University of Graz

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    Open-Label-Placebo-Intervention zur Reduktion von Herzangst bei Herz-Kreislauf-Patient:innen während eines Reha-Aufenthalts : eine randomisiert-kontrollierte Studie

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    Hintergrund: In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob Open-Label-Placebos (OLPs) die Herzangst reduzieren und das psychische Wohlbefinden steigern können. OLPs stellen eine ethische Alternative zu herkömmlichen Placebos dar und zeigen in verschiedenen klinischen Kontexten vielversprechende Effekte. Herzangst wird definiert als Angst vor herzbezogenen Empfindungen aufgrund ihrer wahrgenommenen negativen Konsequenzen. Psychisches Wohlbefinden gilt als der positive Aspekt psychischer Gesundheit. Die Wirksamkeit von OLPs in Bezug auf Herzangst und psychisches Wohlbefinden wurde bislang noch nicht untersucht.Methode: In einer randomisiert-kontrollierten Studie in einem Reha-Zentrum nahmen 92 Patient:innen (38% weiblich, M = 62.78, SD = 9.88) mit kardiovaskulären Erkrankungen an einer 14-tägigen Intervention teil. Sie wurden einer von drei Gruppen zugeordnet: (1) eine Experimentalgruppe, die ein offenes Placebo-Spray zur täglichen Einnahme sowie ein Reha-Tagebuch erhielt, (2) einer Reha-Tagebuch-Gruppe ohne Placebo und (3) einer Kontrollgruppe mit üblicher Behandlung. Herzangst (HAF-17) und psychisches Wohlbefinden (WEMWBS) wurden zu Beginn und nach der Intervention erhoben.Ergebnisse: Die 14-tägige Einnahme eines Open-Label-Placebos führte bei Patient:innen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu keiner signifikanten Verbesserung von Herzangst oder psychischem Wohlbefinden. Auch systematische Selbstbeobachtung zeigte keinen zusätzlichen Effekt. Über alle Gruppen hinweg konnte jedoch eine signifikante Verbesserung der Herzangst und des psychischen Wohlbefindens gezeigt werden.Schlussfolgerung: Die Ergebnisse stützen keine spezifischen OLP-Effekte auf Herzangst oder Wohlbefinden im Rahmen der kardiologischen Rehabilitation. Dennoch stellen OLPs aufgrund ihrer geringen Kosten, ethischen Vertretbarkeit und einfachen Anwendung ein vielversprechendes Konzept dar.Background: This study examined whether OLPs can reduce cardiac anxiety and enhance mental well-being. Cardiac anxiety is defined as the fear of heart-related stimuli due to their perceived negative consequences. Mental well-being represents the positive aspect of mental health. Open-label placebos (OLPs) are an ethical alternative to conventional placebos and have shown promising effects in various clinical contexts. However, the efficacy of OLPs regarding cardiac anxiety and mental well-being has not yet been investigated. Method: In a randomized controlled trial conducted in a rehabilitation center, 92 patients (38% female, M = 62.78, SD = 9.88) with cardiovascular diseases participated in a 14-day intervention. They were assigned to one of three groups: (1) an experimental group receiving a daily open-label placebo spray and a rehabilitation diary, (2) a rehabilitation diary group without placebo, and (3) a treatment-as-usual control group. Cardiac anxiety (CAQ-17) and mental well-being (WEMWBS) were assessed at baseline and post-intervention.Results: The 14-day administration of an open-label placebo did not lead to significant improvements in cardiac anxiety or mental well-being. Systematic self-monitoring also showed no additional effect. However, across all groups, significant improvements in both cardiac anxiety and mental well-being were observed during rehabilitation.Conclusion: The findings do not support specific OLP effects on cardiac anxiety or well-being in the context of cardiac rehabilitation. Nevertheless, OLPs remain a promising concept due to their low cost, ethical acceptability, and ease of implementation.vorgelegt von Leon Ludwig VogelMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Anxiety and Climbing: Effects of Regular Bouldering on the Well-Being of Individuals with Mental Disorders, Focusing on Anxiety Disorders

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    Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und können das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. In den letzten Jahren rückten sportliche Aktivitäten zunehmend in den Fokus der Forschung zur Förderung des psychischen Wohlbefindens. Insbesondere Bouldern wird aufgrund seiner körperlichen, kognitiven und sozialen Anforderungen als potenziell förderlich für die psychische Gesundheit diskutiert. Die vorliegende qualitative Interviewstudie untersucht die Auswirkungen regelmäßiger Boulderaktivität auf das psychische, physische und soziale Wohlbefinden von Menschen mit psychischen Erkrankungen, insbesondere Angststörungen. Im Rahmen der Studie wurden neun Proband*innen, die an regelmäßigen Bouldereinheiten pro move teilnahmen, sowie drei Expert*innen zu ihren Erfahrungen mit regelmäßigem Bouldern befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass vier der neun Teilnehmenden eine gesteigerte Konzentrationsfähigkeit durch die Sportart entwickelten. Sechs Proband*innen berichteten von einem erhöhten Erfolgsgefühl, während alle Teilnehmenden positive soziale Interaktionen während der Boulderaktivität erfuhren. Zudem gaben acht der neun Befragten an, dass sie im Klettern erlernte Bewältigungsstrategien erfolgreich in ihren Alltag übertragen konnten. Darüber hinaus berichteten sechs Teilnehmende von einer allgemeinen Verbesserung ihres Affekts. Die Befunde dieser Untersuchung legen nahe, dass Bouldern durch seine spezifischen Anforderungen an körperliche Koordination, mentale Fokussierung und soziale Interaktion eine ganzheitliche Wirkung auf das Wohlbefinden haben kann. Insbesondere die Möglichkeit, innerhalb eines geschützten Rahmens Bewältigungsstrategien zu entwickeln und in den Alltag zu transferieren und integrieren, könnte Bouldern als komplementäre Maßnahme in der Therapie, Therapiebegleitung, Nachsorge und Prävention psychischer Erkrankungen wertvoll machen. Weitere Forschung mit größeren Stichproben und quantitativen Methoden wäre sinnvoll, um die hier gewonnenen Erkenntnisse weiter zu untermauern.Anxiety disorders are among the most common mental illnesses and can significantly impair daily life. In recent years, physical activities have increasingly gained attention in research on promoting mental well-being. In particular, bouldering is discussed as a potentially beneficial activity due to its physical, cognitive, and social demands. This qualitative interview study examines the effects of regular bouldering on the psychological, physical, and social well-being of individuals with mental illnesses, with a specific focus on anxiety disorders.For this study, nine participants, regularly bouldering with the pro move association and three experts were interviewed about their experiences with regular bouldering. The results indicate that four of the nine participants experienced improved concentration. Six participants reported an increased sense of achievement, while all of them described positive social interactions during bouldering. Additionally, eight out of nine individuals stated that they successfully transferred coping strategies developed during climbing into their daily lives. Furthermore, six participants reported a general improvement in affect.The findings of this study suggest that bouldering, through its specific demands on physical coordination, mental focus, and social interaction, can have a holistic impact on well-being. In particular, the opportunity to develop coping strategies within a safe environment and apply them in everyday life may make bouldering a valuable complementary approach in the therapy and prevention of mental illnesses. Further research with larger sample sizes and quantitative methods would be beneficial to substantiate these findings.Alexander KöffelMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Lipolytic enzymes : improved purification and functional characterization of intracellular lipases

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    Die Lipolyse ist ein Prozess, bei dem Triacylglyceride (TAGs) zu Fettsäuren und Glycerin hydrolysiert werden. Es gibt verschiedene Arten der Lipolyse, darunter die intravaskuläre, intestinale und intrazelluläre Lipolyse, die sich danach unterscheiden, wo und wie der TAG-Abbau stattfindet. Im Fettgewebe wird die intrazelluläre Lipolyse primär durch die adipose triglyceride lipase (ATGL), die hormone sensitive lipase (HSL) und die monoglyceride lipase (MGL) gesteuert. ATGL hydrolysiert TAGs und Diacylglycerole (DAGs) und transacyliert DAGs. HSL hat eine breite Substratspezifität und hydrolysiert DAGs, TAGs, Monoacylglycerine (MAGs), Cholesterinester (CEs) und Retinylester (REs). Laut einer Studie besitzt HSL auch DAG-Transacylierungsaktivität. MGL hydrolysiert ausschließlich MAGs. Trotz umfassender Charakterisierung dieser Lipasen ist ihr spezifischer Beitrag zur intrazellulären Lipolyse noch nicht vollständig geklärt. Erstens gibt es widersprüchliche Berichte über die enzymatischen Aktivitäten von HSL bei Ratten und Menschen, was auf Unterschiede in Enzympräparaten, Testverfahren oder artspezifische Faktoren zurückzuführen sein kann. Zur Untersuchung der Enzymaktivitäten wurden verbesserte Aufreinigungsprotokolle für HSL-Orthologe von Maus, Ratte und Mensch entwickelt. Absolut gesehen war die menschliche HSL-Aktivität aufgrund geringerer Thermostabilität niedriger als die von Maus oder Ratte. Das Verhältnis der Aktivitäten gegenüber TAG, DAG, MAG, CE und RE war jedoch über alle Spezies konsistent, was gegen artspezifische Unterschiede spricht. HSL zeigte unabhängig von der Spezies keine nachweisbare DAG-Transacylaseaktivität und eine geringe Thermostabilität, die durch Zelllysate unspezifisch erhöht wurde. Das Ausmaß der TAG-Hydrolaseaktivität von HSL muss weiter untersucht werden. Vorläufige Strukturdaten deuten darauf hin, dass aufgereinigtes HSL ein Dimer bildet. Zweitens wurde enzymatisch aktives mMGL aufgereinigt und ein mathematisches Modell der MGL-Aktivität entwickelt. Aufereinigtes MGL hydrolysierte spezifisch MAGs, wobei seine Aktivität durch Phospholipide (PLs) verstärkt wurde – vermutlich durch eine Konformationsänderung, die den Substratzugang erleichtert. Daten und Modellierungen zeigten, dass die in vitro MAG-Hydrolyse durch die geringe Thermostabilität des Enzyms begrenzt ist. Drittens wurde ein kontinuierlicher UV-spektrometrischer Enzymtest angepasst, um die TAG-Hydrolaseaktivitäten von ATGL und HSL zu messen. Der Assay basiert auf UV-Absorptionsmessungen unter Verwendung aus Tungöl aufgereinigter TAGs als Substrat. Er war jedoch ungeeignet zur Messung der TAG-Hydrolaseaktivitäten von ATGL, HSL oder Zelllysaten. Schließlich wurden mathematische Modelle entwickelt, um die Aktivitäten von ATGL auf Lipidtröpfchen zu beschreiben. Basierend auf kinetischen Daten von aufgereinigter ATGL quantifizierten sie TAG- und DAG-Hydrolyse sowie DAG-Transacylierung. Die Modelle zeigten, dass ATGL geringe Thermostabilität aufweist und schätzten, dass 30 % der DAGs transacyliert und 70 % hydrolysiert werden. Zusammenfassend liefert diese Arbeit verbesserte Aufreinigungsprotokolle, die zu hoch angereicherten, jedoch thermostabilitätsschwachen Enzympräparaten von ATGL, HSL und MGL führen. ATGL katalysierte die DAG-Transacylierung, HSL hingegen nicht. Modelle zeigten, dass die durch ATGL katalysierte DAG-Transacylierung gleichzeitig mit Hydrolyse stattfindet. Es wurden keine artspezifischen Unterschiede zwischen HSL von Maus, Mensch und Ratte festgestellt. Unabhängig von der Spezies zeigte aufgereinigte HSL eine geringere TAG-Hydrolyseaktivität als berichtet, was Fragen zum tatsächlichen Beitrag von HSL zur TAG-Hydrolyse aufwirft. Der angepasste Tungöl-Assay ist ungeeignet zur Messung der TAG-Hydrolaseaktivität von aufgereinigter ATGL, HSL oder Zelllysaten.Lipolysis is a process in which triacylglycerols (TAGs) are hydrolyzed to fatty acids and glycerol. There are several types of lipolysis, including intravascular, intestinal, and intracellular lipolysis, defined by where and how TAG breakdown occurs. In adipose tissue, intracellular lipolysis is primarily driven by adipose triglyceride lipase (ATGL), hormone-sensitive lipase (HSL), and monoglyceride lipase (MGL). ATGL hydrolyzes TAGs and diacylglycerols (DAGs) and transacylates DAGs. HSL has broad substrate specificity, hydrolyzing DAGs, TAGs, monoacylglycerols (MAGs), cholesteryl esters (CEs), and retinyl esters (REs) and one study reporting DAG transacylation activity. MGL exclusively hydrolyzes MAGs. Despite extensive characterization of these lipases, their specific contribution to intracellular lipolysis remains incompletely understood. Firstly, there are conflicting reports on the rates of rat and human HSL´s enzymatic activities, likely due to inconsistencies in enzyme preparations and assay procedures or species-specific differences. To address the conflicting rates of enzymatic activities, improved purification protocols for mouse, rat, and human HSL orthologues were developed. In absolute terms, human HSL activity was lower than that of its mouse or rat orthologues, due to its lower thermostability. The ratio of activity towards TAG, DAG, MAG, CE, and RE substrates was consistent across species, arguing against species-specific differences. HSL did not show detectable DAG transacylase activity, independently of the species, and exhibited low thermostability, which was nonspecifically increased by cell lysates. The magnitude of HSL´s TAG hydrolase activity requires further investigation, as it was lower for the tested orthologues than reported. Preliminary structural data suggest that purified HSL formed a dimer. Secondly, enzymatically active mMGL was purified, and a mathematical model of MGL´s activity was developed. Purified MGL specifically hydrolyzed MAGs, and its activity was enhanced by phospholipids (PLs), likely due to a conformational change that improved substrate access. Experimental data and modelling suggested that in vitro MAG hydrolysis is limited by the enzyme´s low thermostability. Thirdly, a continuous UV spectrometry-based enzymatic assay was adapted to measure the TAG hydrolase activities of ATGL and HSL. The assay uses TAGs purified from tung oil as a substrate and relies on continuous UV absorption measurements. This assay was unsuitable for measuring ATGL´s, HSL´s, or cell lysates-derived TAG hydrolase activities. Finally, mathematical models were developed to describe ATGL´s activities on the lipid droplet surface. Using purified ATGL experimental kinetic data, the models quantified TAG and DAG hydrolysis and DAG transacylation. The models predicted that ATGL exhibits low thermostability and it estimated that 30% of DAGs are transacylated and 70% are hydrolyzed by ATGL. In conclusion, this thesis provides improved purification protocols resulting in highly enriched enzyme preparations of ATGL, HSL, and MGL, all showing low thermostability. ATGL catalyzed DAG transacylation, while HSL did not. Mathematical modeling indicated that DAG transacylation catalyzed by ATGL occurs concomitantly with hydrolysis reactions, suggesting that it may be relevant in vivo. No major species-specific differences were observed among mouse, human, and rat HSL. Regardless of the species, purified HSL exhibited lower-than-reported TAG hydrolase activity, raising questions about the actual extent of TAG hydrolysis catalyzed by HSL. The adapted tung oil assay inappropriate for measuring TAG hydrolase activity of purified ATGL, assessing lipolysis in cell lysates, or measuring the activity of purified HSL.Mariana Amaral Colaço de Andrade Gaspar HartigDissertation Universität Graz 202

    Analysis of perspectives of athletes with disabilities on the accessibility of sports facilities in Austria

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    Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Perspektive von Sportler: innen mit Behinderung auf die Barrierefreiheit von Sportstätten in Österreich. Ziel der Untersuchung war es, ein differenziertes Verständnis darüber zu gewinnen, wie betroffene Personen bestehende Barrieren wahrnehmen, welche Bedeutung sie der Barrierefreiheit im sportlichen Kontext beimessen und welcher Verbesserungsbedarf sich aus ihrer Sicht ergibt. Die theoretische Grundlage bilden verschiedene Modelle von Behinderung (medizinisch, sozial und biopsychosozial), gesetzliche Rahmenbedingungen sowie aktuelle wissenschaftliche Forschung zur Inklusion im Sport.Empirisch wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Mittels halbstrukturierter Interviews wurden die Erfahrungen von sieben sportlich aktiven Personen mit unterschiedlichen Behinderungsformen erhoben und im Anschluss mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Barrierefreiheit im Sportkontext von den befragten Personen als vielschichtiges Phänomen erlebt wird, das weit über bauliche Aspekte hinausgeht.Physische Hindernisse, wie unzureichende Zugänge, fehlende Leitsysteme oder nicht barrierefreie Sanitärbereiche, wurden zwar häufig benannt, jedoch stets im Zusammenhang mit weiteren Barriereformen betrachtet. Besonders kommunikative Defizite, wie unklare Informationsweitergabe, fehlende digitale Barrierefreiheit oder mangelnde sprachliche Zugänglichkeit, wurden als bedeutende Einschränkungen der selbstbestimmten Teilhabe hervorgehoben. Ebenso zeigten sich soziale Barrieren, etwa in Form von Vorurteilen, unzureichender Ausbildung des Betreuungspersonals oder fehlender Offenheit gegenüber individuellen Bedürfnissen. Die Ergebnisse unterstreichen zudem die Notwendigkeit partizipativer Planungsprozesse, in denen Betroffene aktiv einbezogen werden.Insgesamt belegt die Arbeit, dass Barrierefreiheit im Sinne der befragten Sportler: innen als ein interdisziplinäres und kontextsensibles Konzept verstanden werden muss. Nur durch das Zusammenspiel baulicher, kommunikativer und sozialer Maßnahmen kann eine nachhaltige, inklusive Sportinfrastruktur gewährleistet werden. Die Erkenntnisse dieser Arbeit leisten damit einen praxisnahen Beitrag zur Weiterentwicklung von Barrierefreiheit und Inklusion im österreichischen Sportwesen.This paper explores the perspectives of athletes with disabilities regarding the accessibility of sports facilities in Austria. The aim of the study was to gain a nuanced understanding of how affected individuals perceive existing barriers, how they assess the importance of accessibility in the sports context, and what kind of improvements they consider necessary. The theoretical framework is based on various models of disability (medical, social, and biopsychosocial), relevant legal frameworks, and current research on inclusion in sport.An empirical qualitative research design was chosen. Using semi-structured interviews, the experiences of seven actively training individuals with different types of disabilities were collected and subsequently analyzed through qualitative content analysis. The findings show that accessibility in the context of sport is perceived by the participants as a multifaceted phenomenon that extends far beyond physical infrastructure.While physical barriers, such as insufficient entrances, missing guidance systems, or non-accessible sanitary facilities, were frequently mentioned, they were consistently discussed in conjunction with other types of barriers. In particular, communicative deficits, such as unclear information, lack of digital accessibility, or limited linguistic accessibility, were highlighted as major limitations to autonomous participation. Social barriers were also identified, including prejudice, insufficient training among staff, and a general lack of openness to individual needs. The results further emphasize the importance of participatory planning processes that actively involve those affected.Overall, the thesis demonstrates that accessibility, from the perspective of athletes with disabilities, must be understood as an interdisciplinary and context-sensitive concept. Only the combined consideration of structural, communicative, and social dimensions can ensure a sustainable and inclusive sports infrastructure. The insights provided by this study offer a practice-oriented contribution to the ongoing development of accessibility and inclusion in the Austrian sports system.Katharina PitnerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Basketballer Basketballerinnen Basketballerin

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    Kurzfassung:Die Masterarbeit beschäftigt sich mit der maximalen Sprunghöhe bei 2 Varianten des Countermovement Jumps, des Hop Jumps und Stabilisierungsfähigkeit beim einbeinigen Landen aus 40cm Höhe. Sie soll Aufschluss geben, ob ein 8-wöchiges neuromuskuläres Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht, bei 12–15-jährigen Basketballspieler:innen irgendwelche Veränderungen bei der erreichten Sprunghöhe und der Zeit, bis man eine Landung gut stabilisieren kann, erreichen kann. Die Arbeit beinhaltet einen allgemeinen Teil, indem die relevanten Entwicklungsstufen sowie einige anatomische und trainingsrelevante Grundlagen kurz erläutert werden und einen spezifischen Teil, wo die Methodik der Testungen, das Testdesign und die Intervention genau beschrieben werden. Am Ende werden die Ergebnisse und Limitation der Arbeit dargestellt und kurz diskutiert.This master thesis is about max jump height in two variations oft the „Countermovement Jump“, the „Hop Jump“ and the „Single Leg Land and Hold-Test“. The main goal was, to find out, if an 8 -week intervention of a neuromuscular strength program makes a difference in jump height and stabilisation-time in single leg landing. The participants have all been between 12 and 15 years old and all of them were participating competitive basketball practices in their clubs at least 2-3 times a week. There is a general part with some basic information about anatomy, physiology, power, coordination and balance. And then there is a part, were methods and design of the study were described. At the end all the results are presented and discussed.Armin WoschankMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Media companies of publishing origin in the age of artificial intelligence: A selection of responses and strategies

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    Immer wieder drängen Technologien auf den Markt, die das Potenzial haben, bestehende Marktstrukturen innerhalb einer Branche tiefgreifend zu verändern. Die traditionelle Verlagsbranche stellt in diesem Kontext ein präsentatives Beispiel dar: Einerseits ist das Printgeschäft – einst tragendes Erlösmodell – rückläufig, und mit ihm auch die Relevanz in der Gesellschaft. Andererseits sieht sich die Branche mit einer technologischen Disruption konfrontiert: der (generativen) Künstlichen Intelligenz. Diese Technologie ist aufgrund ihrer Fähigkeit, Inhalte in hoher Qualität und Quantität sekundenschnell zu generieren, initial als höchst relevant für Medienunternehmen einzustufen und stellt somit auch die Ausgangslage und Problemstellung der vorliegenden Arbeit dar. Diese Masterarbeit widmet sich daher der Untersuchung, wie ausgewählte, internationale Medienunternehmen verlegerischer Herkunft strategisch auf die durch KI verursachte Disruption reagieren und inwieweit diese Reaktionen hinsichtlich ihrer Verteidigungsfähigkeit als nachhaltig bewertet werden können. Die Methodik der vorliegenden Masterarbeit ist eine Fallstudienuntersuchung. Für die Fallstudien wurden vier Medienunternehmen, The New York Times, The Economist, The Financial Times und Schibsted Media, analysiert. Die Fallstudienanalyse zeigt dabei: Es gibt keine pauschal überlegene Strategie im Umgang mit generativer KI. Vielmehr offenbaren sich unterschiedliche Kombinationen aus grundlegender Marktstrategie und spezifischer Reaktion auf eine Disruption. Befasst man sich darüber hinaus mit der Frage, wie sich der Einfluss generativer KI (und der wahrscheinlichen Weiterentwicklung dieser) künftig darstellen wird, lassen sich für Medienunternehmen verlegerischer Herkunft drei zentrale Felder identifizieren, deren Relevanz künftig weiter steigen dürfte: Differenzierung, Daten und NutzerInnenverhalten.Time and again, technologies enter the market that have the potential to profoundly transform existing market structures within an industry. The traditional publishing sector serves as a representative example in this context: on the one hand, the print business – once a key revenue model – is in decline, along with its relevance in society. On the other hand, the industry is facing a technological disruption: (generative) artificial intelligence. Due to its ability to generate content in high quality and quantity within seconds, this technology must initially be classified as highly relevant for media companies and thus constitutes both the starting point and the problem statement of the present thesis. This master's thesis is therefore dedicated to examining how selected international media companies of publishing origin are strategically responding to the disruption caused by AI, and to what extent these responses can be assessed as sustainable in terms of their defensive capacity. The methodology of the present thesis is a case study analysis. Four media companies were analyzed for the case studies: The New York Times, The Economist, The Financial Times, and Schibsted Media. The case study analysis shows: There is no universally superior strategy for dealing with generative AI. Rather, different combinations of fundamental market strategy and specific responses to disruption emerge. Furthermore, when considering how the influence of generative AI (and its likely future development) will unfold, three key areas can be identified for media companies with a publishing background, whose relevance is likely to continue to grow: differentiation, data, and user behavior.Nina-Sophi WoschitzEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 94-108Masterarbeit Universität Graz 202

    Characterization of novel regulatory factors involved in neutral lipid metabolism

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    Die Regulation des Lipidstoffwechsels ist ein komplexes Zusammenspiel vielfältiger Prozesse und Gegenstand eines breiten Spektrums wissenschaftlicher Untersuchungen, vor allem im Bereich der Biomedizin und Biotechnologie. Die involvierten metabolischen Signalwege und Gene sind bekannt, allerdings ist das Wissen über ihre Verbindung zu und Interaktion mit anderen metabolischen und regulatorischen Prozessen limitiert. Die Hefe Saccharomyces cerevisiae ist ein unverzichtbarer Modellorganismus in der Grundlagenforschung, nicht nur in klassischen Studien einzelner Gene, sondern auch in unterschiedlichen Methoden zur Analyse von polygenetischen Eigenschaften. Die hier vorliegende Arbeit basiert auf den Resultaten eines genetischen Screenings auf bisher unbekannte Faktoren, die in der Lipidspeicherung von Hefe involviert sind. Dazu wurden zwei Stämme mit unterschiedlichen Kapazitäten zur Speicherung von Neutrallipiden verglichen. Im Zuge dessen wurden drei neue Gene identifiziert, für die bisher noch keine Rolle im Lipidstoffwechsel bekannt war, PIG1, PHO23 und RML2. Sie sind in unterschiedliche zelluläre Prozesse involviert wie die Regulation der Glykogensynthese, die Histon-Deacetylierung und die mitochondriale Translation. Für die ausgewählten Gene wurden anhand von Allelsubstitutionen sowie Deletionen zwei Stämme mit unterschiedlichen Mengen an Speicherlipiden verglichen, um so die Rolle dieser Gene in der Speicherung von Neutrallipiden zu evaluieren. Neben phänotypischen Tests wurden auch Tests zur molekularen Funktion durchgeführt. Außerdem konnten wir durch die Kombination von Mutationen mögliche genetische Interaktionen zwischen den ausgewählten Genen und an der Regulation des Lipidmetabolismus beteiligten Enzymen aufzeigen und so eine mögliche funktionale Beziehung beschreiben. Basierend auf unseren Ergebnissen konnten wir bestätigen, dass die untersuchten Gene zur Neutrallipidspeicherung beitragen, auch wenn die molekularen Mechanismen ungeklärt bleiben. Weiters haben wir gezeigt, dass unser Ansatz eine vielversprechende Strategie zur Aufklärung der molekularen Grundlagen der Neutrallipidspeicherung in S. cerevisiae darstellt. Zukünftige Untersuchungen könnten weitere, bislang unbekannte Regulationswege aufdecken.Regulation of lipid metabolism is a complex trait of broad scientific interest, especially from the biomedical and biotechnological perspective. Although the metabolic pathways and genes involved in lipid metabolism and storage are well described, little is known about their connection to other metabolic and regulatory processes. The yeast Saccharomyces cerevisiae is a powerful model organism for basic research and provides not only the platform for classical single gene-based studies but also a multitude of methods for the analysis of polygenic traits. The work undertaken in this thesis is based on the results derived from a genetic screening for hitherto unknown factors with an involvement in storage lipid metabolism in yeast, where two strains with different capacities to store neutral lipids were compared. Consequently, three novel candidate causative genes PIG1, PHO23 and RML2 were identified that have not been previously described in relation to lipid metabolism. They are involved in diverse cellular functions, such as regulation of glycogen synthesis, histone deacetylation and mitochondrial translational processes. By analyzing lipid composition of allele substitutions and deletion mutants of the candidate causative genes between two strains accumulating different levels of storage lipids, we evaluated their involvement in neutral lipid accumulation. In addition to some phenotypic tests, their molecular functions were investigated in this thesis. Importantly, by combining mutations, we uncovered possible genetic interactions between the candidate genes and enzymes involved in regulation of lipid metabolism, suggesting a functional relationship between these genes. Based on our observations, we showed that these candidate genes contribute to neutral lipid accumulation, although their molecular functions remain unclear. We demonstrated that our approach is a promising strategy to unravel the molecular basis of neutral lipid storage in S. cerevisiae. Further investigations may uncover other, yet unknown regulatory pathways.submitted by Klavdija PačnikDissertation Universität Graz 2025Enthält Zusammenfassung in deutscher Sprach

    FNMA Magazin / Lehren Sie noch oder 'Daten' Sie schon?

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    Version of recor

    LGBTIQ+ and catholic identity in Bosnia and Herzegovina : Clash, deconstruction, and transcendence of normed identities : an empirical study

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    Die LGBTIQ+-Forschung repräsentiert und reflektiert einige der aktuellsten wissenschaftlichen, sozialen und theologischen Entwicklungen. Gegenstand dieser empirischen Studie sind LGBTIQ+-Personen in der katholischen Kirche in Bosnien und Herzegowina. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie gestalten LGBTIQ+-Personen ihre katholische und ihre LGBTIQ+-Identität?“ Die Forschungsfrage konzentriert sich auf vier Forschungskontexte: die LGBTIQ+-Community, die katholische Kirche, die bosnische Gesellschaft und den privaten Bereich von LGBTIQ+-Personen. Für diese Studie wurden insgesamt sechs Personen im Rahmen von Experteninterviews befragt. Unter Verwendung der Grounded Theory und mit Hilfe des Programms MAXQDA wurden die Interviews auf mehreren Ebenen analysiert. Die Hauptforschungsfrage wurde durch die Entwicklung von drei Identitätsbildungsmodellen beantwortet: Separationsmodell, Clash Modell und Integrationsmodell. Die vorliegende Forschung weist dabei auf die Fluidität des Prozesses der Identitätsentwicklung und -bildung hin. Im Kontext der Forschungsfrage präsentiert diese Studie zudem Forschungsergebnisse zur multiplen Diskriminierung von LGBTIQ+-Personen, zu ihre Situation In-between und In-both, zur zerstörerischen Kraft von Emotionen, zum Vorhandensein von Schmerz, Scham und Angst bei LGBTIQ+-Personen, zu den Erwartungen und Visionen für die Zukunft von LGBTIQ+-Personen sowie zum Potenzial von Aktivismus und sozialem Handeln. Abschließend entwickelt die Studie eine dreiteilige Theorie des Clash, der Dekonstruktion und der Transzendenz von Identität(en) und weist zudem auf ein wichtiges theologisches Merkmal hin: die Katholizität der LGBTIQ+-Identitäten. Die vorliegende empirische Forschung zu LGBTIQ+-Personen in der katholischen Kirche von Bosnien-Herzegowina verleiht dieser Studie einen wegweisenden theologischen Pioniercharakter.LGBTIQ+ research represents some of the most current scientific, social and theological developments. The subject of this empirical study are LGBTIQ+ people in the CatholicChurch in Bosnia and Herzegovina. The main research question that brought them closer to their experiences is: "How do LGBTIQ+ people shape their Catholic and LGBTIQ+ identity?"The research question is focused on four research contexts: the LGBTIQ+ Community, the Catholic Church, Bosnian society and the private sphere of LGBTIQ+ people. A total of sixpeople were interviewed for this study through expert interviews. Using Grounded Theory, with the help of the MAXQDA program, multiple layers of interviews and their phenomena were analyzed. The main research question was answered through the development of three identity formation models: Separation model, Clash model and Integration model. This research also points to the fluidity of the process of identity development and formation.In addition to the research question, this study presents the results of research that are thematically categorized as multiple discrimination against LGBTIQ+ people, In-betweenand In-both, the destructive power of emotions, the presence of pain, shame and fear in LGBTIQ+ people, expectations and visions for the future of LGBTIQ+ people, and the potential of activism and social action.In the final, this research develops a threefold theory of clash, deconstruction, and transcendence of identity. Ultimately, this study points to a key theological componentand Catholicity within LGBTIQ+ identities. Empirical research on LGBTIQ+ people in the Catholic Church in Bosnia and Herzegovina gives this study a pioneering theological character.Tanja GrabovacDissertation Universität Graz 2025Archivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet AT-OeNB pdage

    Dual residence as a care model : a legal grey area with challenges and uncertainties

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    Diese Diplomarbeit befasst sich mit dem Betreuungsmodell der Doppelresidenz, das trotz praktischer Anwendung in der österreichischen Rechtsordnung bislang nicht gesetzlich normiert ist. Obwohl der Gesetzgeber weiterhin am Residenzmodell mit einem „hauptsächlich betreuenden Elternteil“ festhält, erklärte der Verfassungsgerichtshof im Jahr 2015 (Erk G 152/2015) die Doppelresidenz für zulässig – vorausgesetzt, sie entspricht dem Kindeswohl. Eine gesetzliche Grundlage besteht jedoch bis heute nicht. Weiterhin wird gesetzlich die Festlegung einer hauptsächlichen Betreuung verlangt, um einen nominellen Anknüpfungspunkt für verwaltungsrechtliche Rechtsfolgen zu schaffen. Dies steht jedoch in Widerspruch zur Struktur einer gleichteiligen Betreuung, wie sie das Doppelresidenzmodell vorsieht. Diese gesetzliche Grauzone führt in der Praxis zu erheblichen Unsicherheiten. Insbesondere die Festlegung des Hauptwohnsitzes, die Anspruchsberechtigung für die Familienbeihilfe, das Aufenthaltsbestimmungsrecht, die Kontaktregelungen sowie unterhaltsrechtliche Fragen sorgen bei annähernd gleichteiliger Betreuung regelmäßig für Konfliktpotenzial zwischen den Eltern. Aufgrund des Fehlens klarer gesetzlicher Vorgaben war der OGH dazu angehalten, die rechtlichen Voraussetzungen durch Rechtsprechung selbst herauszuarbeiten. Die Arbeit bietet eine systematische Analyse der einschlägigen Rechtslage de lege lata, unter Einbeziehung der Judikatur von OGH und VfGH. Darüber hinaus werden die praktischen Auswirkungen der derzeitigen Regelung aufgezeigt und bewertet. Ein rechtsvergleichender Blick auf Deutschland, Belgien, Frankreich und England macht deutlich, dass andere europäische Rechtsordnungen bereits gesetzliche Modelle zur Doppelresidenz geschaffen haben oder ihr zumindest offener gegenüberstehen. Die Arbeit kommt zum Ergebnis, dass der österreichische Gesetzgeber dringend gefordert ist, die Doppelresidenz als gleichwertige Betreuungsform gesetzlich anzuerkennen, ihre Voraussetzungen und Rechtsfolgen klar zu regeln und damit sowohl dem Kindeswohl als auch der Gleichstellung beider Eltern Rechnung zu tragen. Nur so kann der zunehmenden gesellschaftlichen Realität moderner Familienformen auch auf rechtlicher Ebene adäquat begegnet werden.This thesis examines the dual residence care model, which, despite its practical application, has not yet been legally codified in Austrian law. Although the legislature continues to adhere to the residence model with a "primarily custodial parent," the VfGH declared dual residence permissible in 2015 (Erk G 152/2015) – provided it is in the best interests of the child. However, a legal basis for this still does not exist. The law also requires the determination of primary care in order to create a nominal starting point for administrative legal consequences. However, this contradicts the structure of equal care, as envisaged by the dual residence model. This legal gray area leads to considerable uncertainty in practice. In particular, the determination of primary residence, eligibility for family benefits, the right to determine a child's place of residence, contact arrangements, and maintenance law issues regularly create potential for conflict between parents in cases of almost equal care. Due to the lack of clear legal guidelines, the OGH was required to establish the legal requirements itself through case law. This study offers a systematic analysis of the relevant legal situation de lege lata, including the case law of the VfGH and the OGH. Furthermore, the practical implications of the current regulations are highlighted and evaluated. A comparative legal analysis of Germany, Belgium, France, and England reveals that other European legal systems have already created statutory models for dual residence or are at least more open to it. This study concludes that the Austrian legislature is urgently called upon to legally recognize dual residence as an equivalent form of care, to clearly regulate its requirements and legal consequences, and thus to take into account both the best interests of the child and the equality of both parents. Only in this way the increasing social reality of modern family forms can be adequately addressed at the legal level.vorgelegt von Bianca NarrathDiplomarbeit Universität Graz 202

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