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A cognitive approach to borrowing : german loans in sinti-Manuš romani
Sinti-Manuš Romani weist aufgrund des mehr als 400 Jahre währenden Sprachkontakts mit Deutsch eine umfangreiche Schicht deutscher Lehnwörter auf. Die vorliegende Arbeit untersucht die deutsche Lehnwortschicht in den zwei Sinti-Manuš Romani Varietäten Shinto Rosengro und Manouche d'Auvergne. Durch den Fokus auf die in Italien beheimatete Varietät Shinto Rosengro und die in Frankreich beheimatete Varietät Manouche d'Auvergne kann die Robustheit der vorliegenden deutschen Entlehnungen gewährleistet werden, da Deutsch nicht mehr zu den primären Kontaktsprachen zählt. Im Einzelnen werden die in beiden Varietäten vorkommenden deutschstämmigen Lehnwörter sowie die entsprechenden Integrationsprozesse untersucht. Es werden Fallstudien zu Phonologie, Semantik und zu morphologischen Prozessen durchgeführt und kognitive Mechanismen wie Entrenchment-, Frequenz- und Similarity-Effekte zur Erklärung der beobachteten Ergebnisse herangezogen. Durch eine umfassende Untersuchung dieser Wechselwirkungen strebt diese Arbeit an einen Beitrag zum interdisziplinären Gebiet der kognitiven Kontaktlinguistik leisten.Due to more than four centuries of contact with German, Sinti-Manuš Romani exhibits an extensive layer of German loans. The present thesis investigates the German loanword layer in two varieties of Sinti-Manuš Romani, namely Shinto Rosengro and Manouche d’Auvergne. By focusing on the Italy-based variety Shinto Rosengro and the France-based variety Manouche d’Auvergne, the robustness of the observable German loans can be ensured, as German is no longer among the primary contact languages. In detail, the thesis takes a look at German-derived items present in both varieties and at the respective integrational processes. Case studies on morphological processes, phonology and semantics are conducted, and cognitive mechanisms, such as effects of entrenchment, frequency, and similarity, are adduced to explain the observable outcomes. Through a comprehensive examination of these interactions, this thesis seeks to contribute to the interdisciplinary field of Cognitive Contact Linguistics.vorgelegt von Daphne ReitingerMasterarbeit Universität Graz 202
Methoden und Techniken des NLP als Beitrag zu beruflichem und privatem Erfolg
Zusammenfassung Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Neuro-Linguistischen Programmieren (NLP). NLP gilt als eine Sammlung von Methoden und Kommunikationstechniken, die es ermöglichen, die Struktur subjektiver Erfahrung zu studieren und psychische Prozesse im Menschen zu beeinflussen. Neurolinguistisches Programmieren ist vielseitiger Kritik ausgesetzt, weshalb im weiteren Verlauf dieser Masterarbeit, die Entstehung des NLP beschrieben und seine Anwendung kritisch beleuchtet wurde. Ebenso wurden Methoden und Techniken des NLPs näher ausgeführt. Das Ziel dieser Forschungsarbeit war herauszufinden, welche Methoden und Techniken des NLPs beruflichen und privaten Erfolg befördern. Gleichzeitig wurde das Phänomen Erfolg beleuchtet. Dafür wurden mögliche Kriterien für Erfolg theoriegestützt erarbeitet und daraus Kategorien gebildet. Die empirische Erhebung erfolgte mit zehn Absolvent/innen von NLP-Ausbildungen am Institut für Humankompetenz durch Führen eines Expert/inneninterviews und wurde mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass sich Methoden und Techniken des NLPs positiv auf beruflichen und privaten Erfolg ausgewirkt haben. Dabei spielen die persönliche Einstellung und die Qualität von Beziehungen eine entscheidende RolleAbstract This master thesis deals with Neuro - Linguistic Programming (NLP). NLP is a collection of methods and communication techniques which enables us to study the structure of subjective experiences and to influence psychological processes of human beings. Neuro – Linguistic Programming is subject to diverse criticism and therefore this master thesis gives insights into the development of NLP and critically examines its practice. Moreover it provides further detail on methods and techniques of NLP. The aim of this research paper was to find out which methods and techniques of NLP lead to professional and private success. At the same time the phenomenon success was illuminated. Therefore based on theoretical input, different possible criteria for success where elaborated and afterwards summarized into categories. The empirical study was conducted with the help of ten graduates from the Institute of Human Competence. They were interviewed and those interviews were analyzed using the Mayring approach. The results show that techniques and methods of Neuro – Linguistic Programming (NLP) had a positive impact on professional and private success. Moreover the personal attitude and the quality of relationships play a crucial role.Perwein, Dagmar BEdMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Homosexuality in criminological discourse around 1900
Die Liebe zwischen Personen desselben Geschlechts wurde in der Zeit um 1900 als schweres Laster betrachtet. Nach und nach wurden jedoch zunehmend Stimmen laut, die die Straffreiheitder Homosexualität forderten. Dies führte zu einer spannenden Debatte sowohl in der Kriminalwissenschaft als auch in der Gesellschaft. Die vorliegende Diplomarbeit behandelt den Zeitraum beginnend in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und endet mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs. Im Anschluss an eine einleitende Diskussion über die mit dem Thema zusammenhängenden Terminologien, erfolgt im ersten Hauptkapitel eine Untersuchung der relevanten strafrechtlichen Normen. Dabei wird die Rechtslage von der Antike bis zum Strafgesetzbuch 1852 dargelegt. Die strafrechtshistorische Entwicklung reicht von der Todesstrafe durch Verbrennung bis zur endgültigen Straflosstellung im Jahr 1971. Zudemwerden die Unterschiede in der Gesetzgebung in verschiedenen europäischen Ländern beleuchtet sowie die österreichische Kriminalstatistik in Hinblick auf die Verurteilungen aufgrund des Tatbestands der „widernatürlichen Unzucht“ dargelegt. Den Abschluss und einen Schwerpunkt der vorliegenden Diplomarbeit bildet ein Kapitel über die Perspektiven bedeutender Kriminologen in Bezug auf die strafrechtliche Behandlung gleichgeschlechtlicher Handlungen, wobei insbesondere die Frage nach der Ätiologie, der Entwicklung sowie den Erscheinungsformen der Homosexualität beantwortet werden soll. Im Zuge dessen werden die Anlage- und die Erwerbstheorie gegenübergestellt. Ziel der Arbeit ist es, die Erkenntnisse des kriminalwissenschaftlichen Diskurses näher zu analysieren und die Meinungen und Ansichten zu vergleichen.In the late 19th century, same-sex love was regarded as a serious vice. However, as time passed, more and more voices were raised calling for the impunity of homosexuality. This led to an exciting debate both in criminology and in society. This thesis deals with the period beginning in the second half of the 19th century and ending with the beginning of the Second World War. The introductory discussion of the terminology associated with the topic is followed by an examination of the relevant criminal law norms. The legal situation from antiquity to the Criminal Code of 1852 is outlined, with a historical development that ranges from the death penalty by burning to the final decriminalization in 1971. In addition, the differences in legislation in various European countries are examined, and Austrian criminal statistics are presented with regard to convictions for the offence of ‘unnatural fornication’. The final chapter of this thesis project presents the perspectives of important criminologists regarding the criminal treatment of same-sex acts and forms the conclusion and a focal point of this diploma thesis, in which the question of the aetiology, development and manifestation of homosexuality is to be answered. In doing so, the Theory of Acquisition will be contrasted with the Theory of Disposition. The aim of this work is to analyse the results of the forensic discourse in more detail and to compare the options and views.vorgelegt von Reinhard GlashüttnerDiplomarbeit Universität Graz 202
The Compliance Function in the Digital Markets Act (DMA) and the Data Protection Officer under the General Data Protection Regulation (GDPR): A Comparative Analysis
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der vergleichenden Analyse der Compliance-Funktion im Digital Markets Act (DMA) und der Funktion des/der Datenschutzbeauftragten nach der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Der digitale Wandel und die fortschreitende Digitalisierung stellen Unternehmen und Gesetzgeber vor neue Herausforderungen. Mit der digitalen Agenda der Europäischen Union wurde eine Ära der Technologieregulierungen eingeleitet, in deren Rahmen sowohl die DS-GVO als auch der DMA erlassen wurden. Während der Fokus der DS-GVO auf dem Schutz personenbezogener Daten liegt, normiert der DMA weitreichende Verhaltensregeln für sogenannte „Gatekeeper“, also jene Big-Tech-Unternehmen, die als Zugangstor im digitalen Markt agieren. Besonders bemerkenswert ist, dass beide Verordnungen eine interne Stelle zur Selbstkontrolle der Verpflichteten schaffen. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Funktionen werden eingehend beleuchtet. Zu diesem Zweck wird zunächst ein Überblick über die Ausgestaltung der jeweiligen Funktion gegeben. Es werden unter anderem die Ziele, der Anwendungsbereich, die Aufgabenbereiche, die organisatorische Einbindung sowie die Kompetenzen dargestellt. Danach folgt eine Gegenüberstellung der Besonderheiten und Parallelen. Abschließend wird ein Fazit gezogen, in dem insbesondere die Frage beantwortet wird, inwieweit sich der Unionsgesetzgeber bei der Ausgestaltung der Compliance-Funktion an der Funktion des/der Datenschutzbeauftragten orientiert hat.This thesis is dedicated to a comparative analysis of the compliance function in the Digital Markets Act (DMA) and the function of the data protection officer under the General Data Protection Regulation (GDPR). The digital transformation and advancing digitalization pose new challenges for companies and legislators. The European Union's digital agenda has ushered in an era of technology regulation, as part of which both the GDPR and the DMA were enacted. While the GDPR focuses on the protection of personal data, the DMA standardizes far-reaching rules of conduct for so-called "gatekeepers", i.e. those big tech companies that act as access gates in the digital market. It is particularly noteworthy that both regulations create an internal body for self-regulation of the obligated parties. The similarities and differences between these functions will be examined in detail. To this end, an overview of the structure of each function is first provided. Among other things, the objectives, scope of application, areas of responsibility, organizational integration and competencies are presented. This is followed by a comparison of the special features and parallels. Finally, a conclusion is drawn in which, in particular, the question is answered as to the extent to which the Union legislator has based the design of the compliance function in the DMA on the function of the data protection officer.vorgelegt von Sandra MaleticDiplomarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Diversity at the workplace : requirements for companies with regard to supportive diversity management for LGBTQIA+ managers
In einer Zeit der rasanten Globalisierung und steigender internationaler Fusionen ist der Fokus auf die Vielfältigkeit eine immer wichtigere Ressource. Die Arbeit mit Diversity ist verbunden mit einer Vielzahl an Veränderungen in der heutigen Gesellschaft. Die Komplexität, welche mit dem Wandel einhergeht, verändert sowohl Organisationen als auch die Wirtschaft fortwährend. Diversity führt zu Überlegungen hinsichtlich Gleichheit und Unterschiedlichkeit, eröffnet Möglichkeiten, birgt aber auch Herausforderungen. Diversity Management bietet dabei eine Möglichkeit durch die Ressource Vielfalt dem Konkurrenzdruck am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken, sich für Bewerber:innen attraktiver zu positionieren sowie die Gewinnung und Bindung von Mitarbeiter:innen zu fördern. Eine vielfältige Belegschaft schafft Profitabilität. Denn Unternehmen, die eine heterogene Personalpolitik verfolgen, reagieren um ein Vielfaches agiler auf die sich stets im Wandel befindlichen Umweltbedingungen. In der österreichischen Unternehmenskultur herrschte lange das Prinzip persönliche Aspekte der Mitarbeiter:innen, wie die „sexuelle Orientierung“, als reine Privatsache und dadurch nicht als gewichtiges betriebliches Handlungsfeld wahrzunehmen. Durch die immer sichtbarere Relevanz von Diversity Management erhalten nun auch diese persönlichen Aspekte mehr Aufmerksamkeit in Unternehmen. Speziell nicht-heterosexuelle Personen verstecken ihre sexuelle Orientierung vor dem beruflichen Umfeld. LGBTQIA+ Zugehörige haben oftmals den Eindruck ihre persönliche sexuelle Identität, und damit bis zu einem gewissen Maß sich selbst, verleugnen zu müssen. Dies wiederum führt dazu, dass selbst einfachste Fragen, wie etwa über den Urlaub oder das Wochenende, zu massiven Stresssituation für die betroffenen Personen führen können. Wissensdefizite im Umgang mit Kolleg:innen der Community führen zu Teamkonflikten und Ausgrenzungen. Nicht nur LGBTQIA+ Mitarbeiter:innen ist Sicherheit zu vermitteln, auch ihren Kolleg:innen ist durch eine zielführende Aufklärungspolitik Orientierung und Sicherheit in der Zusammenarbeit zu ermöglichen. Die Implementierung eines ganzheitlichen Diversity Managements schafft Aufklärung, Sicherheit, Toleranz und Akzeptanz und führt das Unternehmen in eine zukunftsfähige Personalführung.In an era of rapid globalization and an increasing number of international mergers, the focus on diversity is an increasingly important resource. Working with diversity is linked to a multitude of changes in today's society. The complexity that comes with change is constantly transforming, both organizations and the economy as a whole. Diversity leads to considerations regarding equality and difference, creates opportunities, but also poses challenges. Diversity management offers a chance to use diversity as a resource to counteract competitive pressure on the labor market, to position itself as an employer more attractively for applicants and to promote the recruitment as well as retention of employees. A diverse workforce creates profitability. Due to the fact that companies which pursue a heterogeneous HR policy are able to react much more agilely to the constantly changing environmental conditions. For a long time, Austrian corporate culture was based on the principle that personal attributes of employees, such as "sexual orientation", were purely a private matter and therefore not perceived as an essential area for action within an organization. Due to the increasingly visible relevance of diversity management, these personal aspects are now also receiving more attention in companies. Non-heterosexual people in particular hide their sexual orientation from their professional environment and LGBTQIA+ members often have the impression that they have to deny their personal sexual identity, and therefore themselves to a certain extent. This in turn means that even the simplest questions, such as about vacations or weekend activities, can lead to massive stress situations for the people concerned. Further Knowledge deficits in dealing with colleagues from the community can result in team conflicts and exclusion. However, it is not only LGBTQIA+ employees who need to be provided with security, their colleagues also need to be given orientation and security in working together by a targeted awareness-raising policy. Accordingly, the implementation of a holistic diversity management creates awareness, safety, tolerance and acceptance and leads the company into the future of HR management.Peter NeundlingerMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
FlexCo the future of participation in companies? : an analysis of the act on flexible companies under consideration of company value shares
Die Anzahl der Start-Ups hat in Österreich in den letzten Jahren enorm zugenommen. Start-Ups wünschen eine flexible Anteilsgabe, wenig Bürokratie und eine Möglichkeit, Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben zu lassen. Die bisherigen Optionen stellen Unternehmen und Mitarbeiter vor steuerlichen Hürden.Der Gesetzeber hat sich diesem Problem angenommen und eine neue Kapitalgesellschaftsrechtsform geschaffen: die Flexible Kapitalgesellschaft. Im Zuge dessen wurde auch im Rahmen des Start-Up-Förderungsgesetzes eine steuerliche Begünstigung für Mitarbeiter nach § 67a EStG geschaffen.Das Ziel dieser Arbeit ist es, zu klären, ob die neue Rechtsform speziell für Start-Ups die versprochenen Vorteile bietet. Außerdem wird geklärt, ob durch die Einführung der Rechtsform eine Möglichkeit geschaffen wurde, Mitarbeiter zu beteiligen. In weiterer Folge wird untersucht, ob die Mitarbeiter einen steuerlichen Vorteil aus der Start-Up-Mitarbeiterbeteiligung ziehen können.Um die genannten Fragen zu beantworten, wurde der Gesetzestext umfassend analysiert sowie einschlägige Literatur und Kommentare herangezogen. Um die steuerlichen Vorteile darzulegen, wurden Rechnungen mit verschiedenen Ausgangslagen und Szenarien dargestellt.Die Arbeit hat gezeigt, dass die Flexible Kapitalgesellschaft weitgehend die Wünsche der Start-Ups erfüllt. Insbesondere die Einführung der Unternehmenswert-Anteile stellt eine geeignete Form dar, Mitarbeiter am Unternehmen zu beteiligen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass das Gesetz noch offene Fragen rechtlicher Natur aufwirft, welche vom Gesetzgeber oder im Rahmen der Rechtsprechung geklärt werden müssen. Betreffend der eingeführten Steuerbegünstigung lässt sich sagen, dass diese zwar einen Steueraufschub schafft, jedoch zeigen die Rechnungen, dass in den meisten Praxisfällen keine absolute Steuerbegünstigung zu verzeichnen ist. In diesen Fällen besteht noch Überarbeitungsbedarf.The number of start-ups has increased enormously in the past years. Start-ups want to allocate their shares flexibly, little bureaucracy and an opportunity to let employees participate in the success of the company. The existing options cause major tax problems for the employees.The legislation has addressed this problem and created a new corporate legal form in Austria: the flexible company. In addition, the introduction of the FlexCo is accompanied by a tax novelty, which is intended to lead to a tax advantage for employee participation.The aim of the thesis is to point up whether the new company form offers the promised advantages especially for start-ups. Further it will be examined whether the introduction of the legal form creates an opportunity to involve employees and whether employees have a tax advantage through the start-up employee-participation schemes.In order to answer these questions, the flexible company act was comprehensively analysed and the relevant literature and commentaries were used. In order to demonstrate the tax advantages, calculations with different scenarios were presented.The work has shown that the flexible company fulfils the wishes of start-ups in most parts. In particular, the introduction of company value shares is a suitable opportunity for employees to participate in the company. However, it has been shown that the flexible company act still raises unanswered questions, which need to be clarified by the legislator or through judicature. Regarding to the tax-related implications, it can be said that it is good that the taxation occurs only after the participation has been sold. This will definitely prevent the dry income problem. However, the calculations show that even though they introduced a new tax scheme, there is no absolute tax advantage in terms of the amount the employees must pay. That is why there is still need for revision.vorgelegt von Antonia SperlDiplomarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Obligatory and optional civil marriage : historical developement and current law
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit den verpflichtenden Formvorschriften der Eheschließung. Zu Beginn der Arbeit wird die historische Entwicklung der bis heute geltenden obligatorischen Zivilehe dargestellt. Seit 1938 gilt in Österreich die Zivilehe. Davor kämpften sowohl Staat als auch Kirche um den Kompetenzbereich der Eheschließung. Aufgrund des 2. Weltkrieges gab es jedoch auch einige Ausnahmen von Formerfordernissen. Danach beschäftigt sich die Arbeit mit den grundrechtlichen Aspekten der Eheschließung. Bei der Erlassung von Gesetzen müssen die Grundrechte immer mitberücksichtigt werden. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Novellen nicht nur vom Gesetzgeber herbeigeführt, sondern auch der VfGH hat einzelne Passagen aufgehoben und somit als negativer Gesetzgeber agiert. Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit den geltenden Formvorschriften der Eheschließung und mit den Konsequenzen der Nichteinhaltung. Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit der fakultativen Zivilehe. Diese ist das Pendant zur obligatorischen Zivilehe. In einigen europäischen Ländern ist diese Form der Eheschließung möglich. Als ein mögliches Beispiel für eine fakultative Ehe wird eine religiöse Eheschließung angeführt, da diese immer noch von vielen Personen zusätzlich zur obligatorischen Ehe in Anspruch genommen wird. Es werden auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur obligatorischen Zivilehe angeführt. Zu beachten ist jedoch, dass sich die fakultative Ehe nicht nur auf die religiöse Eheschließung beschränkt.This diploma thesis deals with the compulsory formal requirements for marriage. At the beginning of the thesis, the historical development of compulsory civil marriage, which is still in force today, is presented. Civil marriage has been in legal force in Austria since 1938. Before that, the state and church were fighting over the jurisdiction of marriage. Due to the Second World War, there were also some exceptions to the formal requirements. Then the work deals with the constitutional aspects of marriage. Constitutional rights must always be taken into account when enacting laws. In the past few years, numerous legal novelties have not only been brought about by the legislator, but the Constitutional Court has also annulled individual passages and so acted as a negative legislator. The next chapter deals with the existing formal requirements for marriage and the consequences of non-compliance. The last chapter deals with optional civil marriage. This is the equivalent of obligatory civil marriage. In some European countries, this form of marriage is possible. Religious marriage is one possible example of an optional marriage, as it is still used by many people in combination with obligatory marriage. The similarities and differences to obligatory civil marriage are also listed. However, it should be noted that optional marriage is not limited to religious marriage.vorgelegt von Christina KrillDiplomarbeit Universität Graz 202
Through the camera hole : Carollian elements in the Hitchcockian cinematic landscape
Lewis Carrolls Bücher über die Abenteuer eines Mädchens namens Alice gelten als die Klassiker der Welt. Diese Arbeit untersucht ein wiederkehrendes Muster von Carrollian-Motiven aus Alice’s Adventures in Wonderland (1865) und Through the Looking Glass und What Alice Found There (1871) in drei Alfred Hitchcocks Filmen: Rebecca (1940), Notorious (1946) und Psycho (1960). Alfred Hitchcocks filmisches Werk wird argumentiert, dass es voll von carrollianischen Elementen wie Träumen, Stürzen, Türen und Identitätsrätseln ist. Sie sind nicht nur Teil der Ikonographie des Regisseurs, sondern tauchen das Publikum auch in die filmische diegetische Welt ein und verstärken die psychologische Intensität. Durch die Untersuchung der carrollianischen Elemente in Hitchcocks Filmen durch verschiedene filmische Techniken versucht diese Forschung, eine neue Perspektive auf Hitchcock-Studien zu bieten. Die hitchcarrollianische Beziehung wird in Bezug auf Adaptionsstudien als das am besten geeignete Rahmenwerk definiert, um Carroll und Hitchcock als Vertreter der Literatur bzw. des Films zu überbrücken. Obwohl beide Figuren britische Wurzeln haben, wird angenommen, dass Hitchcocks Umzug nach Amerika seine kulturelle Identität erheblich beeinflusst. Folglich interessiert sich diese Arbeit auch dafür, wie carrollianische Motive, die das "Hitchcockianische Unbewusste" als viktorianisches Kind darstellen, im Rahmen transnationaler Studien mit seiner zusammengesetzten Nationalität verflechten.Lewis Carroll’s books about the adventures of a girl named Alice are considered to be the world’s classics. This thesis explores a recurring pattern of Carrollian motifs from Alice’s Adventures in Wonderland (1865) and Through the Looking Glass, and What Alice Found There (1871) in three Alfred Hitchcock's movies: Rebecca (1940), Notorious (1946), and Psycho (1960). Alfred Hitchcock’s cinematic oeuvre will be argued to be full of such Carrollian elements as dreams, falls, doors, and identity puzzles. Not only are they part of the director’s iconography, but they also immerse the audience in the cinematic diegetic world and enhance psychological intensity. By examining the Carrollian elements in Hitchcock's movies through various cinematic techniques, this research seeks to offer a fresh perspective on Hitchcock studies. The Hitchcarrollian relationship will be defined in terms of adaptation studies as the most suitable framework to bridge Carroll and Hitchcock as representatives of literature and film, respectively. Additionally, although both figures share British origins, Hitchcock’s move to America is believed to significantly influence his cultural identity. Consequently, this thesis is also interested in how Carrollian motifs, representing the “Hitchcockian unconscious” as a Victorian child, intertwine with his composite nationality within the framework of transnational studies.vorgelegt von Svetlana SavekinaLiteraturverzeichnis: Blätter 64-68Masterarbeit Universität Graz 202
Animating difference : multi-ethnic representation in contemporary animated Disney films
Die Walt Disney Company nimmt innerhalb der Medienlandschaft eine Ausnahmestellung ein, da sie seit über einem Jahrhundert Kinder und Erwachsene weltweit verzaubert. Ziel dieser Masterarbeit ist es, einen Überblick über multiethnische Darstellungen in zeitgenössischen Disney-Animationsfilmen (ab den 1990er Jahren) zu geben. Um zu vergleichen und zu evaluieren, wie sich die Darstellung von nicht-westlichen Kulturen im Laufe der Zeit entwickelt hat, wurden drei Filme für die Hauptanalyse ausgewählt: Mulan (1998), Küss den Frosch (2009) und Vaiana (2016). All diese Filme sind repräsentativ für verschiedene Konzepte und Strategien, die im jeweiligen Entstehungszeitraum und dessen kulturellen Kontext für die Darstellung von Ethnien angewandt werden. Die Relevanz dieses Themas ergibt sich aus dem großen Einfluss, den Disney-Filme auf die Wahrnehmung anderer Kulturen beim Publikum haben, insbesondere bei der jungen Zielgruppe. Dies gilt sowohl für die Wahrnehmung anderer Kulturen aus westlicher Sicht, als auch für die Selbstwahrnehmung des nicht-westlichen Publikums. Die Analyse konzentriert sich auf mehrere Aspekte, darunter das Setting, visuelle und auditive Elemente, Charaktere, die Gesamtkomposition und Themen innerhalb der Handlung. Untersucht werden die eingesetzten Strategien, ihr Umfang und ihr Aufbau, das Ausmaß der Recherche, dem Fokus auf Authentizität im Produktionsprozess, sowie die Auswirkungen der Darstellungen auf die Konsument:innen. Die vergleichende Analyse zeigt, wie sich die multiethnische Darstellung im Laufe der Zeit entwickelt hat und wie sich Disneys Herangehensweise und Vision in diesem Bereich verändert haben. Die Masterarbeit zeigt, dass sich frühere Filme eher auf stereotype und eindimensionale Darstellungen stützen, während neuere Filme einen nuancierteren Produktionsprozess durchlaufen und ein stärkeres Bewusstsein für die jeweilige Kultur aufweisen, indem sie beispielsweise häufig auf authoritative kulturelle Quellen und intensive Recherche zurückgreifen.The Walt Disney Company holds an exceptional position within media, as it has been captivating children and adults worldwide for over a century. This master’s thesis aims to provide an overview of multi-ethnic representation in contemporary animated Disney films (from the 1990s onwards). To compare and evaluate how representations of non-Western ethnicities have evolved over time, three films were selected for the main analysis: Mulan (1998), The Princess and the Frog (2009), and Moana (2016). All these films are representative of various concepts and strategies applied for ethnic representation during their respective time period and cultural context. The relevance of this topic stems from the great influence Disney films exert on audience perception of ethnicity, especially among their young target demographic. This includes both the perception of other cultures through the Western lens, as well as self-perception of non-Western viewers. The analysis focuses on several aspects, including setting, visual and auditory elements, characters, overall composition, and themes within the story. It examines the strategies employed, and their extent and structure, the degree of research and authenticity in the production process, and the effects of the representations on the viewers. The comparative analysis reveals how multi-ethnic representation has progressed over time, and how Disney’s approach and vision have changed regarding this matter. The thesis shows that earlier films tend to rely more heavily on stereotypical and one-dimensional representations, whereas more recent films exhibit a nuanced approach and heightened cultural awareness by, for instance, frequently drawing on authoritative cultural sources and thorough research.vorgelegt von Elisabeth NeuholdLiteraturverzeichnis: Blätter 76-84Masterarbeit Universität Graz 202
Apahasia diagnostics in a linguistically and culturally diverse context. Qualitative survey of therapists and patients
Menschen mit Aphasie stehen vor großen kommunikativen Herausforderungen, die nicht nur die Zugänglichkeit und Qualität von Gesundheitsleistungen, sondern auch ihre allgemeine Lebensqualität beeinträchtigen und zu sozialer Isolation führen können. Von Aphasien betroffen sind etwa ein Drittel aller Patient:innen nach einem Schlaganfall, 15% der Patient:innen nach einer Hirnblutung und 1,9% der Patient:innen nach einem Schädelhirntrauma. Angesichts des Anstiegs alterassoziierter Erkrankungen wird damit gerechnet, dass auch die Zahl der durch Schlaganfälle bedingten Aphasien zunimmt. Gleichzeitig wächst durch Migrationsbewegungen die sprachliche und soziokulturelle Diversität – auch bei Menschen mit Neurorehabilitationsbedarf. Personen mit anderer Erstsprache als der an ihrem Wohnort dominanten Umgebungssprache finden sich oftmals schlechter im Gesundheitssystem zurecht, erhalten weniger bis keine kulturell adäquaten Informationen und treten seltener mit den Gesundheitsberufen in Kontakt. Es ist anzunehmen, dass sich diese Benachteiligung bei Vorliegen einer Aphasie nochmals verstärkt. Ziel der logopädischen Diagnostik bei Verdacht auf Aphasie ist es, zwischen einer rein sprachlichen und einer auf Beeinträchtigung anderer kognitiver Leistungen basierenden Störung zu unterscheiden, die spezifischen Symptome zu erfassen, die erhaltenen sprachlichen Fähigkeiten abzubilden und den Schweregrad der Aphasie festzustellen. Damit ist sie zentral dafür, Inhalte und Ziele der nachfolgenden Therapie ableiten zu können. Bei einer Diskrepanz zwischen den Erstsprachen von Therapeut:in und Patient:in benötigen Logopäd:innen vielfältiges linguistisches und kulturelles Wissen, um die sprachlichen Symptome ihrer Patient:innen richtig einordnen und mögliche kulturelle Einflüsse berücksichtigen zu können. Bei mehrsprachigen Patient:innen müssen sie zudem in der Lage sein, zwischen typischen Merkmalen multilingualen Sprachgebrauchs, wie Transfer oder Code-Switching, und aphasischen Symptomen zu differenzieren.Der Großteil der zum Thema vorhandenen Publikationen stammt aus Australien, Neuseeland und den USA und bildet die dortige Versorgungsrealität ab, diskutiert mehrsprachige Diagnostikmaterialien oder beschreibt die Symptome mehrsprachiger Aphasien. Weniger Aufmerksamkeit haben bis dato kulturelle Unterschiede in Pragmatik und Diskurs, kulturelle Adäquatheit von Testmaterialien und Testsetting, sowie die Darstellung der Versorgungsrealität aus Sicht von Patient:innen und Angehörigen erhalten.Im Rahmen dieser Arbeit wurden die Erfahrungen von 4 Logopäd:innen und einer Person mit Aphasie in Bezug auf Aphasiediagnostik im sprachlich-kulturell diversen Setting gesammelt. Von besonderem Interesse war dabei, welche Strategien Logopäd:innen verfolgen und wie kompetent sie sich unter Betrachtung der ihnen zur Verfügung stehenden Materialien, Leitfäden und Informationen fühlen bzw. wie adäquat die Betreuung, unter anderem in Bezug auf sprachliche Kompetenz und kulturelle Sensibilität, auf Patientenseite wahrgenommen wird. Es war nicht Ziel der Arbeit, die Versorgungsrealität in Österreich flächendeckend abzubilden, sondern anhand von Einblicken in die Lebensrealitäten von Aphasiepatient:innen und Logopäd:innen zentale Aspekte der Diagnostik, sowie Ressourcen und Barrieren der Versorgung zu identifizieren.Due their communicative impairment, people with aphasia are facing challenges accessing healthcare and are at risk of becoming socially isolated and experience limitations in their quality of life. About one third of all stroke patients suffer from aphasia, alongside 15% of patients with a cerebral hemorrhage and 1,9% of patients with traumatic brain injury. Considering that the number of age-associated diseases is rising, an increase in post-stoke aphasia has to be expected. At the same time, socio-cultural diversity is growing due to worldwide migration, which means that also people with neurorehabilitation needs are becoming more diverse. However, people whose first language is different from the language mainly spoken in their country of residence often have limited access to health services and experience difficulties receiving culturally and linguistically appropriate health information. It is to be believed that these inequalities are even more distinctive if a culturally and linguistically diverse person is aphasic.Language assessment aims to differentiate between specifically linguistic impairments and impairments of perception and cognition that can also produce linguistic symptoms. What is more, it should detect the impaired language areas, the preserved abilities and the severity of aphasia in order to determine the contents and goals of the therapy. Whenever the patient and the speech language therapist (SLT) do not share a (first) language, this becomes a challenging task. In order to appropriately classify the symptoms, SLTs need to have extensive cultural and linguistic knowledge about their patients‘ background. Also, they need to distiguish aphasic symptoms from patterns of multilingual language use if the patient is proficient in more than one language. The majority of publications discusses multilingual assessment tools, illustrates the service provision in the respective countries (mostly Australia, New Zealand, USA) or characterizes symptoms of multilingual aphasia. Fewer research has been conducted on cultural differences in pragmatics and discourse, cultural adequacy of assessment materials and how language assessment is percieved by people with aphasia and their relatives.This thesis aimed to capture how SLTs and people with aphasia experience language assessment in a culturally and linguistically diverse context. 4 SLTs and one former patient were interviewed in order to learn which strategies are applied, how competent therapists see themselves and how well patients feel cared for in terms of linguistic and cultural adequacy. In this manner, central issues of assessment, possible ressources and main barriers should be identified.vorgelegt von Clara HochreiterMasterarbeit Universität Graz 2024Text überwiegend in deutscher, teilweise in englischer Sprach