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The dependence of the performance of the domestic real estate market on expected real GDP growth rates, inflation rates, and interest rates.
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Performance österreichischer Wohnimmobilien und analysiert schwerpunktmäßig die Dynamik von Immobilien im ersten Wiener Gemeindebezirk und in der Stadt Graz. Ein zentrales Ziel der Arbeit ist die Analyse, inwieweit makroökonomische Entwicklungen, insbesondere Zinsänderungen, das BIP-Wachstum und die Inflation, die Immobilienpreise und die Wirtschaftlichkeit der Investitionen in Wohnimmobilien beeinflussen. Darüber hinaus werden die Auswirkungen staatlicher regulatorischer Maßnahmen auf den Immobiliensektor untersucht. Besonderer Fokus wird auf die Frage gelegt, ob der erste Wiener Gemeindebezirk aufgrund seiner spezifischen Marktstruktur anders auf wirtschaftliche Veränderungen reagiert als der Grazer Gesamtmarkt. Zur Beantwortung dieser Fragen werden unterschiedliche methodische Ansätze verwendet. Neben der Analyse realer Preisdaten und Markttrends werden statistische Methoden wie Zeitreihenanalysen und Korrelationsstudien eingesetzt, um Zusammenhänge zwischen makroökonomischen Variablen und Immobilienpreisen zu identifizieren. Ergänzend werden Fallstudien und illustrative Berechnungen herangezogen, um die ökonomischen Mechanismen hinter den beobachteten Preis- und Renditeentwicklungen besser zu verstehen. Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: makroökonomische Entwicklungen haben einen wesentlichen Einfluss auf den österreichischen Wohnimmobilienmarkt. Während der erste Bezirk in Wien durch seine konstante Nachfrage und beschränktes Angebot relativ stabil bleibt, zeigt sich der Markt in Graz deutlich anfälliger gegenüber wirtschaftlichen Veränderungen und regulatorischen Eingriffen. Damit leistet die Arbeit nicht nur einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion, sondern liefert auch konkrete Erkenntnisse für Investor:innen und Entscheidungsträger:innen im Immobilienbereich.This master's thesis is concerned with the performance of the Austrian residential real estate market, with a focus on analyzing property dynamics in the first district of Vienna and the city of Graz. The main goal of this work is to analyze the influence of changes in macroeconomic factors—particularly interest rate changes, GDP growth, and inflation—on real estate prices and investment returns in the housing market. In addition, the impact of government regulation on the real estate sector is examined. A particular focus is placed on the question of whether the first district of Vienna reacts differently to economic changes than the overall market in Graz, due to its specific market structure and limited availability of space and property. To address these questions, the thesis employs a mix of quantitative and qualitative approaches. In addition to analyzing real estate price dynamics and market trends, statistical methods such as time series analysis and correlation studies are applied to identify relationships between macroeconomic variables and real estate prices. Furthermore, illustrative case studies and calculation-based examples are used to better understand the economic mechanisms behind the observed price and yield trends. The results show a clear picture: macroeconomic developments have a significant influence on the Austrian residential real estate market. While the first district in Vienna remains relatively stable due to constant demand and a limited supply of properties, the market in Graz is much more susceptible to economic changes and regulatory intervention. The study therefore not only contributes to the academic debate in the field of real estate economics but also provides concrete insights for investors, analysts, and decision-makers working within the real estate sector.Katharina PinchukMasterarbeit Universität Graz 202
Köhlmeiers "Die Nibelungen neu erzählt" : Literary didactic concepts and lesson plan for the Nibelungenlied in German lessons
Der Deutschunterricht ist untrennbar mir dem Lesen verbunden. Die Arbeit mit Büchern, der sogenannten Pflichtlektüre, kann für Schüler:innen ein neuer, ungewohnter, manchmal auch unliebsamer Prozess sein. Umso wichtiger ist es, dass die Lehrperson literaturdidaktisches Hintergrundwissen hat, um die Lesemotivation im Idealfall steigern zu können. Dafür bedarf es grundsätzlicher Kenntnisse über den Leseprozess und die elementare Rolle der Lesesozialisation der jungen Leser:innen. Jede Art der Unterrichtsplanung ist auf den Lehrplan abzustimmen, weshalb auch die Kompetenzorientierung zu beachten ist. Zusätzlich sind theoretische Grundlagen zur Erzähltheorie für einen erfolgreichen Unterricht zielführend. Welche Aufgaben hat der Einsatz von Literatur im Deutschunterricht und welche Ziele sollen damit erreicht werden? Dieser Frage widmet sich dieser Teil der Arbeit. Die Unterrichtsplanung, die dieser Arbeit zugrunde liegt, behandelt den Stoff der Nibelungensage, weshalb auch der Legitimation nachgegangen wird, ob das Mittelalter eine so präsente Rolle im Deutschunterricht spielen soll. Die Arbeitsblätter sowie der didaktische Kommentar bezieht sich auf das Buch "Die Nibelungen neu erzählt" von Michael Köhlmeier, weshalb auch eine Werkanalyse und ein Vergleich mit dem "Nibelungenlied" enthalten ist.German lessons are inextricably linked to reading. Working with books, so-called required reading, can be a new, unfamiliar, and sometimes even unpleasant experience for students. It is therefore all the more important for teachers to have a background in literature didactics in order to ideally increase reading motivation. This requires fundamental knowledge of the reading process and the fundamental role of reading socialization in young readers. Every type of lesson planning must be aligned with the curriculum, which is why competency orientation must also be taken into account. In addition, theoretical foundations of narrative theory are useful for successful teaching. What are the purposes of using literature in German lessons, and what goals should it achieve? This section of the paper addresses this question.The lesson plan underlying this paper deals with the subject matter of the Nibelungen saga, which is why the legitimacy of the Middle Ages should play such a prominent role in German lessons is also explored. The worksheets and the didactic commentary refer to the book “The Nibelungen Retold” by Michael Köhlmeier, which is why a work analysis and a comparison with the “Nibelungenlied” are also included.Antonia SpirkMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung in Deutsc
Sexual health in secondary level 1 : sexual education (especially about STIs) regarding the old and new curriculum
Die Zahlen der sexuell übertragbaren Krankheiten oder auch STIs steigen. Pro Tag stecken sich mehrere tausend Menschen mit einer sexuell übertragbaren Krankheit an, dabei treten vor allem Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien gehäuft auf. Für die Masterarbeit wurden Schulbücher der 5. bis 8. Schulstufe in Hinblick auf das Thema Sexualbiologie, insbesondere sexuell übertragbare Krankheiten, untersucht. Alle Themen der Sexualbiologie sind für ein Verständnis von STIs relevant. Insgesamt wurden 25 Schulbücher der Sekundarstufe 1 untersucht. Für die Analyse wurde ein Raster mit einer Handhabung des Rasters erstellt. Zum Großteil waren die Themen der Sexualbiologie gut aufbereitet und fehlerlos. Trotzdem unterscheiden sich die Bücher teilweise stark in puncto Inhalt und Detailgenauigkeit. Nur das Thema HIV/AIDS wird in allen Schulbüchern behandelt, wenige Bücher führen HPV, Chlamydien, Gonorrhö oder Syphilis überhaupt an, und jene die es tun, oft im geringen Ausmaß. Auch das Kondom wird nicht in allen Schulbüchern als Schutz gegen STIs angeführt.The number of sexually transmitted infections (STIs) is on the rise. Millions of people are infected with a sexually transmitted infection every day – with chlamydia, syphilis and gonorrhea especially. For this master´s thesis textbooks from 5th to 8th grade were examined related to the topic sexual biology, particularly sexually transmitted diseases. All topics of sexual biology are relevant for the understanding of STIs. I examined 25 textbooks from secondary level 1. For this analysis a coding matrix with a coding guide was created. Overall, the topics were well prepared and free of errors. Nevertheless, some of the books differed widely in terms of content and detail. The topic HIV/AIDS is covered in all textbooks, few books mention chlamydia, gonorrhea, HPV or syphilis, those that do, often limited. Even the condom as protection against STIs is not mentioned in all textbooks.Julia Schweinzger, BEdMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Assessment of grammar skills between boys and girls in the last year of kindergarten using the grammar-skills group-screening GraF GruS
Sprachliche Fähigkeiten, darunter auch grammatische Leistungen von Kindern, stehen in Verbindung mit schulischem Lernerfolg. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Entwicklung von Kindern ist es empfehlenswert, grammatische Kompetenzen bereits im frühen Kindesalter gezielt zu beobachten und zu fördern. Um grammatische Kompetenzen im Kindergartenalltag möglichst zeiteffizient erfassen zu können, wurde das Grammatik-Fähigkeiten Gruppen-Screening GraF GruS entwickelt.Im Zuge einer Pilotierung wurde das Grammatik-Fähigkeiten Gruppen-Screening in Form einer quantitativen Untersuchung mit 96 Kindergartenkindern durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen dieser Masterarbeit hinsichtlich möglicher geschlechtsspezifischer Unterschiede analysiert. Die statistische Auswertung zeigte keine signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschiede in den grammatischen Kompetenzen der Kinder. Auch die gruppenführenden Elementarpädagog*innen gaben eine Einschätzung hinsichtlich der grammatischen Kompetenzen der Kinder ab. Die statistische Auswertung ergab ebenfalls keine signifikanten Unterschiede in der Beurteilung von Jungen und Mädchen. Anhand der quantitativen Untersuchung lässt sich folglich aussagen, dass für die gewählte Stichprobe keine geschlechtsspezifischen Unterschiede in den grammatischen Fähigkeiten festzustellen sind. Diese Ergebnisse unterstreichen die Eignung geschlechterunabhängiger Methoden zur Förderung grammatischer Fähigkeiten im Kindergartenalter.Language skills, including children’s grammatical performance, are linked to learning success at school. Due to their importance for children’s development, it is advisable to observe and support grammatical skills in early childhood. A grammar skills group screening called “GraF GruS” was developed in order to measure grammatical skills in everyday kindergarten life as time efficiently as possible.As part of a pilot project, the grammar skills group screening “GraF GruS” was tested in the form of a quantitative study with 96 Austrian kindergarten children. The results were analyzed for possible gender-specific differences as part of this master’s thesis. The statistical analysis showed no significant gender-specific differences in the children’s grammatical skills. The group-leading elementary teachers also gave an assessment of the children’s grammatical skills. The statistical analysis also revealed no significant differences in the assessment of boys and girls.Based on the quantitative study, it can therefore be concluded that no gender-specific differences in grammatical skills can be identified for the selected study group. These results underline the suitability of gender-independent methods for encouraging grammatical skills at kindergarten age.Autorin: Valentina Elisabeth Peschaut, B.A.Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc
Digital media and intercultural competence : the use of digital media to promote intercultural competence in spanish language teaching
Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen wie der Globalisierung und Digitalisierung rücken digitale sowie interkulturelle Kompetenzen zunehmend in den Fokus schulischer Bildungsziele. Die vorliegende Arbeit geht erstens der Forschungsfrage nach, wie der Einsatz digitaler Medien zur Förderung interkultureller Kompetenzen im Unterrichtsfach Spanisch in der Fachliteratur behandelt wird. Ein Überblick über die aktuellen wissenschaftlichen Diskurse zum Thema zeigt, dass weitgehende Einigkeit über das Potential digitaler Medien für interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht herrscht. Herausforderungen wie Zeitmangel, fehlende Fortbildung und technische Hürden sind dennoch zentrale Themen. Der gezielte Einsatz von digitalen Medien zur Förderung interkultureller Kompetenzen setzt somit fundierte didaktische Konzepte und medienpädagogische Kompetenz bei Lehrkräften, sowie eine fundierte Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen diesbezüglich voraus. Qualitative Expert*inneninterviews, welche mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden, lieferten Antworten auf Forschungsfrage 2. In dieser Studie wurden Lehrpersonen des Unterrichtsfaches Spanisch in der Sekundarstufe der Steiermark nach dem Ausmaß und der Art und Weise des Einsatzes digitaler Medien zur Förderung interkultureller Kompetenzen in ihrem Unterricht befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Spanischlehrende ein starkes Bewusstsein für die Bedeutung interkultureller Kompetenz vorweisen und diese als untrennbaren Bestandteil des Spanischunterrichts sehen. Der Einsatz digitaler Medien zur Förderung dieser wird deutlich positiv eingeschätzt und in unterschiedlichem Ausmaß in ihrem Unterricht umgesetzt. Besonders betont werden das Potential digitaler Medien, einen direkten Zugang zu authentischem Material und interkulturellen Begegnungen zu schaffen, sowie Schüler*innen zu interkulturellem Lernen zu motivieren. Unsicherheiten bezüglich der eigenen digitalen Kompetenzen, sowie Fortbildungsbedarf im digitalen als auch im interkulturellen Bereich werden als vorrangige einschränkende Merkmale in der Anwendung aufgezeigt. Insgesamt lässt sich schlussfolgern, dass digitale Medien als gezielt eingesetztes und in den Unterricht eingebundenes Werkzeug von Lehrpersonen als sinnvoll erachtet, jedoch noch nicht im erwünschten Maße angewandt werden. Der Lückenschluss zwischen Theorie und Praxis scheint durch eine stärkere Verknüpfung von digitalen Medien und interkulturellem Lernen im Lehrplan und ein gezieltes und praktisch orientiertes Fortbildungsangebot möglich.In light of current societal developments and changes precipitated by globalization and digitalization, intercultural and digital competences are increasingly emphasized as key educational goals. First of all, the thesis at hand examines how the use of digital media in order to promote intercultural competences in Spanish language classes is portrayed in academic literature. An overview of current discourse evolving around the topic has shown a far-reaching consensus regarding the potential of digital media for intercultural learning processes. Challenges such as a lack of time, a lack of further training and technical hurdles are nevertheless among the key issues to be discussed. Hence, a meaningful use of digital media to promote intercultural skills requires profound didactic concepts, advanced media pedagogical competences as well as intercultural competences on the part of teachers and profound teacher training in this context. Research question 2 was answered on the basis of qualitative expert interviews, using the qualitative content analysis method by Mayring. In this study, teachers of Spanish at a secondary school level in Styria were asked about the extent and manner in which they use digital media to promote intercultural skills in their lessons. The results show that teachers are strongly aware of the importance of intercultural competence in general and they consider it an inseparable aspect of second language teaching. They feel positive about the use of digital media to promote intercultural competence and use them to varying degrees in their lessons. Among the most mentioned reasons for doing so are the potential of digital media to promote direct access to authentic material and intercultural experiences as well as the possibility to motivate students engage in intercultural learning. Uncertainties regarding the teachers’ own digital skills and the need for further training in both digital and intercultural areas were identified as the main limiting factors to the use of digital media to promote intercultural competence. Overall, it can be concluded that teachers consider digital media to be a useful tool for intercultural learning, as long as it is integrated into lessons and used in a targeted manner. However, it appears to not be put into practice to its full potential yet. Closing the gap between theory and practice seems possible through a stronger link between digital media and intercultural learning in the curriculum and a targeted and practically oriented training and development program for teachers.vorgelegt von Iris SteinerMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc
The effects of soil transplant and artificial humic acid on the soil microbiome restoration
Der Klimawandel zeigt bereits Auswirkungen auf die Diversität und Funktionalität der Bodenmikrobiome. Lösungen zur Wiederherstellung dieser geschädigten Bodenmikrobiome werden deshalb immer wichtiger und Bodentransplantation und Huminsäurebehandlungen stellen vielversprechende Optionen dar. Künstliche Huminsäuren, die aus biologischem Abfall technisch hergestellt werden können, sind komplexe natürliche Polymere. Während sich natürliche Huminsäuren als vorteilhaft für das Pflanzenwachstum erwiesen sowie positive Auswirkungen auf pflanzenwachstumsfördernde Bakterien gezeigt haben, ist die Wirkung künstlicher Huminsäuren unbekannt. Der Einfluss von künstlicher Huminsäure und Bodentransplantation auf das Bodenmikrobiom wurde deshalb in Mikrokosmos-Experimenten untersucht und mit quantitativer Polymerase-Kettenreaktion (qPCR) sowie Amplicon-Sequenzierung von 16S rRNA-Genen analysiert. Bodentransplantation stellte die bakterielle Abundanz und Diversität des autoklavierten Bodens wieder her, wobei spezifische Veränderungen in bestimmten Bakterienphyla über drei verschiedene Bodentypen hinweg beobachtet wurden. Darüber hinaus beeinflusste Huminsäure die Alpha-Diversität im autoklavierten Boden mit Bodentransplantation und führte zu einem signifikanten Anstieg der bakteriellen Diversität. Dieses Ergebnis war abhängig vom Bodentyp. Die relative Häufigkeit von pflanzenwachstumsfördernden Bakterien wie Rhizobium und Burkholderia wurde im autoklavierten Boden mit Bodentransplantation wiederhergestellt und ihre Häufigkeit nahm mit der Zugabe von Huminsäure sogar noch weiter zu. Huminsäure zeigte einen leichten hemmenden Effekt auf das Wachstum von Gammaproteobacteria; dieser Effekt wurde in zwei der drei untersuchten Bodentypen beobachtet. Das Autoklavieren führte zudem zu einer Reduktion und Veränderung verschiedener Verbindungen im Boden wie zum Beispiel Carbonsäuren oder Aminosäuren und deren Derivate. Die Zugabe von Bodentransplant führte jedoch zu einem Anstieg oder der Wiederherstellung dieser Verbindungen. Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass Huminsäure in Kombination mit Bodentransplantation die Abundanz und Diversität geschädigter Bodenmikrobiome abhängig vom Bodentyp wiederherstellen kann.Climate change already affects the soil microbiome’s diversity and functionality. Solutions to restore these depleted soil microbiomes become more important, and soil transplantation and humic acid treatment are promising options. Artificial humic acids that can be technically produced from biological waste are complex natural polymers. While their natural counterparts have been observed to be beneficial for plant growth and to have positive effects on plant growth-promoting bacteria, less is known about the effect of artificial humic acids. Therefore, the impact of artificial humic acid and soil transplant on the soil microbiome was investigated in microcosm experiments, where treated and untreated soil was analyzed with quantitative polymerase chain reaction (qPCR) and amplicon sequencing of 16S rRNA genes. Soil transplant restored the bacterial abundance and diversity of autoclaved soil, with observed changes in certain bacterial phyla across three different soil types. Additionally, humic acid influenced the alpha diversity in autoclaved soil with soil transplant, leading to a significant increase in bacterial diversity. This outcome was dependent on the type of soil used. The relative abundance of plant-growth-promoting bacteria such as Rhizobium and Burkholderia was restored in autoclaved soil with soil transplant and their abundance increased even further with humic acid. Humic acid exhibited a slight inhibitory effect on the growth of Gammaproteobacteria; this effect was observed in two out of the three soil types examined. Moreover, autoclaving resulted in a reduction and change of various compounds found in the soil such as carboxylic acids or amino acids and their derivatives. However, the addition of soil transplant led to an increase or restoration of many of these compounds. In conclusion, the results demonstrated that artificial humic acid in combination with soil transplant can restore the abundance and diversity of depleted soil microbiomes depending on the soil type.Julia PeißlMasterarbeit Universität Graz 2025Enthält Zusammenfassung in deutscher Sprach
Between closeness and boundary violations : violence against caregivers in home care and institutional settings
Diese Arbeit widmet sich der Problematik von Gewalt gegenüber Pflegepersonal in der Hauskrankenpflege und der stationären Langzeitpflege in Österreich. Gewalt gegen Pflegekräfte beeinträchtigt nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Qualität der Pflege und das Wohlbefinden der Pflegebedürftigen. Ziel der Untersuchung ist es, Unterschiede in Häufigkeit, Art und Auswirkungen von Gewalt in beiden Pflegesettings zu analysieren sowie Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen zu beleuchten. Im Fokus steht eine differenzierte Betrachtung der Ursachen und Auslöser von Gewalt, wobei sowohl individuelle als auch situative Faktoren berücksichtigt werden. In der Hauskrankenpflege, wo Pflegepersonen oft allein arbeiten, treten vermehrt psychische Gewaltformen auf. In der Langzeitpflege hingegen kommt es häufiger zu körperlichen Übergriffen, bedingt durch eine höhere Anzahl an BewohnerInnen mit herausforderndem Verhalten. Diese Unterschiede führen zu verschiedenen Belastungen, sowohl physisch als auch psychisch. Ein weiterer Aspekt ist der Einfluss struktureller Rahmenbedingungen und der Beziehungsgestaltung zwischen Pflegepersonal und betreuten Personen. Die Isolation in der Hauskrankenpflege, der fehlende kollegiale Rückhalt sowie erschwerte Kommunikationswege begünstigen Gewaltvorfälle. In der Langzeitpflege können kollektive Strukturen und permanente Präsenz von KollegInnen Gewalt zwar nicht vollständig verhindern, sie jedoch tendenziell abmildern. Zentral für den Umgang mit Gewalt ist die Rolle der Pflegedienstleitung. Eine unterstützende Führung, klare Meldewege, regelmäßige Schulungen und eine offene Fehlerkultur können wesentlich zur Gewaltprävention beitragen. Besonders wichtig ist dabei, Pflegepersonen zu stärken, ohne KlientInnen oder BewohnerInnen vorschnell zu stigmatisieren. Die Ergebnisse zeigen: Gewalt in der Pflege ist ein reales, strukturell bedingtes Problem, das spezifische Maßnahmen erfordert. Sowohl in der Hauskrankenpflege als auch in der stationären Langzeitpflege sind gezielte Präventionsstrategien, eine gute Führungskultur und institutionelle Unterstützung entscheidend, um Pflegekräfte zu schützen und ihre Arbeit langfristig zu sichern. Für die Zukunft erscheint es notwendig, präventive Konzepte systematisch zu evaluieren und weiterzuentwickeln, um den vielfältigen Herausforderungen in beiden Settings gerecht zu werden.The focus is on a differentiated analysis of the causes and triggers of violence, considering both individual and situational factors. In home care, where nurses often work alone, psychological forms of violence are more common. In contrast, in long-term care facilities, physical assaults occur more frequently due to a higher number of residents with challenging behavior. These differences result in varying physical and psychological burdens for care staff.Another key aspect is the influence of structural conditions and the nature of the relationship between care staff and the individuals being cared for. Isolation, lack of peer support, and limited communication channels in home care increase the likelihood of violent incidents. In long-term care, collective structures and the constant presence of colleagues cannot fully prevent violence but tend to mitigate it.Central to managing violence is the role of nursing leadership. Supportive management, clear reporting pathways, regular training, and an open culture regarding mistakes can significantly contribute to violence prevention. It is especially important to empower nursing staff without prematurely stigmatizing clients or residents.The findings show that violence in caregiving is a real, structurally rooted issue that requires specific measures. In both home care and long-term residential care, targeted prevention strategies, strong leadership, and institutional support are crucial to protect nursing staff and ensure sustainable working conditions.Looking ahead, it will be essential to systematically evaluate and further develop preventive concepts to meet the diverse challenges present in both care settings.Jennifer SabaraMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Englisch und Deutsc
Psychoanalytical-pedagogical understanding processes of a leader in relation to staff support during the development and implementation of a participative concept
Die vorliegende Masterarbeit ist eine autoethnografische Einzelfallstudie und widmet sichden psychoanalytisch-pädagogischen Verstehensprozessen einer Führungskraft in der Be-gleitung von Mitarbeiter:innen in einer elementarpädagogischen Einrichtung.Im Zentrum dieser Untersuchung steht die Frage, wie eine Führungskraft Veränderungspro-zesse in einer Organisation verstehen, gestalten und begleiten kann, insbesondere imSpannungsfeld zwischen organisationalen Strukturen, individuellen Dynamiken und den ei-genen mentalisierenden Fähigkeiten.Dabei wird der Prozess der Implementierung eines neuen Handlungskonzepts beleuchtet,um die Herausforderungen und Widerstände, aber auch die Potenziale von Veränderungs-prozesse sichtbar zu machen. Methodisch basiert die Studie auf der Work Discussion-Me-thode, einer von Martha Harris weiterentwickelten Variante der Infant Observation-Methodeder Tavistock Clinic. Diese qualitative Methode ermöglicht eine tiefgehende Reflexion deseigenen Erlebens als Führungskraft im Veränderungsprozess und trägt zur analytischenDurchdringung der untersuchten Dynamiken bei.In diesem Kontext werden anhand wissenschaftlicher Theorien drei zentrale Ebenen aufge-zeigt, auf denen Veränderungsprozesse wirken, welche die Führungskraft in reflektierter Artund Weise stetig im Blick haben sollte und zur Fallanalyse angewandt werden.Die daraus resultierenden Ergebnisse ermöglichen tiefe Einblicke in das Erleben und diedaraus generierten Verstehensprozesse einer Führungskraft und tragen maßgeblich dazubei, breit angelegte theoretische Rahmen mittels Insiderwissen zu präzisieren. In diesemZusammenhang ist Forschungsethik von zentraler Bedeutung, um die wissenschaftlicheQualität und Reflexivität der Arbeit sicherzustellen.This master's thesis is an auto-ethnographic case study dedicated to exploring the psycho-analytic-pedagogical understanding processes of a manager when leading a team in anearly childhood education institution. The focus of this study is on the question of how aleader can understand, help to shape and guide change processes in an organisation, es-pecially in the area of tension between organisational structures, individual dynamics andown mentalising skills.The process of implementing a new concept of acting is examined in order to investigate thechallenges and resistance, but also the potential of change processes. Methodologically,the study is based on the Work Discussion Method, a variant of the Infant Observation Me-thod according to the Tavistock clinic further developed by Martha Harris. This qualitativemethod enables in-depth reflection on one's own experience as a leader in the change pro-cess and helps to understand group dynamics.In this context, three central dimensions are identified, on which change processes impactand which the leader should constantly keep in mind in a reflective manner. These threecentral dimensions are related to psychoanalytic theories on organizational dynamics andare applied to case material.The findings provide deep insight into the experience and the understanding processes of aleader and make a significant contribution to clarifying general theoretical frameworks usinginsider knowledge. In this context, research ethics are of central importance in order to en-sure the scientific quality and reflexivity of the work.Autorin: Bettina Bauernhofer, BAMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und EnglischArbeit gesperr
Lest We Forget: Memory Culture in Austria and the Mauthausen Concentration Camp Memorial – Its Central Role in History Education
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in der österreichischen Erinnerungskultur sowie ihre Bedeutung für den Geschichtsunterricht und die historisch-politische Bildung. Im Zentrum steht die Frage, wie sich das öffentliche Gedenken an den Nationalsozialismus in Österreich – insbesondere seit der Waldheim-Affäre – verändert hat und welche Rolle die KZ-Gedenkstätte Mauthausen in der Erinnerungskultur sowie der historischen Bildungsarbeit einnimmt. Über Jahrzehnte dominierte in Österreich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die sogenannte Opferthese den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Erst ab den 1990er Jahren, nach vorausgehenden politischen Skandalen und internationaler Einflüsse wie der »Amerikanisierung des Holocausts«, erfolgte ein nachhaltiger Wandel im öffentlichen Diskurs, der auch die Neukonzeption der KZ-Gedenkstätte Mauthausen maßgeblich beeinflusste. Die Arbeit zeichnet die Entwicklung der KZ-Gedenkstätte von ihrer Errichtung bis in die Gegenwart nach und analysiert, wie sich die Gedenkstätte schrittweise zu einem Ort des Lernens entwickelte. Anhand der Auswertung der Besuchszahlen über einen Zeitraum von 25 Jahren wird die zunehmende Bedeutung Mauthausens nicht nur für die Erinnerungskultur, sondern auch für die historisch-politische Bildung aufgezeigt. Inwiefern der Ort Mauthausen in letzterer eine gewichtige Rolle einnimmt, wird anhand seines Stellenwerts in den österreichischen Geschichte-Lehrplänen der Sekundarstufen I und II sowie durch die Analyse der vier meistverwendeten Geschichtslehrbücher untersucht. Abschließend enthält die Arbeit einen praxisorientierten Leitfaden für Lehrkräfte zur Vor- und Nachbereitung eines Gedenkstättenbesuchs, welcher auf aktuellen geschichtsdidaktischen Erkenntnissen sowie auf den pädagogischen Angeboten der KZ-Gedenkstätte Mauthausen basiert.This master's thesis examines the role of the Mauthausen Concentration Camp Memorial in Austrian memory culture, as well as its significance for History and Political Education. It focuses on how public memory of National Socialism in Austria has evolved - particularly since the Waldheim Affair - and examines the function of the Mauthausen Memorial within both national remembrance and educational contexts. The thesis traces the development of the memorial from its establishment after 1945 to the present and analyzes how it gradually evolved into a site of learning. An evaluation of visitor numbers over a period of 25 years illustrates the growing importance of Mauthausen not only within remembrance culture, but also in History and Political Education. The extent to which Mauthausen plays a key role in the latter is examined through its place in Austria’s secondary school history curricula (lower and upper levels) and through an analysis of the four most commonly used history textbooks. Finally, the thesis presents a practice-oriented guide for teachers to support the preparation and follow-up of educational visits to the memorial site.Vanessa FeldbaumerMasterarbeit Universität Graz 20251 Zusammenfassung auf Deutsc