50157 research outputs found
Sort by
The pincer wasps of Austria (Hymenoptera: Dryinidae)
Zikadenwespen (Hymenoptera: Dryinidae) sind eine in Österreich wenig erforschte Gruppe der Stechimmen (Aculeata). Die vorliegende Arbeit umfasst die erste Gesamtartenliste und die ersten genetischen Untersuchungen der aus Österreich bekannten Zikadenwespen.Der erste Teil der Arbeit enthält die faunistische Bearbeitung der Tiergruppe in Österreich. Ergänzend zu einer Literaturrecherche wurden Belegdaten der drei größten österreichischen entomologischen Sammlungen erhoben, zusammengefasst und durch Daten der privaten Sammlung Martin Schwarz und eigener Aufsammlungen ergänzt. Insgesamt wurden über 645 Belege gesichtet und deren Funddaten zur weiteren Auswertung digitalisiert. Die vorliegende Artenliste für Österreich umfasst 41 Arten, deren Vorkommen als gesichert anzusehen sind. Eine Art (Dryinus niger KIEFFER, 1904) wird als nicht gesichert gelistet und für zehn weitere Arten ist aufgrund der Gesamtverbreitung ein Vorkommen in Österreich potenziell möglich. Neun Arten werden erstmals für Österreich gemeldet: Aphelopus camus RICHARDS, 1939, Dryinus tarraconensis MARSHALL, 1868, Gonatopus rosellae CURRADO & OLMI, 1974, Gonatopus horvathi KIEFFER, 1906, Gonatopus planiceps KIEFFER 1904, Gonatopus solidus (HAUPT 1938), Bocchus slovacus STREJCEK, 1964, Gonatopus distinctus KIEFFER, 1906 und Mystrophorus formicaeformis RUTHE, 1859. Des Weiteren wurde eine bisher unbekannte Parasit-Wirt-Beziehung zwischen Bocchus slovacus STREJCEK, 1964 und Ommatidiotus dissimilis (FALLÉN) entdeckt.Der zweite Teil der Arbeit widmet sich dem DNA-Barcoding. Von 54 Tieren konnten DNA-Barcodes generiert und analysiert werden. Diese verteilen sich auf 15 bekannte Arten aus sechs Gattungen. Bei zwei dieser Arten, Gonatopus distinguendus KIEFFER 1905 und Gonatopus bicolor (HALIDAY 1828) wurden Hinweise auf kryptische Diversität gefunden.Pincer wasps (Hymenoptera: Dryinidae) are a family of stinging wasps (Aculeata), that have been little studied in Austria. The present work contains the first complete species list and the first genetic studies of the true hopper wasps known from Austria.The first part of the work deals with the faunistic study of this group in Austria. In addition to a literature research, specimen data from the three largest Austrian Museum collections were obtained, summarized and supplemented by data from the private collection of Martin Schwarz and personal collections. In total, more than 645 specimens were examined and digitized for further analysis. The present species list for Austria comprises 41 species whose occurrence within the country's borders can be considered as certain. One species (Dryinus niger KIEFFER, 1904) is listed as uncertain and ten species are listed as potentially occurring due to their overall distribution. Nine species are reported for Austria for the first time: Aphelopus camus RICHARDS, 1939, Dryinus tarraconensis MARSHALL, 1868, Gonatopus rosellae CURRADO & OLMI, 1974, Gonatopus horvathi KIEFFER, 1906, Gonatopus planiceps KIEFFER, 1904, Gonatopus solidus (HAUPT, 1938), Bocchus slovacus STREJCEK, 1964, Gonatopus distinctus KIEFFER, 1906 und Mystrophorus formicaeformis RUTHE, 1859. Furthermore, a previously unknown parasite-host relationship between Bocchus slovacus STREJCEK, 1964 and Ommatidiotus dissimilis (FALLÉN) was discovered.The second part of the work focuses on DNA barcoding. DNA barcodes were obtained from 54 animals. These are distributed among 15 known species from six genera. Within two of these species, Gonatopus distinguendus KIEFFER 1905 and Gonatopus bicolor (HALIDAY 1828), evidence of cryptic diversity was found.eingereicht von Lorenz Wido Gunczy, BSc.Masterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc
Promotion of empathy skills in residential facilities for child and youth welfare
Die vorliegende sozialpädagogische Forschung beschäftigt sich mit der Frage, wie die Empathiefähigkeit der in Graz und Graz-Umgebung fremduntergebrachten Kinder und Jugendlichen in den stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe von den Fachkräften gefördert wird. Erforscht wurde der Gegenstand anhand der qualitativen Inhaltsanalyse von 11 ExpertInneninterviews in Kombination mit dem Vergleich zwischen den ausgewählten Trainingsprogrammen zur Förderung der Empathiefähigkeit und den erhobenen Daten. Die Empathiefähigkeit der AdressatInnen wird hauptsächlich durch Methoden wie das Vorbildsein, die Deutung der Gefühlslagen sowie die Gesprächsführung, in die Alltagssituationen integrierend, fragmentarisch, implizit und im Rahmen der herausfordernden Situationen intervenierend gefördert. Die Verhaltensspiegelung, Rollenspiele und weniger die Anwendung von Bildmaterialien wurden ebenfalls in der Analyse identifiziert. Unter der Berücksichtigung der Hintergrundinformationen über die ExpertInnen, die AdressatInnen sowie die einrichtungsbezogenen Rahmenbedingungen wurden aus den bestehenden prozessaktivierenden und -hindernden Einflussfaktoren sowohl der Förderbedarf als auch der Bedarf nach dem Ressourcenaufbau erkannt.The present socio-pedagogical research deals with the question of how the empathycapability of children and adolescents placed in foster care in Graz and the surroundingarea is promoted by professionals in residential facilities for child and youth welfare. Thesubject was explored through qualitative content analysis of 11 expert interviewscombined with comparing selected training programs for promoting empathy capabilityand the collected data. The empathy capability of the recipients is primarily promotedthrough methods such as modelling, interpretation of emotional states, and conversationguidance, integrated into everyday situations, fragmentary, implicit, and interveningwithin challenging situations. Behavioural mirroring, role-playing and less so the use ofvisual materials were also identified in the analysis. Considering the backgroundinformation about the experts, the recipients, and the facility-specific conditions, both theneed for promotion and the need for resource building were recognized from the existingprocess-activating and inhibiting factors.Autorin: Jelena Gerendaj, B.A.Masterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
From talking about "family drama" to using the term "femicide" : changes in Austrian media from 2014 to 2023
Wer regelmäßig die Nachrichten konsumiert, kam in den letzten Jahren nicht um den Begriff Femizid umher. Dieser bezeichnet die patriarchal motivierte Tötung von Frauen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Im Rahmen der Forschungsfrage dieser Masterarbeit wurde erörtert, ob der Eindruck, dass sich die Berichterstattung über Femizide in Österreich verändert hat, wissenschaftlich untermauert werden kann. Als Quelle fungieren hierzu die zwischen 2014 und Juli 2023 veröffentlichten Artikel und Berichte der Austria Presse Agentur (APA). Die APA-Berichte werden von österreichischen Medien vielfach übernommen und somit verbreitet. Durch die von der APA bereitgestellten Beiträge lässt sich also ein breites Bild der Berichterstattung hierzulande zeichnen. Dabei zeigt sich klar, dass es seit Jänner 2014 in Österreich eine weitreichende Veränderung in der Berichterstattung über Femizide gab. Diese betreffen sowohl die Häufigkeit der medialen Veröffentlichungen zum Thema sowie die inhaltliche Zielsetzung und die Verwendung unterschiedlicher Begrifflichkeiten zur Bezeichnung des Phänomens Femizid. Relevant ist diese Analyse des Umgangs der Medien mit dem Thema aus zweierlei Gründen: Zum einen zeichnet sich dadurch ein Bild davon, wie die journalistische Auseinandersetzung mit dem Thema Femizid in den letzten Jahren adaptiert wurde. Zum anderen dienen Medien aber auch immer als Multiplikatoren, da sie Einschätzungen und Meinungen verbreiten und an eine große Anzahl von Personen bringen. Somit wirkt sich Berichterstattung auch immer auf die Wahrnehmungen und Einschätzungen der Öffentlichkeit aus. Die Präsenz eines Phänomens in den Medien ist also ausschlaggebend für die Bildung eines Problembewusstseins bei den Rezipient:innen.Each one consuming regularly media over the last years, was confronted with the term femicide. Femicide describes patriarchally motivated murder of women due to their gender affiliation. Aim of the present thesis is to investigate if the perceived increase in coverage concerning femicides in Austria over the past years can be scientifically proofed. Based on the fact that articles published by Austria Presse-Argentur (APA) get frequently adopted by Austrian media, research focussed on its database. Articles and reports published in APA database between January 2014 and July 2023 were screen for inclusion in the literature analysis.The included articles, extracted from APA database show a broad variety in coverage of femicides in Austria. The coverage extensively changed between 2014 and 2023. On one hand the number of articles concerning the topic increased and on the other hand an utilization and change in wording leading to the designation “femicide” can be observed. The relevance of the present analysis is emphasized by two reasons. Firstly, it provides an overview how journalistic work on the topic of femicide changed in the past years. Secondly, media are always also multipliers for the public, as they spread valuations and opinions to a significant number of individuals. Thus, coverage always impacts the perception of the public. The presence of a phenomenon in media is therefore decisive for the development of problem awareness among recipients.Mag. Teresa GuggenbergerMasterarbeit Universität Graz 202
Abortion in Austrian criminal law. Current ethical and legal considerations
Schwangerschaftsabbrüche sind in der Lebensrealität vieler Personen verankert, doch offen gesprochen wird darüber kaum. Dennoch scheint die Diskussion um das Thema, mit der gesetzlichen Änderung, welche 2022 in den USA stattgefunden hat, wieder aufzuflammen.Kaum ein Thema bewegt sich so sehr am Grat zwischen Recht und Unrecht wie das des Schwangerschaftsabbruchs. Das liegt vor allem daran, dass sehr viele gesellschaftspolitische Grundsatzfragen berührt werden. Es geht um die Stellung der Frau in der Gesellschaft, um den Einfluss der Religion in die Gesetzgebung, ab wann personales Leben beginnt und Schutz erfährt und inwieweit der Staat in private Angelegenheiten wie die Reproduktion und körperliche Selbstbestimmtheit eingreifen darf.In Österreich gilt seit 1975 ein Fristen-Indikationsmodell, welches Schwangerschaftsabbrüche im Strafgesetz regelt. Somit sind Abbrüche, entgegen der verbreiteten Meinung, nicht legal. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die geltende gesetzliche Regelung mit international anerkannten Menschenrechts-Dokumenten in Einklang zu bringen ist und welche Probleme mit der Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs einhergehen.Die Regelung im Strafgesetz führt zu einer Stigmatisierung des geschlechtsspezifischen Eingriffs und folglich zu mangelhaftem Angebot, mit hohen privat zu tragenden Kosten. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern hinkt Österreich in der Versorgung, sowie in präventiven Maßnahmen hinterher, weshalb eine Regelung außerhalb des Strafgesetzes empfohlen wird.Abortions are anchored in the reality of many people's lives, but they are rarely discussed openly. Nevertheless, the discussion on the topic seems to be flaring up again with the legal change that took place in the USA in 2022.Hardly any other topic straddles the line between right and wrong as much as that of abortion. This is mainly because a lot of fundamental socio-political issues are affected. It is about the position of women in society, the influence of religion in legislation, when personal life begins and is protected and to what extent the state is allowed to intervene in private matters such as reproduction and physical self-determination.In Austria, a time-limit and indication model has been in effect since 1975, which regulates abortions in criminal law. Therefore, contrary to popular belief, abortions are not legal. This work examines the question of the extent to which the current legal regulations can be brought into line with internationally recognized human rights documents and what problems are associated with the criminalization of abortion.The regulation in the criminal law leads to a stigmatization of this gender-specific treatment and consequently to inadequate provision, with high costs to be borne privately. Compared to other European countries, Austria lags behind in terms of availability and preventative measures, which is why regulation outside of criminal law is recommended.vorgelegt von Pia Heinrich, BScMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassung auf deutsch und englisc
Effects of intermittent fasting as a supplement to high-intensity interval training on body composition, subjective well-being and suitability for everyday use
Das vorliegende Forschungsprojekt untersucht die kurzfristigen Auswirkungen eines vierwöchigen Trainingsprogramms, das hochintensives Intervalltraining (HIIT) mit intermittierendem Fasten kombiniert, auf anthropometrische Daten und psychologische Parameter bei gesunden Erwachsenen. Ziel ist es, die Auswirkungen dieser beiden Interventionen auf die Körperzusammensetzung und das Wohlbefinden zu untersuchen.Die Studie umfasst eine Stichprobe von TeilnehmerInnen, die nach dem Zufallsprinzip in eine Versuchsgruppe und eine Kontrollgruppe aufgeteilt wurden. Die Versuchsgruppe absolvierte ein strukturiertes Trainingsprogramm bestehend aus HIIT-Sitzungen und intermittierendem Fasten, während die Kontrollgruppe nur ein Training ohne Fasten durchführte. Anthropometrische Daten, einschließlich Körpergewicht, Taillenumfang und Körperfettanteil, wurden vor und nach dem Trainingsprogramm gemessen, um Veränderungen in der Körperzusammensetzung zu bewerten. Mithilfe eines Fragebogens wurden die Wahrnehmungen zum Training, zur Motivation, zum Wohlbefinden und zur Alltagstauglichkeit des Trainingsprogramms erhoben.Die Ergebnisse der anthropometrischen Daten zeigen Veränderungen in der Körperzusammensetzung sowohl in der Versuchsgruppe als auch in der Kontrollgruppe. Bei den Teilnehmern der Versuchsgruppe kam es im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einem stärkeren Rückgang des Körpergewichts, des Taillenumfangs und des Körperfettanteils. Bezüglich der psychologischen Daten gab es positive Rückmeldungen hinsichtlich der Wahrnehmung des Trainings, des allgemeinen Wohlbefindens und der Motivation. Die Mehrheit der Teilnehmer berichtete von verbesserten sportlichen Leistungen und einer erfolgreichen Integration des Trainingsprogramms in ihren Alltag.The present research project investigates the short-term effects of a four-week training program combining high-intensity interval training (HIIT) with intermittent fasting on anthropometric data and psychological parameters in healthy adults. The aim is to examine the effects of these two interventions on body composition and well-being.The study includes a sample of participants who were randomly divided into an experimental group and a control group. The experimental group completed a structured training program consisting of HIIT sessions and intermittent fasting, while the control group only performed training without fasting. Anthropometric data, including body weight, waist circumference, and body fat percentage, were measured before and after the exercise program to evaluate changes in body composition. A questionnaire was used to assess perceptions of the training, motivation, well-being and suitability of the training program for everyday use.The results of the anthropometric data show changes in body composition in both the experimental and control groups. Participants in the experimental group had a greater decrease in body weight, waist circumference and body fat percentage compared to the control group. Regarding the psychological data, there was positive feedback regarding the perception of the training, general well-being and motivation. The majority of participants reported improved athletic performance and successful integration of the training program into their everyday lives.vorgelegt von Vererna ConteZusammenfassung in EnglischMasterarbeit Universität Graz 202
An overview of the SFDR : reporting impact for companies and Investors
Der Klimawandel ist ein Problem in noch nie dagewesener Dimension und erfordert dementsprechend auch weitreichende Maßnahmen. Die EU hat sich mit dem Pariser Klimaschutzabkommen zum Ziel gesetzt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur unter 2°C zu halten. Ein Teil dieses Vorhabens ist die Verordnung (EU) 2019/2088 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor. Mit dieser Offenlegungsverordnung möchte die Europäische Union mehr Transparenz am Kapitalmarkt schaffen und Kapital, insbesondere privates Kapital, in nachhaltige Investitionen umlenken. Ein zentrales Element der Offenlegungsverordnung ist die Produktkategorisierung in Artikel 6-, Artikel 8- und Artikel 9-Finanzprodukte, die sich von den jeweils gesetzten Nachhaltigkeitszielen, die die Finanzprodukte verfolgen, unterscheiden. Weiters soll durch die Offenlegungsverordnung auch Greenwashing am Kapitalmarkt eingedämmt werden. Die vorliegende Arbeit soll auf folgende Forschungsfrage näher eingehen und diese auch beantworten: „Welche Auswirkungen hat die Offenlegungsverordnung 2019/2088 auf Anleger, Unternehmen und Kapitalmarkt?“. Um diese Forschungsfrage zu beantworten, beschäftigt sich die Arbeit mit den Themen ESG und Sustainable Finance, Formen der Berichterstattung und den Sustainable Finance Frameworks. Aufbauend auf diesem theoretischen Input wird die Sustainable Finance Disclosure Regulation inhaltlich näher beleuchtet. Durch ausgewählte Papers, die die Offenlegungsverordnung und deren Auswirkungen erörtern, soll die Forschungsfrage beantwortet werden. Es ist ersichtlich, dass die SFDR für die Kapitalmarktteilnehmer einen Mehrwert bietet, jedoch scheitert es in der Umsetzung. Ein Kritikpunkt ist die heterogene Herangehensweise bei der Produktkategorisierung. Jedoch hat die Offenlegungsverordnung weitaus mehr Auswirkungen, die interessanter Untersuchungsgegenstand weiterführender Forschungen sein könnten.Climate change is a problem on an unprecedented scale and therefore requires far-reaching measures. With the Paris Climate Agreement, the EU has set itself the goal of keeping the increase in the global average temperature below 2°C. One part of this project is Regulation (EU) 2019/2088 on sustainability-related disclosure requirements in the financial services sector. With this disclosure regulation, the European Union aims to create more transparency on the capital market and redirect capital, particularly private capital, towards sustainable investments. A central element of the Disclosure Regulation is the product categorization into Article 6, Article 8 and Article 9 financial products, which differ from the respective sustainability goals that the financial products pursue. Furthermore, the Disclosure Regulation is also intended to curb greenwashing on the capital market. This paper aims to address and answer the following research question in more detail: "What impact does the Disclosure Regulation 2019/2088 have on investors, companies and the capital market?". In order to answer this research question, the thesis deals with the topics of ESG and sustainable finance, forms of reporting and the sustainable finance frameworks. Building on this theoretical input, the Sustainable Finance Disclosure Regulation is examined in more detail. The research question is to be answered by means of selected papers that discuss the Disclosure Regulation and its effects. It is clear that the SFDR offers added value for capital market participants, but its implementation is failing. One point of criticism is the heterogeneous approach to product categorization. However, the Disclosure Regulation has far more effects, which could be an interesting subject for further research.Mario BlažanMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
The right to question and duty of disclosure in application processes
Die Arbeit möchte einen verständlichen Überblick über das Verhältnis zwischen Fragen, Antworten und Informationsbeschaffung in der Anbahnungsphase eines Arbeitsverhältnisses in der österreichischen Arbeitsrechtsordnung bieten. Anhand von einigen Beispielen sollen die zugrundeliegenden Rechtlichen Problematiken veranschaulicht werden, sowie auf einige Herausforderungen die mit der zunehmenden Digitalisierung einhergehen hingewiesen werden.This paper aims to provide a comprehensible overview of the relationship between question, answers and information procurment in the pre-contract phase of an employment relationship under Austrian labour law. The underlying legal questions will be illustrated using a number of examples, while also pointing out some challenges in the future when it comes to digitalization.von Martin SlanicDiplomarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Short- and medium-term effects of physical activity on attention and affect in students : a systematic literature review
ZusammenfassungHintergrund: Kinder im Volkschulalter verbringen in europäischen Schulen den Großteil ihrer Schulzeit im Sitzen. In Zahlen gefasst bedeutet dies, dass sie 209 Minuten pro Tag (64 %) mit sitzenden Tätigkeiten und nur 16 Minuten pro Tag (5 %) mit mäßiger bis starker körperlicher Aktivität (MVPA) verbringen (Breslin et al., 2014). Dies ist besorgniserregend, denn abgesehen von den eindeutigen Vorteilen von MVPA für die körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, zeigt eine wachsende Zahl von Veröffentlichungen, dass MVPA positiv mit wichtigen kognitiven Funktionen verbunden ist, die unter anderem für den Schulerfolg wichtig sind (Fedewa et al., 2011). Eine dieser kognitiven Funktionen ist die Aufmerksamkeit.Zielsetzung: Das Ziel der Literaturanalyse war zu erforschen, ob eine akute Bewegungsintervention akute Effekte auf die Aufmerksamkeit und die Affekte bei SchülerInnen auslösen bzw. bewirken kann. Zusätzlich wird versucht zu eruieren, wie lange diese möglichen Effekte anhalten können. Hierbei liegt der Fokus dieser Arbeit nur auf den akuten kurz- und mittelfristigen Effekten von körperlicher Aktivität auf die Aufmerksamkeit und den Affekten der SchülerInnen.Methodik: Es wurde eine systematische Literaturanalyse in der Internetdatenbank PubMed durchgeführt. Ergebnisse: 17 Studien wurden in die Arbeit eingeschlossen, wovon der Großteil eine moderate methodologische Qualität aufwies. Zwölf Studien berichteten positive Effekte von akuter körperlicher Aktivität auf die Aufmerksamkeit. Eine dieser Studien erforschte zusätzlich die mittelfristigen Auswirkungen und berichtete positive mittelfristige Effekte auf die Aufmerksamkeit. Der Affekt wurde in einer von drei Studien positiv beeinflusst. Dabei zeigt sich eine positive Beeinflussung der Aufmerksamkeit durch den positiven Affekt.Conclusio: Akute körperliche Aktivität bewirkte in den meisten Studien positive Effekte auf die Aufmerksamkeit bei SchülerInnen zwischen 6 und 18 Jahren. Obwohl die Bewertung und Vergleichbarkeit dieser Ergebnisse, aufgrund methodologischer Differenzen, schwer ist, lassen sich dennoch positive Tendenzen erkennen. Bewegungsinterventionen könnten daher einen wertvollen Beitrag für die Schule bzw. den Unterricht leisten, da sie das Potential haben die Aufmerksamkeit und Affekte der SchülerInnen positiv zu beeinflussen und gut in den Schulalltag integrierbar sind. Bezüglich der Dauer ist eine Aussage nicht aussagekräftig, da sich nur eine Studie mit den Auswirkungen, die unmittelbaren kurzfristigen Effekte übersteigen beschäftigte.AbstractBackground: Children of primary school age in European schools spend the vast majority of their school time sedentary. In numbers, this means that they spend 209 minutes/day (64%) on sedentary activities and only 16 minutes/day (5%) in moderate to vigorous physical activity (MVPA) (Breslin et al., 2014). This is worrying because, apart from the clear benefits of MVPA for the physical health of children and adolescents, a growing body of literature shows that MVPA is positively associated with important cognitive functions that are important for school success, among other things (Fedewa et al., 2011). One of these cognitive functions is attention.Objective: The aim of the literature review was to investigate whether an acute movement intervention can trigger acute effects on attention and affect in pupils. In addition, an attempt is made to determine how long these possible effects can last. The focus of this study is only on the acute short- and medium-term effects of physical activity on pupils' attention and affect.Methods: A systematic literature analysis was carried out in the PubMed Internet database.Results: 17 studies were included in the review, the majority of which had moderate methodological quality. Twelve studies reported positive effects of acute physical activity on attention. One of these studies also investigated the medium-term effects and reported positive medium-term effects on attention. Affect was positively influenced in one of three studies. Positive affect was found to have a positive influence on attention.Conclusion: In most studies, acute physical activity had positive effects on attention in students between the ages of 6 and 18. Although the evaluation and comparability of these results is difficult due to methodological differences, positive tendencies can nevertheless be recognized. Movement interventions could therefore make a valuable contribution to schools and lessons, as they have the potential to positively influence students' attention and affect and can be easily integrated into everyday school life. With regard to duration, it is not possible to make a meaningful statement, as only one study looked at the effects that exceed the immediate short-term effects.Autor: Tim Prasser, BScMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc
Caring Community Processes in the Context of Migration and Aging –Contributing to Strengthening Social ParticipationAmong Individuals at Risk of Exclusion
Diese Masterarbeit setzt sich mit Caring Community Prozessen im Kontext Migration und Alter auseinander und trägt zu einem besseren Verständnis ausgrenzungsgefährdeter Personengruppen bei. Es werden Faktoren aufgezeigt, welche zur Stärkung sozialer Teilhabe von einsamkeits-, armuts- und ausgrenzungsgefährdeten Personen beitragen bzw. wodurch diese gelingt.Das Projekt Caring-Living-Labs Graz: Urbane Sorgeräume gemeinsam, gerecht, in Diversität gestalten und das Angebot Zusammenleben in Quartier und Gemeinde bieten den praktischen Zugang, um sich mit partizipativen Prozessen in Forschung und Praxis vertiefend zu beschäftigen. Die Fragestellungen wurden mittels inhaltlich strukturierender Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2022) analysiert. Als Auswertungsgrundlage dienten verschiedene Erhebungssettings – Fokusgruppengespräch des Angebots Zusammenleben in Quartier und Gemeinde, Methodenworkshop und Zukunftsforum des Projekts Caring-Living-Labs Graz und darüber hinaus eine Befragung von im Feld tätigen Forschenden.Die Auswertung zeigt die zentrale Bedeutung von Beziehungsaufbau, Kommunikation, guter Vernetzung innerhalb einer Caring Community sowie zu Politik und Verwaltung. Insbesondere der direkte persönliche Kontakt zur Zielgruppe und der Aufbau von Vertrauen erweisen sich als entscheidend. Angesichts veränderter Familien- und Geschlechterverhältnisse er-scheint das traditionelle Bild des Ehrenamts überholt, wodurch ein Fokus auf dynamisches freiwilliges bürgerliches Engagement mit beruflicher Vereinbarkeit notwendig wird. Die Ergebnisse betonen die Wichtigkeit eines sensiblen Zugangs zur Zielgruppe und die Förderung dynamischer Formen des Engagements, um den Bedürfnissen innerhalb Caring Communities gerecht zu werden.Partizipative Forschung bietet hier das Potential als Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis sinnvolle Handlungsempfehlungen zu entwickeln und Entscheidungsträger*innen an ihre Verantwortung zu erinnern, um marginalisierte Personengruppen in ihrer sozialen Teil-habe zu stärken. Die Diskussion unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Reflexion und Anpassung der Forschungs- und Praxisansätze hervor, um den sich ändernden Bedürfnissen gerecht zu werden. Aus diesen Erkenntnissen werden Empfehlungen für die Gestaltung zukünftiger Forschungsprojekte und die Förderung der sozialen Teilhabe in diversen Gemeinschaften abgeleitet.This master's thesis examines Caring Community processes in the context of migration and aging, contributing to a better understanding of marginalized groups at risk of exclusion. It identifies factors that contribute to strengthening the social participation of individuals at risk of loneliness, poverty, and marginalization.The project Caring-Living-Labs Graz: Making urban care spaces fair together, in diversity and the programm Living Together in Neighbourhoods and Communities provide a practical approach to engaging in participatory processes in research and practice. Research questions were analyzed using content structuring content analysis according to Kuckartz and Rädiker (2022). Various data collection methods were employed, including focus group discussions, method workshops, and future forums within the Caring-Living-Labs Graz project, supple-mented by surveys of field researchers.The analysis underscores the central importance of building relationships, communication, and establishing strong networks within a Caring Community, as well as with political and administrative stakeholders. Particularly crucial is the direct personal contact with the target group and the establishment of trust. Given changing family and gender dynamics, the tradi-tional perception of volunteering appears outdated, emphasizing the need to focus on dyna-mic voluntary civic engagement that aligns with professional commitments. The results em-phasize the significance of sensitive approaches to the target group and the promotion of dynamic forms of engagement to meet the needs within Caring Communities.Participatory research holds the potential as a bridge between research and practice to deve-lop meaningful recommendations and remind decision-makers of their responsibility to strengthen the social participation of marginalized groups. The discussion highlights the ne-cessity of continuous reflection and adaptation of research and practice approaches to meet evolving needs. From these findings, recommendations are derived for shaping future rese-arch projects and promoting social participation in diverse communities.Masterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassung auf deutsch und englisc
The transfer of custody in the event of both parents being unable to attend after the annulment of parts of §§ 178 and 204 ABGB by the VfGH : a critical analysis
Fragen zu Obsorgeregelungen betreffen im Grunde genommen jeden einzelnen Menschen. Die meisten denken jedoch über diese Thematik nicht genauer nach, da – so zumindest in Österreich – den verheirateten Eltern ex lege die Obsorge für ihre Kinder zukommt. Selbst bei unehelichen Kindern und getrenntlebenden Eltern kann relativ einfach vor dem Standesamt eine Vereinbarung geschlossen werden, sodass eine beiderseitige Obsorge besteht.Was geschieht jedoch, wenn die Eltern ihren Pflichten nicht nachkommen können und wer soll dann mit der Obsorge betraut werden?Nach (noch) geltender Rechtslage herrscht hierfür eine strikte Rangordnung, die in§ 178 Abs 1 ABGB definiert ist, wonach – sollten nicht beide Elternteile verhindert sein – der bisher nicht mit der Obsorge betraute Elternteil, die Großeltern und die Pflegeeltern eine privilegierte Stellung in Obsorgeverfahren und bei der Betrauung innehaben.Erst wenn keine dieser Personen dazu in der Lage oder bereit ist die Obsorge für einen Minderjährigen zu übernehmen, können gemäß § 204 ABGB sogenannte „andere Personen“ mit der Obsorge betraut werden.Der VfGH hat die Rangordnung im Zusammenhang mit der Obsorgebetrauung und die Aufzählung, der in § 178 Abs 1 ABGB privilegierten Personen in seinem Erkenntnis vom 09.03.2023 zur Geschäftszahl G 223/2022 genauer untersucht und ist zum Entschluss gekommen, dass der Kreis der privilegierten Personen zu eng gefasst ist und in dieser Form nicht mit Art 1 BVG über die Rechte von Kindern im Einklang steht. Durch das Erkenntnis wurden Teile der §§ 178 Abs 1 und 204 ABGB als verfassungswidrig aufgehoben. Diese Aufhebung tritt mit Ablauf des 30.09.2024 in Kraft und wurde somit dem Gesetzgeber eine Überarbeitung der Obsorgeregelung bei Verhinderung der Eltern aufgetragen.In der vorliegenden Arbeit wird im ersten Teil ein Überblick über die Obsorge im Allgemeinen und ihre Teilbereiche gegeben, um in einem weiteren Schritt darauf einzugehen, was unter der Verhinderung der Eltern zur Obsorge zu verstehen ist und um abzugrenzen, wann ein Fall der Verhinderung nach § 178 Abs 1 ABGB vorliegt. In einem nächsten Schritt werden die privilegierten Personen des § 178 Abs 1 ABGB sowie ihre Rechte und Pflichten genauer beschrieben, um hiernach dasselbe mit jenen „anderen Personen“ des § 204 ABGB anzustellen und diese beiden Personengruppen miteinander zu vergleichen.Sodann wird auf das angesprochene Erkenntnis des VfGH vom 09.03.2023 zur Geschäftszahl G 223/2022 eingegangen, der Sachverhalt wird erörtert und die einzelnen Erwägungen des VfGH werden herausgearbeitet.Im letzten Teil der Arbeit wird darauf eingegangen, wie sich die vom VfGH durchgeführte Aufhebung von Teilen des § 178 Abs 1 ABGB sowie von § 204 ABGB auf das Zivilrecht auswirkt bzw welche Lösungsmöglichkeiten dem Gesetzgeber offenstehen.Questions about custody regulations basically concern every single person. However, most people do not think about this issue in detail, since – at least in Austria – married parents are ex lege responsible for the care of their children. Even in the case of illegitimate children and separated parents, it is relatively easy to conclude an agreement before the registry office, so that there is mutual care.However, what happens if the parents are unable to fulfill their responsibilities and who is to be entrusted with the care?According to the (still) valid legal situation there is a strict hierarchy for this, which in Section 178 (1) of the Austrian Civil Code (ABGB), according to which – should not both parents be prevented – the parent not previously entrusted with the care, the grandparents and the foster parents have a privileged position in the care procedure and in the care of the care.Only if none of these persons is able or willing to take over the care of a minor can so-called “other persons” be entrusted with the care according to § 204 ABGB.The VfGH examined the ranking in connection with the caretaker and the list of privileged persons in § 178 (1) ABGB in its finding of 09.03.2023 on business number G 223/2022 in greater detail and came to the conclusion that the circle of privileged persons is too narrow and in this form is not in accordance with Art. 1 BVG on the rights of children. As a result, parts of §§ 178 (1) and 204 ABGB were annulled as unconstitutional. This repeal comes into force on 30.09.2024 and the legislator was thus instructed to revise the custody regulation in the event of parents being unable to attend.In the first part of this thesis, an overview of childcare in general and its sub-areas is given, in order to go into what is meant by the prevention of parents from childcare and to define when a case of childcare is present according to § 178 (1) ABGB. In a next step, the privileged persons of § 178 (1) ABGB and their rights and obligations are described in more detail, in order to do the same with those “other persons” of § 204 ABGB and to compare these two groups of persons with each other.Next, the above-mentioned finding of the VfGH of 09.03.2023 concerning the case number G 223/2022 is discussed, the facts are explained and the individual considerations of the VfGH are elaborated.In the final part of the thesis, the effect on civil law of the repeal of parts of § 178 (1) ABGB and § 204 ABGB carried out by the VfGH is discussed and which solutions are open to the legislature.vorgelegt von Hannah WuggenigDiplomarbeit Universität Graz 202