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Challenges of materiality analysis according to the ESRS: A study taking into account the use of artificial intelligence
Durch die steigende Relevanz der Nachhaltigkeit beschloss die Europäische Kommission mit Einführung der CSRD im Jahr 2023, die Nachhaltigkeitsberichterstattung in Europa stärker zu regulieren. Mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) werden ab dem Berichtsjahr 2024 viele Unternehmen zur Durchführung einer Wesentlichkeitsanalyse verpflichtet. Diese Anforderung stellt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, welche bislang keine freiwillige Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt haben, vor große Herausforderungen. Diese Herausforderungen werden in dieser Arbeit aufgedeckt und erläutert. Gleichzeitig gewinnt der Einsatz von künstlicher Intelligenz zunehmend an Bedeutung, da sie datenintensive Prozesse, wie die Auswertung von Nachhaltigkeitsdaten, deutlich effizienter gestalten kann. Ziel dieser Masterarbeit ist es, die zentralen Herausforderungen bei der Erstellung einer Wesentlichkeitsanalyse gemäß den ESRS zu identifizieren und das Potenzial von künstlicher Intelligenz im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu analysieren. Methodisch basiert diese Arbeit auf einer systematischen Literaturrecherche sowie einer zusätzlichen praktischen Analyse zweier veröffentlichter Wesentlichkeitsanalysen von europäischen Unternehmen. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass Unternehmen durch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz vor allem im Bereich der Datenanalyse, des Stakeholdermanagements und der Verknüpfung von finanziellen und nichtfinanziellen Informationen profitieren können. Gleichzeitig bestehen jedoch Risiken bezüglich der Qualität, Transparenz und ethischen Bedenken. Insgesamt zeigt sich, dass der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz durchaus das Potenzial hat, die Wesentlichkeitsanalyse von Unternehmen qualitativ zu verbessern und effizienter zu gestalten.Due to the increasing importance of sustainability, the European Commission decided to strengthen the regulation of sustainability reporting in Europe by introducing the CSRD in 2023. With the implementation of the European Sustainability Reporting Standards (ESRS), many companies will be required to conduct a materiality assessment starting with the 2024 reporting year. This requirement poses significant challenges, particularly for small and medium sized enterprises (SMEs) that have not previously conducted a voluntary materiality assessment. These challenges are identified and discussed in this thesis.At the same time, the use of artificial intelligence (AI) is gaining importance, as it can make data-intensive processes, such as the evaluation of sustainability data, considerably more efficient. The aim of this master's thesis is to identify the key challenges associated with conducting a materiality assessment in accordance with the ESRS and to analyze the potential of AI in the context of sustainability reporting. The study is based on a systematic literature review and a practical analysis of two published materiality assessments from European companies. The findings show that companies can particularly benefit from AI in the areas of data analysis, stakeholder management, and the integration of financial and non-financial information. However, risks remain regarding data quality, transparency, and ethical concerns. Overall, the results indicate that the targeted use of AI has the potential to qualitatively enhance and streamline companies' materiality assessments.Stefan Neuper, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 74-86Masterarbeit Universität Graz 202
Training of management personnel - a comparison between China and Austria
Diese Masterarbeit untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Aus- und Weiterbildung von Führungskräften in Österreich und China. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind in der Aus- und Weiterbildung von Führungskräften in Österreich und China vorhanden?“ Ergänzend wird die Teilforschungsfrage beantwortet, inwiefern sich die Entwicklungsmaßnahmen hinsichtlich ihrer Gestaltung und inhaltlichen Schwerpunkte unterscheiden. Ziel der Arbeit ist es, Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede in der Führungskräfteentwicklung der Länder Österreich und China aufzudecken und zu analysieren. Zu Beginn der Arbeit werden die theoretischen Grundlagen dargelegt. Dabei wird die Bedeutung von Führungskompetenzen betrachtet und zentrale Konzepte der Führungskräfteentwicklung erläutert. Anschließend werden die Rahmenbedingungen in Österreich und China analysiert, um strukturelle und kulturelle Unterschiede im jeweiligen Bildungssystem aufzuzeigen. Die darauf aufbauende empirische Untersuchung basiert auf einer qualitativen Befragung, die mittels ExpertInneninterviews durchgeführt wurde. Die gesammelten Daten ermöglichen es, Entwicklungskonzepte und deren Umsetzung aus der Perspektive von Führungskräften beider Länder zu vergleichen. Dabei zeigt sich, dass beide Länder unterschiedliche Schwerpunkte setzen und verschiedene Ansätze zur Kompetenzentwicklung verfolgen. Zudem wird deutlich, dass strukturelle und kulturelle Gegebenheiten eine zentrale Rolle in der Gestaltung und Umsetzung von Weiterbildungsmaßnahmen spielen. Die abschließende Diskussion setzt sich kritisch mit den gewonnenen Erkenntnissen auseinander und reflektiert deren praktische Relevanz. Dabei wird deutlich, dass eine allgemeingültige Herangehensweise an die Führungskräfteentwicklung nicht ausreicht, sondern an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst werden muss.This master's thesis examines the similarities and differences in the education and training of managers in Austria and China. The central research question is: “What are the similarities and differences in the training and development of managers in Austria and China?” In addition, the sub-research question is answered as to what extent the development measures differ in terms of their design and focus of content. The aim of the thesis is to uncover and analyze similarities and/or differences in leadership training and development in Austria and China. At the beginning of the paper, the theoretical foundations are presented. In the following, the importance of leadership competencies is considered and central concepts of leadership development are explained. The framework conditions in Austria and China are then analyzed in order to identify structural and cultural differences in the respective education systems. The subsequent empirical study is based on a qualitative survey conducted by means of expert interviews. The data collected makes it possible to compare development concepts and their implementation from the perspective of managers in both countries. This shows that both countries, Austria and China, have different priorities and pursue different approaches to skills development. It also becomes clear that structural and cultural circumstances play a central role in the design and implementation of further training measures. The concluding discussion takes a critical look at the findings and reflects on their practical relevance. It becomes clear that a generally valid approach to management development is not sufficient, but must be adapted to the respective framework conditions.Sandra Susanne HajekMasterarbeit Universität Graz 202
Practical Challenges of the Austrian Real Estate Income Tax - An Interview Study with Notaries.
Mit dem 1. Stabilitätsgesetz 2012 wurde in Österreich eine Immobilienertragsteuer (ImmoESt) iHv 25 % (nunmehr 30 %) eingeführt, die seit dem 01.01.2013 zwingend durch Notar:innen oder Rechtsanwält:innen zu berechnen und entrichten ist. Da diese bereits für die Abwicklung der Grunderwerbsteuer (GrESt) zuständig waren, ging der Gesetzgeber davon aus, dass das neue Erhebungssystem reibungslos funktionieren würde. Die Standesvertretungen warnten jedoch, dass die ImmoESt nicht nur deutlich komplexer sei als die GrESt, sondern auch eine erheblich aufwendigere Sachverhaltsermittlung erfordere. Eine fehlerfreie Berechnung sei für Parteienvertreter:innen daher nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich.Um zu prüfen, ob die anfängliche Kritik berechtigt war, wurden zwischen September und Dezember 2024 Interviews mit österreichischen Notar:innen geführt. Dabei zeigte sich, dass bereits das Sammeln der relevanten Unterlagen ein aufwendiges Unterfangen ist. Oftmals wissen Verkäufer:innen nicht, welche Dokumente benötigt werden, sodass Parteienvertreter:innen die Unterlagen selbst beschaffen müssen. Auch die Steuerberechnung ist komplex und zeitaufwendig, weshalb sie häufig an Steuerberater:innen ausgelagert wird. Hauptgrund hierfür sind wirtschaftliche Erwägungen, da der Arbeitsaufwand meist nicht angemessen vergütet wird. Inhaltliche Unsicherheiten verstärken diesen Trend. Doch auch Steuerberater:innen stoßen bei komplexen Fällen mitunter an ihre Grenzen. Notar:innen bleiben damit nur wenige Anlaufstellen, zumal weder die Behörden noch die Berufsvertretungen spezialisierte Ansprechpartner:innen für ImmoESt-Fragen bieten.Obwohl das Erhebungssystem von den Befragten als belastend empfunden wird, erkennen sie auch dessen Vorteile an. Eine Übertragung ihrer Aufgaben auf andere Berufsgruppen wird mehrheitlich abgelehnt. Stattdessen fordern sie bessere Rahmenbedingungen, etwa durch verlässliche Unterstützungsangebote oder erleichterten Zugang zu grundstücksbezogenen Daten.With the enactment of the 1. Stabilitätsgesetz 2012, Austria introduced a real estate income tax (Immobilienertragsteuer), initially set at 25% and later increased to 30%. Since January 1, 2013, notaries and lawyers have been required to calculate, withhold, and remit the tax to the authorities. Given their established role in handling the real estate transfer tax (Grunderwerbsteuer), lawmakers anticipated a smooth transition to the new ImmoESt collection system. However, professional associations promptly raised concerns that the ImmoESt’s legal intricacies and procedural demands go well beyond previous tax duties, placing a disproportionate burden on the appointed legal professionals.To assess these concerns, interviews were conducted with Austrian notaries between September and December 2024. The findings confirmed earlier apprehensions, showing that the process is burdensome from the very beginning. Many sellers are unaware of the required documentation, forcing notaries to take on a proactive role in obtaining it. Not only is gathering the necessary paperwork challenging, but the tax calculation itself is complex and time-consuming, frequently leading notaries to outsource the task to tax advisors. While limited compensation is a contributing factor - rarely reflecting the effort involved - outsourcing is not purely a financial decision. Notaries also depend on external expertise to navigate particularly complex cases. However, even tax professionals encounter difficulties with certain aspects of the tax, leaving notaries with little support. At present, neither government agencies nor professional associations offer dedicated contact points for ImmoESt queries.While respondents view the system as burdensome, they also recognize certain benefits. Rather than transferring their legal responsibilities to other professional groups, they advocate for improved conditions, including reliable support services and simplified access to property-related data.Automatisch erstellte Titelanzeige – Daten nicht geprüftMasterarbeit Universität Graz 202
Evaluation of the optimization potential of a more sustainable and efficient transport of biological fluid samples by drone transports in the area of Vienna/ Austria
Diese Arbeit untersucht das Potenzial von Drohnen als effizientes Transportmittel für dringende und routinemäßige (bio-)medizinische Flüssigproben in Wien. Der Fokus liegt dabei auf der Implementierung von Drohnenlogistik für die acht Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes, insbesondere für das AKH Wien. Zusätzlich wird untersucht, ob Drohnen ökologische und ökonomische Vorteile bieten. Die Literaturrecherche zeigt einen zunehmenden Trend zum Einsatz von Drohnen in abgelegenen und urbanen Gebieten, wobei immer mehr Pilotprojekte in Städten initiiert werden. Drohnen könnten einen schnelleren und effizienteren Transport in der dicht besiedelten Stadt Wien ermöglichen. Die größte Hürde ist jedoch noch die Genehmigung durch die Austro Control. Der zweite Teil der Arbeit umfasst die quantitative Analyse, die mit Daten des Wiener Gesundheitsverbundes durchgeführt wurde. Reisezeiten und Distanzen wurden verglichen und zusätzliche Analysen untersuchten die Auswirkungen von Kapazitäten und optimierten Routen für diese Transportmittel. Eine Umweltanalyse bewertet die Unterschiede in den CO₂-Emissionen, während eine wirtschaftliche Analyse eine grobe Schätzung der Investitionen und jährlichen Kosten für Drohnen und Fahrzeuge liefert. Die Datenanalyse legt nahe, dass Drohnen die Effizienz dringender spontaner Probentransporte verbessern könnten. Aus ökologischer Sicht stellen Drohnen eine potenzielle Alternative zu den derzeitigen Fahrzeugen dar. Aus ökonomischer Sicht sind Drohnen jedoch zum jetzigen Zeitpunkt möglicherweise nicht rentabel, da die laufenden Kosten viel höher als die anfänglichen Investitionskosten sind. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich Drohnen in den nächsten Jahren zu einer wettbewerbsfähigen Alternative entwickeln werden. Die möglichen Vorteile von Drohnen - insbesondere für dringende und spontane Probentransporte - unterstreichen deren Potenzial als Schwerpunkt für zukünftige Forschung und Pilotprojekte im Rahmen des Wiener Transportnetzwerkes.This thesis investigates the potential of drones as a feasible and effective mode of transport for urgent and routine biological fluid samples in the city of Vienna. The focus lies on implementing drone logistics for the eight clinics of the Vienna Healthcare Group, specifically, the Vienna General Hospital. Additionally, this paper examines whether drones provide ecological and economic benefits compared to traditional ground transportation. The literature review highlights the growing trend of drone use in remote and urban areas, with a rising number of pilot projects initiated in cities. For the densely populated city of Vienna, drones could facilitate faster and more efficient transportation. However, the biggest obstacle continues to be obtaining approval from Austro Control. The second part of the thesis includes the quantitative research conducted using data from the Vienna Healthcare Group. Travel times and distances were compared, with additional analyses exploring the effects of capacity and optimized routes for these transportation modes. An environmental analysis assesses CO₂ emissions differences, while an economic analysis estimates investment and annual costs for drones versus traditional vehicles. The data analysis suggests that drones could enhance the efficiency of urgent spontaneous sample transports. From an environmental perspective, drones present a potential alternative to current diesel and petrol-powered vehicles. However, in economic terms, drones may not be profitable at this time. The ongoing expenses, including operating and personnel costs, are currently much higher than the initial investment costs. However, it can be anticipated that with advancements in the coming years, drones could become a competitive alternative. The potential benefits of drones - particularly for urgent, spontaneous sample transports - highlight their promise as a focus for future research and pilot projects within Vienna’s healthcare transportation network.Lena Marie Peschek, BSc.Enthält Literaturverzeichnis auf Seite 72-89Masterarbeit Universität Graz 202
Explizite weibliche Genitaldenotationen in deutschsprachigen Texten des Mittelalters
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die sprachlichen Strategien zur Darstellung weiblicher Geschlechtlichkeit und Sexualität in mittelalterlichen deutschsprachigen Texten sowie deren Übersetzungen. Im Zentrum steht die Problematik der bisher unzureichenden Erfassung expliziter Genitaldenotationen und die Auswirkungen gesellschaftlicher Schamgrenzen auf Übersetzungen ebendieser.Eine historische und soziokulturelle Kontextualisierung beleuchtet zunächst das mittelalterliche Wissen über die weibliche Geschlechtlichkeit und deren sprachliche Repräsentation in Wissensliteratur und Dichtung. Nachdem eine Einordnung expliziter weiblicher Genitaldenotationen des Mittelalters in Hinblick auf deren Etymologie, Sprachregisterzuordnung und möglicher historischer Registerverschiebung vorgenommen wird, widmet sich die Arbeit unterschiedlichen Übersetzungsvarianten ebendieser Genitalbenennungen. Dabei zeigt sich, dass explizite mittelalterliche Begriffe für Vulva und Vagina häufig nicht korrekt oder nur abgeschwächt in neuhochdeutsche Übersetzungen übernommen wurden. Die Analyse verdeutlicht, dass diese bewussten und unbewussten Verwässerungen zu einer verzerrten Wahrnehmung weiblicher Geschlechtlichkeit führen. Außerdem zeigt die Arbeit, dass Vulva und Vagina, sowohl in historischen als auch in modernen wissenschaftlichen Kontexten wie auch im Fachbereich der Germanistischen Mediävistik, sprachlich marginalisiert und oft durch Euphemismen oder Umschreibungen ersetzt werden. Dies verweist auf eine tief verwurzelte Tabuisierung, die bis in die Gegenwart reicht und wissenschaftliche sowie kulturelle Darstellungen weiblicher Geschlechtlichkeit beeinflusst.Die aus der vorliegenden Arbeit hervorgehende Conclusio legt nahe, dass eine kritische Revision bestehender Übersetzungen von Texten, die implizite wie auch explizite weibliche Genitaldenotationen beinhalten, notwendig ist, um Verwässerungen und Verfälschungen expliziter sprachlicher Darstellungen von weiblicher Geschlechtlichkeit zu vermeiden, um einem authentischeren Verständnis mittelalterlicher Sexualitätskultur näher zu kommen. Letztlich plädiert die Arbeit dafür, dass der Fachbereich der Germanistischen Mediävistik die eigenen Schamgrenzen reflektieren und neu zu justieren muss, um eine historisch angemessene Auseinandersetzung mit mittelalterlichen Texten zu ermöglichen. Nur so können authentische Übersetzungen und Interpretationen gewährleistet werden, die der mittelalterlichen Darstellung weiblicher Geschlechtlichkeit gerecht werden können.This master's thesis examines the verbal strategies used to verbalize and refer to female genitalia and female sexuality in medieval German texts and their modern translations. The focus lies on the problem of current insufficient research on explicit female genital denotations in medieval German texts and the effects of social boundaries of shame and modesty on translations of these texts.A historical and socio-cultural contextualisation first looks into the traditions of knowledge about female sexuality and the female sexual organs in the Middle Ages as well as their verbal representation in medieval non-fiction literature and fictional poetry. After categorising explicit female genital denotations of the Middle Ages with regard to their etymology, linguistic register and potential historical shifts in that register, the thesis focuses on different translations of these same female genital denotations. It shows that explicit medieval terms for vulva and vagina are often incorrectly translated or watered down in modern German transmissions. The analysis makes it clear that these conscious and unconscious deviations lead to a distorted perception of female sexuality. The thesis also shows that the vulva and vagina are verbally marginalised and often replaced by euphemisms or circumlocutions in both historical and modern academic contexts, as well as in the field of German medieval studies. This suggests a deeply rooted taboo that extends to the present day and influences academic and cultural representations of female sexuality.The conclusion that emerges from this study suggests that a critical revision of existing translations of texts that contain implicit, as well as explicit female genital denotations, is necessary in order to avoid dilution and misrepresentation of explicit verbal expressions of female sexuality and to come closer to a more authentic understanding of femininity in medieval sexuality culture. Ultimately, the work argues that the field of German medieval studies must reflect on and recalibrate its own boundaries of shame to enable a historically appropriate approach to medieval texts. Only through authentic translations and interpretations that accurately address medieval representations of female sexuality can a more truthful understanding be achieved.vorgelegt von Melanie Karoline EbnerMasterarbeit Universität Graz 202
The Effects of trend lines as visual aids on the visual analysis of curriculum based data
Die Lernverlaufsdiagnostik ist ein vielversprechendes Tool zur Verbesserung der Lernleistung bei Schüler*innen unterschiedlichster Fähigkeiten, doch die Auswahl geeigneter Methoden zur Auswertung der Ergebnisse bleibt eine Herausforderung. Insbesondere die Visuelle Analyse (VA) ist eine effiziente Methode, die jedoch in Bezug auf ihre Effektivität noch Potenzial zur Optimierung bietet. Ziel dieser Studie war es, die Effektivität von Hilfslinien (Trendlinien) zur Steigerung der Urteilsgenauigkeit bei der VA von Lernverlaufsgraphen zu untersuchen. Die beiden verbreitetsten Verfahren zur Erstellung von Trendlinien, OLS (Ordinary Least Squares) und Split-Middle, wurden dabei auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Die Stichprobe bestand aus 27 Personen ohne Vorerfahrungen in der Visuellen Analyse. In einem zweifaktoriellen Design wurden den Teilnehmenden Graphen mit und ohne Trendlinie präsentiert und ihre Einschätzungen hinsichtlich möglicher Interventionseffekte erfasst. Die Stichprobe wurde dabei nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen unterteilt, welche unterschiedliche Trendlinien erhielten (OLS vs. Split-Middle). Zudem wurde die Antwortsicherheit auf einer Skala von 1 bis 10 erhoben. OLS-Trendlinien führten zu einer höheren Urteilsgenauigkeit als Split-Middle-Trendlinien, wobei letztere sogar eine reduzierte Genauigkeit im Vergleich zu Graphen ohne Trendlinie aufwiesen. Die Antwortsicherheit war größer bei Graphen mit eingezeichneter Trendlinie, unabhängig von der Art der Trendlinie. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Split-Middle-Trendlinien die Urteilsgenauigkeit nicht verbessern und sogar negativ beeinflussen können, und daher in der praktischen Anwendung vermieden werden sollten, während OLS-Trendlinien vielversprechender sind. Die bisherige Literatur und Forschungsergebnisse im Bereich der Visuellen Analyse werden vorgestellt und Ausblicke auf zukünftige Entwicklungen gegeben.Curriculum Based Measurement (CBM) is a promising tool for improving student success, regardless of their abilities. However, choosing the right method for evaluating the results remains a major challenge. Visual Analysis (VA) is an efficient method, but it leaves room for improvement regarding its effectiveness. The goal of the present study was to improve the effectiveness of trend lines as visual aids in improving the decision accuracy of visual analysts. The two most commonly used trend line fitting techniques, OLS (ordinary least squares) and split-middle, were examined using a sample of 27 people without any experience in Visual Analysis. A two-factorial model was implemented. The participants were presented with graphs with and without trend lines and they were to evaluate if they contain a treatment effect. The sample was randomly divided into two groups with one group receiving OLS trend lines and the other group receiving split-middle trend lines. Additionally, the certainty of their decision on a scale from 1 to 10 was obtained. A larger decision accuracy was observed for graphs with OLS trend lines as opposed to split-middle trend lines. The latter even showed a reduction in decision accuracy as opposed to graphs without any trend line. Decision certainty was larger for graphs with trend lines, regardless of the type of trend line. These results allow for the conclusion that split-middle trend lines are not suited for supporting visual analysis of graphed data, as they even lower novice analyst’s decision accuracy. OLS trend lines presented much more promising. Previous literature and scientific findings in the field of visual analysis are presented and an outlook on future research and developments is given.Autorin: Sarah El Kholtei, B.Sc.Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung in Deutsch und Englisc
Trends and perspectives in compensation reporting: Challenges in a dynamic corporate world
Die vorliegende Masterarbeit untersucht Trends und Herausforderungen in der Vergütungsberichterstattung im Umfeld einer dynamischen Unternehmenswelt. Im Vordergrund stehen dabei die Analyse von Entwicklungen und Herausforderungen, die sich nicht nur auf Basis gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen ergeben, sondern auch in Bezug auf die Corporate-Governance-Einflüsse oder Marktstandards. Im Rahmen dieser Arbeit werden dabei sowohl die theoretischen Grundsätze von Corporate Governance als auch deren praktische Umsetzung in österreichischen ATX-Unternehmen untersucht. Die Arbeit legt dar, dass die Berichterstattung immer transparenter wird. Auch die Orientierung an Nachhaltigkeitsanforderungen hat sich dabei erhöht. Dabei gilt ein besonderer Fokus auf der Integration von ESG-Kennzahlen bzw. Kriterien in der Vergütungspolitik, um ein langfristiges Wachstum sicherzustellen. Bei der Analyse der Vergütungsberichte wird klar, dass sich diese hinsichtlich der Struktur erheblich unterscheiden. Während einige Unternehmen versuchen, möglichst detailliert und klar nachvollziehbare Berichte zu erstellen, bleibt bei anderen auch ein gewisser Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Transparenz. Ein weiterer Punkt ist der Einfluss der Aktionärsrichtlinie auf die Vergütungssysteme. Dabei ist festgelegt, dass der Mitbestimmungsanteil der Stakeholder steigen soll. Die Arbeit zeigt weiters auch, dass die langfristigen Anreizsysteme, wie etwa aktienbasierte Vergütungen bereits stark an nachhaltigen Unternehmenszielen ausgerichtet sind. Dies schafft eine Stabilität zwischen wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Arbeit kommt zu einem Resümee, dass die Berichterstattung nicht nur als ein Compliance-Instrument zu sehen ist, sondern als ein zentrales, strategisches Element der Unternehmensführung. Abschließend wird auch ein Ausblick auf künftige Entwicklungen gegeben, die sich insbesondere durch die zunehmenden regulatorischen Anforderungen, wie etwa Digitalisierung und Nachhaltigkeitsfaktoren ergeben.This thesis aims to explore trends and challenges in compensation reporting considering dynamic corporate environment. The main emphasis is made on the analysis of the issues and challenges which are not only connected with legal and regulatory demands but also with the influences of corporate governance and market norms. This paper looks at the theoretical principles of corporate governance and how they are reflected in the practice of Austrian ATX companies. It shows that reporting is becoming more transparent every year. It has been established that compensation reports show some structural differences. On the one hand, some companies are trying to design very detailed and clear reports, on the other hand, there are companies that can still improve in this regard. Another important issue is the impact of the Shareholder Rights Directive on compensation systems, which requires a higher level of stakeholder engagement in decision making process. It also shows that long-term incentive programs, like share-based compensation, are already well aligned with sustainable corporate goals. This is in line with the economic, social and environmental goals of the company.The thesis concludes that compensation reporting should not only be regarded to ensure compliance, but as a key strategic tool of corporate management. Last, the thesis presents some recommendations and an outlook on the future, especially in the light of the growing legal demands, digitalization and sustainability.Barbara OsprianEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 76-83Masterarbeit Universität Graz 202
Product liability for autonomous robotics in medicine
Bei den derzeitigen, innovativen Entwicklungen sind die Begriffe Software und KI auch in der Medizin kaum noch wegzudenken. Vor allem medizinische Roboter haben das Potenzial, Behandlungen zu verbessern und das Personal zu entlasten. Insbesondere dann, wenn sie mithilfe von Künstlicher Intelligenz dazu in der Lage sind, selbstständig zu handeln. Die fortschreitende Technologie bringt jedoch neue haftungsrechtliche Herausforderungen mit sich, weshalb die Erneuerung der europäischen Produkthaftungsrichtlinie unumgänglich war. Nun stellt sich die Frage, ob diese Neuregelung den technischen Entwicklungen gerecht wird. Diese Diplomarbeit widmet sich deshalb der neuen EU-Produkthaftungsrichtlinie, speziell im Zusammenhang mit KI-gestützter Robotik. Dazu werden zu Beginn grundlegende Definitionen von klassischer und autonomer Robotik erarbeitet, um die wesentlichen Unterschiede zwischen diesen Systemen zu verdeutlichen. Anschließend erfolgt eine Einführung in die Funktionsweise Künstlicher Intelligenz und die Bedeutung von maschinellem Lernen, was zum Verständnis der späteren Analyse beiträgt. Daraufhin wird anhand einiger Beispiele erläutert, wie relevant Robotik und KI im Gesundheitswesen schon heute sind und welche Entwicklungen in Zukunft erwartet werden können. Im Anschluss darauf werden kurz die Probleme erläutert, die den Anlass für die Neuregelung der Produkthaftung gegeben haben. Im Hauptteil der Arbeit wird sodann detailliert geprüft, ob die nun bestehende Rechtslage den Herausforderungen der autonomen Technik gerecht wird, oder ob neuen Rechtsunsicherheiten aufkommen. Außerdem wird behandelt, inwiefern sich die neuen Vorschriften auf Verbraucher und Hersteller auswirken. So wird ein umfassender Überblick über die technischen und rechtlichen Aspekte der Produkthaftung für Robotik im Gesundheitswesen geboten.With the current innovative developments, the terms software and AI are now almost indispensable in medicine. Medical robots in particular have the potential to improve treatments and relieve the burden on staff. Especially when they are able to act independently with the help of artificial intelligence. However, advancing technology brings with it new liability challenges, which is why the renewal of the European Product Liability Directive was unavoidable. The question now arises as to whether this new regulation does justice to the technical developments.This thesis is therefore devoted to the new EU Product Liability Directive, especially in connection with AI-supported robotics. To this end, basic definitions of classic and autonomous robotics are developed at the beginning in order to clarify the essential differences between these systems. This is followed by an introduction to the functioning of artificial intelligence and the importance of machine learning, which helps to understand the subsequent analysis. A few examples are then used to explain how relevant robotics and AI are in healthcare today and what developments can be expected in the future. The problems that gave rise to the new regulation of product liability are then briefly explained. The main part of the paper then examines in detail whether the current legal situation meets the challenges of autonomous technology or whether new legal uncertainties arise. It also examines the extent to which the new regulations affect consumers and manufacturers. This provides a comprehensive overview of the technical and legal aspects of product liability for robotics in healthcare.vorgelegt von Claudia SteffenDiplomarbeit Universität Graz 202
The biased will witnesses
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit den befangenen Testamentszeugen. Die Zeugen spielen bei der Errichtung einer fremdhändigen letztwilligen Verfügung eine zentrale Rolle. Die Zeugenbeteiligung ist jedoch bei den verschiedenen Testamentsformen teilweise unterschiedlich ausgestaltet. Werden die gesetzlichen Formvorschriften über die Zeugenbeteiligung nicht eingehalten, führt dies zur Ungültigkeit der letztwilligen Verfügung.Mit dem ErbRÄG 2015 wurde der Kreis der befangenen Testamentszeugen iSd § 588 ABGB deutlich erweitert. So führt beispielsweise seither eine aufrechte Lebensgemeinschaft zur Befangenheit eines Zeugen. Zudem erstreckt sich die Befangenheit der Zeugen nicht mehr nur auf Verwandte von bedachten natürlichen Personen, sondern etwa auch auf Vertreter juristischer Personen. Die Arbeit analysiert die einzelnen Personengruppen und zeigt gewisse Risiken für die Praxis auf. Vor allem der Begriff des Lebensgefährten führt im erbrechtlichen Kontext zu Rechtsunsicherheiten. Unklar ist auch, welche Personen unter den Begriff des Machthabers fallen. Es ist umstritten, ob eine ungültige letztwillige Verfügung zur relativen oder absoluten Nichtigkeit führt. Die unterschiedlichen Rechtsfolgen werden analysiert und die verschiedenen Rechtsmeinungen beleuchtet. Der OGH wird sich in den nächsten Jahren mit einigen Fragen der Zeugenbeteiligung zu befassen haben und damit hoffentlich zu mehr Rechtssicherheit bei der Errichtung letztwilliger Verfügungen beitragen.This thesis deals with biased witnesses to a will. Witnesses play a central role in the drafting of a testamentary disposition by another person. However, the participation of witnesses is sometimes structured differently in the various forms of wills. If the statutory formal requirements regarding the participation of witnesses are not complied with, this will invalidate the testamentary disposition.The ErbRÄG 2015 significantly expanded the circle of biased will witnesses within the meaning of § 588 ABGB. Since then, for example, an ongoing cohabitation has led to the bias of a witness. In addition, the bias of witnesses no longer only extends to relatives of natural persons, but also to representatives of legal entities. The paper analyzes the individual groups of persons and highlights certain risks for practice. In particular, the concept of cohabitants leads to legal uncertainties in the context of inheritance law. It is also unclear which persons fall under the term “holder of power of attorney”. It is controversial whether an invalid testamentary disposition leads to relative or absolute nullity. The different legal consequences are analyzed and the various legal opinions are examined. Over the next few years, the OGH will have to deal with a number of issues relating to witness participation and will hopefully contribute to greater legal certainty when drawing up testamentary dispositions.vorgelegt von Stefan PrandstätterDiplomarbeit Universität Graz 202
Distribution and population estimation of the Beaver (Castor fiber) in Upper Austria
Verlässliche Daten über Biberpopulationen sind für das Management der streng geschützten Art von großer Bedeutung. Flächendeckende Erhebungen in großen Gebieten, wie etwa ganzen Bundesländern, sind aus Kostengründen jedoch oft nicht umsetzbar. Wir haben eine neue Methode zur Populationsschätzung entwickelt und in Oberösterreich getestet.Hierfür wurde das gesamte Gewässernetz innerhalb des bekannten Verbreitungsgebiets des Bibers im jeweiligen Bundesland in 5-km-Abschnitte unterteilt. Anschließend wurden „nicht bewohnbare“ Abschnitte auf Basis von „Höhenlage“ und „Neigung“ (zu hoch, zu steil) ausgeschlossen. Aus den verbleibenden Abschnitten wurde eine zufällige Stichprobe (n=100), stratifiziert nach Gewässergröße, gezogen. Im Gelände wurden in diesen Abschnitten alle Biberspuren kartiert und Biberreviere (Anzahl, Reviertyp) bestimmt. Zusätzlich wurden weitere Habitatparameter erfasst. Die Methode wurde in Oberösterreich angewandt und lieferte plausible Populationsschätzungen bei deutlich reduziertem Zeitaufwand im Vergleich zu flächendeckenden Kartierungen.Am Beispiel Oberösterreich wurden 757 5-km-Abschnitte als geeignet für Biber definiert. In 73 der 100 kartierten Abschnitte wurden Biberspuren gefunden, 102 Biberreviere wurden dokumentiert. Die Hochrechnung ergab durchschnittliche Revierlängen von ca. 1,6 km und eine Gesamtpopulation von etwa 2.200 (±440) Bibern in rund 735 (±120) Revieren.Reliable data on beaver populations is important for the management of the species. For large areas, complete mapping is often not feasible for cost reasons. We developed a new method for population estimation and tested this method in the federal state Upper Austria. For this purpose, the entire water network within the known distribution area of the beaver in the federal state was divided into 5-km-sections. We then excluded ‘non-habitable’ sections on the basis of ‘altitude’ and ‘inclination’ (too high, too steep). Finally, a random sample (n=100) of the remaining sections, stratified by stream size, was chosen. In the field, all beaver signs were mapped in these sections and beaver territories (number, territory type) were determined. Additional habitat parameters were also recorded. The method was used for Upper Austria and Carinthia and resulted in very plausible population estimates with a significantly reduced time expenditure compared to area-wide mapping.In the example of Upper Austria, 757 5-km-sections were defined as suitable for beavers. 73 of the 100 mapped sections showed beaver traces, 102 beaver territories were documented. The extrapolation resulted in average territory lengths of approx. 1.6 km and a total population of approx. 2,200 (±440) beavers in around 735 (±120) territories.eingereicht von Anna RodenkirchenMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc