50157 research outputs found
Sort by
AmLit / Bursting the “TranssexualNarrative”: Genre, Form, and Belonging in Kai Cheng Thom’s Fierce Femmes and Notorious Liars
Within hegemonic U.S.-American culture and society, transgender people are not only socially, politically, and legally marginalized, but also literarily. The historical prominence of the “transsexual narrative,” which prescribes a medicalized and binary understanding of gender identity as well as a linear and isolated timeline of transition, has had devastating effects on (self-) perceptions, (self-)representations, and, thus, the material lives of transgender communities. Building on recent scholarship that interrogates trans literature as a genre, as well as theories on home, worldmaking, and reparative reading, this essay argues that contemporary trans literature may act as a space and medium that ameliorates the affective consequences of this marginalization. Using Kai Cheng Thom’s 2016 book Fierce Femmes and Notorious Liars: A Dangerous Trans Girl’s Confabulous Memoir as an example, I argue that by bursting genre conventions and narrative forms, critically interrogating the concepts of home and trans community, and imagining alternative endings that deviate from prescribed social narratives of transness, Fierce Femmes provides not only a space of hope and belonging for trans readerships but also for trans stories that stray from the “transsexual narrative.
There must be order! Church discipline and church orders in the former imperial county of Ortenburg in the early modern period
Der Marsch in die Provinz, wie HINRICH die Disziplin der Regionalgeschichte umschrieben hat, ist in der vorliegenden Arbeit in die ehemalige Reichsgrafschaft Ortenburg der Früh-neuzeit angetreten worden. Als Quellengrundlage dienen Kirchen- und Eheordnungen aus dem ausgehenden 17. sowie beginnenden 18. Jahrhundert, die im Zuge der Auswertungen erstmalig bearbeitet wurden. Dabei soll der Fragestellung nachgegangen werden, inwiefern und inwieweit diese obrigkeitlichen Verordnungen, Mandate und Gesetze in den Alltag der damaligen Bevölkerung der ehemaligen Reichsgrafschaft eingegriffen haben. Anhand der ausgewerteten Kirchen- und Eheordnungen des Grafen Georg Philipp und der Gräfin Amalia Regina bestätigt sich der weitreichende Eingriff auf dem Papier, sowie auch die praktische Durchführung, durch im selben Quellenbestand vorliegenden, Kirchenstrafen bezeugt werden konnte. Somit konnte ein weiterer Puzzlestein in die Geschichte der ehemaligen Reichsgrafschaft Ortenburg eingefügt, noch unbearbeitete Quellen gesichtet sowie analysiert und so auch Parallelen zu bereits angestellten Forschungsergebnissen aus Bern oder Basel aufgezeigt werden.The march into the province, as HINRICH described the discipline of regional history, has been undertaken in this work in the former imperial county of Ortenburg in the early modern period. Church and marriage ordinances from the late 17th and early 18th centuries, which were processed for the first time in the course of the analysis, serve as a source basis. The aim is to investigate the extent to which and how far these official decrees, mandates and laws intervened in the everyday lives of the population of the former imperial county at the time. The analyzed church and marriage ordinances of Count Georg Philipp and Countess Amalia Regina confirm the far-reaching intervention on paper, as well as the practical implementation, which could be attested by church punishments available in the same sources. Thus a further piece of the puzzle could be added to the history of the former imperial county of Ortenburg, unprocessed sources could be viewed and analyzed, and parallels to research results already made in Bern or Basel could be shown.Markus WienerMasterarbeit Universität Graz 20251 Zusammenfassung auf Deutsc
Naturwissenschaftlerinnen Naturwissenschaftler Eins
Seit dem Schuljahr 2021/2022 läuft der dritte Turnus des Projektes „Wissenschaftswerkstatt“, welches erstmalig 2014 gestartet ist und von der gemeinnützigen Privatstiftung Kaiserschild unterstützt wird. In diesem Projekt werden Mittelschulen aus ländlichen Bereichen der Steiermark und Kärntens von der fünften bis zur achten Schulstufe für insgesamt vier Jahre lang begleitet. Im Rahmen dieses Projektes werden mit den Lernenden Workshops durchgeführt, in denen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fragestellungen nachgegangen wird und mit gängigen Utensilien experimentiert wird. Ziel ist es, Freude und Interesse an Naturwissenschaften zu vermitteln. Das Team der Fachdidaktik Physik am Institut für Physik der Karl-Franzens-Universität Graz begleitet das Projekt (fach-) didaktisch sowie wissenschaftlich und evaluiert es. Fragebögen werden eingesetzt, um entsprechende Daten zu erheben. Lernende werden darin unter anderem gebeten, eine*n Naturwissenschaftler*in zu zeichnen. Das Forschungsinteresse liegt darin herauszufinden, welche Vorstellungen Kinder von Naturwissenschaftler*innen und deren Tätigkeiten haben und wie sich diese im Anfangsphysikunterricht entwickeln. Es werden Impulse und Faktoren ermittelt, die die An-sichten der Kinder beeinflussen. Um diesem Forschungsinteresse nachzugehen, werden die Zeichnungen der Naturwissenschaftler*innen von zwei Jahrgängen der sechs betreuten Schulen analysiert. Die Zeichnungen der beiden Jahrgänge werden nach den sechs Hauptkategorien Soziales Arbeitsumfeld, Geschlechterstereotype Merkmale, Äußeres Erscheinungsbild, Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung und Arbeitsdisziplin untersucht. Durch eine Gegenüberstellung der Zeichnungen unterschiedlicher Jahrgänge sollen Entwicklungen und Veränderungen in den Vorstellungen der Kinder erkannt werden. Zusätzlich werden leitfadengestützte Interviews mit zwölf Lernenden aus zwei der begleiteten Mittelschulen geführt, um die Merkmale in den Zeichnungen validieren zu können. Diese Interviews tragen darüber hinaus dazu bei, die Analyse der Zeichnungen zu vertiefen. Sie liefern weitere Informationen darüber, welche Vorstellungen von Naturwissenschaftler*innen die Kinder haben.Diese Untersuchung soll Lehrkräfte dazu animieren, die Person und die Tätigkeiten von Naturwissenschaftler*innen im Unterricht zu besprechen, um ein zeitgemäßes Bild von Naturwissenschaftler*innen zu vermitteln. Stereotype Vorstellungen können hinderlich für die zukünftige Berufswahl der Lernenden sein. Vor allem Mädchen könnten Berufe mit naturwissenschaftlichen Schwerpunkten aufgrund verfälschter Vorstellungen ablehnen.Since the school year 2021/2022 the third cycle of the project called “Wissenschaftswerkstatt“ has been running. This project was first launched in 2014 and is supported by the “Kaiserschild“ foundation. In this project, researchers have been visiting middle schools (year 5 to year 8) from minor regions in Styria and Carinthia for a total of four years. As part of this project, students work on mathematical and scientific questions and experiment with common equipment. The aim of this project is to get students interested in science. Professionals from the Department of Physics at the Institute of Physics at the Karl-Franzens-University of Graz are providing didactic and scientific support and evaluating the project. Evaluation questionnaires are used to collect data and ask students to do some tasks such as drawing a scientist.The interest of this research is to find out what conceptions children have about scientists and their working tasks and how these conceptions develop during their first two years in secondary school. The aim of this master’s thesis is to identify impulses and factors that influence these conceptions.In this research, drawings of scientists made by first and second year students at six supervised schools are analyzed. First, all drawings are analyzed according to six main categories: social working environment, stereotypical characteristics of gender, the appearance, equipment, environment and discipline at work. By comparing drawings made by the same students of different grade levels developments and changes within these categories are identified. In an additional step, twelve learners from two of the supervised schools were interviewed to validate the coding of the drawings. These interviews helped deepen the analysis of the drawings and provided more information on what students’ conceptions of scientists are.This research should encourage teachers to discuss students‘ ideas of scientists in school in order to convey a contemporary image of scientists. Stereotypical conceptions could be a hindrance to learners' future career choices. Girls in particular may reject professions with a scientific focus due to misconceptions about scientists.Paula KislingerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
"Grünes Herz in fremden Händen" - A comparison of the Soviet and British occupation in Graz as reflected in the Neue Steirische Zeitung"
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der sowjetischen und britischen Besatzung der Steiermark, mit besonderem Fokus auf die Landeshauptstadt Graz, im unmittelbaren Anschluss an das Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches im Mai 1945 begann für die Steiermark eine zehnjährige Besatzungszeit, die durch den Zonentausch zwischen sowjetischen und britischen Truppen eine herausragende historische Bedeutung erlangte. Während die sowjetische Besatzung in Graz nach der kampflosen Einnahme durch die Rote Armee im Mai 1945 nur 77 Tage andauerte, stellte der Übergang zur britischen Verwaltung im Sommer 1945 einen paradigmatischen Wandel sowohl in der administrativen Organisation als auch in den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen der Bevölkerung dar.Das primäre Ziel der Arbeit besteht in einer systematischen und vergleichenden Analyse der administrativen, politischen und sozialen Strukturen der sowjetischen und britischen Besatzung, sowie deren unmittelbaren Auswirkungen auf das Alltagsleben der steirischen Bevölkerung. Ein zentrales Element der Arbeit ist die detaillierte Analyse der „Neuen Steirischen Zeitung“, welche in beiden Besatzungsperioden eine signifikante Rolle als Instrument der politischen Kommunikation und Propaganda einnahm. Durch eine detaillierte Analyse dieser Quelle wird der Einfluss der Besatzungsmächte auf den öffentlichen Diskurs und die Medienpropaganda untersucht, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Veränderung der narrativen Struktur und die eingesetzten propagandistischen Strategien gelegt wird.Darüber hinaus widmet sich die Arbeit der Analyse der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen der Besatzung. Im Fokus stehen dabei die Herausforderungen im Bereich der Versorgung, der Wohnungsnot, der Flüchtlingskrise sowie die politischen und kulturellen Transformationen, die durch die jeweiligen Besatzungsbehörden angestoßen wurden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Entnazifizierungsmaßnahmen, der Umgestaltung des Justizwesens und der ideologischen Kontrolle, die von beiden Besatzungsmächten zur Festigung ihrer Hegemonie eingesetzt wurden. Darüber hinaus wird eine vergleichende Analyse zwischen den beiden Besatzungsmächten vorgenommen, um Parallelen sowie signifikante Diskrepanzen in der Verwaltung, der Mediennutzung und den Auswirkungen auf die Bevölkerung herauszuarbeiten.Die methodische Herangehensweise dieser Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Verknüpfung qualitativer Quellenanalyse und historischer Kontextualisierung. Die Untersuchung stützt sich primär auf die Auswertung der „Neuen Steirischen Zeitung“ sowie weiterer zeitgenössischer Dokumente und Berichte, die eine präzise Rekonstruktion der Besatzungsrealität ermöglichen. Ergänzt wird die Analyse durch die kritische Auseinandersetzung mit relevanter Fachliteratur von anerkannten Historikern und Historikerinnen wie Nora Aschacher, Stefan Karner und Barbara Stelzl-Marx. Durch die Untersuchung der „Neuen Steirischen Zeitung“ und weiterer Primärquellen liefert die Arbeit fundierte Einblicke in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der unmittelbaren Nachkriegszeit und trägt so zur vertieften Aufarbeitung der Besatzungszeit in Österreich bei.This study examines the impact of the Soviet and British occupation of Styria, with a particular focus on the capital city of Graz, in the immediate aftermath of the Second World War. Following the unconditional surrender of Nazi Germany in May 1945, Styria entered a ten-year occupation period that gained historical significance due to the zone exchange between Soviet and British forces. While the Soviet occupation of Graz began after the bloodless capture by the Red Army in May 1945 and lasted only 77 days, the transition to British administration in the summer of 1945 marked a paradigm shift in both the administrative organization and the social and economic conditions of the population.The primary aim of this study is to conduct a systematic and comparative analysis of the administrative, political, and social structures of the Soviet and British occupations, as well as their immediate impact on the daily lives of the Styrian population. A central component of the study is the detailed analysis of the newspaper “Neue Steirische Zeitung“, which played a significant role as a tool of political communication and propaganda during both occupation periods. By examining this source, the study investigates the influence of the occupying powers on the public discourse and media propaganda, with particular emphasis on changes in narrative structure and the propagandistic strategies employed.Furthermore, the study addresses the social, economic, and cultural effects of the occupation. It focuses on challenges in areas such as supply shortages, housing crises, and the refugee situation, as well as the political and cultural transformations initiated by the respective occupying powers. Another key aspect is the investigation of denazification measures, the restructuring of the judicial system, and the ideological control mechanisms employed by both occupying powers to consolidate their hegemony. Additionally, a comparative analysis is conducted to identify parallels and significant discrepancies between the two occupying forces in terms of administration, media use, and their effects on the population.The methodological approach of this study combines qualitative source analysis with historical contextualization. The investigation primarily relies on the examination of the “Neue Steirische Zeitung“ and other contemporary documents and reports that allow for a precise reconstruction of the reality of occupation. The analysis is complemented by a critical engagement with relevant scholarly literature from renowned historians such as Barbara Stelzl-Marx, Nora Aschacher and Stefan Karner. By studying the “Neue Steirische Zeitung“ and other primary sources, this work provides valuable insights into the political and social upheavals of the immediate postwar period and thus contributes to the deeper understanding of the occupation period in Austria.Annalena Elisabeth ZinglMasterarbeit Universität Graz 20251 Zusammenfassung auf Deutsc
Zwischen Kaufrausch und innerer Leere : der Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen und Coping-Strategien auf das Kaufverhalten
Angesichts des zunehmenden Konsumdrucks auf die Jugend und der stetig wachsenden Verfügbarkeit von Waren, gewinnt das Thema der Kaufsucht sowohl in der Gesellschaft als auch in der Forschung zunehmend an Relevanz. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, zu untersuchen, welche Persönlichkeitsmerkmale, einschließlich eines vermeidungsorientierten Copingstils, mit dem zwanghaften Kaufverhalten im Online- und Offline-Setting zusammenhängen sowie mögliche alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede aufzuzeigen. Mittels einer Online-Umfrage (N = 302) wurden verschiedene Persönlichkeitsmerkmale erfasst, darunter Depressivität, Ängstlichkeit, ausgewählte Big-Five- Faktoren (Extraversion, Gewissenhaftigkeit, emotionale Stabilität) und ein vermeidungsorientierter Copingstil, sowie die Ausprägung des zwanghaften Kaufverhaltens. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Ängstlichkeit sowie ein vermeidungsorientierter Copingstil signifikante Prädiktoren für beide Arten der Kaufsucht sind und dass junge Frauen, wie bereits in vorangegangenen Studien, als besonders gefährdet gelten. Emotionale Stabilität und Gewissenhaftigkeit erwiesen sich lediglich hinsichtlich des zwanghaften Kaufverhaltens offline als schützende Faktoren, während Depressivität und Extraversion keinen signifikanten Einfluss hatten. Insgesamt unterstreichen die Befunde die wachsende Relevanz dieses Störungsbildes, insbesondere für jüngere Altersgruppen, und machen die Notwendigkeit einer Entstigmatisierung sowie präventiver Aufklärung deutlich. Zukünftige Forschung sollte die Rolle von Marketing und sozialen Medien vertiefend untersuchen und die Aufnahme von Kaufsucht als eigenständiges Störungsbild in diagnostische Manuale weiter vorantreiben.In view of the increasing consumer pressure faced by young people and the high availability of goods of all types, the topic of compulsive buying is constantly gaining more relevance in both society and research. The aim of this study was to investigate which personality traits, including an avoidance-oriented coping style, can be associated with compulsive buying behavior in online and offline settings and to identify possible age- and gender-specific differences. An online survey (N = 302) was conducted, and various personality traits were recorded, including depression, anxiety, selected Big Five factors (extraversion, conscientiousness, emotional stability) and an avoidance-oriented coping style, as well as the level of compulsive buying behavior. The results showed that anxiety and an avoidance-oriented coping style are significant predictors of both types of shopping addiction and that young women in this study are particularly at risk. Emotional stability and conscientiousness proved to be protective factors only regarding compulsive buying behavior in the offline setting, while depressiveness and extraversion had no significant influence. Overall, the findings underline the growing relevance of this disorder, particularly for younger age groups, and highlight the need for destigmatization and preventative education. Future research should examine the role of marketing and social media in greater depth and further promote the inclusion of shopping addiction as an independent disorder in diagnostic manuals.vorgelegt von: Lisa Korntheuer, BSc.Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Computer or paper : a comparative study of German teaching in secondary schools
Im 21. Jahrhundert wird es immer herausfordernder Schüler:innen zu motivieren. Diese Masterarbeit weist zunächst auf, dass Motivation einen wesentlichen Einfluss auf den Antrieb der Lernenden beim Lernen und beispielsweise Schreiben haben kann. Ein weiteres Merkmal der letzten Jahre ist die stetige Zunahme des technischen Fortschritts. Ab Jänner 2021 wurde in Österreich die Geräteinitiative umgesetzt. Dabei wurden Schritt für Schritt alle Schüler:innen der Sekundarstufe I mit digitalen Endgeräten zu geringen oder keinen Kosten für die Familien ausgestattet. Dies eröffnete viele Möglichkeiten zum Lehren und Lernen für alle. Die Lehrpersonen und Schüler:innenschaft können nun tagtäglich zwischen dem digitalen und dem analogen Medium wählen. Es bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Je nachdem welches Medium eingesetzt wird, können Stärken und Schwächen beobachtet werden. Im Rahmen dieser Masterarbeit wird ausführlich reflektierend diskutiert, wie sich die Benutzung der beiden Medien auf die Motivation auswirken kann. Ausgehend von der Erfahrung der Verfasserin dieser Masterarbeit als Lehrperson wurde die folgende Forschungsfrage aufgestellt:Inwiefern beeinflusst die Auswahlmöglichkeit zwischen dem digitalen Medium Computer und dem Medium Papier die Motivation der Schüler:innen bezogen auf das Schreiben eines Aufsatzes?Um diese Forschungsfrage zu beantworten wurde ein methodischer Abschnitt hinzugefügt, der zunächst das Forschungsdesign Within-Subject Design und die Datenerhebungsinstrumente veranschaulicht. Die verwendeten Instrumente setzen sich aus einem selbst erstellten Fragebogen sowie einem leitfadengestützten Interview zusammen. Die Stichprobe stellt eine Schulklasse aus einer Mittelschule in Graz dar. Das eingesetzte Design setzt voraus, dass es mehrere Durchgänge gibt und sich jeweils ein Faktor ändert. Die Aufgabe für die Lernenden besteht im Schreiben einer Personenbeschreibung zu jeweils der Hauptfigur eines Films. Ein Teil der Schüler:innenschaft verwendet im ersten Durchgang das analoge Medium und im zweiten Durchgang das digitale Medium. Der andere Teil der Kinder benutzt jeweils das andere Medium. Im dritten Durchgang darf jeder:e selbst entscheiden, welches Medium er:sie verwendet. Die Ergebnisse dieser Pilotstudie weisen ambivalente Ergebnisse auf. Ausgehend von den Vorzeichentests kann kein Unterschied bezüglich der Auswertungen des Fragebogens festgestellt werden. Die Interviews wurden nach den Grundzügen nach Mayring ausgewertet und zeigen durchwegs, dass es je nach Schüler:in sehr wohl Unterschiede in der Verwendung der beiden Medien gibt. Daraus ergibt sich die Frage, ob bei einer größeren Stichprobe ein Unterschied festgestellt werden kann.Another prominent feature of recent years has been the rapid advancement of technology. In January 2021, Austria implemented the "Device Initiative," gradually providing all lower secondary students with digital devices at low or no cost to families.This initiative has opened up numerous possibilities for teaching and learning. Teachers and students now have the daily choice between digital and non-digital media. However, this choice also brings challenges, as each medium brings its own unique strengths and weaknesses. This master’s thesis thoroughly examines the potential impact of using either medium on students’ motivation. Drawing on the author’s experience as an educator, the following research question was formulated:To what extent does the option to choose between the digital medium (computer) and the non-digital medium (paper) influence students’ motivation regarding essay writing?To address this research question, a methodological section was added, illustrating the within-subject design and the data collection instruments used. These instruments included a self-developed questionnaire and a guided interview. The sample consisted of a middle school class in Graz. The chosen design required multiple rounds of data collection, with a single variable changing in each round. For the task, students were asked to write a character description of the main character of a film. In the first round, one group of students used the non-digital medium while another used the digital medium. In the second round, the groups switched media, and in the third round, each student could choose their preferred medium.The results of this pilot study were ambivalent. The analysis of the questionnaire data revealed no significant differences between the dates. However, the interviews indicated that individual students experienced notable differences in their motivation depending on the medium used. This finding raises the open question of whether a larger sample size might reveal statistically significant differences depending on the medium used or the option that the students are able to use their favourite medium.Sarah Lydia Zöhrer, BA BEd MScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Challenges for teachers in the application of text-generating AI in business administration lessons at business
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen für LehrerInnen bezüglich der Anwendung der textgenerierenden KI im Betriebswirtschaftsunterricht an Handelsakademien in Österreich. Ebenfalls untersucht wurde, auf welche Art und Weise die textgenerierende KI in den Betriebswirtschaftsunterricht lernfördernd integriert werden kann. Die Feststellung und Analyse der Herausforderungen und Integrationsmöglichkeiten erfolgten mittels Fachliteraturrecherche und einer qualitativen Erhebung. Die qualitative Analyse erfolgte in Form von ExpertInneninterviews aus dem universitären und schulischen Bereich. Zu den wesentlich beobachteten Herausforderungen zählen die notwendigen Kompetenzen der LehrerInnen und SchülerInnen im Umgang mit textgenerierender KI, der Umgang mit inhaltlichen Fehlern im generierten Text durch die KI, die Abstimmung von Aufgabenstellungen auf einen KI-geführten Unterricht, ein Regelwerk für die SchülerInnen bei der Anwendung von Textgeneratoren und der Datenschutz- und der ethisch-konforme Einsatz im Unterricht. Die Anwendungsmöglichkeiten von textgenerierender KI im Betriebswirtschaftsunterricht mit Fokus auf die Themengebiete des Lehrplans sind vielseitig. Hierbei kann die textgenerierende KI zum Erstellen von Beispielen ausgerichtet auf das betriebswirtschaftliche Themengebiet und als Simulator von beruflichen Situationen und Gesprächsszenarien eingesetzt werden. Die Integration von textgenerierenden KI in den Betriebswirtschaftsunterricht eröffnet neue Möglichkeiten in der Unterrichtsgestaltung, birgt aber auch Risiken im Hinblick auf die Kompetenzentwicklung der SchülerInnen. Textgenerierende KI im Betriebswirtschaftsunterricht bietet sich im Allgemeinen für problemorientierte Unterrichtseinheiten an und eignet sich daher für Lernziele, welche den höheren Kompetenzstufen zuordenbar sind.This master's thesis addresses the challenges for teachers associated with the application of text-generating AI in the business administration lessons at business colleges in Austria. It also analyses how text-generating AI can be integrated into business education in a way to promote learning. The identification and analysis of challenges and integration opportunities were conducted by means of literature review and qualitative research. The qualitative analysis was executed in the form of interviews with experts from the university and business colleges. The most significant challenges observed include the necessary competencies of teachers and students in handling text-generating AI, dealing with incorrect information in AI-generated text, the alignment of assignments with AI-driven teaching, the establishment of a set of rules for students regarding the use of text generators, and the implementation of data protection and ethical standards in the classroom. The application possibilities of text-generating AI in business education, with a focus on relevant curriculum topics, are diverse. On this occasion text-generating AI can, among other things, be used to create tasks tailored to business-related topics and to simulate professional situations and conversational scenarios with personalities from the world of business. The integration of text-generating AI into business education opens up new possibilities for lesson design but also poses risks regarding the competence development among students. In general, text-generating AI is particularly useful for problem-solving-oriented business lessons and is therefore especially useful for learning objectives associated with higher competence levels.Clemens Korper, MSc.Enthält Literaturverzeichnis auf Seite 71-77Masterarbeit Universität Graz 202
Environmental Restoration and Resource Management in (Post-Conflict) Peacebuilding : the Great Green Wall of Africa as an Example of the Potential of Environmental Peacebuilding in Nigeria
In dieser Arbeit wird das Potenzial von Renaturierung- und Ressourcenmanagement- Initiativen als friedensfördernde Strategien in (Post-)Konfliktregionen untersucht, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Great Green Wall Initiative (GGWI) in Nigeria liegt. Ein prominentes Beispiel dafür, wie Umweltzerstörung und fortschreitende Wüstenbildung in der Sahelzone als Konfliktmultiplikatoren wirken können, ist die Bauern-Hirten-Krise im Norden Nigerias. Die Studie untersucht das Potenzial der GGWI, einer Initiative, die sich ursprünglich auf die Wiederaufforstung und Begrünung der Sahelzone konzentrierte, zur ökologischen Friedensförderung beizutragen. Bei dieser Untersuchung wird ein angepasstes Rahmenwerk für die ökologische Friedensförderung verwendet, um das Potenzial der GGWI zur Schlichtung des Konflikts zwischen Bauern und Hirten zu bewerten. Die Analyse zeigt auch mögliche Unzulänglichkeiten auf und erörter die Zukunftsfähigkeit der GGWI. Die Bewertung des Umsetzungsstandes und der Aussichten der GGWI in Nigeria zeigt Mechanismen auf, durch die das Projekt Konflikte lösen und nachhaltige Lebensgrundlagen fördern könnte. Daraus ergeben sich Empfehlungen und zukünftige Aussichten zur Verbesserung der GGWI in Richtung einer inklusiveren, konfliktsensibleren und zuverlässigeren Strategie der ökologischen Friedensförderung. Die Ergebnisse leisten einen Beitrag zum expandierenden Bereich der ökologischen Friedensförderung, indem sie die Bedeutung der Integration von ökologischer Wiederherstellung in umfassendere Friedens- und Konfliktlösungsstrategien hervorheben.This thesis explores the potential of environmental restoration and resource management initiatives to function as peacebuilding strategies in (post-) conflict regions, with a particular emphasis on the Great Green Wall Initiative (GGWI) in Nigeria. A prominent example of how environmental degradation and advancing desertification in the Sahel can act as conflict multipliers is evident in the farmer-herder crisis in northern Nigeria. The study examines the potential of the GGWI, an initiative primarily focused on reforestation and greening the Sahel, to contribute to environmental peacebuilding. This examination employs an adapted environmental peacebuilding framework to assess the GGWI's potential to mediate the farmer-herder conflict. The analysis also identifies likely inadequacies and determines the future readiness of the GGWI. The evaluation of the GGWI's implementation status and prospects in Nigeria highlights mechanisms through which the project could address conflict and promote sustainable livelihoods. Consequently, recommendations and an outlook are provided to enhance the GGWI, towards a more inclusive, conflict-sensitive, and reliable in its environmental peacebuilding. The findings contribute to the expanding field of environmental peacebuilding, emphasizing the significance of integrating ecological restoration into broader peace and conflict resolution strategies.Author: Luis KepplingerMasterarbeit Universität Graz 202
The importance of the EU Taxonomy Regulation (EU Regulation 2020/852) for sustainable investments in the real estate industry : contractual issues related to Green Building certificates and Green Leases
Die Immobilienbranche spielt in der europäischen Wirtschaft eine zentrale Rolle und ist ein entscheidender Faktor bei der Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele der Europäischen Union. Mit der Verordnung (EU) 2020/852 vom 18. Juni 2020 (sogenannte „Taxonomie-Verordnung“) hat die Europäische Union einen Rahmen zur Förderung nachhaltiger Investitionen geschaffen. Die Verordnung bietet eine klare und transparente Definition von Nachhaltigkeit und ermöglicht die Einstufung von Immobilieninvestitionen sowie damit verbundenen Wirtschaftstätigkeiten als nachhaltig. Im Rahmen der Diplomarbeit werden die Systematik der Taxonomie-Verordnung und ihr Nachhaltigkeitsbegriff erläutert sowie die daraus resultierenden Implikationen für österreichische Immobilienprojekte aufgezeigt. Am österreichischen Immobilienmarkt werden die in der Verordnung festgelegten Nachhaltigkeitskriterien beim Bau und bei der Bewirtschaftung von Immobilien insbesondere durch nachhaltige Gebäudezertifizierungen sowie durch den Einsatz von Green Leases umgesetzt. Gebäudezertifizierungen werden rechtlich eingeordnet sowie daraus resultierende vertrags- und haftungsrechtliche Fragestellungen bei der Planung und beim Bau von Immobilien analysiert. Darüber hinaus werden Green Leases und die Einbindung von Nachhaltigkeitsklauseln in Bestandsverträge sowie deren Durchsetzbarkeit im Rahmen des österreichischen Mietrechts untersucht. Anhand von Musterklauseln werden dabei aktuelle Regelungsansätze aufgezeigt.The real estate sector plays a pivotal role in the European economy and is a key factor in achieving the European Union’s sustainability goals. With Regulation (EU) 2020/852 of 18 June 2020 (“Taxonomy Regulation”), the European Union established a framework to promote sustainable investments. This Regulation provides a clear and transparent definition of sustainability and enables real estate investments, as well as related economic activities, to be classified as sustainable.Within the scope of this diploma thesis, the structure of the Taxonomy Regulation and its concept of sustainability are explained, and the resulting implications for Austrian real estate projects are demonstrated. In the Austrian real estate market, the sustainability criteria set out in the Regulation are primarily implemented in the construction and management of properties through Green Building certificates and Green Leases.Green Building certificates are examined from a legal perspective, and the resulting contractual and liability issues in the planning and construction of real estate are analyzed. Additionally, Green Leases and the incorporation of sustainability clauses into existing contracts - as well as their enforceability under Austrian tenancy law - are investigated. Current regulatory approaches are illustrated using sample clauses.vorgelegt von Oliver KrausDiplomarbeit Universität Graz 202
New insights into the Pintaliini fauna of Ecuador (Hemiptera: Auchenorrhyncha: Fulgoromorpha: Cixiidae)
Glasflügelzikaden (Insecta: Fulgoromorpha: Cixiidae) aus dem ecuadorianischen Amazonas-Regenwald, die Terry Erwin und Kollegen Ende der 1990-er-Jahre sammelten, bilden die Basis der vorliegenden Arbeit. Die Aufsammlungen stammen aus dem Yasuní-Nationalpark im Osten von Ecuador. Als Methode wurde das „Fogging“ des Kronendachs gewählt, um standardisierte Stichproben zu erhalten, die gut auswertbare Einblicke in die Vielfalt der Regenwaldfauna ermöglichen (LUCKY et al. 2002, ERWIN et al. 2005). Das Material wurde aufbereitet und für weitere Untersuchungen – wie die vorliegende –zur Verfügung gestellt.In einem ersten Schritt wurden die Cixiidae von Johanna Egger, Charles Bartlett und Lawrence Barringer nach Gattungen und Morphospeziesgruppen vorsortiert (BARRINGER et al. 2019, EGGER 2014). In der vorliegenden Arbeit wurden diese Individuen weiterbearbeitet, wobei das Hauptaugenmerk auf das Tribus Pintaliini Metcalf, 1938 gelegt wurde.„Morphotaxa“ wurden hierbei auf Artniveau bearbeitet, um sie entweder bereits beschriebenen Arten zuordnen oder ggf. neue Arten oder Gattungen diagnostizieren zu können.Im Rahmen dieser Studie wurde lediglich eine bereits bekannte Art dokumentiert (und wiederbeschrieben), die übrigen Arten sind neu für die Wissenschaft. In Summe werden drei neue Gattungen und neun neue Arten beschrieben. Die erste neue Gattung, hier vorläufig als Genus 01 gen. nov. bezeichnet, mit der Typusart Genus 01 sp. nov., weist zwar Ähnlichkeiten mit der Gattung Cubana Uhler, 1895, auf, jedoch sind sich die Form des Kopfes und die Strukturen der männlichen Genitalien soweit unterschiedlich, dass eine neue Gattung aufzustellen war. Genus 02 gen. nov., mit der Typusart Genus 02 sp. nov, weist einen sich von allen bekannten Gattungen der Pintaliini unterschiedliche Gestalt des Clavusbereichs der Vorderflügels mit einer leichten rechteckigen Biegung entlang der A1 und A1+PCu auf. Durch diese Kante wirkt der Clavusbereich in der dorsalen und lateralen Ansicht flach. Die geringe Größe von C6 des Vorderflügels wird als Synapomorphie von Genus 02 gen. nov. gewertet.Die spezifischen kugelförmigen Strukturen und die Musterung des Vorderflügels der dritten neuen Gattung Genus 03 gen. nov., mit der Typusart Genus 03 gen. nov., werden als Hauptmerkmale für diese Gattung deklariert. Die beiden bekannten Arten Cubana bullata Fennah, 1949 und Demetia nodosa (Fennah, 1949) teilen diese diagnostischen Merkmale der neuen Gattung Genus 03 gen. nov. und sind wahrscheinlich in die neue Gattung zu stellen. Darüber hinaus werden eine Wiederbeschreibung der Art Pintalia discrepans Muir, 1934 und Neubeschreibungen von sechs weiteren Pintalia-Arten in dieser Arbeit vorgelegt. Diese Zuordnung zu Pintalia Stål, 1862 ist allerdings vorläufig, da für diese artenreiche Gattung weder eine zeitgemäße phylogenetische Analyse vorliegt noch eindeutige Synapomorphien bekannt sind. Pintalia in aktueller Abgrenzung ist wahrscheinlich eine polyphyletische Artenmischung. Die endgültige Gattungszuordnung der neuen Arten kann daher erst im Rahmen einer umfassenden Revision der Gattung Pintalia getroffen werden.Cixiidae planthoppers (Insecta: Fulgoromorpha: Cixiidae) from the Ecuadorian Amazon rainforest, collected by Terry Erwin and colleagues in the late 1990s, form the basis of this study. The samples originate from Yasuní National Park in Eastern Ecuador. With canopy fogging, a standardized sampling design was utilised which allowed insights into the diversity of the rainforest fauna (LUCKY et al. 2002, ERWIN et al. 2005). The material was prepared and provided for further investigations – like the present one.As a first step the Cixiidae specimens were pre-sorted to genera and groups of morphospecies by Johanna Egger, Charles Bartlett and Lawarence Barringer (BARRINGER et al. 2019, EGGER 2014). In this thesis, the main focus was placed on the tribus Pintaliini Metcalf, 1938. We studied “morphotaxa” on species level. Within this study, only one species could be assigned to an already known species. The other taxa represent three new genera and nine new species. The first new genus, here named as Genus 01 gen. nov., with the type species, Genus 01 sp. nov., shows similarities to the genus Cubana Uhler, 1895, but the shape of the head and structures of the male genitalia are automorphic characters of this genus. Genus 02 gen. nov. with the type species Genus 02 sp. nov. provides a prominent clavus area of the forewing that is different from all other Pintaliini genera. It has a rectangular bend between A1 and A1+PCu, and because of this the clavus area looks flat in a dorsal and lateral view. The small size of C6 of the forewing is considered as synapomorphy of Genus 02 gen. nov.The specific spherical structures and the colouration of the forewing of the third new genus Genus 03 gen. nov. with the type species Genus 03 gen. nov. are main characters for this genus. These characters are also present in Cubana bullata Fennah, 1949 and Demetia nodosa (Fennah, 1949) Therefore, it is likely that these two species belong to the new genus Genus 03 gen nov. Furthermore, a redescription of the species Pintalia discrepans Muir, 1934 and further six new Pintalia species were supplied. The generic placement of the new species is tentative, as Pintalia Stål, 1862 lacks a phylogenetic analysis and we think that the group of species nowadays placed in Pintalia is polyphyletic. Thus, a final generic placement will have to be made in course of a comprehensive revision of the genus Pintalia.eingereicht von Elisabeth Huber, BSc., BAMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc