50157 research outputs found
Sort by
Voluntary engagement as a key to personal development : pedagogical analysis and promotion of self-responsibility and social participation
In einer zunehmend komplexen Gesellschaft spielt freiwilliges Engagement eine zentrale Rolle für das gesellschaftliche Zusammenleben sowie für die persönliche und soziale Entwicklung von Individuen. Die vorliegende Untersuchung wurde aus eigenem Interesse durchgeführt, da das Thema Freiwilligenarbeit und ihre gesellschaftliche Bedeutung bereits seit längerer Zeit im Fokus meiner Auseinandersetzung steht. Ziel der Untersuchung war es, ein tieferes Verständnis für die gesellschaftlich wertvolle Arbeit der Freiwilligenzentren in Österreich zu gewinnen. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurden acht leitfadengestützte Interviews mit Leiterinnen von Freiwilligenzentren durchgeführt. Die Analyse zeigt, dass Freiwilligenzentren nicht nur eine entscheidende Rolle in der sozialen Vernetzung und Integration spielen, sondern auch maßgeblich zur Kompetenzförderung und Eigenverantwortung der Freiwilligen beitragen. Darüber hinaus verdeutlichen die Ergebnisse, dass freiwilliges Engagement positive Effekte auf das individuelle Wohlbefinden sowie auf die gesellschaftliche Kohäsion hat. Die Untersuchung liefert damit wertvolle Einblicke in die Funktion und den Einfluss von Freiwilligenzentren auf lokaler und gesellschaftlicher Ebene.In an increasingly complex society, voluntary engagement plays a central role in social cohesion as well as in the personal and social development of individuals. This study was conducted out of personal interest, as voluntary work and its societal significance have been a focus of my research for some time. The aim of the study was to gain a deeper understanding of the socially valuable work of volunteer centers in Austria. To answer this question, eight semi-structured interviews were conducted with directors of volunteer centers. The analysis shows that volunteer centers play a crucial role in social networking and integration while also significantly contributing to the development of competencies and personal responsibility among volunteers. Furthermore, the results highlight that voluntary engagement has positive effects on individual well-being and social cohesion. This study provides valuable insights into the function and impact of volunteer centers at both local and societal levels.Autorin: Romana EcklerMasterarbeit Universität Graz 202
The excess volatility puzzle - Overall explanations and findings on the Austrian stock market
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Frage, ob übermäßige Volatilität am österreichischen Aktienmarkt existiert und ob sich daraus profitable Handelsstrategien ableiten lassen. Untersucht wurden die beiden Leitindizes ATX und ATX Prime unter Verwendung eines Varianzgrenztests, bei dem reale Aktienpreise mit rational erwarteten Preisen verglichen wurden. Die Ergebnisse zeigen eine deutlich höhere Schwankungsbreite der realen Kurse im Vergleich zu den berechneten Fundamentalkursen – ein starkes Indiz für übermäßige Volatilität. Im Rahmen einer empirischen Analyse werden verschiedene Handelsstrategien untersucht, die auf dem Konzept von Varianzunterschieden basieren. Hierbei wurden Aktienportfolios anhand ihrer Volatilitätsmerkmale gebildet und über unterschiedliche Zeiträume hinweg ausgewertet. Einige Portfolios erzielten höhere Renditen als die Marktindizes, jedoch ließ sich keine konsistente Verbindung zwischen besonders hoher Volatilität und überdurchschnittlicher Performance feststellen. Vielmehr deutet die Analyse darauf hin, dass der Gleichgewichtungsansatz der Portfolios einen erheblichen Anteil an der Überrendite hatte. Diese Arbeit zeigt, dass selbst kleinere und weniger liquide Märkte wie der österreichische Aktienmarkt deutliche Ineffizienzen aufweisen können. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich diese nicht ohne Weiteres zur Generierung abnormaler Renditen nutzen lassen. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Struktur und Effizienz des österreichischen Aktienmarktes und eröffnen Ansatzpunkte für weiterführende empirische Untersuchungen.This master’s thesis investigates whether excess volatility exists in the Austrian stock market and whether it can be leveraged to develop profitable trading strategies. The study focuses on the ATX and ATX Prime indices, using a variance bounds approach to compare actual market prices with theoretically expected prices. The analysis reveals that real stock prices exhibit substantially greater volatility than the values implied by fundamentals, indicating the presence of excess volatility. As part of the empirical analysis, a range of trading strategies based on variance difference measures is examined. Stocks are grouped into portfolios according to their volatility characteristics, and their performance is evaluated over various time periods. While several portfolios outperformed the market indices, no consistent relationship between high excess volatility and superior returns could be established. The results suggest that the equal-weighting approach applied to the portfolios played a significant role in generating excess returns. The findings demonstrate that even smaller and less liquid markets, such as Austria’s, can exhibit notable inefficiencies. However, exploiting these inefficiencies for consistent abnormal returns appears to be challenging. This study provides valuable insights into the structure and efficiency of the Austrian equity market and offers a foundation for future empirical research.Erich Jörg Dramberger, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 32-33Masterarbeit Universität Graz 202
Zwischen- Welten : post-migrant fragmentation and the search for identity in "Wovon wir Träumen" und "Sechzehn Wörter"
Die komparatistisch-heuristische Literaturanalyse beschäftigt sich mit der Heimat-, Zugehörigkeits- und Identitätskonstruktion in den beiden autofiktionalen Romanen "Wovon wir träumen" von Lin Hierse und "Sechzehn Wörter" von Nava Ebrahimi. Die Reise zum Begräbnis der Großmütter mütterlicherseits in deren Heimatländer China und den Iran stoßen bei den beiden Figuren Lin, einer Deutsch-Chinesin, und Mona, einer aus dem Iran stammenden Deutschen, eine Identitätskrise an, die sich einerseits mit der Lösung von der Mutter und gleichzeitig mit der Dekonstruktion und Neukonstruktion ihrer eigenen Identität, die sich von jener ihrer Mütter grundlegend unterscheidet, befasst. Hierses Roman schließt mit der Lösung von den Vorgaben der Mutter und der Einsicht, dass das Einzige, was sich nicht neu konstruieren lässt, ihr Status als Tochter ist. Alles andere ihre Identitätskonstruktion betreffend liegt in ihrer Hand. Ebrahimis Figur muss zuerst durch die Erkenntnis hindurch, dass ihre Verwandtschaftsverhältnisse nicht so sind, wie sie bis zum Tod der Großmutter schienen. Die Reise nach Bam, der Lehmstadt, die bei einem Erdbeben zerstört wurde, ist das Symbol für die Dekonstruktion ihrer falschen Identität und gleichzeitig die Reise zu ihrer echten und neuen Identität, mit der sie gleichzeitig Abschied vom Iran nimmt.The comparative-heuristic literary analysis deals with the construction of home, belonging, and identity in the autofictionla novels "Wovon wir träumen" by Lin Hierse and "Sechzehn Wörter" by Nava Ebrahimi. The journey to the funerals of their maternal grandmothers to China and Iran triggers an identity crisis within the two characters, Lin of German-Chinese descent, and Mona, the child of Iranian migrants. The crisis is resolved with the detachment from the mother on the one hand, and at the same time with the deconstruction and reconstruction of their own identities, which is fundamentally different from their mothers’. Hierse’s novel concludes with the detachment from her mother’s demands to be a proper Chinese and the insight that the only thing that cannot be reconstructed is her status as a daughter. Everything else regarding identity construction lies in her hands and hers only. Ebrahimi’s character first must go through the realisation that her family relations are not what they seemed up to her grandmother’s demise. The journey to Bam, the clay city destroyed by an earthquake, is the symbol of the deconstruction of her false identity and at the same time the way to her real and new identity. Accepting her new identity she also leaves Iran for the last time, leaving behind her Iranian lover and her Iranian friends.vorgelegt von Doha ElemamMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc
"Always more and never enough" : crises as an impetus for a critical debate on the future of Education
Ausgehend von der Klimakrise, die politische Agenden prägt, ökonomische Diskurse beeinflusst und zunehmend in das öffentliche Bewusstsein rückt, stellt diese Masterarbeit den Begriff der Krise in den Mittelpunkt ihrer Analysen. Krisen sind ein inhärenter Bestandteil kapitalistischer Wirtschaftssysteme. Während ökonomische Krisen systemstabilisierend wirken, bleibt die Bearbeitung der sozial-ökologischen Krise im Rahmen des dominanten kapitalistischen Wachstumsparadigma ohne nachhaltige Lösungsansätze. Vor diesem Hintergrund wird das Postulat nach einem gesellschaftlichen Umbruch laut, weg von der „kannibalischen“ kapitalistischen Logik hin zu einer Lebensweise, die ökologische Grenzen priorisiert. Der Kapitalismus vereinnahmt alle gesellschaftlichen Aspekte, Bildung nicht ausgenommen. In neoliberalen Gesellschaften wird der Bildungsbereich zunehmend von der Dominanz des warenproduzierenden Geistes des Kapitalismus eingenommen. Angesichts der Notwendigkeit der Abkehr von kapitalistischen Direktiven zum Schutz der ökologischen Lebensgrundlagen geht diese Masterarbeit der Frage nach, inwiefern die derzeitige gesamtgesellschaftliche krisenhafte Entwicklung ein Potenzial zur Überwindung der dominanten funktionalistischen Bildungssituation hin zu einer unzeitgemäßen und nonkonformen Bildung beinhaltet?Durch die Analyse verschiedener Theoriestränge konnte gezeigt werden, dass Krisen ein progressives Potenzial für gesellschaftliche Umbrüche bergen. Sowohl Krisen als dem Bildungsbegriff selbst ist ein kritisches Potenzial inhärent: Machtverhältnisse zu hinterfragen und alternative Zukunftsvisionen denkbar zu machen. Insbesondere in krisenhaften Zeiten – wie der gegenwärtigen, die eine Abkehr kapitalistischer Produktions- und Lebensweise zur Erhaltung menschlicher Lebensgrundlage fordert – liegt das Potenzial von emanzipatorischen Bildungsidealen. Diese wurden in dieser Masterarbeit als unzeitgemäß und nonkonform bezeichnet, die als zukunftsweisend verstanden werden.Based on the climate crisis, which is shaping political agendas, influencing economic discourses and increasingly moving into public awareness, this master's thesis places the concept of crisis at the centre of its analyses. Crises are an inherent part of the capitalist economic systems. While economic crises have a stabilising effect on the system, there are no sustainable solutions to the socio-ecological crisis within the framework of the dominant capitalist growth paradigm. Against this backdrop, the postulate of a social transformation is being called for, away from the ‘cannibalistic’ capitalist logic towards a way of life that prioritises ecological limits.Capitalism takes over all aspects of society, not excluding education. In neoliberal societies, the field of education is increasingly taken over by the dominance of the capitalism's spirit. In view of the need to turn away from capitalist directives to protect the ecological foundations of life, this master's thesis explores the question of the extent to which the current crisis-ridden development of society offers the potential to overcome the dominant functionalist educational situation in favour of an untimely and non-conformist education.By analysing various theoretical approaches, it was possible to show that crises harbour a progressive potential for social change. Both crises and the concept of education itself have an inherent critical potential: To question power relations and make alternative visions of the future thinkable. The potential of emancipatory educational ideals lies particularly in times of crisis - such as the current one, which calls for a departure from capitalist modes of production and living in order to preserve human livelihoods. In this master’s thesis, these were labelled as untimely and non-conformist, which are understood as future orientated.Autorin: Michelle Bachl, BAMasterarbeit Universität Graz 202
Child's humor in old age
Humor erfüllt verschiedene Rollen im Alltag. Während das Verstehen und Produzieren von Humor zunächst ein kreativer und kognitiver Prozess ist, wirkt er emotional - auf soziale Beziehungen oder als Coping-Strategie. Gutartiger Humor soll im Gegensatz zu bösartigem Humor besonders geeignet sein, um Distanz zu adversen Situationen zu erhalten. Durch einen verstärkten Fokus auf Positives im Alter könnten valenzbedingte Altersunterschiede in der Produktion und Wahrnehmung von Humor entstehen. In der vorliegenden Studie werden je 28 jüngere und ältere Personen verglichen. Für die Wahrnehmung von Humor wurde ein Computerparadigma mit EKG genutzt, womit die physiologische Belohnungsreaktion auf den dargebotenen Humor aufgezeichnet wird. Für die Produktion mussten in verschiedenen angstauslösenden Situationen humorvolle Gedanken produziert werden. Während der Leistungsaspekt bei älteren Personen schwächer ausfiel, konnten valenzbezogene Unterschiede nur teilweise repliziert werden. Bei der Belohnungsreaktion auf die Wahrnehmung und bei der Produktion von gut- und bösartigem Humor unterscheiden sich die Altersgruppen nicht, ältere Personen bewerten beide Humortypen jedoch als lustiger. Es gibt aber den Hinweis darauf, dass sich ältere Personen nicht so leicht von adversen Aspekten des bösartigen Humors ablenken lassen, möglicherweise aufgrund des Positivitätseffekts. Für ein Ausbleiben von Altersunterschieden in der Belohnungsreaktion könnten Gewöhnungseffekte gesorgt haben, jedoch auch Probleme in der Standardisierung, fehlende Kontrollen und eine Veränderung der Herzreaktionen allgemein im Alter. Eine unausgewogene Stichprobe kann auch dafür verantwortlich sein und für den fehlenden Effekt bei der Produktion. Die Ergebnisse sprechen für einen Erhalt des Humors als Coping-Strategie im Alter.Humor fulfills multiple roles in everyday life. The perception and production of humor are creative and cognitive processes at first, the results however are of emotional nature – in a social context or as a coping-mechanism. Contrary to malevolent humor, benevolent humor is suited best to gain distance from adverse events. Due to a more pronounced focus on positive information from older people, age differences in the valence of perceived and produced humor might occur. In the present study, 28 younger and older people each were compared. For the perception of humor, a computer paradigm was paired with ECG to register the physiological reward response after humor was shown. For the production part, humorous thoughts had to be produced in various anxiety-eliciting situations. While the ability of perception and production was worse for older people, the age differences regarding the valence of the humor were only partly replicated. There are no age differences in the reward response after the perception of benevolent and malevolent Humor. No age difference was found for the production of those two types. However, older people are more amused by humor. There are also signs that older people are not as easily distracted by the adverse aspects of the malevolent humor, possibly due to the positivity effect. The lack of age differences in the reward response may be due to some habituation effects, but also problems with the standardization, missing controls and a change of the cardiological responses in general in older age may be at play. An unbalanced sample might also be responsible for this and missing age differences in the humor production. The results also show a maintaining of humor as a coping-mechanism in old age.vorgelegt von Martin A. Baron von KleistMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
On the legal significance of intra-family harm according to § 166 StGB
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der strafrechtlichen Sonderregelung des § 166 StGB – einer Norm, die bestimmte Vermögensdelikte im familiären Kontext unter spezifischen Voraussetzungen privilegiert. Ziel dieser Regelung ist es, den besonderen sozialen und rechtlichen Gegebenheiten innerhalb eines Familienverbandes gerecht zu werden, indem sowohl eine materiellrechtliche Besserstellung als auch eine prozessuale Sonderregelung geschaffen wurde. Im Zentrum der Untersuchung steht eine fundierte dogmatische Analyse des § 166 StGB. Besonderes Augenmerk gilt dem Angehörigenbegriff sowie der rechtlichen Bedeutung des Bestehens einer Hausgemeinschaft als zentrale Privilegierungsvoraussetzung. Die in § 166 StGB taxativ angeführten Vermögensdelikte werden systematisch dargestellt und im Hinblick auf ihre praktische Relevanz sowie etwaige normative Lücken kritisch hinterfragt. Ergänzend erfolgt eine eingehende Auseinandersetzung mit den prozessualen Besonderheiten der Bestimmung sowie der Einbeziehung außenstehender Tatbeteiligter.Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der interdisziplinären Schnittstelle zwischen Straf- und Zivilrecht. Im Fokus steht die Frage, ob und inwieweit die Anwendung des § 166 StGB Auswirkungen auf die zivilrechtliche Beurteilung der Erbunwürdigkeit gemäß §§ 539, 541 ABGB haben kann. Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der bestehenden Rechtslage und erörtert mögliche Reformansätze, die sich insbesondere an modernen Familienformen sowie an einer potenziellen Erweiterung des gegenwärtigen Deliktskatalogs orientieren.This diploma thesis is dedicated to the special criminal law provision of § 166 of the Austrian Criminal Code (ACC) – a norm that privileges certain property offences committed within a familial context under specific conditions. The aim of this provision is to account for the particular social and legal circumstances inherent in a family unit by establishing both a substantive legal privilege and a procedural special rule.At the center of the study is a well-founded dogmatic analysis of § 166 ACC. Particular attention is paid to the concept of relatives as well as the legal significance of the existence of a shared household, which serves as a central prerequisite for the application of this privilege. The exhaustive list of applicable property offenses is systematically presented and critically evaluated in terms of its practical relevance and potential normative gaps. In addition, there is an in-depth examination of the procedural peculiarities of the provision and the inclusion of external parties to the offense.A further focal point is the interdisciplinary interface between criminal and civil law. The analysis centers on the question of wether, and what to extent, the application of § 166 ACC may affect the civil law assessment of unworthiness to inherit pursuant to §§ 539, 541 of the Austrian Civil Code. The thesis concludes with a critical appraisal of the current legal situation and discusses possible reform approaches, which are based in particular on modern family structures and a potential expansion of the current catalog of offenses.vorgelegt von Julia DiethartDiplomarbeit Universität Graz 202
Climate Change in Geography Curricula - An Analysis of Senior Secondary School Curricula in Vanuatu and the Solomon Islands
Die Pazifikinseln, wie zum Beispiel Vanuatu und die Salomonen, sind besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels. Die dort lebenden Menschen stehen vor Herausforderungen, die nur durch spezifische Kompetenzen und bewusstes Handeln bewältigt werden können.Diese Masterarbeit hat zum Ziel, zu untersuchen, inwieweit die Curricula von Vanuatu und den Salomonen die Entwicklung der notwendigen Kompetenzen im Hinblick auf den Klimawandel fördern. Zu diesem Zweck wurde eine Curriculumsanalyse durchgeführt. Einerseits kann durch diese Analyse ermittelt werden, in welchem Umfang Inhalte, die sich direkt oder zumindest indirekt mit dem Klimawandel befassen, enthalten sind, wodurch ein Vergleich zwischen Vanuatu und den Salomonen ermöglicht wird. Gleichzeitig liefert sie Einblicke in die geographischen Maßstabsebenen und gibt Aufschluss darüber, ob der Fokus auf globalen, regionalen oder lokalen Perspektiven des Klimawandels liegt (directed content analysis). Andererseits erlaubt die Curriculum Design Analysis eine Aufschlüsselung der in den Curricula berücksichtigten Kompetenzen und somit eine Einschätzung, inwieweit die Curricula im Hinblick auf den Klimawandel kompetenzorientiert sind.Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Klimawandel in beiden Curricula nur in begrenztem Umfang und, wenn überhaupt, eher allgemein thematisiert wird. Im Curriculum von Vanuatu dominiert die regionale Ebene, neben thematischen Bereichen wie Gegenmaßnahmen zum Klimawandel, Extremwetterereignissen, wirtschaftlichem Rückgang sowie dem Verlust von Biodiversität und Ökosystemsleistungen. Auch das Curriculum der Salomonen befasst sich mit Naturgefahren. Im Gegensatz zum Curriculum von Vanuatu legt es jedoch einen Schwerpunkt auf Wasserunsicherheit sowie die Beeinträchtigung von Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass die Curricula zwar kompetenzorientiert sind, der Fokus aber hauptsächlich auf der Bewusstseinsbildung liegt. Fähigkeiten im Bereich von Strategien und Lösungen, also 'higher-order thinking skills', werden weitgehend vernachlässigt.The Pacific islands, such as Vanuatu and the Solomon Islands, are particularly vulnerable to the consequences of climate change. The people living there face challenges that can only be addressed through specific competences and conscious action.This master’s thesis aims to investigate the extent to which the curricula of Vanuatu and the Solomon Islands promote the development of the necessary competences in relation to climate change. For this purpose, a curriculum analysis was conducted. On the one hand, this analysis can determine the extent of the content directly related to climate change or, at least, thematically linked to it, thus, allowing a comparison between Vanuatu and the Solomon Islands. It also provides insight into the geographic scales, offering an understanding of whether the focus lies on global, regional, or local perspectives of climate change (directed content analysis). On the other hand, a curriculum design analysis allows for a breakdown of the competences considered in the curricula, enabling the determination of the extent to which the curricula are competence-based in terms of climate change.The results suggest that climate change is only addressed to a limited extent and, if so, in a broad way in both curricula. In the Ni-Vanuatu curriculum, the regional scale predominates, alongside thematic areas such as countermeasures against climate change, extreme weather events, economic decline, and the loss of biodiversity and ecosystem services. Similarly, the Solomon Islands curriculum also deals with natural hazards. However, unlike the Ni-Vanuatu curriculum, it emphasizes water insecurity and the degradation of human health and well-being. At the same time, the results show that while the curricula are competence-based, the focus is mainly on raising awareness. Skills related to strategies and solutions, i.e., higher-order thinking skills, are largely neglected.Automatisch erstellte Titelanzeige – Daten nicht geprüftMasterarbeit Universität Graz 202
Das Sterbeverfügungsgesetz in Österreich : Verbesserungsmöglichkeiten
ZusammenfassungDiese Masterarbeit widmet sich in einer umfassenden Analyse dem österreichischenSterbeverfügungsgesetzes, welches am 1. Jänner 2022 in Kraft getreten ist. ImZentrum der Untersuchung steht die zentrale Forschungsfrage: WelcheVerbesserungen wären an der derzeitigen gesetzlichen Ausgestaltungwünschenswert?Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurde ein qualitativer Forschungsansatzgewählt. Im Rahmen einer empirischen Untersuchung wurden elf leitfadengestützteInterviews mit Experten aus relevanten Berufsgruppen geführt. Diese Gesprächegeben tiefe Einblicke in die praktische Umsetzung des Gesetzes, decken bestehendeProbleme auf und liefern fundierte Verbesserungsvorschläge aus Sicht der Praxis.Drei Jahre nach der Einführung des Gesetzes ist es an der Zeit, eine fundierteZwischenbilanz zu ziehen: Ist das Gesetz in seiner gegenwärtigen Form wirklichpraxistauglich und ethisch vertretbar? Welche Intentionen lagen seiner Einführungzugrunde? Welche gesetzlichen Änderungen wurden bereits vorgenommen, welchesind in Vorbereitung, und wie wirken sie sich auf die Umsetzung aus?Die Errichtung einer Sterbeverfügung ist mit einer Reihe aufwändiger Anforderungenverbunden. Alle diese Schritte verursachen nicht nur Kosten, sondern verlangenauch eine hohe physische und psychische Belastbarkeit seitens der Antragsteller.Ein weiterer Aspekt der Arbeit befasst sich mit dem zur Verfügung gestellten letalenPräparat. Welche Varianten der Einnahme stehen zur Verfügung und wiebenutzerfreundlich sind sie für schwer leidende Menschen?Die Frage nach Selbstbestimmung und Würde am Lebensende zieht sich wie einroter Faden durch die gesamte Arbeit. Besteht in Österreich tatsächlich eingesicherter Anspruch auf einen selbstbestimmten, humanen Tod (unabhängig vonWohnort, Bildung, sozialer Lage oder körperlicher Einschränkung)? Ist dieBevölkerung ausreichend über die Existenz, die Voraussetzungen und den Ablaufeiner Sterbeverfügung informiert? Oder ist die Möglichkeit eines assistierten Suizidsin der Öffentlichkeit kaum präsent?Auch ethische und rechtspolitische Grundsatzfragen werden im Rahmen der Arbeitthematisiert: Sollte die bestehende Regelung auch auf minderjährige Personen oderMenschen mit eingeschränkter Äußerungsfähigkeit ausgedehnt werden?Ein vergleichender Blick auf andere Länder innerhalb und außerhalb derEuropäischen Union bietet wertvolle Kontrastperspektiven. Diese Unterschiedeeröffnen Reflexionsräume, um die eigene nationale Regelung zu hinterfragen undmögliche alternative Modelle in Betracht zu ziehen.Im abschließenden Fazit der Arbeit werden diese Vorschläge systematischzusammengeführt, priorisiert und im Hinblick auf ihre rechtliche, ethische undpraktische Umsetzbarkeit bewertet. Ziel ist es, einen konstruktiven Beitrag zurWeiterentwicklung des Gesetzes zu leisten, im Sinne einer inklusiveren, gerechterenund menschenwürdigeren Regelung der Sterbehilfe in Österreich.AbstractThis master's thesis presents a comprehensive analysis of Austria’s Assisted DyingAct, which came into force on January 1, 2022. The central research question guidingmy investigation is the following: What improvements would be desirable in thecurrent legal framework?To address this question, a qualitative research approach was adopted. Eleven semistructured interviews were conducted with experts from key professional fields. Theirfirsthand experiences shed light on how the law is implemented in practice, where itsweaknesses lie, and how it might be improved from a real-world perspective.Now, three years after the law’s introduction, it is time to reflect: Does the currentsystem work as intended? Is it ethically sound and practically manageable? Whatdrove the law’s initial creation, what changes have already been made, and whatfurther reforms are planned?What becomes clear is that the process of creating a valid assisted dying legislatureis both complex and demanding. It involves multiple challenges that not only bringfinancial costs but also require a great deal of physical and emotional strength fromthose individuals—often at a time when they are already vulnerable.Another important point of the thesis is the lethal medication itself: What options existfor taking it, and how user-friendly and dignified are these options for people sufferingfrom serious illness?Throughout the study, one core theme runs consistently: the right to selfdetermination and a dignified end of life. Is this right truly guaranteed to all people inAustria, regardless of their education level, income, or physical condition? And howwell-informed is the public about this legal process and their options?Fundamental ethical and legal questions are also addressed. Should assisted dyingbe extended to include minors or individuals who are no longer able to express theirwill?A comparative look at international practices—both within and outside the EuropeanUnion—provides helpful contrast and inspiration. By examining how other societieshandle assisted dying, Austria’s own approach can be seen more clearly, and newpossibilities can be considered.In the final chapter, the proposals are systematically consolidated, prioritized, andassessed regarding to their legal, ethical, and practical feasibility. The aim is tocontribute to the ongoing development of the law—towards a more inclusive, fair, anddignified framework for assisted dying in Austria.Doris DachoMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Geocaching in the Gesäuse National Park : a transactional activity between visitor management and nature conservation
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Freizeitaktivität Geocaching und deren Auswirkungen im Nationalpark Gesäuse. Das Ziel davon ist es, aus Sicht des Nationalparkes sowohl die ökologischen als auch die sozialräumlichen Herausforderungen dieser Aktivität zu analysieren und deren Folgen besser zu verstehen. Geocaching, bei dem mit GPS-Technologie versteckte Behälter gefunden werden, kann als transaktionistische Tätigkeit verstanden werden: Mensch, Technologie und Umwelt bzw. Natur stehen dabei in ständiger Wechselwirkung und schaffen somit neue Erfahrungsräume. Die Herangehensweise erfolgt auf zwei Ebenen: Einer theoretisch-konzeptionellen Analyse der Aktivität sowie einer empirischen Erhebung und Auswertung von Daten im Untersu-chungsgebiet mittels Geographischer Informationssysteme (GIS). Der theoretische Teil diskutiert die Entstehung und Philosophie des Geocachings, seine Typen, Inhalte und Schwierigkeitsgrade sowie die Verknüpfung mit dem philosophischen Konzept des Transaktionismus nach John Dewey. Empirisch werden die vorhandenen Geocaches im Nationalpark systematisch erfasst, nach Lage, Art und Frequentierung untersucht und deren potenzielle Auswirkungen auf Flora, Fauna und Besucherströme bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Geocaching für sensitive Naturlandschaften sowohl Risiken in sich birgt – wie beispielsweise Störungen von Wildtieren oder Trittschäden – als auch, selbst wenn es nur in spezifischen Be-reichen des Nationalparks ausgeübt wird, Möglichkeiten für kontrollierte Besuchsführung und Umweltbildung bietet. In der Diskussion wird auf mögliche Steuerungsansätze hingewiesen, die auf eine Integration von Geocaching in das Management des Nationalparks abzielen. Dazu gehören gezielte Informationsangebote, die Verlagerung von Caches in wenig sensible Gebiete sowie die Einbindung der Geocaching-Community in Naturschutzmaßnahmen. Abschließend wird betont, dass eine differenzierte, wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung notwendig ist, um die Potenziale dieser Freizeitaktivität nachhaltig nutzbar zu machen und negative Effekte zu minimieren.This master's thesis explores the recreational activity of geocaching and its impacts within the Gesäuse National Park. The aim is to analyze both the ecological and socio-spatial challenges of this activity from the perspective of the national park and to gain a better understanding of its consequences. Geocaching, which involves using GPS technology to locate hidden containers, can be understood as a transactional activity: humans, technology, and the environment as well as nature are in constant interaction, thereby creating new experiential spaces. The approach is conducted on two levels: a theoretical-conceptual analysis of the activity and an empirical survey and evaluation of data within the study area using Geographic Information Systems (GIS). The theoretical section discusses the origin and philosophy of geocaching, its types, content, and difficulty levels, as well as its connection to the philosophical concept of transactionalism as proposed by John Dewey. On the empirical side, the existing geocaches in the national park are systematically recorded, analyzed in terms of their location, type, and frequency of visits, and their potential impacts on flora, fauna, and visitor flows are assessed. The findings show that geocaching poses certain risks to sensitive natural landscapes — such as disturbances to wildlife or trampling damage — but also offers opportunities for controlled visitor management and environmental education, even when practiced only in specific areas of the park. The discussion highlights potential management approaches aimed at integrating geocaching into the national park’s operations. These approaches include targeted information campaigns, relocating caches to more resilient areas, and involving the geocaching community in conservation efforts. In conclusion, the thesis emphasizes that a differentiated and scientifically based approach is necessary in order to sustainably harness the potential of this recreational activity while minimizing its negative effects.Autor: Jonathan WiesmairEnthält Literaturverzeichnis auf Blätter 71-78Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
AmLit / We/They Are Displaced: Children-Refugees in American Literatureand Beyond
This paper focuses on a range of literary representations of children who endure displacement to see how fictional and non-fictional narratives shape the perception of refugees. Modern literature as a kind of cultural production can shed light on both the experiences of displaced children and the ways those experiences are perceived nowadays. Moreover, it can delineate how the author’s position and their having/lacking the experience of displacement influences the narrative. The critical optic of this paper seeks to unravel the various dimensions of the cultural representations of a refugee’s reality as created by modern American writer Alan Gratz in his novel Refugee and Malala Yousafzai in her collection We Are Displaced: My Journey and Stories from Refugee Girls Around the World. Not only will it help to explore the similarities and contrast in emblematizing images but also demonstrate how the position from which we narrate and view the experiences of these children impacts the narratives and cultural representations. The paper touches upon children voicing and/or representing resilience or victimhood as well as everyday reality of navigating displacement, perilous journeys, prolonged liminality, borders, barriers, and bureaucratic hurdles in search for a new home. By examining the similarities and differences of fictional and non-fictional representations of refugee children, this paper attempts to challenge the stereotypical perceptions surrounding refugee experiences in mass culture and highlights the need for cultural sensitivity when engaging with refugee experiences