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Practice-oriented moments in pedagogical everyday life in early childhood education and care settings from the perspective of the professional
Der pädagogischen Qualität in elementarpädagogischen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen kommt eine wesentliche Bedeutung zu. Nicht nur profitiert davon „jedes einzelne Kind, sondern auch die Gesellschaft insgesamt“ (Charlotte-Bühler-Institut, 2020, S. 25), wie im in Österreich seit 2009 geltenden Grundlagendokument elementarer Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, dem bundesländerübergreifenden BildungsRahmenPlan, betont wird. Wissenschaftliche Befunde (z.B. Petritsch & Walter-Laager, 2021) zeigen, dass vor allem die Art und Weise, in der pädagogisches Handeln in elementaren Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen gestaltet wird, ausschlaggebend für deren pädagogische Qualität ist, weshalb der Fokus dieser Arbeit auf die Interaktionsqualität gelegt wurde. Ziel dieser Masterarbeit ist es, durch den Fokus auf die inneren, praxisleitenden Momente der elementarpädagogischen Fachkräfte, das Verständnis für die Gestaltung vor allem von herausfordernden Situationen im pädagogischen Alltag in zu vertiefen. Dadurch soll ein Beitrag zur Erreichung von mehr Professionalität in der elementarpädagogischen Arbeit, konkret in Bezug auf die Interaktionsqualität, geleistet werden.Die qualitativen Interviews mit elementarpädagogischen Fachkräften in Kindergärten aus Oberösterreich und Tirol wurden mit der Inhaltsanalyse nach Mayring (2022) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass es für elementarpädagogische Fachkräfte unterschiedliche Beweggründe für das Handeln in herausfordernden Situationen gibt, wobei diese sich mit der eigenen Person, mit den Kindern, mit der Einrichtung oder mit den Eltern in Zusammenhang bringen lassen.The pedagogical quality in elementary education and care facilities is of essential importance. Not only does “every individual child benefit from this, but also society as a whole,” as emphasized in the basic document for elementary education and care facilities, the cross-state educational framework plan, which has been in force in Austria since 2009. Scientific findings (e.g. Petritsch & Walter-Laager, 2021) show that, above all, the way in which pedagogical activities are designed in elementary children's education and care facilities is crucial for their pedagogical quality, which is why the focus of this work is placed on the quality of interaction.The aim of this master's thesis is to deepen the understanding of the design of challenging situations in everyday educational life by focusing on the inner, practice-guiding moments of elementary education specialists. Therefore, the intention is to contribute to achieving more professionalism in elementary educational work, specifically in terms of the quality of interaction.The qualitative interviews with elementary education specialists in kinder gardens in Upper Austria and Tyrol were evaluated using the content analysis according to Mayring (2022). The results show that elementary education professionals have different motivations for acting in challenging situations, which can be linked to themselves, the children, the institution or the parents.Autorin: Verena StöcklerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc
Multi-scale Kelvin-Helmholtz instability at the earth’s magnetopause
Das Magnetfeld der Erde wirkt als natürliche Barriere für das kontinuierlich vom Sonnenwind emittierte Plasma und schützt uns vor den hochenergetischen Sonnenwindpartikeln. Der Geschwindigkeitsgradient zwischen dem schnell fließenden Sonnenwind, der um die magnetosphärische Barriere abgelenkt wird, und dem nahezu stagnierenden magnetosphärischen Plasma kann zur Entstehung der Kelvin-Helmholtz-Instabilität (KHI) führen. Die KHI ist verantwortlich für die Bildung von Oberflächenwellen an der Magnetopause, die mit dem Magnetosheath-Strom in Richtung Magnetschweif transportiert werden und dabei in ihrer Größe wachsen und sich zu großflächigen Wirbeln aufrollen. Während ihrer Entwicklung kann die KHI mit anderen Prozessen, wie der magnetischen Rekonnexion, gekoppelt werden, was den effektiven Transport von Sonnenwindmasse und -energie über die Magnetopause hinweg ermöglicht. Abhängig von der Ausrichtung des interplanetaren Magnetfelds (IMF) relativ zu den nach Norden ausgerichteten Magnetfeldlinien der Erde können die Bedingungen der Plasmaumgebung, in die die KHI eingebettet ist, erheblich variieren. Dadurch kann die Entwicklung der KHI stark durch die Bedingungen des Sonnenwinds beeinflusst werden. Während die KHI bei nordwärts ausgerichtetem IMF ausführlich untersucht wurde, ist die geringere Beobachtungswahrscheinlichkeit bei südwärts ausgerichtetem IMF noch nicht vollständig verstanden.Das Ziel dieser Dissertation ist es, ein Verständnis für das Mehrskalenverhalten der KHI unter südwärts ausgerichtetem IMF und ihre Kopplung mit anderen physikalischen Prozessen zu entwickeln. Hierfür werden In-situ-Messungen der Magnetospheric Multiscale (MMS)-Mission eines einstündigen KHI-Ereignisses, das am 23. September 2017 beobachtet wurde, zusammen mit Ergebnissen aus kinetischen Particle-In-Cell (PIC)-Simulationen der Plasmabedingungen, die während dieses Ereignisses beobachtet wurden, verwendet. Die Ergebnisse deuten auf ein unregelmäßiges Wachstum der KHI hin, das durch eine Kopplung mit der Rayleigh-Taylor-Instabilität (RTI) gestört wird, welche die Aufrollbewegung der KH-Wirbel beeinflusst. Weiterhin wurden entlang der Randregionen der Wirbel Lower-Hybrid-Wellen (LHW) beobachtet, die die Grenzschicht diffundieren und Sonnenwindplasma auf die magnetosphärische Seite transportieren. Der Diffusionskoeffizient der LHW wurde sowohl aus Simulationen als auch aus MMS-Daten berechnet und weist auf einen starken Beitrag zum Plasma-Transport über die Grenze hin. In der Region des gemischten Plasmas entlang der Grenze wurde eine Rekonnexion nur für Elektronen als Folge des turbulenten Magnetfelds beobachtet. Mit der Entwicklung der KHI wuchsen diese durch LHWs induzierten Grenzschichten und wiesen eine höhere Anzahl von Stromschichten auf der Sub-Ionenskala auf. Die unregelmäßige Mehrskalen-Natur der KHI unter südwärts ausgerichtetem IMF und ihre Kopplung mit verschiedenen anderen Plasma-Prozessen könnte ihre geringere Beobachtungswahrscheinlichkeit unter diesen Bedingungen erklären.Earth’s magnetic field acts as a natural barrier for the continuously emitted plasma from the Sun shielding us from the high-energetic solar wind particles. The velocity gradient between the fast-flowing solar wind deflected around the magnetospheric barrier and the almost stagnant magnetospheric plasma can result into the onset of the Kelvin-Helmholtz instability (KHI). The KHI is responsible for the formation of surface waves at the magnetopause that are convected with the magnetosheath flow towards the magnetotail, growing in size and rolling-up into large-scale vortices. During its evolution, the KHI can couple to other processes, such as magnetic reconnection, enabling the effective solar wind mass and energy transport across the magnetopause. Depending on the orientation of the interplanetary magnetic field (IMF) relative to the northward oriented magnetic field lines of the Earth, the conditions of the plasma environment in which the KHI is embedded can be substantially different. In turn, the evolution of the KHI can be strongly altered by the upstream conditions. While the KHI has been extensively explored during northward IMF, the lower observational probability during southward IMF has still not yet been fully understood.The goal of this thesis is to establish an understanding of the multi-scale behaviour of the KHI during southward IMF conditions and its coupling to other physical processes. For this, in-situ measurements by the Magnetospheric Multiscale (MMS) mission of a 1-hour KH event observed on September 23, 2017, are used together with results from fully-kinetic Particle-In-Cell (PIC) simulations performed for the plasma conditions observed during this event. The results suggest an irregular growth of the KHI due to a coupling to the Rayleigh-Taylor instability (RTI) disturbing the roll-up motion of the vortices. Further, along the boundary regions of the vortices, lower-hybrid waves (LHWs) were observed diffusing the boundary layer and transporting solar wind plasma onto the magnetospheric side. The diffusion coefficient of the LHWs has been estimated from both simulations and MMS data and indicates a strong contribution to plasma transport across the boundary. In the region of mixed plasma along the boundary, electron-only reconnection has been observed as a result of the turbulent plasma environment. As the KHI evolves, these LHW-induced boundary layers were found to grow in size and feature a higher number of sub-ion scale current sheets. The irregular multi-scale nature of the KHI during southward IMF and its coupling to various other plasma processes might explain its lower observational probability under these conditions.Kevin Alexander BlaslDissertation Universität Graz 202
Health promotion and sustainability in hospitals : ethical callenges and strategies for a future-oriented healthcare system
Hintergrund:Krankenhäuser sind zentrale Institutionen der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig agieren sie innerhalb einer neoliberalen Wirtschaftsordnung als Unternehmen, deren Management häufig finanzielle Stabilität priorisiert. Aspekte wie Umweltverschmutzung und negative soziale Auswirkungen geraten dabei oft in den Hintergrund. Zudem führt die alternde Bevölkerung der Industrienationen zu einer steigenden Nachfrage nach medizinischer Versorgung, was die Kernaufgabe dieser Einrichtungen darstellt. Um eine funktionierende Gesundheitsversorgung auch für künftige Generationen zu gewährleisten, sollten Krankenhäuser Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung sowie der Gesundheitsförderung fest in ihre Unternehmenskultur integrieren. Dies stellt neben der Erbringung medizinischer Kernleistungen jedoch eine erhebliche Herausforderung dar. Diese Masterarbeit untersucht, wie nachhaltige Entwicklung und Gesundheitsförderung in Krankenhäusern erfolgreich umgesetzt werden können und welche ethischen Fragestellungen dabei entstehen.Methoden:Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine systematische Literaturrecherche auf den Plattformen PubMed und Academic Search Premier durchgeführt. Berücksichtigt wurden Studien der letzten zehn Jahre zur Ethik gesundheitsfördernder und nachhaltiger Krankenhäuser.Ergebnisse:Insgesamt wurden 77 Artikel detailliert analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Gesundheitsförderung und nachhaltige Entwicklung in Krankenhäusern eng miteinander verknüpft sind. Beide Konzepte können durch verschiedene Faktoren begünstigt werden, darunter Bottom-up-Modelle, die Stärkung der Autonomie von Patient:innen und Krankenhauspersonal, die Einbindung aller Stakeholderinnen und Stakeholder der Gesundheitsversorgung, einschließlich der Gesellschaft und Öffentlichkeit, sowie die Verankerung nachhaltiger Entwicklung und Gesundheitsförderung als zentrale Ziele in den Leitbildern der Krankenhäuser. Zudem erweisen sich die Unterstützung durch Führungskräfte und interdisziplinäre Zusammenarbeit als wesentliche Erfolgsfaktoren.Diskussion:Obwohl bereits mehrere Rahmenwerke für gesundheitsfördernde und nachhaltige Krankenhäuser existieren, werden die praktischen Überschneidungen zwischen beiden Konzepten in der aktuellen Literatur nur selten betont. Eine weitere Herausforderung liegt darin, belastbare Evidenz für komplexe und vielschichtige Konzepte dieser Art zu generieren – ein Punkt, der von mehreren Autor:innen hervorgehoben wird. Ein ethischer Kompass innerhalb des Krankenhausmanagements kann Orientierung bieten und überzeugende Argumente für die Implementierung nachhaltiger Entwicklung und Gesundheitsförderung liefern. Dennoch bleibt es notwendig, die langfristigen Effekte solcher Maßnahmen weiter zu erforschen.Background:Hospitals are key institutions in the healthcare sector. However, they also operate as corporations that often prioritize financial efficiency and profit maximization, following neoliberal economic principles. As a result, aspects such as environmental pollution and negative social impacts are frequently overlooked. Additionally, an aging population increases the demand for medical care, pressuring hospitals to focus primarily on disease treatment. To ensure a sustainable healthcare system for future generations, hospitals must integrate sustainability and health promotion into their core mission. This presents significant challenges beyond their primary medical responsibilities. This thesis examines how hospitals can successfully implement sustainable development and health promotion and explores the ethical implications of this process.Methods:A systematic literature review was conducted using PubMed and Academic Search Premier, focusing on the ethics of sustainable and health-promoting hospitals. Studies published in the last ten years were included.Results:A total of 77 articles were analyzed in depth. The findings highlight key intersections between health promotion and sustainable development in hospitals. Essential facilitators of both include bottom-up implementation models, the strengthening of patient and caregiver autonomy, the involvement of all healthcare Stakeholderinnen und Stakeholders (including the community and public), the integration of sustainability and health promotion into hospital mission statements, and strong leadership support.Discussion:Although several frameworks exist for sustainable and health-promoting hospitals, current literature rarely emphasizes their practical intersections. Another key challenge that remains largely unaddressed is the difficulty of obtaining statistical evidence for such complex, interconnected concepts. A strong ethical framework within hospital management can provide guidance and reliable arguments in favor of sustainability and health promotion. However, the long-term effects of such strategies remain underexplored.eingereicht von Dr.med. univ. Markus SteinwenderMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Existing barriers for transdisciplinary approaches in sustainable mobility : a systematic literature review
Nachhaltige Mobilität ist der Schlüssel zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Urbanisierung und soziale Gerechtigkeit. Hierbei ist ein transdisziplinärer (TD) Ansatz, der verschiedene Disziplinen und Stakeholder-Perspektiven zusammenbringt, von Vorteil. Jedoch gibt es in der Umsetzung eine Reihe von Barrieren. In dieser Masterarbeit wird die vorhandene Literatur gesichtet, um diese Barrieren zu identifizieren und zu kategorisieren, wobei der Schwerpunkt auf fünf Hauptbereiche liegt: kompetenz- und rollenbezogene Barrieren, kognitiv-epistemische und kulturelle Barrieren, organisatorische und strukturelle Barrieren, soziale und prozessbezogene Barrieren sowie kommunikative und technische Barrieren. Die Lösungen sind auf diese Barrieren abgestimmt und bieten praktische Tipps, um die TD-Forschung für eine nachhaltige Mobilität effektiver zu gestalten. Die Ergebnisse zeigen, dass TD-Ansätze für nachhaltige Mobilität komplex sind und von institutioneller Trägheit, Ressourcenbeschränkungen, kognitiver Vielfalt und Konflikten zwischen den Akteuren bestimmt werden. Während diese Faktoren auf die allgemeine TD-Forschung anwendbar sind, hat die nachhaltige Mobilität ihre eigenen Besonderheiten, wie z.B. technologische Abhängigkeit, Stadt-Land-Gefälle und unterschiedliche Prioritäten der Interessengruppen. Nachhaltige Mobilität erfordert beispielsweise einen Ausgleich zwischen schnellen technologischen Fortschritten wie die Elektrifizierung von Fahrzeugen und die Einführung von Mobility-as-a-Service (MaaS) Ansätzen zur Erreichung langfristiger Nachhaltigkeitsziele. Die Kluft zwischen städtischer und ländlicher Mobilität verdeutlicht die Notwendigkeit kontextspezifischer Herangehensweisen. Die Einbindung von Interessenvertretern hat sich als Schlüssel zum Umgang mit widersprüchlichen Prioritäten, zur Integration kultureller Erkenntnisse und zur Inklusion erwiesen. Diese Forschungsarbeit füllt die bestehenden Literaturlücken, indem sie einen umfassenden Rahmen bietet, der Theorie und Praxis miteinander verbindet. Praktische Auswirkungen sind die Integration von Disziplinen, die Anwendung partizipativer Ansätze und adaptiver Methoden. Die Studie unterstreicht auch die Rolle der Bildung, der öffentlichen Wahrnehmung und des sektorübergreifenden Lernens für eine nachhaltige Mobilität. Sie räumt ein, dass die Verwendung von Sekundärdaten ihre Grenzen hat, und fordert, dass künftige Forschung Längsschnittstudien, empirische Validierung und vergleichende Analysen umfasst. Indem sie die TD-Forschung vorantreibt, liefert diese Studie Tipps für die Schaffung integrativer, effektiver und transformativer Mobilitätssysteme im Einklang mit den globalen Nachhaltigkeitszielen.Sustainable mobility is the key to tackling global challenges like climate change, urbanisation and social equity. But a transdisciplinary (TD) approach – bringing together different disciplines and stakeholder perspectives – is a big barrier. This study reviews the existing literature to identify and categorize these barriers and focuses on five main areas: competence and roles related barriers, cognitive-epistemic and cultural barriers, organizational and structural barriers, social and process-related barriers and communication and technical barriers. Solutions are aligned with these barriers and provide practical tips to make TD research more effective for sustainable mobility.The results show that TD approaches to sustainable mobility are complex and driven by institutional inertia, resource constraints, cognitive diversity and stakeholder conflicts. While these are applicable to general TD research, sustainable mobility has its own special complexities like technological dependence, urban-rural divide and different stakeholder priorities. For example, sustainable mobility requires balancing rapid technological advancements like electric vehicles (EVs) and Mobility-as-a-Service (MaaS) with long term sustainability goals. The urban-rural mobility gap highlights the need for context specific frameworks. Stakeholder engagement emerged as the key to addressing conflicting priorities, integrating cultural insights and inclusivity.This research fills the existing literature gaps by providing a comprehensive framework that combines theory and practice. Practical implications are to integrate disciplines, use participatory approaches and adaptive methods. The study also highlights the role of education, public perception and cross sectoral learning in sustainable mobility. While acknowledging the limitations of using secondary data it calls for future research to include longitudinal studies, empirical validation and comparative analysis. By advancing TD research this study provides tips to create inclusive, effective and transformative mobility systems in line with global sustainability goals.author: Sadia TasfinaMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Effects of long-term therapy with proton pump inhibitors
Protonenpumpeninhibitoren sind Arzneistoffe, die zur Behandlung von säurebedingten Erkrankungen des oberen Magen-Darm-Traktes eingesetzt werden. In Österreich sind derzeit die Wirkstoffe Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol, Lanzoprazol und Rabeprazol am Markt verfügbar. Ihre Wirkung beruht auf der irreversiblen Inhibition der Protonen-Kalium-ATPase (Protonenpumpe) in den Belegzellen der Magenschleimhaut, wodurch die Magensäuresekretion bis zu 75 Stunden gehemmt wird. Der in Folge erhöhte pH-Wert von 3-4 trägt zur Linderung und Abheilung von säureassoziierten Erkrankungen bei, wie z.B. Refluxkrankheit, Ulkus oder Gastritis. In den letzten zehn Jahren ist es zu einem massiven Anstieg in der Verschreibung und Einnahme von Protonenpumpeninhibitoren gekommen. Sie zählen mittlerweile zu den am meisten verordneten Arzneimitteln der Welt. Dies ist zum einen auf die steigende Inzidenz von säurebedingten Krankheiten zurückzuführen. Zum anderen lässt sich der Anstieg in der Verwendung von Protonenpumpeninhibitoren aber auch durch den weit verbreiteten Einsatz der Protonenpumpeninhibitoren zur Behandlung der Dyspepsie und zur Prophylaxe von gastrointestinalen Blutungen bei Patienten mit Antiplättchen- oder NSAIDs-Therapie erklären. Die kurzfristige Therapie mit Protonenpumpeninhibitoren ist gut erforscht und gilt als sehr effektiv und sicher. Wie sich die Behandlung mit Protonenpumpeninhibitoren jedoch über einen längeren Zeitraum auf den menschlichen Organismus auswirkt und welche Langzeitnebenwirkungen entstehen könnten, ist bis dato noch nicht vollständig geklärt. In der vorliegenden Masterarbeit werden aktuelle Studien erörtert, die den Zusammenhang zwischen einer Langzeiteinnahme mit Protonenpumpeninhibitoren und Auswirkungen auf den Mineral- und Vitaminstoffwechsel, Infektionen, kardiovaskuläre Ereignisse, Krebs, renale Schäden und Demenz untersuchten. Zahlreiche Studien deuten auf einen signifikanten Zusammenhang zwischen einer Langzeittherapie mit Protonenpumpenhemmern und den möglichen genannten Auswirkungen hin. An dieser Stelle muss jedoch angemerkt werden, dass es sich zum größten Teil um Beobachtungsstudien handelte, deren Resultate durch Störvariablen und große Heterogenität beeinträchtigt werden können. Die Ergebnisse unterstreichen jedoch die Notwendigkeit weiterer Forschung und vor allem besser konzipierter Studien, um in der Zukunft Gewissheit über die Folgen einer Langzeittherapie mit Protonenpumpenhemmern zu haben.Proton pump inhibitors are drugs, which are used to treat acid-related diseases of the upper gastrointestinal tract. The active ingredients omeprazole, esomeprazole, pantoprazole, lansoprazole and rabeprazole are currently available on the market in Austria. The pharmacological effect is based on the irreversible inhibition of the H+/K+-ATPase (Proton pump) in the parietal cells of the gastric mucosa, which inhibits gastric acid secretion for up to 75 hours. The resulting increased pH value of 3-4 contributes to relief and healing of acid-related diseases, such as reflux diseases, ulcers or gastritis. Over the past decade there has been a massive increase in the prescription and use of proton pump inhibitors. They are now among the most prescribed drugs in the world. On the one hand, this is due to the increasing incidence of acid-related diseases. On the other hand, the increase in the use of proton pump inhibitors can also be explained by the widespread use of proton pump inhibitors to treat dyspepsia and to prevent gastrointestinal bleeding in patients on antiplatelet- or NSAID-therapy. Short-term therapy with proton pump inhibitors is considered to be very effective and safe. However, how treatment with proton pump inhibitors affects the human organism over a longer period of time and which long-term side effects could arise, has not yet been fully clarified. This master's thesis discusses current studies that examined the connection between long-term use of proton pump inhibitors and effects on mineral and vitamin metabolism, infections, cardiovascular events, cancer, renal damage and dementia. Numerous studies indicate a significant association between long-term therapy with proton pump inhibitors and possible side effects. At this point, however, it must be noted that these studies were mostly observational studies, the results of which can be affected by confounding variables and large heterogeneity. However, the results underline the need for further research and for better designed studies in order to receive certainty about the consequences of long-term therapy with proton pump inhibitors in the future.vorgelegt von Vanessa Linda Maria Fixa, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
The appropriation of meter in western Asia Minor during the Hellenistic period : the agency of relations in religious transformations
In der vorliegenden Arbeit wird das Phänomen der religiösen Aneignung untersucht, wobei die Verbreitung der Göttin Meter oder Mutter der Götter in der griechischen Welt nach den Eroberungen Alexanders einer näheren Betrachtung unterzogen wird. Die seit der archaischen Zeit bekannte Göttin erfuhr in der hellenistischen Periode eine beispiellose Verbreitung in der griechischen Welt und wurde in verschiedene lokale und regionale Kontexte eingebettet, insbesondere in Kleinasien. Dieser Prozess verkörpert einige der wichtigsten religiösen Trends dieses dynamischen Zeitalters der Konnektivität und kulturellen Interaktion, in dem die soziopolitischen Bedingungen Innovation und Experimentieren begünstigten. Dies manifestierte sich in der Neukonzeption religiöser Akteure und der Einbettung alter und neuer Gottheiten in ein weites Beziehungsnetz. Die vorliegende Untersuchung nähert sich dem Thema, indem sie sich auf die Frage konzentriert, wie Meter in den lokalen Panthea angeeignet wurde, und indem sie neue Theorien und Methoden für das Studium der antiken Religion und Gesellschaft anwendet. Zu diesem Zweck werden fünf Fallstudien untersucht (Ephesus und Dionysopolis, Pergamon, Pessinus und Rom, Cyzicus und das räumliche Netzwerk der ionischen Städte). Ziel ist es, gemeinsame Praktiken im Prozess der Aneignung aufzuzeigen und Individualisierungen im Umgang mit spezifischen Erscheinungsformen Meters nachzuzeichnen. In der vorliegenden Untersuchung werden sowohl die Strategien als auch die Akteure der Aneignung einer näheren Betrachtung unterzogen. Zu diesem Zweck werden die Fragen erörtert, welche Praktiken den Kulten zugeschrieben wurden und wie die Beziehungen zwischen Individuen, Städten und Reichen die Aneignung der Göttin förderten und kanalisierten. Die Studie integriert eine Vielzahl von literarischen, epigraphischen und archäologischen Quellen, wobei den literarischen und epigraphischen Informationen besondere Priorität eingeräumt wird, da sie das Potenzial haben, die Beziehung zwischen menschlichen und göttlichen Akteuren anschaulich zu machen.This dissertation studies the phenomenon of religious appropriation by investigating the spread of the goddess Meter, or Mother of the Gods, in the Greek world after the conquests of Alexander. Known from the Archaic age, in the Hellenistic period the goddess enjoyed an unprecedented diffusion in the Greek world and was embedded in different local and regional contexts, in particular in Asia Minor. This process personifies some of the main religious trends of this dynamic age of connectivity and cultural interaction, in which the socio-political conditions favored innovation and experimentation - the reconceptualization of religious actors and embedment of old and new deities in a wide network of relationships. The present research approaches the topic by focusing on the question of how Meter was appropriated in the local pantheons, and applying novel theories and methodologies to the study of ancient religion and society. Five case studies are examined (Ephesus and Dionysopolis, Pergamon, Pessinus and Rome, Cyzicus, and the spatial network of the Ionian cities) in order to highlight common practices in the process of appropriation and trace individualizations in addressing specific Meters. Both the strategies and the agents of appropriation are examined in each case, by addressing the questions of how and why the appropriation took place, what practices were ascribed to the cults, and how the relations between individuals, cities, and empires enhanced and channeled the appropriation of the goddess. The study incorporates the available literary, epigraphic, and archaeological sources, with specific priority given to the literary and epigraphic information because of their potential to reveal eloquently the relationship between human and divine actors.Marios KamenouLiteraturverzeichnis: Seite 169-198Dissertation Universität Graz 2025Text überwiegend in englischer, teilweise in griechischer Sprache Teilweise in griechischer SchriftArchivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet AT-OeNB pdage
Limina / Das Mögliche, das noch nicht ist : Walter Benjamin auf den Spuren der Kindheit
Auf der Suche nach der Kindheit selbst: Dies ist der Leitfaden, der Walter Benjamin bei der Skizzierung einer verfeinerten Anthropologie der Kindheit antreibt, die eine Welt der Dinge, Bilder und Atmosphären in einem Netz visueller, auditiver, olfaktorischer und taktiler Bezüge erkundet. In der Fähigkeit der Kinder, durch die Umwandlung von Abfall zu spielen, sieht er die Möglichkeit, die Kontinuität der bestehenden Ordnung zu durchbrechen. Dabei scheinen Kinder eine außergewöhnliche schöpferische und poetische Kraft zu besitzen, die in der Lage ist, die Welt zu erneuern und das Mögliche hervorzubringen, das noch nicht ist.The possible that is not yet. Walter Benjamin on the traces of childhood Seeking childhood itself: This is the guiding thread that drives Walter Benjamin in outlining a refined anthropology of childhood, exploring a world of things, images, and atmospheres, in a web of visual, auditory, olfactory, and tactile references. He taps into children’s ability to play by transforming waste materials, and thus reveals a possibility of interrupting the continuity of the existing order. In this, children appear to possess an extraordinary creative and poetic power, capable of renewing the world and bringing forth the possible that is not yet
JRFM / Not for Free at All : Open Access Publishing and European Academia
The political demand that all results of university research be available through Open Access was a strategic decision that stakeholders have been required to embrace. However, Open Access is cost-free only for consumers, not for producers. Authors now need to not only produce excellent content but also secure financial support.Specific interest groups, in the interest of fair access to quality-assured publication, are establishing their own Open Access publication opportunities. This article sketches the emergence of the Open Access concept, its impact on the pressure to publish and career planning for young scholars, and the effort required to operate an Open Access journal (using the Journal of Religion, Film and Media as an example), focusing in particular on the workload associated with publishing one year’s output and the input/output relationship under current academic conditions