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    Establishing a survival analysis pipeline in R to streamline the analysis of large gene expression datasets

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    In der vorliegenden Arbeit wurde eine Pipeline zur Survival Analyse in R etabliert, um die In der Analyse umfangreicher Datensätze zu optimieren. Die Pipeline zielt darauf ab, diese Analysen für eine Vielzahl von Forschungsfragen zu vereinfachen, indem große Datenmengen, z.B. aus dem The Cancer Genome Atlas Program (TCGA), verwendet werden. Survivalanalyse ist ein wichtiges statistisches Mittel in der Krebsforschung, bei der die Zeit von einem definierten Startpunkt, wie der Zeitpunkt der Diagnose oder des Behandlungsbeginns, bis zu einem definierten Event, wie bspw. einem Rezidiv oder dem Tod, analysiert wird. Durch Einbeziehung verschiedener Faktoren, wie z.B. Genexpression und Art der Behandlung, trägt sie zum Verständnis von Krankheitsverläufen und der Identifizierung potenzieller prognostischer Biomarker bei und unterstützt die Entwicklung von Behandlungsstrategien. Die hier etablierte Pipeline wurde zunächst im Rahmen eines Forschungsprojekts von Uhl et al. für die Analyse von Chemokinrezeptorexpression bei Lymphomapatienten erstellt. Die Ergebnisse zeigten bei Lymphomapatient*innen einen Zusammenhang zwischen einer hohen CCR7-Expression und einer schlechten Überlebensprognose und dass das Expressionsmuster der Richter-Syndrom-Proben denen nicht-neoplastischer germinaler B-Zellen ähnlicher ist als denen der anderen diffus-großzelligen B-Zell-Lymphomen (DLBCLs). In der Folge wurde die Pipeline ausgebaut und um eine modulare Struktur erweitert, um sie für eine größere Bandbreite an Datensätzen und Forschungsbedürfnissen nutzen zu können. Um die etablierte Pipeline weiter zu testen, wurde das prognostische Potenzial ausgewählter Zytokine und verwandter Signaltransduktionsmoleküle sowie ihrer cis nichtkodierenden natürlichen Antisense-Transkripte (ncNATs) untersucht. Die Analyse ergab für IL6 und IL6R sowie einem einzigen Sense- und Antisense-Paar, CD27 und CD27-AS1, signifikante Überlebensunterschiede in Bezug auf ihre die Expression. Interessanterweise wird bei allen signifikanten Ergebnissen für CD27, eine hohe Expression mit einer besseren Überlebensrate assoziiert, während bei allen signifikanten CD27-AS1-Ergebnissen eine hohe Expression mit einer geringeren Überlebensrate assoziiert wird, allerdings in unterschiedlichen Krebsarten. Die etablierte Pipeline zeigte ihre Eignung für die schnelle Verarbeitung großer Datensäte für verschiedene Spezifikationen und Forschungsanforderungen. Ihr Design erlaubt die Ergänzung um weitere statistische Methoden und die Anpassung von Parametern, um die Anwendung der Pipeline auf individuelle Forschungsfragen in einer allgemein zugänglichen Softwareumgebung zu ermöglichen. Dieses Projekt unterstreicht die Bedeutung strukturierter, reproduzierbarer und effizienter Datenverarbeitungsmethoden zur Förderung der Forschung in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen.This research establishes a survival analysis pipeline in R to streamline the analysis of large-scale datasets. The pipeline aims to simplify these analyses for a variety of research questions, utilizing large datasets, for instance those from The Cancer Genome Atlas Program (TCGA). Survival analysis is a crucial statistical tool in cancer research, analyzing the time from a defined start time, such as time of diagnosis or treatment start, to a defined event, such as relapse or death. By incorporating different factors, such as gene expression and treatment types, survival analysis contributes to the understanding of disease progression, patient survival and identification of potential prognostic biomarkers, thereby aiding the development of treatment strategies. The here established pipeline was initially created for the analysis of chemokine receptor expression in lymphoma patients as part of a research project by Uhl et al. The results showed that high CCR7 expression associates with poor survival prognosis in lymphoma patients and that the expression pattern of Richter Syndrome samples is more similar to non-neoplastic germinal B-cells than to other diffuse large B-Cell lymphomas (DLBCLs). Subsequently, the pipeline was extended and enhanced with a modular structure to be applicable to a wider range of datasets and research needs. To further test the established pipeline the prognostic potential of selected cytokines and related signalling molecules with cis non-coding natural antisense transcript (ncNAT) partner genes was assessed. The analysis found significant survival differences related to the expression of CD27 and CD27-AS1, as the only sense- and anti-sense pair, as well as of IL6 and IL6R. Interestingly, all the significant results for CD27 associate high CD27 expression with better survival, while all the significant results for CD27-AS1 associate high expression with lower survival rates, though in different cancer types. The established pipeline demonstrated capabilities in quickly processing large datasets for different specifications and research demands. Its design supports the addition of further statistical methodologies and the customization of parameters to facilitate its application for individual research questions within a widely accessible software environment. This project underlines the importance of structured, reproducible and efficient data processing methods to advance research across diverse scientific fields.Claudia BaumgartnerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Investigating factors that influence the behavioral intention to use demand-responsive transport services in rural areas

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    Die verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird oft als wichtiger Hebel zur Verringerung der globalen CO2-Emissionen angesehen. Vor allem in ländlichen Gebieten besteht jedoch eine hohe Abhängigkeit vom privaten Auto, was die Förderung von Alternativen erschwert. Bedarfsorientierte Mobilitätsservices sind eine Form von öffentlichen Verkehrsmitteln, die im Voraus gebucht werden müssen und daher flexibler sind als fixe öffentliche Verkehrsmittel, wie zum Beispiel Busse oder Züge. Obwohl die Anzahl von bedarfsorientierten Mobilitätsservices zunimmt, ist ihre Auslastung nach wie vor gering. Daher untersucht diese Studie Faktoren, die die Absicht, bedarfsorientierte Mobilitätsservices in ländlichen Gebieten zu nutzen, beeinflussen, indem sie eine quotenrepräsentative Umfrage unter 1.000 österreichischen Einwohnern auf der Grundlage der „Unified Theory of Acceptance and Use of Technology“ durchführte. Die Stichprobe wurde mittels einer multiplen linearen Regressionsanalyse analysiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die wahrgenommene Nützlichkeit eines bedarfsorientierten Mobilitätsservices (Leistungserwartung), die Meinung anderer Personen (sozialer Einfluss) und die Einstellung der Menschen gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln die Verhaltensabsicht zur Nutzung von bedarfsorientierten Mobilitätsservices sowohl bei Nutzern als auch bei Nicht-Nutzern signifikant beeinflussen können. Daher schlägt diese Studie vor, sich darauf zu konzentrieren, bedarfsorientierte Mobilitätsservices als realistische Alternative für die Bewohner ländlicher Gebiete zu positionieren und die Erfahrungen der Nutzer zu verbessern, um eine positive Verbreitung der Mundpropaganda zu fördern. Diese Studie leistet einen weiteren Beitrag zu dem neu entstehenden Forschungszweig über die Akzeptanz von bedarfsorientierten Mobilitätsservices.Raising the use of public transport services is often seen as an important lever to reduce global CO2-emissions. However, especially in rural areas, there is a high dependency on the private car, making it difficult to promote alternatives. Demand-responsive transport (DRT) services are a form of public transport services that require to be booked in advance and thus are more flexible than fixed public transport services, such as busses or trains. Even though the number of DRT services is increasing, their occupancy rates remain low. Therefore, this study examines factors that influence the intention to use DRT services in rural areas by conducting a quota-representative survey based on the Unified Theory of Acceptance and Use of Technology among 1,000 Austrian residents. The sample was analyzed using a multiple linear regression analysis. The results indicate that the perceived usefulness of a DRT service (performance expectancy), other people’s opinions (social influence), and people’s attitude towards public transport services can significantly influence the behavioral intention to use DRT services for both users and non-users. Therefore, this study suggests to focus on positioning DRT services as a realistic alternative for rural residents and to enhance the experience for users to facilitate a positive spread of the word-of-mouth. This study further contributes to the emerging stream of research on the acceptance of DRT services.author: Marco WeißenbacherMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    Modelling, operationalising and exploring historical information : using historical financial sources as an example

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    Diese Dissertation untersucht die Implementierung historischer Informationen in Informationssystemen. Sie behandelt die Repräsentation historischer Finanzinformationen anhand von vier miteinander verbundenen Themen: (1) Modellierung historischer Informationen; (2) Operationalisierung dieser Informationen als semantische, Semantic Web-basierte und FAIR-orientierte Forschungsdaten; (3) Exploration mit Hilfe von Benutzerschnittstellen und Visualisierungen; und (4) Diskussion von LLM-basierten Ansätzen in diesen Prozessen.Die Arbeit identifiziert vier zentrale Charakteristika historischer Informationen - Unsicherheit, Kontextsensitivität, Multiperspektivität und Fokus auf menschliche Interaktivität - basierend auf einer Analyse von Theorien der Informationswissenschaft und der digitalen Geisteswissenschaften. Aktuelle Modelle wie CIDOC-CRM und spezialisierte Finanzontologien (REA, FIBO, XBRL) haben ihre Grenzen bei der Repräsentation historischer Finanzinformation. Die Bookkeeping Ontology 1.3 adressiert diese Herausforderungen, indem sie das ereignisorientierte Dokumentationsprinzip von CIDOC-CRM mit der Resource-Event-Agent Ontology (REA) kombiniert, um ökonomische Realitäten (Transaktionen, Verbindlichkeiten, Dienstleistungen), dokumentarische Evidenzen (Buchungseinträge, Vermerke) und wissenschaftliche Interpretationen zu modellieren.Ein forscher:innen-zentirerter Ansatz prägt sowohl die Ontologieentwicklung als auch die Gestaltung der Benutzungsoberflächen. Durch „Deep-Dive“-Sitzungen und ein anforderungsgetriebenes Vorgehen wird das Informationssuchverhalten von Historikerinnen und Historikern als aktiver, explorativer Prozess erforscht. Die Umsetzung erfolgt nach methodischen Prämissen und mündet in DEPCHA, einem Publikationsportal für digitale Editionen, das geisteswissenschaftliche digitale Editionen mit Semantic-Web-Technologien verbindet. Diese FAIR-konforme Infrastruktur nutzt RDF-basierte Wissensgraphen in GAMS, um Langzeitarchivierung und interoperablen Datenzugriff zu ermöglichen. Die Analyse von derzeit 16 digitalen Editionen historischer Finanzquellen aus Europa und Nordamerika demonstriert die technische Machbarkeit.DEPCHA bietet drei verschiedene Schnittstellen: eine Sammlungsansicht für die Suche nach Metadaten, eine Editionsansicht, die TEI-Transkriptionen mit Faksimiles kombiniert, und eine Dashboard-Ansicht für aggregierte Datenvisualisierungen. Weitere experimentelle Schnittstellen - wie Netzwerkvisualisierungen und hierarchische „Tree Maps“ - erfüllen spezifische Forschungsbedürfnisse von Sozial- und Wirtschaftshistorikern. Diese Implementierungen bewahren Kontextwissen und wissenschaftliche Annotationen.Abschließend reflektiert die Dissertation LLM-basierte Ansätze und identifiziert mögliche Anwendungsbereiche für die Modellierung, Operationalisierung und Exploration historischer Informationen. Neue LLM-Methoden mit Advanced Prompt Engineering, die ein Expert-in-the-Loop-Paradigma forcieren, zeigen Potentiale in der Ontologiemodellierung, der Datengenerierung und der Entwicklung von Prototypen für Benutzerschnittstellen, die anhand der Einführung der Methode “Prompt Prototyping” diskutiert werden.This thesis examines the implementation of historical information in information systems. It addresses the representation of historical financial records through four interrelated themes: (1) modelling historical information; (2) operationalising it as Semantic Web-based and FAIR-oriented research data; (3) exploring it through web interfaces and visualisations; and (4) evaluating LLM-based approaches to these processes.The research identifies four defining characteristics of historical information – uncertainty, context sensitivity, multiperspectivity and human agency – through analysis of information science and Digital Humanities theory. Current models, including CIDOC-CRM and specialised financial ontologies (REA, FIBO, XBRL), demonstrate limitations in representing historical financial information. The Bookkeeping Ontology 1.3 addresses these limitations by integrating CIDOC-CRM's event-centric documentation with REA's resources-events-agents paradigm to model economic reality (transactions, obligations, services), documentary evidence (entries, mentions), and scholarly interpretations of these historical assertions.A scholar-centred design approach underpins both the ontology development and the interface design. Through deep dive sessions and requirements engineering, the research defines historians' information seeking behaviour as an active, exploratory process. Implementation follows methodological assumptions and results in DEPCHA, a digital editions publication hub combining scholarly digital editions with Semantic Web technologies. This FAIR-compliant infrastructure implements RDF-based knowledge graphs in GAMS for long-term preservation and interoperable data access. Analysis of DEPCHA's current 16 digital editions from European and North American sources demonstrates technical feasibility.DEPCHA implements three distinct interfaces: a collection view for metadata discovery, an edition view pairing TEI transcriptions with facsimiles, and a dashboard view providing aggregated data visualisations. Additional experimental interfaces – network visualisations and hierarchical tree maps – support specific research requirements for social and economic historians. These implementations maintain contextual knowledge and scholarly annotations.Finally, the thesis reflects on LLM-based approaches and indicates potential applications in modelling, operationalising, and exploring historical information. Frontier LLMs with advanced prompt engineering, following an expert-in-the-loop methodology, demonstrate capabilities in ontology engineering, data creation, and interface prototyping through the introduction of "Promptotyping" for rapid development of research interfaces.submitted by Christopher Pollin, MA MADissertation Universität Graz 202

    Morphologically deformed oocytes after in-vitro-fertilization : what factors cause them and what are the consequences?

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    Diese Arbeit untersucht morphologisch deformierte Eizellen nach einer künstlichen Befruchtung mittels In-Vitro-Fertilisation (IVF). Bisher gibt es wenige Erkenntnisse darüber, warum diese Eizellen deformiert auftreten, welche Faktoren sie beeinflussen und ob sie das gleiche Entwicklungspotenzial besitzen wie normal erscheinende Eizellen. In dieser retrospektiven Studie wurden 196 Behandlungszyklen untersucht, wobei 1.230 Eizellen analysiert wurden, davon 162 mit morphologischen Auffälligkeiten. Zur Ursachenanalyse wurden Parameter wie der Kumulus-Oozyten-Komplex (COC), die pipettierte Spermienmenge und morphologische Eizellmerk-male betrachtet. Die Eizellen wurden fotografisch dokumentiert und mikroskopisch analysiert, um den Grad der Deformation zu bestimmen. Anschließend wurde ihre Entwicklung weiterverfolgt.Die Ergebnisse zeigen, dass gedellte Eizellen häufiger bei unreifen Eizellen auftreten. Diese wiesen öfter einen fehlenden perivitellinen Spalt auf, hatten eine verdickte Zona pellucida und traten vermehrt bei Patientinnen mit niedrigerer Maturationsrate auf. Zudem wurden sie häufiger bei Patientinnen mit vielen Eizellen beobachtet, also nach Stimulation mit hohen Gonadotropindosen beobachtet.Die embryonale Entwicklung gedellter Eizellen zeigte keine signifikanten Nachteile im Vergleich zu nicht deformierten Eizellen. Auch Implantationsraten waren ähnlich, allerdings wurde eine leicht reduzierte fetale Herzaktivität festgestellt.Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass gedellte Eizellen nicht grundsätzlich verworfen werden sollten, da sie ein vergleichbares Entwicklungspotenzial haben. Zukünftige Studien sollten die Auswirkungen dieser Deformationen, insbesondere im Hinblick auf die Kryokonservierung, weiter untersuchen.This study examines morphologically deformed oocytes after artificial fertilization through in vitro fertilization (IVF). So far, little is known about why these oocytes appear deformed, which factors influence them, and whether they have the same developmental potential as normally appearing oocytes or not. In this retrospective study, 196 treatment cycles were examined, and 1,230 oocytes were analyzed, including 162 with morphological abnormalities. To analyze the causes, parameters such as the cumulus-oocyte-complex (COC), the amount of pipetted sperm, and morphological oocyte characteristics were considered. The oocytes were documented photographically and microscopically analyzed to determine the degree of deformation. Their further development was then monitored. The results show that deformed oocytes occur more frequently in immature oocytes. These oocytes often lacked a perivitelline space, had a thickened zona pel-lucida, and were more commonly observed in patients with a lower maturation rate. Additionally, they were more frequently found in patients with a high number of oocytes, particularly after stimulation with high doses of gonadotropins. The embryonic development of deformed oocytes showed no significant disad-vantages compared to non-deformed oocytes. Implantation rates were also simi-lar, although a slightly reduced fetal heart activity was observed. These findings suggest that deformed oocytes should not be discarded outright, as they possess comparable developmental potential. Future studies should further investigate the effects of these deformations, particularly regarding cryopreservation.Judith EndersMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    The Media Representation of All-Day Schooling During the COVID-19 Pandemic in Austria A Qualitative Content Analysis of Newspaper Reporting in Der Standard from March 1, 2020 to December 31, 2022

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    Die Covid-19-Pandemie stellte das Bildungssystem vor enorme Herausforderungen und rückte Ganztagsschulen als mögliche Lösungsansätze stärker in den öffentlichen Fokus. Die vorliegende Masterarbeit untersuchte die mediale Repräsentation der Erwartungen an die Ganztagsschule während der Covid-19-Pandemie in der Tageszeitung Der Standard. Ziel war es zu analysieren, welche Erwartungen an die Ganztagsschule thematisiert, wie deren Wirksamkeit dargestellt und welche Konsequenzen beziehungsweise Maßnahmen von den Verfasser*innen gefordert wurden. Grundlage bildet eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (2022) von 12 Artikeln, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2022 veröffentlich wurden.Die Analyse zeigt, dass die an Ganztagsschulen gestellten Erwartungen vielfältig sind und sich mit den bereits in der Fachliteratur bekannten Zielen decken: Ganztagsschulen sollen die Chancengleichheit fördern, zur beruflichen Entlastung und Gleichstellung der Geschlechter beitragen, ganzheitliche Bildung und Soziales Lernen fördern sowie Eltern finanziell entlasten. Besonders betont wird die Funktion der Ganztagsschule, sozial benachteiligte Kinder aus schwierigen Verhältnissen zu unterstützen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen sowie Nachhilfekosten zu reduzieren. Dazu wird eine qualitativ hochwertige Gestaltung der Ganztagsschule gefordert, die in ganz Österreich verfügbar sein soll und mit ihrem Umfeld vernetzt werden soll.Zudem verdeutlichen die analysierten Artikel auch wesentliche Kritikpunkte an der Ganztagsschule: die Überforderung und Belastung von Schüler*innen sowie die politischen Blockaden und die fehlende Unterstützung. Es wird eine unzureichende Wirkung durch pandemiebedingte Einschränkungen beschrieben sowie eine Adaptation der Ganztagsschul-Gebäude gefordert.Die Ergebnisse machen deutlich, dass Ganztagsschulen einerseits als zentrale Rolle für Bildungs- und Betreuungsfragen im Pandemiekontext gesehen werden, andererseits aber an bestehenden strukturellen Problemen scheitern.Zudem wird die Rolle der Medien als wichtiger Akteur in der öffentlichen Meinungsbildung hervorgehoben. Medien wie Der Standard tragen wesentlich dazu bei, wie über Ganztagsschulen diskutiert wird und prägen die langfristigen Wahrnehmungsmuster in der Gesellschaft wesentlich.The COVID-19 pandemic posed enormous challenges to the education system and brought all-day schools increasingly into public focus as possible solutions. This master's thesis examines the way media represents expectations toward all-day schools during the COVID-19 pandemic in the Austrian newspaper Der Standard. The aim was to analyze which expectations of all-day schools are addressed, how their effectiveness is portrayed, and which consequences or measures are demanded by the authors. The study is based on a qualitative content analysis according to Mayring (2022) of 12 articles published between March 1, 2020, and December 31, 2022.The analysis shows that expectations of all-day schools are diverse and align with goals already known in academic literature: all-day schools are expected to promote educational equity, contribute to work-life balance and gender equality, foster holistic education and social learning, and financially relieve parents. Particular emphasis is placed on the role of all-day schools in supporting socially disadvantaged children from difficult backgrounds, enabling the reconciliation of work and family life, and reducing the need for private tutoring. Furthermore, a high-quality design of all-day schools is called for, which should be available throughout Austria and networked with their local environment.In addition, the analyzed articles highlight significant criticism of all-day schools: the overburdening and stress on students as well as political blockades and lack of support. The articles describe the limited effectiveness of all-day schools due to pandemic-related restrictions and demand structural adaptations of school buildings. The results show that while all-day schools are seen as central to addressing educational and care needs in the pandemic context, they also fail to overcome existing structural problems.Finally, the thesis emphasizes the role of media as an important actor in shaping public opinion. Media outlets like Der Standard contribute significantly to shaping public debates on all-day schools and strongly influence long-term societal perceptions of this educational model.Automatisch erstellte Titelanzeige – Daten nicht geprüftMasterarbeit Universität Graz 202

    Total sale for transferring restructuring in insolvency proceedings and trustee restructuring plan : an analysis considering the eu directive on the harmonization of insolveny law

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    Das österreichische Insolvenzrecht verfolgt das Ziel, wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen nicht unmittelbar zu liquidieren, sondern eine Sanierung und den Fortbestand dieser zu ermöglichen. Diese Herangehensweise basiert auf der Erkenntnis, dass viele Unternehmen trotz finanzieller Schwierigkeiten oft über eine strukturelle Bestands- und Wettbewerbsfähigkeit verfügen, die es zu bewahren gilt. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit zwei spezifischen Verfahrensmodellen, die auf die Erhaltung von krisengebeutelten Unternehmen ausgerichtet sind: Einerseits die Gesamtveräußerung eines Unternehmens im Konkursverfahren und andererseits der Liquidationssanierungsplan, der eine Erscheinungsform des Treuhandsanierungsplans darstellt. Zu Beginn der Arbeit werden die grundlegenden Aspekte des Insolvenzrechts erläutert, einschließlich der allgemeinen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, der verschiedenen Verfahrensarten und der zugrunde liegenden rechtlichen Prinzipien. In weiterer Folge wird die Gesamtveräußerung eines Unternehmens im Konkursverfahren, auch als übertragende Sanierung bezeichnet, näher betrachtet. Hierbei werden die Besonderheiten dieses Verfahrensmodells, dessen rechtliche Rahmenbedingungen, haftungsrechtliche Implikationen sowie die damit verbundenen praktischen Herausforderungen beleuchtet. Im darauffolgenden Kapitel wird das Treuhandsanierungsverfahren beschrieben. Neben einer detaillierten Darstellung seiner verschiedenen Erscheinungsformen und deren verfahrensrechtlichen Ausgestaltung – wobei der Liquidationssanierungsplan als Pendant zur übertragenden Sanierung im Mittelpunkt steht – wird auch auf aktuelle Rechtsprechung eingegangen, die im Rahmen der bislang größten Insolvenz Österreichs erging. Im weiteren Verlauf erfolgt ein Vergleich der übertragenden Sanierung und des Liquidationssanierungsplans, um die zentralen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Verfahren zu veranschaulichen. Abschließend wird der Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Richtlinie zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Insolvenzrechts analysiert. Dabei wird insbesondere das geplante Pre-pack-Verfahren, dessen unkonventioneller Verfahrensablauf sowie die dahinterstehende Zielsetzung des europäischen Gesetzgebers erörtert. Diesem neuartigen Verfahren gebührt im Kontext dieser Arbeit besondere Aufmerksamkeit, da im Pre-pack-Verfahren Elemente der übertragenden Sanierung und des Treuhandsanierungsverfahrens kombiniert werden.The intention of Austrian insolvency law is not to immediately liquidate financially distressed companies, but to enable them to be reorganised and continue as a going concern. This approach is based on the realisation that, despite financial difficulties, many companies often have a structural viability and competitiveness that needs to be preserved. This paper deals with two specific procedural models that are geared towards the preservation of crisis-hit companies. These are, on the one hand, the total sale of a company in bankruptcy proceedings and, on the other hand, the liquidation reorganisation plan, which is a form of fiduciary reorganisation plan. At the beginning of the paper, the basic aspects of insolvency law are explained, including the general requirements for the opening of insolvency proceedings, the different types of proceedings and the underlying legal principles. In the further course, the overall sale of a company in bankruptcy proceedings, also known as transferring reorganisation, is examined in more detail. The special features of this procedural model, its legal framework, liability law implications and the associated practical challenges are examined.The following chapter describes the trustee reorganisation procedure. In addition to a detailed description of its various forms and the procedural structure - with the liquidation reorganisation plan as the counterpart to the transferring reorganisation taking centre stage - current developments in case law are also discussed in connection with Austria's largest insolvency to date. A comparison of the transferring reorganisation and the liquidation reorganisation plan is then made in order to illustrate the key differences and similarities between the two procedures. Finally, the European Commission's proposal for a directive on the harmonisation of certain aspects of insolvency law is analysed. In particular, the planned pre-pack procedure, its unconventional procedure and the underlying objective of the European legislator will be discussed. This novel procedure deserves particular attention in the context of this paper, as the pre-pack procedure combines elements of the transferring reorganisation and the trustee reorganisation procedure.vorgelegt von Marie-Sopie SiebenhoferMasterarbeit Universität Graz 202

    The right of assembly in Austria in the interwar period with special consideration of measures restricting freedom of assembly

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    Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der historischen Entwicklung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit in Österreich. Dabei steht die Zwischenkriegszeit von 1918 bis 1938 als Untersuchungszeitraum im Fokus. Ihre Untersuchung ermöglicht einen aufschlussreichen Vergleich zwischen der Grundrechtslage in einer demokratischen Republik und jener in einem autoritären System. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich die Versammlungsfreiheit ab dem Staatsgründungsbeschluss vom 30. Oktober 1918 bis zum „Anschluss“ an das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1938 entwickelt hat. Insbesondere wird der Aspekt der versammlungsfreiheitseinschränkenden Maßnahmen im Lichte der jeweiligen Phasen fokussiert. Die Analyse behandelt die versammlungsrechtliche Entwicklung auf verfassungs- und einfachgesetzlicher Ebene. Dabei wird auch das sogenannte „Antiterrorgesetz“ von 1930 berücksichtigt, dessen tatsächliche Schutzwirkung im Wege einer systematischen Interpretation fragil erscheint. In der Ära des „Austrofaschismus“ ab März 1933 sorgte die Regierung durch die Anwendung des Kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetzes 1917 für massive Einschränkungen im Grundrechtsbereich. Für die Untersuchung des rechtlichen und faktischen Einschränkungsgrads dienen die die Versammlungsfreiheit direkt und indirekt beschränkenden Notverordnungen als zentrale Untersuchungsgegenstände. Die rechtshistorische Analyse der Zwischenkriegszeit zeigt, dass Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit insbesondere dann gefährdet waren, wenn politische Machthaber autoritäre Züge annahmen. Besonders der „Staatsstreich“ im März 1933 markiert eine Zäsur, da mittels einer schrittweisen Ausschaltung demokratischer Institutionen und einer massiven Einschränkung der Versammlungsfreiheit ein autoritäres Herrschaftssystem etabliert wurde. In Anbetracht der behandelten versammlungsrechtlichen Entwicklung betont die Arbeit die Aktualität und Schutzbedürftigkeit der Versammlungsfreiheit im demokratischen Rechtsstaat.This diploma thesis is dedicated to the historical development of the fundamental right to freedom of assembly in Austria. The focus of the investigation lies on the interwar period from 1918 to 1938. This examination enables an insightful comparison between the status of fundamental rights in a democratic republic and that in an authoritarian regime. At the center stands the research question of how the freedom of assembly evolved from the Staatsgründungsbeschluss of 30 October 1918 until the Anschluss to National Socialist Germany in 1938. Particular attention is given to measures restricting the freedom of assembly in light of the respective political phases. The analysis addresses the legal development of assembly rights on both constitutional and statutory levels. In this context, the so-called Antiterrorgesetz of 1930 is also taken into account, whose actual protective effect appears fragile when interpreted systematically. During the era of Austrofascism from March 1933 onward, the government imposed severe restrictions on fundamental rights by applying the Kriegswirtschaftliches Ermächtigungsgesetz 1917. In assessing the legal and practical extent of these restrictions, emergency decrees that directly and indirectly limited the freedom of assembly serve as central subjects of investigation. The legal-historical analysis of the interwar period demonstrates that fundamental rights such as the freedom of assembly were particularly at risk when political leadership adopted authoritarian traits. The so-called Staatsstreich of March 1933 marks a decisive turning point, as democratic institutions were gradually dismantled and the freedom of assembly drastically curtailed, paving the way for the establishment of an authoritarian regime. In view of the developments in assembly law examined, this thesis underscores the enduring relevance and need for protection of the freedom of assembly within a democratic constitutional state.vorgelegt von Nikolaus ZöhrerDiplomarbeit Universität Graz 202

    Investigating the perceived effectiveness of the German Supply Chain Act in addressing modern slavery in the textile and electronics industry

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    Moderne Sklaverei nimmt weltweit nach wie vor von Jahr zu Jahr zu. Die Ursachen sind vielschichtig und komplex. In der Textil- und Elektronikindustrie, vor allem in den vorgelagerten Lieferketten, ist das Risiko für moderne Sklaverei besonders hoch. In den vergangenen Jahrzehnten haben internationale Organisationen und Staaten ein umfassendes Regelwerk aus Richtlinien und Gesetzen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht etabliert, um Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten rechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Diese Thesis untersucht qualitativ die Effektivität verpflichtender Gesetze, am Beispiel des kürzlich verabschiedeten deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), zur Reduzierung von moderner Sklaverei in den Lieferketten der Textil- und Elektronikindustrie aus der Sicht verschiedener Stakeholder. Die Arbeit wird zu einem kritischen Zeitpunkt durchgeführt, da das LkSG vor der Umwandlung in die im Juli 2024 verabschiedete EU-Richtlinie CS3D zur menschen- und umweltrechtlichen Sorgfaltspflicht steht.Die Triangulation der Erkenntnisse der Experteninterviews und der aktuellen Literatur ergab Stärken und Schwächen des LkSG, die sich auf dessen derzeitige Effektivität auswirken. Darüber hinaus wurden externe Faktoren wie Chancen und Risken identifiziert, die die künftige Wirksamkeit des LkSG potenziell beeinflussen könnten. Die vorliegende Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das LkSG bereits eine gewisse Wirksamkeit entfaltet hat, diese sich bisher jedoch in erster Linie auf eignen Geschäftsbereich und nicht auf die Lieferketten der Unternehmen bezieht. Gesetze wie das LkSG haben das Potenzial, moderne Sklaverei in der Textil- und Elektronikindustrie zu reduzieren, erfordern jedoch Anpassungen zur Entfaltung ihrer vollen Effektivität. Diese Arbeit bietet politischen Entscheidungsträgern Anhaltspunkte zur Optimierung des LkSGs und ähnlicher Gesetze, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung der europäischen CS3D. Der Wissenschaft bietet diese Arbeit neben einer ersten qualitative Analyse des LkSG hinsichtlich dessen Effektivität, alternative Ansätze zur Reduzierung von moderner Slakverei, die zukünftig erforscht werden könnten.Modern slavery continues to rise each year, with its causes being multifaceted and complex. The electronics and textile industries, particularly at their upstream end, show a significant prevalence of modern slavery. In recent decades, international organizations and national governments have developed an extensive web of human rights due diligence (HRDD) guidelines and regulations to hold companies accountable for human rights violations in their supply chains. While the HRDD scholarship has primarily examined the effectiveness of voluntary approaches, along with some mandatory ones, the factors influencing that effectiveness have received less attention. This thesis enhances research on the effectiveness of mandatory human rights due diligence laws regarding modern slavery. It presents an initial qualitative assessment through semi-structured expert interviews regarding the newly enacted German Supply Chain Act (GSCA) and proposes a more nuanced, integrated research approach. The work is performed at a critical point in time, when the GSCA is at a crossroads regarding its adaptation to the newly adopted (July 2024) European Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CS3D). The triangulation of the findings of the expert interviews and current literature revealed strengths and weaknesses of the GSCA that impact its current effectiveness. Additionally, external factors like opportunities and threats have been identified, that could influence the GSCA's future effectiveness were acknowledged, providing valuable insights for policymakers to transform the GSCA into the European CS3D. This thesis concludes that while the GSCA may show some effectiveness, so far, it primarily relates to the businesses' own operations rather than their supply chains. However, there is potential to reduce modern slavery in the textiles and electronics industries when these laws are improved and become more sophisticated.author: Carina BöhringerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    Cancel Culture and its role in democracy

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    Cancel Culture ist ein Begriff der als das Boykottieren ungewollter Meinungen und Personen in den digitalen Medien bekannt ist. Spätestens seit dem JK Rowling Fall im Dezember 2019 ist der Begriff in aller Munde. Das ist nicht zuletzt dem geschuldet, dass der Begriff und auch einige der Praktiken, die mit Cancel Culture verbunden werden, ihren Ursprung in der Fankultur finden. Durch das öffentliche zur Rechenschaft ziehen haben die Praktiken über Hashtags bereits vor Rowling Fuß im digitalen Aktivismus gefasst und werden in dem Zusammenhang auch als Werkzeuge der Demokratie verstanden, welche Machtungleichheiten ausgleichen und Gerechtigkeit für marginalisierte Stimmen schaffen. Der politische Diskurs, allen voran dem US Präsidenten Donald Trump geschuldet, unterstellt der Cancel Culture einen Angriff auf demokratische Grundrechte wie der Meinungs- und Redefreiheit und warnt vor den anti-demokratischen Verhalten politisch andersgesinnter. Tatsächlich ist Cancel Culture als Begriff zwar neu und verordnet sich im Zeitalter der digitalen Medien, die Praktiken dahinter sind jedoch weder neu noch werden diese exklusiv von einer politischen Seite ausgeübt. Um das Phänomen und seine Auswirkungen demnach zu verstehen muss Cancel Culture auf die Ebene der Praktiken und die des politischen Diskurses runtergebrochen, und im jeweiligen sozio-politischen Kontext betrachtet werden. Diese Erkenntnisse wurden mit Hilfe der Demokratietheorien von Chantal Mouffe, Jürgen Habermas und Jacques Derrida analysiert und haben ergeben, dass Cancel Culture ein Symptom einer tiefgründigeren Demokratieunkenntnis ist. Sie hält uns einen gesellschaftlichen Spiegel vor und zeigt die Herausforderungen auf, vor die liberale Demokratien gestellt werden, wenn eine fehlende Streitkultur und der Glaube an einen inklusiven Konsens in pluralistisch geprägten, globalisierten Gesellschaften auf unregulierte digitale Kommunikationsplattformen treffen.Cancel Culture is a term known as the boycotting of unwanted opinions and people on digital media platforms. The term has been on everyone's lips since JK Rowling got cancelled over a controversial post on social media in December 2019. This is not least due to the fact that the term and some of the practices associated with Cancel Culture have their origins in fan culture. Through call outs and the use of hashtags, the practices had already gained a foothold in digital activism before Rowling and are, in this context, understood as tools of democracy to balance power inequalities and create justice for marginalized voices. The political discourse, primarily due to the reelected US president Donald Trump, accuses Cancel Culture of attacking basic democratic rights such as freedom of opinion and speech and warns against the anti-democratic behavior of political opponents. Although Cancel Culture as a term is indeed new and owed to the rise of digital media platforms, the practices behind it are neither new nor are exclusively exercised by one political side. In order to understand the phenomenon and its effects, Cancel Culture was broken down to the level of practices and political discourse and considered in the respective socio-political context. These findings have been analyzed through the lens of the democratic theories of Chantal Mouffe, Jürgen Habermas and Jacques Derrida. The analysis has shown that Cancel Culture is a symptom of a more profound democratic illiteracy. It acts like a social mirror that reflects the challenges that liberal democracies face when an absent conflict culture and the belief of an inclusive consensus within pluralistic, globalized societies come up against unregulated digital communication platforms.vorgelegt von Elisabeth ObermannMasterarbeit Universität Graz 202

    The 'Steiermärkische Gemeindestrukturreform 2015': Municipality mergers and their effects on municipal expenditures in practice

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    In den Jahren vor 2015 wies die Steiermark, sowohl im internationalen Vergleich als auch im Vergleich zu den übrigen Bundesländern Österreichs, eine sehr kleinteilig organisierte Gemeindeebene auf. Diese Kleinteiligkeit der Strukturen wird häufig mit Ineffizienzen und einer geringen Zukunftstauglichkeit assoziiert. Zudem wird auch oft mit der Existenz von U-förmigen Durchschnittskostenkurven gegen kleine Einheiten auf Gemeindeebene argumentiert. Die Steiermärkische Gemeindestrukturreform 2015 brachte tiefgehende Veränderungen der Gemeindestruktur in der Steiermark. In ihrem Verlauf kam es zu einer deutlichen Reduktion der Anzahl der steirischen Gemeinden, wobei besonders die kleinsten Gemeinden fusioniert wurden. Ziel dieser Arbeit ist festzustellen, ob die Gemeindestrukturreform zu einer Senkung der ordentlichen Ausgaben der steirischen Gemeinden geführt hat. Dabei werden Gemeindedaten der Jahre 2002-2019, sowohl gesamt als auch auf Ebene der Voranschlags-Gruppen, unter Nutzung von one-way Fixed-Effects Modellen mit zeitspezifischen Effekten analysiert. Auf der Ebene der Voranschlags-Gruppen konnten einige Bereiche identifiziert werden, in welchen Gemeindekooperationen Einsparungen bringen könnten. Die Resultate für die Gemeinde als Ganzes weisen deutlich höhere ordentliche Ausgaben für die kleinsten Gemeinden aus, liefern aber keine stichhaltigen Hinweise für die Existenz eines U-förmigen Verlaufs der ordentlichen Ausgaben. Sowohl die neuen Gemeinden als auch jene, aus denen diese entstanden sind, weisen im Mittel höhere ordentliche Ausgaben auf als jene Gemeinden, die von der Gemeindestrukturreform unberührt blieben. Insgesamt ergibt sich bei den ordentlichen Ausgaben eine geschätzte Einsparung durch die Gemeindestrukturreform in der Höhe von ca. 1,25% in der kurzen und mittleren Frist.In the years prior to 2015, Styria featured very small structures at the municipal level, in international comparison as well as relative to the other federal states of Austria. These small structures are often associated with inefficiencies and a low likelihood of being fit for the future. Additionally, the existence of U-shaped average cost functions is frequently used to argue against small units at the municipal level. The Steiermärkische Gemeindestrukturreform 2015 (Styrian municipality-structure reform 2015) brought significant changes to the structure of the municipal level in Styria. In its course, the number of municipalities in Styria was reduced considerably, with especially the smallest municipalities being amalgamated. The goal of this thesis is to examine, whether the Gemeindestrukturreform led to a decrease in the ordinary expenditures of Styrian communes. To achieve this, communal data for the years 2002-2019, in total as well as at the level of cost sections (Voranschlags-Gruppen) are analysed using one-way fixed-effects models with time-specific effects. At the level of the cost sections, several sections were identified in which cooperations between municipalities could achieve reductions in ordinary expenditures. Looking at the municipality as a whole, the results show significantly higher ordinary expenditures for the smallest municipalities, but do not provide substantial evidence for the existence of a U-shaped path in the ordinary expenditures. The new municipalities, as well as the ones that were amalgamated to create them, on average exhibit higher ordinary expenditures than the municipalities not affected by the Gemeindestrukturreform. All things considered, the Gemeindestrukturreform led to an estimated reduction in ordinary expenditures of approximately 1.25% in the short and medium term.Georg Clemens Plank, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 66-71Masterarbeit Universität Graz 202

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