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    Adoption of aerosol sealants for residential air duct energy-efficiency retrofitting : a behavioral reasoning perspective

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    Angesichts des steigenden Energiebedarfs im Wohnungssektor aufgrund der zunehmenden Zahl von Wohneinheiten und des höheren Komforts ist die Umstellung auf energieeffizientere Häuser von entscheidender Bedeutung für die Reduzierung der Kohlenstoffemissionen und die Förderung nachhaltiger Energiesysteme. Die Installation energieeffizienter Nachrüstungen, die Geräte, Isolierung, Wärmepumpen, Fensterabdichtungen, intelligente Energiesysteme und vieles mehr umfassen, ermöglicht es den Hausbesitzern, zu diesem Übergang beizutragen und ihren Gesamtenergieverbrauch zu senken. Eine wichtige Ursache für Energieverschwendung in Haushalten sind undichte Luftkanäle, die für potenzielle Verluste von 25-40 % in Heiz- und Kühlsystemen verantwortlich sind. Die Nachrüstung von Lüftungskanälen durch Dichtungsprojekte erhöht den Wohnkomfort und senkt den Gesamtenergieverbrauch der Haushalte. Aerosol-Dichtmittel sind eine neue Technologie, die für die Kanalabdichtung entwickelt wurde und es Technikern ermöglicht, mit Hilfe eines Dichtungssoftwaresystemen Kanäle von innen abzudichten und dabei Bereiche des Hauses zu erreichen, die für eine manuelle Abdichtung nicht zugänglich sind, und Lecks mit einem Durchmesser von bis zu einem halben Zoll zu schließen.In dieser Studie wurden die Antworten von 209 Hausbesitzern in den Vereinigten Staaten gesammelt, um die psychologischen Prozesse bei der Einführung von energieeffizienten Nachrüstungen in Wohngebäuden zu untersuchen - Aerosoldichtstoffe für die Abdichtung von Lüftungskanälen. Diese Studie verwendet die Behavioral Reasoning Theory (BRT), die einen Rahmen bietet, mit dem sowohl die Gründe für als auch die Gründe gegen eine Umrüstung erforscht werden, insbesondere in Bezug auf die Werte, Einstellungen und Absichten der Verbraucher. Die Ergebnisse der Untersuchung deuten darauf hin, dass finanzielle Gründe für die Adoption den größten Beitrag leisten und die Adoptionsabsicht der Verbraucher sowohl direkt als auch indirekt über die globalen Motiveinstellungen beeinflussen. Darüber hinaus wurden positive Adoptionsabsichten signifikant durch Werte und Einstellungen beeinflusst. Gründe, die dagegensprechen, in diesem Fall Kosten, Gesundheit und Sicherheit sowie Risiken, hatten weder direkt noch indirekt über globale Motive einen signifikanten Einfluss auf die Adoptionsabsicht der Verbraucher. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unternehmen, Vermarkter, Regierungen und politische Entscheidungsträger bei der kommerziellen Bewerbung von Aerosoldichtstoffen und der Einbeziehung in Nachrüstungs-Rabattprogramme den finanziellen Einsparungen, Werte und Einstellungen Vorrang einräumen sollten. Darüber hinaus können sie diese Faktoren berücksichtigen, wenn sie versuchen zu erklären, wie Verbraucher über die Verwendung von Aerosoldichtstoffen in ihren Häusern denken. Nach dem Hinweis auf wichtige Einschränkungen in der Studie werden Empfehlungen für weitere empirische Forschung zum Thema BRT-Anwendungen bei der Einführung energieeffizienter Nachrüstungen gegeben.With growing energy demand in the residential sector resulting from increased housing units and an elevated standard of comfort, transitioning to more energy-efficient homes is crucial for reducing carbon emissions and promoting sustainable energy systems. The installation of energy efficient retrofits, including low-energy use appliances, improved insulation, heat pumps, window sealants, smart energy systems, etc., empowers homeowners to contribute to this transition and curtail their overall energy consumption. A significant source of energy waste in many homes is air duct leakage, accounting for potential losses of 25%-40% in heating and cooling systems. Retrofitting residential ducts through leak-sealing projects can enhance home comfort and reduce overall household energy usage. Aerosol sealants are an innovative technology developed for duct sealing, which allows technicians, using a sealing software system, to seal ducts from the inside, reaching areas of the home that cannot be accessed for manual sealing, filling leaks up to one-half inch in diameter.This study collected responses from 209 homeowners in the United States, investigating the psychological processes of adopting residential energy-efficient retrofits – aerosol sealants for residential duct sealing. Utilizing behavioral reasoning theory (BRT), this study applies a framework where reasons for and against adoption are explored concerning consumer values, attitudes, and intentions. Results of the model suggest that financial reasons for adoption are the greatest contributor, influencing consumer adoption intention directly as well as indirectly through the global motive attitudes. Additionally, positive adoption intentions were significantly influenced by values and attitudes. Reasons against, in this case, cost, health and safety, and risk did not significantly influence consumer adoption directly or indirectly through global motives. These results indicate that corporations, marketers, governments, and policymakers should emphasize financial savings, values, and attitudes when promoting aerosol sealants commercially and incorporating them into retrofit rebate programs. Additionally, they can consider these factors when attempting to explain how consumers think about adopting aerosol sealants for their homes. After noting important limitations in the study, recommendations for further empirical research on the topic of BRT applications to energy-efficient retrofit adoption are provided.Brian J. BarryMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    The valuation of usufructuary rights when adding and recognising gifts in the right to a compulsory portion before and after the ErbRÄG 2015

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    Das im Jahr 2015 verabschiedete Erbrechtsänderungsgesetz (ErbRÄG 2015) führte zu weitreichenden Änderungen in den erbrechtlichen Bestimmungen und trat mit 1. Juli 2017 in Kraft. Die Reform umfasste eine umfangreiche Neustrukturierung und Modernisierung der Gesetzeslage, wobei auch das Pflichtteilsrecht tiefgreifend überarbeitet wurde. Intention war es dabei, die bestehenden Regelungen zu vereinfachen, den Schutz der Pflichtteilsberechtigten zu verbessern, Gleichbehandlung zu gewährleisten und Doppelbegünstigungen zu vermeiden. Die Bewertung von Schenkungen, die auf den Pflichtteil hinzu- und anzurechnen sind, wurde gänzlich neu formuliert. Dies ist nicht verwunderlich, da das Anrechnungsrecht vor dem ErbRÄG 2015 als eines der komplexesten Gebiete des Zivilrechts galt. Schenkungen können die Pflichtteilbemessungsgrundlage reduzieren und bergen damit das Risiko einer Pflichtteilsverkürzung. Ein angemessenes Gleichgewicht zwischen der Autonomie des Geschenkgebers und dem Schutz der Pflichtteilsberechtigten ist daher bei der Bewertung solcher Schenkungen wesentlich, wobei auch die Gleichstellung zwischen den Pflichtteilsberechtigten berücksichtigt werden muss. Besonders bei der Schenkung von Liegenschaften, bei denen sich der Geschenkgeber oft ein Nutzungsrecht einräumt, stellen sich tiefergehende Bewertungsfragen. Es ist zu klären, wie diese dinglichen Rechte (die bis zum Ableben des Schenkgebers oder bei einem Dritten sogar darüber hinaus bestehen) in die Bewertung der Schenkung miteinzubeziehen sind. Vor der Einführung des ErbRÄG 2015 bestimmte § 794 ABGB die Bewertung von beweglichen und unbeweglichen Sachen im Erbfall bzw. zum Empfangszeitpunkt. Diese Regelung wurde weiterentwickelt, um die Verlassenschaft so zu behandeln, als ob die Schenkung nicht stattgefunden hätte. Dies führte dazu, dass selbst eingeräumte Nutzungsrechte des Geschenkgebers bei der Anrechnung unberücksichtigt blieben. Im Umkehrschluss des OGHs führt dies dazu, dass dem Dritten eingeräumte Nutzungsrechte (bei der Bewertung der Liegenschaft) mit deren Restwert im Zeitpunkt des Todes des Erblassers zu berücksichtigen sind.Die neugefasste Bewertungsregelung des § 788 ABGB definiert nun, dass Schenkungen in dem Zeitpunkt zu bewerten sind, in dem sie wirklich gemacht wurden. Zahlreiche Entscheidungen des OGH haben inzwischen zu einer Auslegung dieser neuen Bewertungsnorm geführt. Diese Arbeit untersucht die ergangene Rechtsprechung und zeigt die Stärken und Schwächen der neuen Bewertungsnorm und deren Auslegung durch den OGH auf - gestützt und unter Aufarbeitung der aktuellen Lehrmeinungen. Zudem wird die Entwicklung und Auslegung der alten Bewertungsnorm (vor dem ErbRÄG 2015) beleuchtet, um die Auslegungssystematik des OGHs im Kontext der neuen Bewertungsnorm nach dem ErbRÄG 2015 umfassend verständlich zu machen.The Inheritance Law Amendment Act (ErbRÄG 2015) passed in 2015 led to far-reaching changes in inheritance law provisions and came into force on 1 July 2017. The reform included a comprehensive restructuring and modernisation of the legal situation, with the law on compulsory portions also being extensively revised. The intention was to simplify the existing regulations, improve the protection of those entitled to a compulsory portion, ensure equal treatment and avoid double favouritism. The valuation of gifts to be added to and counted towards the compulsory portion has been completely reformulated. This is not surprising, as prior to the 2015 Inheritance Amendment Act, the law on offsetting was considered one of the most complex areas of civil law. Gifts can reduce the basis for calculating the compulsory portion and therefore harbour the risk of a reduction in the compulsory portion. An appropriate balance between the autonomy of the donor and the protection of the beneficiaries of the compulsory portion is therefore essential when assessing such gifts, whereby the equality between the beneficiaries of the compulsory portion must also be taken into account. Particularly in the case of gifts of real estate, where the donor often grants himself a right of use, more in-depth valuation questions arise. It must be clarified how these rights in rem (which exist until the death of the donor or even beyond in the case of a third party) are to be included in the valuation of the gift. Prior to the introduction of the ErbRÄG 2015, § 794 ABGB determined the valuation of movable and immovable property in the event of inheritance or at the time of receipt. This provision was further developed in order to treat the estate as if the gift had not taken place. As a result, even rights of use granted by the donor were not taken into account when calculating the estate. Conversely, the OGH concluded that rights of use granted to the third party (when valuing the property) must be taken into account at their residual value at the time of the testator's death.The revised valuation regulation of § 788 ABGB now defines that gifts are to be valued at the time they were actually made. Numerous decisions of the OGH have now led to an interpretation of this new valuation standard. This work examines the case law that has been passed and shows the strengths and weaknesses of the new valuation standard and its interpretation by the OGH - based on and analysing current doctrine. In addition, the development and interpretation of the former valuation norm (prior to the ErbRÄG 2015) is examined in order to provide a comprehensive understanding of the OGH's interpretation system in the context of the new valuation norm following the ErbRÄG 2015.vorgelgt von Jan BernaschDiplomarbeit Universität Graz 202

    Isotopic signature of snow as groundwater recharge

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    Schnee ist eine wichtige Anreicherungskomponente für alpines Grundwasser. Es gibt verschiedene Arten von Grundwasserleitern mit unterschiedlichen Eigenschaften, darunter auch Blockgletscher. Blockgletscher eignen sich sehr gut für Messungen, da sie wenig Vegetation aufweisen und oft eine Quelle am Fuß des Blockgletschers entspringt. Außerdem ist bereits viel über den Schöneben-Blockgletscher und den Ingering-Blockgletscher bekannt, was weiterer Forschung zugutekommt. Blockgletscher sind ein wichtiger Wasserspeicher, aber die Menge an Schmelzwasser, die im Frühjahr aus der Schneedecke hervorgeht, wird oft unterschätzt. Um das Abschmelzen der Schneedecke als Grundwasseranreicherungskomponente besser zu verstehen, wurde die Schneedecke von zwei Blockgletschern (Ingering-Blockgletscher und Schöneben-Blockgletscher) während der Schmelzperiode hinsichtlich ihres Isotopensignals und anderer Eigenschaften wie der Dichte analysiert. Die Hauptforschungsfragen waren (1) wie sich die Schneedecke auf einem Blockgletscher während der Schmelzphase in Bezug auf ihre Isotopensignatur und andere Eigenschaften wie Dichte, elektrische Leitfähigkeit, Feuchtigkeit des Schnees, Rundungsgrad der Schneepartikel etc. verändert, (2) welche Faktoren einen Einfluss auf die Schneeschmelzprozesse und die Veränderungen der genannten Eigenschaften haben und (3) welche Unterschiede es zwischen den beiden Blockgletschern gibt. Auf dem Ingering-Blockgletscher und auf dem Schöneben-Blockgletscher wurden während des Untersuchungszeitraums von März bis Mai 2022 an jeweils vier Messpunkten mehrmals Proben entnommen. Zusätzlich wurde während des Untersuchungszeitraums an jedem Messpunkt Schmelzwasser an der Schneedeckenbasis gesammelt und hinsichtlich des Isotopensignals analysiert. Weiter wurden das Schnee-Wasser-Äquivalent der Profile und das gewichtete mittlere Isotopensignal der Profile berechnet. Auf beiden Blockgletschern zeigen alle Beobachtungspunkte einen Anstieg des d18O-Signals während der Schmelzphase und es fand eine Annäherung an das Signal der Schneeschmelzproben statt. Innerhalb der Schneedecken fand eine fortschreitende Homogenisierung aufgrund von Fraktionierungsprozessen statt. Auch die Dichte nahm von Termin zu Termin an allen Standorten zu. Die Variabilität der Dichte, des d18O-Signals und anderer Eigenschaften zwischen den Messpunkten wurde durch verschiedene Faktoren wie Exposition, Höhenlage, Auftreten von Niederschlägen oder Umverteilung des Schnees durch Wind verursacht. Eine Systematik konnte mit dieser Masterarbeit zwar erkannt werden, jedoch sind weitere Untersuchungen notwendig, die den Rahmen dieser Arbeit gesprengt hätten.Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen dem Schöneben-Blockgletscher und dem Ingering-Blockgletscher in Bezug auf die Dichte und das Isotopensignal. Die extrem hohen d18O-Werte der Schneeschmelzproben des Schöneben-Blockgletschers sind auf Regen zurückzuführen, der sich mit den Schneeschmelzproben vermischt und die Werte stark beeinflusst hat. Für weitere ähnliche Untersuchungen sollten die Schneeschmelzproben früher aus dem Gelände ausgebaut werden, um zu vermeiden, dass das Isotopensignal der Schneeschmelzproben durch das Isotopensignal des Regens beeinflusst wird.Der Vergleich der Isotopensignale der an den Quellen der jeweiligen Blockgletscher entnommenen Wasserproben mit der Entwicklung des mittleren gewichteten Isotopensignals der Messpunkte von Termin zu Termin zeigt, dass die verbleibende Schneedecke immer stärker mit schweren Isotopen angereichert wird, während das Wasser an den Quellen von Termin zu Termin stärker abnimmt. Diese Entwicklung entspricht genau den Erwartungen, wie in Kapitel 8.5 erwähnt.Snow is an important recharge component for alpine groundwater. There are various types of aquifers with different properties, including rock glaciers. Rock glaciers are a very easy setting to carry out measurements, as they have little vegetation and often a specific spring at the foot of the rock glacier. Furthermore, there is already a lot of knowledge about the Schöneben block glacier and the Ingering block glacier. Rock glaciers are an important water reservoir, but the amount of melt water from the snow cover in winter is often underestimated. In order to better understand the melting of the snow cover as the resource of the groundwater recharge component snow, the snow cover of two rock glaciers (Ingering rock glacier and Schöneben rock glacier) were analyzed during the melting period regarding their isotope signal and other properties such as density. The main research questions were (1) how the snow cover on a rock glacier changes during the melting phase with regard to its isotopic signature and other properties such as density, electrical conductivity, moisture of the snow, degree of roundness of the snow particles… (2) which factors have an influence on the snow melting processes and changes of the mentioned properties and (3) the differences between the two rock glaciers. Sampling was done on the Ingering rock glacier and on the Schöneben rock glacier several times during the study period at four observation points each during March to May 2022. Additionally, melt water was collected at the snow cover base at each observation point during the study period and analyzed regarding its isotopic signal. Further the snow-water-equivalent of the profiles and the weighted mean isotopic signal of the profiles were calculated. On both rock glaciers all observation points indicate an increase in the d18O-signal during the melting phase and an approximation to signal of the snow melt samples took place. Progressive homogenization took place within the snowpacks due to fractionation processes. The density also increased from date to date at all locations. The variability of the density, the d18O-signal and other properties between the observation points was caused by different factors, such as exposure, altitude, the occurrence of rainfall, or redistribution by wind. It was possible to recognize a systematic with this master's thesis, however, further investigations that would have gone beyond the scope of this work are necessary. There were no significant differences between the Schöneben rock glacier and the Ingering rock glacier in terms of density and isotope signal. The extremely high d18O-values of the snow melt samples of the Schöneben rock glacier are due to rain that has mixed to the snow melt samples and affected the values strongly. For further similar investigations the snow melt samples should be deinstalled earlier, in order to avoid that the isotopic signal of the snow melt samples gets affected by the isotopic signal of rain.The comparison of the isotopic signal of the water samples taken at the wells with the development of the mean weighted isotopic signal of the observation points from date to date, shows that while the remaining snowpack gets more enriched in heavy isotopes, the water at the wells gets more depleted from date to date. This development is exactly as expected as mentioned in chapter 8.5.submitted by Maria BrandmayrMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassung auf Englisc

    Victims and Perpetrators: A Comparison of the Cultures of Remembrance of the Nazi-Regime in Austria and Germany

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    Bei Erinnerungskultur handelt es sich um einen vielschichtigen Begriff, dessen unterschiedliche Definitionen auf verschiedene Historikerinnen und Historiker, sowie Kulturwissenschaftlerinnen und Kulturwissenschaftler zurückzuführen ist. So kann man Erinnerungskultur beispielsweise als Geschichte der Öffentlichkeit, Erfahrungen und Erinnerungen der Menschen, welche zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung sowie Formung gesellschaftlicher Perspektiven und die Interpretation dieser führen, beschreiben. Der Zweite Weltkrieg und der damit einhergehende Nationalsozialismus stellen eines der schrecklichsten Ereignisse des letzten Jahrhunderts dar, dessen Auswirkungen in großen Teilen der Welt zu spüren sind. Speziell innerhalb Europas forderte das Regime Millionen von Opfern. Die beiden Länder, die mit dem Nationalsozialismus am stärksten in Verbindung gebracht werden, sind Deutschland und Österreich. Beide Länder verbindet das geteilte Schicksal von Krieg und Zerstörung. Neben diesen geteilten Aspekten unterscheidet die beiden Länder allerdings ihre Erinnerungskultur in Bezug auf die Vergangenheit. Während sich in Deutschland die Rolle des Täters etabliert hat, sticht in Österreich die Rolle des Opfers hervor. Ziel der Arbeit ist es zu analysieren, wie verschiedene Schlüsselereignisse beider Länder zur Etablierung dieser Rollen geführt haben und wie die auserwählten Ereignisse Deutschlands Kontrastbilder zu jenen Österreichs zeigen. Die sich daraus ergebende These lautet „Die Zuschreibung der Opferrolle Österreichs und der Täterrolle Deutschlands in Bezug auf den Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg, etablierte sich durch den voneinander unterschiedlichen Umgang mit bestimmten Schlüsselereignissen der Geschichte und führt in Deutschland zu einer schnelleren und stärkeren Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Vergangenheit, während die Aufarbeitung in Österreich verzögert geschieht und die Anerkennung der eigenen Rolle als Mittäter weniger stark betont wird“. Methodisch wurde zur Beantwortung der Fragestellungen und der These so vorgegangen, dass für jedes der Schlüsselereignisse repräsentative Beispiele beider Länder ausgesucht wurden, die die Etablierung der teilweise in die entgegengesetzte Richtung führende Rollen darstellen. Dabei wurde vor allem auf den Zeitpunkt der Ereignisse, die politischen Umstände der Zeit und die Reaktion der Öffentlichkeit und Politik geachtet. Für das Konzept der politischen Schlüsselreden werden originale Videos oder Tonbandaufnahmen sowie Transkripte verwendet und in ihrer Bedeutung analysiert, mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Literatur interpretiert und mit der Etablierung der beiden Rollen in Verbindung gebracht. Die nähere Betrachtung, Analyse und Interpretation der einzelnen Ereignisse, Denkmäler und politischen Äußerungen zeigt, dass sich die These bestätigt und Deutschland durch die frühere und schnellere Betonung der Rolle des Täters diese auch etabliert hat. Österreichs Opfermythos etablierte sich ebenfalls schnell, allerdings nicht immer nur durch die Betonung ein Opfer gewesen zu sein, sondern auch durch die Auslassung der Rolle des Täters oder sogar Mittäters. Österreich begann sich intensiver mit der eigenen Kriegsvergangenheit zu beschäftigen, als in den 1980er Jahren die Kriegsvergangenheit Kurt Waldheims aufgedeckt wurde und eine Veränderung in Richtung der Anerkennung der Täterrolle brachte. Heute besteht der Opfermythos im kollektiven Gedächtnis und der Erinnerung nicht mehr.Culture of remembrance is a multi-layered concept whose different definitions can be traced back to various historians and cultural scientists. For example, the culture of remembrance can be described as the history of the public, people's experiences and memories, which influence public opinion and shape social perspectives and the interpretation of these. The Second World War and the National Socialism that accompanied it represent one of the most horrific events of the last century, the effects of which can largely be felt worldwide. Within Europe in particular, the regime cost millions of victims. The two countries most closely associated with National Socialism are Germany and Austria. Both countries share a common fate of war and destruction. In addition to these shared aspects, however, the two countries differ in their culture of remembrance with regard to the past. While the role of the perpetrator is established in Germany, the role of the victim stands out in Austria. The aim of this paper is to analyze how the various chosen key events in both countries have led to the establishment of these roles as well as how the selected events in Germany show contrasts to those in Austria. The resulting thesis therefore is: "The attribution of the role of victim to Austria and the role of perpetrator to Germany in relation to National Socialism in the Second World War became established through the different ways of dealing with certain key events in history and led to a faster and stronger confrontation and reappraisal of the past in Germany, while in Austria the reappraisal is delayed and the recognition of one's own role as an accomplice is less strongly emphasized".The methodology used to answer the questions and the thesis was to select representative examples from both countries for each of the key events, which illustrate the establishment of the roles that sometimes lead in the opposite direction. Particular attention was paid to the timing of the events, the political circumstances of the time and the reaction of the public and politicians. For the concept of key political speeches, original videos or tape recordings as well as transcripts are used and analyzed in terms of their meaning, interpreted with the help of the available literature and linked to the establishment of the two roles. Upon closer examination, the analysis and interpretation of the individual events, monuments and political statements show that the thesis can be confirmed and that Germany also established the role of the perpetrator by emphasizing it earlier and more quickly. Austria's victim myth also established itself quickly, but not only by emphasizing the role of victim, but also by omitting the role of perpetrator or even accomplice. Austria began to deal more intensively with its own war past when Kurt Waldheim's war past was uncovered in the 1980s and brought about a change in the direction of recognizing the role of the perpetrator. Today, the victim myth no longer exists in collective memory and remembrance.Stephanie Johanna Hardt-StremayrMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassung auf Deutsc

    Digital product passports as enablers of more sustainable and circular value chains : the case of electric vehicle batteries

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    Entscheidungsprozesse im Rahmen eines nachhaltigen Produktmanagements (SPM) betreffen verschiedene Ebenen von Produktions- und Konsumsystemen. Entscheidungsträger:innen entlang des Produktlebenszyklus sind folglich mit komplexen Entscheidungssituationen konfrontiert. Um SPM zu unterstützen, ist die Kontrolle über qualitativ hochwertige Produktlebenszyklusdaten von Interesse. Angesichts des derzeitigen Mangels an solchen Daten bieten Digitalisierung und digitale Technologien (DT) vielversprechende Lösungen für die Generierung, Verarbeitung und Übertragung von Produktlebenszyklusdaten entlang des Produktlebenszyklus. Diese kumulative Dissertation zielt darauf ab, zu untersuchen, wie DT-basierte Lösungen SPM unterstützen können. Als Fallbeispiel dafür fungiert der Digitale Produktpass (DPP) für Elektrofahrzeugbatterien (EVBs). Der Forschungsprozess wurde durch eine Reihe von (semi-)quantitativen bis hin zu qualitativen Methoden geleitet. Die respektiven Ergebnisse wurden in vier wissenschaftlichen Artikeln publiziert, die dieser kumulativen Dissertation zugrunde liegen. Die Ergebnisse umfassen eine systematische Beschreibung des Datenbedarfs für ein nachhaltigkeitsorientiertes EVB-Management auf Sekundärdaten-Basis. Dies diente als Grundlage für die systematische Ableitung eines ersten DPP-Konzepts mit SPM-Fokus. Weiters werden empirische Erkenntnisse über die Datenbedarfe und -anforderungen von Entscheidungsträger:innen entlang der EVB-Wertschöpfungskette sowie über die jeweiligen Datenverfügbarkeiten und -zugänglichkeit dargelegt. Dies ermöglichte die Identifizierung von Datenlücken entlang des EVB-Lebenszyklus und potenzieller Faktoren, die dazu beitragen. Abschließend werden empirisch abgeleitete Faktoren vorgestellt, die den Einsatz von DPPs als Instrumente für SPM unterstützen oder entgegensetzen könnten. Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, dass verschiedene Spannungsfelder die Konzeption und Entwicklung eines DT-basierten SPM-Instruments kennzeichnen. Dazu zählen unter anderem das mangelnde Bewusstsein von Entscheidungsträger:innen für verfügbare SPM-Strategien oder unterschiedliche wahrgenommen SPM-Verantwortungsbereiche unter den Entscheidungsträger:innen selbst. Folglich wird die Notwendigkeit hervorgehoben, die Perspektive der Nachhaltigkeitsforschung und die der Praxis zu kombinieren, wenn DT für SPM-Unterstützung genutzt werden sollen. Die abgeleiteten Faktoren, die Datenlücken entlang des Produktlebenszyklus begünstigen können, lassen zu dem darauf hindeuten, dass ein technozentrischer Zugang alleine der Etablierung eines Informationsflusses für SPM nicht Genüge tut. Die Ergebnisse lasse den Schluss zu, dass DT-basierte Instrumente nicht die alleinige Lösung darstellen, um nachhaltigere Produktions- und Konsumsysteme zu ermöglichen. Weitere Forschung bezüglich Faktoren, die zu Datenlücken entlang des Produktlebenszyklus beitragen, zur technischen Implementierung und zur Nachhaltigkeitsbewertung von DT-Lösungen für SPM wird empfohlen.Decision processes in the context of sustainable product management (SPM) affect different production and consumption system levels. Decision-makers along the product life cycle are thus confronted with complex decision situations. Control over high-quality product life cycle data is clearly of interest when attempting to support SPM. In light of the current lack of such data, digitalization and digital technologies (DTs) provide promising solutions for the generation, processing, and transferal of product life cycle data along the product life cycle. This cumulative dissertation aims to investigate how DT-based tools can support SPM. This is exemplified by investigating how digital product passports (DPP) can support the sustainability-oriented management of an electric vehicle battery (EVB). The research process was guided by a set of methods, ranging from (semi-)quantitive to qualitative. The results derived are presented in four research papers. These provide the backbone of the present thesis. The findings systematically delineate the data needs and requirements entailed in sustainability-oriented EVB management based on secondary data. This served as a foundation for systematically deriving the first ever DPP concept with an SPM focus. The findings further comprise empirical insights into the data needs and requirements of decision-makers along the EVB value chain with respect to both SPM support, and the respective data availabilities and accessibilities. This allowed for the identification of data gaps along the EVB life cycle and of potential contributing factors. Lastly, empirically-derived factors which may enable or hinder the deployment of DPPs as instruments in SPM are also presented. Based on the findings, it can be deduced that various fields of tension characterize the conceptualization and development of a DT-based SPM tool. These comprise, for instance, the lack of awareness of available SPM strategies and options, or the different perceptions of SPM roles and responsibilities amongst decision-makers. This serves to highlight the need to combine a sustainability research and practitioner perspective when aiming to exploit DTs for SPM support. Furthermore, the factors identified in association with data gaps along the product life cycle reveal how insufficient a technocentric viewpoint regarding establishing information flows for SPM is likely to be. The findings allow to conclude that DT-based solutions are unlikely to be the sole enabler of more sustainable production and consumption systems. Further research is also encouraged in order to identify those factors contributing to data gaps along the product life cycle, technical implementation, and sustainability assessments of DT solutions for SPM.Author: Katharina BergerEnthält LiteraturangabenKumulative Dissertation aus einem Hauptband und 4 PapernDissertation Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    Ambiguity. Power. Fear. Phenomena, Challenges and Development Perspectives of Ecclesiastical-Catholic Governance Culture in the Context of an Economised Society Using the Example of the Diocese of Graz-Seckau

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    Diese Arbeit untersucht die Steuerungskultur einer gesellschaftlichen Großorganisation, der Katholischen Kirche, am Beispiel der Diözese Graz-Seckau. Anhand der Grounded Theory wurden mittels Expert:inneninterviews die verschiedenen Facetten des Phänomens untersucht, wobei vier leitgebende, charakteristische Kernelemente identifiziert wurden: Die Vorstellung vom Menschen als harmoniebedürftigem Gemeinschaftswesen, der religiös geprägte Organisationszweck, strukturell bedingte organisationale Besonderheiten, und Umfeldauswirkungen im Inneren der Organisation. Die Dissertation beleuchtet, wie diese Steuerungskultur in Zeiten des Wandels und des gesellschaftlich-religiösen Pluralismus Herausforderungen wie Identitätskrisen und Ressourcenknappheit begegnet. Auf der Grundlage der Analyse werden Prinzipien für eine zukunftsfähige kirchliche Steuerungskultur entwickelt. Als zentral für den Erhalt der Leistungsfähigkeit kirchlicher Steuerungskultur wird das Erreichen von Anerkennung als Grundbaustein von Legitimität identifiziert. Die vorgestellten Prinzipien wie Partizipation, Transparenz, Etablierung einer adäquaten Konfliktkultur oder Effizienz erfüllen eine Leitfunktion für anstehende strukturelle und organisationale Fragen und sollen es der Kirche ermöglichen, ihren Kernauftrag – die Verkündung des Evangeliums – in einem modernen ökonomisierten gesellschaftlichen Kontext effektiv zu erfüllen. Die Arbeit argumentiert, dass eine bewusste Gestaltung der Steuerungskultur sowohl für die Stabilität als auch Veränderungsfähigkeit der katholischen Kirche wesentlich ist und liefert wertvolle Einsichten für die Praxis und weitere Forschung in diesem Bereich.This study examines the governance culture of a large social organisation, the Catholic Church, using the example of the Diocese of Graz-Seckau. Using Grounded Theory, the various facets of the phenomenon were examined on the basis of expert interviews, whereby four guiding, characteristic core elements were identified: The idea of man as a communal being in need of harmony, the religiously shaped organizational purpose, structurally determined organizational characteristics, and environmental effects within the organization. The dissertation sheds light on how this governance culture meets challenges such as identity crises and resource scarcity in times of change and socio-religious pluralism. Based on the analysis, principles for a sustainable church governance culture were developed. Achieving recognition as a basic building block of legitimacy is identified as central to maintaining the effectiveness of church governance culture. The principles presented, such as participation, transparency, the establishment of an adequate culture of conflict or efficiency, fulfil a guiding function for upcoming structural and organizational issues and should enable the church to effectively fulfil its core mission - the proclamation of the Gospel - in a modern, economised social context. The work argues that a conscious design of the governance culture is essential for both the stability and the ability to change of the Catholic Church and provides valuable insights for practice and further research in this area.eingereicht von Lukas GranglDissertation Universität Graz 2024Zusammenfassung auf deutsc

    The EU Nature Restoration Law: A legal analysis in the light of the European Green Deal with special consideration of possible opportunities and risks for Austrian farmers

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    Diese Diplomarbeit analysiert das Renaturierungsgesetz der Europäischen Union (Verordnung zur Wiederherstellung der Natur) im Kontext des European Green Deal aus rechtlicher Sicht. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Behandlung folgender Fragen: Welche Ziele verfolgt das EU Renaturierungsgesetz und weshalb wird ein solches auf Ebene der Europäischen Union als notwendig erachtet? Welche möglichen Chancen und Risiken ergeben sich für österreichische Landwirte insbesondere aus dem ersten Verordnungsentwurf welcher von der Europäischen Kommission vorgelegt wurde?Hierzu wird zunächst der European Green Deal mit seinen Zielen und Politikbereichen erläutert, wobei der Schwerpunkt auf den Bereichen Lebensmittel sowie Biodiversität und Ökosysteme liegen soll. In diesem Zusammenhang werden vor allem die vom Hof auf den Tisch Strategie, der Aktionsplan für den Lebensmittelbereich sowie die Biodiversitätsstrategie für 2030, welche zum einen den Schutz der Natur und zum anderen die Wiederherstellung der Natur und Ökosysteme zum Gegenstand hat, rechtlich dargestellt. In weiterer Folge soll der Begriff und die Notwendigkeit der Renaturierung erörtert sowie eine rechtliche Einordnung der Verordnung zur Wiederherstellung der Natur in den European Green Deal und die österreichische Rechtsordnung vorgenommen werden. Weiters soll die Relevanz des Gesetzes für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele dargelegt werden. Aktuell befinden sich mehr als 80% der europäischen Lebensräume sowie bis zu 70% der Böden Europas in einem schlechten Zustand. Und das, obwohl gesunde und widerstandsfähige Ökosysteme die Basis menschlichen Wohlergehens und menschlichen Wohlstands sind. Wissenschaftliche Studien haben in diesem Zusammenhang gezeigt, dass dringend in die Wiederherstellung der Natur investiert werden muss, um eine nachhaltige, widerstandsfähige und produktive Zukunft gewährleisten zu können. Dennoch gab es bisher kaum eine Abstimmung des Europäischen Parlaments die mehr polarisiert als der Beschluss des Renaturierungsgesetzes. Angesichts dessen werden insbesondere die Ziele der EU Verordnung, wie beispielsweise Wiederherstellung und Schutz natürlicher Ökosysteme in Europa, um dem fortschreitenden Verlust von Biodiversität und den damit verbundenen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken beleuchtet. Es soll allerdings auch der Meinungsstreit betreffend das Renaturierungsgesetz erörtert werden sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem Verordnungsentwurf erfolgen. Dazu wird im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit auf mögliche Chancen und denkbare Risiken für österreichische Landwirte eingegangen, die sich insbesondere aus dem ersten Verordnungsentwurf ergeben können. Spannend ist im Zuge dessen auch die Frage, ob man es schaffen wird, eine Balance zwischen dem öffentlichen Allgemeininteresse an Umwelt- und Biodiversitätsschutz sowie den Individualinteressen betroffener österreichischer Landwirte zu schaffen, ohne die Erreichung der ambitionierten Ziele zu gefährden. Dabei wird es in dieser Diplomarbeit vor allem um die Frage einer Interessenabwägung, jedoch auch um mögliche Anreizsysteme sowie die Schaffung von mehr Akzeptanz für Renaturierungsmaßnahmen gehen.Motivation der Arbeit ist es, ein ausgewogenes Verständnis der Ziele, Notwendigkeit und möglichen Auswirkungen des EU Renaturierungsgesetzes speziell auf österreichische Landwirte zu vermitteln sowie potenzielle Lösungsansätze für die erfolgreiche Umsetzung dieses umweltpolitischen Instruments aufzuzeigen.This diploma thesis analyzes the European Union Nature Restoration Law (Regulation on the Restoration of Nature) in the context of the European Green Deal from a legal point of view. Special attention is given to addressing the following questions: What are the objectives of the EU Renaturation Law and why is such a law considered necessary at the level of the European Union? What are the possible opportunities and risks for Austrian farmers, especially from the first draft regulation presented by the European Commission?For this purpose, the European Green Deal with its objectives and policy areas will be explained first, with a focus on the areas of food as well as biodiversity and ecosystems. In this context, especially the farm to table strategy, the action plan for the food sector as well as the biodiversity strategy for 2030, which on the one hand deals with the protection of nature and on the other hand with the restoration of nature and ecosystems, will be legally presented. Subsequently, the term and the necessity of renaturation will be discussed and a legal classification of the regulation for the restoration of nature in the European Green Deal and the Austrian legal system will be made. Furthermore, the relevance of the law for the achievement of the sustainability goals will be presented. Currently, more than 80% of Europe's habitats and up to 70% of Europe's soils are in poor condition. This is despite the fact that healthy and resilient ecosystems are the basis of human well-being and prosperity. In this context, scientific studies have shown that there is an urgent need to invest in restoring nature to ensure a sustainable, resilient and productive future. Nevertheless, there has hardly been a vote of the European Parliament that has been more polarizing than the decision of the Renaturation Act. In view of this, the objectives of the EU regulation, such as restoration and protection of natural ecosystems in Europe to counteract the progressive loss of biodiversity and the associated negative impacts, will be highlighted in particular. However, the controversy concerning the renaturation law will also be discussed and a critical examination of the draft regulation will be carried out. In the context of this scientific work possible chances and conceivable risks for Austrian farmers, which can result in particular from the first draft regulation, are dealt with. In the course of this, the question is also exciting whether it will be possible to create a balance between the public general interest in environmental and biodiversity protection and the individual interests of affected Austrian farmers without endangering the achievement of the ambitious goals. This thesis will focus on the question of balancing interests, but also on possible incentive systems and the creation of more acceptance for renaturation measures.The motivation of the thesis is to provide a balanced understanding of the goals, necessity and possible effects of the EU renaturation law especially on Austrian farmers as well as to show potential solutions for the successful implementation of this environmental policy instrument.vorgelegt von Stefan HiemeschDiplomarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    SARS-CoV-2 pandemic : the relevance of pre-analytical sample stabilisation and new rapid diagnostic tools

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    Die COVID-19 Pandemie, ausgelöst durch das neu aufgetretene und auf den Menschen übertragene Coronavirus SARS-CoV-2 (severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2) verdeutlicht die Notwendigkeit der breiten Testung auf verschiedene humane Atemwegsviren, um Überlastungen des Gesundheitssystems zu verhindern, vermeidbare Todesfälle zu minimieren und sozio-ökonomische Verluste zu reduzieren. Staatliche Überwachungssysteme und verschiedene globale Gesundheitsorganisationen spielen eine entscheidende Rolle bei der Überwachung der Virenverbreitung wie z.B. von SARS-CoV-2, Influenza, RSV und Adenoviren. Die Zusammenarbeit dieser staatlichen und globalen Institutionen, der Wissenschaft sowie der Industrie ist entscheidend für die Verbesserung von in-vitro diagnostischer Techniken und die Vorbereitung auf zukünftige Pandemien. Prä-analytische Faktoren wie die charakteristischen Eigenschaften der Probe selbst, aber auch die Probenentnahme, -transport, -verarbeitung und -lagerung beeinflussen sehr stark die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Laborergebnissen. Dabei stehen internationale Standards und Vorschriften (wie zum Beispiel die In-vitro Diagnostic Medical Device Regulation (IVDR) in Europa) bereits zur Verfügung, um die sichere Anwendung dieser diagnostischen Tests zu gewährleisten. Grundlagenforschung zu prä-analytischen Faktoren und diagnostischen Tests ist notwendig, um die Genauigkeit, Zuverlässigkeit und den klinischen Nutzen diagnostischer Tests in den Gesundheitssystemen zu gewährleisten. Diese Forschung trägt dazu bei, standardisierte Protokolle zu erstellen und diagnostische Tests zu optimieren, um ihre Empfindlichkeit und Spezifität zu verbessern und Einflüsse durch prä-analytische Faktoren zu minimieren. In unseren Studien haben wir verschiedene Kits zur Probennahme auf ihre diagnostische Aussagekraft nach ausgewählten Lagerungsbedingungen, sowie ihre Eigenschaft zur Probeninaktivierung, um Virusübertragung während der Probenahme und -analyse zu verhindern, untersucht (Chapter 2 und 3). In diesen wurden auch die Wirksamkeit von zwei potentiellen Additiven für die Stabilisierungslösungen zur Inaktivierung der erwähnten humanen Atemwegsviren untersucht. Ein weiterer Aspekt dieser Dissertation (Chapter 4) ist die Nutzung verschiedener Methoden zur Probenanalyse, wie z.B. der schnellen Antigentests (RATs) und der Real-Time quantitative Polymerase Chain Reaction (RT-qPCR), die für die Diagnose von SARS-CoV-2 Infektionen bei Personen weit verbreitet eingesetzt wurden. RATs bieten schnelle Ergebnisse, weisen jedoch im Vergleich zur RT-qPCR eine geringere Sensitivität auf. Neben dieser Methode bleibt die RT-qPCR aufgrund seiner Sensitivität und Spezifität der Goldstandard, um Viruspartikel in einer Probe nachzuweisen. Die verschiedenen aufgetretenen Varianten von SARS-CoV-2 stellen eine große Herausforderung für diagnostische Tests und die Bewertung der Immunität von bereits zuvor infizierten Personen dar. Schnelle Methoden zur Bewertung der Immunität, wie zellkulturbasierende Virusneutralisationstests (Chapter 5), sind neben RATs und RT-qPCR entscheidend für die Entwicklung von öffentlichen Schutzmaßnahmen der Bevölkerung gegen die Virenverbreitung und wurden während der Pandemie weiterentwickelt.The coronavirus disease 2019 (COVID-19) pandemic caused by the new severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2 (SARS-CoV-2) highlighted the necessity of broad testing for human respiratory viruses to prevent health care system overload, minimalize preventable deaths of patients and reduce socio-economic losses. Surveillance systems of governments and different global health organizations play crucial roles in monitoring viral spread of human respiratory viruses such as SARS-CoV-2, influenza, respiratory syncytial virus (RSV) and adenovirus. Collaboration between these agencies, academia and industrial stakeholders is crucial for improving in-vitro diagnostic devices and preparedness for future pandemics. Pre-analytical factors, including the characteristics of the specimen itself but also collection, handling, transportation, processing and storage, significantly influence the accuracy and reliability of laboratory test results. International standards and regulations (i.e., the in-vitro diagnostics medical device regulation in Europe (IVDR)) are available to ensure safe use of these diagnostic tests. Basic research on pre-analytical factors and diagnostic tests is needed and essential to guarantee the accuracy, reliability and the clinical utility of diagnostic testing in healthcare systems. This research helps to establish standardized protocols and to optimize diagnostic tests to improve their sensitivity, specificity and minimize interference with pre-analytical factors. Our studies have investigated various specimen collection kits and their impact on diagnostic accuracy and the property to inactivate the specimen to prevent virus transmission during specimen handling and analysis (Chapter 2 and 3). In Chapter 3, the efficacy of two compounds to inactivate human respiratory viruses have been examined as well. A second aspect (Chapter 4) discussed in the following thesis is the utilisation of various methods for specimen processing and analysis, including rapid antigen tests (RATs) and Real Time - quantitative polymerase chain reaction (RT-qPCR) which are essential and have been widely used for diagnosing SARS-CoV-2 infections. RATs offer rapid results but have lower sensitivity compared to RT-qPCR. Beside this, RT-qPCR remains the gold standard due to its sensitivity and specificity. Variants of SARS-CoV-2 present challenges for diagnostic testing and immunity assessment. Rapid methods for assessing immunity, such as cell culture-based virus neutralisation assays (Chapter 5), RATS but also RT-qPCR, are crucial for guiding public health measures and have been developed during the pandemic.eingereicht von Melina HardtEnthält LiteraturangabenKumulative Dissertation aus 5 ChapternDissertation Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    Implementation of the holocratic system in the structure of an insurance agency

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    Das berühmte Zitat von Galileo Galilei „Und sie dreht sich doch“ ist eine prägnante Metapher für die ständigen Veränderungen in unserer Welt. Von der Corona-Krise bis zur Inflation, von geopolitischen Konflikten bis zur Ener-giekrise - all diese Ereignisse haben zu tiefgreifenden Veränderungen geführt, die sich unweigerlich auch im Dienstleistungssektor widerspiegeln.In dieser Arbeit wird untersucht, inwieweit sich das Kundenverhalten generell ver-ändert hat und ob sich daraus spezifischere Anforderungsprofile ergeben haben. Den typischen Versicherungskunden gibt es weitgehend nicht mehr.Er erwartet zusätzliche Leistungen - zum Beispiel rund um die Betreuung eines Versicherungsproduktes.Darüber hinaus wird diskutiert, welche Strategien entwickelt werden können, um diesen Veränderungen effektiv zu begegnen.Im Mittelpunkt der Untersuchung steht eine Versicherungsagentur, die als Praxis-beispiel für die Einführung eines holokratischen Systems dient. Dieser Ansatz zeichnet sich durch eine detaillierte Rollenverteilung und eine ein-zigartige Struktur aus, die im theoretischen Teil der Arbeit ausführlich dargestellt werden.Im praktischen Teil der Arbeit wird die Implementierung des holokratischen Systems skizziert, die im Januar 2024 begonnen hat und sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit in der Umsetzung befindet.Durch die Analyse sowohl der theoretischen Grundlagen als auch der praktischen Umsetzung bietet diese Arbeit einen umfassenden Einblick in die Anpassungsfä-higkeit und Innovationskraft des Dienstleistungssektors als Reaktion auf die dyna-mischen Veränderungen unserer Zeit.Galileo Galilei's famous quote "And yet it turns" is a succinct metaphor for the con-stant changes in our world. From the corona crisis to inflation, from geopolitical conflicts to the energy crisis - all these events have led to profound changes that are inevitably reflected in the ser-vice sector.This paper examines the extent to which customer behaviour has changed in gen-eral and whether this has resulted in more specific requirement profiles. The typical insurance customer largely no longer exists.They expect additional services - for example, in relation to the support of an insur-ance product.The study also discusses which strategies can be developed to effectively counter these changes.At the centre of the study is an insurance agency that serves as a practical example for the introduction of a holocratic system. This approach is characterised by a detailed distribution of roles and a unique struc-ture, which are described in detail in the theoretical part of the thesis.The practical part of the thesis outlines the implementation of the holocratic system, which began in January 2024 and is currently being implemented at the time of writ-ing.By analysing both the theoretical foundations and the practical implementation, this thesis offers a comprehensive insight into the adaptability and innovative strength of the service sector in response to the dynamic changes of our timeAndreas GallerMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    Digital learning schemes : theory formation andvideographic analysis in adult education with a return to Piagets genetic epistemology

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    Mag. Thomas Sommerer, MADissertation Universität Graz 2024Arbeit gesperr

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