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    Natura Styriaca / Quantifizierung eines Erdstroms in Hinterwildalpen im September2024 aufgrund eines extremen Niederschlagsereignisses

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    Ausgelöst durch das außerordentliche Niederschlagsereignis zwischen 12. und 16. September 2024 ereignete sich am 18. September 2024 am Rande des Ortsgebietes von Hinterwildalpen eine als Erdstrom zu klassifizierende gravitative Massenbewegung. Diese wird beschrieben, in ihrem Zustandekommen diskutiert und dreidimensional quantitativ erfasst. Methodisch geschah dies durch eine Geländebegehung, eine drohnengestützte Befliegung mit Auswertung der Höhendifferenzen gegenüber einem ALS-basierten Digitalen Geländemodell (von 2011) und eine Detailanalyse der Daten von vier benachbarten Wetterstationen. Demnach betraf der Erdstrom eine Fläche von 7.600 m2 und lagerte etwa 5.500 m3 Material um. Der Prozess ereignete sich nach Niederschlags- mengen von 258 mm in nur fünf Tagen, was an der Messstation des Hydrographischen Dienstes in Wildalpen einen Rekordwert seit Messbeginn im Jahr 1901 darstellt. Dieses Niederschlagsereignis führte zur Wassersättigung des aus Lockersedimenten bestehenden Untergrundes und zur Auslösung des Erdstroms. Die gute Qualität der Ergebnisse resultiert einerseits aus der hochgenauen Aufnahme-Technik und andererseits auf den hochaufgelösten Klimadaten.Quantification of a landslide in Hinterwildalpen in September 2024 after an extreme precipita- tion event. – On September 18, 2024, a landslide occurred in Hinterwildalpen, which was triggered by extreme precipitation from the 12th to the 16th of September. This paper describes and quantitatively captures the lands- lide and discusses respective origin. Methodologically, a field survey, an unoccupied aerial survey and an analysis of the height differences compared to an ALS-based elevation model from 2011 in addition to meteorological data of four meteorological stations are used. The landslide affected an area of 7,600 m² and moved 5,500 m³ of material. The process was triggered after 258 mm of precipitation fell within five days, a record breaking event at the station Wildalpen with precipitation measurements since 1901. The precipitation event led to oversaturation of fine sediment and started the landslide. The high precision survey connected with meteorological data of high temporal resolution led to good quality of the results.Version of recor

    MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung / Mediendidaktik und Sprachendidaktik : Ein interdisziplinäres Forschungsprofil

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    Dieser Beitrag stellt Mediendidaktik und Sprachendidaktik einander gegenüber und zeigt, dass beide Disziplinen nicht getrennt voneinander gedacht werden können, zumal Sprache ein Medium und im Sprachenunterricht sowohl Lerngegenstand als auch Lernmedium ist. Hierfür wird zunächst die Wechselwirkung von Sprache und Medien im Sinne einer Konstruktion der Wirklichkeit betrachtet, bevor eine Verortung von Medien- und Sprachendidaktik vorgenommen wird. Um ein interdisziplinäres Forschungsprofil zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, das TPACK-Modell um Linguistic Knowledge (LK) zu erweitern. Diese Erweiterung bietet neue Perspektiven für Mediendidaktik und Sprachendidaktik, indem sie die Verbindung von Sprache, Technologie, Inhalt und Pädagogik beleuchtet. Der Beitrag beschreibt, wie das TPLACK-Modell dazu beitragen kann, sprachliche, mediale und multimodale Kompetenzen in technologiegestützten Bildungsprozessen zu fördern und Lernprozesse sprachsensibler zu gestalten. Zudem wird herausgearbeitet, wie das Modell die Entwicklung einer kritischen Medien- und Sprachkompetenz unterstützt, die für die Anforderungen der digitalen und mehrsprachigen Gesellschaft essenziell ist. Abschliessend werden neue Forschungsperspektiven dargelegt, die das Zusammenspiel von Technologie, Pädagogik, Fachinhalten und Sprache in didaktischen Konzepten weiter erforschen sollen.This article contrasts media education with language education, demonstrating that the two disciplines cannot be considered separately, as language itself is a medium and serves as both a learning object and a learning medium in language education. The paper first examines the interaction of language and media as a means of constructing reality, followed by an exploration of the positioning of media and language education. To create an interdisciplinary research profile, the paper proposes an extension of the TPACK model to include Linguistic Knowledge (LK). This addition offers new perspectives for both media and language education by illuminating the connection between language, technology, content, and pedagogy. The paper describes how the TPLACK model can help to foster linguistic, media, and multimodal competencies in technology-supported educational processes and make learning more language-sensitive. Furthermore, the model supports the development of critical media and language competence, essential for the needs of a digital, multilingual society. Finally, new research perspectives are presented to further explore the interplay of technology, pedagogy, content, and language in didactic concepts.Version of recor

    Montenegro at a crossroads? : boundary-making perspectives after the DPS’s electoral losses

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    Nach der Verabschiedung des Gesetzes über die Religionsfreiheit im Dezember 2019 geriet die DPS, die Montenegro drei Jahrzehnte lang regiert hatte, in Konflikt mit der serbisch-orthodoxen Kirche. Letztere argumentierte, dass das Gesetz ihre Besitztümer in die Hände des Staates übertragen würde. Infolgedessen mobilisierte die orthodoxe Kirche ihre Anhänger:innen, um gegen das Gesetz zu protestieren, was schließlich zur Wahlniederlage der DPS bei den Parlamentswahlen 2020 führte. Zwar könnte man argumentieren, dass diese Wahlniederlage teilweise auf eine Kombination außergewöhnlicher Umstände zurückzuführen war, darunter die Durchsetzung von Maßnahmen aufgrund der COVID-19-Pandemie sowie die religiösen Prozessionen (Litije) als Reaktion auf das Gesetz über die Religionsfreiheit, die im Vorfeld der Wahlen stattfanden, doch die Ergebnisse der anschließenden Präsidentschaftswahlen im Jahr 2023 zeigten, dass die Haltung der Bürger:innen eindeutig war. Somit waren die Parlamentswahlen 2020 wohl ein Wendepunkt, der zeigte, dass die DPS tatsächlich nicht unbesiegbar und unvergänglich war. In der Folge verlor die DPS zum ersten Mal ihre dominante Position in der politischen Landschaft Montenegros. Aufgrund dessen hätte man erwarten können, dass sich das politische Gefüge, in dem die DPS regiert hatte, auflösen würde. Diese politische Struktur, die sich weitgehend um die Jahrtausendwende herausgebildet hatte, als die Frage der Staatlichkeit Montenegros das wichtigste politische Thema war, beruhte auf der Dichotomisierung des Landes zwischen Montenegriner:innen und Serb:innen, oder besser gesagt zwischen Montenegriner:innen und ethnischen Minderheiten, die in Opposition zu den Serb:innen standen. Ausgehend von dieser Charakterisierung von Ethnizität als Politik hatte die DPS ihre Regierungsplattform etabliert und sich selbst als Hüter der politischen Unabhängigkeit Montenegros und dessen Ziele definiert.Bestimmte Ereignisse wie die Feierlichkeiten zu den Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen und die Reaktionen auf die Inthronisierung von Joanikije II. deuten jedoch darauf hin, dass diese ethnisch-nationalen Rahmenbedingungen nach wie vor relevant sein könnten. Auch wenn sich die Regierung geändert hat und damit den Wunsch der Bevölkerung nach einer neuen Ausrichtung widerspiegelt, bleibt die Bedeutung der Ethnizität in der Politik insgesamt relevant. Gleichzeitig deuten die jüngsten Entwicklungen in der montenegrinischen Politik auch darauf hin, dass die Bevölkerung möglicherweise kein Interesse mehr an solchen politischen Narrativen hat. Im Jahr 2023 verloren sowohl die DPS als auch ihr wichtigster Wahlkonkurrent, die inzwischen aufgelöste DF, an Boden gegenüber der PES. Im Gegensatz zu den politischen Programmen der zuvor dominierenden Parteien schien die PES andere politische Dynamiken zu betonen und sich insbesondere auf wirtschaftliche Belange zu konzentrieren.Ausgehend von der oben beschriebenen Situation zielt die Dissertation darauf ab, anhand von Interviews zu beleuchten, ob sich die Einwohner:innen Montenegros für nationale Kategorien interessieren und inwieweit diese ihr tägliches Leben beeinflussen. Unter Verwendung der Boundary-Making-Theorie wird argumentiert, dass die Antwort auf diese Frage vielfältig ist, wobei die Bedeutung der Wahrnehmung von Politik, die Rolle von Institutionen, die sozialen Netzwerke von Individuen und der Einfluss von Zeit und Raum eine Rolle dabei spielen, die Perspektiven der Einwohner:innen Montenegros auf ethnisch-nationale Fragen in ihrem täglichen Leben zu prägen.Following the adoption of the Law on Religious Freedom in December 2019, the DPS, which had ruled Montenegro for three decades, found itself at odds with the Serbian Orthodox Church. The latter argued that the law would transfer its properties into the State’s hands. Consequently, the Orthodox Church rallied its followers to protest the law, eventually leading to the DPS’s electoral loss in the 2020 parliamentary elections. While that electoral loss might have been argued to be partly contingent on a mixture of extraordinary circumstances, with the enforcement of measures taken due to the COVID-19 pandemic, as well as the religious processions (litije) in response to the Law on Religious Freedom having occurred in its build-up, the subsequent presidential ballots’ results in 2023 showed that the citizens’ position was unequivocal. As such, the 2020 parliamentary elections were arguably a watershed moment which showed that the DPS was, in fact, not invincible and everlasting. In its aftermath, the DPS, for the first time, no longer held a dominant position in the Montenegrin political landscape. Consequently, one might have expected the political framework under which the DPS had ruled to unravel itself. This structure of politics, which largely emerged at the turn of the millennium when Montenegro’s statehood question was the main political topic, lied in the dichotomisation of the country between Montenegrins and Serbs, or rather between Montenegrin and ethnic minorities being in contra-position to Serbs. From this characterisation of ethnicity as politics, the DPS had established their ruling platform, defining themselves as the guardians of Montenegrin political independence and its objectives.However, certain events such as the the celebrations of the presidential electoral results and the reactions to the enthronement of Joanikije II have suggested that these ethnonational frameworks might still be relevant; while the government might have changed, reflecting the population’s desire for a new direction, the significance of ethnicity in politics remains relevant as a whole. At the same time, recent developments in Montenegrin politics have also suggested that the population might not be interested in engaging with these types of political narratives any longer; during 2023, the DPS and its main electoral rival, the DF, which has now dissolved, both lost ground to PES. As opposed to the political platforms offered by the previously dominant parties, PES had appeared to emphasise different political dynamics, especially focusing on economic concerns.Based on the description of the situation as outlined above, the thesis aims to, through the use of interviews, shed light on whether Montenegro’s inhabitants care about national categories as well as the extent to which these affect their lives on the daily. Using the boundary-making theory, the answer to this enquiry is argued to be multifold, with the importance of perceptions of politics, the role of institutions, individuals’ social networks and the impact of time and space all playing a role in shaping Montenegrin inhabitants’ perspectives of ethnonational issues in their daily lives.submitted by Christopher Lam Cham KeeDissertation Universität Graz 202

    "I want to remain a human“ : self-determination and quality of life in dementia

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    Abstract Es fällt schwer, eine klare Grenze zu ziehen, wo die Selbstbestimmung beginnt und endet, besonders bei einer demenziellen Erkrankung, die zahlreiche Beeinträchtigungen im Alltag mit sich bringt. Oftmals wird die Autonomie betroffener Personen von ihrem Umfeld nicht wahrgenommen. Kognitive Defizite stellen sowohl die Betroffenen als auch deren Umfeld vor Herausforderungen. Demenzkranke Menschen vermitteln häufig den Eindruck, in ihrer eigenen Welt zu leben, wodurch ihre Selbstständigkeit und Urteilsfähigkeit infrage gestellt werden. Die Gesellschaft sollte jedoch begreifen, dass nicht nur die geistige Leistungsfähigkeit entscheidend ist, sondern auch die emotionale, empfindsame und soziale Seite des Menschen berücksichtigt werden muss. Zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass demenziell erkrankte Personen, unabhängig vom Fortschritt ihrer Erkrankung, durchaus in der Lage sind, individuell zu reagieren und in ihrer sozialen Wahrnehmung sensibel zu agieren. Pflegepersonen und Angehörige sollten nicht sämtliche alltäglichen Tätigkeiten übernehmen, sondern vielmehr die vorhandenen Ressourcen des Betroffenen wertschätzen, auf sie hören und mit der richtigen Unterstützung und Assistenz im richtigen Maß zur Seite stehen. Das Gefühl einer gewissen Eigenständigkeit und die damit verbundene Wertschätzung sollten in jeder Phase der Demenz erhalten bleiben.Die Ziele dieser Masterarbeit sind, zu untersuchen, ob in Langzeitpflegeeinrichtungen ein selbstbestimmtes Leben und eine hohe Lebensqualität auch für demenziell erkrankte Menschen möglich sind. Des Weiteren werden Unterstützungsmöglichkeiten und Handlungsansätze ermittelt, die den Betroffenen helfen können, ihre Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken und ihre Selbstbestimmung in diesem Kontext zu fördern.Die Arbeit umfasst zwei Methoden: eine fachspezifische Literaturrecherche und eine quantitative Befragung. Die Grundlage für die Entwicklung des Fragebogens bildet die bestehende Literatur.Abstract It is difficult to draw a clear line where self-determination begins and ends, especially in the case of dementia, which causes numerous impairments in everyday life. The autonomy of affected people is often not recognized by those around them. Cognitive deficits pose challenges for both those affected and those around them. People with dementia often give the impression that they live in their own world, which calls into question their independence and ability to judge. However, society should understand that it is not just mental performance that is important, but that the emotional, sensitive and social side of people must also be taken into account. Numerous scientific findings show that people with dementia, regardless of the progression of their disease, are perfectly capable of reacting individually and acting sensitively in their social perception. Caregivers and relatives should not take on all everyday activities, but rather value the existing resources of the affected person, listen to them and provide the right level of support and assistance. The feeling of a certain independence and the associated appreciation should be maintained in every phase of dementia.The aim of this master's thesis is to investigate whether a self-determined life and a high quality of life are possible for people with dementia in long-term care facilities. Furthermore, support options and approaches to action are identified that can help those affected to express their wishes and needs and to promote their self-determination in this context.The work includes two approaches: a subject-specific literature search and a quantitative survey. The existing literature forms the basis for the development of the questionnaireMüller ElisabethMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Kyrgyzstan : in the geopolitical tension between the great powers China and Russia

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    Aufgrund der immerwährenden Verschiebungen von Zentren der Macht – welche gerade im Hinblick auf eine mögliche Veränderung von einer unipolaren zu einer multipolaren Weltordnung diskutiert werden – ist es von Bedeutung, Auswirkungen bzw. Ursachen von solchen globalen Transformationsprozessen zwischen daran beteiligten Akteuren in regionalen Räumen zu untersuchen. Hierfür bietet sich ein Blick auf Kirgistan an, welches sich, wie der Titel schon sagt, im Spannungsverhältnis zwischen den Großmächten China und Russland befindet. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die externe Einflussnahme in einem sich neu erschaffenden Staat räumlich manifestiert und welches Konfliktpotenzial dieser Versuch, verstärkt Einfluss zu gewinnen, bei den einzelnen Akteuren birgt. Ziel ist es also aufzuzeigen, ob es durch die versuchte Vertiefung der russischen und chinesischen Einflussnahmen in Kirgistan zu Konflikten dieser beiden Akteure kommen kann, welche in Folge Auswirkungen auf deren globale Verhältnisse haben können. Methodisch baut diese Arbeit, die sich in der Theorie der Geographischen Konfliktforschung sieht, auf eine Literatur- und Medienanalyse auf, um bereits bestehende, unterschiedliche Blickwinkel aufgreifen zu können. Die Ergebnisse zeigen, dass es zwischen Russland und China aus aktueller Sicht mittelfristig in Kirgistan keine Konflikte geben wird, die Auswirkung auf das globale Verhältnis dieser beiden Großmächte haben, da die versuchte Einflussnahme verschiedene Intentionen hat und auf unterschiedliche räumliche Strukturen abzielt. Da Kirgistan aber vor allem für Russlands Selbstbild von großer Bedeutung ist, ist eine verstärkte Einflussnahme, auch auf Kosten von China, welche Konfliktpotenzial birgt, nicht auszuschließen. Die vorliegende Arbeit zeigt auf, dass die Veränderung von globalen Machtverhältnissen von regionalen Dynamiken getrieben werden, hier aber globale Beziehungen einzelner Großmächte – wie z.B. Russland und China – Einfluss auf die interne Bewertung solcher lokalen Dynamiken haben können.Due to the perpetual shifts in centres of power - which are currently being discussed regarding a possible change from a unipolar to a multipolar world order - it is important to examine the effects and causes of such global transformation processes between the actors involved in regional areas. A suitable starting point for this analysis is Kyrgyzstan, which - as the title suggests – finds itself situated within tensions between the great powers China and Russia. This study examines how external influence manifests itself spatially in a newly created state and what potential for conflict this attempt to gain greater influence harbours for the individual actors. Therefore, the aim is to show whether the attempted deepening of Russian and Chinese influence structures in Kyrgyzstan can lead to conflicts between these two actors, which could subsequently have an impact on their global relations. Methodologically, this work is based on the theory of geographical conflict research and uses a literature and media analysis in order to be able to take up existing different perspectives. The results show that, from a current perspective, there will be no conflicts between Russia and China in Kyrgyzstan in the medium term that will have an impact on the global relationship between these two major powers. The attempted exertion of influence has different intentions and is aimed at different spatial structures. However, as Kyrgyzstan is of great importance especially for Russia's self-image, increased influence, also at the expense of China, which harbours the potential for conflict, cannot be ruled out. This study shows that changes in global power relations are driven by regional dynamics but that global relations between individual major powers - such as Russia and China - can have an influence on the internal assessment of these local dynamics.Autor: Ulrich Johannes MaierEnthält Literaturverzeichnis auf Blätter 69-77Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    Human security in the Western Balkans : the safety of journalists and freedom of expression

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    Diese Dissertation betrachtet die Entwicklung des Konzeptes der menschlichen Sicherheit in den westlichen Balkanländern von 2000 bis 2023 aus der Perspektive der Sicherheit von Journalisten und der Meinungsfreiheit, wobei beide als grundlegende Komponenten der demokratischen Gesellschaft anerkannt wurden. Die zentrale Forschungsfrage betrifft die Diskrepanz zwischen der offiziell verabschiedeten, an internationalen Standards ausgerichteten Gesetzgebung und der anhaltenden Unsicherheit für Journalisten in Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien.Ziel der Arbeit war es, festzustellen, ob diese Staaten ihren verfahrensrechtlichen Verpflichtungen gemäß der EMRK und einem umfassenderen Rahmen für die menschliche Sicherheit in der Praxis nachkommen. Es wurden zwei miteinander verknüpfte Hypothesen getestet: Erstens, dass die westlichen Balkanstaaten sich nur vordergründig für die Sicherheit von Journalisten engagieren, insbesondere bei der Untersuchung von Anschlägen und Morden; und zweitens, dass ein wirksamer Schutz nachhaltige EU-Unterstützung erfordert, da sich interne Reformen als unzureichend erwiesen haben. Unter Verwendung eines mehrdimensionalen Ansatzes - einschließlich rechtlicher und politischer Analysen, Fallstudien, Interviews mit Interessenvertretern und der Rechtsprechung des EGMR - ergaben die Untersuchungen, dass wiederkehrende Ermittlungsfehler, selektive Rechtsanwendung und politische Einmischung maßgeblich zu einer weit verbreiteten Kultur der Straflosigkeit beitragen. Die Ergebnisse bestätigten beide Hypothesen. Obwohl die EU durch die Beitrittskonditionalität und projektbezogene Unterstützung eine entscheidende Rolle spielte, wurde deren Wirksamkeit durch das Fehlen eines echten innenpolitischen Willens beeinträchtigt. Die Sicherheit von Journalisten erwies sich als Schlüsselindikator für die Rechtsstaatlichkeit und die Sicherheit der Menschen im weiteren Sinne, was deutlich macht, dass nur die Verknüpfung substanzieller interner Reformen mit nachhaltigem Druck von außen die institutionelle Rechenschaftspflicht fördern und die Meinungsfreiheit in der Region schützen kann.This thesis examines the development of the concept of human security in the Western Balkans from 2000 to 2023 through the lens of journalist safety and freedom of expression, recognizing both as fundamental components of democratic society. The core research problem concerns the discrepancy between the formally adopted legislation aligned with international standards and the persistent insecurity of journalists in Bosnia and Herzegovina, Kosovo, Montenegro, North Macedonia, and Serbia. The thesis aims to determine whether these states fulfilled their procedural obligations under the ECHR and broader human security frameworks in practice. It tests two interrelated hypotheses: first, that the Western Balkan states appeared committed to journalist safety only on the surface, particularly in handling investigations into attacks and assassinations, and second, that effective protection required sustained EU support, as internal reforms had proven insufficient. Employing a multi-dimensional approach—including legal and policy analysis, case studies, interviews with stakeholders, and ECtHR jurisprudence the research identifies recurring investigative failures, selective application of justice, and political interference as key contributors to a pervasive culture of impunity.The findings confirmed both hypotheses. Although EU leverage through accession conditionality and project-based support played a critical role, its effectiveness was constrained by the absence of genuine domestic political will. Journalist safety emerged as a key indicator of the rule of law and broader human security, highlighting that only the alignment of substantive internal reforms with sustained external pressure could advance institutional accountability and safeguard freedom of expression in the region.submitted by Jelena MilićevićDissertation Universität Graz 2025Archivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet AT-OeNB pdage

    Umami by itself doesn't taste great: A P300 study on the influence of isolatedmonosodium glutamate on visual food cues

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    Einleitung: Zahlreiche Studien belegen den Einfluss geschmacklicher Reize auf Appetit und Essverhalten, wobei Mononatriumglutamat (MSG) als Umami-vermittelnde Substanz häufig in Verbindung mit appetitsteigernden Effekten untersucht wurde. Bisher erfolgten diese Untersuchungen jedoch meist im Kontext realer Nahrungsmittel. Ziel der vorliegenden Studie war es, erstmals die Wirkung von isoliertem Umami-Geschmack auf die bewusste Bewertung und neuronale Verarbeitung visueller Nahrungsmittelhinweisreize (NHR) zu untersuchen. Zudem wurde der Einfluss des Big Five Persönlichkeitsmerkmals „Offenheit für Erfahrungen“ in Bezug auf niedrigkalorische Nahrungsmittel untersucht, da dieses im Zusammenhang mit gesunder Ernährung steht. Methode: 88 weibliche Probandinnen (Durchschnittsalter: 25.5 Jahre) wurden randomisiert einer MSG- oder Wassergruppe zugewiesen. Nach Einnahme bewerteten sie eine Reihe von Nahrungsmittelbildern (Kategorien: niedrigkalorisch: Obst, Gemüse; hochkalorisch: Fleisch, Süßigkeiten) hinsichtlich Valenz und Appetit. Gleichzeitig wurden die Komponenten ereigniskorrelierter Potentiale (P300: 250-400 ms) für ein parietales Cluster abgebildet. Ergebnisse: Die Umamilösung wurde von vielen Probandinnen als unangenehm empfunden. Im Vergleich zur Wassergruppe zeigten sich reduzierte P300-Amplituden. Die Appetit- und Valenzratings unterschieden sich nicht zwischen den Gruppen und waren bei niedrigkalorischen Nahrungsmitteln höher als bei hochkalorischen. Innerhalb der MSGGruppe korrelierte Offenheit für Erfahrungen positiv mit den Appetit- und Valenzratings von Gemüse, während ein Zusammenhang mit der P300 nicht festgestellt werden konnte. Diskussion: Die Ergebnisse deuten auf eine dämpfende Wirkung des aversiv wahrgenommenen Umami-Geschmacks auf die Verarbeitung appetitlicher NHR hin. Die Auswirkungen der appetitsteigernden Qualitäten von MSG auf NHR konnte somit nicht festgestellt werden. Offenheit könnte bei ungewohnten Geschmackserfahrungen die bewusste Bewertung beeinflussen. Zukünftige Studien sollten verschiedene Konzentrationen von Umami oder ost-asiatische Stichproben untersuchen, um den Einfluss des affektiv negativen Geschmacks auszuschließen.Introduction: Numerous studies have shown the influence of taste stimuli on appetite and eating behavior, whereby monosodium glutamate (MSG) as an umami-mediating substance has often been investigated in connection with appetite-enhancing effects. So far, however, these studies have mostly been conducted in the context of real food. The aim of the present study was to investigate the effect of isolated umami flavor on the conscious evaluation and neuronal processing of visual food cues (VFC) for the first time. In addition, the influence of the Big Five personality trait “openness to experience” was examined in relation to lowcalorie foods, as this is associated with healthy eating. Method: 88 female subjects (average age: 25.5 years) were randomly assigned to an MSG or water group. After ingestion, they evaluated a series of food pictures (categories: low-caloric: fruit, vegetables; high-caloric: meat, sweets) with regard to valence and appetite. At the same time, the components of event-related potentials (P300: 250-400 ms) were mapped for a parietal cluster. Results: The umami solution was perceived as unpleasant by many test subjects. Compared to the water group, the P300 amplitudes were reduced. The appetite and valence ratings did not differ between the groups and were higher for low-calorie foods than for high-calorie foods. Within the MSG group, openness to experience correlated positively with the appetite and valence ratings of vegetables, while a correlation with the P300 was not found. Discussion: The results indicate a dampening effect of the aversively perceived umami flavour on the processing of appetising VFC. The effects of the appetite-enhancing qualities of MSG on VFC could therefore not be established. Openness could influence the conscious evaluation of unfamiliar flavour experiences. Future studies should investigate different concentrations of umami or East Asian samples to exclude the influence of the affectively negative flavourNicolai LandenbergerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

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