University of Graz

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    "I'm just an interpreter who mediates" : interpreters' self-perception of their agency in parent-teacher conferences

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    Die vorliegende Arbeit untersucht das Kommunaldolmetschsetting der Elterngespräche an Schulen aus dem Blickwinkel von DolmetscherInnen. Das Forschungsinteresse gilt zum einen dem Handlungsspielraum der DolmetscherInnen in Gesprächssituationen, in denen die Eltern von einer Schul- oder Fördermaßnahme für das eigene Kind überzeugt werden sollen. Zum anderen galt es den Erwartungen der involvierten GesprächsteilnehmerInnen (PädagogInnen, Eltern, die DolmetscherInnen selbst) in solchen Gesprächssituationen an den/die DolmetscherIn. Für die Subforschungsfragen zu den Erwartungshaltungen wurden Hypothesen formuliert. Es wurde angenommen, dass a) die PädagogInnen sich von den DolmetscherInnen eine Unterstützung bei der Erreichung ihrer Gesprächsziele erwarten; dass b) die Eltern sich von den DolmetscherInnen einerseits eine ihrem Wissensstand entsprechend verständliche Dolmetschung und andererseits eine kultursensitive Übertragung ihrer Gedanken und Sorgen erwarten; sowie dass c) die DolmetscherInnen eigene persönliche Erwartungen und Gesprächsziele haben. Für die Beantwortung der Forschungsfragen kam eine qualitative, leitfadengestützte Interviewstudie mit sechs KommunaldolmetscherInnen zum Einsatz. Die Studie lieferte wertvolle Einblicke und zeigte unter anderem, dass die Anwesenheit von DolmetscherInnen zu einer aktiveren Teilnahme und stärkeren Einbindung der Eltern führen kann. Der Gesprächsverlauf wiederum kann durch die Wahl des Dolmetschmodus und bewusste Entscheidungen darüber, wie Inhalte in die andere Sprache übertragen werden, aktiv von den DolmetscherInnen beeinflusst werden. Die erste Hypothese konnte insofern widerlegt werden, als keine/r der befragten DolmetscherInnen entsprechende Erwartungshaltungen seitens der PädagogInnen wahrgenommen hat. Die zweite Hypothese wurde durch die Eindrücke, die die DolmetscherInnen von den Eltern vermittelten, indirekt unterstützt. Gewisse Erläuterungen ließen jedoch auch Rückschlüsse auf ein elterliches Verständnis von DolmetscherInnen zu, das über das Ermöglichen der Kommunikation hinausreicht. Die dritte Hypothese erwies sich als teilweise zutreffend. Die Hälfte der befragten DolmetscherInnen gab an, in bestimmten Situationen ein persönliches Interesse am Gesprächserfolg zu haben, wobei das Wohl des Kindes als Motiv genannt wurde. Die andere Hälfte erklärte in dieser Hinsicht keine Erwartungen zu haben.This thesis explores the setting of parent-teacher conferences (PTC) from the interpreters’ perspective. The first aim was to examine how interpreters perceive their agency in PTCs, particularly when the goal of the school is to encourage parents to consent to an educational support programme for their child. The second aim was to investigate the expectations held by various participants (the teachers, the parents, the interpreters themselves) regarding the interpreter. For the second part it was hypothesized that: a) teachers expect a certain level of support from interpreters in achieving their conversational goals; b) parents expect interpreters to consider their level of knowledge when interpreting for them and to account for their cultural background when conveying their thoughts and concerns to teachers; and c) interpreters have personal expectations and conversational goals of their own. To address these questions, a qualitative, guideline-based interview study was conducted with six community interpreters. The findings indicated, for example, that the presence of an interpreter may lead to more active participation and better inclusion of the parents, while the conversation itself can be influenced by the chosen mode of interpretation and by conscious decisions as to how specific ideas are rendered into the other language. The first hypothesis could not be substantiated as none of the interviewees perceived the teachers to have specific expectations regarding the interpreter’s assistance. The second hypothesis was indirectly supported by the interpreters’ impressions of the parents. However, some accounts suggested that parents might also have an understanding of interpreters that goes beyond enabling communication. The third hypothesis was partially supported, as half of the interviewed interpreters reported that they are in certain situations personally interested in the positive outcome of the PTC – citing the child’s well-being as their motive – while the other half stated that they had no expectations in this regard.vorgelegt von David Tieber, BAMasterarbeit Universität Graz 2024Text überwiegend Deutsch, einzelne Passagen Englisc

    Terrain reconstruction and modeling of the Tschirgant-Bergsturz

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    Bergstürze sind durch ihre große Masse und Geschwindigkeit bedeutende Ereignisse in alpinen Regionen und besitzen hohes Potenzial zu geomorphologischen Veränderungen (Abele 1974; Dikau et al. 2019). Diese Masterarbeit widmet sich der Rekonstruktion des prähistorischen Tschirgant Bergsturzereignis, welches in den nördlichen Kalkalpen im oberen Inntal stattgefunden hat (Ostermann et al. 2016). Die Zielsetzung dieser Arbeit ist, einen Einblick in den bisherigen Forschungsstand zum Tschirgant Bergsturz zu bieten, sowie eine Rekonstruktion des Geländes vor dem Ereignis und eine Modellierung des Bergsturzes mittels r.avaflow durchzuführen und diese zu visualisieren. Basierend auf diesen Zielen wurden folgende Forschungsfragen formuliert: (1) Wie ist der bisherige Forschungsstand zum Tschirgant Bergsturz? (2) Wie sieht das rekonstruierte Gelände des Tschirgant vor dem Bergsturz aus? (3) Ist r.avaflow geeignet, um den Tschirgant Bergsturz zu modellieren? Der derzeitige Forschungsstand zum Tschirgant Bergsturz zeigt, dass das Ereignis vor ca. 3000 Jahren stattgefunden hat (Ostermann et al. 2016). Es liegt daher in räumlicher Nähe zu weiteren großen Bergstürzen in dieser Zeit, wie etwa die Bergsturzereignisse am Fernpass oder in Haiming (Prager et al. 2008). Als Auslöser dieser Bergstürze konnten, durch Sedimentanalysen von in dieser Region befindlichen Bergseen, durch Oswald et al. (2021) Erdbeben identifiziert werden. Der Ablauf des Tschirgant Bergsturzes war sehr schnell. Die theoretische, maximale Geschwindigkeit des Ereignisses wurde durch Dufresne et al. (2015) auf 51 und 66 m/s (184 und 238 km/h), bestimmt. Bei einer angenommenen Fahrbahnlänge von 6300 m (Patzelt 2012) kann also von einer ungefähre Ereignisdauer von zwei bis drei Minuten ausgegangen werden (Dufresne et al. 2015). Die daraus resultierende Ablagerungsmasse besitzt ein Volumen von ~ 230 Millionen m3 (Ostermann et al. 2016) welches, wie der Tschirgant selbst, hauptsächlich aus Wettersteindolomit, Hauptdolomit und Raibler Schichten aufgebaut ist (Patzelt 2012; Dufresne et al. 2015; Pagliarini 2008, zitiert nach Dufresne et al. 2014). Mit diesem Wissen wurde in weiterer Folge das Gelände mittels ArcGIS Pro (Esri 2024) rekonstruiert. Dabei wurde mittels Höhenlinienverschiebung das Ablagerungsgebiet abgetragen und das Anrissgebiet wieder mit der späteren Bergsturzmasse aufgefüllt. Im 3 Anschluss wurde dieses Ereignis dazu verwendet, das Bergsturzereignis mittels r.avaflow zu modellieren. Das Ergebnis der Modellierung zeigt eine gute Annäherung zu den in der Literatur angegebenen Parametern des Bergsturzes. Es zeigt sich daher, dass r.avaflow zur Modellierung des Tschirgant Bergsturzes geeignet ist.Due to their large mass and velocity, massive landslides are significant events in alpine regions and have high potential for geomorphological changes (Abele 1974; Dikau et al. 2019). This master's thesis is dedicated to the reconstruction of the prehistoric Tschirgant landslide event, which took place in the northern Limestone Alps in the upper Inn Valley (Ostermann et al. 2016). The aim of this work is to provide an insight into the current state of research on the Tschirgant event, as well as to reconstruct the terrain before the event and to model the landslide using r.avaflow and visualize it. Based on these objectives, the following research questions were formulated: (1) What is the current state of research on the Tschirgant landslide? (2) What does the reconstructed terrain of the Tschirgant look like before the landslide? (3) Is r.avaflow suitable for modeling the Tschirgant landslide? Currently, the research on the Tschirgant landslide shows that the event took place around 3000 years ago (Ostermann et al. 2016). It is spatially close to other major landslides around this time, such as the landslide events at the Fernpass or in Haiming (Prager et al. 2008). Based on sediment analyses of mountain lakes located in this region Oswald et al. (2021) identified earthquakes as the trigger for these landslides. The Tschirgant landslide was very fast. The theoretical maximum speed of the event was determined by Dufresne et al. 2015 with 51 and 66 m/s (184 and 238 km/h). With an assumed length of 6300 m (Patzelt 2012), an approximate event duration of two to three minutes can be assumed (Dufresne et al. 2015). The resulting deposit mass has a volume of ~ 230 million m3 (Ostermann et al. 2016) which, like the Tschirgant itself, is mainly composed of Wetterstein dolomite, main dolomite and Raibler layers (Patzelt 2012; Dufresne et al. 2015; Pagliarini 2008, cited after Dufresne et al. 2014). With this knowledge, the terrain was reconstructed using ArcGIS Pro (Esri 2024). The deposition area was removed by contour line displacement, and the release area was filled with the landslide mass using the same technique. The outcome of this process was then used to model the landslide event using r.avaflow. The result of the simulation shows a good approximation to the landslide parameters given in the literature. It is therefore clear that r.avaflow is suitable for modeling the Tschirgant landslide.Autorin: Madita Mostetschnig, BScEnthält Literaturverzeichnis: Blätter 59-63Masterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    "We" Austrians – discursively constructed national identities : strategies of in- or exclusion in the creation of a collective identity within political discourse

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    Es ist weitgehend anerkannt, dass Diskurs eine zentrale Rolle bei der Konstruktion von Realität spielt. Dies wird in dieser Arbeit insbesondere im Kontext der Schaffung von Nationen und nationaler Identität sichtbar gemacht. Es handelt sich dabei um einen dynamischen Prozess, der in einer dialektischen Beziehung mit der Realität steht, wodurch sich diese immer wechselseitig beeinflussen. Diskurse folgen komplexen Machtbeziehungen und Ideologien, welche die soziale Realität konstruieren und repräsentieren. Diese zugrundeliegenden Weltanschauungen beschreiben beispielsweise Goldberg und Mills in einem modernen Nationalstaat als unwiderruflich rassistisch. Nach Mills unterliegen westliche Staaten nämlich einem „Racial Contract“ mit hierarchieschaffenden und alldurchdringenden Konsequenzen. Somit trägt Diskurs maßgeblich dazu bei, diese rassialisierenden Strukturen aufrechtzuerhalten, und ist ein essentielles Mittel zur Machterhaltung. Wie diese machterhaltenden Mittel im Zuge der österreichischen Identität genutzt werden und welche Rolle dabei Andersartigkeit und Differenz spielen, wurde anhand von Beiträgen der österreichischen Politik untersucht. Indem Politiker*innen gewisse Narrative über die österreichische Identität schaffen, kreieren sie zum Teil eine trügerische Illusion einer homogenen Identität und einer statischen, intrinsischen kollektiven gleichartigen Einheit. Dies widerspricht allerdings der Realität, in der eine nationale Identität niemals singulär ist und einen andauernden Prozess der Veränderung durchläuft. Durch die im Diskurs hergestellte Definition des „Wir“ entsteht ein „Anderes“, das von der nationalen Identität abgegrenzt und ausgeschlossen wird. Mittels der kritischen Diskursanalyse wurde untersucht, welche Strategien von Politiker*innen genutzt werden, um die nationale Identität zu formen und wer dabei ein- beziehungsweise ausgeschlossen wird. Diese unterscheiden sich je nach Parteizugehörigkeit stark voneinander, folgen aber durchwegs dem ideologischen Quadrat nach van Dijk, nach dem Politiker*innen die „In“-Group positiver darstellen als die „Out“-Group. Damit zeigt die Analyse, wie politische Akteure den österreichischen Diskurs nicht nur zur Konstruktion und Aufrechterhaltung der nationalen Identität, sondern auch zur Verstärkung ausgrenzender Tendenzen nutzen. Wodurch die Rolle des Diskurses bei der Aufrechterhaltung von Machtstrukturen aufgezeigt werden kann.Discourse is widely recognized as a central factor in constructing social reality, particularly in the creation of nations and national identities. This process is dynamic and dialectical, where discourse and reality continuously shape one another. Operating within complex networks of power and ideology, discourses construct and represent social realities. Scholars like Goldberg and Mills highlight that, in modern nation-states, these worldviews are underpinned by racial ideologies. Mills argues that Western states are governed by a “racial contract,” which perpetuates hierarchical structures. In this context, discourse becomes a powerful tool for maintaining racialized power structures and reinforcing social hierarchies. This analysis explores how these mechanisms operate within Austrian political discourse, specifically in shaping national identity through notions of otherness and difference. Austrian politicians frequently construct narratives that promote an illusion of a homogeneous and static national identity, which obscures the reality of identity as pluralistic and constantly evolving. In defining the national "we," political discourse inevitably creates an "other" that is excluded from this identity. A discourse analysis was conducted to examine the strategies used by Austrian politicians in shaping national identity, as well as who is included and excluded in this process. Although these strategies vary across political parties, they consistently follow van Dijk's ideological square, wherein the in-group is presented positively while the out-group is framed negatively. This analysis highlights how Austrian political actors utilize discourse not only to construct and sustain national identity but also to reinforce exclusionary boundaries, underscoring the role of discourse in maintaining power structures.Autorin: Nikola WablMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    JRFM / Biblical Narratives in The Handmaid’s Tale

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    Through her dystopian novel The Handmaid’s Tale (1985), Margaret Atwood fuels the debate surrounding the global plight of women. Atwood weaves many biblical concepts, names, and motifs relating to the status of women into the novel, with a particular focus on the concept of the handmaid, whose sole function is childbearing. Atwood thus warns against fundamentalist readings of the Bible and other canonical texts that are the foundations of our culture. In order to reach a fuller understanding of the contextual biblical sources of the novel, in this article I take an in-depth look at the biblical source of the name “Gilead”, as Atwood chose to set her tale in the “Republic of Gilead”. Furthermore, as the novel presents a radical social hierarchy among women based on their childbearing duties, I will also examine the biblical narratives foundational to the hegemonic male interpretation that gave rise, according to the novel, to this dystopian reality. In this terrifying novel, the transformation of women into childbearing handmaids is based both on the biblical story of the handmaids and on the proprietary relationship of men over women in the Bible. I argue that the novel’s critical approach deconstructs the unspoken assumptions of a particular way of life

    Metabolomics / A lipidomic and metabolomic signature of a very low-carbohydrate high-fat diet and high-intensity interval training: an additional analysis of a randomized controlled clinical trial

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    Introduction Regular physical activity and dietary variety are modifiable and influential factors of health outcomes. However, the cumulative effects of these behaviors are not well understood. Metabolomics may have a promising research potential to extend our knowledge and use it in the attempts to find a long-term and sustainable personalized approach in exercise and diet recommendations. Objective The main aim was to investigate the effect of the 12 week very low carbohydrate high fat (VLCHF) diet and high-intensity interval training (HIIT) on lipidomic and metabolomic profiles in individuals with overweight and obesity. Methods The participants (N = 91) were randomly allocated to HIIT (N = 22), VLCHF (N = 25), VLCHF + HIIT (N = 25) or control (N = 19) groups for 12 weeks. Fasting plasma samples were collected before the intervention and after 4, 8 and 12 weeks. The samples were then subjected to untargeted lipidomic and metabolomic analyses using reversed phase ultra-high-performance liquid chromatography coupled to high-resolution mass spectrometry. Results The VLCHF diet affected plasma lipids considerably while the effect of HIIT was unremarkable. Already after 4 weeks of intervention substantial changes of plasma lipids were found in both VLCHF diet groups. The changes persisted throughout the entire 12 weeks of the VLCHF diet. Specifically, acyl carnitines, plasmalogens, fatty acyl esters of hydroxy fatty acid, sphingomyelin, ceramides, cholesterol esters, fatty acids and 4-hydroxybutyric were identified as lipid families that increased in the VLCHF diet groups whereas lipid families of triglycerides and glycerophospholipids decreased. Additionally, metabolomic analysis showed a decrease of theobromine. Conclusions This study deciphers the specific responses to a VLCHF diet, HIIT and their combination by analysing untargeted lipidomic and metabolomic profile. VLCHF diet caused divergent changes of plasma lipids and other metabolites when compared to the exercise and control group which may contribute to a better understanding of metabolic changes and the appraisal of VLCHF diet benefits and harms.Version of recor

    MUSEA / Open International Seminars of the Coimbra Working Group Heritage

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    MUSEA / Ulfert Tschirner: Das Museum der Lüneburger Ritterakademie : Eine Geschichte des Sammelns um 1800

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    Measurement of personality differences in processing of emotional information using ECG parameters

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    Einleitung. Psychopathie ist ein klinisches Persönlichkeitskonstrukt, das sich in zwischenmenschlichen, affektiven und Verhaltensaspekten manifestieren kann. Zu den Schlüsselmerkmalen gehören ein Mangel an Empathie, Schuldgefühlen und Reue, die Neigung zur Manipulation und Täuschung sowie ein oberflächlicher Charme. Verschiedene Subtypen der Psychopathie können sich aus einer Vielzahl von Eigenschaften entwickeln, darunter auch der Subtyp des erfolgreichen/adaptiven Psychopathen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, psychopathische Merkmale anhand von physiologischen Parametern in Bezug auf emotionale Reize zu identifizieren, um eine objektive Diagnose zu ermöglichen. Methode. An der Untersuchung nahmen 77 Männer aus einer militärischen Population teil, die je nach Ausprägung in eine der Gruppen niedrig, mittel oder hoch psychopathisch eingeteilt wurden. Die Aufgabe bestand darin, Bilder aus verschiedenen emotionalen Kategorien (mitleiderregend, bedrohlich, neutral) zu betrachten, während ihre Herzfrequenz mithilfe eines Elektrokardiogramms (EKG) gemessen wurde. Ergebnisse. In der Untersuchung wurden keine Unterschiede in der physiologischen Reaktion während der Betrachtung der Bilder zwischen den Gruppen festgestellt, unabhängig von der Bildkategorie. Ebenso wurde kein Unterschied im Einfluss ausgewählter Facetten der Psychopathie auf die Herzfrequenz beobachtet. Diskussion. Das Ausbleiben der erwarteten Ergebnisse kann auf die Komplexität des Persönlichkeitskonstrukts zurückgeführt werden, was eine angemessene Datenerhebung erschwert. Zudem erfordert eine spezielle Stichprobe wie diese geeignete Erhebungs- und Untersuchungsmaterialien, um valide Ergebnisse zu erzielen. Die erhöhten Herzratenmittelwerte bei der Betrachtung der Bilder in der Gruppe mit hoher Psychopathie-Ausprägung deuten darauf hin, dass sich innerhalb der Stichprobe eher der Subtyp des erfolgreichen/adaptiven Psychopathen als der klassische Typus wiederfindet. Durch die Verwendung eines alternativen Messinstruments, das die mit Psychopathie verwandte Domäne Disinhibition erfasst, wurde eine gesteigerte Herzratenänderung während der Präsentation von Bildern in allen Kategorien festgestellt. Dies unterstützt ebenfalls die vermehrte Prävalenz des adaptiven Psychopathie-Subtyps.Introduction. Psychopathy is a clinical personality construct that can manifest in interpersonal, affective, and behavioral aspects. Key traits include a lack of empathy, guilt and remorse, a tendency to manipulate and deceive, and a superficial charm. Different subtypes of psychopathy can develop from a variety of traits, including the successful/adaptive psychopathy subtype. This thesis aims to identify psychopathic traits based on physiological parameters evoked by emotional stimuli to enable an objective diagnosis. Method. The study involved 77 men from a military population who were categorized as low, medium, or high psychopaths depending on their level of psychopathy. The task consisted of looking at pictures from different emotional categories (pitiful, threatening, neutral) while their heart rate was measured using an electrocardiogram (ECG). Results. In the study, no differences in the physiological reaction during viewing of the images were found between the groups, regardless of the image category. Similarly, no difference was observed in the influence of selected facets of psychopathy on heart rate. Discussion. The lack of expected results can be attributed to the complexity of the personality construct, which makes it difficult to collect appropriate data. In addition, a special sample such as this requires suitable data collection and examination materials to achieve valid results. The increased heart rate averages when looking at the pictures in the group with a high level of psychopathy indicate that the successful/adaptive psychopathic subtype is more likely to be found within the sample than the classic type. Using an alternative measurement instrument that measures the disinhibition domain related to psychopathy, an increased heart rate change during the presentation of pictures was found in all categories. This also supports the increased prevalence of the adaptive psychopathy subtype.vorgelegt von: Johanna Cäcilia Höfferer, BScMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisch; Text beinhaltet teilweise englische Passage

    Party status in parentage proceedings in a legal comparison between Austria and Germany

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    Diese Arbeit befasst sich mit dem Rechtsvergleich der Parteistellung zwischen Österreich und Deutschland. Zumal die Zahl der Vaterschaften kraft Ehe mit der Mutter immer mehr abnehmen, stellt sich die Frage, wer in einem weiteren Verfahren zur Vaterschaftsfeststellung als Partei angesehen werden kann. Zu Beginn dieser Arbeit wird die Parteistellung im Allgemeinen erläutert, sprich die formelle und die materielle Parteistellung. Danach wird auf die Voraussetzungen, um Partei im Verfahren zu sein, näher eingegangen. Partei wird primär das Kind, die Mutter und der festzustellende Vater sein. Bei bestimmten Feststellungsverfahren ist es auch erforderlich den bisherigen Vater beizuziehen. Fraglich ist die Parteistellung von Minderjährigen und nicht entscheidungsfähigen Volljährigen. In beiden Fällen brauchen die Betroffenen einen gesetzlichen Vertreter. Dieser wird zwar nicht Partei im Verfahren, dies bleibt die betroffene Person, er muss aber entweder für denjenigen handeln oder seine Zustimmung zur Handlung geben. Wer die möglichen gesetzlichen Vertreter sind und in welchem Umfang sie handeln können, wird ebenfalls in dieser Diplomarbeit behandelt. Da die Parteistellung in den einzelnen Feststellungsverfahren differenzieren können, widmet sich dieser ein Kapitel. Als letzter Teil wird die Frage behandelt, wie das Verfahren abläuft, wenn eine Partei entweder während des Verfahrens oder vor der Beantragung des Verfahrens verstirbt. Unter Umständen können die Rechtsnachfolger weiter handeln bzw. das Verfahren überhaupt einleiten.This paper deals with the legal comparison of party status between Austria and Germany. As the number of paternities by virtue of marriage with the mother continues to decrease, the question arises as to who can be considered a party in further proceedings to establish paternity. This paper begins by explaining party status in general, i.e. formal and substantive party status. The requirements for being a party to the proceedings are then discussed in more detail. The parties will primarily be the child, the mother and the father to be determined. In certain determination proceedings, it is also necessary to involve the previous father. The party status of minors and adults who are not capable of making decisions is questionable. In both cases, the persons concerned need a legal representative. Although the legal representative does not become a party to the proceedings - this remains the person concerned - they must either act on the person's behalf or give their consent to the action. Who the possible legal representatives are and to what extent they can act is also dealt with in this thesis. As party status can vary in the individual declaratory proceedings, one chapter is devoted to this. The final section deals with the question of how the proceedings will proceed if a party dies either during the proceedings or before the application for proceedings is filed. Under certain circumstances, the legal successors can continue to act or initiate the proceedings at all.vorgelegt von Lisa Karoline HallerAbweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der VerfasserinDiplomarbeit Universität Graz 202

    Offender behavior : the analysis of the crime scene using the example of a specific criminal case

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    Um eine Tat und den dazugehörigen Tatort eingehend untersuchen zu können, ist es notwendig, diesen in Relation von Täterverhalten und der Tat- und Tatortanalyse im Kontext der Kriminalistik zu betrachten. Ziel ist dabei die Rekonstruktion von Verbrechen mit unbekannten Tätern - das bedeutet, dass am Tatort durch die Spurenlage und andere Beweismittel, keine sog Täter-Opfer-Beziehung erkennbar war - sowie die Identifizierung des unbekannten Täters. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Psychologie und die individuellen Handlungsentscheidungen des Täters gelegt, die interdisziplinären Erkenntnisse werden stetig in die Analyse von Beweisen und Spuren eingebunden und neu evaluiert. Durch die Implementierung von Erkenntnissen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen wie bspw der Psychologie, Psychiatrie, Kriminalistik und forensischer Wissenschaften ist es erst möglich, ein umfassendes Verständnis für die äußerst komplexen Zusammenhänge zwischen Täterverhalten und Tatortanalyse zu schaffen. Die Computerprogramme ViCLAS und ViCAP wurden unter Einbeziehung all dieser Erkenntnisse entwickelt, um computerunterstützt die individuellen Daten eines bestimmten Kriminalfalles mit unbekanntem Täter oder auch bei Verdacht auf eine Tatserie mit bereits begangenen und schon in diese Systeme implementieren Fälle vergleichen zu können. Ziel dieser Methoden ist die Steigerung der Effektivität von bestimmten Ermittlungspraktiken, die Weiterentwicklung der kriminalistischen Methoden, mit dem übergeordneten Ziel, einen unbekannten Täter möglichst schnell zu identifizieren. Mit all diesen Erkenntnissen wird am Ende dieser Arbeit auch ein konkreter österreichischer Kriminalfall mit Hilfe der Gerichtsakten, aber vor allem dem Sachverständigengutachten in Form einer Tatortanalyse, analysiert.In order to be able to examine a crime and the associated crime scene in detail, it is necessary to consider it in relation to the behavior of the perpetrator and the crime and crime scene analysis in the context of criminology. The aim is to reconstruct crimes with unknown perpetrators - this means that no so-called perpetrator-victim relationship was recognizable at the crime scene based on the evidence - and to identify the unknown perpetrator. Particular attention is paid to the psychology and individual action decisions of the perpetrator; the interdisciplinary findings are constantly integrated into the analysis of evidence and traces and re-evaluated. By implementing findings from different scientific areas such as psychology, psychiatry, criminology and forensic science, it is only possible to create a comprehensive understanding of the complex connections between perpetrator behavior and crime scene analysis. The computer programs ViCLAS and ViCAP were developed taking all of this knowledge into account in order to be able to use computer support to compare the individual data of a specific criminal case with an unknown perpetrator or, if a series of crimes is suspected, with cases that have already been committed and have already been implemented in these systems. The aim of these methods is to increase the effectiveness of certain investigative practices and to further develop criminalistic methods, with the overarching goal of identifying an unknown perpetrator as quickly as possible. With all these findings, at the end of this thesis a specific Austrian criminal case will be analyzed with the help of the court files, but above all the expert report in the form of a crime scene analysis.vorgelegt von Lisa RespergerDiplomarbeit Universität Graz 202

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