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    Substitution a solution? : Der Einfluss von Verhaltensüberzeugungen über Einstellungen, soziale Normen und wahrgenommene Verhaltenskontrolle auf den Ersatz von Fleischprodukten durch pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte

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    Pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte sind Produkte, die versuchen, Fleisch in Textur, Geruch und Geschmack nachzubilden; sie stellen eine ethische und umweltfreundliche Alternative zu Fleisch dar. Es ist jedoch unklar, welche Faktoren vorhersagen, ob Fleischkonsument:innen erwägen, Fleisch durch pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte zu ersetzen. Die vorliegende Studie verwendet die Theorie des geplanten Verhaltens mit Verhaltensüberzeugungen (Umweltnutzen, Tierschutznutzen, Gesundheitsnutzen, sensorische Attribute), um ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, obFleischkonsument:innen bereit sind, in Zukunft Fleisch durch pflanzenbasierte Fleischersatzproduktezu ersetzen. 276 Fleischkonsument:innen ohne Nahrungsmittelunverträglichkeiten wurden mittels einer Onlineumfrage zum Ersatz von tierischen Fleisch durch pflanzenbasierte Fleischersatzproduktebefragt, wobei die Verhaltensüberzeugungen, die Einstellung, subjektive Normen, wahrgenommene Verhaltenskontrolle und Verhaltensabsicht der Theorie des geplanten Verhaltens erfasst wurden. Mitder Wahl zwischen einem Fleischprodukt versus einem pflanzenbasierten Fleischersatzprodukt im Rahmen eines Gewinnspiels wurde das tatsächliche Verhalten erfasst. Mittels eines Strukturgleichungsmodells und Regressionsanalysen wurden die Annahmen der Theorie weitestgehend bestätigt; einzig die Verhaltensabsicht konnte das Verhalten nicht signifikant vorhersagen. Die Einstellung erklärte den größten Anteil der Varianz in der Verhaltensabsicht. Der Gesundheitsnutzen ist eine wichtige Überzeugung, der Tierschutznutzen wiederum weniger. Die Ergebnisse geben einen Einblick, welche Faktoren beim Ersatz von Fleisch durch pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte relevant sind. Implikationen für zukünftige Forschung und Vermarktung von pflanzenbasierten Fleischersatzprodukten werden diskutiert.Plant-based meat alternatives are products that aim to replicate the texture, smell, and taste of meat, offering an ethical and environmentally friendly meat alternative. Yet, it is unclear what factors predict whether meat consumers will consider replacing meat with plant-based alternatives. This study uses the Theory of Planned Behavior to investigate which behavioral beliefs (environmental benefits, animal welfare benefits, health benefits, sensory attributes) predict when meat consumers are more likely to replace meat with plant-based meat alternatives in the future. 276 meat consumers without food intolerances completed an online survey about their willingness to replace animal meat with plant-based meat alternatives. After constructs of the Theory of Planned Behavior had been assessed, participants chose either a meat product or a plant-based meat alternative in the context of a contest,which served as a measure of behavior. Structural equation modelling and Regression analyses largely confirmed the assumptions of Hypotheses. Only behavioral control did not significantly predict behavior. Attitude accounted for the largest share of the variance in behavioral intention. Health benefits emerged as an important belief for consumers, while animal welfare benefits were less significant. The results provide insight into which factors are relevant when replacing meat with plantbased meat alternatives. Implications for future research and marketing of plant-based meat alternatives are discussed.Marius Nagel, BSc.Masterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    (Nature)conservation areas and their role in education for sustainable development (ESD)

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    Diese Masterarbeit untersucht die Rolle der (Natur-)Schutzgebiete bei der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und identifiziert Verbesserungspotenziale zur Stärkung der Umweltbildung. Ziel der Arbeit ist es, die Effektivität der aktuellen Bildungsansätze im Hinblick auf das Verständnis und die Wertschätzung von (Natur-)Schutzgebieten zu bewerten und aufzuzeigen, wie diese Ansätze optimiert werden können. Zur Erreichung dieses Ziels wurde eine schriftliche Befragung unter Schülerinnen und Schülern durchgeführt, um ihre Kenntnisse und Wahrnehmungen zu den Themen (Natur-)Schutzgebiete und Nationalparks zu erfassen. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die festgelegten Kompetenzen nur teilweise verwirklicht sind. Die Arbeit zeigt weiterhin, dass die aktuellen Bildungsziele nur teilweise erreicht werden und dass stärkere Integrationen von ökozentrischen und transformativ-ökologischen Lernansätzen erforderlich sind. Zusammenfassend verdeutlicht die Untersuchung, dass die BNE eine zentrale Rolle bei der Förderung eines umfassenden Umweltbewusstseins spielt. Um die identifizierten Lücken zu schließen, sollten praxisorientierte und reflexive Lernansätze verstärkt in den Unterricht integriert werden. Die Ergebnisse weisen auf die Notwendigkeit hin, den Unterricht weiter zu optimieren, um ein tieferes Verständnis und Engagement für den Schutz von (Natur-)Schutzgebieten zu fördern.This master’s thesis investigates the role of (nature) conservation areas in Education for Sustainable Development (ESD) and identifies potential improvements to enhance environmental education. The aim of the study is to evaluate the effectiveness of current educational approaches in terms of understanding and valuing (nature) conservation areas and to highlight how these approaches can be optimized. To achieve this, a written survey was conducted with students to assess their knowledge and perceptions regarding (nature) conservation areas and national parks. The survey results reveal that the established competencies are only partially realized. The study further demonstrates that the current educational goals are only partially achieved and that a stronger integration of ecocentric and transformative ecological learning approaches is necessary. In summary, the investigation underscores that Education for Sustainable Development plays a crucial role in fostering comprehensive environmental awareness. To address the identified gaps, it is essential to more extensively integrate practical and reflective learning approaches into the curriculum. The findings highlight the need to further optimize teaching methods to foster a deeper understanding and engagement with the protection of (nature) conservation areas.Markus Pfeifer, BEdEnthält Literaturverzeichnis: Blätter 95-103Masterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    English as a foreign language

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    Die Entwicklung ausreichender Sprechfertigkeiten, um erfolgreich an Kommunikation teilzunehmen, wird sowohl in der Forschung im Bereich des Zweitspracherwerbs als auch in der alltäglichen Unterrichtspraxis als eine der großen Herausforderungen anerkannt. Noch wenig kompetente Sprecher*innen stoßen zwangsläufig auf kommunikative Herausforderungen, die eine Reihe von Fähigkeiten erfordern, um diese zu überwinden und beabsichtigte Botschaften effektiv zu vermitteln. Folglich wird das Verständnis, wie man Kommunikationsprobleme in einer Zweit-/Fremdsprache bewältigt, als ein zentrales Thema in der Forschung betrachtet. Ein Ansatz, Sprecher*innen bei der Bewältigung kommunikativer Herausforderungen zu helfen, besteht darin, sie im Einsatz von Kommunikationsstrategien, wie beispiels-weise spezifische verbale und nonverbale Handlungen, die zur Lösung offensichtlicher Schwierigkeiten oder Störungen in der alltäglichen Kommunikation verwendet werden, zu unterrichten. Die tatsächliche Vermittelbarkeit dieser Strategien wird jedoch im wissenschaftlichen Diskurs kontrovers betrachtet. Das Ziel der vorliegenden Arbeit verortet sich innerhalb dieser Debatte. Durch ein quasi-experimentelles Forschungsdesign mit einem Mixed-Methods-Ansatz werden die Begegnungen mit kommunikativen Herausforderungen und der Einsatz von Kommunikationsstrategien bei 22 österreichischen Mittelschüler*innen während ihrer Sprachreise nach England untersucht und gleichzeitig die Wirksamkeit eines vorherigen Kommunikationsstrategietrainings bewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass die Versuchsgruppe eine häufigere Nutzung von lexikalischen, indirekten, interaktionalen und sozial-affektiven Strategien aufwies. Zusätzlich äußerten die Teilnehmer*innen positive Einstellungen hinsichtlich der Wirksamkeit des Kommunikationsstrategietrainings und der Nützlichkeit dieser Werkzeuge zur Überwindung sprachlicher Schwierigkeiten. Die empirischen Belege der vorliegenden Studie lassen somit den Schluss zu, dass die Einführung von Kommunikationsstrategien in den Englischunterricht einen wertvollen Beitrag darstellt, da sie die Lernenden mit effizienten Werkzeugen ausstattet, um alltägliche kommunikative Herausforderungen zu bewältigen.Developing sufficient speaking skills to successfully engage in communication is recognised as one of the great challenges in the field of Second Language Acquisition as well as in everyday teaching practice. Non-proficient L2 speakers are bound to encounter communicative challenges, necessitating a range of skills to overcome them and effectively convey intended meanings. Consequently, understanding how to manage problems in a second language is considered a key issue in L2 research. One approach to helping L2 speakers cope with communicative challenges is to instruct them in the use of communication strategies, i.e. specific verbal and nonverbal actions used to resolve apparent difficulties or disruptions that arise in everyday interactions. However, the actual teachability of these strategies has been controversially discussed in the scientific discourse. The objective of the present thesis is located within this debate. Relying on a quasi-experimental research design with a mixed-methods approach, this study investigates the encounters of communicative challenges and the use of communication strategies among 22 Austrian middle school students during their school language trip to England while simultaneously evaluating the effectiveness of prior communication strategy training. The results revealed that the treatment group exhibited a more frequent use of lexical, indirect, interactional, and social-affective strategies. Additionally, the participants expressed positive attitudes toward the effectiveness of the communication strategy training and the usefulness of these tools to overcome linguistic difficulties. The empirical evidence found in the present study, therefore, allows the conclusion that the introduction of communication strategies to the English classroom is a valuable contribution, as it equips learners with essential tools to navigate and manage real-life communicative challenges effectively.Judith Wagner, BEdLiteraturverzeichnis: Blätter 87-95Masterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    Cultural diversity and individual identity in educational contexts : a Multi-level Instrument for Relational Diversity Education (MIRDE)

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    Dem 2020 veröffentlichten Bericht der IDB (Initiative für ein Diskriminierungsfreies Bildungswesen) zufolge, sind 2019 die Zahlen der gemeldeten Fälle von Diskriminierung in österreichischen Bildungseinrichtungen von 260 auf 403 angestiegen, was einer Zunahme von 36% entspricht. Die Diskriminierung basierte auf Religion und Ideologie (43%), Ethnie und Hautfarbe (44%), gefolgt von Sexismus (10%) und körperlicher Beeinträchtigung (3%). Als Diskriminierung basierend auf Religion und Ideologie werden Islamophobie (74%), damit Personen des Islamischen Glaubens betreffend, und Anti-Semitismus (24%) genannt. Diese Dissertation begutachtet das österreichische AHS-Klassenzimmer, ein Mikrokosmos unserer Gesellschaft, und stellt die Frage wie diese Zahlen das schulische Zusammenleben beeinflussen, und wie SchülerInnen und LehrerInnen ethnokulturelle Diversität im Klassenzimmer wahrnehmen. Weiters werden die Fragen gestellt wo SchülerInnen und LehrerInnen die Vorteile von Diversität für die Klasse sehen, wo sie Herausforderungen und Konfliktpunkte basierend auf dieser in der Klasse wahrnehmen, und in welchen Bereichen SchülerInnen und LehrerInnen Unterstützung brauchen, um einen nachhaltigen interkulturellen Lernprozess zu ermöglichen. Um Daten zu diesen Forschungsfragen zu erheben, wurde eine qualitative Studie durchgeführt. Diese basierte auf der literarischen Analyse von sechs US-amerikanischen Jugendbüchern (YAL): My Name is Not Easy by Debby Dahl Edwardson, The Absolutely True Diary of a Part-Time Indian by Sherman Alexie, Gabi, A Girl In Pieces by Isabel Quintero, American Born Chinese by Gene Luen Yang, Born Confused by Tanuja Desai Hidier and The Hate You Give by Angie Thomas. Die Analyse der Jugendliteratur stellt die Frage der Darstellung von interkulturellem Zusammenleben im Umfeld der jugendlichen Protagonisten, rassistischer Zwischenfälle sowie der Identität, beziehungsweise Identitätsfindung von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte. Die Erarbeitung der Inhalte der Jugendromane bot einen Einblick in die fiktionale Lebenswelt von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und stellte damit die Grundlage der Fragebögen für problem-orientierte Interviews und Fokusgruppen Interviews. Die qualitative Analyse dieser Interviews ermöglichte die Entwicklung thematischer Felder, die Einblicke in die Vorteile, wie auch die Herausforderungen von ethnokultureller Diversität im österreichischen AHS-Klassenzimmer zuließen. Schlussendlich dienten diese Ergebnisse als Basis für die Entwicklung eines Unterrichtsprojektes, das Multi-Level Instrument for Relational Diversity Education (MIRDE). Dieses Unterrichtsprojekt wird in dieser Dissertation vorgestellt, seine drei Säulen (Lesen, Storytelling, Diskussion) ausgearbeitet, und seine Bedeutung für das nachhaltige Unterrichten von interkultureller Kompetenz im österreichischen AHS-Klassenzimmer diskutiert. Durch die Analyse von US-amerikanischer Jugendliteratur sowie SchülerInnen- und LehrerInneninterviews gibt diese Dissertation Einblicke in die Frage der Realität des interkulturellen Klassenzimmers in der österreichischen AHS sowie präsente Themen im Zusammenhang mit ethnokultureller Diversität sowohl in Literatur wie auch im Schulwesen. Basierend auf den Ergebnissen dieser Analysen stellt diese Arbeit einen auf die Erkenntnisse zugeschnittenen Lösungsweg vor, der die TeilnehmerInnen des Workshops mit Kompetenzen ausstattet mit denen Konflikten im Zusammenhang mit Diversitäten begegnet werden kann. Das MIRDE-Projekt stellt damit einen wichtigen Bestandteil in der Ausbildung von SchülerInnen auf dem Weg zu kompetenten BürgerInnen in Bezug auf den Umgang mit einer zunehmend pluralistischen und diversen Bevölkerung dar.According to the report published in 2020 by the IDB (Initiative for a Discrimination-Free Education System), the number of reported cases of discrimination in Austrian educational institutions rose from 260 to 403 in 2019, an increase of 36%. Discrimination was based on religion and ideology (43%), ethnicity and skin color (44%), followed by sexism (10%) and physical impairment (3%). Discrimination based on religion and ideology was cited as Islamophobia (74%), i.e. concerning people of the Islamic faith, and anti-Semitism (24%). The presented dissertation examines the Austrian AHS classroom, a microcosm of our society, and asks how these figures influence school coexistence and how students and teachers perceive ethnocultural diversity in the classroom. It also asks where students and teachers see the benefits of diversity for the classroom, where they perceive challenges and points of conflict based on diversity in the classroom, and in which areas students and teachers need support to enable a sustainable intercultural learning process. A qualitative study was conducted to collect data on these research questions. This was based on the literary analysis of six US young adult books (YAL): My Name is Not Easy by Debby Dahl Edwardson, The Absolutely True Diary of a Part-Time Indian by Sherman Alexie, Gabi, A Girl In Pieces by Isabel Quintero, American Born Chinese by Gene Luen Yang, Born Confused by Tanuja Desai Hidier and The Hate You Give by Angie Thomas. The analysis of youth literature raises the question of the representation of intercultural coexistence in the environment of the young protagonists, racist incidents and the identity, or rather the search for identity, of young people with a history of migration. The elaboration of the content of the young adult novels offered an insight into the fictional lifeworld of young people with a history of migration and thus provided the basis for the questionnaires for problem-oriented interviews and focus group interviews. The qualitative analysis of these interviews enabled the development of thematic fields that provided insights into the benefits as well as the challenges of ethnocultural diversity in the Austrian AHS classroom. Finally, these results served as the basis for the development of a teaching project, the Multi-Level Instrument for Relational Diversity Education (MIRDE). The teaching project is presented in this dissertation, its three pillars (reading, storytelling, discussion) are elaborated, and its significance for the sustainable teaching of intercultural competence in the Austrian AHS classroom is discussed. By analyzing U.S. youth literature and student and teacher interviews, this dissertation provides insights into the reality of the intercultural classroom in the Austrian AHS as well as present issues related to ethnocultural diversity in both literature and the school system. Based on the results of these analyses, this paper presents a solution tailored to the findings, which equips the workshop participants with skills to deal with conflicts related to diversity. The MIRDE project thus represents an important component in the training of students to become competent citizens in dealing with an increasingly pluralistic and diverse population.Mag.phil. Dagmar WallenstorferLiteraturverzeichnis: Seite 201-219Literaturverzeichnis: Blätter 201-219Dissertation Universität Graz 202

    Ortenburg as a Protestant centre for migrants (1615-1828)

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    Die vorliegende Masterarbeit verbindet zwei bedeutende Felder der Geschichtswissenschaften miteinander – die Regional- und die Migrationsgeschichtsforschung. Im Fokus der Arbeit steht die ehemalige Reichsgrafschaft Ortenburg bei Passau, die als protestantische „Insel“ im katholischen Bayern die gesamte Neuzeit über bestand. Anhand der Hochzeitsmatriken, die in den Ortenburger Kirchenbücher zu finden sind, werden neuzeitliche Migrationsbewegungen nach Ortenburg analysiert und ausgewertet. Im Untersuchungszeitraum von 1615 bis 1828 kamen insgesamt 1187 Migrant_innen aus mehr als 500 Ortschaften – die in 37 Großregionen zusammengefasst wurden – nach Ortenburg, was einem Anteil von 30 % aller Vermählten entspricht. Oberösterreich und Bayern (ohne die Reichsstädte Nürnberg und Regensburg) waren gemeinsam mit der Gruppe der Personen ohne Herkunftsangabe die drei migrationsstärksten Herkunftsregionen. Das Verhältnis von Männern und Frauen liegt unter den Migrant_innen bei 49 zu 51 % und bei 37 % der Migrant_innen waren zudem eine Berufs- oder Standesangabe in den Hochzeitsmatriken vermerkt. Da die Bandbreite der Berufs- und Standesangaben weit gefächert ist, wurden diese in 41 Gruppen zusammengefasst, unter denen die Gruppe der Tagelöhner, Knechte und Gesinde die am stärksten vertretene ist. Diese und noch weitere Ergebnisse der umfangreichen Analyse werden in zahlreichen Grafiken präsentiert, bevor abschließend die Migrationszahlen im Spiegel historischer Ereignisse und Hintergründe betrachtet werden.This master's thesis combines two important fields of historical studies - regional history research and migration history research. The thesis focuses on the former imperial county of Ortenburg, which existed as a kind of Protestant "island" in arch-Catholic Bavaria throughout the modern era. Using the marriage registers that can be found in the Ortenburg church records, modern migration movements to Ortenburg are analysed and evaluated. In the period under investigation from 1615 to 1828, a total of 1187 migrants from more than 500 localities – grouped into 37 major regions – came to Ortenburg, which corresponds to 30 % of all married couples. The present-day federal states of Upper Austria and Bavaria (excluding the imperial cities of Nuremberg and Regensburg), together with the group of people with no indication of origin, were the three regions of origin with the highest migration. The ratio of men to women among the migrants is 49 to 51 % and 37 % of the migrants also had an occupation or profession noted in the marriage registers. As the range of occupations and statuses is very broad, these were summarized in 41 groups, among which the group of day labourers, farmhands and servants was the most strongly represented. These and other results of this analysis are presented in numerous charts, before the migration figures are finally examined in the light of historical events and backgrounds.Alexander ZauharMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc

    1. Österreichischer Bibliothekskongress : Innsbruck, 2. bis 5. Mai 2023 : Arbeitswelten - Realitäten und Visionen / von Ferus, Andreas / ZentralGut.ch : Das openGLAM-Portal der Zentralschweiz

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    Ende Mai 2022 ging mit ZentralGut das Portal für das digitale Kulturgut der Zentralschweiz online. Die sechs „Urschweizer“ Kantone Luzern, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Uri und Zug besitzen zur helvetischen Geschichte einen reichen Bestand in zahlreichen unterschiedlichen Gedächtnisinstitutionen. Bibliotheken, Archive, Museen und zahlreiche Privatinitiativen sammeln diese Kulturgüter. Der Fokus dieses Beitrags liegt darin, wie ein neues Portal in die Arbeitswelt der tragenden Institution integriert und wie dies bei den Partnern umgesetzt wird. Zusätzlich wird umfassend beschrieben, dass der Austausch und die Vernetzung der „Datenwelt“ eines Kulturgutportals wichtig für Sichtbarkeit und Relevanz des Projektes sind.In May 2022, ZentralGut, the portal for the digital cultural heritage of Central Switzerland, was launched. The six Swiss cantons of Lucerne, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Uri and Zug collect a variety of materials on Helvetic history in many different cultural heritage institutions. Libraries, archives, museums and other private initiatives collect these cultural assets. The focus of the article is on how a new portal is integrated into the working environment of the supporting institution and how this is implemented among the partners. In addition, it is comprehensively described that the exchange and networking of the “data world” of a cultural heritage portal are important for the visibility and the relevance of the project

    Mycological surveys as part of a project on forest ecology and natural environment management at the Forstliche Ausbildungsstätte Pichl (Mürztal, Styria)

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    Im Rahmen des Projekts „Waldökologie 2019–2021“ wurden in den Jahren 2019 und 2020 in 13 Waldstandorten sowie 3 Sonderstandorten mit einer Gesamtfläche von jeweils rund 1.600 m² die Großpilze kartiert. Die Begehungen fanden 2019 zwischen dem 20. April und dem 16. Oktober bzw. 2020 zwischen dem 5. Mai und dem 19. Oktober statt. Jede Untersuchungsfläche wurde vier- bis fünfmal pro Jahr begangen. Ein Teil der gesammelten Proben wurde bzw. wird in das Herbarium des Universalmuseums Joanneum integriert. Mit den erhobenen Daten wurden für jeden Standort Einzellisten mit Angaben zum Substrat und zur Position des Pilzfundes in der Untersuchungsfläche sowie eine Gesamtliste der festgestellten Pilztaxa erstellt, welche durch die Ergebnisse der seit 1995 stattfindenden Pilzwanderungen unter der Leitung von Harald Kahr und Uwe Kozina ergänzt wurde.Insgesamt wurden im Rahmen des Waldökologie-Projekts 780 Pilztaxa festgestellt, die Gesamtliste für das Forstgut Pichl umfasst 1136 Pilztaxa. In den meisten Untersuchungflächen konnten seltene und bemerkenswerte Pilzarten nachgewiesen werden, die in einem eigenen Teil besprochen werden. So wurden 29 Arten festgestellt, die in der Steiermark bzw. Österreich zumindest als gefährdet eingestuft sind. Statistisch ausgewertet wurden die einzelnen Standorte nach Einzeldaten und Anzahl der Taxa; die zehn am häufigsten kartierten Pilzarten; die Zahl der Taxa, die entweder nur 2019, nur 2020 oder in beiden Jahren festgestellt wurden, inklusive ihrer trophischen Lebensweise; die Gefährdungsgrade der festgestellten Arten; und die Verteilung der gefährdeten Arten auf ihre Substrattaxa bzw. ihre trophische Lebensweise. Durch die statistischen Auswertungen wurde u.a. deutlich, dass zwei Jahre als Untersuchungszeitraum für eine annähernd vollständige Erfassung der Pilzarten nicht ausreichen.Für alle Untersuchungsflächen erfolgte eine Verschneidung der festgestellten Pilzarten mit dem Waldökosystem, den Gehölzarten und den Bodentypen. Jene Gehölze, denen aus mykologischer Sicht im Untersuchungszeitraum eine besondere Bedeutung zukam, werden angeführt.Allgemeine sowie standortbezogene Maßnahmen zur Bewahrung bzw. Förderung der mykologischen Artenvielfalt werden genannt. Grundsätzlich haben sich naturnahe Standorte bzw. Standorte mit einzelnen naturnahen Elementen aus mykologischer Sicht als besonders interessant herausgestellt. Die Erhaltung bzw. Förderung solcher Standorte ist daher von wesentlicher Bedeutung. Als negative Faktoren für die Artenvielfalt sind die Austrocknung der Böden durch Sonneneinstrahlung oder Wind, zunehmender Bewuchs mit krautigen Pflanzen und Gräsern, geringe Vielfalt an Gehölzarten und geringes Totholzaufkommen zu nennen.As part of the „Waldökologie 2019–2021“ project, macrofungi were mapped in the years 2019 and 2020 at 13 forest sites as well as 3 special sites with a total area of around 1,600 m². The field work was carried out between April 20th and October 16th in 2019, and between May 5th and October 19th in 2020. Each site was visited four to five times in each year. A part of the collected samples was or is being integrated into the herbarium of the Universalmuseum Joanneum. Lists containing information on the substrate and the exact position of each fungal record were compiled for each site. A comprehensive list of all observed taxa was also compiled and supplemented with data collected by Harald Kahr and Uwe Kozina during various field trips since 1995.A total of 780 fungal taxa were identified as part of this project. The list containing all fungal taxa known from the Pichl forest estate comprises 1136 fungal taxa. In most of the studied sites, rare and remarkable fungal species were detected, which are discussed in a separate section. 29 species whose protection statuses were classified at least as endangered in Styria and Austria were observed. The individual sites were statistically evaluated according to the following criteria: number of observations and taxa; the ten most commonly observed fungal species; the number of taxa detected in either 2019 only, 2020 only, or in both years, including their trophic lifestyle; the conservation statuses of the identified species; and the distribution of endangered species according to their host taxa and their trophic lifestyle. The statistical evaluations made it clear, among other things, that a sample period of two years is not nearly long enough for a complete recording of all fungal species.For all sites, the observed fungal species were intersected with the forest ecosystems, woody plant species and soil types. The woody plants that were of particular importance from a mycological perspective during the study period are listed.General as well as site-specific measures to preserve or promote mycological biodiversity are provided. In principle, semi-natural locations or locations with individual natural elements have proven to be particularly interesting from a mycological point of view. The preservation or promotion of such locations is therefore considered to be essential. Negative factors for biodiversity include desiccation of the soil due to direct sunlight or wind, increasing growth of herbaceous plants and grasses, low diversity of woody plant species and low amounts of dead wood.Gernot Friebes, BScMasterarbeit Universität Graz 202

    Persons with privileged liability pursuant to § 333 ASVG

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    Im Berufsleben sind Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten unausweichliche Risiken. Doch wer haftet einem geschädigten Dienstnehmer für die daraus entstehenden Schäden? Mit § 333 ASVG hat Österreich ein rechtliches Instrument geschaffen, das Dienstgeber und bestimmte ihnen gleichgestellte Personen von der Haftung gegenüber geschädigten Dienstnehmern weitgehend befreit. Diese Diplomarbeit wirft einen detaillierten Blick auf die haftungsprivilegierten Personen des § 333 ASVG, untersucht die rechtlichen Hintergründe und analysiert die Ausnahmen und Grenzen dieses einzigartigen Haftungsprivilegs. Das Dienstgeberhaftungsprivileg modifiziert die allgemeinen zivilrechtlichen Haftungsbestimmungen in beträchtlichem Maße, indem der Dienstgeber und bestimmte ihm gleichgestellte Personen nur dann gegenüber einem am Körper geschädigten Dienstnehmer schadenersatzpflichtig werden können, wenn ein Arbeitsunfall bzw eine Berufskrankheit vorsätzlich oder durch ein Verkehrsmittel mit gesetzlich erhöhter Haftpflicht verursacht wurde. Der Hintergrund dieser Regelung ist die Finanzierung der gesetzlichen Unfallversicherung durch die Beiträge der Dienstgeber sowie die Gewährleistung des Betriebsfriedens. Der Begriff des Dienstgebers richtet sich dabei überwiegend nach § 35 ASVG, wobei festzuhalten ist, dass auch juristische Personen Dienstgeber iSd § 333 ASVG sein können. Wer als dem Dienstgeber gleichgestellt anzusehen ist, ergibt sich aus § 333 Abs 4 ASVG. Dazu gehören neben den Vertretern des Unternehmers auch die sogenannten „Aufseher im Betrieb“. Die Miteinbeziehung dieser Personengruppen wird damit gerechtfertigt, dass jene unternehmerähnliche Funktionen ausüben und daher ähnlichen Risiken und Gefahren wie der Dienstgeber selbst ausgesetzt sind. Im Hinblick auf die Vertreter wird zwischen gesetzlichen und bevollmächtigten Vertretern unterschieden. Der Begriff des „Aufsehers im Betrieb“ wird durch die Rechtsprechung definiert, da er vom Gesetzgeber offengelassen wurde. Die Person des Aufsehers muss demnach zumindest im Zeitpunkt der Schädigung eine mit Selbstständigkeit versehene Stellung und eine gewisse Leitungsbefugnis innehaben. An der Miteinbeziehung der Figur des Aufsehers in den persönlichen Anwendungsbereich des § 333 ASVG wird häufig Kritik geübt, da die Beurteilung der Aufsehereigenschaft stark einzelfallabhängig und daher schwer abschätzbar ist. Des Weiteren wirft die Differenzierung zwischen „einfachen“ Arbeitskollegen und Aufsehern im Betrieb verfassungsrechtliche Bedenken auf, weshalb häufig der Wunsch nach einem allgemeinen Arbeitskollegenhaftungsprivileg geäußert wird.Accidents at work and occupational illnesses are unavoidable risks in working life. But who is liable to an injured employee for the resulting damage? With § 333 ASVG, Austria has created a legal instrument that largely exempts employers and certain persons of equal status from liability towards injured employees. This diploma thesis takes a detailed look at the persons with liability privileges under § 333 ASVG, examines the legal background and analyzes the exceptions and limits of this unique liability privilege. The employer's liability privilege modifies the general civil liability provisions to a considerable extent in that the employer and certain persons treated as such can only be liable to pay compensation to an employee who has suffered bodily injury if an accident at work or an occupational disease was caused intentionally or by a means of transport with legally increased liability. The background to this regulation is the financing of statutory accident insurance through employer contributions and the guarantee of industrial peace. The term "employer" is primarily based on § 35 ASVG, whereby it should be noted that legal entities can also be employers within the meaning of § 333 ASVG. Who is to be regarded as equivalent to the employer is determined by § 333 para. 4 ASVG. In addition to the employer's representatives, this also includes the so-called "supervisors in the company". The inclusion of these groups of persons is justified by the fact that they perform functions similar to those of an entrepreneur and are therefore exposed to similar risks and dangers as the employer itself. With regard to representatives, a distinction is made between legal and authorized representatives. The term "supervisor in the company" is defined by case law, as it was left open by the legislator. The supervisor must therefore have an independent position and a certain management authority, at least at the time of the injury. The inclusion of the figure of the supervisor in the personal scope of § 333 ASVG is often criticized, as the assessment of supervisor status is highly dependent on the individual case and is therefore difficult to assess. Furthermore, the differentiation between "ordinary" work colleagues and supervisors in the company raises constitutional concerns, which is why the desire for a general work colleague liability privilege is often expressed.von Lea KordaschDiplomarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    The Taxation of Cryptocurrencies against the Background of the Eco-Social Tax Reform 2022

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    Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Besteuerung von Kryptowährungen, die im Zuge der ökosozialen Steuerreform 2022 grundlegend neu geregelt wurde. Damit will der Gesetzgeber auf den immer größer und finanzstärker werdenden Markt im Bereich der Kryptowährungen reagieren. Da diese sowohl in rechtlicher als auch technologischer Hinsicht eine hohe Komplexität aufweisen, werden eingangs der Arbeit grundlegende Begriffe erläutert. Nach einem Rückblick auf die vorherige Rechtslage wird das aktuelle Regelwerk dargestellt. Behandelt wird dabei die Legaldefinition von Kryptowährungen und die danach notwendige Abgrenzung zu anderen Finanzinstrumenten. Neben den neu eingeführten Einkunftsarten und Ausnahmetatbeständen wird der Unterschied zu Einkünften aus Gewerbebetrieb beleuchtet. In weiterer Folge beschäftigt sich die Arbeit mit den Fragen, welcher Steuersatz anzuwenden ist, wie die Steuer bemessen und erhoben wird und inwiefern ein Verlustausgleich möglich ist. Weil es sich um gesetzliches Neuland handelt, wird besonderes Augenmerk auf die Übergangsbestimmungen gelegt, vor allem hinsichtlich einer potenziellen Verletzung des Vertrauensschutzes im Zusammenhang mit in der Vergangenheit liegenden Anknüpfungszeitpunkten. Zum Schluss werden die neuen Regelungen mit den zuvor anwendbaren Bestimmungen verglichen und bewertet.This thesis deals with the taxation of cryptocurrencies, which was fundamentally re-regulated as part of the 2022 eco-social tax reform. The legislator wants to react to the growing and financially increasing market of cryptocurrencies. Since these are extremely complex both from a legal and technological perspective, basic terms are explained at the beginning of the thesis. After a review of the previous legal situation, the current regulations are presented. The legal definition of cryptocurrencies and the necessary differentiation from other financial instruments are discussed. In addition to the newly introduced types of income and the exceptions to them, the difference to income from commercial operations is examined. The thesis then deals with the questions of which tax rate is to be applied, how the tax is assessed and levied and how balancing of losses is possible. Because of the new regulations, special attention is paid to the transitional provisions, especially regarding a potential breach of the protection of legitimate expectations concerning connecting factors in the past. Finally, the new regulations are compared and evaluated with the previously applicable terms.vorgelegt von Valentin ExnerDiplomarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    Abortion - study on ethical negotiation by doctors

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    Statistisch gesehen ist der Schwangerschaftsabbruch weltweit einer der häufigsten medizinischen Eingriffe. Circa drei Prozent davon werden in Deutschland nach der 12. Schwangerschaftswoche vorgenommen. Nach der 20. Schwangerschaftswoche ist vor dem eigentlichen Schwangerschaftsabbruch ein sogenannter Fetozid vorgeschrieben. Hierbei wird durch aktive Medikamenteninjektion in die Nabelschnur der Herzschlag des Ungeborenen gestoppt. Dies erfordert für die Paare eine spezielle Beratung und ist in Deutschland nur nach strenger Indikationsstellung möglich. Die Beratung, Zustimmung und der Eingriff wird durch Ärzt:innen für Gynäkologie vorgenommen.Als Hilfe zur Bewertung dieses moralischen Dilemmas kann die Medizinethik dienen. Die durchgeführten Interviews mit Expert:innen beleuchten die gelebte Realität. Sie versucht ein Bindeglied zu sein, zwischen medizinischen Problemfällen und ethischen Zugängen und will Handlungsimplikationen für die Praxis vorschlagen.Durch die Gründung von „Ethik“- oder „Klinikkommisionen“ werden alle Anträge auf Fetozid als Einzelfallentscheidungen geprüft. Die den Abbruch ausführenden Ärzt:innen lösen ihren „moral distress“ auf unterschiedliche Weisen, zum Beispiel hilft der medizinisch-technische Zugang und sorgt für Entlastung. In Zukunft kann die Adaptation der Klinikkommisionen und zusätzliches Beratungsangebot diskutiert werden um die handelnden Subjekte (einzelne Ärztin:innen und ihre assistierenden Pflegekräfte) zu stärken.Statistically speaking, abortion is one of the most common medical procedures worldwide. In Germany, around three per cent of abortions are performed after the 12th week of pregnancy. After the 20th week of pregnancy, a so-called feticide is prescribed before the actual termination of pregnancy. This involves actively injecting medication into the umbilical cord to stop the unborn child's heartbeat. The procedure requires special counselling for the couples and in Germany is only possible after strong indication. The counselling, consent and procedure are carried out by gynaecologists.Applied ethics can serve as an aid in evaluating this moral dilemma. This thesis aims to provide more information through interviews with experts in the field. It attempts to close the gap between medicine and ethics and suggests implications for practice.Through the establishment of "ethics" or "clinic committees", all applications for feticide are examined on a case-by-case basis. The doctors carrying out the abortion solve their "moral distress" in different ways, for example the medical-technical approach may provide some relief. In the future, the adaptation of clinic commissions and additional counselling services can be discussed to support doctors and assisting nursing staff in charge.vorgelegt von Dr.in med. univ. Birgit FreimüllerMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassung auf deutsch und englisc

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