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The Investment Screening in Austria in the Context of the FDI Screening Regulation
Getrieben vom unionsweiten Bedürfnis, sicherheits- und ordnungsrelevante Wirtschaftsbereiche vor unkontrollierten Übernahmen zu schützen, etablierte die Europäische Union mit der Verordnung (EU) 2019/452 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. März 2019 zur Schaffung eines Rahmens für die Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen in der Union, ABl 2019 L 79/1 (FDI Screening VO) einen einheitlichen Rahmen zur Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen. Österreich setzte diesen Rahmen 2020 mit dem Investitionskontrollgesetz (InvKG) um. Die vorliegende Arbeit widmet sich der rechtsdogmatischen Analyse und Auslegung zentraler Begriffe beider Regelwerke – insbesondere der „effektiven Beteiligung“, des „beherrschenden Einflusses“, der „wesentlichen Vermögensbestandteile“ sowie des unmittelbaren und mittelbaren Erwerbs – unter besonderer Berücksichtigung der unionsrechtlichen Konformität des InvKG.Auf Grundlage einer systematischen Auswertung von Normtexten, Materialien, Judikatur und Literatur werden unionsrechtliche und nationale Definitionen gegenübergestellt, um Divergenzen in Interpretation und Anwendung aufzuzeigen. Dabei wird auch der unionsrechtlich gewährte Gestaltungsspielraum der Mitgliedstaaten untersucht. Durch das Fehlen einschlägiger Judikatur kommt es zu erheblichen Unterschieden in den nationalen Systemen und zu Rechtsunsicherheiten für Investoren führen kann.Die Analyse zeigt, dass das InvKG in wesentlichen Punkten über die Mindestvorgaben der FDI Screening VO hinausgeht und dabei sowohl unionsrechtskonforme Anpassungen als auch potenziell unionsrechtlich problematische Erweiterungen vorsieht. Abschließend werden Reformoptionen skizziert, die insbesondere auf eine präzisere Begriffsbestimmung, eine Harmonisierung unionsweiter Definitionen sowie eine Stärkung der Rechtssicherheit abzielen.Driven by the Union-wide need to protect security – and public order – relevant economic sectors from uncontrolled takeovers, the European Union adopted Regulation (EU) 2019/452 of the European Parliament and of the Council of 19 March 2019 establishing a framework for the screening of foreign direct investments into the Union, OJ 2019 L 79/1 (FDI Screening Regulation), thereby creating a uniform framework for the review of foreign direct investments. Austria implemented this framework in 2020 through the Investment Control Act (Investitionskontrollgesetz, InvKG).This thesis is dedicated to the legal-dogmatic analysis and interpretation of key terms used in both legal instruments – particularly “effective participation,” “controlling influence,” “essential assets,” as well as direct and indirect acquisitions – with special regard to the conformity of the InvKG with Union law.Based on a systematic evaluation of legal texts, preparatory materials, case law, and scholarly literature, Union law and national definitions are compared to identify divergences in interpretation and application. The study also examines the scope for discretion granted to Member States under Union law, noting that the absence of relevant case law can lead to significant differences among national systems and to legal uncertainty for investors.The analysis reveals that the InvKG in several respects goes beyond the minimum requirements of the FDI Screening Regulation, incorporating both adjustments compatible with Union law and potentially problematic extensions under Union law. The thesis concludes by outlining possible reform options, aimed in particular at more precise term definitions, the harmonisation of definitions across the Union and the strengthening of legal certainty.von Lisa WeinstablDiplomarbeit Universität Graz 202
to United States
Die vorliegende Arbeit untersucht die Erfahrungen von zivilen U.S.-Nachrichtendienstpersonals und -Organisationen in Österreich und Zentraleuropa zwischen 1944 und 1947. Diese verwaltungsgeschichtlichen Studie konzentriert sich auf die Professionalität des Office of Strategic Services (OSS), der Strategic Services Unit (SSU) und der Central Intelligence Group/Office of Special Operations (CIG/OSO).Der theoretische Teil der Arbeit befasst sich zuerst mit dem aktuellen Verständnis von Professionalization. Danach folgt einen historischen Rückblick auf Intelligence als Profession, ihre Praktiker als Professionelle, ihre Bemühungen diesbezüglich als professionell, und die Prägung jene als demonstrativ für den Professionalismus, und letzendlich, einen Vergleich diese Ideen mit den Positionen, die in einem zeitlich nahen Ausbildungshandbuch für Intelligence Analysts vertreten werden.Im ersten Kapitel wird die Professionalization der U.S. Nachrichtendienste und ihres Personals anhand der Schriften von George W. Allen, John A. Gentry, und Stephen P. Marrin bewertet. Obwohl gut gemeint, hat sich Professionalization historisch in der Praxis als anfällig für Manipulationen durch diejenigen erwiesen, die eine korporative und formbare Geheimdienstkultur schaffen wollen.Im zweiten Kapitel werden die Philosophen des Geheimdienstes vorgestellt, eine Gruppe amerikanischer Theoretiker, die sich zwischen 1946 und 1964 mit dem damals aufkeimenden Beruf und seinen Praktikern auseinandersetzten. Diese sind, in chronologischer Reihenfolge ihres Veröffentlichungen: George S. Pettee, Sherman Kent, Willmoore Kendall, Roger Hilsman, Washington Platt, Harry H. Ransom und Klaus Knorr.Diese Erkenntnisse werden dann mit denen von Cynthia Grabo, einer hochrangigen U.S.-Geheimdienstanalystin, verglichen. Grabo schrieb Anfang der 1970er Jahre ein Handbuch zur Warning Intelligence. Dies zeigt die Anwendbarkeit der Theorie auf die Praxis und bestätigt die Hypothese dieser Studie, dass der U.S.-Nachrichtendienst, seine Mitarbeiter und ihre Arbeit den damaligen Ansichten über Professionalität und professionelle Standards entsprachen.Die zweite Hälfte dieser Arbeit besteht aus einer Fallstudie über U.S.-Nachrichtendienste in Österreich und Zentraleuropa von 1944 bis 1947, wobei die im vorangegangenen theoretischen Teil gewonnenen Erkenntnisse herangezogen werden. Zuerst ist einem Überblick über den organisatorischen und historischen Hintergrund der Nachrichtendienste, die in den folgenden Unterkapiteln behandelt werden angeboten. Die Rekrutierungs- und Personalstrategien von OSS, SSU und CIG/OSO sowie der Einfluss, den sie auf die Entwicklung einer professionellen Kultur unter ihren jeweiligen Mitarbeitern hatten, werden ebenfalls untersucht.In den folgenden vier thematischen Unterkapiteln wird die Entwicklung jener Einheiten und Abteilungen von OSS, SSU und CIG/OSO nachgezeichnet, die von Mai 1944 bis Mai 1947 für die Sammlung und Auswertung von geheimen Informationen in und über Österreich und Mitteleuropa zuständig waren.Unter den Persönlichkeiten, die in der Fallstudie skizziert werden, sind vor allem Alfred C. Ulmer Jr. und Richard M. Helms zu nennen. Beide genossen (ununterbrochene) Karrieren innerhalb des OSS, der SSU, der CIG/OSO und der CIA. Ulmer stieg zum Chef von SSU Austria und zum ersten Chief of Station der CIA in Wien auf. Zwischen 1944 und 1947 stieg Helms vom Operations Officer zum Leiter der CIG/OSO und später der CIA-Zentraleuropaabteilung auf. Von 1966 bis 1973 diente er als Director of Central Intelligence.Im Fallstudie wird darauf geachtet, wie die Einheiten und ihr Personal sich entwickelten, anpassten und auf Anforderungen reagierten, die entweder proaktiv als wertvoll erachtet, von Kunden angefordert und/oder von institutionellen Vorgesetzten oder Managern diktiert wurden. Jene erwiesen sich als strukturierter und effizienter als angenommen, und keineswegs amateurhaft oder unprofessionell.This thesis examines the experiences of pre-centralized, civilian U.S. intelligence personnel and organizations in Austria and Central Europe between 1944 and 1947. Through an administrative historical approach, it seeks to address the professionality of the Office of Strategic Services (OSS), Strategic Services Unit (SSU), and Central Intelligence Group/Office of Special Operations (CIG/OSO). The theoretical part is divided into three sections which address the current views on professionalization among U.S. intelligence personnel, offer a historical review of four related elements (intelligence as a profession, its practitioners as professionals, their efforts as professional, and demonstrating of a high degree of professionalism), and finally compare those concepts to positions espoused in a chronologically fitting practitioner’s handbook.In the first chapter, the professionalization of U.S. intelligence services and personnel is discussed through the writings of George W. Allen, John A. Gentry, and Stephen P. Marrin. While well-intentioned, professionalization has historically proven susceptible to manipulation by those seeking to forge a corporate and malleable intelligence culture.The second chapter introduces the Philosophers of Intelligence, a group of U.S. intelligence theorists who discussed the then budding profession and its practitioners between 1946 and 1964. In chronological order of publication, these theoreticians are George S. Pettee, Sherman Kent, Willmoore Kendall, Roger Hilsman, Washington Platt, Harry H. Ransom, and Klaus Knorr.These findings are then compared to those of Cynthia Grabo, a senior U.S. intelligence analyst who prepared a warning intelligence handbook in the early 1970s. This reveals the applicability of theory to practice, ultimately validating this study's hypothesis that U.S. intelligence, its practitioners, and their work emulated then current views on professionalism and professional standards.The second half of this thesis entails a case study of U.S. intelligence in Central Europe and Austria from 1944 to 1947 using the criteria and insights gleaned from the preceding theoretical part. The case study consists of five topical subchapters, as well as an introduction and a conclusion.The case study begins with an overview of the organizational and historical background of the intelligence services discussed in the subchapters that follow. The recruitment and personnel strategies of OSS, SSU, and CIG/OSO, as well as the impact each had upon forging a professional culture among their respective staff are also reviewed.The following four topical subchapters trace the development of those units and sections of OSS, SSU, and CIG/OSO responsible for gathering and evaluating secret intelligence in and on Austria and Central Europe from May 1944 until May 1947.Foremost among the personalities sketched in the case study are Alfred C. Ulmer Jr., and Richard M. Helms. Both enjoyed (uninterrupted) careers within OSS, SSU, CIG/OSO, and CIA. Ulmer would rise from a reports officer in OSS to Chief of SSU Austria and the CIA’s first Chief of Station in Vienna. Between 1944 and 1947, Helms moved from Operations Officer to Chief of CIG/OSO’s and later CIA’s Central European Branch. He would later serve from 1966-1973 as Director of Central Intelligence.Attention is paid throughout the case study to how the intelligence units and their personnel developed, evolved, adapted, and responded to requirements either proactively believed to be of value, requested by customers, and/or dictated by institutional superiors or managers. OSS, SSU, and CIG/OSO units tasked with Central Europe both in the U.S. capital and in Austria are shown to have been more structured and efficient than believed with their personnel neither amateurish nor unprofessional. Standards and operating procedures were honed during the war, while expertise and a keen awareness of geopolitical realities were fostered.submitted by Duncan BareDissertation Universität Graz 2025Zusammenfassung auf EnglischArchivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet AT-OeNB pdage
Selected contributions to empirical energy market research
Diese Dissertation untersucht das Zusammenspiel von Sustainable Finance, der Ausgestaltung von Strommärkten und dem aufkommenden Markt für grünen Wasserstoff, mit dem übergeordneten Ziel, wirtschaftliche und systemrelevante Pfade zur Dekarbonisierung zu identifizieren. Sie besteht aus drei eigenständigen, jedoch thematisch verbundenen Veröffentlichungen, die jeweils unterschiedliche methodische Ansätze nutzen, um zentrale Aspekte der Energiewende zu analysieren. Die erste Arbeit verwendet einen systematische Literaturüberblick zur Untersuchung von Strompreisbildungsmechanismen im europäischen Day-Ahead-Markt. Anhand eines strukturierten Vergleichs von Uniform Pricing, Discriminatory Pricing und dem Vickrey-Clarke-Groves-Mechanismus werden ökonomische und politische Trade-offs unter den strukturellen Besonderheiten von Strommärkten – etwa unelastische Nachfrage und Nicht-Speicherbarkeit – aufgezeigt. Die zweite Arbeit verfolgt einen finanziell fundierten, empirischen Ansatz. Sie kombiniert ein globales Datenset zu angekündigten Wasserstoffprojekten mit granularen Daten zur exakten Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien weltweit. Mittels eines auf dem Net-Present-Value basierenden Modells zur Berechnung der Levelized Cost of Hydrogen (LCOH) wird die Wirtschaftlichkeit auf Projektebene unter realen Rahmenbedingungen bewertet. Dieser Ansatz ermöglicht eine differenzierte Bewertung des Einflusses von erneuerbarem Potential, Projektkonfiguration und Finanzierungskosten auf die Investitionsattraktivität weltweit. Die dritte Arbeit nutzt ein vergleichendes Modell mit europäischem Fokus. Empirische Projektdaten werden mit stündlichen Strompreisen und netzbezogenen Emissionsfaktoren verknüpft, um sowohl Kosten als auch Umweltwirkungen von grünem und gelbem Wasserstoff zu bewerten. Ein marktbasierter Proxy-Ansatz bildet reale Finanzierungskonditionen ab, indem länderspezifische Kapitalkosten mit Hilfe des Anleihen- und Aktienmarktes hergeleitet werden, und so ein praxisnahes Bild der beiden Produktionsmöglichkeiten sowie notwendiger politischer Strategien gegeben wird. Durch die Verbindung von Regulierungsanalyse, finanzbasierter investitionsorientierter Modellierung und empirischer sowie marktbasierter Bewertung leistet die Dissertation einen facettenreichen Beitrag zur Bewertung von Technologien, sowohl relevant für die Energiewirtschaft als auch Sustainable Finance.This dissertation investigates the intersection of sustainable finance, electricity market design, and the emerging economics of green hydrogen, with the overarching goal of identifying financially viable and system-relevant pathways to decarbonization. It consists of three standalone yet thematically connected research papers, each applying a distinct methodological approach to examine different facets of the energy transition. The first paper uses a systematic literature review to analyze electricity pricing mechanisms in European day-ahead markets. Through a structured comparison of uniform, discriminatory, and Vickrey-Clarke-Groves pricing rules, it explores their economic and political trade-offs under the structural constraints of electricity systems, such as demand inelasticity and non-storability. The second paper applies a financially grounded, empirical methodology, combining a high-resolution global dataset of green hydrogen projects with renewable energy resource mapping. It employs a net present value, based Levelized Cost of Hydrogen model to assess project-level cost competitiveness under real-world deployment conditions. This approach enables a granular evaluation of how local energy inputs, project scale, and financing parameters influence investment feasibility across global contexts. The third paper adopts a data-driven, comparative modelling framework focused on Europe. It integrates empirical project data with hourly electricity prices and hourly national grid carbon intensities to assess both the cost and environmental performance of green and yellow hydrogen production. A market-based proxy assessment is used to reflect real financing conditions through country-level capital cost estimates derived from observed bond and equity markets, offering a realistic lens on project bankability and policy trade-offs. By combining regulatory analysis, investment-focused financial modelling, and market-based empirical assessments, the dissertation contributes a multidimensional evaluation framework that bridges the gap between energy economics and sustainable finance.Felix Weißensteiner, B.A.(Econ.) BSc MScKumulative Dissertation aus drei ArtikelnDissertation Universität Graz 2025Archivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet AT-OeNB pdage
Impact of different lawn mowing types on the oribatid and gamasid mite fauna
Bodenmilben wie Hornmilben (Oribatida) spielen eine entscheidende Rolle für die Funktionsweise von Ökosystemen, dennoch wird der Einfluss gängiger Rasenpflegepraktiken auf sie häufig übersehen. In dieser Arbeit wird untersucht, wie drei Mähregime – konventionell (wöchentliches Mähen), robotergesteuert durch Mähroboter (tägliches automatisiertes Mähen) und nur einmal jährlich (Futterwiesen/Weiden) – die Artenvielfalt und Häufigkeit der Oribatida sowie das Vorkommen der Raubmilben (Gamasina) beeinflussen. Bodenproben wurden an neun Standorten (jeweils drei pro Rasentyp) im Herbst (November 2024) und im Frühjahr (April 2025) mit jeweils zwei Proben pro Saison pro Standort entnommen. Die Milben wurden anschließend mittels „Berlese-Tullgren-Trichtern“ extrahiert. Die Ergebnisse zeigten, dass Futterwiesen/Weiden die vielfältigsten Hornmilben-Populationen fördern, mit 46 Arten und 990 Individuen, was darauf hindeutet, dass seltenes Mähen die Biodiversität begünstigt. Im konventionellen Rasen wurde zwar eine geringere Artenvielfalt als im robotergemähten Rasen festgestellt, jedoch eine höhere Individuenzahl pro Art. Häufige Arten waren Achipteria coleoptrata in Futterwiesen, Scheloribates laevigatus im konventionellen Rasen und Tectocepheus velatus im robotergemähten Bereich. Gamasina wurden an allen Standorten nachgewiesen, ihre Abundanz korrelierte jedoch mit der Komplexität der Vegetation und der Bodenstruktur, die beide durch seltenes Mähen begünstigt werden. Saisonale Unterschiede waren gering, was auf relativ stabile Gemeinschaften in den Erhebungszeiträumen hinweist. Diese Ergebnisse unterstreichen den ökologischen Wert von Mähpraktiken mit geringer Intensität für den Erhalt der Bodenbiodiversität in gepflegten Grünflächen.* *Übersetzt mittels ChatGPT.Soil mites such as Oribatida play a crucial role in ecosystem functioning, yet the impact of common lawn management practices on them is often overlooked. This thesis examines how three mowing regimes - conventional (weekly mowing), robotic (daily automated mowing), and no big human influence (hay meadow) - affect the species richness and abundance of Oribatida and the abundance of Gamasina. Soil samples were collected from nine locations (three per lawn type) in both autumn (November 2024) and spring (April 2025) with two samples each season per location. Mites were extracted using Berlese-Tullgren funnels. The abundance of oribatid mites were higher in hay meadow locations (99.000 Ind./m2) and lower in conventional lawnmower locations (24.700 Ind./m2) and robotic lawnmower locations (41.600 Ind./m2). Results revealed that hay meadows supported the most diverse oribatid communities, with 46 species and 990 individuals, suggesting that infrequent mowing fosters biodiversity. While in the conventional lawn type lower species diversity in comparison to the robotic lawnmower type was found, the abundance of individuals per species is higher. Most dominant species included Achipteria coleoptrata in hay meadows, Scheloribates laevigatus in conventional lawns, and Tectocepheus velatus in robotic-mowed areas. Gamasina were present across all sites, but their abundance correlated with vegetation complexity and soil structure, both favoured by minimal mowing. Seasonal differences were minor, indicating relatively stable communities across sampling periods. These results underscore the ecological value of low intensity mowing practices for conserving soil biodiversity in managed green spaces.submitted by Anna HojasMasterarbeit Universität Graz 2025Enthält Zusammenfassung in deutscher Sprach
Desire for late parenthood : ethical reflections on the justification of age limits in reproductive medicine based on the bioethical principles of beauchamp and childress
Späte Elternschaft stellt eine wachsende gesellschaftliche Realität dar, die durch Fortschritte in der Reproduktionsmedizin zunehmend unterstützt wird. In dieser Arbeit werden ethische Fragestellungen im Zusammenhang mit dem späten Kinderwunsch anhand der vier medizinethischen Prinzipien nach Beauchamp und Childress – Autonomie, Fürsorge, Nichtschaden und Gerechtigkeit – untersucht. Zentrales Thema ist die Abwägung zwischen dem Wunsch nach biologisch eigenen Kindern und den damit verbundenen medizinischen Risiken sowie sozialen und ethischen Bedenken. In die Überlegungen werden auch die Rolle von medizinischen Reproduktionstechnologien, die Hintergründe der späten Mutterschaft und alternative Möglichkeiten zur Erfüllung des Kinderwunsches einbezogen. Die Reflexionen werden durch die rechtliche Lage in Österreich umrahmt, die sich vor allem durch das Fortpflanzungsmedizingesetz und das IVF-Fonds-Gesetz gestaltet, außerdem wird ein Überblick über die internationale gesetzliche Lage gegeben. Es wird argumentiert, dass Kinderwunschbehandlungen im (post)menopausalen Alter individuelle Risikobewertungen benötigen sowie dass das Thema später Kinderwunsch tief in gesellschaftlichen Strukturen und sozialen Normen sowie Erwartungshaltungen verankert ist.Late parenthood is a growing social reality that is increasingly supported by advances in reproductive medicine. This paper examines ethical issues related to late parenthood based on Beauchamp and Childress's four principles of medical ethics - autonomy, beneficence, non-maleficence and justice. The central aspect is the balancing act between the desire to have biological children and the associated medical risks as well as social and ethical concerns. The role of medical reproductive technologies, the background to late motherhood and alternative ways of fulfilling the desire to have children are also included in the considerations. The reflections are framed by the legal situation in Austria, which is primarily shaped by Fortpflanzungsmedizingesetz and IVF-Fonds-Gesetz, additionally an overview of the international law is given. It is argued that fertility treatments in (post)menopausal women require individual risk assessments and that the issue of late childbearing is deeply rooted in social structures, social norms and expectations.vorgelegt von Susanne Maurer, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Comorbidity of reading difficulties during school age : challenges and intervention approaches for reading and social-emotional development
Bereits in der Grundschule zeigt ein großer Anteil an Schüler*innen Schwierigkeiten beim Erwerb der Lesefähigkeiten, die meist während der gesamten Schulzeit bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben. Diese Leseschwierigkeiten wirken sich oftmals negativ auf das soziale und emotionale Wohlbefinden aus und äußern sich beispielsweise in einem geringeren Selbstwert und in einem geringeren Leseselbstkonzept. Zusätzlich weisen Schüler*innen mit Leseschwierigkeiten diverse Lernvoraussetzungen auf, da häufig eine Komorbidität mit sozial-emotionalen Schwierigkeiten (z.B. Ängste oder Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen) besteht. Diese Komorbidität bleibt in Interventionsansätzen meist unberücksichtigt, da ausschließlich die Verbesserung der Lesefähigkeiten im Fokus steht.Die vorliegende Dissertation zeichnet sich durch verschiedene methodische Zugänge aus (Multiple Einzelfallstudie, Interviewstudie, Scoping Review und quantitative Fragebogenstudien). Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Komorbidität von sozial-emotionalen Schwierigkeiten und dem Einfluss auf das Lesen(lernen), den schulischen Herausforderungen von Schüler*innen mit Leseschwierigkeiten und den Interventionsmöglichkeiten bei bestehender Komorbidität. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für die Komorbidität und die sozial-emotionalen Auswirkungen von Leseschwierigkeiten während der Schulzeit zu schaffen. Die Ergebnisse zeigen, wie eine Selbsteinschätzung sozial-emotionaler Schwierigkeiten unter Berücksichtigung von Leseschwierigkeiten in einem digitalen Screeninginstrument und einem Printfragebogen umgesetzt werden kann, die die Basis für Interventionsmöglichkeiten bilden. Zudem wurde festgestellt, dass eine Komorbidität von Lese- und sozial-emotionalen Schwierigkeiten schon am Ende der ersten Klasse mit geschlechtsspezifischen Unterschieden auftreten kann und dass unterschiedliche Faktoren die Lesefähigkeiten beeinflussen. Die erlebten Herausforderungen und protektiven Faktoren verdeutlichen die Vielfalt der schulischen und familiären Einflussfaktoren. Diese Erkenntnisse bildeten die Grundlage für das im Projekt Lubo-LRS entwickelte Präventionsprogramm zur Förderung sozial-emotionaler Fähigkeiten von Schüler*innen mit Leseschwierigkeiten zu Schulbeginn. Aus den Implikationen dieser Dissertation kann geschlussfolgert werden, dass Schüler*innen mit Leseschwierigkeiten individuelle Profile aufweisen, die von einem komplexen Zusammenspiel personenzentrierter und umweltbezogener Faktoren geprägt sind. Dies erfordert ein symptomspezifisches Vorgehen bei der Unterstützung und Interventionen, bei denen besonders sozial-emotionale Fähigkeiten zusätzlich zu den Lesefähigkeiten Berücksichtigung finden sollten.Many students encounter challenges in acquiring reading skills, even at primary school. These difficulties usually persist throughout their educational pathways into adulthood. Consequently, reading difficulties can significantly affect social and emotional well-being, often manifesting as lower self-esteem and a reduced reading-related self-concept. Additionally, social-emotional difficulties (e.g., anxiety or attention deficit hyperactivity disorder) frequently co-occur with reading difficulties, resulting in diverse learning prerequisites among students. However, most intervention approaches tend to focus exclusively on improving reading skills, without considering the impact of comorbidity. This PhD thesis employs a range of methodological approaches, including a multiple case study, an interview study, a scoping review and quantitative questionnaire studies. Specifically, the focus is on the comorbidity of reading and social-emotional difficulties and their impact on reading (acquisition), academic challenges of students with reading difficulties and intervention strategies. The aim is to develop a nuanced understanding of comorbidity and the social and emotional effects of reading difficulties during school years. Results present the development and refinement of self-assessments for social-emotional skills in early school years, taking reading difficulties into account. One instrument is offered as a digital approach, while the other is implemented as a print questionnaire. These instruments can subsequently be used to guide intervention strategies. Additionally, the findings indicate that the comorbidity of reading and social-emotional difficulties can emerge by the end of first grade, with gender-specific differences observed and various factors influencing the development of reading skills. Both school and family environments demonstrate distinct challenges and protective factors for students with reading difficulties. These findings served as the foundation for the prevention program of the Lubo-LRS project, which aims to promote the social-emotional skills of students with reading difficulties from an early stage. The implications of the PhD thesis indicate that students with reading difficulties have individual profiles shaped by a complex interplay of personal and environmental factors. This requires tailored interventions that address both social-emotional and reading skills.Katharina PrinzZusammenfassungen auf Deutsch und EnglischDissertation Universität Graz 2025Archivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet AT-OeNB pdage
Music making the myth : collective memory of the battle of Košare through three case studies of Serbien songs using Critical Discourse Analysis
Die folgende Masterarbeit ist eine kritische Diskursanalyse von drei serbischen Liedern, die die Schlacht von Košare thematisieren. Vila sa Košara, Junaci sa Košara und Kosovo, Košare, Gazimestan. Im Rahmen von Studien zum kollektiven Gedächtnis und zum Nationalismus wird analysiert, welche Art von Diskurs diese Lieder durch die Verwendung von Topoi und die Erforschung der in den Werken von Ivan Čolović definierten Symbolik erzeugen. Die Musik spielt eine besondere Rolle bei der serbischen Nationsbildung und wird als ein Medium betrachtet, das intensiver als andere Medien auf das kollektive Gedächtnis einwirkt. Diese Lieder stellen einen Teil dieses laufenden Prozesses dar. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Schlacht von Košare zu einem neuen serbischen Nationalmythos wird, der ständig mit dem zentralen serbischen Mythos des Kosovo verglichen wird und sich gegenseitig nährt und verstärkt. Lieder begleiten die von den politischen Eliten produzierte Erinnerungsverbreitung und fungieren gleichzeitig als Instrument zur Stärkung der Nation, zur Verleugnung der serbischen Kriegsverbrechen und zur Wiederherstellung des Nationalstolzes. Košare wird als ein serbisches Heldenepos von zahlenmäßig unterlegenen Soldaten erzählt, wobei die Ursprünge des Kosovo-Krieges und sein breiterer Kontext völlig verschwiegen werden, der als reiner Verteidigungskampf und Teil der jahrhundertelangen serbischen Befreiungskriege dargestellt wird. Darüber hinaus hat die Forschung gezeigt, dass Ethnomusik, vorgetragen von hingebungsvollen, frommen und konservativen Sängerinnen, zur neuen bevorzugten Form der serbischen Nationalismusbildung geworden ist.The following master's thesis presents a critical discourse analysis of three Serbian songs that thematize the Battle of Košare. Vila sa Košara, Junaci sa Košara and Kosovo, Košare, Gazimestan. Framed as both collective memory and nationalism studies, it analyzes the kind of discourse these songs produce through the use of topoi and the exploration of symbolism, as defined in works by Ivan Čolović. Music plays a specific role in Serbian nation-building and is considered to work more intensively on collective memory than other forms of media. These songs present part of this ongoing process. The findings confirm that the Battle of Košare is becoming a new Serbian national myth, constantly compared to the central Serbian myth of Kosovo, which feeds and strengthens each other. Songs go along with the memory dissemination produced by political elites while also working as a nation-strengthening tool, an evasion tool of Serbian war crimes, and a return of national pride. Košare is narrated as an epic Serbian heroism of outnumbered soldiers, with complete silence of the origins of the Kosovo war and its broader context, framed as an entirely defensive struggle, part of centuries-long Serbian liberation wars. Additionally, research has shown that ethno music performed by devoted, pious, and conservative female singers has become the new preferred form of Serbian nationalism building.submitted by Aljoša RebračaMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Englisc
Psychosocial Counseling in Austria
Psychosoziale Beratung ist in Österreich als eigenständige, professionelle Dienstleistung etabliert. Sie richtet sich an psychisch gesunde Personen bzw. an gesunde Anteile von Personen mit psychischen Erkrankungen und zielt darauf ab, Selbstermächtigung zu fördern, Möglichkeitsräume zu eröffnen und Entwicklungsprozesse zu begleiten. Ihr Vorgehen ist kontextsensibel, ressourcenorientiert und auf die jeweiligen Lebenslagen der Klient:innen abgestimmt. Vor dem Hintergrund wachsender gesellschaftlicher Komplexität, psychischer Belastungen und eines zunehmenden Bedarfs an Orientierung kommt psychosozialer Beratung bereits heute eine wesentliche Rolle in der psychosozialen Versorgungslandschaft Österreichs zu. Zugleich werden Fragen ihrer professionellen Abgrenzung verstärkt relevant, da sich der Beratungsmarkt zunehmend durch Angebote mit unklarer fachlicher Grundlage ausdifferenziert. Ziel der Arbeit ist es, psychosoziale Beratung im österreichischen Kontext konzeptionell zu erfassen, professionspolitisch zu verorten und ihre gesellschaftliche Bedeutung herauszuarbeiten. Im Rahmen einer narrativen Literaturübersicht werden zentrale Merkmale, theoretische Grundlagen und strukturelle sowie zeitliche Rahmenbedingungen untersucht. Berücksichtigt werden zudem disziplinäre Grenzziehungen sowie äußere Zuschreibungen, die das Beratungsfeld prägen. In der Verbindung psychischer und sozialer Dimensionen zeigt psychosoziale Beratung ihr spezifisches Profil als professionelles, theoretisch fundiertes und zugleich lebensnahes Angebot, das individuelle wie gesellschaftliche Prozesse begleitet und mitgestaltet. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur Sichtbarmachung und Profilschärfung psychosozialer Beratung in Österreich.Psychosocial counseling is established in Austria as an independent, professional service. It addresses psychologically healthy individuals as well as the healthy aspects of those with mental health conditions, aiming to promote self-empowerment, open up spaces for possibility, and support developmental processes. Its approach is context-sensitive, resource-oriented, and tailored to the specific life situations of its clients. In light of growing societal complexity, mounting psychological strain, and an increasing need for orientation, psychosocial counseling already plays a significant role within Austria’s mental health care system. At the same time, questions regarding its professional distinction are receiving greater attention, as the counseling landscape becomes more and more shaped by services lacking clear professional foundations. This thesis aims to conceptualize psychosocial counseling within the Austrian context, to situate it in terms of professional policy, and to highlight its societal relevance. Drawing on a narrative literature review, it outlines key characteristics, theoretical foundations, and both structural and temporal aspects of professional practice. It also considers disciplinary boundaries and external attributions that influence the field. By combining psychological and social dimensions, psychosocial counseling reveals its distinct profile as a theoretically grounded yet practical form of support that not only accompanies individual life situations but also contributes to shaping broader societal developments.Nina SchwarzMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Negotiating Rösselmühle : memory, identity anchor and struggle for the future on the other side of the river
Die kulturwissenschaftliche Masterarbeit untersucht am Beispiel der stillgelegten Grazer Rösselmühle den Einfluss von Gedächtnisprozessen auf die zukünftige bauliche Ausgestaltung und soziale Nutzung des ehemaligen Industrieareals. Die Forschung basiert auf einem kollaborativen Studienprojekt und verwendet qualitative ethnografische Methoden, darunter Interviews (geführt 2023), teilnehmende Beobachtung und die Analyse des öffentlichen Diskurses zwischen 2023 und 2025. Es werden sowohl die Arbeitswelt und Unternehmenskultur der Mühle vor ihrer Schließung als auch die Beziehungen zur Nachbarschaft in dieser Zeit bis heute beleuchtet. Sie betrachtet dabei insbesondere das kollektive Gedächtnis der letzten Mühlenbelegschaft und von AnwohnerInnen aus dem umliegenden Stadtteil Gries. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Rösselmühle im kollektiven Gedächtnis sehr präsent ist und als Identitätsanker für die Menschen im Viertel dient. Der Diskurs um ihre Zukunft ist ein Aushandlungsprozess, der von widerstreitenden Interessen zwischen ökonomischen Entwicklungszielen (z. B. Wohnbau als Investition) und dem Erhalt des kulturellen Erbes in Zusammenhang mit Wünschen der sozialen Nutzung geprägt ist. Die beteiligten Akteure am Aushandlungsprozess sind u.a. EigentümerInnen, die Stadt und Bürgerinitiativen sowie deren unterschiedlichen Positionen und Emotionen. Es zeigen sich Machtungleichgewichte und Herausforderungen bei der umfassenden BürgerInnenbeteiligung, insbesondere für marginalisierte Gruppen. Abschließend wird das Potenzial einer Revitalisierung der Gebäude unter Berücksichtigung des kulturellen Erbes und möglicher bürgerlicher Teilhabe diskutiert. Die Arbeit versteht sich als eingreifende Wissenschaft, die sich kritisch in den Diskurs einbringt und Perspektiven sichtbar macht, die über rein quantitative Analysen hinausgehen. Sie leistet einen Beitrag zum Verständnis, wie vergangene industrielle Arbeitswelten in kulturellen baulichen Artefakten fortleben und die Zukunft von Stadträumen beeinflussen.This cultural studies master's thesis examines the influence of memory processes on the future architectural design and social use of the former industrial site of the now-closed Rösselmühle in Graz. Using the Rösselmühle as a case study, the research is grounded in a collaborative academic project and employs qualitative ethnographic methods, including interviews (conducted in 2023), participant observation and analysis of public discourse from 2023 to 2025. The study explores both the working environment and corporate culture of the mill prior to its closure as well as its relationships with the surrounding neighborhood during this time up to the present day. Special focus is placed on the collective memory of the last mill workforce and residents of the adjacent Gries district.The research findings indicate that the Rösselmühle holds a prominent place in local collective memory and serves as an anchor of identity for the community. The discourse surrounding its future is shaped by a negotiation process marked by conflicting interests—between economic development goals (e.g., housing as investment) and the preservation of cultural heritage tied to aspirations for socially oriented uses. The actors involved in the negotiation process include property owners municipal authorities and citizen initiatives, as well as their different positions and emotions. Power imbalances and challenges in comprehensive citizen participation are evident, especially for marginalized groups.The thesis concludes by discussing the potential for revitalizing the site’s buildings in a way that honors cultural heritage while enabling civic engagement. Positioned as engaged scholarship, this work critically intervenes in the ongoing discourse, bringing to light perspectives that extend beyond purely quantitative analyses. It contributes to our understanding of how industrial work environments of the past persist through cultural architectural artifacts, shaping the future of urban spaces.vorgelegt von Jonathan CoenenMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in deutscher und englischer Sprach