the initial therapeutic consultation shown. However, the video condition in combination with the emotional competence of the participants influenced the evaluation of the therapeutic alliance between patient and therapist. Neither the video condition nor emo-tional competence or mindfulness had any influence on the evaluation of the patient. In the evaluation of the therapist, it was found that subjects with better emotion regulation rated the positive characteristics of the therapist lower. Emotional competence and mindfulness had no overall influence on other evaluation items surveyed, but emotional competence was found to influence the perception of the therapist's stress, the patient's stress and the authenticity of the conversation.vorgelegt von Helena ResselMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Research in Criminal Science on Burglaries between 1880-1930
Diese Arbeit widmet sich der kriminalwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Einbruchsdelikten im Zeitraum von 1880 bis 1930, einer Phase intensiver wissenschaftlicher und kriminaltechnischer Entwicklungen. Im Mittelpunkt stehen die kriminalbiologischen und kriminalpsychologischen Theorien jener Zeit, insbesondere der Einfluss der Grazer Schule der Kriminologie rund um Hans Gross. Besonderes Augenmerk gilt der kriminalbiologischen Typisierung von Einbrechern sowie der Darstellung spezifischer Tätergruppen wie der sogenannten „Zigeuner“. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie Einbruchsdelikte aufgeklärt wurden, insbesondere durch neue Methoden der Tatortarbeit und Spurensicherung. Anhand der Analyse historischer Quellen wird deutlich, wie Zuschreibungen ethnischer, biologischer oder sozialer Merkmale zur Konstruktion vermeintlich angeborener Kriminalität dienten. Diese Perspektiven veranschaulichen nicht nur das wissenschaftliche Denken jener Zeit, sondern zeigen auch, wie Forschung gezielt instrumentalisiert wurde, um gewisse gesellschaftliche Gruppen zu stigmatisieren und auszugrenzen.This thesis explores criminological perspectives on burglary offenses between 1880 and 1930, a period marked by intensive scientific and forensic developments. The focus lies on the criminobiological and criminal-psychological theories of that time, in particular the influence of the Graz School of Criminology led by Hans Gross. Special attention is given to the criminobiological classification of burglars as well as the profiling of specific offender groups such as the so-called „Gypsies“. The study also addresses how burglary offenses were investigated and solved through new methods in crime scene investigation and forensic evidence collection. Based on the analysis of historical sources, the thesis reveals how ethnic, biological, or social attributions were used to construct supposedly innate criminality. These perspectives not only illustrate the scientific mindset of that time, but also show how academic research was instrumentalized to justify the stigmatization and marginalization of certain social groups.vorgelegt von Lisbeth PusterDiplomarbeit Universität Graz 202
Between modality and tense : studies on the uses of modal verbs and preteritopresentia in Old High German
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie Modalverben und Präteritopräsentia im Althochdeutschen eingesetzt werden können. Zu diesem Zweck wurden über 5000 Belegstellen solcher Verben untersucht und unter morphosyntaktischen und semantischen Gesichtspunkten im Rahmen einer korpusbasierten Studie analysiert. Herangezogen wurden hierbei das Referenzkorpus Althochdeutsch sowie ergänzend dazu Wortlisten zu Notker von St. Gallen und Williram von Ebersberg, um eine möglichst große Zahl an Belegstellen zu identifizieren. Daraus konnte eine tiefgreifende Übersicht zu den Konstruktionen und semantischen Verwendungsweisen von durfan, eigan, kunnan, magan, *muozan, sculan, tugan, *(gi)turran, unnan, wellen und wizzan entwickelt werden. Diese legt einen besonderen Fokus auf die modalen Lesarten, die durch die Integration mehrere Konzepte aus der Modalitätsforschung theorienübergreifend definiert wurden, um eine möglichst weitreichende Rezeption zu erlauben. Insgesamt wurde festgestellt, dass die meisten Präteritopräsentia keine modalen Lesarten aufweisen, während für die kanonischen Modalverben durfan, kunnan, magan, *muozan, sculan und wellen eine Fülle unterschiedlicher Verwendungen identifiziert werden konnte. Auf diese Weise konnte nicht nur das gesamte semantische Spektrum, das die ahd. Modalverben umfassen, herausgearbeitet, sondern auch ein Vergleich zu den nhd. Verhältnissen angestellt werden. Vor diesem Hintergrund konnten für jedes Verb spezifische Grammatikalisierungs-pfade entwickelt werden, die miteinander verglichen wurden, um allgemeine Tendenzen sichtbar zu machen. Zudem wurde deutlich, dass sich das System der ahd. Modalverben im Umbruch befindet und über weitaus größere Indeterminanzen verfügt als das System des Nhd. Die einzelnen Lesarten wurden zudem auf ihre Kookkurrenz mit spezifischen morpho-syntaktischen und semantischen Merkmalen des Umfelds der einzelnen Belege untersucht, um die Lesarten intersubjektiv vergleichbar zu machen und zu zeigen, ob gewisse Merkmale gehäuft mit spezifischen Lesarten kookkurrieren. Der Vergleich zwischen den Modalverben zeigte, dass solche Kookkurrenzen zwar nur selten verbübergreifende Gültigkeit haben, aber einige Merkmale existieren, die gewisse Auffälligkeiten in Bezug auf die Merkmal-Lesart-Kookkurrenzen einzelner Verben zeigen. In den abschließenden Kapiteln wird nicht nur ein Überblick über die einzelnen Lesarten, die sowohl Vollverbverwendungen mit starker Eigensemantik als auch modale (epistemische, nicht-epistemische) Lesarten, Potentialis-/Irrealis-Bedeutungen sowie temporale Ausdrücke umfassen, gegeben, sondern es werden auch die Modalverbsysteme einzelner großer Autoren bzw. Werke der ahd. Periode (ahd. Tatian, Otfrid, Notker und Williram) dargestellt. Insgesamt stellt die vorliegende Arbeit eine umfassende Analyse zu vielen Gesichtspunkten der ahd. Modalverben und Präteritopräsentia sowohl in Bezug auf deren Konstruktionsmöglichkeiten als auch in Bezug auf deren Verwendungsweisen dar.This thesis explores the different usages of modal and preterit-present verbs in Old High German. In order to include as many tokens of these verbs as possible, a corpus based-approach was selected. Thus, the Referenzkorpus Althochdetusch as well as word lists to Notker’s and Willliram’s works were searched. In this way, over 5000 tokens of verbs have been identified and analyzed in their morpho-syntactic and semantic surroundings. This analysis led to a thorough overview of the constructions and semantics of durfan, eigan, kunnan, magan, *muozan, sculan, tugan, *(gi)turran, unnan, wellen and wizzan. This survey is especially focused on the modal meanings of these verbs and the definitions of these meanings integrate multiple different approaches of modality theory to enable a broad audience to understand and reuse the findings of this study. The analysis concluded that while many of the preterit-present verbs do not show any form of modal meaning, the canonical modal verbs durfan, kunnan, magan, *muozan, sculan, and wellen offer a multitude of modal and temporal usages. This study developed a survey of the whole semantic spectrum of OHG modal verbs that was compared to the usages that prevail in New High German. This comparison led to the development of paths of grammaticalization. The comparison of these paths between the different verbs helps to highlight tendencies of general validity. Overall, the system of OHG modal verbs seems to be in a state of radical change and thus encompasses a greater level of indeterminacy than NHG. The usages were also examined based on their cooccurrences with specific morpho-syntactic and semantic characteristics of their surroundings to make the classification intersubjectively comparable and to investigate whether certain characteristics cooccur with specific usages to a greater or lesser degree than others. The comparison between the modal verbs has shown that such characteristic-usage-cooccurrences seldom have validity for multiple verbs. They do, however, show certain tendencies within the different (modal) usages of a single verb. The final chapters of the thesis do not only give an overview of all the usages and meanings of the OGH modal and preterit-present verbs – whether they are full verbs, modal (epistemic or non-epistemic), potentialis/irrealis or temporal – but also explore the systems of modal verbs that the important authors/works (Tatian, Otfrid, Notker and Williram) employ. Overall, this thesis offers a comprehensive study on different aspects of OHG modal and preterit-present verbs, concerning their specific constructions as well as their usages.eingereicht von Philipp Raffael PfeiferDissertation Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und EnglischArchivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet AT-OeNB pdage
Smart contracts from the perspective of contract law : an appeal for the legal neutrality of on-chain transactions
Smart Contracts sind ein Phänomen der Digitalisierung. Sie wurden insbesondere durch die zunehmende Popularität von Ethereum einem breiten Publikum bekannt. Die vorliegende Arbeit untersucht daher die vertragsrechtlichen Implikationen von Smart Contracts und on chain Transaktionen auf der Ethereum Blockchain. Ausgangspunkt ist die verbreitete Annahme, dass Smart Contracts auf der Blockchain rechtsgeschäftliche Vorgänge abbilden oder automatisieren sollen. Dem wird im Rahmen dieser Arbeit eine konträre These entgegengestellt: Smart Contracts sind nur eine spezielle Art von Software und stellen selbst keine Verträge dar. Auch die Interaktion mit ihnen (via on-chain Transaktionen) bildet einen rechtsgeschäftlich neutralen Vorgang.Technisch betrachtet handelt es sich bei Smart Contracts nämlich um schlichte Blockchain Programme, die von speziell ausgebildeten Programmierern entwickelt werden. Diese eignen sich schon konzeptionell nicht zur Modellierung von rechtsgeschäftlichen Vorgängen. Die unpräzise Terminologie der Initiatoren dieser Technologie führt zu zahlreichen Missverständnissen in der Rechtswissenschaft. Nach intensiver Betrachtung der dahinterstehenden Funktionalität und ihrer historischen Entwicklung erkennt man bereits, dass das Substantiv „Contract“ in diesem Zusammenhang genauso wenig Aufschluss über die zivilrechtliche Qualifikation wie das Adjektiv „Smart“ über die Qualität der Software gibt.Ziel dieser Arbeit ist es schließlich, einen Beitrag zur präzisen vertragsrechtlichen Einordnung der technischen Vorgänge auf der Ethereum Blockchain zu leisten. Dafür wird in einem ersten Schritt die Technologie grundlegend erklärt. Danach erfolgt neben einer historischen Analyse eine umfassende Systematisierung zum aktuellen Meinungsstand von Lehre und Rechtsprechung. Den Abschluss bildet eine intensive zivilrechtsdogmatische Analyse dieses neuen Phänomens.Smart contracts are a phenomenon of digitalization that gained widespread attention primarily through the growing popularity of the Ethereum blockchain. This thesis examines the implications of smart contracts and on-chain transactions from the perspective of contract law.The thesis challenges the common assumption that smart contracts on the blockchain represent or automate legal transactions. Instead, it argues that smart contracts are merely a specific type of software and do not constitute contracts in the legal sense. Likewise, interacting with such software—by initiating on-chain transactions—does not, by itself, give rise to any legally relevant act.From a technical perspective, smart contracts are simply blockchain-based programs developed by specialized programmers. By their very nature, they are not suited to modeling legally binding acts. The imprecise terminology introduced by the creators of this technology has led to considerable confusion within legal scholarship. A closer examination of the technology’s functionality and historical development reveals that the term “contract” is as uninformative regarding its legal classification as the word “smart” is about the quality of the software.The aim of this thesis is to contribute to a more precise legal classification of the technical processes occurring on the Ethereum blockchain. To that end, it begins with a foundational explanation of the technology. This is followed by a historical overview and a systematic presentation of the current state of academic and judicial opinion. The work concludes with an in-depth doctrinal analysis of this novel phenomenon under civil law.vorgelegt von Lukas KirchbaumerDiplomarbeit Universität Graz 202
The proteus effect in an VR sport setting : how virtual appearance influences subjective self-perception in the sports context
Virtuelle Realitäten (VR) werden immer realer und zugänglicher. VR wird nicht nur für Videospiele verwendet, sondern auch für das Training, wie zum Beispiel im Bereich der Medizin oder des Sports. Ein ausschlaggebender Punkt, für das VR-Erlebnis und seine Wirksamkeit, ist das Aussehen der virtuellen Repräsentation. Die durch das virtuelle Erscheinungsbild erzeugten Eindrücke können die Realität beeinflussen. Dieser Einfluss wird durch das psychologische Phänomen des Proteus-Effekts erklärt. In dieser Laborstudie wurden die Auswirkungen virtueller Darstellungen auf die sportliche Selbsteinschätzung, die Herzfrequenz und die zurückgelegte Distanz in einem Sportkontext untersucht. Die virtuellen Darstellungen wurden je nach Sportlichkeit (durchschnittlich und sportlich) variiert. Es wurden die Daten von 34 Studienteilnehmerinnen analysiert. Die Ergebnisse zeigen einen positiven Einfluss des virtuellen, sportlichen Äußeren auf die subjektive sportliche Selbsteinschätzung. Uneindeutige Ergebnisse wurden hinsichtlich der Herzfrequenz und der zurückgelegten Distanz beobachtet. Cyber Sickness hat einen negativen moderierenden Effekt auf die Herzfrequenz. Der Verkörperungseffekt beeinflusst die subjektive sportliche Selbsteinschätzung und die Herzfrequenz. Die Subskala Veränderung interagiert mit dem sportlichen Erscheinungsbild und erhöht die subjektive sportliche Selbsteinschätzung. Hohe Werte auf der Akzeptanz-Subskala erhöhen die Herzfrequenz. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das virtuelle Erscheinungsbild von gesteuerten Avataren einen Einfluss auf den Menschen hat, vor allem auf psychologischer Ebene. Die Auswirkungen auf die Herzfrequenz und die Distanz sind unklar. Cyber Sickness und der Verkörperungseffekt können beeinflussende Effekte haben. Die Ergebnisse betonen die komplexe Struktur des Proteus-Effekts und die Bedeutung einer multimodalen Erfassung. Das Aussehen des Avatars könnte genutzt werden, um die subjektive Selbsteinschätzung zu beeinflussen.Virtual reality (VR) is becoming increasingly real and accessible. VR is not only used for video games, but also for training, like in the field of medicine or sport. An important point that guides the VR experience and its effectiveness is the appearance of the virtual representation. The impressions created by the virtual appearance can impact reality. This influence is explained by the psychological phenomenon of the Proteus effect. In this laboratory study, the effects of virtual representation on subjective athletic self-assessment, heart rate and covered distance were investigated in a sports context. The virtual representations were varied according to athleticism (average and athletic). Data from 34 study participants was analyzed. The results show a positive influence of the virtual, athletic appearance on the subjective athletic self-assessment. Ambiguous results were observed regarding the heart rate and the covered distance. Cyber sickness has a negative moderating effect on the heart rate. The embodiment effect influences the subjective athletic self-assessment and the heart rate. The change subscale interacts with an athletic appearance to raise the subjective athletic self-assessment. High values on the ownership subscales raise the heart rate. Concluding, the virtual appearance of controlled avatars has an effect on the human, primarily on a psychological level. The effect regarding the heart rate and the distance are unclear. Cyber sickness and embodiment can have influencing effects. The results highlight the complex structure of the proteus effect and the importance of a multimodal assessment. The avatar appearance could be used to influence subjective self-assessment.Niklas SchrammMasterarbeit Universität Graz 202
Corporate sustainability reporting directive in the financial Industry
Die zunehmende regulatorische Verankerung von Nachhaltigkeitspflichten auf EU-Ebene, insbesondere durch die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), stellt Finanzinstitute vor neue Herausforderungen und macht die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu einem zentralen Bestandteil der Unternehmensführung. Die Richtlinie verpflichtet große Unternehmen, ihre Klima-, Umwelt- und Sozialwirkungen nach dem Prinzip der doppelten Wesentlichkeit offenzulegen und dabei die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) anzuwenden. Besonders anspruchsvoll ist dabei der Standard ESRS E1 – Climate Change, der unter anderem die Offenlegung von Treibhausgasemissionen (Scopes 1–3), Übergangsplänen, finanziellen Klimaauswirkungen und Energieverbräuchen verlangt.Vor diesem Hintergrund zielt die vorliegende Masterarbeit darauf ab, die erste Phase der freiwilligen Umsetzung der CSRD-konformen Berichterstattung im österreichischen Finanzsektor zu analysieren. Dabei steht insbesondere die Frage im Zentrum, inwieweit österreichische Banken und Versicherungen die in ESRS E1 festgelegten Offenlegungspflichten bereits anwenden. Die Arbeit verfolgt einen qualitativ-analytischen Ansatz und nutzt eine deduktive Kategoriensystematik, die sich direkt aus den neun ESRS E1-Offenlegungspflichten (E1-1 bis E1-9) ableitet.Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine strukturierte qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt. Zehn führende österreichische Finanzinstitute, die bereits im Berichtsjahr 2024 erste CSRD-orientierte Nachhaltigkeitsberichte veröffentlicht haben, bilden die Untersuchungseinheiten. Die Auswahl erfolgte auf Basis einer theoretischen Stichprobenziehung, das unterschiedliche Unternehmensgrößen und Sektoren (Banken vs. Versicherungen) berücksichtigt.Ergebnisse zeigen, dass erste Fortschritte erkennbar sind – insbesondere bei einfach messbaren Kategorien wie Energieverbrauch und direkten Emissionen. Strategische Vorgaben wie Klimaziele oder Übergangspläne werden hingegen bislang nur vereinzelt und unterschiedlich tief integriert. Banken zeigen tendenziell eine strukturiertere Umsetzung als Versicherungen. Zudem wirkt sich auch die Unternehmensgröße auf den Umsetzungsgrad aus: Größere Institute verfügen häufiger über etablierte Nachhaltigkeitsstrukturen und -ressourcen als kleinere Unternehmen.Die Arbeit liefert damit erste Einblicke in die praktische Anwendung europäischer Offenlegungsstandards im Finanzwesen und verweist auf bestehende Herausforderungen bei deren Umsetzung.The increasing regulatory anchoring of sustainability obligations at the EU level, particularly through the Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), presents new challenges for financial institutions and is making sustainability reporting a central component of corporate governance. The directive obliges large companies to disclose their climate, environmental and social impacts in accordance with the principle of double materiality, using the European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Particularly demanding is the standard ESRS E1 – Climate Change, which requires, among other things, the disclosure of greenhouse gas emissions (Scopes 1–3), transition plans, financial climate impacts and energy consumption.Against this backdrop, this Master's thesis aims to analyse the initial phase of voluntary implementation of CSRD-compliant reporting within the Austrian financial sector. It specifically focuses on the extent to which Austrian banks and insurance companies are already applying the disclosure requirements set out in ESRS E1. The study follows a qualitative-analytical approach and applies a deductive category system derived directly from the nine ESRS E1 disclosure requirements (E1-1 to E1-9).To answer the research question, a structured qualitative content analysis was conducted. Ten leading Austrian financial institutions that voluntarily published early CSRD-aligned sustainability reports in the 2024 reporting year form the sample. The selection was based on a theoretical sampling approach, considering different company sizes and sectors (banks vs. insurance companies).The results show that initial progress is evident – particularly in easily measurable categories such as energy consumption and direct emissions. Strategic elements such as climate targets or transition plans, on the other hand, are so far only partially and inconsistently integrated. Banks tend to show a more structured implementation than insurance companies. Furthermore, company size also influences the level of implementation: larger institutions are more likely to have established sustainability structures and resources than smaller ones.This thesis thus provides initial insights into the practical application of European disclosure standards in the financial sector and highlights existing challenges in their implementation.Author: Thomas Stiegler, BScMasterarbeit Universität Graz 202
Digital employee recruitment in SMEs in Styria: opportunities, challenges and recommendations for action
Diese Masterarbeit widmet sich der digitalen Mitarbeitergewinnung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Steiermark. Ausgehend von einem wachsenden Arbeits- und Fachkräftemangel, der durch den demografischen Wandel, einen Wertewandel sowie strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt bedingt ist, wird untersucht, wie digitale Recruiting-Maßnahmen, insbesondere über soziale Medien, zur Personalgewinnung beitragen können. Nach einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Trends, darunter mobile Bewerbungsprozesse, Plattformstrategien, Arbeitgebervideos und die Bedeutung der digitalen Bewerbererfahrung, erfolgt eine empirische Analyse von elf Social-Media-Recruiting-Kampagnen steirischer KMUs. Diese umfasst eine Fallstudie sowie eine vergleichende Betrachtung anhand zentraler Leistungskennzahlen wie Klickrate, Bewerbungsquote, durchschnittliche Kosten pro Bewerbung und pro Einstellung. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Frage, welche strukturellen oder gestalterischen Faktoren den Kampagnenerfolg maßgeblich beeinflussen. Die Analyse zeigt, dass der Recruiting-Erfolg weniger von Budgethöhe oder Reichweite abhängt, sondern maßgeblich durch die gestalterische Qualität der Kampagne und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Es zeigt sich, dass gezielt konzipierte Social-Media-Kampagnen ein wirksames Instrument darstellen, um auch im ländlichen Raum qualifizierte Bewerber zu erreichen. Gleichzeitig bestehen Herausforderungen: insbesondere im Bereich technischer Kompetenzen, organisatorischer Anpassungsfähigkeit sowie der Akzeptanz neuer digitaler Ansätze. Die Arbeit liefert konkrete Handlungsempfehlungen für KMU, um digitale Kanäle zielgerichtet, effizient und nachhaltig in der Mitarbeitergewinnung einzusetzen.This master’s thesis explores digital recruitment strategies in small and medium-sized enterprises (SMEs) located in the Austrian region of Styria. In response to the growing shortage of skilled and general labor, caused by demographic shifts, changing values, and structural labor market transformations, the study investigates how digital tools, particularly social media campaigns, can support effective talent acquisition. The theoretical part outlines current trends in digital recruiting, including mobile-first application processes, platform strategies, employer branding videos, and digital candidate experience. The empirical section analyzes eleven social media recruiting campaigns by Styrian SMEs, comprising a detailed case study and a comparative evaluation based on key performance indicators such as click-through rate, application rate, and average cost per application and hire. Particular emphasis is placed on identifying campaign-related or structural factors that correlate with successful recruiting outcomes. The analysis shows that recruitment success depends less on budget size or reach, and more on the creative quality of the campaign and company-specific contextual factors. Findings show that well-targeted social media campaigns can be a highly effective tool for attracting suitable candidates, even in rural regions. However, challenges remain, especially in terms of digital skills, organizational readiness, the internal acceptance of new approaches and the mindsets required for digital transformation. The thesis concludes with actionable recommendations for SMEs seeking to use digital channels strategically, efficiently, and sustainably in their recruitment efforts.Thomas KollerEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 62-65Masterarbeit Universität Graz 202
How do clients experience systemic constellations? Systemic constellations in counseling
AbstractDiese Masterarbeit widmet sich den systemischen Aufstellungen in der Lebens- und Sozialberatung. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen, zentrale Methoden sowie die Wahrnehmung ihrer Wirkung darzustellen. Systemische Aufstellungen haben in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen, da sie komplexe Dynamiken sichtbar machen, neue Perspektiven eröffnen und Veränderungsprozesse unterstützen können. Sie können sowohl im Einzelsetting als auch in Gruppen eingesetzt werden.Der theoretische Teil beschreibt die systemischen Denkmodelle, verschiedene Erklärungsansätze sowie das Konzept des morphogenetischen bzw. wissenden Feldes als Grundlage für das Erleben in Aufstellungen. Zudem werden wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit vorgestellt, die positive Wirkungen andeuten, auch wenn weitere Forschung notwendig ist. Ein Überblick über Vertreter wie Bert Hellinger, Virginia Satir, Jacob Levy Moreno, Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer zeigt die unterschiedlichen Ursprünge und Entwicklungen. Ergänzend werden Formate wie Systembrett, Coaching Disc und Online-Aufstellungen vorgestellt, die die Vielfalt verdeutlichen.Der empirische Teil basiert auf qualitativen Interviews mit Experten. Die Ergebnisse zeigen, dass Aufstellungen überwiegend als klärend, unterstützend und entlastend wahrgenommen werden. Viele berichten von vertieftem Verständnis ihrer Themen, neu gewonnenen Einsichten und spürbarer Erleichterung. Trotz individueller Unterschiede lassen sich stets wiederkehrende Muster erkennen, die auf eine besondere Wirksamkeit hinweisen.Systemische Aufstellungen sind ein bedeutendes Instrument in der Beratung. Um ihre Qualität jedoch langfristig zu sichern, braucht es verbindliche Ausbildungsstandards, Supervision und kontinuierliche Weiterbildung. Zukünftige Forschung kann zudem dazu beitragen, die Wirksamkeit weiter zu belegen und neue Impulse für die Weiterentwicklung dieser Methode zu gebenThis thesis explores systemic constellations within the field of life and social counseling. Its objective is to present the theoretical foundations, central methods, and the perceived effects of this approach as reported by participants. Over the past decades, systemic constellations have gained increasing relevance, as they make complex dynamics visible, open new perspectives, and facilitate processes of change. They can be applied effectively in both individual and group settings.The theoretical section outlines systemic frameworks, different explanatory models, and the concept of the morphogenetic or “knowing” field as a basis for experiences in constellations. In addition, scientific studies on effectiveness are discussed, which suggest positive outcomes while also highlighting the need for further empirical evidence. An overview of key representatives - including Bert Hellinger, Virginia Satir, Jacob Levy Moreno, Matthias Varga von Kibéd, and Insa Sparrer - illustrates the variety of origins and developments. Complementary approaches such as the System Board, the Coaching Disc, and online constellations further demonstrate the diversity of the method.The empirical part is based on qualitative interviews with participants. The findings show that constellations are frequently experienced as clarifying, supportive, and relieving. Many interviewees reported a deeper understanding of their issues, valuable insights, and a noticeable sense of ease. While experiences remain individual and cannot be generalized, recurring patterns point toward a particular effectiveness of the method.In conclusion, systemic constellations can be regarded as a valuable instrument in counseling practice. To ensure sustainable quality, binding training standards, supervision, and continuous professional development are essential.Future research will be crucial in further substantiating effectiveness and in generating new impulses for the ongoing advancement of this methodMaryam SchubertMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
AutoML: an ethical analysis : the implementation of automated machine learning in small and medium-sized enterprises with regard to the ethical requirements for transparency in artificial intelligence
Viele Unternehmen stehen im Zuge der Digitalisierung vor der Herausforderung, Künstliche Intelligenz (KI) in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Vor allem Klein- und Mittelunternehmen verfügen jedoch meist nicht über ausreichende personelle oder finanzielle Ressourcen bzw. fehlen Mitarbeiter*innen tiefgehende IT-Fachkenntnisse, um klassische Machine Learning (ML) Modelle zu trainieren und in die Arbeitsprozesse zu integrieren. Automated Machine Learning (AutoML) bietet hier eine Lösung, indem ein großer Teil der Prozesse im Modelltraining automatisiert wird. AutoML unterscheidet sich vom klassischen ML in den Prozessen der Datenbereinigung, der Modellauswahl und der Hyperparameteroptimierung (HPO). Dies beeinflusst möglicherweise die Transparenz der Systeme, welche die High-level Expert Group on Artificial Intelligence (AI-HLEG) in ihren Ethik-Leitlinien zur Förderung einer vertrauenswürdigen KI unter anderem fordert. Das bedeutet, dass die Rückverfolgbarkeit, Erklärbarkeit uns Kommunikation gegeben sein muss. Ziel der vorliegenden Masterthesis ist es zu untersuchen, ob AutoML Anwendungen der Kernanforderung an Transparenz entsprechen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde eine ethische Analyse in Anlehnung an Bleisch et al. durchgeführt. Die Ergebnisse der vorliegenden Masterarbeit zeigen, dass AutoML vor allem wirtschaftliche Chancen bietet. Darunter fallen eine beschleunigte Entwicklung der Unternehmen – daher deren Skalierung, die Effizienzsteigerung und die Zukunftssicherung –, die Schonung finanzieller Ressourcen, Skalierung von implementierten KI-Modellen, die Optimierung personeller Ressourcen und die Fehlerreduktion implementierter Modelle. Allerdings ergeben sich auch Herausforderungen in Bezug auf die Transparenz. Dazu zählen die Rückverfolgbarkeit in der HPO und der Datenbereinigung sowie die Erklärbarkeit in der HPO, der Datenbereinigung und der Modellauswahl. Aufgrund dieser Herausforderungen ist der Einsatz von AutoML in KMUs nur dann ethisch gerechtfertigt, wenn diese Herausforderungen passend adressiert werden. Hierfür wird Unternehmen ein kontinuierlicher Prozess erarbeitet, mit dessen Hilfe AutoML in KMUs der Kernanforderung der Transparenz lt. der AI-HLEG entspricht.In the course of digitalization, companies are faced with the challenge of integrating artificial intelligence (AI) into their business processes in order to remain competitive. However, small and medium-sized enterprises in particular usually do not have sufficient human or financial resources or employees lack in-depth IT expertise to train classic machine learning (ML) models and integrate them into their work processes. Automated Machine Learning (AutoML) offers a solution here by automating a large part of the model training processes. AutoML differs from traditional ML in the processes of data cleansing, model selection and hyperparameter optimization (HPO). In its ethical guidelines for the promotion of trustworthy AI, the High-level Expert Group on Artificial Intelligence (AI-HLEG) demands, among other things, that AI must be transparent. This means that traceability, explainability and communication must be ensured. The aim of this master's thesis is to investigate whether AutoML meets the core requirement of transparency due to automation. In order to achieve this goal, an ethical decision-making process was carried out based on Bleisch et al. The results show that AutoML offers economic opportunities. These include the accelerated development of companies, the conservation of financial and human resources, the scaling of implemented AI models, the optimization of human resources and the reduction of errors in implemented models. However, there are also challenges in terms of transparency. These include traceability in HPO and data cleansing as well as explainability in HPO, data cleansing and model selection. Due to these challenges, the use of AutoML in small and medium-sized enterprises is only ethical if these challenges can be overcome. For this purpose, a continuous process is proposed to managers and employees, with the help of which AutoML in small and medium-sized enterprises meets the core requirement of transparency according to the AI-HLEG.vorgelegt von Markus Hörl, MScMasterarbeit Universität Graz 202