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Pottery and ceramic objects from Pheneos from the 1st millennium BC : observations on the material culture of a northeast-arcadian Polis
Die Dissertation mit dem Titel „Die Keramik des 1. Jahrtausends v. Chr. aus Pheneos. Beobachtungen zur materiellen Kultur einer nordostarkadischen Polis“ untersucht auf makroskopischer Basis die im ersten vorchristlichen Jahrtausend im Tal von Pheneos, Arkadien/Peloponnes, hergestellten Gefäße und sonstigen Gegenstände aus Keramik. Es werden 37 lokale Scherbentypen unterschieden, aus denen lokale Töpfer:innen zwischen geometrischer und hellenistischer Zeit ein breites Spektrum an Gefäßen, allen voran diverse Formen von Gießgefäßen, Schalen, Schüsseln und Mischgefäßen sowie Tellern, und Gegenständen, darunter Webgewichte, Perirrhanterien, Miniaturgefäße und Baukeramik, produzierten. Die an diesen Artefakten beobachtete Oberflächengestaltung, die im Wesentlichen durch den Auftrag von zu verschiedenen Farben gebranntem Überzug erfolgte, wird besprochen. Die morphologischen Eigenschaften sowie allfälliger Dekor der lokal produzierten Gefäße und Gegenstände werden vorgestellt sowie die Veränderung dieser Eigenschaften, aber auch des Repertoires als Gesamtes, beschrieben. Soweit dies über makroskopische Untersuchungen gelingen kann, werden weiters Materialuntersuchungen zu den verwendeten Rohstoffen und Herstellungstechniken besprochen. Da die Dissertation im Rahmen eines FWF-geförderten Projektes unter dem Titel „6.500 Jahre Einsamkeit? Diachrone Keramikstudien in Arkadien“ (P 34385) zustande kam, wird weiters ein Ausblick über die zurzeit andauernden naturwissenschaftlichen Untersuchungen am vorgelegten Material in Verbindung mit einem geologischen Survey innerhalb des Tals von Pheneos geboten und diskutiert, inwiefern die Resultate der petrographischen Dünnschliffanalyse, der SEM-EDS-Analyse sowie der INAA die in der vorgelegten Arbeit vorgestellten Erkenntnisse ergänzen oder modifizieren werden. Die anhand der makroskopischen Untersuchungen am Material sowie anhand der archäologischen Untersuchung der keramischen Gefäße und Gegenstände, die auf makroskopischer Basis als lokal bewertet werden, kann die vorgelegte Arbeit technologische und kulturelle Verbindungen zu anderen keramikproduzierenden Orten bzw. Gegenden insbesondere auf der Peloponnes darstellen und daraus erste Modelle zur geographischen und kulturellen Stellung von Pheneos innerhalb der Nordostpeloponnes ableiten. Dabei zeigt sich eine stark ausgeprägte, in spätklassischer und hellenistischer Zeit fast exklusive, Orientierung an Korinth bzw. keramikproduzierenden Orten in deren kulturellem und technologischem Nahbereich, die gelegentliche Impulse aus Arkadien und der Argolis, vor allem in spätgeometrischer und archaischer Zeit aber auch aus Lakonien, ergänzen. Gleichzeitig stellt die vorgelegte Arbeit einige Phänomene heraus, die zurzeit als lokal zu bewerten sind, darunter die Herstellung des hier sogenannten „krateroiden Skyphos“ sowie die Verwendung von Überzug und Bemalung in Rottönen bereits in vorhellenistischer Zeit.The doctoral thesis entitled “Pottery and Ceramic Objects from Pheneos from the 1st Millennium BC. Observations on the Material Culture of a Northeast-Arcadian Polis” was written as part of the FWF-funded project "6,500 Years of Solitude? Investigating Pottery from Pheneos" (P 34385). The thesis examines on a macroscopic basis the ceramic vessels and other objects produced in the valley of Pheneos, Arcadia/Peloponnese. The author distinguishes a total of 37 local pottery fabrics. From these, local potters throughout the first millennium BC produced a wide range of ceramic vessels, e. g. various shapes of pouring and mixing vessels, cups, bowls, and plates, as well as ceramic objects, e. g. loom weights, perirrhanteria, miniature vessels, and architectural ceramics. The surface finish observed on local pottery consists mainly of slips and painted decoration, which was fired to various colours. The thesis offers a discussion of the morphological features and surface finishes found in general on the local pottery, while also discussing the changes in vessel shapes and decorations, as well as changes in the repertoire as a whole, from the Geometric to the Hellenistic period.The macroscopic examinations in this thesis also comprise an analysis of production techniques and the raw materials used by local potters, as far as their study is possible macroscopically. Additionally, the expected results from currently on-going archaeometric analyses are described, which were conducted in the frame of the FWF-funded project "6,500 Years of Solitude?”, which include a geological survey of the Pheneos valley as well as thin-section petrography, SEM-EDS and INAA of ancient pottery. It is discussed how, and why, the results from these analyses can for one part supplement, for another part modify the findings presented in this thesis. The author bases her results on the macroscopic investigations of the material and the archaeological examination of the local pottery and ceramic objects and shows technological and cultural connections to other manufacturing sites, particularly within the Peloponnese. From this, the author derives an initial model for the geographical and cultural position of Pheneos within the northeast Peloponnese. A strong orientation towards Corinth and other pottery-producing sites in cultural and technological vicinity to Corinth becomes obvious, which in the Late Classical and Hellenistic periods is almost exclusive. Additionally, there are minor impulses from Arcadia and the Argolis, while especially in the Late Geometric and Archaic periods, also influences from Laconia can be observed. At the same time, the thesis highlights a number of phenomena that are currently regarded as local, such as the so-called “monumental skyphos” or the use of slips and paints in reddish colours already before the Hellenistic period.eingereicht von Regina Natalie Klöckl-ZorićDissertation Universität Graz 202
Decarbonisation through cultivation: a technological innovation systems analysis of microalgae in Europe
Die ökologische Krise erfordert den raschen Übergang zu nachhaltigeren Technologien. Mikroalgen zeichnen sich durch hohe Wachstumsraten und Ressourceneffizienz aus und könnten als multifunktionale Bioressource zu Gesundheit, Umwelt, Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung beitragen. Dennoch bleibt der europäische Mikroalgensektor auf hochwertige Nischenprodukte beschränkt. Um die zugrunde liegenden systemischen Barrieren für die Skalierung und Integration zu analysieren, wurde in dieser Arbeit eine Technologische Innovationssystemanalyse (TIS) auf Basis von 14 Experteninterviews durchgeführt. Die Analyse ergab Stärken in Wissensentwicklung und Forschung, während Marktbildung, Ressourcenmobilisierung und Legitimation schwach ausgeprägt sind. Die größten Herausforderungen liegen in unzureichenden Daten, hohen Kosten, fragmentierter Regulierung, geringer Bekanntheit und institutionellen Nachteilen. Daraus abgeleitet ergeben sich fünf strategische Handlungsfelder, um Nachhaltigkeit, Diversifizierung, Transparenz, vorausschauende Planung und Akzeptanz zu fördern. Künftige Forschungsarbeiten könnten regionale Fallstudien, Vergleiche mit anderen Biotechnologien, dezentrale Produktion und die Einbeziehung europäischer Überseegebiete untersuchen. Die Arbeit hat gezeigt, dass Mikroalgen ein interessantes Fallbeispiel für die Anwendung des TIS-Ansatzes darstellen.The ecological crisis demands rapid development of sustainable innovations. Microalgae are valued for their high growth rates and resource efficiency, and could act as a multifunctional bioresource supporting health, the environment, circularity, and decarbonization. However, the European microalgae sector remains small and confined to high-value niches. This study analyses the systemic barriers to its upscaling and integration. The Technological Innovation Systems (TIS) framework was applied, focusing on upstream cultivation, using a literature review and 14 semi-structured expert interviews. The analysis found strong knowledge development and research, while weak market formation, resource mobilisation and Legitimation. Key barriers to the system are insufficient data, high costs, fragmented regulation, low awareness and institutional alignment. Five policy goals are suggested to strategically develop anticipatory governance, sustainability, diversity, transparent information and legitimacy. Future research could examine regional case studies, comparative analyses with other bioresources, and the integration of Overseas Territories and decentralisation. The thesis demonstrated that microalgae provide an intriguing subject for applying the TIS framework.Author: Aron DieningMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Which role did Caravaggism play in Valentin de Boulognes works? : trial of an analysis based on a selection of his paintings as examples
Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich sieben Werke des Künstlers Valentin de Boulogne untersucht, um herauszufinden, welche Rolle der Caravaggismus für sein Schaffen gespielt hat. Dabei hat sich gezeigt, dass einzelne Tendenzen und Entwicklungen dieser Strömung aufgegriffen wurden. Valentin übersetzte bestimmte Themen, Figurenkompositionen, Licht- und Schattenverhältnisse sowie natürliche Gestaltungsmethoden in seine eigene Bildsprache und schuf zutiefst menschliche Szenen. Die ruhigen und meist dunklen Räume wirken weniger inszeniert und perfektioniert als natürlich gegeben. In der Darstellung Dornenkrönung und Verspottung Christi von 1627/28 führt uns etwa der Soldat am linken Bildrand über seine emotionale Anteilnahme am Geschehen in die Handlung ein. Es entsteht ein Eindruck von Zugänglichkeit und Nahbarkeit. Der Bildraum scheint sich dem Betrachter förmlich zu öffnen. Durch die schiere Menge an Informationen war es nicht möglich, zu einem vollständigen Ergebnis zu gelangen, jedoch konnten einzelne Entwicklungen erkannt werden.In the course of my master‘s thesis I analysed seven works which were created by the artist Valentin de Boulogne in order to find out which role the caravaggism played in his creations. As a result of these investigations it has been revealed that some of the tendencies and developments of this art movement were been taken up and used. Valentin transmitted and decoded certain issues, figure compositions, lighting and shadowing conditions and natural techniques of design in his own pictorial language and created deeply human scenes. The calm and in most of the cases dark rooms don’t seem to have been stage-managed or opimized, but natural. In the representation Dornenkrönung und Verspottung Christi from 1627/28 a soldier situated in the left corner of the picture introduces the scene with his emotional sympathy creating in this way an impression of accessibility and approachability. The image space seems to have opened literally towards the observer. Due to the huge quantity of information it was not possible to get a complete result. However, it has been managed to reveal and to show some essential tendencies.vorgelegt von Sophie-Elisabeth SimonMasterarbeit Universität Graz 202
Dossier online / Raphaela Edelbauers Das flüssige Land : Ein Anti-Heimatroman oder Anti-Heimat-Roman?
LiTheS / Kanon und Literaturgeschichtsschreibung : Internationale Bibliographie germanistischer, komparatistischer und kulturwissenschaftlicher Forschungsliteratur bis 2025
Jahrbuch für Politik Steiermark 2025 / Poier, Klaus ; Stelzl-Marx, Barbara ; Dolezal, Martin ; Praprotnik, Katrin / Die steirischen Gemeindefinanzen : Herausforderungen und Ausblick
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Österr. Religionspädagogisches Forum / „Schulkatechese“ im Spannungsfeld vonPatriotismus und Nationalismus : Zur ambivalenten Rolle des katholischen Religionsunterrichts für die Bildung des Demokratischen in Polen
Der Beitrag analysiert die Rolle des katholischen Religionsunterrichts in Polen im Spannungsfeld zwischen Patriotismus und Nationalismus. Ausgehend von den historischen Ereignissen, die zur anhaltenden Verflechtung des Katholizismusmit der polnischen Identität beigetragen haben, wird aufgezeigt, wie schmal der Grat zwischen patriotischen und nationalistischen, oft christlich motivierten Tendenzen ist und wie sich diese Problematik im Religionsunterricht widerspiegelt.Dabei werden – bezogen auf die aktuelle Konzeptualisierung des Religionsunterrichtsals „Schulkatechese“ und im Hinblick auf seine curricularen Vorgaben – inhaltliche Schwerpunkte mit polenzentrierten Narrativen und Heldenbildernidentifiziert, die nationalismusfördernd wirken können. Die theoretische Reflexion schließt mit Impulsen, wie durch eine kritischere und inklusivere Gestaltung des Religionsunterrichts Nationalismus entgegengewirkt und die Demokratieförderung gestärkt werden kann.The article analyses the role of Catholic religious education in Poland in the tension between patriotism and nationalism. Starting from the historical events that contributed to the enduring intertwining of Catholicism with Polish identity, itshows how narrow the line is between often Christian-motivated patriotic and nationalist tendencies and how this issue is reflected in religious education. It identifies thematic emphases on Poland-centred narratives and heroic images within the current conceptualisation of religious education as 'school catechesis'and in terms of its curriculum guidelines, which can promote nationalism. The theoretical reflection concludes with suggestions on how a more critical and inclusive approach to religious education can counteract nationalism and strengthen democracy promotion