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The periodic table viewed from a "human" perspective
Das aus der Schulzeit eher gefürchtete und abstrakte Periodensystem der Elemente wird im Zuge dieser Masterarbeit aus der „menschlichen“ Perspektive betrachtet. Es wird dabei der Frage nachgegangen, welche Elemente des Periodensystems eine besondere Rolle für den Menschen spielen.In der Gesellschaft wird der Chemie oftmals mit Misstrauen begegnet und ein Weg „zurück zur Natur“ ist für viele erstrebenswert. Dabei stellen sich die Wenigsten die Frage, wie die Natur und vor allem der eigene Organismus aufgebaut sind. Auf die Tatsache, dass der Mensch ohne chemische Elemente nicht existieren könnte und bei weitem nicht alle davon ungesund oder gar giftig sind, wird in dieser Arbeit eingegangen.Ein Teil dieser Arbeit widmet sich jenen Elementen, die den menschlichen Körper aufbauen und lebensnotwendige Funktionen darin übernehmen. Dabei werden je nach Anteil an der Masse des Körpers Hauptelemente, Mengenelemente und Spurenelemente voneinander unterschieden.Es wird zudem die historische Entwicklung des Periodensystems hin zu seiner heutigen Form erläutert und die darin herrschenden Zusammenhänge erklärt. Es wird auch auf die Entdeckung der bis heute bekannten Elemente eingegangen. Ein weiterer Fokus liegt auf jenen Elementen, die als kritische Rohstoffe für heutige und zukünftige Technologien unersetzlich sind und ohne die ein modernes Leben undenkbar wäre. Der letzte Teil dieser Arbeit widmet sich einer durchgeführten Online-Erhebung zu chemischen Grundbegriffen, Spurenelementen, Seltenerdelementen und kritischen Rohstoffen. Dazu wurden insgesamt 199 Teilnehmende befragt. Dabei zeigt sich in den unterschiedlichen Altersgruppen ein diverses Bild. Das Wissen der Teilnehmenden zu chemischen Grundbegriffen und Spurenelementen ist über alle Alterskategorien verteilt relativ gut. Ein anderes Bild zeigt sich bei den Bezeichnungen „Seltenerdelemente“ und „kritische Rohstoffe“ – die Bedeutung dieser für gegenwärtige Technologien scheint noch nicht in alle Bevölkerungsschichten durchgedrungen zu sein. Diese Masterarbeit versucht daher vorhandene Wissenslücken über das Periodensystem mit seinen Elementen und ihrer großen Bedeutung für den Menschen zu schließen.In this master thesis the periodic table of elements, often feared and considered abstract during school years, is viewed from a “human” perspective. The question is being investigated as to which elements of the periodic table play a significant role for humans.In society chemistry is often met with suspicion, and a return “back to nature” is a goal for many people. Few, however, ask themselves how nature and especially their own body is structured. This thesis addresses the fact that humans could not exist without chemical elements, and that by far not all of them are unhealthy or even toxic.A part of this work approaches those elements that make up the human body and take on vital functions within it. Depending on their mass in the body major elements, bulk elements and trace elements are differentiated from one another.Additionally, the development of the periodic table to its modern form will be explained, as well as the connections of said elements in the table. Furthermore, the discovery of those elements will be discussed. Afterwards, the focus will be on those elements seen as critical raw materials for modern and future technologies without which modern life would be impossible to imagine.The end of this thesis evaluates the results of an online survey on the topic of chemical basis concepts, trace elements, rare earth elements and critical raw materials. To achieve this, 199 participants were surveyed. The results show a diverse picture amongst different age groups. The knowledge of participants regarding chemical base concepts and trace elements was among all age groups relatively strong. A different picture emerged by the questions about rare earth elements and critical raw materials – the importance of these for modern and future technologies has not penetrated into all layers of society yet. Therefore, this master thesis aims to close existing gaps in public knowledge about the periodic table, its elements and their role for humans.Katja Kenda, BSc BEdMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Recent developments in the electricity market - the new EIWG under scrutiny
Am 12.01.2024 übermittelte das BMK den Ministerialentwurf zur Begutachtung für die Erlassung eines neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG). Hintergrund war die notwendige Überarbeitung des momentan in Kraft stehenden Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetzes 2010 (ElWOG) wegen der teilweise ausständigen Umsetzung der Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie (EU) 2019/944 (EBM-RL) in innerstaatliches Recht, welche bis spätestens 31.12.2020 erfolgen hätte sollen. Aufgrund der Säumigkeit des österreichischen Gesetzgebers bei seiner Umsetzungsverpflichtung der EBM-RL leitete die Europäische Kommission gegen Österreich ein Vertragsverletzungsverfahren ein. Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll erörtert werden, ob der ElWG-Entwurf ein geeignetes Normenwerk darstellt, um den Anforderungen der EBM-RL zu entsprechen. In diesem Zusammenhang soll beleuchtet werden, ob die EBM-RL nun endgültig lückenlos in innerstaatliches Recht umgesetzt werden würde, um eine Angleichung des nationalen Elektrizitätsrechts an die unionsrechtlichen Änderungen auf Sekundärrechtsebene, zu erreichen. Dafür werden die Bestimmungen des ElWG-Entwurfs mit den dazugehörigen Normen der EBM-RL, stellenweise auch mit jenen aus der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (EU) 2018/2001, verglichen und analysiert. Insbesondere sollen dabei gegebenenfalls Übererfüllungen, Defizite oder andere Unterschiede zwischen den unionsrechtlichen und nationalen Vorschriften, hervorgehoben werden. Sollten allenfalls einzelne Bestimmungen des ElWG-Entwurfs von der ÄnderungsRL (EU) 2024/1711 zur EBM-RL betroffen sein, wird diese berücksichtigt und darüber hinaus festgehalten, ob der nationale Gesetzgeber in naher Zukunft bereits Änderungen an den betroffenen Regelungen durchführen muss. Ferner wird in dieser Diplomarbeit auf durch nationale Rechtsprechung angestoßene Änderungen bzw Anpassungen zu den Vorgängerbestimmungen des ElWOG eingegangen und werden diese allenfalls näher beleuchtet.On 12.01.2024, the BMK submitted the ministerial draft for review for the enactment of a new Electricity Sector Act (ElWG). The background to this was the need to revise the Electricity Sector Act 2010 (ElWOG), which is currently in force, due to the partially outstanding transposition of the Directive on common rules for the internal market for electricity (EU) 2019/944 (EBM Directive) into national law, which should have taken place by 31 December 2020 at the latest. Due to the Austrian legislator's delay in fulfilling its obligation to transpose the EBM Directive, the European Commission initiated infringement proceedings against Austria. The aim of this diploma thesis is to discuss whether the ElWG draft is a suitable set of standards to meet the requirements of the EBM Directive. In this context, it will be examined whether the EBM Directive would now finally be fully transposed into national law in order to achieve harmonization of national electricity law with the changes to EU law at secondary legislation level. To this end, the provisions of the ElWG draft are compared and analyzed with the corresponding standards of the EBM Directive, and in some cases also with those of the Renewable Energy Directive (EU) 2018/2001. In particular, any overfulfilment, deficits or other differences between the EU and national regulations will be highlighted. If individual provisions of the ElWG draft are affected by the amending Directive (EU) 2024/1711 to the EBM Directive, this will be taken into account and it will also be determined whether the national legislator will have to make changes to the affected regulations in the near future. Furthermore, this diploma thesis discusses amendments or adjustments to the predecessor provisions of the Electricity Sector Act 2010 (ElWOG) initiated by national jurisdiction and if necessary, examines these in more detail.vorgelegt von Julia Victoria Maria HoffmannDiplomarbeit Universität Graz 202
Chemotherapy-induced nausea and vomiting : pathophysiology, treatment options, comparison of guidelines and genetic influencing factors
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Zytostatikatherapie bei malignen Tumoren, wobei der Fokus auf den unerwünschten Nebenwirkungen liegt.Das zentrale Kapitel geht auf die Chemotherapie induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV) ein, einer der häufigsten und belastendsten Nebenwirkungen einer Zytostatikatherapie. Zunächst werden die pathophysiologischen Mechanismen beschrieben, die zu diesen belastenden Nebenwirkungen führen, darunter auch die Rolle spezifischer Neurotransmitter und Rezeptoren, die eine Schlüsselrolle in der Entstehung von CINV darstellen. Im Anschluss wird auf die aktuellen antiemetischen Leitlinien eingegangen, die Empfehlungen zur Therapie und Prävention von CINV bieten. Hierbei werden die verschiedenen Medikamentenklassen, sowie andere Möglichkeiten zur Behandlung und Linderung von CINV beschrieben. Dabei wird auch auf die verschiedenen Emetogenitätsklassen der Chemotherapie eingegangen und erklärt, wie eine antiemetische Behandlung je nach Emetogenität der verabreichten Zytostatika angepasst wird. Zum Schluss beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Einfluss genetischer Polymorphismen auf den Behandlungserfolg mit Antiemetika. Die Ergebnisse zeigen, dass genetische Variationen die Wirksamkeit einer antiemetischen Therapie beeinflussen können, was einen Ansatz für die personalisierte Medizin darstellt.This master's thesis deals with cytostatic therapy for malignant tumors, with a focus on its side effects. The central chapter deals with chemotherapy-induced nausea and vomiting (CINV), one of the most common and distressing side effects of cytostatic therapy. First, the pathophysiological mechanisms leading to these distressing side effects are described, including the role of specific neurotransmitters and receptors, which play a key role in the development of CINV.This is followed by a discussion of the current antiemetic guidelines, which offer recommendations for the treatment and prevention of CINV. The various drug classes and other options for the treatment and alleviation of CINV are described. The different emetogenicity classes of chemotherapy are also discussed and it is explained, how antiemetic treatment is adapted according to the emetogenicity of the cytostatic drugs administered. Finally, this work deals with the influence of genetic polymorphisms on the success of treatment with antiemetics. The results show that genetic variations can influence the efficacy of antiemetic therapy, which represents an approach for personalized medicine.Masterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Art and Artificial Intelligence : on the algorithmisation of a vocation and the anthropomorphisation of a technology
Können Maschinen Kunst schaffen? Ja – zumindest legen das jene KI-Modelle nahe, die in den letzten Jahren einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurden. Galt Kreativität kürzlich noch als kaum automatisierbar, sieht sich das künstlerische Tätigkeitsfeld nun mit einer Technologie konfrontiert, die in der Lage ist, binnen Sekunden Bilder, Texte und Videos zu genieren. Damit einher gehen zahlreiche Fragestellungen, die sich in der künstlerischen Praxis ebenso niederschlagen, wie im öffentlichen Diskurs. Auf Basis qualitativer Interviews und einer begleitenden Medienanalyse wird der Frage nachgegangen, wie Kunstschaffende ihr verändertes Tätigkeitsfeld wahrnehmen und in diesem agieren. Hierbei wird deutlich, dass historisch gewachsene Bilder von Kunst und Künstler*innen das künstlerische Tätigkeitsfeld bis heute prägen. Gekennzeichnet durch eine eigene ökonomische Logik konstituiert sich die Kunst als Tätigkeitsbereich, der unter neoliberalen Verhältnissen nach Autonomie strebt, den ökonomischen Bedingungen dabei jedoch unterworfen bleibt. Schlagend werden in diesem Kontext im kulturellen Gedächtnis verankerte Vorstellungen von Maschinen, die als Konkurrenten des Menschen diesen aus dem Arbeitsmarkt verdrängen und als solche paradigmatisch für die sozialen und gesellschaftlichen Umbrüche der Industriellen Revolution zu verstehen sind. Begleitet werden die verschiedenen Diskurse durch eine fortlaufende Anthropomorphisierung der Technologie, die diese zu einer autark handelnden Entität stilisiert – eine Vorstellung, die den Diskussionen rund um Künstliche Intelligenz eine aufgeregte Komponente verleiht und die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion verschwimmen lässt. Betrachtung finden zudem ästhetische und medientheoretische Bewertungen von KI-Kunst, die ihrerseits auf Diskurse verweisen, die im Kontext der medientechnologischen Entwicklungen Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts an Bedeutung gewannen. So werden einerseits bestehende Strukturen einer durch Technologie geprägte Medien- und Kunstwelt sichtbar gemacht, während andererseits nachvollziehbar wird, inwiefern der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kunst neue Denk- und Verhandlungsräume in eben dieser eröffnet.Can machines create art? Yes – at least that is suggested by the AI models made available to the broad public in recent years. While creativity was previously considered almost impossible to automate, the artistic field now faces a technology capable of generating images, texts, and videos within seconds. This raises numerous questions, which impact both artistic practice and public discourse. Based on qualitative interviews and an accompanying media analysis, the study examines how artists perceive and operate within their transformed field. It becomes clear that historically developed images of art and artists continue to shape the artistic field until today. Characterized by its own economic logic, the art field strives for autonomy under neoliberal conditions while remaining subject to economic constraints. In this context, culturally ingrained notions of machines as competitors displacing humans from the labour market become evident, which can be understood as paradigmatic for the social and societal upheavals of the Industrial Revolution. These various discourses are accompanied by a continuous anthropomorphisation of the technology, portraying it as an autonomous entity, adding an excited element to the discussions surrounding artificial intelligence and blurring the lines between fact and fiction. Additionally, aesthetic and media-theoretical evaluations of AI art are considered, which in turn refer to discourses that gained significance in the context of media-technological developments in the early and mid-20th century. Thus, existing structures of a technology-shaped media and art world are revealed, while it also becomes evident how the use of artificial intelligence in art opens up new spaces for thought and negotiation.vorgelegt von Anja FuchsMasterarbeit Universität Graz 2024Abstract in deutscher und englischer Sprach
Fostering circularity at large-scale events : a comparative life cycle assessment of waste management strategies for the Ski World Championships
Die Abhaltung von Großveranstaltungen führt häufig in kurzer Zeit zu großen Mengen Abfall am Veranstaltungsort. Die Umsetzung eines nachhaltigen Abfallmanagements stellt daher eine der zentralen Herausforderung bei diesen Veranstaltungen dar. Dennoch gibt es bislang nur wenig Quantifizierungen der Treibhausgasemissionen, welche durch die Abfallwirtschaft bei Veranstaltungen entstehen. Um diese Forschungslücke zu adressieren, wurden in der vorliegenden Masterarbeit die potenziellen Treibhausgasemissionen, die durch Abfallsammlung, -verwertung und -transport bei den FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2025 in Saalbach, Österreich, entstehen könnten, quantitativ bewertet. Der CO2-Fußabdruck wurde für sechs Abfallmanagementszenarien, mittels der Life Cycle Assessment Methodik, berechnet. Dafür wurden Primärdaten, welche beim Ski Weltcup Finale 2024, einer kleineren Sportveranstaltung, gesammelt wurden, sowie Emissionsfaktoren für Abfalltransport und -behandlung aus Literatur und Datenbanken verwendet. Die Ergebnisse zeigen, dass durch eine Kombination von Abfalltrennung, Mehrwegbechern und Abfalltransport mit elektrischen Fahrzeugen die geringste Emissionslast erreicht wird. Insbesondere die Verwendung von Mehrwegbechern führt zu erheblichen Emissionseinsparungen im Vergleich zu einem Einwegsystem mit Aluminiumdosen und PET-Flaschen. Eine Verringerung der Fehlwurfquoten und Umstellung auf elektrischen Abfalltransport hat hingegen nur einen geringen Einfluss auf die Gesamtemissionslast. Die Ergebnisse dieser Arbeit verdeutlichen die Relevanz eines integrierten Abfallwirtschaftssystems bei Großveranstaltungen. Die Umsetzung von Strategien zur Abfallvermeidung, -sortierung und -behandlung kann zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Ressourceneinsparung bei derartigen Veranstaltungen beitragen.Large-scale events like professional sports competitions can generate substantial amounts of waste within a short period and at a single location. Hence, sustainable waste handling poses a significant challenge at these events. Nevertheless, quantifications of greenhouse gas (GHG) emissions caused by waste management at events remain scarce. This thesis addressed this research gap by quantitatively assessing the GHG emissions potentially generated by waste collection, transport, and treatment at the 2025 FIS Alpine Ski World Championships, in Saalbach, Austria. Specifically, the carbon footprint of six waste management scenarios was calculated, using the life cycle assessment methodology. For that, primary data collected at the 2024 Ski World Cup Finals, a smaller sports event, as well as emission factors for waste transport and treatment, collected from literature and databases were used. The results indicate that a system combining waste sorting at the venue, reusable cups, and waste transport with electric vehicles achieves the lowest carbon footprint of all scenarios. Particularly, using reusable cups leads to large emission savings compared to distributing beverages in aluminum cans and PET bottles. In contrast, reducing waste contamination rates and switching to electric transport only has a small effect on the overall emission load. The results of this thesis highlight the importance of an integrated waste management system at large-scale events. Implementing strategies for reducing, sorting, and treating waste can reduce GHG emissions significantly and contribute to resource conservation at such events.Alexander FiedlerMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
The change of the principle of responsible lending in the EU-directives concerning consumer credits
Mit den EU-Richtlinien zum Verbraucherkredit versucht der Unionsgesetzgeber Kreditgeber zu verantwortungsvollen Kreditvergabepraktiken zu bewegen. Dabei soll der Verbraucher, durch die Verankerung des Grundsatzes der verantwortungsvollen Kreditvergabe, vor einer Überschuldung geschützt werden. Diesen Verbraucherschutz implementierte der Unionsgesetzgeber nun unterschiedlich stark in der Verbraucherkreditrichtlinie 2008, der Wohn- und Immobilienkreditrichtlinie 2014 und in der neuen Verbraucherkreditrichtlinie 2023. Durch nähere Betrachtung der Informationsbeschaffung, der Kreditwürdigkeitsprüfung und ihrer Folgen in den drei Richtlinien, kann festgestellt werden, dass die Vorschriften der Kreditvergabe für den Kreditgeber verschärft im Laufe der Zeit verschärft wurden. Der Wandel des Grundsatzes der verantwortungsvollen Kreditvergabe zeigt sich hierbei in der Normierung strenger werdender verbraucherschutzrechtlicher Vorschriften bezüglich der Kreditvergabe.With the EU Directives on consumer credits, the legislator has been trying to encourage lenders to adopt responsible lending practices. The aim is to protect consumers from over-indebtedness by implementing the principle of responsible lending. The Union legislator has now implemented this consumer protection to varying degrees in the Consumer Credit Directive 2008, the Mortgage Credit Directive 2014 and the new Consumer Credit Directive 2023. By taking a closer look at the acquisition of information, creditworthiness assessment and their consequences in the three directives, it can be seen that the rules on lending for lenders has become more stringent over time. The change in the principle of responsible lending is hence reflected in the implementation of increasingly strict consumer protection regulations regarding lending practices.eingereicht von Dominik WiederhoferDiplomarbeit Universität Graz 202
"this is my party" : aspects of intimacy in the photography of Nan Goldin
Im Zentrum dieser Masterabeit steht die Auseinandersetzung von Nan Goldin (geb. 1953 in Washington, D.C., USA) mit unterschiedlichen Aspekten der Intimität. Die vorliegende Abhandlung untersucht die vielfältigen Aspekte der Intimität in Goldins Werk und beleuchtet, wie die Fotografin private Szenen in öffentlichen Kontexten darstellt. Nicht nur anhand ihrer Fotografien, sondern auch durch ihre Zusammenstellungen, wie den Diashows, Fotobüchern, Filmen und Ausstellungen, sollen Goldins künstlerische Strategien untersucht werden. Dadurch wird ersichtlich, wie Goldin das Private visualisiert und zugänglich macht. Intimität wird auch im Kontext der Kunstgeschichte und Fotografie betrachtet, wobei fototheoretische Diskurse einbezogen werden. Anhand ausgewählter Beispiele des Œuvres der Fotografin werden unterschiedliche Theorien besprochen. Dabei spielt immer Goldins privates Leben, ihr persönlicher Zugang und ihre Figur als Fotografin eine Rolle. Besondere Aufmerksamkeit wird auch Goldins Selbstporträts, Darstellungen von Liebesbeziehungen und Szenen von Krankheit gewidmet, um die Vielschichtigkeit des Intimitätsbegriffs herauszuarbeiten. Aber auch ihr heutiges politisches Engagement und die Aneignung des digitalen Raumes sind wichtige Bestandteile ihres gesamten Werkes. Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, verschiedene Facetten der Intimität in der Fotografie von Goldin zu erforschen und zu zeigen, wie ihre künstlerischen Herangehensweisen und persönlichen Erfahrungen dazu beitragen, ein umfassenderes Verständnis von Intimität zu erlangen.This master's thesis centers on Nan Goldin's (born 1953 in Washington, D.C., USA) exploration of various aspects of intimacy. This thesis examines the diverse aspects of intimacy in Goldin's work and sheds light on how she depicts private scenes in public contexts. Goldin's artistic strategies will be examined not only through her photographs, but also through her compilations, such as the slide shows, photo books, films and exhibitions. This will reveal how Goldin visualizes the private and makes it accessible. Intimacy will also be considered in the context of art history and photography, including discourses on photographic theory. Various theories are discussed using selected examples from the photographer's oeuvre. This, once again, highlights the goal of Goldin’s to make the private aspects of life open to the public eye. Goldin's private life, her personal approach and her figure as a photographer always play a role. Particular attention is also paid to Goldin's self-portraits, depictions of love relationships and scenes of illness in order to emphasize the complexity of the concept of intimacy. However, her current political engagement and appropriation of digital space are also important aspects. The purpose of this study is to identify the various features of intimacy in Goldin's work and the ways in which her creative process and life experiences add to our knowledge of intimacy.vorgelegt von Lara AlmbauerMasterarbeit Universität Graz 202
Strengthening resilience and resources in the school context with regard to logotherapy by Viktor E. Frankl
Das Ziel dieser Masterarbeit ist es die aktuellen psychosozialen Herausforderungen im österreichischen Schul- und Internatsbetrieb zu beleuchten, mögliche resilienz- und ressourcenstärkende Hilfestellungen seitens der Logotherapie von Viktor Frankl aufzuzeigen und zudem Forderungen an Schulbehörden hinsichtlich obligatorischer Unterstützungsmöglichkeiten zu erheben. Der Fokus liegt hierbei auf der Befragung von Pädagoginnen und Pädagogen, welche in einer Doppelrolle tätig sind, nämlich unterrichtend an Schulen und parallel erziehend in an diesen Schulen angeschlossenen Internate. Die Studie erfolgte mittels leitfadengestützter Expert/inn/en-Interviews. Alle befragten Personen sind seit Jahren an Internatsschulen tätig, welche vormals „Höhere Internatsschulen des Bundes“ waren. Sie beschreiben selbstverletzendes und suizidales Verhalten von Schülerinnen und Schülern, negative Gedankenspiralen, nicht kooperative Eltern und die scheinbar grenzenlose Smartphone-Nutzung von Kindern und Jugendlichen als die größten Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind. Die Lehrkräfte bzw. Erziehenden fordern u.a. regelmäßige Supervisionen und einstimmig ein erhöhtes Kontingent für die Schulpsychologie sowie den Einsatz von Schulsozialarbeit an Bundesschulen, damit frühzeitige und niederschwellige Unterstützung für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern möglich wird und Lehrkräfte entlastet werden. Außerdem fordern sie eine Anpassung der Hochschulcurricula und die Wiedereinführung des jahrelang bewährten Unterrichtspraktikums. Zusammenfassend hat sich deutlich gezeigt, dass Frankls sinnzentriertes Denken und Handeln auch im pädagogischen Bereich sinnstiftend und resilienzstärkend ist, wodurch tiefgreifende positive Veränderungen hervorgerufen werden können. Dahingehend besteht ein starkes Interesse an einer Fortbildung zu einem „logotherapeutischen Methodenkoffer“. Das Bewusstsein über die eigene Resilienz ist wichtig, um im pädagogischen Handeln selbst ein Resilienzfaktor für die Schülerinnen und Schüler zu sein.The aim of this master's thesis is to shed light on the current psychosocial challenges in the Austrian school and boarding school system, to show possible resilience- and resource-strengthening aids on the part of the Logotherapy of Viktor Frankl as well as to raise demands on school authorities regarding mandatory support possibilities. The focus is on interviewing educators who work in a dual role, namely teaching in schools and simultaneously teaching in boarding schools connected to these schools. The study was conducted using expert interviews. All those interviewed have worked for many years as teachers and educators at schools including boarding schools, which were formerly federal boarding schools. They describe self-harming and suicidal behavior, negative thought spirals, uncooperative parents and the seemingly limitless use of smartphones by children and adolescents as the biggest challenges they face in their work as educators. They are calling for regular supervision and an increased quota for school psychology, as well as the use of school social work in federal schools to provide early and low-threshold support for children and young people and their parents, and for teachers to be relieved. They are also calling for an adjustment of university curricula and the reintroduction of the proven teaching internship for years. In summary, Frankl's meaning-centric thinking and acting has been shown to be meaningful and resilient, even in the educational field, which can bring about profound positive changes. In this regard, there is a strong interest in continuing education as a "logotherapeutic method." Awareness of one's own resilience is important to be a resilience factor for students in educational action.Mag.a Katharina Ingeborg BäckMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc
Greenhouse gas inventories of companies: How far ahead are companies labelling themselves Climate pioneers
Angesichts des fortschreitenden Klimawandels wird eine transparente und präzise Treibhausgasbilanzierung für Unternehmen zunehmend bedeutender. Besonders durch die ambitionierte Klimaziele der Europäischen Union zur Reduktion der Netto-Treibhausgasemissionen um 90 % bis 2040. Mit der Einführung der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) wird der Druck auf eine strenge Treibhausgasbilanzierung und Unternehmenstransparenz weiter steigen. Diese Regulierung bringt nicht nur neue Berichtspflichten mit sich, sondern bietet Unternehmen auch die Chance, ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung zu standardisieren und zu verbessern. Um die neuen Klimaziele der EU zu erreichen, braucht es nicht nur motivierte Unternehmen, sondern echte Klimapioniere. Doch wie steht es um die Treibhausgasbilanzierung österreichischer Unternehmen? Wie fortgeschritten sind sie in Bezug auf transparente Treibhausgasinventare und vorbildliche Emissionsreduktionen? Wie lässt sich ein "Klimapionier" im Bereich der unternehmerischen Treibhausgasberichterstattung definieren, und welche Anpassungen müssten Unternehmen an ihrer Berichterstattung vornehmen, um in diesem Bereich als herausragend zu gelten? Diese Arbeit untersucht die Standards, Herausforderungen und Best Practices im Bereich der Treibhausgasberichterstattung und zielt darauf ab, diejenigen Merkmale herauszuarbeiten, welche Unternehmen als „Klimapioniere“ auszeichnen, und von ihren Wettbewerbern unterscheiden, insbesondere in Bezug auf Transparenz, Datenintegrität und das Engagement für Nachhaltigkeitsziele. Durch die Analyse zentraler Standards wie des Greenhouse Gas Protocol, der ISO 14064-1 und der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden in dieser Arbeit entscheidende Faktoren für eine umfassende Treibhausgasberichterstattung identifiziert, einschließlich der Berichterstattung von Scope 3 Emissionen. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Unternehmen zwar einen proaktiven Ansatz in der Treibhausgasberichterstattung verfolgen, jedoch auch signifikante Lücken bestehen. Besonders in Bereichen wie der Berichterstattung aller signifikanten Scope 3 Emissionen und der transparenten Kommunikation nicht erfasster Kategorien. Unter den zehn untersuchten Unternehmen stechen fünf Firmen, darunter die TU Graz und XAL, als führend in Bezug auf Transparenz und Qualität der Treibhausgasberichterstattung hervor. Diese Organisationen zeigen robuste Berichtspraktiken, die als Vorbilder dienen könnten, stehen jedoch noch vor Herausforderungen bei der vollständigen Abdeckung von Scope-3-Emissionen und der Verknüpfung von Emissionsminderungszielen mit spezifischen, messbaren Aktionsplänen. Diese Arbeit unterstreicht daher die Notwendigkeit eines gemeinsamen Lernprozesses innerhalb der österreichischen Wirtschaftsgemeinschaft, um bedeutende Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft zu erzielen.In the face of escalating climate change, transparent and accurate greenhouse gas (GHG) accounting has become increasingly important for companies striving to meet ambitious climate goals, such as the European Union's target of a 90% reduction in net GHG emissions by 2040. With the implementation of CSRD, the demand for rigorous GHG accounting and corporate transparency is set to intensify. This regulation not only brings new reporting obligations but also offers companies an opportunity to standardize and elevate their sustainability reporting practices. To achieve the EU's new climate targets, the effort will require not only motivated companies but true climate pioneers. How well are Austrian companies performing in greenhouse gas (GHG) accounting? How advanced are these firms in terms of transparent GHG inventories and exemplary emissions reductions? How can we define a "climate pioneer" in corporate GHG reporting, and how would companies need to adapt their GHG reporting to be considered outstanding in this field? This thesis explores the standards, challenges, and best practices in GHG reporting and aims to identify what differentiates companies considered "climate pioneers" from their peers in terms of transparency, data accuracy, and commitment to sustainability goals. By analyzing key GHG reporting frameworks, including the Greenhouse Gas Protocol, ISO 14064-1, and the Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), this thesis identifies critical factors in comprehensive GHG disclosure, including Scope 3 emissions reporting. The findings reveal that while most companies demonstrate a proactive approach to GHG reporting, significant gaps remain in areas such as Scope 3 emissions coverage and the transparent communication of non-reported categories. Among the ten companies evaluated, five firms, including TU Graz and XAL, emerge as leaders in GHG transparency and reporting quality. These organizations demonstrate robust reporting practices that could serve as models, yet they still face challenges in developing complete Scope 3 coverage and integrating GHG reduction goals with specific, measurable action plans. Therefore, this thesis underscores the need for collaborative learning within the Austrian business community to achieve meaningful advancements towards a more sustainable future.Ensbacher Florian, BSc.Masterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen in deutscher und englischer Sprach
Single Motherhood by Choice : an ethical consideration of the restriction of single women's access to assisted reproductive medicine in Austria
Die vorliegende Masterarbeit fokussiert das Familienmodell der bewusst gewählten Solomutterschaft und kinderwunscherfüllende Möglichkeiten alleinstehender Frauen in Österreich. Dabei interessiert insbesondere die Zugangsbeschränkung alleinstehender Frauen zu den Möglichkeiten der assistierten Fortpflanzungsmedizin. Frauen sind hierzulande, um sich den eigenen Kinderwunsch medizinisch unterstützt zu erfüllen, gemäß FMedG §2 Abs. 1 an eine Ehe oder eine eheähnliche Partnerschaft gebunden, weshalb die Personengruppe der alleinstehenden Frauen von ihrer Behandlung ausgeschlossen ist. Ziel ist es zunächst, das Familienmodell der Solomutterschaft zu beschreiben. Dementsprechend wird die Familienform der Solomutterschaft zunächst aus sozio-kultureller Perspektive beleuchtet, Entscheidungsprozesse, die der Realisierung dieses Familienmodells zugrunde liegen können, diskutiert und Studien hinsichtlich der kindlichen Entwicklung in Solomutterfamilien rezipiert. Anschließend werden kinderwunscherfüllende Möglichkeiten in Österreich innerhalb deren rechtlichen Bezugsrahmens dargestellt und mit geltenden Rechtsordnungen in drei anderen europäischen Ländern verglichen. Abschließend wird, um das übergeordnete Ziel dieser Arbeit festzulegen, die Zugangsbeschränkung zur assistierten Fortpflanzungsmedizin für alleinstehende Frauen aus ethischer Sicht reflektiert. Dies erfolgt zunächst aus der ethischen Betrachtung der Konzepte „Kindeswohl“ und „reproduktive Autonomie“ der Frau. Um jedoch auf die spezielle Fürsorgebeziehung und Verantwortungsübernahme innerhalb der Elternschaft einzugehen, werden diese Konzepte ebenso um eine beziehungsorientierte ethische Perspektive anhand der Ethik der Elternschaft ergänzt.This master's thesis focuses on the family model of single motherhood and the options available to single women in Austria to fulfil their desire to have own children. The restriction of access to assisted reproductive technology for single women is of particular interest. According to FMedG §2 paragraph 1, women in Austria are bound to a marriage or a marriage-like partnership in order to fulfil their own desire to have children accessing medical support, which is why the group of single women is excluded from treatment. The first aim is to describe the family model of solo motherhood. Accordingly, the family form of solo motherhood is first examined from a socio-cultural perspective, decision-making processes that may underlie the realization of this family model are discussed and studies on child development in solo mother families are reviewed. Subsequently, fertility options in Austria are presented within their legal frame of reference and compared with applicable legal systems in three other European countries. Finally, in order to define the overarching aim of this work, the restriction of access to assisted reproductive technology for single women is reflected upon from an ethical perspective. This is initially done from the ethical perspective of the concepts of “best interests of the child” and “reproductive autonomy” of the woman. However, in order to address the special caring relationship and assumption of responsibility within parenthood, these concepts are also supplemented by a relationship-oriented ethical perspective based on the ethics of parenthood.vorgelegt von Mag.a phil. Julia SchusterMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc