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Acceptance of artificial intelligence in society
Künstliche Intelligenz (KI) findet zunehmend Anwendung in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens und der Arbeitswelt. Ihre gesellschaftliche Akzeptanz wird dabei zu einem entscheidenden Faktor für eine erfolgreiche und verantwortungsvolle Nutzung. Diese Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen KI von der Bevölkerung angenommen oder abgelehnt wird. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für fördernde und hemmende Einflussfaktoren zu entwickeln und daraus praxisnahe Handlungsempfehlungen abzuleiten. Grundlage der Analyse ist eine systematische Auswertung aktueller empirischer Studien. Im Mittelpunkt stehen Unterschiede in der Akzeptanz zwischen verschiedenen Anwendungsfeldern wie dem Gesundheitswesen, der Strafverfolgung oder dem Bildungsbereich sowie geografisch und soziodemografisch bedingte Unterschiede in der Bewertung von KI-Systemen. Ergänzend werden bestehende Forschungslücken identifiziert und Hinweise auf gesellschaftliche Entwicklungen gegeben, die den Umgang mit KI langfristig beeinflussen könnten. Die Ergebnisse zeigen, dass Vertrauen, Transparenz, der wahrgenommene Nutzen und das Gefühl der Kontrolle maßgeblich zur Akzeptanz beitragen. Dagegen wirken sich Bedenken in Bezug auf Datenschutz, fehlende Nachvollziehbarkeit, ethische Fragestellungen und unklare Verantwortlichkeiten häufig negativ aus. Deutlich wird auch, dass die Bewertung von KI stark vom jeweiligen Anwendungskontext und der persönlichen Einstellung der Nutzer abhängt. Zudem zeigen die untersuchten Studien, dass insbesondere Bildung, Alter und technologische Vorerfahrung eine zentrale Rolle bei der Meinungsbildung spielen. Die Erkenntnisse verdeutlichen, dass erfolgreiche KI-Implementierung nicht nur eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung darstellt. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zum besseren Verständnis gesellschaftlicher Perspektiven auf KI und zeigt auf, wie wichtig ein bewusster und differenzierter Umgang mit dieser Technologie ist.Artificial intelligence (AI) is increasingly being used in various areas of everyday life and the world of work. Its social acceptance is becoming a decisive factor for its successful and responsible use. This thesis examines the conditions under which AI is accepted or rejected by the population. The aim is to develop a deeper understanding of the factors that promote and inhibit AI and to derive practical recommendations for action. The analysis is based on a systematic evaluation of current empirical studies. The focus is on differences in acceptance between different fields of application such as healthcare, law enforcement or education as well as geographical and socio-demographic differences in the evaluation of AI systems. In addition, existing research gaps are identified and indications are given of social developments that could influence the use of AI in the long term. The results show that trust, transparency, the perceived benefits and the feeling of control contribute significantly to acceptance. In contrast, concerns about data protection, lack of traceability, ethical issues and unclear responsibilities often have a negative impact. It is also clear that the evaluation of AI depends heavily on the respective application context and the personal attitude of the user. The studies analysed also show that education, age and previous technological experience play a key role in forming opinions. The findings make it clear that successful AI implementation is not only a technical challenge, but also a social one. This work contributes to a better understanding of social perspectives on AI and demonstrates the importance of a conscious and differentiated approach to this technology.Tom Joachim Hartrumpf, B.A.Enthält Literaturverzeichnis auf Seite 67-84Masterarbeit Universität Graz 202
The recognition of governments in international law : fundamentals and consequences of the (non-) recognition with a special focus on the Taliban in Afghanistan
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der (Nicht-) Anerkennung von Regierungen im Völkerrecht und untersucht hierfür insbesondere das Beispiel der Taliban in Afghanistan. Nach der Einführung in das Thema wird in Kapitel 2 die völkerrechtliche Einordnung der Anerkennung von Regierungen vorgenommen. Dies wird durch Beispiele verdeutlicht. Das 3 Kapitel behandelt die (Nicht-) Anerkennung der Taliban als legitime Regierung Afghanistans. Anhand der Betrachtung einzelner Staaten werden die Gründe erörtert, die für die (Nicht-) Anerkennung genannt werden. Anschließend werden die daraus resultierenden Folgen für die Taliban dargestellt. In Kapitel 4 wird auf das Verhältnis zwischen den Taliban und Internationalen Organisationen eingegangen. Hierfür wird die Beziehung zwischen der Europäischen Union und den Taliban betrachtet und die Vorgehensweise der Vereinten Nationen in Bezug auf die Taliban und Afghanistan erklärt. Ziel dieser Diplomarbeit ist es die völkerrechtlichen Kriterien für die Anerkennung von Regierungen darzustellen und die konkreten Folgen der (Nicht-) Anerkennung für die Taliban zu erörtern.This thesis deals with the (non-) recognition of governments in international law, focusing in particular on the example of the Taliban in Afghanistan. Following the introduction on the topic, chapter 2 provides a legal classification of the recognition of governments under international law, illustrated by examples. Chapter 3 addresses the (non-) recognition of the Taliban as the legitimate government of Afghanistan. Using the perspective of individual states, it examines the reasons put forward in favour of or against recognition. It then outlines the resulting consequences for the Taliban. Chapter 4 focuses on the relationship between the Taliban and international organisations. In this context, it examines the relationship between the European Union and the Taliban and explains the approach taken by the United Nations regarding the Taliban and Afghanistan. The aim of this thesis is to present the criteria under international law for the recognition of governments and to discuss the specific consequences of (non-) recognition for the Taliban.von Johannes MedwedDiplomarbeit Universität Graz 202
Individualization and situational movement interventions in school lessons
Regelmäßige Bewegung spielt eine wesentliche Rolle für die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dennoch verbringen viele Schüler: innen einen Großteil ihres Tages im Sitzen, was nicht nur zu Haltungsproblemen, sondern auch zu einem erhöhten Risiko für psychosomatische Beschwerden führt. Ziel dieser Arbeit war es zu untersuchen, welche Bedürfnisse Schüler: innen in Bezug auf Bewegung im Schulalltag haben und inwiefern sie vorgeschlagene Bewegungsinterventionen annehmen würden.Die durchgeführte Umfrage an einer Mittelschule zeigte, dass trotz eines insgesamt geringen Bewegungsausmaßes ein hohes Wohlbefinden im eigenen Körper berichtet wurde. Dieses Ergebnis steht im Gegensatz zu bestehenden Studien, die einen engen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Selbstwertgefühl belegen. Die Mehrheit der befragten Schüler: innen zeigte großes Interesse an mehr Bewegung im Schulalltag, bevorzugte jedoch eher freie, selbstbestimmte Bewegungsmöglichkeiten anstelle von strukturierten Bewegungsangeboten durch Lehrkräfte.Gleichzeitig wurde deutlich, dass Bewegungsmangel mit einer Vielzahl psychosomatischer und körperlicher Beschwerden einhergeht. Viele Schüler: innen berichteten über Rückenschmerzen, Nackenverspannungen sowie stressbedingte Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden. Bewegungsinterventionen könnten daher nicht nur zur Verbesserung der körperlichen Gesundheit beitragen, sondern auch als wirksame Maßnahme zur Stressbewältigung und zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit dienen.Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen die Notwendigkeit einer flexiblen und individuell anpassbaren Bewegungsförderung im Schulalltag. Statt standardisierter Lösungen bedarf es eines vielfältigen Angebots, das den individuellen Bedürfnissen der Schüler: innen gerecht wird. Langfristig könnten gezielte Maßnahmen zur Integration von Bewegung in den Unterricht und in die Pausen dazu beitragen, gesundheitliche Probleme zu reduzieren und die schulischen Leistungen zu verbessern.Regular physical activity plays a key role in the physical and mental health of children and adolescents. However, many students spend a large proportion of their day sitting, which not only leads to postural problems, but also increases the risk of psychosomatic com-plaints. The aim of this study was to investigate students' needs for physical activity dur-ing the school day and the extent to which they would accept proposed physical activity interventions.The survey, conducted in a secondary school, showed that despite low levels of physical activity, students reported a high level of physical well-being. This finding contrasts with existing studies that show a strong relationship between physical activity and self-esteem. The majority of students surveyed showed a strong interest in being more physically ac-tive during the school day, but preferred free, self-directed physical activity opportunities to structured physical activity programs offered by teachers.At the same time, it became clear that a lack of physical activity is associated with a variety of psychosomatic and physical complaints. Many students reported back pain, neck ten-sion, stress-related headaches, and gastrointestinal complaints. Exercise interventions may therefore not only help to improve physical health, but may also serve as an effective stress-management tool and improve cognitive performance.The results of this study highlight the need for flexible and adaptable physical activity promotion in school settings. Rather than standardized solutions, a diverse range of activi-ties is needed to meet the individual needs of students. In the long term, targeted interven-tions to integrate physical activity into lessons and breaks could help reduce health prob-lems and improve academic performance.Andreas PirkerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Exploring enzymes with secondary amine-based non-canonical amino acids for novel reactivities
Aminosäuren sind einer der Grundbausteine von Organismen, genauer gesagt von Proteinen. Fast alle Organismen nutzen eine begrenzte Anzahl von 20 Aminosäuren, um Enzyme zu bilden, die für bestimmte Reaktionen in der Natur relevant sind. Diese begrenzte Anzahl verfügbarer Aminosäuren kann durch aktuelle Forschungsergebnisse um neuartige nicht-kanonische Aminosäuren (ncAAs) erweitert werden. Diese ncAAs sind oft von kleinen Molekül-Organokatalysatoren, Metallionenliganden, Photokatalysatoren oder biorthogonalen funktionellen Gruppen inspiriert. Diese neuen Funktionalitäten können als katalytische Stellen in neu entwickelten künstlichen Enzymen verwendet werden, um neue Reaktivitäten in der Natur zu erschließen. Beispielsweise sind sekundäre Amine relevante Katalysatoren für die klassische organische Synthese und haben zu Arbeiten auf dem Gebiet der ncAAs inspiriert. Mit diesen ncAAs wurden in den letzten Jahren künstliche Enzyme mit unterschiedlichen Reaktivitäten entwickelt. Die Forschung auf diesem Gebiet ist jedoch noch begrenzt. Daher war es das Ziel dieser Arbeit, die Forschung auf diesem Gebiet zu erweitern und sich mit den verschiedenen Bereichen des Designs künstlicher Enzyme unter Verwendung von ncAAs zu befassen.Im ersten Teil dieser Arbeit wurde die Synthese neuartiger sekundäraminhaltiger ncAAs durchgeführt und ihre Einbindung in Proteine anhand eines Markergen-Assays mit einer Reihe verschiedener orthogonaler Translationssysteme getestet. Die Tests ergaben jedoch kein effizientes Paar für die Einbindung, sodass weitere Untersuchungen erforderlich sind. Daher verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Erforschung des katalytischen Potenzials bekannter iminiumionenfördernder ncAAs, insbesondere Para-Aminophenylalanin und N6-(D-Prolyl)lysin (D-1). Diese ncAAs wurden in Proteingerüste eingebaut, und die resultierenden gereinigten Enzyme wurden in einem Aktivitätsscreening getestet, bei dem die Nukleophilpromiskuität für die Michael-Addition an Zimtaldehyd sowie die potenzielle Aktivität bei der Katalyse der Morita-Baylis-Hillman-Reaktion untersucht wurden. Im Verlauf dieses Screenings wurden neue Reaktivitäten für das Positivkontrollenzym DERA-MA identifiziert, während für die meisten anderen künstlichen Enzyme keine oder nur eine sehr geringe Aktivität gemessen wurde. Schließlich wurden die künstlichen Enzyme auf Basis des Proteingerüsts TOYE, die entweder mit der kanonischen Aminosäure Lysin oder dem ncAA D-1 als katalytische Reste ausgestattet waren, einer gezielten Evolution unterzogen. Während des Arbeitsablaufs der gezielten Evolution wurden Probleme innerhalb der Methodik identifiziert und mögliche Ursachen untersucht und diskutiert, um den Arbeitsablauf zu verbessern.Amino acids are one of the basic building blocks of organisms, and more specifically proteins. Almost all organisms utilize a limited set of 20 amino acid to build enzymes to offer specific reactivities relevant in nature. This limited number of available amino acids can, through recent research, be expanded to include novel non-canonical amino acids (ncAAs). These ncAAs are often inspired by small molecule organocatalysts, metal ion ligands, photocatalysts or biorthogonal functional groups. These new functionalities can be used as catalytic sites in new designed artificial enzymes aiming to unlock new to nature reactivity. For example, secondary amines are relevant catalyst for classical organic synthesis and have inspired work in the field of ncAAs. With these ncAAs artificial enzymes have been developed in recent years with different reactivities. However, the reserach in this area is still limited. Therefore, the goal of this thesis was to expand the research in this area, dealing with the different areas of artificial enzyme design using ncAAs.In the first part of this thesis, the synthesis of novel secondary amine-containing ncAAs was accomplished and their incorporation into proteins was tested against a panel of different orthogonal translation systems through a marker gene assay. However, the tests did not identify an efficient pair for incorporation, and this requires further investigation. As a result, the focus shifted toward exploring the catalytic potential of known iminium ion-promoting ncAAs, specifically para-aminophenylalanine and N6-(D-prolyl)lysine (D-1). These ncAAs were incorporated into protein scaffolds and the resulting purified enzymes were tested in an activity screening investigating the nucleophile promiscuity for Michael addition to cinnamaldehyde as well as potential activity in catalysing the Morita–Baylis–Hillman reaction. In the course of this screening novel reactivities were identified for the positive control enzyme DERA-MA, while for most of the other artificial enzymes no, or very modest activity was measured. Finally, the artificial enzymes based on the protein scaffold TOYE, equipped either with the canonical amino acid lysine or the ncAA D-1 as catalytic residues, were subjected to directed evolution. During the directed evolution workflow problems within the methodology were identified and potential causes were investigated and discussed, aiming to improve the workflow.by Marko Rath BSc.Masterarbeit Universität Graz 202
The role of the rule of law in the EU : measures against Hungary and their effectiveness
Die vorliegende Diplomarbeit beschreibt zu Beginn die wesentliche Rolle der Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union. Nach einer begrifflichen und funktionalen Einordnung der Rechtsstaatlichkeit werden die Mechanismen, mit denen die EU Verstöße sanktionieren und den Schutz ihrer Werte gewährleisten kann, beleuchtet. Dabei wird insbesondere der Verfahrensablauf des Artikel-7-Verfahrens, der Vertragsverletzungsverfahren und der Konditionalitätsverordnung im Detail dargelegt. Der Fokus dieser Diplomarbeit liegt zudem auf der Analyse der Entwicklungen in Ungarn seit dem Regierungsantritt von Viktor Orbán. Durch zahlreiche Gesetzesänderungen kam es zu Mängeln der Rechtsstaatlichkeit, insbesondere in den Bereichen der Unabhängigkeit der Justiz, der Bekämpfung von Korruption und Interessenkonflikten, der Medienfreiheit einschließlich des Medienpluralismus, des Verfassungs- und Wahlsystems sowie der Gewaltenteilung. Darauf aufbauend werden die bisher gesetzten Maßnahmen der EU, insbesondere das Artikel-7-Verfahren, verschiedene Vertragsverletzungsverfahren und die erstmalige Anwendung der Konditionalitätsverordnung, sowie die Reaktion Ungarns darauf genau erläutert. In dieser Diplomarbeit wird anschließend die Effektivität dieser Instrumente im Allgemeinen und danach explizit in Bezug auf die Anwendung gegen Ungarn bewertet.This thesis first outlines the essential role of the rule of law in the European Union. After providing a conceptual and functional classification of the rule of law, it examines the mechanisms by which the EU can sanction violations and ensure the protection of its values. In particular, it details the procedures of Article 7, infringement proceedings, and the conditionality regulation. This thesis also focuses on analysing developments in Hungary since Viktor Orbán came to power. Numerous legislative changes have led to deficiencies in the rule of law, particularly in the areas of judicial independence, the fight against corruption and conflicts of interest, media freedom including media pluralism, the constitutional and electoral system, and the separation of powers. On this basis, the measures taken by the EU to date, in particular the Article 7 procedure, various infringement proceedings, and the first-time application of the conditionality regulation, as well as Hungary's response to these measures, are explained in detail. This thesis then assesses the effectiveness of these instruments in general and, subsequently, explicitly in relation to their application against Hungary.vorgelegt von: Lana Marie MessnerDiplomarbeit Universität Graz 202
Una rete intertestuale plurilingue e pluriculturale sul razzismo
In der vorliegenden Arbeit wird der Einfluss eines plurilingualenund plurikulturellen Ansatzes im Unterricht auf die impliziten Vorurteile und Stereotype von Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf die Ziele der Global Citizenship Education (GCED) untersucht. Außerdem beinhaltet diese Arbeit konkrete didaktische Maßnahmen für die Umsetzung des genannten Ansatzes. Diese werden im Anschluss beispielhaft in Form eines plurilingualen und plurikulturellen intertextuellen Netzwerkes in einer fachdidaktischen Einheit erläutert. Das erste Kapitel befasst sich daher mit der Definition, der Entwicklung und der gesellschaftlichen Relevanz der GCED und erläutert zwei der 17 Ziele. Anschließend wird der Unterschied zwischen Multilinguismus und Plurilinguismus erläutert. Das zweite Kapitel erläutert, in welcher Form und aus welchen Gründen sich Plurilinguismus für den Menschen als außerordentlich sinnvoll bewährt hat und wie er aktiv im Unterricht implementiert werden kann. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Definition von impliziten Vorurteilen und Stereotypen sowie deren Bekämpfung im schulischen Kontext. Das vierte Kapitel setzt den theoretischen Rahmen für die fachdidaktische Einheit, die im Anschluss detailliert beschrieben wird. Insgesamt unterstreicht diese Arbeit die enorme Bereicherung des plurilingualen und plurikulturellen Ansatzes im Unterricht auf soziale und kognitive Kompetenzen, indem er Menschen weniger Anfällig für Vorurteile macht.This thesis examines the influence of a plurilingual and pluricultural approach in the classroom on the implicit prejudices and stereotypes of students with regard to the goals of Global Citizenship Education (GCED). It also includes specific didactic measures for implementing this approach. These are then explained using examples in the form of a plurilingual and pluricultural intertextual network in a subject-specific teaching unit. The first chapter therefore deals with the definition, development, and social relevance of GCED and also explains two of the 17 goals in particular. It then explains the difference between multilingualism and plurilingualism. The second chapter explains how and why plurilingualism has proven to be extremely beneficial for humans and how it can be actively implemented in the classroom. The third chapter deals with the definition of implicit biases and stereotypes and how to combat them in the school context. The fourth chapter sets the theoretical framework for the subject-specific teaching unit, which is then described in detail. Overall, this paper emphasizes the enormous enrichment of the plurilingual and pluricultural approach in teaching social and cognitive skills, making people less influenced by prejudice.Franziska Bijelonjić BEd.Masterarbeit Universität Graz 202
Hoi hypaspistai ton hetairon : studies on Alexander’s elite infantry
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit den sogenannten Hypaspisten, einer Eliteeinheit der Infanterie des makedonischen Heeres zur Zeit Philipps II. und Alexanders des Großen. Das Thema wurde gewählt, da bislang eine detaillierte Gesamtdarstellung zu den makedonischen Hypaspisten fehlt, mehrere Aspekte des Themas nicht ausreichend untersucht wurden und ei-nige teils stark voneinander abweichende Schlussfolgerungen innerhalb der Forschung mitei-nander konkurrieren.Ziel der Arbeit ist es, durch eine Neubetrachtung und Neuinterpretation der antiken Quellen zu den Hypaspisten eine Reihe neuer Erkenntnisse zu präsentieren sowie sich in den etablierten Streitfragen zu positionieren. Die große Zahl der von der bestehenden Forschung übersehenen Erwähnungen in den Quellen hat den Verfasser in seiner Meinung bestärkt, dass die Notwendigkeit besteht, die Forschung zum gewählten Thema wieder zu den antiken Quellen zurückzuführen. Die Untersuchung und Interpretation aller denkbarer Quellen, also archäologischer sowie historiographischer, soll, unter Einbeziehung der bestehenden Forschungs¬literatur, das Erreichung des Forschungsziels ermöglichen. Die ergiebigste Quelle zu den Hypaspisten ist das Alexándrou Anábasis betitelte Werk des römischen Geschichtsschreibers Flavius Arrianus von Nikomedia, welcher im zwei-ten nachchristlichen Jahrhundert tätig war, mit 65 direkten Nennungen. Eine besondere Her-ausforderung der Untersuchung besteht im erheblichen zeitlichen Abstand zwischen den histo-rischen Ereignissen und den überlieferten Schriftquellen, da keine zeitgenössischen Berichte erhalten geblieben sind. Eine weitere Problematik ergibt sich durch konkurrierende Begriff-lichkeiten bei den antiken Autoren, welche zum Teil auch dem eben erwähnten zeitlichen Ab-stand geschuldet sind. Dementsprechend verwenden viele antike Autoren den Originalbegriff hypaspistai nicht, nicht konsequent oder vermischen ihn mit Begriffen wie zum Beispiel so-matophylakes, welche aufgrund von sprachlicher Evolution eine synonyme Bedeutung erhiel-ten.Die Untersuchung hat ergeben, dass in Makedonien wohl schon zur Zeit der Herrschaft Phi-lipps II. unter Hypaspisten eine ganz spezielle Truppengattung von Eliteinfanteristen verstan-den wurde. Die detaillierte Analyse von Texten, vor allem von Arrian, hat gezeigt, dass die Definition von den ausschließlich leicht gerüsteten Hypaspisten zu verwerfen ist, weil dafür stimmige Beweise fehlen. Im Gegenteil: Es gibt zahlreiche Belege für eine schwere Rolle in-nerhalb der makedonischen Kriegsführung. Zur Kommandostruktur der Hypaspisten bleiben ein paar Fragezeichen, allerdings geht der Verfasser davon aus, dass diese auf andere Art orga-nisiert waren als die Formationen der Phalanx. Ziemlich sicher waren die Hypaspisten außer-dem in Verbänden von je 500 Mann organisiert. Der Verfasser unterstützt weiters die Ein-schätzung der Gesamtzahl der Hypaspisten von 3.000 Mann, wie sie in der Forschung ziem-lich einheitlich vorgenommen wird. Auch zu den Spezialaufgaben der Hypaspisten können einige Aussagen getroffen werden. Sehr gut belegen lässt sich die Rolle als Militärpolizei, der Einsatz im Wachdienst sowie bei Belagerungen und die Verwendung als Marineinfanteristen.Die makedonischen Hypaspisten waren nach abschließender Interpretation des Verfassers eine hervorragend ausgebildete und trainierte Eliteeinheit nach dem Vorbild der traditionellen grie-chischen Hopliten, die eine Vielfalt an Rollen von der klassischen Feldschlacht bis hin zu ver-schiedenen Spezialmissionen erfolgreich ausfüllen konnte, jedes Gefecht gewann und sich durch uneingeschränkte Loyalität gegenüber ihrem König auszeichnete.This Master's thesis deals with the so-called Hypaspists, an elite infantry unit of the Macedonian army during the time of Philip II and Alexander the Great. The topic was chosen because a comprehensive and detailed account of the Macedonian Hypaspists is still lacking; several aspects of the subject have not been sufficiently studied, and some widely divergent conclusions continue to compete within scholarly research.The aim of this thesis is to present a series of new findings through a re-examination and reinterpretation of the ancient sources on the Hypaspists, and to take a position on the established scholarly debates.The large number of references in the sources that have been overlooked by previous research has reinforced the author's conviction that there is a need to return the study of this topic to the ancient sources. The analysis and interpretation of all conceivable sources—both archaeological and historiographical—should, in conjunction with the existing body of research, make it possible to achieve the stated research objective. The richest source on the Hypaspists is the work titled Anabasis Alexandrou by the Roman historian Flavius Arrianus of Nicomedia, who was active in the second century AD and mentions them directly 65 times.A particular challenge of the study lies in the significant chronological distance between the historical events and the extant written sources, as no contemporary accounts have survived. An additional difficulty arises from the use of competing terminology by ancient authors, which can partly be attributed to the aforementioned chronological distance. Accordingly, many ancient writers either do not use the original term hypaspistai, use it inconsistently, or conflate it with terms such as somatophylakes, which over time acquired a synonymous meaning due to linguistic evolution—though this was not originally the case.The investigation has shown that in Macedonia, as early as the reign of Philip II, the term Hypaspists likely referred to a very specific type of elite infantry. Detailed analysis of the texts, especially those by Arrian, has demonstrated that the notion of Hypaspists being exclusively lightly armed must be rejected, as there is no consistent evidence to support this. On the contrary, there is substantial evidence indicating a heavy-armed role within Macedonian warfare.Some questions remain regarding the command structure of the Hypaspists; however, the author assumes that they were organized differently from the phalanx formations. It is also very likely that the Hypaspists were structured in units of 500 men each. Furthermore, the author supports the widely accepted estimate in current research that the total number of Hypaspists amounted to approximately 3,000 men. Several conclusions can also be drawn regarding the special roles of the Hypaspists. Their functions as military police, in guard duty, during sieges, and as marines are particularly well attested.According to the final interpretation of the author, the Macedonian Hypaspists were a highly trained and well-disciplined elite unit modeled after the traditional Greek hoplites. They were capable of successfully fulfilling a wide variety of roles, ranging from conventional battlefield engagements to various special missions, consistently won every battle, and distinguished themselves through unwavering loyalty to their king.vorgelegt von Alexander MostöglMasterarbeit Universität Graz 202
Managing concussions in soccer : epidemiology, assessment tools, and prevention strategies
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Gehirnerschütterungen im Fußball. Angesichts der steigenden Aufmerksamkeit für Kopfverletzungen im Sport verfolgte diese Untersuchung das Ziel den aktuellen Wissensstand rund um die Risiken, Erkennung, Behandlung und Prävention von Gehirnerschütterungen im Fußball systematisch aufzuarbeiten. Dies umfasste eine Diskussion und Analyse von verbreiteten Präventionsmaßnahmen, Diagnoseinstrumenten und Return-to-Play (RTP)-Protokollen im Kontext des Fußballs. Die Untersuchung erfolgte als umfassende Literaturrecherche und systematische Analyse bestehender wissenschaftlicher Studien, Leitlinien und sportmedizinischer Empfehlungen. Ein besonderer Fokus lag auf alters- und geschlechtsspezifische Unterschieden, Mechanismen der Verletzung (z. B. Kopfballduelle) sowie auf den akuten und langfristigen gesundheitlichen Folgen.Die Ergebnisse zeigen, dass Gehirnerschütterungen im Fußball keineswegs selten sind – insbesondere bei Frauen und auf höherem Leistungsniveau. Der Großteil der Verletzungen entsteht nicht durch das gezielte Köpfen des Balls, sondern durch Kollisionen zwischen Spielern oder Spielerinnen bei Luftduellen. Präventionsmaßnahmen wie Regelanpassungen, Techniktraining, Aufmerksamkeits- und Nackentraining sowie Bildungsinitiativen können das Risiko mindern, zeigen jedoch teils widersprüchliche Wirksamkeit. Die aktuell eingesetzten Diagnoseinstrumente (SCAT6, CRT6, SCOAT6) unterstützen die klinische Einschätzung, ersetzen diese jedoch nicht vollständig. Dem Einsatz von entwickelten RTP-Protokollen für betroffene Fußballer und Fußballerinnen liegt eine individualisierte und schrittweise Herangehensweise zugrunde. Insgesamt unterstreicht die Arbeit die Notwendigkeit weiterer Forschung, insbesondere im Hinblick auf Langzeitfolgen und geschlechtsspezifische Unterschiede, um den Fußball langfristig sicherer zu gestalten.This thesis investigates the complex issue of sports-related concussions (SRCs) in soccer, a sport traditionally viewed as low-contact but increasingly recognized for its concussion risk. The study aimed to synthesize current scientific insights into the matter by investigating the mechanisms, consequences, assessment, management, and prevention of concussions in soccer. One of the primary goals is to evaluate the effectiveness and practicality of existing prevention strategies, diagnostic tools, and return-to-play (RTP) protocols, to present promising ways of ensuring player safety across all levels of play. Methodologically, the thesis followed a literature review approach, analyzing epidemiological data, and recent research findings. Particular emphasis is placed on age and sex differences, the role of heading, acute and long-term neurological and psychological outcomes, and the evolution of standardized assessment instruments such as the SCAT6, CRT6, and SCOAT6.The findings indicate that most concussions in soccer result not from purposeful heading, but from collisions during aerial challenges. Especially female players and those at higher competition levels are at a higher risk for such injuries. Interventions such as educational efforts, rule changes, and improved assessment tools have contributed to better management and awareness, yet further long-term outcomes of such measures need to be collected. Furthermore, the literature has also identified inconsistency among soccer teams when it comes to applying these methods. Emerging technologies and objective biomarkers are promising but are not yet widely used in clinical settings. The thesis concludes that a multifaceted approach that combines evidence-based protocols, rule enforcement, education, and cultural change is essential to mitigate concussion risk in soccer. Continued research is necessary to fully understand the long-term implications of SRCs in soccer and to inform future policy and practice in the sport.vorgelegt von Fabian WetlMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Effects of the menstrual cycle on isometric maximum strength : an analysis of subjective and objective performance of the dominant limbs in the early follicular-, ovulation-, and mid-luteal phase
Als im Jahr 1900 erstmals Frauen an den Olympischen Spielen in Paris teilnahmen, machten sie lediglich 2,2 % der Teilnehmenden aus. 24 Jahre später, ebenfalls in Paris, lag der Anteil bereits bei 4,4 %. 100 Jahre danach, bei den Olympischen Spielen 2024, wiederum in Paris, wurde zum ersten Mal in der Geschichte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Sportler: innen erreicht. Diese Entwicklung verdeutlicht nicht nur das stetig wachsende Interesse von Frauen am Leistungssport, sondern auch die zunehmende gesellschaftliche und wissenschaftliche Anerkennung ihrer Rolle im Sportbereich. Parallel zu dieser Entwicklung hat in den letzten Jahren auch die sportwissenschaftliche Forschung vermehrt den Fokus auf den weiblichen Körper gelegt. Zwischen dem ersten olympischen Auftritt von Frauen im Jahr 1900 und dem heutigen Zeitpunkt wurden zahlreiche Meilensteine im Verständnis der weiblichen Physiologie und Leistungsfähigkeit erreicht. Es wird zunehmend anerkannt, dass der weibliche Körper nicht einfach als „kleinere Version“ des männlichen Körpers betrachtet werden kann. Vielmehr bestehen geschlechtsspezifische Unterschiede in Anatomie, Physiologie, Konstitution und psychischer Reaktion, die Einfluss auf sportliche Leistung und Training haben. Während beide Geschlechter jeweils individuelle Stärken und Schwächen aufweisen, bleiben viele Aspekte, insbesondere in Bezug auf die sportliche Leistungsfähigkeit im Verlauf des Menstruationszyklus, weiterhin unzureichend erforscht. Ein besonderes Augenmerk gilt derzeit der Beziehung zwischen dem Menstruationszyklus und der Maximalkraft, da sich in der bisherigen Forschung zwar viele Studien mit diesem Thema befassen, die Ergebnisse jedoch teils widersprüchlich ausfallen. Ziel dieser Arbeit ist es daher, die Maximalkraft in der Griffkraft und der Oberschenkelextension in der frühen Follikel-, Ovulations- und späten Lutealphase zu untersuchen. Zu Beginn werden die physiologischen Grundlagen des weiblichen ovulatorischen Zyklus erläutert sowie die hormonellen Einflüsse auf Leistungsfähigkeit, Trainierbarkeit, psychisches Wohlbefinden und subjektives Empfinden dargestellt. Im empirischen Teil werden mithilfe der FitrWoman-App und Ovulationstests die Menstruationszyklusphasen bestimmt, an drei definierten Zeitpunkten Maximalkrafttests durchgeführt und zusätzlich ein Fragebogen zum physischen und psychischen Wohlbefinden sowie zur subjektiven Leistungsfähigkeit erhoben. Die Ergebnisse der Studie zeigen keine signifikanten Unterschiede der objektiven und subjektiven Leistungsdaten zwischen den drei Zyklusphasen. Ebenfalls wurde kein Zusammenhang zwischen der maximalen Griffkraft und Oberschenkelextension gefunden. Weiters zeigt die statistische Auswertung signifikante Zusammenhänge zwischen dem physischen und psychischen Wohlbefinden sowie dem psychischen Wohlbefinden und der subjektiven Leistungsfähigkeit in der Follikel-, Ovulations- und ebenfalls in der Lutealphase. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die Maximalkraft in den Menstruationszyklusphasen nicht ändert, jedoch die das Wohlbefinden und die subjektive Leistungsfähigkeit schon. In zukünftigen Studien sollten mehrere Menstruationszyklen getestet und die Hormonkonzentrationen im Blut erhoben werden, um eine genauere Phasenbestimmung zu erzielen und um die Hormonschwankungen in die statistische Auswertung miteinbeziehen zu können.When women first took part in the Olympic Games in Paris in 1900, they made up just 2.2% of participants. 24 years later, also in Paris, the proportion was already at 4.4%. 100 years later, at the 2024 Olympic Games, again in Paris, a balanced ratio of male and female athletes was achieved for the first time in history. This development illustrates not only the steadily growing interest of women in competitive sport, but also the increasing social and scientific recognition of their role in the field of sport. Parallel to this development, sports science research has also increasingly focused on the female body in recent years. Between the first Olympic appearance of women in 1900 and the present day, numerous milestones have been achieved in the understanding of female physiology and performance. It is increasingly recognized that the female body cannot simply be regarded as a “smaller version” of the male body. Rather, there are gender-specific differences in anatomy, physiology, composition and psychological response that influence athletic performance and training. While both sexes have individual strengths and weaknesses, many aspects, particularly in relation to athletic performance during the menstrual cycle, remain insufficiently researched. Particular attention is currently being paid to the relationship between the menstrual cycle and maximum strength, as although many studies have dealt with this topic in previous research, the results are sometimes contradictory. The aim of this study is therefore to investigate maximum strength in grip strength and thigh extension in the early follicular, ovulatory and late luteal phases. At the beginning, the physiological principles of the female ovulatory cycle are explained and the hormonal influences on performance, trainability, psychological well-being and subjective perception are presented. In the empirical part, the menstrual cycle phases are determined using the FitrWoman app and ovulation tests, maximum strength tests are carried out at three defined points in time and a questionnaire on physical and mental well-being and subjective performance is also collected. The results of the study show no significant differences in the objective and subjective performance data between the three cycle phases. Likewise, no correlation was found between maximum grip strength and thigh extension. Furthermore, the statistical analysis shows significant correlations between physical and psychological well-being as well as psychological well-being and subjective performance in the follicular phase, ovulation phase and also in the luteal phase. In summary, it can be said that maximum strength does not change during the phases of the menstrual cycle, but well-being and subjective performance do. Future studies should test several menstrual cycles and measure hormone concentrations in the blood in order to achieve a more accurate phase determination and to be able to include hormone fluctuations in the statistical analysis.Autorin: Katherina Sophie Pristauz-Telsnigg, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
The Transformation of the Coca Plant: From Traditional Uses to Pharmaceutical Drug to Commercial Commodity
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die vielseitige Nutzung der Kokapflanze (Erythroxylum coca), insbesondere ihrer Blätter, von ihrem Ursprung als traditionelles Heilmittel über die pharmazeutische Anwendung als Arzneimittel bis hin zur missbräuchlichen Nutzung als Rauschmittel sowie ihre Entdeckung als Kommerzprodukt. Da das in den Kokablättern enthaltene Hauptalkaloid Kokain in der Gesellschaft negativ assoziiert wird und somit kaum Gelder für Forschungen bereitgestellt werden, ist es umso wichtiger, das Potenzial der Kokapflanze für die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten sichtbar zu machen. Die Inhaltsstoffe der Kokablätter werden beleuchtet, ebenso wie die verschiedenen Konsumformen. Vor allem die Bedeutung alkalischer Substanzen in Verbindung mit der Konsumation der Kokablätter und die daraus erhöhte Resorption von Kokain wird her-vorgehoben. Ein weiterer Fokus liegt auf der Verwendung von Kokain als Arzneimittel in seiner Funktion als Natriumkanalblocker im peripheren Nervensystem sowie als Wiederaufnahmehemmer der adrenergen, dopaminergen und serotoninergen Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. Weiters wird der Missbrauch von Kokain als Rauschmittel behandelt, einschließlich des illegalen Herstellungsprozesses, der verschiedenen Produkte und ihren Konsumformen. Die Begriffsabgrenzung zu Crack, dem Rauchen der Kokainbase, und dem üblichen Schnupfen von Kokainhydrochlorid, der Salzsäure, wird genau beleuchtet. Abschließend wird Kokain in seiner Funktion als Kommerzprodukt betrachtet, insbesondere mit Blick auf seine historische Verwendung in Coca-Cola®. Einen Fokus stellt Kokain als Kommerzprodukt in medizinischer Verwendung am Beispiel von Coca-Cola zur Behandlung von gastroösophagealem Reflux und Phytobezoaren dar. Diese Forschungsarbeit zeigt, dass Kokain mehr ist als ein toxisches Alkaloid und argumentiert, warum weiterführende Forschungen in Medizin und Pharmazie unbedingt notwendig sind, um ungenutzte therapeutische Potenziale zu erschließen.This Master’s thesis explores the diverse uses of the coca plant (Erythroxylum coca), particularly its leaves, tracing their path from traditional medicinal use through pharmaceutical applications as a therapeutic agent to their misuse as a recreational drug as well as their discovery as a commercial product. As cocaine, the principal alkaloid contained in coca leaves, is heavily stigmatized in society and thus rarely the subject of funded research, the added value of this study lies especially in highlighting the untapped potential of this plant, particularly its leaves.The chemical constituents of coca leaves are examined, as are the various forms of consumption. Particular emphasis is placed on the role of alkaline substances in combination with coca leaf use and the resulting increase in cocaine absorption.Another focus lies on the use of cocaine as a medicinal substance, both in its role as a sodium channel blocker in the peripheral nervous system as well as a reuptake inhibitor of adrenergic, dopaminergic and serotonergic neurotransmitters in the central nervous system. Furthermore, the abuse of cocaine as a psychoactive substance is addressed, including the illegal chemical production process, the different cocaine products and their methods of administration. The distinction between crack, the smoked freebase, and the more common snorting of cocaine hydrochloride, the hydrochloric acid, is examined in detail.Finally, cocaine is considered in its function as a commercial product, particularly with regard to its historical use in Coca-Cola®. One focus is on cocaine as a commercial product in medical use, using the example of Coca-Cola for the treatment of gastroesophageal reflux and phytobezoars.This thesis shows that cocaine is more than a toxic alkaloid and argues why further research in medicine and pharmacy is urgently needed in order to uncover its unexploited therapeutic potential.Eva-Maria SchauppMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc